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Bargeld oder Plastikgeld - Was ist besser?

Bargeld oder Plastikgeld
Bargeld ist hartes Geld, welches man physisch greifen und anfassen kann. Plastikgeld ist symbolisches Geld in Form von Kreditkarten, Schecks, EC-Karten und Plastikgeld aller Art, welches man nicht physisch angreifen kann. Bargeld hat man eher im Überblick als Plastikgeld.

Seit wir den Euro haben, fliesst mir das Geld zwischen den Fingern hindurch, aber ich glaube eher, ich konsumiere heute mehr als früher, denn Geld ausgeben ist zu einer Art Lifestyle in unserer Gesellschaft geworden. Grundlegende Dinge wie Wohnen, Essen und Heizen sind teurer geworden, dafür ist der Genusskonsum billiger geworden, denn man shoppt gerne ein Kleid zwischendurch, dazu passende Schuhe und einen billigen Schal. Das macht uns glücklich, oder wenigstens denken wir, es würde Glück bedeuten.

Wenn wir alles, was wir konsumieren, in Bargeld bezahlen müssten, wären wir nicht so konsumfreudig, da die Geldbörse nicht unendlich gross ist und wir aus Sicherheitsgründen den 500 Euro Schein lieber zu Hause oder auf dem Bankkonto belassen. Eine Kreditkarte liegt gemütlich in der Hand, wiegt nicht viel und ist gut gesichert, denn man kann sie sofort sperren lassen, wenn sie verloren geht. Bei purem Bargeld hat man kaum Chancen, einen Verlust oder gar Diebstahl aufzuklären, denn Bargeld ist, sobald es alleine gelassen wird, förmlich ohne Besitzer. Früher sagte man, das Geld liegt auf der Strasse, heute findet man kaum noch Bargeld auf unseren Strassen, dafür klingeln die Kreditkartenkassen.

Bargeld ist trotzdem wichtig, denke ich, denn man lebt damit unabhängig. An eine Bankkarte ist man gebunden, auch wenn der bargeldlose Zahlungsverkehr verlockend bequem ist. Das Bargeld trägt man übersichtlich in der Geldbörse, griffbereit und unabhängig von äusseren Einflüssen. Eine Kreditkarte signalisiert grenzenlose Freiheit, kann uns jedoch übersichtslos in Schulden stürzen, weil man übersieht, wieviel Geld man ausgibt. Beim Bargeld weiss man immer, wieviel man ausgegeben hat, da es plastisch greifbar ist. Das ist Freiheit für mich, da ich mich nicht verschulde.

Bargeld ist deshalb so wichtig für den Endverbraucher, weil er seine Finanzen damit im Griff hat. Experimente haben gezeigt, dass Konsumenten, die mit Bargeld bezahlen, gezielter einkaufen, sogar im Supermarkt, während Kunden mit Kreditkarte chaotischer und gelassener einkaufen. Bargeld Besitzer kennen auch ihre Endsumme, die sie an der Kasse bezahlen, während Kreditkarten Nutzer nachher selten noch wissen, wieviel sie an der Kasse bezahlt haben.

Sparen mit Bargeld

Ich habe getestet, wie ich mit Bargeld spare und mit der Kreditkarte Geld ausgebe. Ich kaufte einen Monat lang bargeldlos ein, shoppte Klamotten, Lebensmittel und Kosmetik, quer durch die Läden, ohne Ziel und Verstand. Ich liess mich von Schokolade, neuen Schuhen, Kleidern und Nagellack beeindrucken, da meine Kreditkarten Abrechnung erst am Monatsende lauerte.

Als ich mit Bargeld wirtschaften musste, überlegte ich mir einen Monat lang gezielt, was ich wirklich brauche. Wenn ich ein Kleid kaufte, nahm ich nicht gleich mehrere Kleider mit nach Hause, da sich nur eine begrenzte Menge Bargeld in meiner Geldbörse befand. Ich als fauler Mensch scheute den lästigen Gang zum Bankomaten und wirtschaftete daher unbewusst besser mit meinem Geld. Am Monatsende hatte ich 400 Euro weniger ausgegeben als im Vormonat mit Kreditkarte.

Ist das Bargeld vom Aussterben bedroht?

Wir sind Kartenliebhaber, führen unsere Kundenkarten wie kleine, liebgewonnene Hunde aus und freuen uns über jeden Rabatt, den wir auf Karten sammeln können. So wie die Kundenkarte lieben wir unsere EC-Karte, unsere Kreditkarte und sämtliche Bankkarten.

Wir neigen zunehmend dazu, bargeldlos zu bezahlen. Es ist bequem, man sieht nicht genau, wieviel Geld man ausgibt, und am Monatsende verschliessen wir die Augen vor der anstehenden Riesenrechnung, welche die Karten ausgelöst haben. In den USA wird man sogar vom Taxifahrer misstrauisch angeschaut, wenn man mit Bargeld bezahlt.

Dem Geldsystem kommt diese Entwicklung gerade recht, denn ohne Bargeld ist der Kunde dem Finanzsystem gnadenlos ausgeliefert, sozusagen gläsern in einer Art nacktem Ausnahmezustand. Wenn es dem Staat einfallen sollte, das Bargeld zu verbieten, könnten wir mit Zwangsverzinsungen aller Art rechnen müssen, da das Geld auf der Bank lagert. Wenn das Geld weniger wert wird, ist der Bürger gezwungen, es auszugeben, damit die Wirtschaft künstlich angekurbelt wird. Steuerhinterziehung und Schwarzgeld haben dafür jedoch weniger Chancen, da die Finanzen jedes Bürgers überwacht werden. Die kleinen Unternehmen werden von grossen Ketten geschluckt, und am Ende führen wir aus lauter Verzweiflung wieder Bargeld ein.

Mit Bargeld oder mit Kreditkarte bezahlen?

Wer gibt mehr Geld aus, derjenige mit Kreditkarte oder der Bargeldbezahler? Untersuchungen haben gezeigt, dass man mit Bargeld weniger Geld ausgibt und zum Sparfuchs wird. Bargeld wird weniger, und dies wird in der Geldbörse optisch sichtbar. Die Kreditkarte bleibt optisch gleich, sie verbiegt sich nicht einmal bei Überschuldung, und somit erkennt man das ausgegebene Geld nicht sofort. Am Monatsende ist es meistens zu spät, da leckt man nur noch seine finanziellen Wunden.

Die Leute, welche mit Kreditkarte bezahlen, achten meist mehr auf die Qualität der Produkte, weniger auf den Preis und leben hochwertiger, weil die Karte gut in der Geldbörse liegt. Die Leute, welche mit Bargeld bezahlen, achten mehr auf den Preis, weil das Geld schwer in der Brieftasche liegt und sogar gewichtsmässig zur Geltung kommt.

Kreditkarten sind bequem, leicht und handlich. Bargeld ist schwerfällig, gewichtsintensiv und unhandlich. Trotzdem ist Bargeld wichtig, um unsere Freiheit zu bewahren und nicht vollends von den Banken, Finanzmärkten und vom Staat abhängig zu sein. Ich bevorzuge den magischen 500 Euro Schein, der niemals weniger wird, auch wenn ich ihn tausendmal ausgebe, aber selbst der wird abgeschafft.

Wieviel Geld haben wir in der Brieftasche?

Manche Geldbörsen sind prall gefüllt, während andere nur mit Kreditkarten und Bankautomatenkarten ausgestattet sind. Im Durchschnitt haben wir 103 Euro in der Brieftasche, wobei Männer durchschnittlich um 17 Euro mehr haben. Ältere Leute haben mehr Geld in der Geldbörse als junge Leute, da sie Bargeld bevorzugen, während die Jungen eher mit Chip, mit Plastikgeld, mit Kreditkarte oder sogar berührungslos per App, Handy und Code bezahlen. Immer wieder entflammt eine Diskussion darüber, ob das Bargeld weiterhin Bestand hat, und es existieren mittlerweile vereinzelte Läden, die kein Bargeld mehr annehmen, aber das Geld wird immer ein Bestandteil unserer Gesellschaft bleiben, selbst wenn es sich wandelt. Es gibt auch Leute, die haben kein Geld in ihrer Brieftasche, weil der Monat immer länger andauert, als das Geld anhält.

Der 1 Euroschein - wann kommt er?

Er ist noch nicht ganz erfunden, aber er ist eine gute Idee, der Ein Euroschein. Immerhin, in Zeiten der Finanzkrise, die zu einer kleinen ausgewachsenen Wirtschaftskrise geworden ist, liegt dieser Ein Euroschein voll im Lifestyle Trend. Die Amerikaner haben auch ihren Ein Dollar Schein. Die Frage ist nur, wer wird als Kopf auf dem einen Euro drauf sein? Ich würde mich ja zur Verfügung stellen, nur so am Rande bemerkt, aber ich bin ja auch grössenwahnsinnig.

Der grosse Vorteil am Ein Euroschein wäre, dass die Brieftasche sich leichter und befreiter anfühlen würde. Die Münzen wiegen schon sehr viel mehr als so ein Scheinchen, da braucht man manchmal einen Rucksack für den Münzenberg, oder eine Handtasche, in die das halbe Leben auch noch hinein passt.

Der 1 Euroschein hätte das gleiche Prestige wie der 1000 Euroschein, welcher auch noch nicht am Geldmarkt existent ist, der jedoch gut in die hochwertige, prestigeträchtige Geldbörse passen würde. Mir wäre er recht, denn ich liebe grosses Geld.

Die Nachteile des 1 Euroscheins wären jedoch auch nicht zu vernachlässigen. Viele Leute lieben die geprägten Münzen, selbst in Form des Euros. Wir haben uns an die 1 Euro Münze gewöhnt, denn sie liegt sogar im Klingelbeutel gut, wenn sie hineinfällt. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und möchte sich an Neuerungen nur schwer gewöhnen.

Der 1 Euroschein fürs bessere Image

Es fühlt sich natürlich besser und vor allem hochwertiger an, wenn man einen 1 Euroschein zwischen den Fingern auf und ab gleiten lässt, als wenn man mit lauter Euromünzen in den Händen klimpert. Das gute Image wird durch Scheine, nicht durch Münzen gestärkt, denn Münzen stehen für Kleingeld, Scheine hingegen repräsentieren das Grossgeld. Man fühlt sich grösser, erwachsener, hochwertiger.

Der 1 Euroschein für die Hochzeit

Bitte, wenn man bei seiner eigenen Hochzeit das Brauchtum des Geldauswerfens verfolgt, so fühlt es sich gut an, wenn es Euroscheine regnet. Bitte, als ich einst bei einer Hochzeit das fallende Geld einsammelte, fiel mir eine Geldmünze auf den Kopf. Seither habe ich an dieser Stelle ein kleines Denkdefizit. Gott sei Dank war ich damals noch ein Kind, da wächst das Gehirn noch mit.

Bei meiner eigenen Hochzeit werfe ich kein Geld unters wartende Fussvolk, denn bis mich jemand heiratet, das kann so lange dauern, da haben wir womöglich kein Bargeld mehr, da bezahlen wir mit Plastikkarte und Fingerabdruck. Bitte, falls mich doch jemand frühzeitiger ehelichen möchte, ich wünsche mir zu meiner Hochzeit tausende von 1 Euroscheinen.

Der 1 Euroschein fürs Prestige

Wenn man lauter 1 Euroscheine in seiner Geldklammer trägt, davor einen 500 Euroschein klemmt, sieht das optisch hinreissend aus. Bitte, genauer darf man nicht hinschauen, sonst erkennt man womöglich an der Grösse der Scheine, dass sich hinter dem Grossgeld nur heisse Luft befindet. Wahrlich, ich habe die Lizenz zum Angeben gepachtet, ich zahle genau 1 Euro Pachtzins dafür.

Ein Stapel aus 1 Euroscheinen gleitet auch hervorragend durch die Hand, wenn man ihn wie ein Kartenspiel mischt, oder wenn man ihn wie ein kleines Taschenkino wälzt. Ich sage Ihnen, da läuft ein richtig guter Film ab, der 1 Euro Millionär zum Heiraten.

Der 1 Euroschein in der Psychologie

Im Grossen und Ganzen würde uns psychologisch gesehen der 1 Euroschein über die Finanzkrise hinweghelfen, denn wenn im Kopf Scheine gewälzt werden, ist man gedanklich reicher, als wenn nur das Kleingeld klimpert. Wir würden dann endlich mit dem 1 Dollar Schein konform gehen.

Der Mensch bekommt mehr Selbstbewusstsein, erhöht sein Selbstwertgefühl, wenn er mit dem 1 Euroschein bezahlt, auch wenn der finanzielle Wert des Geldes gleich bleibt. Unsere Psyche ist eben ein Lebewesen, welches auf Grösse baut, denn klein gehalten wird sie von ganz alleine. Und so überwiegen die Vorteile des 1 Euroscheins.


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Elisabeth Putz

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