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Haarpflege - die Haare schonend pflegen

Pflegendes HaarshampooDie regelmässige Haarpflege ist wichtig, damit unsere Haare gesund bleiben. Das Basisprogramm besteht aus der schonenden Haarwäsche mit möglichst einem Bioshampoo ohne chemische Inhaltsstoffe, denn Silikone und Parabene können das Haar schädigen. Nach der Haarwäsche sollte man einen Balsam verwenden, damit das Haar geschützt ist und einen natürlichen Glanz erhält. Die Haare muss man schonend trocknen, zuerst im Handtuch, dann lufttrocknen lassen oder kurz mit einem nicht zu heissluftigen Diffusoraufsatz am Föhn trocknen, da zu heisse Luft das Haar kaputt macht. Ein naturbelassener Trend geht hin zum Haarewaschen ohne Shampoo, nur mit reinem Wasser alleine, aber diese Variante ist wahrscheinlich nur etwas für die Harten.

Wer einige Haarregeln beachtet, braucht sich um seine Mähne keine Sorgen zu machen. Genau genommen darf man das Haar täglich waschen, besonders wenn es kurz ist. Man sollte hierfür allerdings ein unparfumiertes Naturshampoo verwenden, sonst könnte man Probleme bekommen. Auf den Conditioner darf man mit gutem Gewissen verzichten, denn er macht das Haar nur kämmbarer, nicht unbedingt gesünder. Wer dennoch Conditioner verwendet, sollte sparsam damit umgehen.

Erst das Föhnen mit heisser Luft macht das Haar langfristig kaputt. Keine Frage, lange Haare brauchen den Haartrockner, sonst wird man ja nie fertig, aber kurze Haare dürfen gerne luftgetrocknet werden, dann kann man sie auch täglich waschen.

Haare schneiden kann man alle sechs Monate, wenn man sich eine lange Mähne wachsen lässt, denn dann sind nur die Haarspitzen bei unkorrekter Pflege in Gefahr. Haare färben darf man durchaus, wenn man eine sanfte Tönung verwendet oder nur den Haaransatz nachfärbt. Allerdings muss der Allergiker mit empfindlicher Kopfhaut aufpassen, denn Haarfarbe enthält meist zahlreiche Chemikalien. Besonders gefärbtes Haar neigt dazu, auszutrocknen und muss intensiv gepflegt werden. Mit einem guten Haarkamm und Geduld beim Kämmen erspart man sich den Conditioner, denn er trocknet das Haar zusätzlich aus.

Wie pflegt man trockenes und fettiges Haar?

Trockenes Haar benötigt Feuchtigkeit, fettiges Haar benötigt ein Babyshampoo, ein mildes Kräutershampoo oder ein fruchtiges Shampoo. Wenn man zu aggressive Shampoos verwendet, trocknet die Kopfhaut aus, fettet schneller wieder nach, und man muss irgendwann aus diesem Grund seine Haare täglich waschen.

Wie pflegt man gefärbtes und dauergewelltes Haar?

Gefärbtes Haar benötigt einen intensiven Balsam, sonst wird es brüchig und sieht eines Tages wie Stroh am Kopf aus. Dauergewelltes Haar braucht Feuchtigkeit und sollte auf keinen Fall gefönt werden, denn die heisse Föhnluft raubt dem Haar die feuchte Struktur, die es benötigt, um sich gut zu ringeln.

Wie pflegt man kurzes und langes Haar?

Langes Haar braucht eine Intensivpflege in den Haarspitzen, am besten mit einem guten Haaröl, und kurzes Haar benötigt nur ein mildes Shampoo, denn es ist genügsam und braucht weder Föhn noch Pflegeprodukte. Man kann bei kurzem Haar hin und wieder eine Kopfhaut-Kur mit Aminosäuren anwenden, welche man in die Kopfhaut einmassiert, denn damit nährt man die Haarwurzeln von aussen.

Wie pflegt man strapaziertes, kaputtes Haar?

Ist das Haar erst einmal durch chemische Anwendungen, Färben, Dauerwellen und Glätten kaputt, braucht es einen Kurzhaarschnitt, oder wenn es noch zu retten ist, eine Intensivpflege, eine Haarkur. Diese Haarkuren kann man im Reformhaus kaufen, denn hier sind sie naturbelassen. Man lässt die Haarkur ca 30 Minuten einwirken, wäscht das Haar nachher kurz aus, lässt es trocknen und kämmt es vorsichtig. Stylingprodukte wie beispielsweise Haarspray, Glanzspray, Haargel, Haarwachs, Volumenspray, Glättungscreme, Blondierungscreme und Stylingschaum können die Haare kaputt machen, und so sollte man sie nicht täglich anwenden, gering dosiert auftragen und abends unbedingt herauskämmen oder besser noch herauswaschen.

Geschädigtes, brüchiges Haar benötigt Produkte mit Proteinen, Biotin und Keratin, ein hochwertiges Proteinshampoo. Es braucht eine Intensivpflege in den Spitzen, ein ölhaltiges Haarspitzenfluid oder ein Haarspitzenöl. Shampoo mit Ei, Avocado und Sheabutter haben sich auch bewährt, aber Amarant ist wohl die beste Pflege für kaputtes Haar. Bis zu einem gewissen Ausmass nehmen die Haare die Pflegeprodukte auf, saugen sie in sich hinein, bis sie gesättigt sind. Leider geht dieser Effekt nach jeder Haarwäsche wieder verloren, sodass man erneut nachhelfen muss, erneut mit Chemie. Nur wer sein Haar weder färbt noch dauerwellt, der darf auf konventionelle Haarprodukte verzichten.

Die Haarkur für kaputte Haare

Wenn das Haar strapaziert oder gar kaputt ist, tut eine Pflegekur gut. Sie glättet die Haarstruktur, benetzt das Haar mit Proteinen, Keratin und Biotin, verleiht ihm einen seidigen Klanz und Geschmeidigkeit. Wenn man nach so einer Kur durchs Haar fährt, fühlt es sich gesund und elastisch, griffig und weich zugleich an. Die Kur muss 30 Minuten einwirken, bevor man sie wieder auswäscht. Sie sollte nach einer Dauerwelle oder einer Färbung angewendet werden und alle drei Monate wiederholt werden. Beim Friseur erhält man Kuren, die aufeinander aufbauen und jeweils für 5 bis 10 Minuten einwirken. Kuren, die man über Nacht einwirken lässt, sind zur Vorbeugung von Haarschäden geeignet, und spezielle Kuren, die in die Haarstruktur eindringen und sie ein wenig verändern, wirken besonders tief. So eine Kur kostet zwischen 80 und 100 Euro, aber sie hilft. Billigere Kuren aus dem Internet oder dem Drogeriemarkt helfen übrigens auch.

Hausmittel für die Haarpflege

Mit Hausmitteln kann man seine Haare auch gut pflegen, und manche ersetzen sogar die teure Haarkur. Butter, Eier, Naturjoghurt, Zitrone, Öl, besonders Kokosöl und Olivenöl, wirken glättend und reparieren die Haarstruktur. Man sollte immer Hausmittel wählen, welche Proteine, Aminosäuren und Fett enthalten. Milch ist übrigens auch gut geeignet, vor allem Kamelmilch, wenn man sie ins Joghurt mischt. Die Hausmittel müssen schnell verbraucht und angewendet werden, da sie bei längerer Konservierung nach dem Anrühren so einer Haarkur Bakterien entwickeln und schnell schlecht werden.

Unzufriedene Haare benötigen mehr Pflege

Wenn das Haar stressbedingt unzufrieden ist, braucht es eine intensivere Pflege als entspanntes Haar. Meist ist dies ein Frauenproblem, welches in den Wechseljahren seinen Höhepunkt findet. Warum sind wir Frauen unzufrieden mit unserem Haar? Wir hegen und pflegen die Haare wie ein Aushängeschild, denn sie kennzeichnen unsere Weiblichkeit, sind sozusagen reizende Körpersignale. Auch Tiere hegen und pflegen ihre Federn und zeigen ihr Federkleid als reizvolles Instrument, wenn sie einem Weibchen den Hof machen wollen. In der Tierwelt sind es die Männchen, die eitel und unzufrieden sind, in der Menschenwelt sind es vorwiegend die Frauen.

Billige oder teure Haarprodukte, was ist besser?

Billige Haarprodukte aus dem Discounter oder dem Supermarkt erfüllen notdürftig ihren Zweck und bieten eine kleine Basispflege. Man spart Geld, wenn man nicht sehr anspruchsvoll ist. Trotzdem reichen die billigen Haarpflegeprodukte für das gesunde und normale, unbehandelte Haar aus. Kaputte und strapazierte, chemisch behandelte Haare benötigen eher die Profiprodukte vom Friseur, Spezialprodukte mit reichhaltigen und hochwertigen Inhaltsstoffen. Tests haben ergeben, dass die Haare damit mehr Glanz bekommen, keine Rückstände an den Haaren zurückbleiben und die Haarstruktur nicht so aufgerauht ist. Die Friseurprodukte sind teuer, aber sie wirken. Man kann bei jedem Friseurbesuch auch die Friseurprodukte konsumieren, welche im Friseurladen vorhanden sind. Allerdings sollte man sich hier einen hochwertigen Friseursalon aussuchen, der qualitativ gute Produkte führt. Der Billigfriseur ist hierfür oft ungeeignet, denn da kann man sich gleich den Weg sparen und die Haarprodukte im Discounter kaufen.

Wie ungesund sind chemische Haaprodukte?

Fakt ist, dass konventionelle, chemisch produzierte Haarpflegemittel nur einen optischen Effekt an der Haaroberfläche erzeugen und das Haar nicht richtig durchgehend bis in die Tiefe hinein pflegen. Sie gaukeln uns bloss Pflege vor, aber das Haar sieht oberflächlich gesehen gesund aus. Das gesunde Haar glänzt, weil seine Oberfläche geschlossen, also versiegelt ist. Je nach Lichteinfall glänzt es dann mehr oder weniger. Das kaputte Haar ist an der Oberfläche aufgeraut und an einigen Stellen gerissen. Durch die Pflegeprodukte werden die beschädigten Stellen mit Proteinen und Keratin aufgefüllt. Da die chemischen Substanzen jedoch keine eigenen Bestandteile des menschlichen Haares darstellen, lagern sie sich im Haar ab und schädigen es auf Dauer noch mehr, als wenn man keine Pflegeprodukte verwenden würde.

Kaum jemand kommt ohne Haarpflegeprodukte aus, aber man könnte es einmal für 4 Wochen ausprobieren, in denen man seine Haare nur mit Shampoo wäscht, trocknet und kämmt. Hier sollte man allerdings ein ölhaltiges Shampoo verwenden, welches für strapaziertes Haar geeignet ist, vielleicht mit Arganöl oder Jojobaöl, Kokosöl oder Walnussöl. Kalk und hartes, kalkhaltiges Wasser zerstört die Haarstruktur, aber wenn man seine Haare zum Schluss beim Waschen mit kaltem Wasser spült,schliessen sich die Poren besser und das Haar glänzt intensiver. Die konventionellen Haarpflegeprodukte sind allerdings für gefärbtes, dauergewelltes und chemisch behandeltes Haar bitternötig, denn hier muss man nachhelfen, um die strapazierten, aufgerauhten Haarsträhnen wenigstens oberflächlich zum Glänzen zu bringen. Ausserdem benötigt man hier die Produkte schon deshalb, weil sonst die Haare abbrechen und man nach jeder Haarwäsche nach dem Föhnen gleich den Staubsauger verwenden kann, um die abgebrochenen Haare einzusaugen.

Pflege mit Haaröl

Haarshampoo mit ÖlHaaröl liegt im Trend. Es schützt uns beim Fönen vor extremer Hitze, es stärkt die Haarstruktur, es repariert die Haarspitzen, und es gönnt unserem Deckhaar mehr Feuchtigkeit und Glanz. Man sollte jedoch auch berücksichtigen, dass Haaröl die Frisur beschwert, wenn man zu viel davon nimmt, oder wenn man es grosszügig im gesamten Haar verteilt. Haaröle müssen leicht sein und dürfen das Haar nicht zu sehr beschweren. Man kann mit dem falschen Haaröl nicht nur Pflege und Glanz ins Haar zaubern, sondern es auch zunehmend austrocknen, da sich die Haarstruktur verändert und sich an den öligen Fettfilm gewöhnt. Haaröl sollte am besten ohne Silikone auskommen, aber dies tun nur wenige naturbelassene Öle. Silikone glätten das Haar, machen es geschmeidig und verleihen ihm eine glänzende Oberfläche. Silikone sind aber reinste Chemie, können das Haar nachhaltig schädigen, es zunehmend austrocknen, auch wenn man diesen trockenen Effekt zuerst nicht wahrnimmt. Nach jeder Haarwäsche können Rückstände des Öls im Haar verbleiben, sodass es mit der Zeit stumpf, fettig und kaputt aussieht. Auch kann das Haar zunehmend so weich werden, dass es sich anfühlt, als ob es im Weichspüler gebadet hätte.

Pflege mit selbstgemachtem Haaröl

Am besten sind selbst gemachte Haaröle, welche man jedoch nicht für die lange Anwendung verwenden kann, da das selbst zubereitete, meist aus Lebensmitteln bestehende Haaröl nicht geeignet ist, um tagelang im Haar zu verbleiben. Selbst gemachtes Öl kann man zusätzlich zur Haarwäsche nehmen, man muss es danach allerdings gründlich ausspülen. Jojobaöl, Kokosöl, Olivenöl, Sonnenblumenöl, Arganöl, Milch und Joghurt, Ei und Mandelmilch, alles kann man verwenden, aber man sollte die Zutaten verdünnen. Haushaltsöl ist nahezu ungeeignet, wenn es in loser, konzentrierter Form verwendet wird, da es nicht lange im Haar verweilen darf. Öl, welches man auch zum Kochen verwendet, ist höchstens für die zusätzliche Pflege nach einer Haarwäsche geeignet und muss sofort wieder ausgespült werden. Allerdings lassen sich damit kleine Schäden in den Haarspitzen auch schon reparieren.

Pflege mit Haarbalsam

Mit einem Haarbalsam werden kaputte und strapazierte Haare wieder kämmbar. Sie verfilzen nicht, fühlen sich seidig glatt an und sind locker. Balsam sollte man nur gering dosiert aufs Haar auftragen, denn zu viel lässt die Haare strähnig herunterhängen, wie ein Schnittlauch, der nicht gegossen wurde. Der Haarbalsam sollte rückfettende Stoffe beinhalten, wenn das Haar trocken ist, und er sollte die Kopfhaut nicht unnötig einfetten. Balsam darf man ohnehin nicht direkt auf die Kopfhaut auftragen, sonst sieht man aus wie eine geölte Pfanne.

Ich verwende einen Haarbalsam von Rausch, wenn mein Haar stumpf wird und seinen Glanz verliert, wenn ich zu viel Zucker und Schokolade gegessen habe, denn dann braucht mein Schopf mehr Pflege. Die dauerhafte Anwendung von Balsam könnte ich nur für sehr trockenes Haar empfehlen, da es schnell nachfettet.

Conditioner und Haarspülungen

Mit einem Conditioner und einer Haarspülung bringen Sie viel Glanz ins Haar, was bei sprödem, trockenem Haar wirklich gut aussieht. Allerdings muss man hier sparsam sein, da das Haar schnell mit einem Fettfilm überzogen wird, langfristig austrocknet und immer lauter nach dem Conditioner und der Spülung schreit. Als ich mir wieder einmal versehentlich die Haare blond strähnen liess und sie danach wie Stroh aussahen, entschied ich mich für einen hochwertigen Conditioner, und sogar damit musste ich sparsam umgehen, weil meine Haare extrem schnell nachfetteten und anschliessend nach der nächsten Haarwäsche trocken wurden.

 


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Elisabeth Putz

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