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Lifestyle Ratgeber - Wie lebt man besser?

Lifestyle Ratgeber - Tipps rund um den Lebensstil. Die Freizeit effektiv gestalten, dem Kulturschock entkommen, günstig reisen und billig shoppen, bequeme Technik, der digitale Mensch, das umweltfreundliche Fahrzeug, Tipps für Verbraucher, richtig feiern, trendige Events, die perfekte Gesellschaft. So lebt man besser.

Wie gestaltet man seine Freizeit?

Wir wollen Abenteuer erleben, uns gleichzeitig dabei entspannen, uns amüsieren, Abwechslung in den Alltag bringen und Coolness ausleben. Freizeit dient schon lange nicht mehr dazu, um ein gutes Buch zu lesen, sondern muss mit Aktivität ausgefüllt werden. Und so boomen heute Trendspiele, Rollenspiele im Internet, Pole Dance als Therapie und Sport, verschiedene Funsportarten wie Flyboarding und Inlinern, denn die Geschwindigkeit muss stimmen, damit der Adrenalinpegel steigt. Irgendwann, wenn wir total ausgelaugt sind, setzen wir uns ins Büro zurück und versuchen, während der Arbeit herunterzukommen und zu entspannen. Wehe, wenn dann noch die Arbeit fordernde Auswirkungen zeigt, dann droht das Burn-out, welches wir wiederum mit viel Aktivität aus dem Weg räumen. Freizeit sollte eigentlich den Hobbies und Interessen gewidmet werden, nicht das Image aufpushen, aber leider ist dies oft umgekehrt. Man postet tausende Selfies seiner täglichen Aktivitäten ins Netz. Es versteht sich von selbst, dass ein Selfie eines Buches, welches man gerade liest, langweilig erscheint, aber das eigene Essen zu posten, sich selbst beim essen zu streamen, das zieht jede Menge Publikum an, und so hat man nicht einmal mehr bei den Mahlzeiten seine Ruhe.

In welcher Gesellschaft leben wir?

Wir gebieten den Prominenten Einlass in unser Wohnzimmer, weil sie überall präsent sind. Wir streben danach, in die Medien zu kommen, denn die Liveshows und Realitysoaps boomen. Wir werden zunehmend zu kleinen Egos, die sich ihren Weg nach oben bahnen, denn ein gutes Image und viel Prestige liegen im Trend. Familie ist nach wie vor wichtig, aber sie wird samt Baby und Hund gerne online als Selfies präsentiert, damit die Welt weiss, wie man privat lebt. Freunde sind nach wie vor wichtig, aber man braucht sie nicht mehr unbedingt, da man heute für alles eine Flut an Dienstleistern findet, sogar fürs herzliche Gespräch, zum Shoppen und zur Freizeitgestaltung. Oberflächlich betrachtet wird unsere Gesellschaft immer flacher, aber den Klimawandel spürt sogar das Jetset-Publikum tief im Inneren, wenn die Luft über den Wolken immer dünner wird. Wenn man tiefere Einblicke in unsere moderne Gesellschaft wahrnimmt, so sind wir stärker geworden. Die Frau ist stabil wie nie, steht ihren Mann und kann sich endlich gleichwertig in der Welt bewegen, wofür wir Frauen lange gekämpft haben. Die Männer müssen sich allerdings wieder anstrengen, sich zu behaupten, denn der feminine, androgyne Mann ist gross in Mode. Wir sollten die Zweiklassengesellschaft meiden, uns gegenseitig akzeptieren und jeden Menschen als wertvoll einstufen, dann leben wir automatisch in guter Gesellschaft.

Welches Haustier passt zu Ihnen?

Im derzeitigen Trend liegen ja die Gourmet-Restaurants und Luxushotels für Hund und Katze, gefolgt vom üppigen Gourmetfutter. Das arme Tier wird dick dabei und muss die überschüssigen Pfunde wieder mühsam abtrainieren. Manche Hunde brauchen sogar eine Brille, weil sie zu viel fernsehen, während sie dinieren. So wird der Hund immer menschlicher. Wir sehen die Haustiere oft fälschlicherweise als Partner- oder Kinderersatz an, ziehen ihnen coole Klamotten an und wundern uns, warum sich beim Tier Zivilisationskrankheiten einschleichen. Artgerechte Haltung sieht so aus, dass das Haustier noch ganz Tier sein darf und seine animalischen Instinkte zwischen Hundezahnspange, Hundesalon und Hundemode nicht verliert. Ein Tier braucht zwar unsere Liebe und ein wenig Aufmerksamkeit, es braucht jedoch auch artgerechtes naturbelassenes Tierfutter, viel Auslauf und noch mehr Freiheit. Deshalb passen Hamster, Zwerghasen und Meerschweinchen zu vielen Leuten, denn hier braucht man nur den Käfig zu putzen und am Hamsterrad zu drehen.

Wie entkommt man dem Kulturschock?

Wir werden immer digitaler, was für die einen richtig bequem ist, für die anderen jedoch wie ein schockartiger, zu schnell rasender Fortschritt wirkt. Wenn die Zeitung ausstirbt und wir sie nur noch digital am Smartphone lesen, fällt zwar kaum noch Papiermüll an, dafür ist unser Stromnetz überfordert, muss ausgebaut werden, und damit es billig bleibt, wird irgendwo ein neues Atomkraftwerk gebaut. Die alte Zeitung kann man weitergeben, für den nächsten Fahrgast im Bus liegenlassen, das Smartphone gibt man jedoch nicht aus der Hand. Gesund ist dieser Lifestyle nicht. Wir gehen nicht mehr so oft ins Kino, meiden das altmodische Theater, bleiben dafür jedoch zu Hause sitzen und geniessen unser neues Heimkino. Wir vereinsamen dabei, aber Facebook fängt uns in unserer gesellschaftlichen Not auf, denn soziale Netzwerke sind Kult und bilden die Kultur von morgen. Das Buch stirbt aus, es wird elektronisch und kann als E-Book per Tablet heruntergeladen und sofort gelesen werden. Tablets machen uns kurzsichtig, was uns jedoch nur bedingt stört, da die digitale Welt einfach zu verlockend ist. Fernsehen ist zu einer Art Kultur geworden, denn wir machen es zunehmend selber, wenn wir uns in die verschiedensten Reality-Shows setzen, unser Leben darin preisgeben und ein breites Publikum damit begeistern.

Wie lebt man besser?

Bereits knapp vor der Geburt sagt der Embryo, er muss sterben, weil die Nabelschnur, seine individuelle Lebensschnur durchtrennt wird. Dabei beginnt das Leben ausserhalb der Mutter erst richtig. Knapp vor dem Tod glauben wir, wir müssten sterben, weil wir diese Welt verlassen. Dabei treten wir nur in einen anderen Seinszustand ein, ändern unsere Wohnadresse und beginnen neu zu leben. Wenn wir an einem Survival Training teilnehmen, uns ums nackte Überleben kümmern, glauben wir, wir sterben fast, und wenn wir im Job, in der Familie, mit der Gesellschaft und mit uns selbst überfordert sind, sterben wir auch seelisch, und trotzdem leben wir. Wahrlich, im Leben sterben wir tausend Tode und geniessen es zwischendurch trotzdem. Leben bedeutet, mit dem Fluss der Natur zu schwimmen, Entscheidungen zu treffen, mit den Konsequenzen seiner Entscheidungen zu leben, aufzustehen, weiterzumachen, stabil zu bleiben, Krisen zu überleben, die Midlife-Crisis zu überstehen, in Würde zu altern und jeden Tag als Geschenk zu sehen. Das wahre Leben spielt sich im Kopf ab, selbst wenn sich die Brust der Schwerkraft beugt und zu den Füssen sinkt.

Wie lebt man im Luxus?

Die Luxusfrau braucht teure Kosmetik, Designermode, einen begehbaren Kleiderschrank, in welchem sie ihre Partys feiern kann, Diamanten, die zu besten Freunden werden, und einen reichen Mann, der alles bezahlt. Der Luxusmann braucht eine schöne Frau, eine Luxuslimousine, eine teure Villa, Prestige und den obligatorischen Designeranzug. Das Luxuskind braucht soziale Netzwerke, in welchen es sein Luxusleben posten kann, eine Nanny, einen Butler und Luxuseltern, die wie ein Helikopter über das Kindschwebend wachen. Wir leben im Grunde ohnehin in einer Art Dekadenz, riegeln uns ab, sichern unsere teuren Villen, achten darauf, dass die Yacht nicht im selben Hafen steht wie die des Nachbarn, weil wir unsere Ruhe haben möchten, und wir residieren im fünf Sterne Luxushotel, weil es das Beste ist. Auch der kleine Luxus scheint kein Ende zu nehmen, weil heute besitzt fast jeder ein Smartphone, wöchentlich ein neues Outfit und genug zu essen, sonst würden wir nicht so viel wegwerfen. Luxus ist heute zu einem selbstverständlichen materiellen Dasein geworden, sodass wir den wahren Luxus woanders suchen müssen. Glück, Zufriedenheit, echte Freunde in der Not, Liebe, alles, was man sich nicht kaufen kann, ein treuer Partner, das ist Luxus. Der Millionär fährt zwar in seinem teuren Wagen vor, ist jedoch einsam, wenn er seine Millionen nur mit jenen Menschen teilen kann, die ihn darum beneiden, die er sich kaufen kann, oder die an seinem Luxusleben teilhaben möchten. Wenn der Millionär arm wird, schaut er sich geldlos um und muss sich unter Umständen neue Freunde suchen. Wahrlich, Reichtum ist unter all den Luxusprodukten richtig anstrengend, nur Gold bleibt konstant.

Wie digital leben wir?

Unser Handy ist längst zu einem multifunktionalen Smartphone geworden. Man kann von zu viel Smartphone krank werden, kurzsichtig, unfruchtbar werden, aber wir kümmern uns nicht sonderlich darum, weil wir es brauchen wie das tägliche Brot. Ein weiteres tägliches Brot ist unser Flachbildfernseher, gefolgt vom Self-Tracker, denn wir wollen interaktiv am Show-Leben teilnehmen und unseren Körper vollends kontrollieren. Sogar unsere täglichen Schritte werden digital erfasst, archiviert, per Internet-Forum präsentiert und diskutiert. Wenn man sogar am Klo seine digitalen Spielereien mit sich führt, lahmt die Verdauung, weil man permanent unter Stress steht. Multimedia begleitet uns sogar ins Bett. Wir lesen die Zeitung online, streamen unser Einschlafverhalten im Internet, posten den letzten Gute-Nacht-Kuss in den sozialen Netzwerken und laden ein Selfie unseres neuen Pyjamas hoch. Für Kinder kann diese digitale Welt gefährlich werden, da sie in all ihrer Freiheit verlernen, konzentriert zu sein, das natürliche Leben zu geniessen und ein Nein zu akzeptieren.

Wie feiert man richtig?

Die Facebook-Party ist der Renner, solange nur die eingeladenen Freunde kommen. Das Strassenfest boomt auch, nur die Nachbarn sind bitter sauer, wenn die Betrunkenen nachts in ihre Vorgärten schleichen, um dort ihre Geschäfte zu erledigen und wie Hunde das Revier markieren. Partys sind prominenter geworden, denn man zeigt, was man hat. Sogar zum eigenen Geburtstag lädt man gerne irgendwelche Promis ein, und so ist ein ganz neuer Wirtschaftszweig, ein neues Berufsbild entstanden, der prominente Partygast, das Partyluder, das It-Girl. Sogar der Alkohol kann wieder in vollen Zügen genossen werden, weil die Party-Pille erfunden wurde, damit der Kater am Tag danach milder ausfällt. Wussten Sie, dass Alkohol die Gehirnzellen abtötet, ungesund ist und unserem Körper nur Nährstoffe entzieht, egal, welche Pille man dagegen einnimmt? Gold-Partys boomen, auf denen man sein Gold präsentiert, verkauft, es an Freunde weitergibt und dafür neues Gold erhält. Wenn einem der alte, abgetragene Goldschmuck nicht mehr gefällt, kann man ihn tauschen, verkaufen und neuen kaufen, denn unter Freunden ist das Vertrauen grösser als unter Fremden. Übrigens liegen die Umweltpartys voll im Trend, weil wir umweltbewusster geworden sind und den Earth-Day zu schätzen wissen.

Wie sieht der perfekte Urlaub aus?

Der lange Urlaub am Stück ist nicht mehr in Mode, denn dafür haben wir keine Zeit. Der kleine Wellnessurlaub boomt dafür, denn diesen machen wir mehrmals im Jahr. Wir möchten etwas erleben, Selfies vom Abenteuerurlaub ins Netz stellen und unseren Freunden zeigen, was der Urlaub gekostet hat. Sogar der Diäturlaub wird gepostet und kommentiert, denn die gute Figur gehört zu einem Trendsetter dazu. Ein Gegentrend ist der Urlaub zu Hause, auf der Terrasse, im eigenen Garten, notfalls im Wintergarten. Das eigene Zuhause ist nämlich zu einer Wohlfühloase geworden, weil das Fitnesscenter samt hauseigener Sauna im Keller steht. In der Gastronomie hat sich auch einiges getan. Das vollautomatische Restaurant, in welchem der Gast keine langen Wartezeiten mehr einplanen muss, liegt zunehmend im Trend. Getoppt wird es nur durch das exklusive Gourmet-Restaurant, in welchem der Luxusgast seinen Platz samt Tisch und Tischdame reservieren muss.

Wie kauft man richtig ein?

Shopping ist zu einem gewohnten Kult geworden, und sogar die Modeketten halten sich an die neuen Bedürfnisse der Gesellschaft und produzieren fast schon im Wochentakt neue Klamotten. Man kann sich auch einen Mann schön shoppen, wenn die Glücksgefühle zwischen Schuhen und Kleidern spriessen. Bitte, das funktioniert nur mit einer grosszügigen Kreditkarte, denn Kleingeldkramer shoppt man sich nicht schön. Man kann beim Einkaufen auch sparen, sodass man sich vom Ersparten ein neues Kleid kaufen kann. Beim Lebensmittelkauf sollte man abends losgehen, mit einer guten Einkaufsliste bestückt, ohne den Partner, mit vollem Magen, und die Quengelzone an der Kasse muss man meiden. Beim Schuhkauf sollte man mit Schwielen an den Beinen losgehen, dann passt nicht jeder Schuh und man kauft nicht jeden Treter. Beim Kleiderkauf sollte man sich vorab einen Bauch anfressen, dann passt nicht jedes Kleid, weil man in der Umkleidekabine frustriert dasteht und den Laden schnell wieder verlässt.

Wie verändert uns die Technik?

Der Mann braucht sein Auto, sein Smartphone und seinen sensiblen technischen Verstand. Die Frau braucht ihre Shopping-App, ihren Kalorienzähler, ihr Internet zum Selfies posten und ihre digitale Waage. Und wir alle brauchen umweltfreundliche Techniken, sonst sterben die Karotten aufgrund des steigenden Elektrosmogs aus. Das technisch fortgeschrittenste Ding ist neben dem Computer das Auto. Wir können uns bald zurücklehnen, die Autofahrt geniessen, weil der Wagen mit eigenständigem Gehirn selber fährt, sich selber lenkt, und Gott denkt, während der Mensch schläft. Die selbstfahrenden Autos sind im Anrollen, weil die Elektroautos hört man ja kaum noch, die muss man sehen, aber das ist kein Problem, denn die sind farblich so androgyn, dass man sie in ihren zarten Farben nicht übersehen kann. Haben Sie auch schon bemerkt, dass die heutigen Autos immer breiter werden, die Parkplätze aber nicht? Da kann der Beifahrer bald nicht mehr ordentlich aussteigen, ohne in das Nachbarfahrzeug zu knallen. Wir müssen glatt aufpassen, dass unser Lebensstil nicht eines Tages zum Unfall mit Totalschaden ausartet.

Wie schützt man sich vor Konsum-Nepp?

Wir gehen im täglichen Leben oft sorglos mit unseren Ressourcen um, treten die Umwelt mit Füssen und denken uns nichts dabei. Erst wenn das Geld knapp wird, Krankheiten durch Umwelteinflüsse drohen und unsere Lebensmittel chemisch verseucht werden, machen wir uns als Endverbraucher Gedanken. Erst wenn wir erkennen, wie und wo man sparen kann, wie und wo man die Umwelt schützen kann, fängt man an, umzudenken. Grüner Strom, Bioware, Treibstoff sparen, ein umweltfreundliches Auto fahren, all dies sind richtige Wege, die wir als Verbraucher einschlagen können. Sogar bei den teuren Servicehotlines können wir Geld sparen, wenn wir genauer auf die Kosten achten würden. Ein Trend geht heute hin zum Sharing, einem Modell, bei dem man sich Güter aus dem täglichen Leben mit anderen teilt, beispielsweise das Car-Sharing. Man spart damit Geld und lebt umweltfreundlicher.


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Elisabeth Putz

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