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Das passende Korsett für die Wespentaille

Ein Korsett ist im Grunde nichts anderes, als ein steifes Mieder, etwas für unten drunter, damit der Oberkörper eine Form erhält, die er im natürlichen Zustand niemals hätte. Es besteht aus steifen Stäbchen, die den Körper in die gewünschte Form pressen, wenn man es anständig eng schnürt. Das elegante Korsett ist an den Schnüröhsen verstärkt, damit beim zu festen Schnüren der Stoff nicht einreisst. Ich könnte schwören, darin kann man kaum noch atmen, aber dafür steht man aufrecht wie eine Eins.

Sind Sie auch auf der Suche nach einer schlanken Taille? Als ich meine letzten Schokoladen aufgegessen hatte, fand ich meine nicht mehr, denn mein Hüftumfang wuchs in die Breite. Da fiel mein Blick auf ein Korsett, und voila, ich erinnerte mich ans Mittelalter, wo die Frau gezielt mit noch so wenig Hüftumfang jeden Mann doppelt und dreifach um den Finger wickeln konnte. Kein Wunder, bei dieser Wespentaille, da wird jeder Mann zum Tier.

Ein Korsett hat ja Vor- und Nachteile. Man muss es schnüren, die Luft anhalten, bis es so sitzt, dass man einer Wespe gleicht, dürr und zugeschnürt. Man kann aufgrund des engen Hüftumfangs kaum etwas essen und unterzieht sich so einer Dauerdiät. Ich wusste es, die Zwangsdiäten machen besonders schlank. Man sieht jedoch umwerfend darin aus, wie ein Hungerhappen. Ich überlege mir diese Prozedur noch einmal genau, weil mein Magen möchte nicht nach unten gedrückt werden.

Im Grunde kann man in einem Korsett nur in gewissen Posen stehen, vielleicht gerade liegen, aber man kann sich kaum darin bücken. Die Brust wird nach oben gepresst, die inneren Organe werden zusammengepresst, denn die Schnürung des Korsetts ist oftmals so eng, dass man kaum atmen kann. Viele Frauen, die sich so zugeschnürt durchs Leben bewegen, erzeugen damit eine Taille, die kleiner als 40 cm ist. Bitte, ist das noch gesund? Ich bin mir sicher, ein schickes Kleid und ein Apfel am Tag, das ist gesund, aber so eine dünne Taille könnte auf Dauer krank machen.

Wie hat sich das Korsett entwickelt?

Früher schnürten sich die Frauen ja nur mit steifen Miedern zurecht, denn der Mann sollte zumindest optisch betört werden. Bitte, das Korsett reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück, wo die Frau noch gezielt Frau war, kaum eigene Rechte besass, aber dafür durfte sie sich zu einer richtigen Weiblichkeit schnüren, wie ein Paket, welches man dem Mann schenkte.

Zunehmend wurde die Korsett Form geändert, aber die allgemeine Kegelform blieb erhalten. Brust heraus, Bauch hinein, so lautete die allgemeine Schnürtechnik. Bitte, in alten Zeiten schnürte man den Unterbauch nicht mit, der blieb draussen, weil die Korsetts zu kurz waren. Zunehmend wurden sie jedoch länger und der Bauch durfte auch mit hinein geschnürt werden. Heute sieht ein Korsett viel länger aus, damit man auch die Oberschenkel in Form bringen kann.

Der Körper der Frau stand und steht seit jeher im Mittelpunkt, deshalb leitet sich das Wort Korsett auch von cors, dem Körper ab. Eng muss es sein, die Taille sollte der eines Kindes gleichen, die Oberweite muss üppig ausfallen, und die Schnürform sollte einem Kegel gleichen, dann hat man etwas richtig gemacht. Ich habe gehört, in den USA lebt eine Frau, die schnürt sich ihr Korsett auf eine Taille von 33 cm zu besonderen Anlässen und auf 45 bis 48 cm im Alltag. Man muss zwischendurch auch einmal mehr als nur abgeflacht atmen dürfen, gell.

Wie gesund ist ein Korsett?

Ich würde es nicht tragen wollen, da mir meine inneren Organe am Herzen und nicht schwer im Magen liegen, aber einigen Frauen ist es heute noch egal, wie ungesund so ein Korsett für die Organe ist. Die inneren Organe werden beim Schnüren verschoben, nach oben oder unten gedrückt, die Körperhaltung wird verschoben und sogar das Skelett könnte eine andere Form annehmen, wenn man ständig in den steifen Miedern herumrennt.

Gut, gesund ist es nicht, aber trotzdem tragen einige Leute ein Korsett genau aus gesundheitlichen, medizinischen Gründen, nämlich dann, wenn die Wirbelsäule erkrankt ist und wieder gerade gerückt werden muss. Hier schnürt man jedoch nicht deshalb, damit die Taille eng genug ist, sondern so breit, dass die Wirbelsäule gestützt wird, jedoch keine inneren Organe gequetscht werden. Bitte, es hat alles im Leben seine Vorteile.

Wie gesellschaftsfähig ist das Korsett?

Die Mode hat sich nie dafür interessiert, ob das Korsett gesund ist, vielleicht auch deshalb nicht, weil der schlanke Körper im Trend liegt, oder weil die Gesundheitsschäden nie richtig belegt wurden. Auf jeden Fall schnürte man in alter Zeit sogar Kinder in so ein steifes Mieder ein, damit ihr Körperbau früh genug in die gewünschte Richtung wuchs. Hoffentlich war ich im Mittelalter keine Frau, denn das hätte meine sensible Seele nicht überlebt.

In der Mode hat sich einiges geändert. Bis Anfang des 20. Jahrhunderts galt das Korsett als weiblich, als notwendiges Schnürinstrument einer tollen Frau, bis es an Wert verlor, da die Frau zu arbeiten anfing und mehr Rechte besass. Ich wusste es, die Frauenbewegung verlieh uns einfach die nötige Freiheit, um endlich gut durchatmen zu können.

Vor Jahren verschwand dann das Korsett aus dem normalen Kleiderschrank. Bitte, man hatte Hosen, weite Kleider, Kostüme und Klamotten, in denen man sich auch als Frau frei bewegen konnte. Man stand nicht mehr einfach nur da wie eine weibliche Trophäe, und der Mann suchte sich seine zugeschnürte Taille im verbotenen Bereich, im aussergewöhnlichen Modebereich, im ältesten Gewerbe, auf exotischen Ausstellungen, ach überall dort, wo die normale Mode keinen Zutritt hatte.

Im Gothic Bereich trug man jedoch nach wie vor Korsetts. Bitte, man muss sich ja von der Masse abheben, wenn man schon Gothic sein möchte. Und voila, seit neuestem findet man das versteifte Mieder wieder im alltäglichen Kleiderschrank. Es ist nicht mehr so steif, besitzt elastische Elemente, nicht mehr so viele Stäbchen, es ist frauenfreundlicher, gesünder und breiter geworden. Vielleicht lasse ich mich zu so einem figurformenden Korsett auch überreden, wenn mein Bauch atmen darf und meine Oberweite dort sitzen bleiben darf, wo sie hingehört.

Wann trägt man ein Korsett?

Ich kann Ihnen nicht mit gutem Gewissen empfehlen, ein Korsett im Alltag zu tragen, höchstens mit argen Bauchschmerzen, denn Sie tun nach wie vor Ihrer Gesundheit nichts Gutes, wenn sie die Organe über mehrere Stunden täglich quetschen. Im Alltag will man atmen, seiner Arbeit nachgehen, seinen Körper schonen und von mir aus einige Runden mit dem Pezziball durch die Wohnung rollen.

Ein Korsett passt jedoch sehr gut unter ein enges Kleid, wenn man zu gewissen Anlässen seinen Bauch verstecken möchte. Dies bekommt man mit normaler Unterwäsche nicht hin, der Bauch ist tückisch und bahnt sich seinen Weg nach draussen. Meine Kleider sind oft so eng, dass ich nicht anders kann, als meinen Bauch zu zähmen. Meistens mache ich eine Blitzdiät, wenn ich weiss, ich ziehe mich für die nächste Party an, aber demnächst werde ich ein Korsett artgerecht schnüren und sehnsüchtig das Ende jeder Party herbei sehnen, damit ich endlich aus diesem Mieder heraus komme.

Ein Korsett passt auch gut unter enge Hosen und noch engere Tops. Ich habe meistens das Problem, dass die Hose unterm Bauch endet, sodass man glaubt, ich hätte einen dicken Gürtel an und mein Top wäre zu kurz. Bitte, bei manch enger Leggings erledigt sich dieses Problem bei mir von selbst, die bekomme ich nämlich nicht über meine dicken Oberschenkel drüber und lasse sie gleich im Laden liegen, notfalls auch im Schrank, wenn ich glaube, ich müsste die Hose haben, ich werde schon hineinwachsen, mich hinein hungern.

Übrigens passt ein Korsett auch unter eine transparente Bluse, wenn man seinen Partner damit verführen möchte. Die meiste Transparenz spielt sich ja unbeobachtet im eigenen Schlafzimmer ab, aber auf die Strasse würde ich so nicht gehen, nicht ohne meinen Blazer. Ich habe mir neulich einen pinken Blazer gekauft, der schmiegt sich hervorragend an mein schwarzes Kleid mit pinken Eifeltürmen drauf, nur an meinen dicken Bauch schmiegt er sich nicht. Wahrlich, ich brauche ein Korsett.

Die perfekte Wespentaille

Durch ein stark geschnürtes Korsett bekommt man ja nach und nach die perfekte Wespentaille. Normalerweise beträgt der Bauchumfang einer Frau durchschnittlich 84 cm, damit alle Organe und der Darm Platz drin finden. Es gibt jedoch Frauen, die schnüren das Korsett so eng, dass die Organe gequetscht werden.

Eine Frau, die es übertrieben hat, litt zunehmend an Nierenschwäche, weil durch die enge Taille die Nieren nicht mehr korrekt arbeiten konnten. Eine weitere Frau erlitt bereits ein Nierenversagen, möchte aber trotzdem auf die engste Taille der Welt hinarbeiten. Derzeit beträgt diese engste Wespentaille der Welt 30 cm. Einige Frauen lassen sich sogar ganze Rippen entfernen. Bitte, da wage ich mich nie wieder zu behaupten, dass Männer in teuren Sportwagen einen übertriebenen Lebensstil verfolgen, denn die besitzen wenigstens grundsätzlich einen gestandenen Bierbauch. Ich finde, der Trend zur engsten Taille der Welt geht zu weit, denn hier sind wir keine gesunden Vorbilder für junge Mädchen mehr, wenn wir am Bauch nur noch abrüsten und an Po, Hüfte und Busen mit Implantaten aufrüsten.

 


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Elisabeth Putz

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