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Luxus - Wie lebt man luxuriös?

Cabrio - Ein Luxusauto
Luxus ist Sein und Schein, je nachdem, ob es sich um materiellen oder um geistigen Wohlstand handelt. Luxuriös ist alles, was man sich mit Mühe und viel Aufwand leisten kann, und so ist Luxus ein individuelles Produkt, welches unser Leben bereichert.

Luxus ist Genuss, Komfort, Prunk, Protz und Pomp, Üppigkeit, Pracht, Überfluss, Gepränge, Opulenz, Fülle, Glamour, Prominenz, Konsum, Verschwendung, Dekadenz, Liederlichkeit, grosse Fruchtbarkeit, Exklusivität, Reichtum, Wohlstand, Geld, Überheblichkeit, Eitelkeit, Prestige und Image, Markensucht, Verbraucherfreude, Habgier, Eleganz, Prestige, Image, ein teures Leben.

Luxus bedeutet pompös, delikat, dekadent, mondän, überheblich, prunkvoll, überschwenglich, im Geld schwimmen, in Reichtum und Wohlstand leben und wohnen. Es bedeutet Volumen und Grösse zu präsentieren, sich von der Masse abzuheben, verschwenderisch zu sein, nur das Beste und Feinste haben zu wollen.

Luxus könnte man mit Helligkeit, Licht oder Lux umschreiben, da man leuchtet, wenn man sich mit Luxusgütern umgibt. Zumindest leuchtet man rein optisch, selbst wenn der innere Geist verkümmert, im Dunkeln schlummert. Früher bezeichnete man den natürlichen Luxus als üppiges Wachstum, als Lebenselixier und brachte ihn mit der Flora und Fauna in Verbindung. Daher stammt das Wort Luxurieren, was das gehobene Wachstum umschreibt. Unser moderner Luxus wächst allerdings über sein gesundes Maß hinaus, wenn man sich die daraus resultierende Umweltverschmutzung ansieht, welche das Naturwachstum hemmt.

Man teilt den Luxus in zwei Bereiche ein, in den materiellen und in den immateriellen, geistigen Luxus. Man häuft sich Dinge an, die man nicht braucht, welche jedoch das optische Auge betören und alle Sinne verwöhnen. Man lebt über den gewöhnlichen Lebensstandard hinaus und gönnt sich etwas. Oder man gönnt sich Zeit, Freunde, gute Gedanken, Gesundheit und Dinge, die man nicht kaufen kann.

Wenn der Lamborghini am Corsa vorbeifährt und der Porsche den Corsa an der roten Ampel sekundenschnell überholt, sind dies luxuriöse Momente für Autoliebhaber. Da boomt der materielle Luxus. Wenn man ein gutes Buch liest, welches uns weiterbildet, ist dies Luxus für den Geistesblitz, denn er liebt den immateriellen Luxus. Wenn der Brillant oder gar der Diamant exklusiv in einen Ring eingearbeitet ist und am Finger steckt, gleitet man sogar über das harte Fensterglas der Luxuslimousine, ohne dass die Steine brechen, aber ein gutes Buch wickelt die Steine vollends mit seinem Papier ein, da sieht man dann nichts mehr davon.

Luxus ist eine Wohltat, solange man weiss, was man mit seinem Leben anfängt, solange das Leben einen Sinn macht. Sinnvoll können auch Charity-Veranstaltungen sein, Stiftungen und Spendenaktionen, wenn es tatsächlich dem guten Zweck dient. Dann wird das viele Geld nicht zum Fenster hinausgeworfen.

Luxus ist alles, was wir als solches empfinden, die edlen Porzellanteller, das Silberbesteck, die Luxusuhr am Handgelenk, die handgenagelten Schuhe, der Perserteppich, aber auch die Partys, auf denen man seine Luxusgüter präsentieren darf.

Luxus ist Individualität

Luxus ist individuell und bedeutet für jeden Menschen etwas Anderes. Manche Menschen entspannen zu Hause im eigenen Schaumbad, während andere einen ganzen Wellnessbereich für sich alleine zum Relaxen benötigen. Manche Menschen essen eine Tafel Schokolade und fühlen sich wohl dabei, und andere brauchen eine Schachtel Pralinen, ein Glas Trüffelhonig, einen Hummer und eine ganze Süssigkeitenfabrik, um sich rundum glücklich zu fühlen. Der elitäre Maybach steht in der Garage, und die Rolex baumelt unterm Designerhemd.

Für die Superrreichen ist ein Luxusliner, auf welchem sie steuerbedingt leben und durch die Weltmeere fahren, ein geregelter kleiner Wohlstand, denn sie kümmern sich selten um soziale Gerechtigkeit, wenn sie Steuern sparen. Eine Luxusuhr für 120 000 Euro am Handgelenk trägt sich besser, wenn man sie steuersparend erworben hat, und in einer Luxusvilla für 5 Millionen Euro lebt es sich viel privater, wenn man kaum zu Hause ist, da man dem guten Ruf des Privatjets folgt und viel unterwegs ist.

Der kleine Luxus ist für alle da, selbst für die Armen. Für den Aussteiger bedeutet der weggeworfene Müll der Superreichen, dass er fürs Abendessen ausgesorgt hat. Und für den Afrikaner bedeutet die gute Ernte, dass er sich wenigstens die Grundbedürfnisse zum Überleben leisten kann, damit er vom reichen Europa träumen darf. Reichtum teilt sich ungerecht auf 2% bis 5% der Weltbevölkerung auf. Es scheitert nicht am Geld, es scheitert an der Umverteilung des Geldes, wenn reich und arm immer weiter auseinandertriften.

Luxus ist Premium

Wenn man vom elitären Luxus spricht, versteht man darunter das Aussergewöhnliche. Wenn man Premium kauft, konsumiert man etwas Höherwertiges, das jedoch durchaus als alltagstauglich gilt. Ein Jaguar oder Bentley, das sind Luxusautos, da sie diese gewisse Eleganz besitzen. Ein Audi oder Mercedes Benz, das sind Premiumautos, da sie zwar komfortabel und Prestige behaftet sind, aber im Alltag auf unseren Strassen dahinrollen. Und so leisten wir uns heute den Luxus, viele Premiumprodukte zu konsumieren, um unser Image damit aufzupeppen. Was man hat, das hat man.

Luxus und Ethik

Luxus hat viel mit Ethik und Moral zu tun. Während sich die Reichen alles leisten können, fragt man sich, ob so manches Luxusleben ethisch und moralisch nicht verwerflich ist. Moralisch gesehen ist das Verspeisen von seltenen Delikatessen, deren Aussterben naht, deren Überleben bedroht ist, verwerflich, und ethisch gesehen sind Luxusbabys, die man sich aufgrund von Genmanipulation züchtet, sogenannte perfekte Wunschbabys ein No-Go und verstossen gegen jede medizinische Ethik. Trotzdem existieren diese Phänomene des menschlichen Daseins, wenn man sich sonst schon keine Dekadenz gönnt.

Luxus und Religion

In der Religion gilt Luxuria, die sogenannte Wolllust, als eine der 7 Todsünden. Religiöse Gemeinschaften leben oft sehr bescheiden, widmen ihr Dasein Gott und sind der Meinung, Gott verachtet den materiellen Luxus unserer Konsumwelt. Verschwendung und Habsucht sind daher ethisch und moralisch nicht gerne gesehen, wenn man auf der Kirchenbank sitzt, vorm Altar kniet und zum Himmel hinauf betet. Der Rosenkranz liegt gut in der Hand, aber sobald wir, so religiös wir auch manchmal sind, die Kirchen verlassen, gehen wir shoppen, widmen uns dem Konsum, leisten uns teure Güter, teure Urlaube und residieren in überteuerten Billen, die wir ungern mit armen Menschen teilen.

Es sind zwei Welten, die aufeinanderprallen, die spirituelle Welt und die Konsumwelt, und trotzdem finden wir uns als religiös genug, um ethisch hochwertig zu leben. Das kommt daher, weil der Luxus neben der Ethik, Moral und Religion auch von Kultur, Wirtschaft und Technik abhängt. In welcher Kultur lebt ein Mensch? Was können wir uns leisten? Was ist technisch machbar? Von diesen Faktoren machen wir unser Leben abhängig, ohne gross darüber nachzudenken, was ethisch erlaubt ist, wenn es technisch realisierbar ist. Religiös gesehen kann eine handgeschriebene Bibel ein Luxusgut sein, auch wenn sie heute aufgrund des Buchdrucks technisch für alle Leute zur Verfügung steht, Hauptsache die Bibel ist im Haus.

Luxus und Kunst

Besonders in der Kunstwelt tut sich ein dekadenter Luxus auf, der kaum noch bezahlbar ist. Immer wieder werden Gemälde und Kunstwerke versteigert, die sich nur die superreichen Kunstliebhaber, die elitären Sammler leisten können. Vergoldete Modellautos, Werke verstorbener Künstler, vergoldete, mit Diamanten besetzte Büsten, all das hat seinen Preis. Hinzu kommt noch der ideelle Wert, der keinen Preis der Welt rechtfertigen kann. Kunst ist dann ein Luxusgut, wenn man kaum noch weiss, wie man es versichern soll. Der Normalverbraucher schaut sich die Werke im Museum an und bezahlt einen moderaten Eintrittspreis für die kurzen Blicke, und der Sammler nimmt mit dickem Bankkonto an einer auserlesenen Kunstauktion teil. Nur der Kunstfälscher liegt quer im Magen, da auch ein gewisser Schwarzmarkt für diese Art von Luxuskunst boomt.

Was ist materieller Luxus?

Materieller Luxus ist alles, was man als Materie einstuft. Wenn wir uns die Superreichen im Fernsehen anschauen, so überkommt uns gerne das Gefühl, wir möchten auch so leben, uns alles kaufen können und das Geld zum Fenster hinauswerfen. Jeder materielle Luxus befriedigt jedoch nur das Ego, während die Seele dahinter verhungert. Man muss Kompromisse eingehen, wenn man Geld wie Mist hat, denn der übermässige Reichtum basiert oftmals darauf, dass man finanzielle Vorteile ausnutzt. Mit einem normalen Job kann man sich keinen grossen materiellen Luxus zulegen, mit Aktien und Börsengeschäften schon. Und so bezahlt man mit der Währung der Gefühlslosigkeit, wenn man Geld generiert, welches auf Umwegen verdient wird.

Den käuflichen Luxus muss man auch versichern und absichern, was Stress bedeutet und uns innerlich arm und einsam macht. Wer Shopping als sein Hobby ansieht, häuft sich so viel materiellen Schrott an, dass er quasi gestresst ins Bett fällt, weil er seine Dinge permanent sortieren und bewachen muss. In einem begehbaren Kleiderschrank kann man sich verlaufen, wenn er gross genug ist, aber tragen kann man nur ein Hemd und eine Hose, ein Kleid und ein paar Schuhe. Der Körper ist glücklich, wenn er im Hemd des Glücklichen steckt. Das Ego frohlockt, wenn es shoppen gehen darf.

Luxus ist Shopping

Shopping ist Luxus
Wir lieben es, shoppen zu gehen, der Konsum liegt uns zu Füssen, die reichhaltige Welt der Werbung lockt uns an, und die finanzielle Welt der Wirtschaft spüren wir erst, wenn unsere Kreditkarte belastet wird und die Geldbörse leer ist. Der hedonistische Konsum macht das Leben schöner, darüber sind sich die meisten Menschen einig. Das Konsumverhalten hat sich jedoch gewandelt. Ab den 1990er Jahren baute man stark auf Prestige, ein gutes Image, teure Marken und auf elitäre Reichtümer. Man zeigte, was man hat, und wenn jemand nicht in teuren Marken gekleidet war, stand er förmlich am Rande der spottenden Gesellschaft.

Ab dem Jahr 2005 bis ca 2012 leistete man sich mehr und mehr an Luxusgütern. Zunehmend baute man jedoch nicht nur auf Markenware alleine, da Qualität immer wichtiger wurde. Heute geht man einen elitären Weg in Richtung Qualität alleine, denn Hochwertigkeit, lange Haltbarkeit, Gesundheit und ein bewusster Lebensstil erobern die Welt. Gutes Essen, Reisen mit Wellness- und Entspannungsfaktor, technischer Fortschritt und Bequemlichkeit sind Luxus, denn die Dinge müssen einwandfrei funktionieren.

Wir shoppen, um zu sehen und gesehen zu werden, damit das Ego etwas zum Anfassen hat und wir im Rausch der materiellen Sachlichkeit Emotionen entwickeln. Im teuren Seidenkleid wälzt man sich eben viel besser, wenn man am Perserteppich liegt und dem lodernden Feuer im offenen Kamin direkt in die Augen schaut. Der Pelzmantel wärmt uns vorzüglich, auch wenn wir drunter nur eine sündteure Designerwäsche tragen. Hauptsache teuer war er, zudem noch überversichert und aus echtem Zobel.

Luxus als Massenphänomen

Unser heutiger Luxus ist zu einem Massenphänomen geworden. Jeder kann sich einen gewissen Luxus leisten, der Lebensstandard steigt, die Lebensqualität gewinnt an Oberwasser, der Mensch gönnt sich etwas. So hat das Phänomen des Fast-Shopping die Welt erobert, weil der Konsum zu einer Art Hobby geworden ist. Die grossen Shoppingcenter platzen aus allen Nähten, bitte, da müssen quasi neue Shoppingtempel errichtet werden, damit genug Platz für alle ist.

Heute ist auch das Sparen zu einem gewissen Luxus geworden. Geiz ist geil. So gönnt man sich massenhaft billige Ware, häuft sich Unmengen an Klamotten und Technik an, weil es so schön billig ist. Die Aldi-Brüder haben beispielsweise von diesem Hype profitiert, weil sie billige Lebensmittel und Billigprodukte zu einer Art Luxuskonsum gemacht haben. Aldi ist Kult.

Luxus ist Qualität

Inmitten des Massenluxus hat sich ein Qualitätsluxus herausentwickelt, der sogenannte stabile Luxus, stealth Luxury genannt. Nur die absoluten Insider, die Kenner können Qualität von Quantität unterscheiden. Man baut hier nicht mehr auf optisch sichtbare Marken, sondern auf Nachhaltigkeit, Hochwertigkeit, Gesundheit und Achtsamkeit. Man kauft nicht mehr massenhaft ein, sondern gönnt sich wenige, dafür jedoch hochwertige Dinge, an denen man lange Freude hat.

Man geht weg vom Fast-Shopping, hin zum Slow-Shopping, vom Fastfood hin zum Slowfood, von der Fast-Fashion hin zur Slow-Fashion. Modeschmuck sieht zwar gut aus, aber teurer Qualitätsschmuck umgarnt die Seele. Es hat sich ein sogenannter Anti-Luxus entwickelt, den der Hipster liebt, da er individuell und anders, quasi alternativ lebt.

In Berlin steht beispielsweise die Auguststrasse für diese Art von Luxus. Man schlendert durch die Strassen, lässt das schnelle Leben an sich vorüberziehen, lebt langsam, steigt aus dem menschlichen Hamsterrad aus, trinkt teuren Tee, schlemmt gesunde Speisen, achtet auf seinen Körper und lebt im Hier und Jetzt. Trotzdem achtet man nachhaltig auf eine saubere Umwelt, denn die Zukunft ist wichtig.

Was ist der immaterielle Luxus?

Der immaterielle Luxus von Zeit und Lebensqualität hat sich endlich bei uns niedergelassen. Man widmet seine Zeit der Familie, den Freunden, den Hobbies, der puren Entspannung. Man konsumiert handgefertigte Dinge, man gönnt sich Zeit für sich selber. Die Luxuslimousine und der schnelle Urlaub im Luxushotel sind nicht so wichtig wie der Urlaub bei Freunden, das eigene Zuhause, ein sicheres, umweltfreundliches Auto, das soziale Leben in der Gemeinschaft. Zeit ist Geld, und Geld ist Luxus, und der echte, naturbelassene Diamant ist immer noch besser als der künstlich produzierte Edelstein.

In Mitten der Diamanten entwickelt sich zunehmend auch der kleine Luxus, denn der Mittelstand ist zufrieden und kann sich heute viel leisten, auch wenn immer wieder die Existenz des Mittelstandes bedroht ist. Heute leben viele Leute mit kleinen Luxusgütern, die zu Alltagsgütern geworden sind, zufrieden und glücklich. Der Seelenluxus boomt, denn materiell ist man quasi rundum abgesichert. Ausserdem wurde neulich die Handtasche mit integrierter Schliessanlage entworfen, damit man nicht so viel Geld ausgibt und seine Zeit den wesentlichen Dingen des Lebens widmet.

Der Weltfrieden, die Abschaffung der Hungersnot in armen Ländern, eine intakte Partnerschaft, gute Freunde, viel Gesundheit, ein entschleunigter Lebensstil, die Natur und ihr Reichtum, die natürlichen Ressourcen der Meere, Seen, Berge und Täler, all dies ist immaterieller Luxus, den man schätzen und pflegen sollte. Trotzdem fühlen wir uns immer nur dann reich, wenn andere ärmer sind, sonst haben wir ja keine Vergleichsobjekte zur Verfügung, die uns reich erscheinen lassen.

Es gibt tatsächlich Leute, die bewundern die Schätze der Natur, leben achtsam und bewusst, schützen diese Schätze und erfreuen sich am Gemüse, welches sie im eigenen Garten gezüchtet haben. Sie pflücken Wildblumen, essen Wildkräuter, trinken Quellwasser und leben abseits vom ach so hoch geschätzten materiellen Luxus.

Geistiger Luxus ist der Reichtum im Kopf und gehört dem immateriellen Wohlstand an. Man führt gute Gespräche, man verbringt einen Nachmittag mit guten Freunden, und man sortiert die Energievampire aus, welche bloss Zeiträuber sind und keine positive Energie liefern.

Glück und Zufriedenheit, Freude und Anerkennung, ein grosses Herz und eine stolze Seele, die Gleichheit aller Menschen, leben in einer intakten, friedlichen, multikulturellen Gesellschaft, ein gesundes, gutes Leben, eine saubere Umwelt, Entspannung und Entschleunigung, eine liebe Familie, all das ist geistiger Luxus.

Der individuelle Luxustyp

Wir unterscheiden grob gesehen drei Luxustypen, die sich zwischenmenschlich, an der Art des Verhaltens, und am Wesen der Dinge unterscheiden. Wir unter scheiden den materiellen, den geistigen und den sachlichen Luxustyp.

Fühlen Sie sich im gehobenen Luxushotel wohl, in welchem Sie mit Ihrem werten Namen angesprochen werden, einen Consierge zur Seite gestellt bekommen, Ihnen das Frühstück ans Bett serviert wird und Ihre Wünsche zur Realität werden? Benötigen Sie den wöchentlichen Shoppingtrip nach New York, London oder Rom? Brauchen Sie Kaviar und Hummer, um Ihren Magen glücklich zu stimmen? Dann sind Sie ein Luxustyp, einer der materiellen Sorte, für den das Geld in der Brieftasche immer in rotierender Bewegung sein muss.

Sind Sie der zurückgezogene Typ, der es sich im Landhaus gemütlich macht und im bescheidenen Rahmen sein eigenes Obst und Gemüse züchtet, welches dann auf den Frühstückstisch kommt? Sind Sie glücklich mit frischer Natur, sauberer Luft, den Tieren und Pflanzen des Lebens? Fühlen Sie sich in unberührter Fauna und Flora wohl, wenn Ihnen die Singvögel ein Konzert blasen? Dann sind Sie der seelisch betonte Luxustyp.

Neben all der Menschlichkeit hätten wir da noch die sachlichen Güter, die in Luxustypen eingeteilt werden. Der Lexus, der Porsche, der Bentley, wahrlich, die Luxuswagen besitzen alle eine Typisierung der Extraklasse. Bitte, das ist menschlich, denn immerhin sitzt mindestens ein Zweibeiner drin, und im Kofferraum sitzt der Hund. Uhren werden auch gerne in Luxustypen eingeteilt, denn man will ja wissen, was da am Handgelenk schlummert. Die schicke Rolex ist nicht mehr unbedingt die Luxusklasse, denn fast jeder kann es sich heute leisten, so eine Uhr zu kaufen, wenn der Kredit über den Ladentisch wandert. Leben auf Pump nennt man dies, und so sind auch der Lexus und der Bentley leistbare Luxusgüter geworden, wenn man hierfür einen Kredit aufnimmt.

Zuletzt hätten wir noch die optischen Luxustypen. Gold oder Silber - diese zwei Typen unterscheiden wir, wenn es um die körperliche Optik, das Make-Up, das Outfit und das Styling geht. Der Goldtyp trägt warme und der Silbertyp kalte Farben, aber edel sehen beide aus.

Wie führt man ein Luxusleben?

Luxusleben
Wie lebt man dekadent und luxuriös? Reich und schön, verwöhnt und gut beschenkt, so sieht das Luxusleben aus. Sind Sie ein luxusverwöhnter Mensch? Sind Sie tot unglücklich, wenn Sie nicht regelmässig mit Ihrem Luxuswagen bei Ihrem Lieblingshotel im 5 Sterne Look vorfahren können? Sind Sie ohne Butler dem Hungertod nahe? Dann benötigen Sie mehr Geld und mehr Zeit für sich selbst. Sie brauchen einen Sugar-Daddy, eine Sugar-Mami, damit Sie sich im wärmendem Pelzmantel mit Reichtum umhüllen können, denn man friert so leicht in der oberflächlichen Welt.

Bitte, das minimalistische Leben im Blockhaus kann für den gestressten Manager die pure Erholung bedeuten, aber der luxusverwöhnte Mensch braucht elitäre Dinge, mit denen er sich umgeben kann. Er braucht den beheizbaren Whirlpool, beheizte Autositze, die Limousine, welche ihn chauffiert, die Villa, in welcher er sich geborgen fühlt, und den hauseigenen Park, in welchem er genügend Auslauf findet.

Luxus kann glücklich und unglücklich zugleich machen. Dies liegt in der Einstellung zum Leben, zum Lebensgefühl. So kann man mit einer Luxusvilla baden gehen, wenn man darin vereinsamt oder sie auf Dauer nicht pflegen kann. Eine Luxuslimousine kann mühsam sein, wenn sie zu gross ist und kaum lenkbar für den Besitzer. Sie kann jedoch bequem sein, wenn man am Rücksitz der Limousine eine Party feiert und der Chauffeur das Ding lenkt. Heute wird uns ohnehin ein Normalverbraucher-Luxus vorgegaukelt, den man haben muss, damit man im Trend liegt. So braucht jeder ein teures Smartphone, die aktuellste Designermode und ein Designersofa, auf welchem er abends die Beine hochlegen kann, wenn er mit seinem Smartphone spielt.

Das Luxusleben der Reichen und Schönen

Wie leben die Reichen und Schönen? Sie residieren in Luxusvillen, kaufen sich weltweit verstreut die teuersten Luxusimmobilien, besitzen einen Privatjet, eine eigene Insel und genügend Personal, welches ihnen den Alltag erleichtert. Wenn eine Luxuslady schwanger wird, müssen sich nicht unbedingt Muttergefühle in ihrem voluminösen Bauch entwickeln, Hauptsache der Nachwuchs sichert ihnen die Bequemlichkeit im Alltag, wenn der reiche Mann für den Geldregen im Haus sorgt. Die Super-Mami leistet sich einen Babysitter, vorwiegend weiblich und hässlich, denn die schönen Dienstboten könnten zur reinsten Konkurrenz werden. Wenn sich die Luxuslady zu alt fühlt, legt sie sich einen persönlichen Fitness-Coach und einen Schönheitschirurgen zu, damit die Oberfläche der äusseren Brillanz gesichert ist, denn reiche Männer lieben junge, knackige Frauen, die elastisch sind, sich gut bewegen und den Mann bewundern.

Millionäre und Milliardäre

Der Luxus von Millionären und Milliardären liegt am Bankkonto, denn so viel Geld wie sie besitzen, kann man in einem normalen Leben kaum ausgeben. Sie schöpfen den Luxus aus seltenen, elitären Gütern, die dem Normalverbraucher fremd sind. Millionäre und Milliardäre leben oft zurückgezogen und prahlen nicht mit ihrem Geld. Sie bleiben gerne unter sich und geniessen den dekadenten Exklusivluxus abseits des Massenreichtums. Wenn Sie sich einen Millionär angeln, achten Sie darauf, dass er nicht verheiratet ist und vergeblich auf die Scheidung wartet, denn hier ziehen Sie meistens den Kürzeren. Alte Männer sind praktisch, denn sie werden bald durch jüngere ersetzt, mit denen man das Erbe verschleudern kann. Junge Männer verbrassen ihr Geld meistens mit mehreren Frauen, sodass man nie wissen kann, wann man ersetzt wird. Und wenn sich der Mann eine reiche Frau, eine Millionärin angelt, sollte er darauf achten, dass sie entweder bald das Zeitliche segnet oder jung und knackig ist. Aber glücklich macht so eine Partnerschaft nicht, denn das liebe Geld alleine hat noch nie den luxuriösen Touch echter Liebe und inniger Partnerschaft ersetzt.

Reichtum und Schönheit hängen wie zwei siamesische Zwillinge zusammen. Wer genug Geld besitzt, kann sich Schönheit leisten, sucht elitäre Schönheitskliniken auf, lässt sich permanent rundum erneuern und scheut das natürliche Altern wie der Teufel das Weihwasser. Achten Sie auf Ihre Optik, gönnen Sie sich viel äussere Schönheit, wenn Sie sich einen reichen Mann angeln wollen, der Ihnen ein angenehmes Leben beschert. Schmuck, Juwelen, ein Cabrio, durch welches die warme Sommerluft weht, teure Designerkleider, das alles will bezahlt werden. Wahrlich, bei manchen Leuten steht der symbolische Weihnachtsbaum, der an der puren Oberfläche glitzert, das gesamte Jahr über im Leben. Besser als reich und schön zu sein ist nur noch die edle Prominenz, die reich, schön und berühmt ist.

Luxus für Prominente

Viele Prominente geniessen ein luxuriöses Leben, welches dekadente Züge annimmt. So leisten sich amerikanische Promis den Luxus, ein eigenes Feuerwehr-Personal zu besitzen, welches im Brandfall einschreitet und die Villa vor eventuellem Feuer schützt. Bei den Waldbränden in Californien kam diese Dienstleistung gut an. Viele Prominente besitzen eigene Parkanlagen, eigene Seen, Anlageplätze für ihre Luxusyachten, und sie haben ein reges Mitspracherecht in politischen und wirtschaftlichen Angelegenheiten, wenn sie reich genug sind. Wahrlich, es leben die Lobbyisten.

Wenn man prominent genug ist, bekommt man diverse Einladungen quasi nachgeworfen, weil jeder scharf auf die Anwesenheit eines Prominenten ist. Man verkauft förmlich seine Persönlichkeit an die Öffentlichkeit, lebt jedoch gut davon und kann ein angenehmes Dasein geniessen. Die Schattnseiten dieses prominenten Lebens sind zwar hart, denn man verliert grosse Teile seines Privatlebens, aber dafür erntet man luxuriösen Applaus.

Luxus ist Erfolg

Erfolg ist eine Art Luxus, den man sich hart erarbeiten muss. Man baut sich einen guten Namen, ein tolles Image auf, geniesst die Anerkennung der Fans und den Neid der Konkurrenz, aalt sich wie ein Fisch im Prestige und gönnt sich edle Luxusgüter vom hart verdienten Geld. Erfolgreich zu sein heisst aber auch, zufrieden und glücklich zu sein, was dem wahren Erfolg im Leben entspricht. Auch diesen Erfolg muss man sich hart erarbeiten, und es dauert oft lange, bis die Seele sich dieses Prestige erarbeitet hat. So manch ein Mensch ist glücklich, wenn er weiss, dass er ein Leben hat, für welches es sich lohnt zu leben.

Luxus ist Geld

Edle Geldklammer
Ohne Geld hat man in vielen Dingen des Lebens das Nachsehen, besonders in den schönen Dingen. Wer im Luxus verweilt, braucht nämlich das nötige Kleingeld, um sich die Villa, das Dienstpersonal und den Butler leisten zu können, selbst wenn der Butler im begehbaren Kleiderschrank seine Runden dreht anstatt zu arbeiten. Ach, es ist schwer, gutes Dienstpersonal zu bekommen.

Geld ist die Voraussetzung für den angenehmen Teil des Lebens, und so sollte man eine Arbeit wählen, in welcher man das Geld im Schlaf verdient. Gute Ideen, erfolgreiche Investitionen, Aktien und Wertpapiere, lukrative Produkte und Start-Ups, all dies sind Möglichkeiten, um reich zu werden, und notfalls gewinnt man im Lotto oder angelt sich einen reichen Partner, der heiratswillig und zäh genug ist. Heute gilt man quasi als altmodisch und erfolglos, wenn man nicht bis Mitte 30 ein eigenes Start-Up gegründet hat und die erste Million am Konto verbucht. Im Grunde hat man nur Scherereien mit dem bedruckten Papier, aber trotzdem macht es uns glücklich.

Luxus durch eine Erbschaft

Ein Erbe ist für viele Menschen eine luxuriöse Angelegenheit, welche nicht alltäglich ist. Fast das ganze Vermögen, welches sich im Schlaf vermehrt, ist aus einer Erbschaft heraus entstanden, und so werden die neuen Erben immer reicher, während man mit Arbeit alleine nicht annähernd so viel Vermögen erwirtschaften kann. Erbschaften und Schenkungen sollten viel höher versteuert werden, denn sogar die nicht vorhandene Luxussteuer ist ein Luxusgut, welches einen kleinen Teil der Menschen zwar reich macht, aber den grössten Teil der Gesellschaft langsam verarmen lässt. Viele Erbschaften sind ihr Geld wert, aber trotzdem sollte man sich die Vermögenslage inklusive möglicher versteckter Schulden gut ansehen, bevor man sein Erbe antritt, da man in einigen Fällen leider daran kaut, wenn man die alten Schulden begleichen muss.

Wenn Sie ein reicher Erbe sein möchten, heiraten Sie reich ein, möglichst einen alten, betagten Mann, oder notfalls eine ältere, reifere Frau. Geniessen Sie Ihr Leben mit ihrem neuen Partner, legen Sie sich in besonderen Notfällen eine geheime junge und knackige Liebschaft zu und warten Sie geduldig, bis Ihr Partner das Zeitliche segnet und im elitären Mahagoni-Sarg verschwindet. Bitte, diese Überlegungen grenzen an geschmacklose Soziopathie, aber leider gibt es viele Leute, die so denken.

Luxus mit wenig, oder ohne Geld

Man muss nicht reich sein, erben oder reich heiraten, und nicht nur sehnsüchtig in den Luxusmagazinen blättern, man kann heute den kleinen Luxus für wenig Geld erwerben, wenn man nicht gerade an der Dekadenz hängt. In den normalen Modeboutiquen kleidet man sich wie eine Prinzessin ein, wenn man ein wenig Geschmack und Sinnlichkeit für das Schöne und Edle mitbringt. Das tut dem Geldbeutel auch weniger weh. Selbst im Textildiscounter findet man edle Schnäppchen, wenn man zwischen den Klamotten sucht.

Ausserdem können Sie unbeobachtet und anonym in einen Second Hand Laden für hochwertige Designermode gehen. Hier geben Prominente und reiche Leute ihre zumeist nur ein- oder zweimal getragene Kleidung ab, welche Sie dann günstiger kaufen können. Die meisten Leute behaupten, sie geben nur Kleider ab, aber hin und wieder kann man beobachten, dass hier doch gerne auch gekauft wird, natürlich sehr diskret. In diversen Auktionshäusern kann man gebrauchte Luxusuhren ersteigern, und den Maybach gibt es auch als Modellauto im Maßstab 1:18. Sie sehen, mit ein wenig Phantasie können Sie sich luxuriös geben, auch wenn bei Ihnen zu Hause der Kuckuck auf dem neuen Flachbildfernseher und der teuren Stereoanlage klebt.

Wer den grossen, pompösen Luxus nicht braucht, kann auch mit wenig oder mit gar keinem Geld ziemlich dekadent leben. Urlaub kann man mit etwas Glück gewinnen, oder man schnorrt sich durch die vielen Last-Minute und Super-Last-Minute Angebote durch. Am Urlaubsort selber kann man dreißt schnorren, durch kleine Arbeiten ein tägliches Taschengeld verdienen, indem man sich am Strand, in Bars oder im Service nützlich macht, und das Hotelzimmer kann man sich schönreden, wenn es nicht unbedingt der 5 Sterne Kategorie angehört. Hauptsache man urlaubt, liegt am Strand und lässt sich die Sonne auf den Bauch scheinen.

Ohne Geld kann man auch leben, wenn man einen Gönner, einen Sponsor findet, der das gesamte Leben finanziert. Hierzu existieren sogar Partnervermittlungsagenturen, Sponsorenportale und Big-Spender Partys, auf denen man den Gönner kennenlernen darf. Hier treffen sich schöne Frauen, sogenannte Trophäenfrauen und reiche Männer, aber auch Gigolos und reiche Frauen, die verwöhnt werden wollen.

Einige Leute entscheiden sich, vom Wegwerfmüll der Reichen zu leben, essen delikate Speisen aus Überproduktion, fischen Luxusgüter aus dem Müll und leben in verlassenen Häusern, die einfach so leerstehen. Wir leben im Überfluss, nur dass dieser Materialismus nicht gleichmässig auf alle Menschen verteilt ist, sondern nur wenigen Superreichen zuteil wird. Dieses System kann man nutzen.

Der Luxusurlaub

Nicht immer muss man Urlaub im Solarium oder im Whirlpool machen, es darf auch hin und wieder ein luxuriöser Urlaub in einem teuren Urlaubsland sein, oder man gönnt sich Entspannungstage abseits der Prominenz. Ein teurer Lebensstil verlangt nach einem dekadenten Urlaub, in welchem man sich verwöhnen lässt. Die Superreichen buchen ganze Inseln, damit sie ungestört sind, oder sie buchen ganze Hotelareale für sich alleine, samt Butler und Dienstpersonal. Es geht jedoch auch billiger. Wussten Sie, dass das neue Monaco in Montenegro liegt? Die Reichen und Schönen machen zunehmend in Montenegro Urlaub, weil dort die Sandstrände noch ein unberührtes Flair besitzen und man seine Ruhe geniessen kann. Das kleine Land entwickelt sich zum Luxusurlaubsland, während andere gut betuchte Urlaubsorte wieder am Verschwinden sind. In einigen Jahren kann man sich den Montenegro-Urlaub nur noch mit prall gefüllter Geldbörse leisten.

Was ist ein Luxusmann?

Luxusmann
Ein waschechter Luxusmann achtet auf seinen Körper, stylt sich artgerecht, hat die passende Frau an seiner Seite, das Auto, die Villa und das nötige Geld für die Yacht, den Privatjet und die eigene Insel immer griffbereit. Prestige wird immer wichtiger, da kann die teuerste, direkt unbezahlbare Liebe alleine nicht mehr mithalten.

In Grossstädten entwickelten sich in letzter Zeit die Yuppies, eine besondere Art von Luxusmännern, welche die Penthäuser und Boutiquen, die Mode und Kosmetik, die Schönheitsoperationen und den Beautykult für sich entdeckt haben.

Luxusmänner teilt man in junge Macher und in reife Gönner ein. Der Jummie ist jung, der Juppie ist alt, aber beide schwimmen im Geld. Wenn man die pure Oberflächlichkeit, in der wir teilweise leben, kritisch betrachten, so entflammen überall Luxusmänner wie Waldbrände. Sie schiessen wie Pilze aus dem Boden und beleben den Stadtboden mit ihren neuen Ideen, ihrem Überfluss an Geld und ihrem Sinn für Luxus und nach oben hin offener Dekadenz.

Sehen Sie sich in der Stadt um. Die Penthouse Wohnungen werden von alleinstehenden Luxusmännern bewohnt, denn man ist jung, Single, liebt das Leben, die Party und die vorbeiziehenden, für ein paar Nächte bleibenden Frauen, solange diese keinen bleibenden Eindruck in Form von Nachwuchs hinterlassen.

Die neuen Luxusmänner verdienen ihr Geld selber, hegen und pflegen ihre Aktien, spekulieren an der Börse, haben neue Geschäftsideen, und wenn gar nichts mehr hilft, stellen sie sich und ihren Luxuskörper auf Videokanälen im Internet zur Schau und werben für teure Parfums.

Was braucht der Luxusmann von heute? Bitte, die Konsumwelt denkt ja Gott sei Dank mit und geht im Zeitgeist grosse Schritte voraus, dreht sich quasi im Zeitrad des Yummies mit. Es werden neue Märkte für den luxusbetonten Mann eröffnet, besser als an jedem Börsentag, an dem die Aktien unter der Hand verschleudert werden. Kosmetik für den Mann, teure Designermode, Maniküre, Pediküre, das perfekte Make-Up fürs männliche Gesicht, all dies erlebt einen grossartigen Boom, denn der maskuline Lifestyle hat sich gewandelt.

Der Luxusmann geht ins Waxing Studio, denn Körperbehaarung ist out. Der Yummie fährt mit seiner Luxuslimousine in den nächsten Schönheitssalon, denn das Gesicht benötigt ein Peeling, einen perfekt gezogenen Lidstrich und ein Lippen- Make-Up, damit der Mund glänzt. Vorab war der trendig gestylte Mann beim Zahnarzt, da seine neuen Zähne gebleached wurden, damit das weisse Lächeln sitzt. Männer wissen genau, was sie wollen.

Der heutige Luxusmann will leben, nicht erst Vater werden und dann für sein Leben schuften wollen. Heute möchte man Partys ausleben, das grosse Geld verdienen, sich etwas leisten können, bevor man der richtigen Frau den Diamanten an den Finger presst und Vater wird. Bitte, es muss doch alles seine chronologisch geordneten Bahnen gehen, quasi muss das Luxusleben samt Luxuskörper im rechten Winkel aufgestellt sein.

Wer finanziert das dekadente Leben des Luxusmannes, wenn er selber nicht dafür sorgen kann, dass genügend Geld in der Brieftasche flaniert? Einerseits ist dies Papa, denn der Vater hat sich wahrscheinlich etwas erwirtschaftet. Andererseits sind es Sugar Mommys, denn so eine reiche Tante, eine Sugar Mama, hat wahrscheinlich Lust auf den gepflegten jungen Luxuskörper und bezahlt ihn mit Cash, damit der Luxusmann das Geld erneut in seinen perfekten Luxusbody investieren kann.

Was ist eine Luxusfrau?

Luxusfrau
Eine Luxusfrau ist eine Diva, die weiss, was sie will. Es ist eine Frau, die sich gerne mit schönen Dingen umgibt, sich verwöhnt und verwöhnen lässt, die Sonnenseiten des Lebens geniesst und sich hierfür des öfteren einen reichen Mann angelt, solange sie noch frisch ist.

Die reiferen Luxusfrauen haben sich bereits in jungen Jahren einen beachtlichen Reichtum angeeignet, vielleicht durch Hochzeiten, Kurzehen und Erbschaften. Sie spenden viel, geniessen hohes Ansehen in der High Society und präsentieren sich gerne auf Galaveranstaltungen und Charity Partys.

Eine Luxusfrau nimmt sich alles, was sie will. Eine echte Diva tritt in die edlen Fussstapfen der High Heels, sodass sie alleine mit den hohen Absätzen töten könnte. Manche Frauen töten ja nur mit Blicken, wenn andere Frauen im Weg stehen. Kennen Sie die Stutenbissigkeit? Sie ist bei Luxusweibchen sehr dominant ausgeprägt.

Luxusfrauen sind unter anderem Powerfrauen, die ihr Leben samt Partner und Familie im Griff haben, die Job, Sport, Freizeit, das schicke Outfit, die eigenen Kinder, die tolle Figur, die gut sitzenden Haare, alles selber manadgen und regelmässig noch Zeit für sich aufbringen. Sie sind wunderschön, blitz-intelligent, klug, haben enorm viel Wissen aller Art im Kopf, und sie können mit ihrem Humor den Charme spielen lassen.

Eine Luxusfrau ist gewohnt, alles zu bekommen, was man für Geld kaufen kann, selbst die beste Freundin, den Butler, die Haushälterin und den Solarium-Boy. Der Pelzmantel hängt heute noch im Schaufenster und morgen schon im eigenen Schrank, und die Luxusvilla ist so gross, da fällt eine Geliebte mehr oder weniger gar nicht auf.

Luxusfrauen, die einen Luxusmann suchen, sollten wenigstens äusserlich schön und herzeigbar sein, fürs Prestige, fürs Abendessen mit Geschäftsfreunden, für alle Gegebenheiten, in denen ein Mann eine Ehefrau an seiner Seite braucht. Leider altern auch die luxuriösesten Frauen, und so werden sie oft ausgetauscht, durch junge Trophäenfrauen, die ihre Schönheit noch nicht mit dem Skalpell verbessern müssen.

Wo lernt man Luxusfrauen kennen? Bestimmt beim Promi-Friseur, denn die Haare müssen sitzen. Neben dem Friseurbesuch lernt man sie im Fitnesscenter und im Schönheitssalon kennen, im Kosmetikstudio, in hochwertigen Boutiquen, denn Mode, Styling, Schönheit, Fitness und die gute Figur sind förmlich die Markenzeichen von echten Diven. Die Fingernägel müssen exakt gefeilt sein, auch wenn es Kunstnägel sind, das Kleid muss teuer aussehen, auch wenn die Kreditkarte dafür fast platzt, der Personal Trainer muss für eine schlank getrimmte Figur sorgen, und die Kosmetik darf nicht aufgemalt aussehen. Luxusfrauen lernt man abends bei Vernissagen und Finissagen kennen, wenn Kunst präsentiert und abgefeiert wird. Man lernt sie in den besten Diskotheken kennen, in hochwertigen Restaurants an der Bar, in Luxushotels, im Urlaub am einsamen Strandtuch, überall, wo Geld zu holen ist. Bitte, die emanzipierte Luxusfrau trifft man auch in einer teuren Luxuswaschanlage für Limousinen. Da geht die Frau während ihr Auto per Hand gepflegt wird, einen Champagner trinken und hält Ausschau nach eventuellen Flirts, die sie so nebenbei mitnimmt.

Was ist Dekadenz?

Der Begriff Dekadenz stammt aus dem Latainischen und dem Französischen, er kommt von cadere, was soviel wie fallen, Zerfall, Niedergang und Ruin bedeutet. Bitte, da erwartet man die Steigerung des Luxus und erntet den moralischen Verfall der Gesellschaft.

Dekadenz ist ein philosophischer Begriff, der sich mit dem Verfall der Gesellschaft beschäftigt. Bereits in der früheren Gesellschaft umgab man sich mit dekadenten Leuten, die das Volk ausbeuteten. Heute geschieht diese Ausbeutung genauso, nur auf einem höheren Niveau. Die Börse arbeitet für die Aktionäre, egal, ob ganze Staaten pleite gehen. Das Geld arbeitet für die Reichen, egal, ob die Kluft zwischen Arm und Reich immer grösser wird und sich der Normalverbraucher kaum mehr etwas leisten kann.

Dekadenz ist die überhebliche Steigerung des banalen Luxus, die elitäre Art zu zeigen, was man hat, während man auf diejenigen herabblickt, die weniger haben. Unter den Superreichen entsteht zwar kein Neid, dafür jedoch ein Wettrüsten der brillanten Dinge. Wer hat den schönsten Schmuck, das teuerste Auto, die grösste Villa? Und wer hat dann noch so viel Geld, dass er es beim Pokern verzocken könnte oder an der Börse spekulierend verliert?

Dekadenz ist der Wahnsinn, mit hohen Gewinnen grosse Verluste zu machen, mit seinem Geld nur so um sich zu werfen und es für unsinnige Dinge wie einen eigenen Hubschrauber Landeplatz am Hausdach auszugeben. Was kostet die Welt? Gott müsste man sein, denken dekadente Menschen, während sie sich in der Sonne zum krossen Hühnchen braten lassen und mit ihrem Körperöl die Strände verpesten.

Unsere Dekadenz sorgt ohnehin jährlich für ein geschwungenes Wachstum des Ozonlochs, wenn wir weiterhin Treibgas produzieren und der Umwelt schaden. Da dürfen wir uns nicht wundern, wenn unser Gehirn eines Tages röstfrisch vor uns liegt, oder im Sud der geballten Hitze in uns brodelt.

Was ist Dekadent? Der Luxuspelz seltener Tiere, die vom Aussterben bedroht sind, die schicke Tasche aus Schlangenleder oder Lachsleder, seltene essbare Delikatessen von Tieren, die dem Aussterben nahe sind, überhebliche Arroganz, Eitelkeit, übertriebene Karriere auf Kosten anderer, die Luxusyacht in einer unberührten Bucht, die man zumüllt, der Arzt im Dienst, der seine Privatpatienten umsorgt, während die Kassenpatienten warten.

Dekadenz beginnt dort, wo die Menschlichkeit endet. Man kann sich hundert Luxuslimousinen leisten, wenn man hart dafür arbeitet, aber man ist arm dran, wenn man ignorant im Designer Outfit durch die Stadt spaziert und die anderen Menschen bewusst übersieht.

Dekadenz hat nichts mit materiellem Reichtum zu tun, es ist viel mehr eine Charaktersache. Die eigene Kirche, die niemand mehr betreten darf, weil sie privat erworben wurde, ist auch eine Form von Dekadenz, auch wenn die Privatkapelle für betuchte Leute hoch im Kurs steht.

Dekadenz ist ein Phänomen, welches zwar abschätzig, direkt abwertend behandelt wird, aber zunehmend an gesellschaftlicher Akzeptanz gewinnt. Man geniert sich nicht mehr, auf Kosten anderer zu leben, man gönnt sich den neuen Hosenanzug, weil die Näherinnen in Bangladesch ihn für einen Hungerlohn fertigen. Wahrlich, der schlechte Geschmack des eigenen schlechten Charakters kennt keine Grenzen nach unten hin.

Übrigens reagiert man auch dekadent, wenn man seine Kleidung kaum trägt und sie vor dem Ablaufdatum, sozusagen in der selben Modesaison im Müll landet. Wenigstens für die Altkleidersammlung könnte man sich in diesem Fall entscheiden. Und auch bei Lebensmitteln reagieren wir dekadent, wenn wir uns jede einzelne Gurke ansehen und keine gut genug ist. Und wenn man sein Handy dem Hund gibt, weil das neue Smartphone am Markt ist, müllt man den Globus zu.

Luxusprodukte

Was sind Luxusprodukte? Sie stärken unser Selbstwertgefühl, stehen für eine teure Marke, signalisieren Reichtum und sorgen für ein gutes Image. Der reale Wert liegt oft unterhalb des bezahlten Preises, die Güter sind nur für eine begrenzte Gesellschaft der sozialen Oberschicht, für die Creme de la Creme zugänglich, und sie sind begehrt. Luxusuhren, Luxuspralinen, der teuerste Pilz der Welt, all dies brauchen wir im Grunde nicht, es stärkt jedoch unser Ego.


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Elisabeth Putz

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