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Verliebtheit - Was bedeutet verlieben?

Flugzeuge im BauchVerliebtheit ist ein wirres Gefühl mit Schmetterlingen im Bauch, welche glücklich durch die Magengegend fliegen. Die rosarote Brille, die symbolisch auf der Nase sitzt, der Gedanke an den Partner, den man jede Minute des Lebens sehen, riechen und schmecken, greifen und festhalten will, ein Glücksgefühl in der ganzen Körpergegend. Da wirft die Aura förmlich Blasen vor lauter positiver Ausstrahlung. Man sieht es den Menschen an, wenn sie verliebt sind, da sie wie Honigkuchenpferde strahlen und lauter Unsinn reden.

Verliebtheit ist eine innige Schwärmerei, die tiefe Bewunderung banaler Dinge, die leidenschaftliche Begierde eines Menschen, das Fehlen von Realität in den Gedanken, ein kribbelndes Gefühl, Schmetterlinge im Bauch, Verirrung, Verwirrtheit, ein geistiger, körperlicher und psychischer Ausnahmezustand, der wieder vergeht. Man kann sich in jeden Menschen verlieben, man kann sich ja auch verlaufen.

Verliebthait Definition

Unter der aufflammenden Verliebtheit versteht man ein intensives Gefühl der Zuneigung, welches auf einer Einengung des Bewusstseins basiert, sodass man den Traumpartner falsch einstuft, seine Fehler als Stärken ansieht und alles an ihm bewundert. Man sieht den Partner vorübergehend durch die rosarote Brille. Da dieser emotionale Ausnahmezustand jedoch vergänglicher Natur ist, braucht niemand zu fürchten, sein Herz lebenslänglich dem falschen Partner geschenkt zu haben, denn entweder geht die Verliebtheit in echte Liebe über, oder der Partner wird zunehmend uninteressant.

Wie lange hält die Verliebtheit an?

Verliebtheit hält unterschiedlich lange an, je nachdem, ob es sich um ein Lauffeuer der Gefühle handelt, oder ob man sich richtig verliebt hat und den Partner fürs Leben gefunden hat. Bis zu 4 Jahren kann eine Verliebtheit anhalten, aber in manchen Fällen auch nur 3 bis 6 Monate, also kürzer oder länger. In den ersten Wochen ist man wirklich unsterblich verliebt. In den ersten 100 Tagen sieht die Welt rot bis himmelblau mit rosa Wölkchen aus, da kommt niemand mit guten Ratschlägen heran. Der Verliebte lebt in seiner eigenen Welt, kichert, lacht, singt, pfeift, ist aufgedreht, macht Unsinn, verhält sich euphorisch bis peinlich, und die Aussenwelt ist ihm egal.

Was bewirkt Verliebtheit in der Psyche des Menschen?

Verliebte besitzen neurobiologisch gesehen ein stärkeres Immunsystem, da vermehrt Glückshormone ausgeschüttet werden. Psychologisch gesehen verlieben wir uns in Personen, mit denen wir viel zu tun haben, die auf uns attraktiv wirken, mit denen wir uns auf gleicher Ebene der Kommunikation befinden, und nach denen wir eine Sehnsucht spüren. Das prickelnde Gefühl überkommt uns plötzlich und raubt uns förmlich den Verstand.

Was bewirkt Verliebtheit im Körper?

Verliebtheit zeigt sich im gesamten Körper, deshalb will man den Partner der Begierde mit Haut und Haaren, förmlich fressen, sofern er es auch will. Verliebtheit ist fordernd, weil der Körper Sehnsucht hat. Das Gehirn rudert wie ein Weltmeister, und die Gedanken drehen sich nur noch um den einen Menschen, den man begehrt.

Neurobiologisch verlieben wir uns aufgrund Veränderungen im eigenen Körperhaushalt. Neurotransmitter und Neurohormone verändern sich im verliebten Zustand, denn Areale im Gehirn signalisieren die Lust auf den neuen potentiellen Partner. Zwischenmenschliche, chemisch bedingte Prozesse reagieren positiv auf den Partner, sodass man die Anziehungskraft kaum noch bändigen kann. Die Neurobiologie muss auf diesem Gebiet jedoch noch einiges an Forschungsarbeit leisten. Den richtigen Partner findet man übrigens mit seinem Geruchssinn, da unterscheiden wir uns nicht grossartig von den Tieren, was Forschungen ergeben haben.

Macht Verliebtheit krank?

Einige Kulturen werten den Zustand der Verliebtheit als Krankheit ab, was besonders häufig in den Naturreligionen der Fall ist, aber hier hilft der grösste Heiler nichts, da heilt nur die Zeit alle veränderten Wesenszüge. Im Grunde würde der Mensch eine permanente Dauerverliebtheit nicht aushalten, und deshalb ist es gut, zwischendurch von der rosaroten Wolke zu steigen und den Zustand der Realität zu überprüfen. Wer verliebt ist, schläft nicht so lange, hat Bluthochdruck, die Hormone spielen verrückt, der Körper ist in einem Ausnahmezustand und reagiert fast über. In der ersten Zeit können wir durch diesen ausgelösten Euphorie-Zustand viel leisten, sind hyperaktiv, glücklich und aufnahmefähig. Der Körper kann jedoch nicht immer in diesem Zustand verweilen, denn er muss irgendwann wieder Kraft sammeln und den Hormonhaushalt ins Gleichgewicht bringen, sonst würden wir durchdrehen oder kollabieren.

Wie erkennt man, dass man verliebt ist?

Es gibt mehrere Anzeichen dafür, dass sich jemand verliebt hat. Dieses verwirrte Gefühl erkennt man an folgendem Verhalten: Man ist glücklich, mit seinem Leben, mit sich selbst und vor allem in der Nähe des geliebten Menschen. Gute Laune, Unternehmungslust, emotionale Höhenflüge, das kennzeichnet Verliebtheit. Man macht etwas aus sich, achtet auf sein Äusseres, hat Spass am leben, liebt die Spontanität und liebt die Freizeit. In der Nähe des geliebten Menschen schlägt das Herz höher, Nervosität tut sich auf, und man spricht lauter Unsinn. Das Selbstbewusstsein ist plötzlich grenzenlos, man spricht nur noch positive Dinge, und man fühlt sich vital, sportlich, energiegeladen. Man schläft nicht mehr viel, wartet ständig auf einen Anruf, eine SMS des Partners, und man flirtet nicht mehr mit anderen Leuten.

Man richtet unbewusst sein Leben so aus, dass es mit dem geliebten Partner übereinstimmt. Man hat kaum noch Appetit, denn den Hunger stillt man mit seinen Hochgefühlen. Und man lacht über alles, was der Partner sagt, findet ihn total toll, humorvoll und unterhaltsam. Man ist nicht mehr vernünftig, nicht unbedingt konzentriert, und die Arbeit rückt in den Hintergrund. Man singt, summt, pfeift, lacht, küsst, kuschelt, und man denkt permanent an den geliebten Partner. Man ist geduldiger und freundlicher zu seinen Mitmenschen und kann auch den negativsten Stinkstiefel gut leiden.

Verliebtheit erkennt man am Geschmack

Die Verliebtheit kann man an den Geschmacksnerven erkennen. Verliebte Personen nehmen die Geschmacksrichtungen süss, sauer und bitter nicht so intensiv wahr wie nicht verliebte Personen. Das Glückshormon Serotonin ist für den süssen und den sauren Geschmack verantwortlich. Bei verliebten Menschen wird dieses Hormon nicht so intensiv ausgeschüttet, weil es von den anderen Liebeshormonen überschattet wird. So nehmen wir im verliebten Zustand eine Schokolade nicht so süss wahr. Die rosarote Brille der Verliebtheit bewahrt uns ja auch davor, dass wir die Welt nicht so extrem real wahrnehmen, sonst hätten wir kaum Chancen, uns langfristig zu binden, da wir gleich am Anfang die Fehler des Partners intensiv wahrnehmen würden.

In wen verlieben wir uns?

Beim Verlieben spielt der Geruchssinn eine wesentliche Rolle. Dies haben T-Shirt Tests bereits ergeben. Man liess wahllos Leute an verschiedenen T-Shirts riechen, die bereits getragen wurden, und voila, die Nase hatte die Nase vorne. Unangenehm riechende T-Shirts behinderten die Verliebtheit in die Person, die das T-Shirt trug. Der Geruch des Partners ist sozusagen einer der grössten Faktoren, ob und in wen man sich verliebt. Hier spielt das Immunsystem des Partners eine grosse Rolle. Es muss mit dem eigenen Immunsystem kompatibel sein. Wir unterscheiden uns hier irgendwie nicht grossartig von den Tieren, die ebenfalls den gesunden Nachwuchs, den Paarungsakt und die guten Gene im Blick haben.

Wir verlieben uns jedoch auch unter Umständen aus wirtschaftlicher, kultureller und gesellschaftlicher Sicht. Bitte, eine dicke Geldbörse, ein gutes Image, Erfolg und Prestige haben sich beim Verlieben seit jeher bewährt, selbst wenn der Partner vollkommen ungeeignet fürs Leben ist.

Im verliebten Zustand lassen wir uns blenden. Und so spielt das Aussehen eine grosse Rolle. Die Körperpflege, die Kleidung, die Attraktivität, die Ästhetik, alles sollte stimmig sein. In einen ungepflegten Menschen verliebt man sich schwerer als in einen gut duftenden Menschen, der sich täglich pflegt.

Wir verknallen uns jedoch so richtig in einen Menschen, mit dem wir Dinge gemeinsam haben, von dem wir lernen können, mit dem wir seelisch wachsen, der uns einfach gut tut. Wir suchen nämlich immer das, was uns hilft, weiterbringt, lebendig erscheinen lässt, den Spiegel vor Augen hält, und wir suchen unseren Partner nach gezielten Mustern aus. Hier spielen Erfahrungen aus der Kindheit, das Elternhaus, die Erziehung, die Ethik und das Wertesystem eine Rolle. Wenn man seinen Seelenpartner findet, hält die Verliebtheit lange an und geht dann in echte Liebe über.

Was bedeutet Umverlieben?

Umverlieben bedeutet, dass man sich neu verliebt, die alte Liebe nicht mehr direkt aktuell ist, die neue Liebe im Bauch, an den Lenden, im Herzen prickelt, sodass man sich langsam oder besser schneller vom alten Partner verabschiedet, um mit dem neuen Partner glücklich zu sein. Natürlich wird hier immer einer leiden, denn Umverlieben bedeutet auch Schmerz, Verlassenwerden und Veränderung, aber es gehört nun einmal zum Leben dazu.

Es gibt Leute, die sind verliebt in die Verliebtheit und verlieben sich permanent um. Schatzi, ich habe mich umverliebt. Und das alte Schatzi liegt vor den Trümmern einer gerade erst begonnenen Beziehung, während das neue Schatzi schon wartend in den Startlöchern sitzt und hofft, die einzige Liebe zu sein. Wenn man sich verliebt, glaubt man nämlich, dieses Gefühl wird immer anhalten, die Liebe wird ewig währen, weil die rosarote Brille den Blick auf eine reale Zukunft versperrt. Natürlich gibt es Paare, die förmlich füreinander geschaffen sind, bei denen verschwindet die Verliebtheit nicht einmal im Streit, aber viele Paare trennen sich im 4. im 7. im 13. Jahr oder auch später, wenn die Liebe sich wandelt. Und dann verliebt man sich womöglich noch in alter, treuter Langzeitbeziehung um, wenn eine neue Rose am Rosenstock blüht.

Unglücklich verliebt

Es gibt diesen elenden Zustand der unglücklichen Verliebtheit. Oft verliebt man sich in einen Prominenten, in einen Star, an den man nicht herankommt. Hier spielen Sehnsüchte und die Medien eine grosse Rolle, denn man sieht den Star nur von einer zuckersüssen Seite, die nicht im Alltag bestehen kann. Da kaufen sich die Leute Tickets, Konzertkarten, reisen ihrem Star hinterher, sind euphorisch, wenn sie ein Autogramm erhaschen und tot unglücklich, wenn der geliebte Star plötzlich einen Partner hat.

Und oft verliebt man sich in jemanden, der die Liebe einfach nicht erwidert. Hier ist das Leiden quasi vorprogrammiert. Eine Schwärmerei ist bald vorbei, aber eine richtige Verliebtheit tut in so einem Fall weh, weil man den Menschen nicht für sich gewinnen kann. Natürlich gibt es vereinzelt Wunder, vereinzelte Fälle, in denen sich der geliebte Mensch irgendwann auf den zweiten, dritten, xten Blick ebenfalls verliebt, aber dies sind Ausnahmen.

Verliebtheit oder Liebe?

Hat die Liebe etwas mit Verliebtheit zu tun? Eher nicht, denn wenn die Blüte der Verliebtheit abfällt, bleibt die reife Frucht der Liebe übrig. Bitte, wenn diese Frucht überreif wird, will man sie auch nicht mehr essen, und wenn sie zu faulen beginnt, lässt man sich oft scheiden. Verliebtheit ist eine Art betrunkener Zustand. Verliebtheit ist eine Bauchsache, wenn die tausend Schmetterlinge gleichzeitig in der Bauchgegend nach Nahrung suchen und man seinen Magen bis zum Hals hinauf knurren hört, wenn man das Objekt seiner Begierde sieht. Bitte, man kann auch den Eifelturm lieben und ihm schöne Augen machen.

Wenn man verliebt ist, fliegen die tausend und mehr Schmetterlinge durch den Körper, selbst wenn manchmal ein saurer Zitronenfalter darunter ist, welcher dieses Gefühl auf die Probe stellt. Die Liebe hingegen ist ein tiefes Gefühl der platonischen, seelischen, geistigen und körperlichen Zuneigung. Wenn man liebt, geht man mit seinem Partner durch dick und dünn, bleibt auch in schwierigen Zeiten bei ihm, und man bewundert ihn langfristig.

Als ich mich einst Hals über Kopf in einen Heilpraktiker verliebte, hielt dieser Zustand nicht lange an, denn ich bemerkte durch die rosarote Brille nicht, dass er schnarchte und sich in seine Serviette hinein schneuzte. Als die rosarote Brille wieder mehr Klarsicht bot, fielen mir diese Zustände auf und die Verliebtheit war vorüber. Als ich mich in einen Arzt verliebte, war meine Begierde automatisch verflossen, als ich bemerkte, dass der Mann verheiratet war. Ehefrauen sind tabu für mich. Als ich jedoch meinen Lebenspartner kennenlernte, flogen tausend Schmetterlinge der Verliebtheit in mir umher und umgarnten mein Herz. Die Verliebtheit hielt einige Jahre an und fruchtete in eine unendlich grossen Liebe, welche auch anhielt.

Wann ist die Verliebtheit vorbei?

Die Verliebtheit schwindet, wenn der Alltag beginnt. Wer nicht im Stande ist, mit seinem Partner den Alltag zu verbringen, weil er daran zerbricht, muss sich eingestehen, dass er mit seinem Liebelein nicht zusammenpasst. Oft sind Menschen zu unterschiedlich, um miteinander zu leben, da sich ja auch die ärgsten Gegensätze anziehen, so wie das Licht die Motten anzieht. Spätestens dann, wenn man den Partner als lästig, nervig, uncool, unangenehm, störend und nicht mehr so hübsch ansieht, ist die Verliebtheit vorbei. Viele Leute bleiben trotzdem zusammen, machen sich das Leben schwer und nörgeln am Partner herum, bis dieser psychisch labil genug ist, um alles wortlos hinzunehmen. Aber normalerweise trennt man sich, wenn die Verliebtheit vorüber ist und keine Liebe mehr vorhanden ist.

Wenn die Verliebtheit in echte Liebe übergeht, hat man Glück, denn dann hat man den richtigen Partner gefunden. Wer die Verliebtheit hinter sich hat, bemerkt dies daran, dass er seinen Partner samt Ecken und Kanten, samt allen Unzulänglichkeiten, Fehlern und Macken, samt den Eigenheiten des Alltags lieben kann. Liebe überwindet Streit, schwierige Lebenssituationen, sie überwindet Krisen und lebt weiter, wenn die Verliebtheit bereits das Weite gesucht hat. Wenn ich mit meinem Partner streite, fliegen die Fetzen, es ziehen Gewitterwolken auf, aber nachher verlassen wir Händchen haltend das Haus, als ob nichts gewesen wäre. Und spätestens am Abend versöhnen wir uns, damit am nächsten Morgen das Frühstück besser schmeckt.

Wie verliebt man sich richtig?

Verlieben bedeutet, mit Haut und Haaren euphorisch zu sein, ein leidenschaftliches, direkt auf der Haut prickelndes Gefühl von den Haarspitzen bis in die Zehenspitzen zu empfinden. Man spürt den Frühling der Gefühle. Man könnte Bäume samt dem Wurzelwerk ausreissen. Und man könnte die ganze Welt samt Inhalt umarmen. Man lebt quasi von Luft und Liebe alleine.

Dieser Zustand kann jederzeit herbeigeführt werden, wenn man offen für Menschen ist. Es gibt Leute, die können sich in fast jeden Menschen verlieben, weil sie überall und in jedem etwas Schönes sehen. Positiv denkende Menschen verlieben sich leicht, weil sie andere Menschen so lieben, wie sie sich selbst lieben. Wer sich zu dick findet und sich nicht leiden kann, wird dicke Menschen verabscheuen, obwohl diese liebenswert sind. Wer sich zu hässlich findet, wird auch laufend andere Leute hässlich finden, obwohl diese im Grunde schön sind. Und wer sich mit all seinen Macken und Eigenheiten liebt, wird alle anderen Menschen schön, attraktiv und liebenswert finden.

 Negativ denkende Menschen verlieben sich schwer, weil sie im Vorhinein bereits Ängste haben und die Liebe erst gar nicht zulassen. Schade. Hier verpasst man nämlich viel, verbaut sich die schönen Zeiten des Lebens selber, und dann jammert man, nörgelt an seinen Mitmenschen herum und erzählt von seinen Pleiten, Pech und Pannen in der Liebe. Man erzählt vom Schmerz, wenn eine Liebe nicht hält oder die Verliebtheit zu Ende ist. Besser ist es, man geniesst die verliebte Zeit, so lange und so oft es geht, denn jeder Mensch hat etwas Schönes an sich. Wer sich verliebt, lernt viel im Leben. Wer die Liebe ablehnt, geht alleine durchs Leben, igelt sich ein und wird oft verbittert.

Wie findet man die Liebe nach der Verliebtheit?

Die grosse, lange oder im Idealfall für immer anhaltende Liebe findet man, wenn man nicht nur mit dem Verstand alleine danach sucht. Zwar ist es laut umfangreicher Studien belegt, dass Menschen mit gleicher Lebensweise, gleichen Interessen und Vorlieben besser zueinander passen, als Menschen, die grundverschieden sind, aber die grosse Liebe findet man nur mit Herz und Hirn. Wenn die Chemie zwischen zwei Menschen stimmt und nicht nur der Lebensstil und die Hobbies zueinander passen, kann eine Beziehung langfristig existieren, ohne dass ein Partner daran zu knabbern hat. Manche Leute sagen, die grosse Liebe findet man nur ein bis dreimal im Leben. Ich denke, man findet sie immer, wenn man dafür bereit ist.

Neu verlieben

Nach einer herben Enttäuschung ist es schwierig, wieder einen neuen Partner in sein Leben zu lassen. In der ersten Phase vergleicht man alle weiteren, in Frage kommenden Partner miteinander, bis man einen findet, der Ähnlichkeiten zum Verflossenen aufweist. Das ist zwar grundfalsch, aber es kann helfen, über den Schmerz hinweg zu kommen. Nur der potentielle neue Partner ist damit unglücklich, denn er fühlt, dass er ein Ersatz ist.

Als ich mich in einen Mann verliebte, der gerade eine Affäre mit einer verheirateten Frau hinter sich hatte, dachte ich, meine Liebe gedeiht wahrlich auf dem schlimmsten Misthaufen. Ich erkannte schnell, dass ich nur ein Zweitersatz war und musste dann meinen eigenen Liebeskummer verdauen. Da ich fürs Kloster nicht geeignet war, tröstete ich mich so lange mit Schokolade, dass mich gewichtstechnisch niemand mehr haben wollte. Glauben Sie mir, die anschliessende Diät war hart. Nach einer Enttäuschung muss man sich innerlich wieder frei für eine neue Liebe machen, indem man die Wunden heilen lässt und sich Zeit für sich selbst nimmt. Ich machte Urlaub im Solarium, ging meiner Diät nach, bis ich wieder problemlos zwischen die Sonnenbänke passte, und schliesslich verliebte ich mich neu.

Kann man sich in mehrere Menschen gleichzeitig verlieben?

Man kann sich pausenlos verlieben, in mehrere Menschen gleichzeitig, aber es artet in Stress aus. Man lebt mehrere Leben gleichzeitig, muss die Partner voneinander fernhalten und gleichzeitig lieben. Die Verliebtheit ist hier bald vorüber, aber das prickelnde Gefühl in der Lendengegend war jedes Mal schön. Und so existieren Leute, die sehen die Verliebtheit als Spiel an und spielen in gewisser Weise mit den Gefühlen der Leute, wenn sie sich oberflächlich verlieben, dem Partner jedoch das Gefühl von gemeinsamer Zukunft geben.

Ich lernte so einen Mann kennen, aber ich kam schnell über ihn hinweg, weil ich der positiv denkende Mensch bin, der alle Menschen irgendwie gut findet. Funktioniert die Liebe zu dritt? Dies fragte ich mich, als ich meinen damaligen Partner mit einer weiteren Frau teilen musste, obwohl ich nicht einmal gewillt war, meine Schokolade zu teilen. Wir sind ja keine Seifen, meinte mein Ex Partner, als ich ihn fragte, warum er mir fremdgegangen war. Ich war zäh, hatte meine Leidensgrenze noch nicht erreicht, doch als ich ihn mit einer weiteren Frau im Bett entdeckte, war ich entsetzt darüber, dass die Frau meine Unterwäsche trug. Geschmack hat sie, dachte ich. Nach drei Jahren der innigen, kopflosen Verliebtheit beanspruchte ich meine Unterwäsche wieder für mich alleine, ich trennte mich von diesem Mann und leckte meine Wunden.

Liebesgefühle - mehr als Verliebtheit?

Schmetterlinge im BauchLiebesgefühle sind eine Zwischenstufe, die zwischen Verliebtheit und Liebe entstehen. Man hat sich Hals über Kopf verliebt, kennt sich schon eine Weile, weiss den Partner zu schätzen, weiss jedoch nicht, wie man mit seinen Gefühlen umgehen soll. Man möchte die Beziehung vertiefen, traut sich jedoch nicht, den Partner zu fragen, ob er sein Leben mit einem teilen will. Man möchte mit seinem Partner zusammenziehen, obwohl die Beziehung erst in der Anfangsphase steckt. Oder man ist eifersüchtig, weil man seine Liebesgefühle nicht im Griff hat, der Partner jedoch im Spielmodus ist und alles leicht nimmt.

Als ich mich in einen Rauchfangkehrer verliebte, liebten wir uns im Wald, auf der Wiese und im trockenen Heu, da wir im Kamin vermutlich steckengeblieben wären. Er war verliebt, sah die Welt durch die rosarote Brille, während ich bereits einen Schritt weiter war und mit ihm leben wollte. Da ich mich jedoch nicht wagte, ihm dies zu sagen, liebten wir uns den Sommer über, bis die Wiesen feucht wurden, die Wälder kahl wurden und das Heu in der Scheune verschwand. Erst im Spätherbst bemerkte ich, dass seine Verliebtheit vergänglich war, da er sich eingeengt fühlte. Mit meinen Liebesgefühlen kämpfte ich dann bis Weihnachten, aber der Weihnachtsmann, in den ich mich dann verliebte, besänftigte all meinen Liebeskummer. Verliebtheit kennt eben diese einengenden Grenzen, weil man den Partner ganz besitzen will. Und diese Liebesgefühle entstehen immer dann, wenn man noch keine tiefe Liebe entwickelt hat, sondern noch teilweise in dieser habgierigen Verliebtheit verharrt.

Wie verlieben sich Männer?

Männer sind vom Mars und verlieben sich meist optisch. Wenn eine Frau einen prallen Po, grosse Brüste und eine schmale Taille besitzt, regt sich beim Mann etwas in der Lendengegend. Wenn die Frau dann noch humorvoll ist, ein schönes Lächeln hat, etwas im Kopf hat und unterhaltsam wirkt, ist der Mann schnell begeistert von ihr und verliebt sich. Und weil die Verliebtheit keine Grenzen kennt, verlieben sich Männer auch in mollige Frauen, die nicht den Modelmaßen entsprechen, denn die Liebe kann überall hinfallen. Es macht Klick im Kopf, es hat Zoom gemacht, es überkommt uns plötzlich, das Liebesgefühl. Und niemand kann sich gezielt dagegen wehren.

Wie verlieben sich Frauen?

Frauen sind von der Venus und verlieben sich eher emotional, nicht unbedingt optisch. Natürlich spielt das Aussehen des Mannes auch eine grosse Rolle, aber es kann schnell uninteressant werden, wenn sich die weibliche Seele verliebt. Humor, schöne Hände, weisse Zähne, schöne Füsse, ein tiefer Blick, ein treues Wesen, Herz und Hirn, eine pralle Geldbörse, eine schicke Villa, ein schneller Sportwagen, all dies sind Lockstoffe, die zum Verlieben einladen. Die Frau denkt im verliebten Zustand bereits ans Heiraten und an die gemeinsamen Kinder, während der Mann noch die scharfen Kurven der Frau geniesst und seine Gedanken frei von Hochzeit und Babys sind.

 


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Elisabeth Putz

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