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Geld - ein sicheres Zahlungsmittel?

GeldscheineGeld ist Zahlungsmittel, auch wenn es heute eher in Papierform, in Form der Plastikkarte, der Kreditkarte und in Form von Aktien produziert wird. Früher wurde es wenigstens noch durch Gold abgedeckt, aber heute hätten die Aktionäre das Nachsehen, wenn wir die Geldscheine in Goldbarren messen würden und weiterhin auf einen Goldstandard beharren.

Welche Geld-Arten gibt es?

Unser Geld dient als Tauschmittel und Zahlungsmittel zugleich, da man Waren, Papier oder wiederum Geld dafür erhält. Es gibt Bargeld, das echte, wahre Geldmittel für altmodisch geprägte Menschen, die einen guten Überblick bewahren möchten. Es existieren Geldmünzen, Banknoten, Buchgeld zwischen den Bankinstituten, Giralgeld, landesspezifische Währungen, und es existiert die chronisch leere Geldbörse.

Was ist Geld?

Der Begriff des Geldes entstammt aus dem Wort Vergeltung, Vergütung, Einkommen und Wert. Sozusagen sind wir oberflächlich betrachtet so viel wert, wie unsere Geldbörse an trockenen Scheinen ausspuckt. Früher war Geld ehrlicher als heute, denn man bezahlte in Pfeilspitzen, in Reis und in Gold, bis der Ablasshandel kam und man sich mit Gold freikaufen konnte, von jeglicher Schuld und Sünde, was aus heutiger Sicht reine Sünde darstellt. Geld ist so begehrt, dass man eine eigene Sprache dafür entwickelte. So nennt man es beispielsweise: Cash, Kies, Marie, Knete, Zaster, Moneten, oder gar Asche.

Wer hat das Geld erfunden?

Im Grunde gibt es keinen einzelnen Erfinder des Geldes, es hat sich nämlich im Laufe der Zeit entwickelt. Zuerst gab es das Tauschgeld in Form von Tauschgeschäften, das Warengeld. Man tauschte Güter gegen Güter und bezahlte mit Gütern, mit Silber, Gold, Metall, Edelmetallen, mit Gewürzen und edlen Sachgütern. Im Mittelalter wurde dann das sogenannte Gewichtsgeld bevorzugt eingesetzt, indem man Waren, Gold und Silber abwog und miteinander aufwog. Es gab bereits Münzen, wobei die Silbermünzen für kleine und die Goldmünzen für teure Güter verwendet wurden. Mit Gold bezahlte man auch die ausländischen Handelspartner. Die Chinesen waren uns weit voraus, denn sie hatten bereits im 11. Jahrhundert Papiergeld. Und auch der Schuldschein boomte, denn man konnte sein imaterielles Geld auf Papier festhalten und zur Bank bringen oder damit seine Schulden begleichen. Nach und nach tummelten sich die ersten Banknoten, sogar in Europa, und diese wurden durch Gold abgedeckt, sodass aus dem Silberstandard ein Goldstandard wurde. So entwickelte sich das Geld bis hin zu unserem heutigen, kaum mehr sichtbaren Plastikgeld. Die Kreditkarte liegt gut in der Hand.

Wie geht man mit Geld um?

Mit seinem Geld sollte man gut haushalten, wenn man die Sicherheit bevorzugt. Geld zu sparen ist eine Kunst, wenn man wenig davon hat, aber es macht das Leben manchmal leichter, denn man braucht sich um den Reichtum keine Sorgen mehr zu machen. Sparen ist Kult, solange man an den richtigen Ecken sparen darf. Und wer nicht sparsam leben muss, kann spenden, denn Studien haben ergeben, dass Wohltätigkeit das Gewissen beruhigt und sogar zu einem gewissen Teil die Gesundheit sichert.

Wir müssen das Geld nicht unbedingt zum Fenster hinauswerfen, wenn unterm Fenster niemand steht, um es in Empfang zu nehmen. Wir sollten uns bei jedem Kauf fragen, ob wir das Ding in unser Leben hineinlassen möchten. Der Minimalist fragt sich dies unentwegt und lebt mit weniger als 100 Dingen. Der Maximalist kauft alles, ist laufend damit beschäftigt, seinen Materialismus zu managen und wird zunehmend unglücklich damit. Nur wenn wir das Geld mit anderen Menschen teilen, macht es uns auch glücklich.

Geld zu verdienen ist auch eine Kunst, wenn man nicht in der glücklichen Position des Vorstandes, des Managers, des Privatiers, des reichen Mannes mit Prestige und Anerkennung ist. Natürlich entscheiden sich zahlreiche Leute dafür, den Reichtum im Herzen zu tragen und machen sich nichts aus Geld. Der traditionelle Tauschhandel gewinnt wieder an Bedeutung, man teilt und tauscht Waren aller Art, aber der Grossteil misst sein Leben am Geld. In Deutschland versteckt man seine Yacht vor dem Neid der Anderen, im Ausland zeigt man sein gut und fleissig verdientes Geld und stellt die Yacht im Hafen ab. Immerhin hat man für sein Wohl gearbeitet, und deshalb braucht man sich dafür nicht zu schämen, sondern kann stolz auf seine Arbeitsleistung sein.

Was kann man für Geld alles kaufen?

Man kauft sich heute gerne alles für Geld, sogar Freunde, sämtliche Dienstleistungen und auch Anerkennung. Im Internet kann man Onlinefreunde auf Auktionsplattformen ersteigern, im täglichen Leben könnte man theoretisch auf Freunde verzichten, da Assistenzleistungen und persönliche Assistenzen sogar die sozialen Kontakte ersetzen, und das Privatleben dreht sich zunehmend um finanzielle Wertsteigerung und Wohlstand. In Zeiten hoher Inflation geht man shoppen und macht sich das Geldausgeben zum Hobby. Einige Leute kaufen sich ihren Partner aus einem Hiratskatalog, aus einer kostenpflichtigen Singlebörse oder am osteuropäischen Partnervermittlungsmarkt. Man bezahlt für die exotischsten Dienstleistungen, für Alibi-Agenturen, für Wunsch-Agenturen, für Promis, die man zu sich nach Hause einlädt, sogar für Fantasiepässe, wenn man ein freier Weltbürger sein will und auf den Staat pfeift. Windige Geschäftsmacher verkaufen ihre Seele für ein bisschen Bargeld.

Geld ist wichtig, solange man etwas Wertvolles damit macht. Wir müssen uns ernähren, Lebensmittel einkaufen, wir brauchen ein Dach überm Kopf, Kleidung, und wir benötigen Geld, um am sozialen und gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Selbst die Charity Veranstaltung ist ein finanzielles Event, bei dem man sieht, gibt und gesehen wird. Haben Sie schon einmal die vielen Diven auf einer Wohltätigkeitsveranstaltung beobachtet? Sie sind alle gut gelaunt, gut gekleidet, der Pelzmantel sitzt wie angegossen, denn finanzielle Freiheit macht irgendwie glücklich.

Leben ohne Geld

Wie lebt man ganz ohne Geld? Man schnorrt sich durch, und das kann ganz schön anstrengend sein. Studien haben gezeigt, je weniger Geld man besitzt, desto weniger nimmt man am Gesellschaftsleben teil. Die Studien zeigten auch, dass man eher krank und labil ist, wenn der finanzielle Rahmen nicht stimmt, und dass man sozial verarmt, wenn man kein Geld hat. Geld ist gesund. Man muss die Scheine ja nicht unbedingt in den Mund stecken, da dies ungesunde Folgen mit sich bringen kann, denn nichts ist so schmutzig wie unser Geld.

Wann gibt man viel Geld aus?

Mit durchschnittlich 31 Jahren gibt man am meisten Geld aus. Das erste Baby ist da, und die Kinderausstattung kostet Geld. Der erste eigene grössere Wagen steht vor der Türe, das Eigenheim wird errichtet, die Hochzeit mit dem Traumpartner kostet Geld, und man gönnt sich etwas. Die Hobbies und Freizeitaktivitäten werden kostspieliger, aus dem Campingurlaub wird eine Kreuzfahrt, man fliegt viel, will die Welt sehen, ganze Kontinente bereisen, und man verdient endlich gut, weil man Karriere macht und den richtigen Job gefunden hat. Die Kleidung wird edler, die ersten Anti-Aging-Behandlungen und kosmetischen Eingriffe kosten Geld, und man gönnt sich teuere Uhren und echten Schmuck, überteuerte Accessoires und noch teurere Schuhe. Man ernährt sich bewusster, gesünder, und das vegane Essen kostet mehr Geld als der billige Burger. So gibt man in seiner Hochblüte des Lebens am meisten Geld aus und lebt ins Saus und Braus, bis einem bewusst wird, dass das Alter vor der Türe steht, man sich absichern muss und fürs Rentenalter sparen sollte. Wahrlich, das Leben kostet etwas.

Macht Geld glücklich?

Geld macht glücklich, solange man nicht zu wenig und nicht zu viel davon hat. Forscher fanden heraus, dass Geld nur dann glücklich macht, wenn man es mit anderen teilen darf, seinen Reichtum mitteilen darf, wenn man spendet, es in gute Projekte steckt und Hilfe leistet. Es macht auch nur dann glücklich, wenn man mehr Geld besitzt als der Nachbar. Wir messen uns gerne mit anderen, und so muss erst jemand weniger Geld haben als der andere, damit es uns glücklich macht und wir spenden dürfen.

Im Geld schwimmen

Kennen Sie die Redensart: Im Geld schwimmen? Im übertragenden Sinn bedeutet dies, man hat so viel Geld, dass man symbolisch gesehen darin schwimmen kann. Stellen Sie sich täglich imaginär vor, Sie würden ein Vollbad in lauter 500 Euro-Scheinen nehmen. Visualisieren Sie die Geldgenerierung. Wenn Sie in Ihrer Badewanne liegen, stellen Sie sich imaginär vor, der Badeschaum wäre Geld. Wasser symbolisiert Reichtum, Salz ist das weisse Gold der Erde, und so können Sie während eines Vollbads in Meersalz Ihre Gedanken rund um die Geldgenerierung schweifen lassen. Nach einiger Zeit des Visualisierens werden Sie positive Veränderungen in Ihrem Leben bemerken.

Der Normalverbraucher schwimmt oft nur in seinen Sorgen oder in zu grossen Schuhen, während die Reichen im Geld baden. Es hat seine Vorteile, im Geld zu schwimmen. Man braucht kein Handtuch, höchstens für die Schweissperlen auf der Stirn, wenn das Geld wieder schwindet. Man braucht keine Seife, da Geld, trotz dass es stinkt, gut riecht. Und man braucht sich keine Sorgen um seine finanzielle Zukunft mehr zu machen, das Geld regelt alles. Einst erzählte mir ein Lottomillionär, er hat sich seinen Lottogewinn auszahlen lassen, hat sich einen Teil des Geldes in bar überreichen lassen, schüttete diesen in seine Badewanne und stieg hinein. Bitte, nach zwei Jahren badete er zwar wieder im Wasser, weil er sich an der Börse verspekulierte, aber das Gefühl, im Geld zu schwimmen, empfand er als himmlische Wohltat.

Geldgier - Wer ist geldgierig?

Geldgier bedeutet Habgier, Geldsucht, eine überdimensionale Gier nach materiellem Wohlstand, die Sucht, Geldscheine horten zu müssen, das Verlangen nach Bargeld, das übermässige Beobachten der Zahlungseingänge auf dem Konto, und es ist auch der Geiz, denn man gibt vor lauter Geldgier kein Geld aus, sondern rafft es unter der Matratze zusammen. Wer ist geldgierig? Es sind oft die Reichen und Superreichen, denn von ihnen lernt man sparen. Es sind Menschen, die kontrollsüchtig, machtgierig und habgierig sind. Es kann aber genauso gut der gut bürgerliche Spiesser sein, der sich in seinem Reihenhaus versteckt und sein Geld im Tresor hortet. Geldgierige Menschen zählen gerne ihr Bargeld, schauen sich ihre Goldmünzen an und sind ständig in Angst, jemand könnte ihnen etwas wegnehmen. Durch die Geldgier ist bereits vieles in unserer kapitalistischen Turbogesellschaft in Schieflage geraten. Das soziale Gleichgewicht, die Löhne und Gehälter, der stabile Lebensstandard, alles bewegt sich durch geldgierige Leute mit möglichst grossem Einfluss in Politik und Wirtschaft, im Ungleichgewicht. Der Manager verdient oft das Hundertfache als ein Angestellter, und so wird der Ruf nach einem bedingungslosen Grundeinkommen immer grösser, denn der Mittelstand fühlt sich langsam bedroht. Wahrlich, die Geldgier kann ganze Generationen zerstören.

Wie sicher ist unser Geld?

Wie sicher ist unser Geld? Neulich sah ich mir wieder einmal meinen Kontostand auf meinem Sparkonto an. Irgendwie vermehrt sich da nichts mehr. Die Bankgebühren fressen es auf, die Zinsen muss man mit der Lupe suchen, und mein sauber verdientes Erspartes leidet. Dabei bin ich bei einer guten Bank, ein guter Kunde, den man eigentlich nicht hängen lassen dürfte. Trotzdem geht es meinem Geld am Sparkonto nicht gut, es geht ihm eher an den Kragen. Ich fragte mich, wie sicher ist mein Geld noch?

Wo ist das Geld noch sicher? Welches Investment lohnt sich eigentlich noch? Welche Geldanlage tut noch etwas für mich? Bitte, am sichersten ist mein Geld, wenn ich es in mich selbst investiere, wenn ich gut essen gehe, mir den Luxus gönne, den mein egozentrischer Körper verdient, wenn ich im Urlaub sagen kann, hier bin ich gewesen, und wenn ich mir endlich einmal mein rosa Kostüm leiste, welches so sündhaft toll an meinem Luxuskörper liegt. Danach brauche ich mir um mein Geld keine Sorgen mehr zu machen, denn dann ist es gut angelegt, einfach weg, verbraucht. Bitte, so denken viele Leute, denn die Einkaufsmeilen sind voll von Konsumenten, die ihr Geld einfach nur sicher ausgeben.

In Zeiten, in denen die Weltwirtschaft kriselt, rinnt einem das Geld zwischen den Fingern davon. Es sind die niedrigen, direkt im Keller schlummernden Zinsen, die das Geld auf Sparbüchern und Sparkonten auffressen. Wenn die Zinsen niedrig sind, erhofft man sich ein besseres Investment, dann werden Kredite billiger, Unternehmen investieren vielleicht lieber, aber ich könnte schwören, dies ist der falsche Weg. In wirtschaftlichen Krisenzeiten investiert niemand gerne, da kann der Leitzins noch so niedrig sein. Banken vertrauen sich untereinander nicht mehr, die Zentralbank tut zwar ihr Bestes, aber das ist nicht das Beste für die Sparer, nur für das eigene System, damit wenigstens irgendwo her noch Geld kommt, welches vertrauenswürdig ist.

Unternehmer fürchten in wirtschaftlichen Flauten das hohe Risiko und kündigen lieber Mitarbeiter anstatt zu investieren. Die Sparer sind unsicher und plündern lieber ihre Sparkonten, damit sie wenigstens noch am Konsum Freude haben. Bitte, die neue goldene Halskette kann ich mir wenigstens um den Hals hängen, wenn sie nicht gerade in meinem Banksafe ruht. Der Goldpreis erholt sich immer wieder, und das Schmuckstück ziert meine Eitelkeit. Wahrlich, so lege ich mein Geld sicher an, sicher um den Hals.

Sicheres Geld gibt es meiner Meinung nach nicht, denn jedes noch so sichere Investment ist mit einem gewissen Risiko behaftet. Wer von einer sicheren Geldanlage spricht, meint im Grunde nur, dass es sich um ein minimiertes Risiko gegenüber anderen Geldanlagen handelt. Viele Bankberater haben ja heute noch nicht das nötige Wissen, wenn sie quasi sichere Geldanlagen an den Kunden bringen. Gott sei Dank sind Schiffsbeteiligungen und Fremdwährungskredite im Moment nicht der Renner, denn sie sind alles andere als sicher. Wer sein Geld sicher anlegen möchte, der muss umdenken, er darf nicht an die totale Absicherung denken, sondern nur an ein minimiertes Risiko. Bitte, was auf der Welt ist eigentlich sicher, ausser der Tod? Ich entscheide mich immer fürs Leben und damit für ein minimiertes Risiko, welches ich jedoch bewusst in Kauf nehme, besonders, wenn es ums Geld geht.

Wo ist das Geld zu Hause am sichersten?

Wer sein Geld zu Hause kreativ absichern möchte, der kann neue Tools und Techniken nutzen. Es gibt Minitresore in Form von Batterien, Dosen, Büchern und Alltagsgegenständen. Hier ist das Geld nicht direkt als Wert sichtbar, da man nicht annimmt, dass es in soliden Gegenständen versteckt ist. Manche Leute nähen ihr Geld auch in die Matratze oder in Stofftiere ein. Und man kann das Geld in zahlreiche Accessoires hineinlegen und hineinstecken, beispielsweise in Schuhsohlen, in den Schlüsselanhänger, ins Innenfutter von Taschen und Klamotten, in die Schranktüren, oder man klebt es unter den Tisch, oder man legt es unter den Fussboden. Allerdings wissen auch Diebe über diese kreativen Verstecke Bescheid, und so ist derzeit unser Geld auf dem Bankkonto immer noch am sichersten.

Sicheres Geld unter der Matratze?

Nirgends ist das Geld so unsicher wie unter der Matratze, obwohl alle Leute davon sprechen, hier ist es sicher aufbewahrt. Meine Mutter hat ihre Matratzengeschäfte und Matratzeneinlagen längst aufgegeben, denn sie schläft so schlecht auf diesem Geld. Neulich musste sie unerwartet ins Krankenhaus. Und voila, die Gefahr lauerte in Form von fremden Leuten, die plötzlich Zutritt zu ihrem Haus hatten, da sie ja einfach so mit dem Krankenwagen abtransportiert wurde und ihr die Sachen hinterher gebracht wurden.

Die Matratze ist der erste Ort, an dem nach Geld gesucht wird, glauben Sie mir, das wurde bereits in alten Zeiten gemacht und hat bis heute seinen Reiz nicht verloren. Trotzdem liegen unter den heimischen Matratzen so viele Geldscheine wie noch nie, denn die Leute vertrauen den Banken nicht mehr. Aber wie viele Häuser sind so abgesichert, dass man sie mit einem Bankinstitut vergleichen könnte?

Sicheres Geld auf der Bank?

Obwohl die Leute nicht mit der Bankenpolitik einverstanden sind, über die Unsicherheit des Geldes bei den Banken lästern, ist das Geld auf der Bank noch am sichersten. Es vermehrt sich nicht so rasch in Wirtschaftskrisen, aber es ist geschützt. Die Einlagensicherung beträgt derzeit in Österreich genau 100 000 Euro. Wenn man mehr Geld in einer Bank lagert, sollte man sich überlegen, zu einer zweiten Bank zu gehen, damit diese Einlagengrenze nicht überschritten wird.

Die Guthaben Zinsen liegen zwar in Wirtschaftskrisen am Boden, und niemand bückt sich danach, weil man lieber darüber schimpft, dass die Zinsen so niedrig sind, als dass man sich freut, dass das Geld auf der Bank sicherer als unter der Matratze ist. Die Zinsen können aber jederzeit steigen, und dann wird es schwierig, das Matratzen-Geld zur Bank zu tragen, denn Banken möchten ab einem gewissen Betrag den Nachweis haben, woher das Geld kommt. Matratzen sind hervorragende Anlagen für Schwarzgeld, Banken sind dies Gott sei Dank nicht. Einige Bankinstitute überprüfen bereits ab 15 000 Euro, woher das Geld kommt, und dies sollte man bei jeder Kontobewegung berücksichtigen.

Sichere Geldanlage - welches Investment lohnt sich?

Wer sich von seiner Matratze verabschiedet hat und seinem Geld auf dem Sparkonto ein wenig unter die Arme greifen möchte, der schaut sich natürlich gierig nach einem guten Investment um. Kunstaktien, Lebensmittelaktien, dies sind im Moment der Renner, aber so direkt sicher ist diese Geldanlage nicht. Natürlich kann man in umweltfreundliche, erneuerbare Energie investieren, in Zukunftsmärkte, aber ganz sicher ist dies auch nicht. Man kann sich als Investor, als Businessangel an kleinen Unternehmen mit genialen Ideen beteiligen, und auch hier lauert das Restrisiko, denn man weiss nie, welche Idee, welche Erfindung der Renner wird.

Eine total sichere Geldanlage gibt es nicht, aber man kann seinen Menschenverstand einschalten. Wer in Venture Capital investiert, dem ist die Gier zuvor gekommen, der darf mit hohen Gewinnausschüttungen rechnen, der darf sich aber auch nicht wundern, wenn sein Geld auf wundersame Weise verschwindet. Wer sein Geld in Staatsanleihen steckt hat ein bedeutend niedrigeres Risiko, aber dafür erntet man unterm Strich nicht solche Unsummen wie bei einem risikoreichen Investment. Fakt ist, wer ein Produkt nicht kennt und trotzdem investiert, dessen Geld ist nicht sicher, dessen Misserfolg ist jedoch so sicher wie eine Bankenpleite.

Ich werde mein Geld weiterhin auf meinem Sparkonto horten und auf bessere Zeiten warten. Inzwischen schwindet es ohnehin jedes Mal, wenn ich zum Juwelier gehe, denn ich finde immer etwas, ich bin ja auch nur eine Frau. Übrigens, Bausparen, eine Pflegegeldversicherung, eine obligatorische Altersvorsorge, die Erlebensversicherung, dies sind Varianten, die in Sachen Geldanlage wieder voll im Trend liegen. Wir werden immer älter. Wer pflegt uns denn im Alter? Nur das sichere Geld.

Gibt es Geld ohne Risiko?

Geld ohne Risiko, das wünschen wir uns. Kredite ohne Risiko, Spareinlagen ohne Risiko, Aktien und Investments ohne Risiko. Träumen Sie weiter, die aktuelle Realität sieht anders aus. Manche Finanzkritiker behaupten, wir steuern geradewegs auf ein finanzielles Chaos zu. Und die Finanzwirtschaft sagt, es ist alles nicht so schlimm, selbst wenn die Europäische Zentralbank neues Geld druckt, kann die Wirtschaft davon profitieren. Ich frage mich, wie man davon profitiert, wenn neues Geld auf den Markt geworfen wird, ohne dass man mit Sicherheit weiss, ob dies die Wirtschaft tatsächlich ankurbelt? Fakt ist, die Inflation steigt.

Wer profitiert wirklich davon? Als die Aussage, es wird neues Geld gedruckt, im Raum stand, sanken einige Aktien, während andere in astronomische Höhen stiegen. Sozusagen profitierten einige Anleger von der reinen Aussage, während andere viel Geld verloren hatten, ohne dass die Gelddruckmaschine angeworfen wurde.

Bitte, das Geld ohne Risiko existiert nicht einmal im Job, denn Geld verdienen ohne Risiko kann man vergessen, sobald die Kündigung droht oder Unternehmen sich vom Markt verabschieden. Ich beobachte immer wieder Aussagen und Versprechungen, dass das Geld risikofrei arbeitet, wenn man sich für gewisse Finanzmodelle und Investments entscheidet. Das Schlimmste, das mir dabei begegnet ist, war das Venture Kapital, welches als sichere Anlage verkauft wurde. Bitte, das war bestimmt ein Versehen, denn Venture Kapital ist so riskant, wie die Firmen, die sich dahinter verbergen, da kann man Glück und Pech zugleich haben.

Das Geld Risiko minimieren

Mit Geld gut haushalten, dies minimiert das Risiko, finanziell arm zu werden. Wer im finanziellen Chaos lebt, dem hilft nur noch das Haushaltsbuch und der Schuldenberater. Bitte, seit es diese zahlreichen, kaum zu verstehenden Finanzmodelle am Markt gibt, wovon sich in regelmässigen Abständen eines oder mehrere verabschieden, weiss man kaum noch, wo das Geld gut aufgehoben ist. Wenn an den Börsen der Teufel los ist, weiss man, eines der Finanzmodelle hat den Geist aufgegeben, aber einige wenige Anleger dürfen sich trotzdem glücklich schätzen, denn irgendwo hin ist das verloren gegangene Geld ja verschwunden.

Wussten Sie, dass das Geld im Grunde nicht weniger wird, sondern sich nur anders verteilt? Wenn Staaten Pleite gehen, das Rating verschiedener Länder herabgesetzt wird, dann verschwindet das Geld nicht automatisch, es befindet sich nur dort, wo man die Option genutzt hat, auf eine Staatspleite oder ein Herabstufen des Ratings zu wetten. So verdient der eine am Leid des anderen Millionen und Milliarden. Wahrlich, beim Geld hört die Freundschaft auf, da ist sich jeder selber der Nächste.

Wer das Risiko minimieren möchte und sein Geld relativ sicher für sich arbeiten lassen will, könnte beispielsweise auf das Bausparen umsteigen. Bausparen ist etwas für den sicherheitsbewussten Spiesser, genau das richtige für mich, und deshalb empfehle ich, wenn Sie nicht genug Geld besitzen, welches Sie unter Umständen zum Fenster hinaus werfen könnten, fangen Sie mit Bausparen an.

Eine weitere relativ sichere Geldanlage, jedoch momentan mit zu niedrigen Zinsen versehen, ist das Sparbuch, die traditionelle Spareinlage auf der Bank. Ich als bekennender Spiesser bin begeistert von diesem Finanzmodell, weil ich jede Art von Risiko scheue.

Geld ohne Risiko - sicheres Gold

Als der Schweizer Franken so stark wurde, dass die Fremdwährungskredite auf Schweizer Franken Basis an beachtlichem Volumen zunahmen, blieb der Goldpreis stabil. Trotzdem wurde das Gold für die Europäer, für Leute, die in Euro bezahlen mussten, teurer, da der Euro schwächelte. Gold wird in US-Dollar gehandelt. Wenn der Dollar steigt, der Euro sinkt, ist Gold in Euro gerechnet, teurer.

Trotzdem ist Gold als risikoarmes Geld zu werten, da ich nicht unbedingt von einem schnellen Gewinn ausgehe, sondern von einer Investition aus Sicherheitsgründen und vor allem von einer langfristigen Investition. Mir ist das Gold heilig, wenn der Euro wertlos wird, denn dann ist jeder teure Goldbarren mehr wert als der wertlose Euroschein. Ich bete jedoch zu allen Himmeln dieser Welt, dass der Euro niemals über Nacht wertlos wird.

Geld verdienen ohne Risiko?

Im Internet habe ich neulich gelesen, man kann Geld ohne Risiko verdienen. Bitte, das ist möglich. Man geht arbeiten und achtet darauf, nicht gekündigt zu werden. Anders kann ich mir das Geld verdienen mit Risikoarmut nicht erklären, denn selbst im eigenen Unternehmen lauern finanzielle Gefahren.

Wenn Sie kein Risiko scheuen, dann werden Sie doch Finanzmakler in Finanzkrisen. Wenn da ein Finanzmodell nicht den gewünschten Erfolg bringt, ein Unternehmen pleite geht, sich eine Bank verabschiedet, dann dürfen Sie mit Schadensersatzklagen rechnen, denn in einigen Fällen trug der Finanzberater eine Teilschuld, auch wenn das unterzeichnete Vertragspapier etwas anderes aussagte. Da kann man als Berater nur hoffen, dass das gute alte Sparbuch irgendwann so hohe Zinsen abwirft, dass der Finanzberater daran mitverdienen darf.

Wie sichert man sein Geld im Falle einer hohen Inflation?

Wie sichert man sein Geld im Falle einer Geldentwertung? Wenn beispielsweise der Euro nichts mehr wert ist, kann man noch so viel gespart haben, man kann sich kaum mehr etwas davon kaufen. Wenn man die Geldscheine aufgrund ihrer hohen Inflation im Rucksack mit sich schleppt, ist es zu spät, um sein Geld zu retten. Man muss vorab handeln, und das bedeutet, man muss sich den Geldfluss permanent anschauen. Wenn die Europäische Zentralbank den Leitzins senkt, die Kredite billiger werden und es in der Finanzwelt kriselt, sind dies erste Anzeichen für eine bevorstehende Geldentwertung. Alles wird billiger, nur die Grundnahrungsmittel und das Wohnen wird teurer. Spätestens jetzt sollte man handeln und einen kleinen Teil des Ersparten in gute, nachhaltige und stabile Anlagen investieren oder Gold kaufen. Natürlich könnte der Staat in Ausnahmesituationen auf Gold, Immobilien und Sachgüter zugreifen, aber ein gewisses Risiko besteht überall. Mit einem breit gefächerten finanziellen Wohlstand, der nicht nur aus Bargeld besteht, ist man eher auf der sicheren Seite im Falle einer hohen Inflation.

Wie schützt man sich vor der Geldentwertung?

GeldWer kennt sie nicht, die gute alte Inflation, die immer hinter unserem Geld her ist. Die Banken senken die Zinsen und schon schlägt sie wieder zu, die Inflation. Haben Sie sich auch schon manchmal gefragt, warum so eine Inflation überhaupt stattfindet?

Der Zinseszins ist ein Teilschuldiger, der die Inflation antreibt. Unser Geldsystem bricht laut historischen Belegen alle 200 Jahre auseinander, wird dann neu definiert, bis die Geldgier wieder keine Grenzen kennt und die Inflation droht. Das Geld wird erneut entwertet. 1929, am schwarzen Freitag, lernten die Menschen das Fürchten, als die totale Geldentwertung vor der finanziellen Türe der Privathaushalte stand. Bitte, im Grunde passierte dies an einem Montag, aber Fakt ist, wenn Armut droht, hat das Geld keine Chance mehr.

Aus der Inflation entsteht die Deflation, die noch einen Schritt tiefer in unsere Geldbörse greift. Es sind zwar schleichende Prozesse am Werk, die dafür sorgen, dass unser Geld entwertet wird, aber man kann bereits am Anfang einer Finanzkrise ausrechnen, wie lange es dauern wird, bis das aktuelle Finanzsystem zusammenbricht.

Wenn die täglichen Konsumgüter ständig teurer werden, hat das nicht immer nur Gründe, die mit der Inflation zu erklären sind. Der Aktienmarkt beeinflusst manche Güter, die weniger werdenden Rohstoffe lassen die Güter teurer werden, die Gier der Gierigen spielt auch eine kleine Nebenrolle in dem Bestseller Film der steigenden Inflation und Teuerung, und zuletzt ist es auch unser Konsumverhalten, welches den Preis zusammen mit der Nachfrage nach dem Angebot beherrscht.

Nur wegen der Inflation brauchen wir jetzt aber nicht gleich zum Aussteiger werden und uns von Blättern und Blüten zu ernähren. Sehen Sie, vor zehn Jahren kauften Sie sich um eine Mark noch ein Wurstbrötchen, und jetzt bekommen Sie für fünfzig Cent noch einen einzelnen Kaugummi. Am Kaugummi können Sie aber mindestens eine Stunde kauen.

Übrigens, die derzeit hohen Benzinpreise fallen auch nicht zu 100% in die Schuldhände der Inflation. Die Bioenergie wird dem Benzin beigemischt. Diese Bioenergie wird teuer und platzraubend auf den Feldern in einer Art Monokultur angebaut. Und schon werden Benzin und Getreide etwas teurer.

Angst vor der Inflation

Jetzt hört man aus allen Ecken der Finanzwelt und der unschuldigen Bürger, dass die Geldentwertung bereits vor der Türe steht und bei uns anklopft. Beruhigen Sie sich bitte wieder, solange der kleine Aktionär es noch für nötig hält, in seine Wertpapiere zu investieren, der Dollar noch Stufen findet, die er hochklettern kann und die Bundesregierung an der Spitze des Landes steht, ist das Geld noch seinen Euro wert. Die einzigen Abstriche, die wir alle spüren, ist die steigende Inflation, der die Löhne im Moment nicht hinterher kommen, da sie zu langsam sind und ihnen die Puste ausgeht.

Wer Angst vor einer Geldentwertung hat, kann sein Hab und Gut schützen, indem er es in Gold anlegt. Bitte, hiermit ist nicht die wundersame Geldvermehrung gemeint, sondern die sichere Geldanlage, denn Gold wird auch nach einer Geldentwertung das gleiche Edelmetall bleiben.

Immobilien, Kunstwerke und wertvolle Bilder, edler Schmuck, Oldtimer, wertvolle Uhren, seltene Erden, vielleicht noch die eine oder andere Aktie, die mehr oder weniger stabil ist, dies schützt uns auch vor einer Geldentwertung im übertragenden Sinn, denn was man hat, das besitzt man, auch wenn das Geld morgen nichts mehr wert ist. Lieber Besucher, Panik ist kein guter Helfer, nur das strategische, vorausschauende Gehirn hilft uns weiter.

Der Euro - stabile Währung oder hohe Inflation?

Als der Euro über Europa hernieder flog, regten wir uns auf, weil scheinbar alles gefühlsmässig teurer wurde. Die Gastronomie hatte in einigen Regionen astronomische Preise, die sich nicht einmal mehr die Ausserirdischen leisten konnten, und so brach der Tourismus in vielen Urlaubsgebieten merklich ein. Die Konsumgüter wurden gefühlt teurer, und so kaufte man sich nur das Nötigste, weil am Euro Ende noch so viel Monat übrig blieb.

Nach einiger Zeit gewöhnten wir uns an den Euro, die Preise normalisierten sich wieder, die Händler mit den astronomischen Preisen wurden verwarnt, und die Leute lebten, konsumierten und shoppten wieder. Wahrlich, da entwickelte sich der Euro zu einer stabilen Währung.

Wenn der Süden Europas nicht geschwächelt hätte, würde der Norden Europas noch immer shoppen, als gäbe es kein Morgen, aber der Zahn der Zeit begann zu faulen und fand keinen Zahnarzt, der das Loch im Zahn der Zeit stopfte. Jetzt versuchten die reichen Euro-Länder den armen zu helfen, aber Banken, Aktionäre, Ratingagenturen und die Börsen der Welt fuhren wie auf der Autobahn an den Rettungspaketen vorbei. Und so profitierten einige Wenige von der Option, dass ein Staat Pleite geht. Ich finde es bis heute schlimm genug, dass man auf die Pleite eines Staates legal wetten darf und dies an der Börse zulässig ist.

Irgendwann mitten im Konsumrausch ging die erste Bank einer ganzen Bankenreihe pleite und verabschiedete sich vom Finanzmarkt. Die Finanzkrise begrüsste uns mit offenen, leeren Armen. Die Anleger waren empört. Plötzlich wusste niemand mehr, warum er Aktien eines bestimmten Anbieters, eines bestimmten Produktes gekauft hatte. Jawohl, die Bankberater waren schuld, und es hagelte Schadensersatzklagen. Ich begreife bis heute nicht, wie jemand in einem riskanten Aktienmodell nur den sicheren Profit sehen kann. Jede Aktie ist riskant, selbst das stabilste Unternehmen kann sich eines Tages verabschieden.

Als der Euro zu einer instabilen Währung wurde, waren wir erstaunt, wünschten uns die D-Mark, den Schilling zurück und fluchten auf den Euro. Früher werteten die Südländer ab, und so blieben wir alle samt unseren Währungen mehr oder weniger stabil. Heute müssen die Südländer Europas mit ihrer Wirtschaftslage dem Euro hinterher laufen, auch wenn ihnen finanziell gesehen die Puste ausgeht. Ob der Euro wieder an Stabilität gewinnt oder in einigen Jahren vom Markt gefegt wird, das kann ich nicht sagen, aber ich sichere mich schon einmal ab und kaufe Gold.

Europäische Zentralbank druckt Geld - der Euro vermehrt sich

Jetzt hat sich die Europäische Zentralbank doch dazu entschieden, den Gelddrucker anzuwerfen und Geld zu drucken. In den nächsten Jahren soll der Euro wachsen, jedenfalls tut er dies quantitativ gesehen, denn die Zentralbank wirft unzählige neue Euroscheine auf den Markt. Damit sollen wieder neue Kredite vergeben werden und die Wirtschaft kann boomen.

In der Theorie ist dies möglich, aber in der Praxis kann ich mir nicht vorstellen, dass es funktioniert. Welcher Unternehmer nimmt schon einen Kredit auf, wenn eine hohe Inflation droht und das Unternehmen ohnehin auf wackligen Beinen steht? Nur unser Geld könnte damit zunehmend entwertet werden. Wenn jedoch ein Wunder passiert, erholt sich der Euro. Die Schweiz hat bereits vorgesorgt und den Franken stabilisiert.

Bleibt der Euro stabil?

Immer mehr Leute fragen sich, ob der Euro stabil bleibt? Neulich fiel mir auf, mein Honig, meine Rohwurst, mein geliebter Schinken, alles wird teurer. Gerade bei den Lebensmitteln würden wir uns wünschen, eine Stabilität der Preise zu erleben, denn essen müssen wir alle. Übrigens steigen die Aktien im Food Sektor, wenn eine totale Wirtschaftskrise droht. Wahrlich, die Welt ist ungerecht.

Sind nicht einst die Zuckerpreise gestiegen, trotz üppiger Zuckerernte? Und dann brannte überspitzt formuliert gerade rechtzeitig ein ganzes Zuckerrohrfeld ab. Wirklich, die Welt ist ungerecht. Seit der Euro am Markt ist, schimpfen wir über seine Existenz, denn früher war doch subjektiv gesehen alles billiger. Heute leisten wir uns zwar Klamotten für drei und mehr Kleiderschränke, aber das zählt nicht, der Euro muss der Schuldige sein. Ich habe über das Inflationsproblem nachgedacht und kaufe mir Gold, dann kann ich vom Goldbarren herunterbeissen, falls es eine Totalinflation gibt.

Teure Fremdwährungskredite - starker Schweizer Franken, schwacher Euro

Die Schweizer bauen auf ihren starken Franken und verzichten jetzt darauf, den Euro zu stützen. Ja glauben denn die Schweizer im Moment nicht an den guten Euro? Fakt ist, wer seinen Kredit mit Schweizer Franken gefüttert hat, der sitzt jetzt auf einer höheren Kreditsumme, denn den Fremdwährungskrediten geht es an den Kragen. Sogar der Export der Schweizer Unternehmen wird teurer, weil der Franken stark und der Euro schwächer geworden ist.

Wenn Sie einen Fremdwährungskredit in Schweizer Franken haben, könnten Sie ihn in Euro konvertieren, denn es könnte sich die Lage noch verschlimmern. Oder Sie pokern hoch und sitzen die Situation mit starken Nerven aus. Hoffentlich können Sie im schlimmsten Fall Sicherheiten bieten, sonst ist das ersparte Häuschen weg. Ich frage mich immer wieder, warum Leute riskante Fremdwährungskredite aufnehmen? Ist es die Gier?

So bekommen Sie mehr Zinsen

GeldAls ich zusammen mit meinem Lebenspartner auf Wohnungssuche ging, seufzten wir über die hohen Zinsen, denn die Wohnung musste ja gekauft, teilfinanziert und dann abbezahlt werden. Jawohl, ich bin der kleine, verspiesste Häuslebauer, der brav seinen Kredit zurückzahlt, spart und sich über die lästigen hohen Zinsen aufregt. Gut, das Thema bildete damals meinen Lebensmittelpunkt, als ich nicht jede Woche mindestens einmal in meine Lieblingsboutiquen lief, um Schuhe, Hosenanzüge und nette Kostümchen zu kaufen. Wussten Sie eigentlich, dass man in einem türkisen Kostüm sehr kalt aussieht? Immer wenn ich es trage, bin ich froh, dass der Rock kurz und eng ist, damit die warme Farbe meiner Beine das Ganze kaschiert.

Jetzt leben wir in einer abbezahlten Wohnung und regen uns über die niedrigen Zinsen auf unserem Sparkonto auf. Ich könnte ganze Trauerlieder singen, wenn ich mir die Zinsbewegung der letzten drei Jahre ansehe, da steigt nichts, da ist alles laufend im Fallen. Hoffentlich bringt der freie Fall mein hart erspartes Geld nicht um, denn noch liegt es auf dem Sicherheitskissen in der Bank und nicht auf dem unsicheren Ruhekissen unter meinem Bett. Wenn ich heute mindestens einmal in der Woche in meinen Lieblingsboutiquen nach einem neuen Kostüm suche, quasi nach dem Rechten schaue, entdecke ich mich dabei, meine Gedanken in Richtung Sachgüter zu lenken, denn womöglich sind die Kapitalgüter auf der Bank eines Tages nichts mehr wert.

Wer trägt die Schuld daran? Die Zinsen, das verflixte Zinssystem, der unverschämte Zinseszins und die damit einhergehende Inflation. Natürlich ist eine gewisse Inflation eine reale Botschaft der Wirtschaft an uns, denn Preise verändern sich im Laufe des Lebens, aber versteckte Inflation, zu rasch fortschreitende Inflation und eine Geldentwertung, die über Nacht auf unsere Köpfe hernieder prasselt, dies sind Dinge, die ein schwaches Herz an die Grenzen des Herzinfarktes treiben. Übrigens hatte mein Opa im Jahre 1923 und mein Vater im Jahre 1948 so einen kleinen Herzinfarkt. Beide hatten ihn jedoch überlebt, als damals die Geldentwertung übers Land zog und die braven Sparer über den nackten Tisch zog. Wissen Sie eigentlich, wie hart so ein nackter Tisch sein kann, wenn man über ihn drübergezogen wird?

Wenn die Geldentwertung rasch voranschreitet, retten sich die grossen Geldgeier durch den Zugewinn an Land, Immobilien, Gold und materiellen Reserven in Form von Sachgütern. Die kleinen, brav in der Ecke sitzenden, ihr Erspartes hütenden Sparer gehen leer aus, denn sie entdecken die Geldentwertung erst, wenn es bereits zu spät ist.

Neulich hörte ich mir ein Statement der Neos an. Sie meinen doch tatsächlich, die Staatsverschuldung könnte man durch die Inflation tilgen. Ich liebe die Neos, schon alleine wegen ihrer Farbe, denn Pink passt so gut zu mir. Ich liebe die Gedanken und politischen Ziele der Neos, aber mit diesem Gedanken möchte ich nichts zu tun haben, denn er ist quasi ein Verrat an die kleinen, brav sparenden Bürger, die sich auf den Inhalt ihrer Spardose noch etwas Stolzes einbilden dürfen. Hoffentlich beleidige ich jetzt nicht die Neos, wenn ich diese Aussage tätige. Bitte, diesen Gedankenpunkt entnahm ich damals im Wahlkampf einer kleinen Pressemeldung, und er schockierte mich, brachte mich dazu, nachzudenken, in die nächste Boutique zu laufen und mir ein pinkes Kostüm zu kaufen. Wollen Sie sehen, wie gut es mir steht? Bei der nächsten Totalinflation ziehe ich es an, denn das bleibt dann übrig, wenn das Geld auf meinem Bankkonto nichts mehr wert ist. Ich bin übrigens Grün Wähler.

Wer profitiert von einem instabilen Zinssystem? Es sind die grossen Aktionäre, der Staat selber, falls er sich über die Inflation entschulden möchte, es sind die Land- Gold- und Immobilienbesitzer, wenn der Staat nicht auch noch auf die Sachgüter zugreift. Die Schuldner sind auch Gewinner, denn die Schulden werden mit einer Inflation quasi weggeblasen. Ich ahnte es schon lange, auf Pump lebt es sich einfach prima.

Der Staat hatte sich im letzten Jahrhundert bereits zweimal seiner Schulden und Geldsorgen entledigt. Das erste Mal nach dem ersten Weltkrieg, als 1923 der Apfel und das Ei im Supermarkt in astronomisch unerschwingliche Höhen stiegen. Das zweite Mal, als 1948 die Reichsmark in die D-Mark getauscht wurde, zu einem unfairen Tauschhandel. Beide Male existierten dahinter versteckte Inflationen, denn das Geld wurde für die Rüstungsindustrie zum offenen Fenster hinausgeworfen. Übrigens kann ein offenes Fenster schnell zu einer winterlichen Erkältung führen, speziell, wenn man versucht, Krieg gegen Russland zu führen. Gibt es das Wort der Inflation denn auch als Mehrzahl? Inflationen?

Wenn man sich die heutige Wirtschaft, die instabile Finanzlage mit all ihren künstlich an der Börse erzeugten Krisen anschaut, so könnte man durchaus von mehreren, schleichenden Inflationen sprechen. Es gewinnen einige wenige, grosse Aktionäre und Börsengurus, und sie gewinnen auf Kosten der sparintensiven Bürger. Jetzt möchte ich jedoch dazu sagen, dass ich die Finger von Lehmann Brother Aktien liess, denn ich verstand das System dahinter nicht. So uncool, so dumm war ich. Als ich begriff, dass die coolen Sparer und noch cooleren Banker dieses System auch nicht verstanden, fühlte ich mich irgendwie ein wenig klüger, denn wenigstens in diesen Fettnapf bin ich nicht hineingetreten.

Das Zinssystem - ein Übel oder ein Muss?

Banken vergeben Kredite, damit man sich grössere Anschaffungen leisten kann, die man sich eigentlich kaum leisten kann. Banken verlangen für dieses geliehene Geld Zinsen. Diese Zinsen werden wiederum verzinst, sodass sich das Ganze im Laufe der Zeit potenziert. Im Grunde ist dies ja ein gutes Geschäft, beide profitieren davon, aber nur so lange, wie der Schuldner sein Geld rasch zurückzahlen kann und die Bank die Zinsen stabil hält. Jetzt sah die Realität jedoch folgend aus: Die Banken verliehen Geld an Leute, die kaum bis gar nicht auf ihre Bonität geprüft wurden. Die Leute lebten in Villen, welche eigentlich der Bank gehörten, weil sie die Schulden kaum tilgen konnten. Die Blase platzte. Banken verliehen untereinander Geld und wurden immer skeptischer, weil eine Bank nach der anderen Pleite ging. Dazu kamen die Spekulationen an der Börse. Wenn man auf den Bankrott einer ganzen Bank, einzelner Immobilien, ganzer Staaten wettet, wenn Ratingagenturen ihr hartes Urteil bilden , aber vollkommen versagen, wenn es ums Ganze geht, dann verdienen einige Aktionäre viel, während die reale Wirtschaft leer ausgeht, da kein Geld mehr für Konsumgüter da ist.

Ich habe mich immer schon gewundert, wie das Geheimnis, dass sich ein arbeitsloses, herumliegendes Geld auf der Bank vermehrt, funktionieren kann. Es sind die Zinsen, die das Geld kaputt machen, denn irgendwann platzt jede Blase, wenn man andauernd Luft hinein pumpt. Wenn mein Geld faul in der Sonne liegt und sich urlaubsbedingt auf der Bank befindet, profitiere ich von Zinsen. Coole Leute dachten sich, sie geben ihr Geld gleich zu der Bank, die ihnen die höchsten Zinsen bietet. Es begann ein Wettkampf um die Kunden. Ich wunderte mich immer schon darüber, woher die Banken das Geld für die hohe Verzinsung der Spareinlagen, der Festgeldkonten und Co nahmen. So uncool wie ich war, suchte ich mir nicht diese ausländische Bank aus, welche mir hohe Zinsen versprach, sondern meine kleine Sparkasse um die Ecke, denn dort kannte ich den netten Banker, der wiederum mich kannte und wusste, dass er gefährlich leben würde, wenn er mir unsichere Geschäfte unter die Nase halten würde. Immerhin, ich habe aus lauter Uncoolness mein Geld nicht verloren.

Das Zinseszins System funktioniert ja nur dort, wo es eingesetzt wird, und so kann es nur dort wüten und Verwüstung hinterlassen. Aus religiösen Gründen sind in einigen Staaten diese Zinseszins Methoden nicht erlaubt. Dort hält man sich an den Goldreserven fest, denn eigentlich sollte unser Geldsystem auf den Goldreserven aufgebaut sein. Die USA hingegen druckt unbekümmert neues Geld, wenn die Staatsverschuldung unaufhaltsam näherrückt. Und so werden in den USA manchmal die Staatsbediensteten in Zwangsurlaub geschickt, weil ihre Löhne und Gehälter nicht bezahlt werden können. Bitte, wenn ich Urlaub habe, mir jedoch kein pink-türkises Kostüm kaufen kann, da ich kein Geld dafür habe, wird der ganze Urlaub zum unbespassten Zwang, quasi ein Zwangsurlaub. Sind wir nicht alle mehr oder weniger vom wirtschaftlichen Treiben der USA abhängig?

Wenn die EZB die Zinsen senkt

Die Europäische Zentralbank, der Punkt auf dem langen i, der Hebel aller Zinsen, nimmt Zinssenkungen vor, wenn die Banken nahe dem Abgrund stehen und mit den Köpfen in eine tiefe Bodenlosigkeit blicken. Warum macht sie das? Wahrlich, sie verfolgt ein ehrenwertes Ziel, die Rettung der Banken. Was nimmt sie dafür in Kauf? Wahrlich, auch ein ehrenwertes Ziel, eine drohende Deflation, eine drohend näherrückende Instabilität der Wirtschaft.

Es werden sogar Stimmen laut, die behaupten, wenn die EZB die Zinsen zu stark senkt, verlieren wir viel zu viel Geld, welches die Wirtschaft dringend nötig hätte. Es ist riskant, eine Zinssenkung auf richtig niedrigem Niveau lange Zeit aufrecht zu erhalten. Was antwortet die EZB darauf? Irgendwo her muss die Entschuldung der wirtschaftsschwachen Länder doch kommen. Und was antworte ich als Neutron, als Träger einer grausam zugespitzten Zunge darauf: Irgendwo her müssen doch die Gelder für die Managergehälter, für die Golden Handshakes, für die Aktiengeschäfte und Verluste an der Börse kommen. Ich wusste es, ich bin frech. Womöglich wird mir meine Frechheit eines Tages zum Verhängnis, an dem Tag, an dem mein Geld auf der Bank trotz Zinsen schrumpft.

Wie kann mein Geld auf der Bank trotz Zinsen schrumpfen? Na, ich könnte es ausgeben. Da ich im Moment Kostüme und Hosenanzüge in beinahe allen Farben besitze, habe ich keinen Grund, Geld auszugeben. Wenn ich allerdings einem gelben Kostüm, edel verarbeitet, schick und feminin, begegne, komme ich dem Ziel der Geldvernichtung schon näher. Lieber Besucher, falls Sie ein gelbes, edel aussehendes Kostüm mit richtig weiblichem Minirock sehen, Sie kennen ja meine Postanschrift, ich erwarte Ihr Paket.

Ich könnte das Geld auf meinem Bankkonto verringern, wenn ich weniger Zinsen als Null bekommen würde. Wenn die EZB ihre Zinssenkung gegen Null ausbreiten würde, hätten wir im äussersten Notfall auf den Banken Minuszinsen. Wir müssten für die artgerechte Lagerung unserer Einlagen bezahlen. Bitte, dann hat sich die Sache mit dem gelben Kostüm erledigt, denn dann habe ich das Geld nicht mehr dafür. Bitte schicken Sie mir zeitnah mein gelbes Kostüm zu, denn es geht auch um Ihr Geld.

Ich mag es kaum glauben, aber es gibt immer noch Menschen, die behaupten ernsthaft, was die EZB macht, geht sie nichts an, denn es betrifft sie nicht. Gut, wenn diese Leute ihr hart erwirtschaftetes Geld unter der hauseigenen Matratze lagern, geht sie das EZB Tatü Tata wirklich kaum etwas an, denn dann müssen sie lediglich gegen die schleichende Inflation kämpfen, die uns alle am Kragen packt. Ich sehe schon, es führt kein Weg am gelben Kostüm vorbei.

Was sagen die Kritiker zur Zinssenkung der EZB? Die Sache mit der riskanten Angelegenheit hätten wir bereits erwähnt, so riskant, dass man es nur in einem richtig gelben Kostüm ertragen kann. Eine weitere Sache wäre die schnellere Entschuldung der wirtschaftsschwachen Länder wie Spanien, Portugal, Griechenland und Co. Ich ahnte es, man findet überall Vorteile, wenn man gezielt danach sucht. Aber wie ergeht es den wirtschaftlich stabilen Ländern in dieser Zeit? Sie leiden, denn das Geld auf deren Bankkonten schwindet in unsichtbare Töpfe, die Kaufkraft schwindet, die Konsumlust auch, denn wenn das Geld auf der Bank bloss durch sein pures Umherlümmeln, durch sein ruhiges Herumliegen weniger wird, hat selbst das Geld keine Lust mehr, sich zu bewegen, ausgegeben zu werden.

Die starke Zinssenkung der EZB wird zu Lasten der normalen Bürger, der braven Sparer durchgeführt. Sie geht auf Kosten der Sparer einen Weg, der auf lange Sicht nicht gesund ist. Ich finde, es ist besser, die Ursache einer Krankheit zu erkennen, als die Krankheit immer wieder neu mit Medikamenten zu behandeln. Ein Diabetiker wird auch keinen effektiven Erfolg verzeichnen können, wenn er brav sein Insulin spritzt und nachher drei Topfengulatschen, halt, ich meinte natürlich drei Quarktaschen verzehrt.

 Wenn die Sparer leiden, leidet die Wirtschaft mit ihnen mit, denn die beiden leben in einer Art Symbiose miteinander. Eine Zecke kann ohne ihren Wirt auch nicht existieren, und der Wirt geht eines Tages kaputt, wenn die Zecke in der Nahrungskette fehlt. Denkt sich die Natur eigentlich etwas bei all ihrem Tun und Handeln? Kennen Sie die Aale.

Wie wichtig ist das Bargeld?

Seit wir den Euro haben, fliesst mir das Geld zwischen den Fingern hindurch, aber ich glaube eher, ich konsumiere heute mehr als früher, denn Geld ausgeben ist zu einer Art Lifestyle in unserer Gesellschaft geworden. Grundlegende Dinge wie Wohnen, Essen und Heizen sind teurer geworden, dafür ist der Genusskonsum billiger geworden, denn man shoppt gerne ein Kleid zwischendurch, dazu passende Schuhe und einen billigen Schal. Das macht uns glücklich, oder wenigstens denken wir, es würde Glück bedeuten.

Wenn wir alles, was wir konsumieren, in Bargeld bezahlen müssten, wären wir nicht so konsumfreudig, da die Geldbörse nicht unendlich gross ist und wir aus Sicherheitsgründen den 500 Euro Schein lieber zu Hause oder auf dem Bankkonto belassen. Eine Kreditkarte liegt gemütlich in der Hand, wiegt nicht viel und ist gut gesichert, denn man kann sie sofort sperren lassen, wenn sie verloren geht. Bei purem Bargeld hat man kaum Chancen, einen Verlust oder gar Diebstahl aufzuklären, denn Bargeld ist, sobald es alleine gelassen wird, förmlich ohne Besitzer. Früher sagte man, das Geld liegt auf der Strasse, heute findet man kaum noch Bargeld auf unseren Strassen, dafür klingeln die Kreditkartenkassen.

Bargeld ist trotzdem wichtig, denke ich, denn man lebt damit unabhängig. An eine Bankkarte ist man gebunden, auch wenn der bargeldlose Zahlungsverkehr verlockend bequem ist. Das Bargeld trägt man übersichtlich in der Geldbörse, griffbereit und unabhängig von äusseren Einflüssen. Eine Kreditkarte signalisiert grenzenlose Freiheit, kann uns jedoch übersichtslos in Schulden stürzen, weil man übersieht, wieviel Geld man ausgibt. Beim Bargeld weiss man immer, wieviel man ausgegeben hat, da es plastisch greifbar ist. Das ist Freiheit für mich, da ich mich nicht verschulde.

Bargeld ist deshalb so wichtig für den Endverbraucher, weil er seine Finanzen damit im Griff hat. Experimente haben gezeigt, dass Konsumenten, die mit Bargeld bezahlen, gezielter einkaufen, sogar im Supermarkt, während Kunden mit Kreditkarte chaotischer und gelassener einkaufen. Bargeld Besitzer kennen auch ihre Endsumme, die sie an der Kasse bezahlen, während Kreditkarten Nutzer nachher selten noch wissen, wieviel sie an der Kasse bezahlt haben.

Sparen mit Bargeld

Ich habe getestet, wie ich mit Bargeld spare und mit der Kreditkarte Geld ausgebe. Ich kaufte einen Monat lang bargeldlos ein, shoppte Klamotten, Lebensmittel und Kosmetik, quer durch die Läden, ohne Ziel und Verstand. Ich liess mich von Schokolade, neuen Schuhen, Kleidern und Nagellack beeindrucken, da meine Kreditkarten Abrechnung erst am Monatsende lauerte.

Als ich mit Bargeld wirtschaften musste, überlegte ich mir einen Monat lang gezielt, was ich wirklich brauche. Wenn ich ein Kleid kaufte, nahm ich nicht gleich mehrere Kleider mit nach Hause, da sich nur eine begrenzte Menge Bargeld in meiner Geldbörse befand. Ich als fauler Mensch scheute den lästigen Gang zum Bankomaten und wirtschaftete daher unbewusst besser mit meinem Geld. Am Monatsende hatte ich 400 Euro weniger ausgegeben als im Vormonat mit Kreditkarte.

Ist das Bargeld vom Aussterben bedroht?

Wir sind Kartenliebhaber, führen unsere Kundenkarten wie kleine, liebgewonnene Hunde aus und freuen uns über jeden Rabatt, den wir auf Karten sammeln können. So wie die Kundenkarte lieben wir unsere EC-Karte, unsere Kreditkarte und sämtliche Bankkarten.

Wir neigen zunehmend dazu, bargeldlos zu bezahlen. Es ist bequem, man sieht nicht genau, wieviel Geld man ausgibt, und am Monatsende verschliessen wir die Augen vor der anstehenden Riesenrechnung, welche die Karten ausgelöst haben. In den USA wird man sogar vom Taxifahrer misstrauisch angeschaut, wenn man mit Bargeld bezahlt.

Dem Geldsystem kommt diese Entwicklung gerade recht, denn ohne Bargeld ist der Kunde dem Finanzsystem gnadenlos ausgeliefert, sozusagen gläsern in einer Art nacktem Ausnahmezustand. Wenn es dem Staat einfallen sollte, das Bargeld zu verbieten, könnten wir mit Zwangsverzinsungen aller Art rechnen müssen, da das Geld auf der Bank lagert. Wenn das Geld weniger wert wird, ist der Bürger gezwungen, es auszugeben, damit die Wirtschaft künstlich angekurbelt wird. Steuerhinterziehung und Schwarzgeld haben dafür jedoch weniger Chancen, da die Finanzen jedes Bürgers überwacht werden. Die kleinen Unternehmen werden von grossen Ketten geschluckt, und am Ende führen wir aus lauter Verzweiflung wieder Bargeld ein.

Mit Bargeld oder mit Kreditkarte bezahlen?

Wer gibt mehr Geld aus, derjenige mit Kreditkarte oder der Bargeldbezahler? Untersuchungen haben gezeigt, dass man mit Bargeld weniger Geld ausgibt und zum Sparfuchs wird. Bargeld wird weniger, und dies wird in der Geldbörse optisch sichtbar. Die Kreditkarte bleibt optisch gleich, sie verbiegt sich nicht einmal bei Überschuldung, und somit erkennt man das ausgegebene Geld nicht sofort. Am Monatsende ist es meistens zu spät, da leckt man nur noch seine finanziellen Wunden.

Die Leute, welche mit Kreditkarte bezahlen, achten meist mehr auf die Qualität der Produkte, weniger auf den Preis und leben hochwertiger, weil die Karte gut in der Geldbörse liegt. Die Leute, welche mit Bargeld bezahlen, achten mehr auf den Preis, weil das Geld schwer in der Brieftasche liegt und sogar gewichtsmässig zur Geltung kommt.

Kreditkarten sind bequem, leicht und handlich. Bargeld ist schwerfällig, gewichtsintensiv und unhandlich. Trotzdem ist Bargeld wichtig, um unsere Freiheit zu bewahren und nicht vollends von den Banken, Finanzmärkten und vom Staat abhängig zu sein. Ich bevorzuge den magischen 500 Euro Schein, der niemals weniger wird, auch wenn ich ihn tausendmal ausgebe, aber selbst der wird abgeschafft.

Wieviel Geld haben wir in der Brieftasche?

Manche Geldbörsen sind prall gefüllt, während andere nur mit Kreditkarten und Bankautomatenkarten ausgestattet sind. Im Durchschnitt haben wir 103 Euro in der Brieftasche, wobei Männer durchschnittlich um 17 Euro mehr haben. Ältere Leute haben mehr Geld in der Geldbörse als junge Leute, da sie Bargeld bevorzugen, während die Jungen eher mit Chip, mit Plastikgeld, mit Kreditkarte oder sogar berührungslos per App, Handy und Code bezahlen. Immer wieder entflammt eine Diskussion darüber, ob das Bargeld weiterhin Bestand hat, und es existieren mittlerweile vereinzelte Läden, die kein Bargeld mehr annehmen, aber das Geld wird immer ein Bestandteil unserer Gesellschaft bleiben, selbst wenn es sich wandelt. Es gibt auch Leute, die haben kein Geld in ihrer Brieftasche, weil der Monat immer länger andauert, als das Geld anhält.

Bitcoins als offizielles Zahlungsmittel

Das online Zahlungsmittel der Bitcoins wird jetzt zum offiziellen Zahlungsmittel erklärt. Japan macht den Anfang und gewährt seinen Bürgern das Internetgeld als richtiges Zahlungsmittel. Bitcoins haben einen schwankenden Wechselkurs und unterliegen keinerlei Kontrolle, aber dennoch sind sie begehrt. Bei uns kann man sie in manchen Poststellen erwerben, was jedoch für viele Menschen noch befremdlich klingt, da dieses virtuelle Geld sich erst ordentlich am Finanzmarkt etablieren muss und eine Tradition aufbauen müsste. Man sollte nicht auf unseriöse Bitcoin Anbieter hereinfallen, sondern sich vorab ein wenig mit diesem Markt beschäftigen, bevor man damit handelt. Nicht jeder begehrt dieses Geld, aber es wird zunehmend ein gängiges Zahlungsmittel in unserem neuen Zeitalter.

Der 1 Euroschein - wann kommt er?

Er ist noch nicht ganz erfunden, aber er ist eine gute Idee, der Ein Euroschein. Immerhin, in Zeiten der Finanzkrise, die zu einer kleinen ausgewachsenen Wirtschaftskrise geworden ist, liegt dieser Ein Euroschein voll im Lifestyle Trend. Die Amerikaner haben auch ihren Ein Dollar Schein. Die Frage ist nur, wer wird als Kopf auf dem einen Euro drauf sein? Ich würde mich ja zur Verfügung stellen, nur so am Rande bemerkt, aber ich bin ja auch grössenwahnsinnig.

Der grosse Vorteil am Ein Euroschein wäre, dass die Brieftasche sich leichter und befreiter anfühlen würde. Die Münzen wiegen schon sehr viel mehr als so ein Scheinchen, da braucht man manchmal einen Rucksack für den Münzenberg, oder eine Handtasche, in die das halbe Leben auch noch hinein passt.

Der 1 Euroschein hätte das gleiche Prestige wie der 1000 Euroschein, welcher auch noch nicht am Geldmarkt existent ist, der jedoch gut in die hochwertige, prestigeträchtige Geldbörse passen würde. Mir wäre er recht, denn ich liebe grosses Geld.

Die Nachteile des 1 Euroscheins wären jedoch auch nicht zu vernachlässigen. Viele Leute lieben die geprägten Münzen, selbst in Form des Euros. Wir haben uns an die 1 Euro Münze gewöhnt, denn sie liegt sogar im Klingelbeutel gut, wenn sie hineinfällt. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und möchte sich an Neuerungen nur schwer gewöhnen.

Der 1 Euroschein fürs bessere Image

Es fühlt sich natürlich besser und vor allem hochwertiger an, wenn man einen 1 Euroschein zwischen den Fingern auf und ab gleiten lässt, als wenn man mit lauter Euromünzen in den Händen klimpert. Das gute Image wird durch Scheine, nicht durch Münzen gestärkt, denn Münzen stehen für Kleingeld, Scheine hingegen repräsentieren das Grossgeld. Man fühlt sich grösser, erwachsener, hochwertiger.

Der 1 Euroschein für die Hochzeit

Bitte, wenn man bei seiner eigenen Hochzeit das Brauchtum des Geldauswerfens verfolgt, so fühlt es sich gut an, wenn es Euroscheine regnet. Bitte, als ich einst bei einer Hochzeit das fallende Geld einsammelte, fiel mir eine Geldmünze auf den Kopf. Seither habe ich an dieser Stelle ein kleines Denkdefizit. Gott sei Dank war ich damals noch ein Kind, da wächst das Gehirn noch mit.

Bei meiner eigenen Hochzeit werfe ich kein Geld unters wartende Fussvolk, denn bis mich jemand heiratet, das kann so lange dauern, da haben wir womöglich kein Bargeld mehr, da bezahlen wir mit Plastikkarte und Fingerabdruck. Bitte, falls mich doch jemand frühzeitiger ehelichen möchte, ich wünsche mir zu meiner Hochzeit tausende von 1 Euroscheinen.

Der 1 Euroschein fürs Prestige

Wenn man lauter 1 Euroscheine in seiner Geldklammer trägt, davor einen 500 Euroschein klemmt, sieht das optisch hinreissend aus. Bitte, genauer darf man nicht hinschauen, sonst erkennt man womöglich an der Grösse der Scheine, dass sich hinter dem Grossgeld nur heisse Luft befindet. Wahrlich, ich habe die Lizenz zum Angeben gepachtet, ich zahle genau 1 Euro Pachtzins dafür.

Ein Stapel aus 1 Euroscheinen gleitet auch hervorragend durch die Hand, wenn man ihn wie ein Kartenspiel mischt, oder wenn man ihn wie ein kleines Taschenkino wälzt. Ich sage Ihnen, da läuft ein richtig guter Film ab, der 1 Euro Millionär zum Heiraten.

Der 1 Euroschein in der Psychologie

Im Grossen und Ganzen würde uns psychologisch gesehen der 1 Euroschein über die Finanzkrise hinweghelfen, denn wenn im Kopf Scheine gewälzt werden, ist man gedanklich reicher, als wenn nur das Kleingeld klimpert. Wir würden dann endlich mit dem 1 Dollar Schein konform gehen.

Der Mensch bekommt mehr Selbstbewusstsein, erhöht sein Selbstwertgefühl, wenn er mit dem 1 Euroschein bezahlt, auch wenn der finanzielle Wert des Geldes gleich bleibt. Unsere Psyche ist eben ein Lebewesen, welches auf Grösse baut, denn klein gehalten wird sie von ganz alleine. Und so überwiegen die Vorteile des 1 Euroscheins.

Geldklammer

Die Geldklammer, oder auch Geldscheinklammer genannt, besitzt eine lange Tradition, sie ist Kult, steht für Prestige und Luxus, und sie gehört zur edlen Variante der Geldbörse. Als Alternative zur Brieftasche ist sie besonders bei Frauen in der kleinen Klatschbag und bei Männern in der Sakko-Tasche beliebt. Elegante Designs, teure Verarbeitung und hochwertige Materialien sollten bei einer guten Geldklammer berücksichtigt werden, damit man sein Image aufpoliert.

Geld sparen

Wie spart man Geld und lebt billiger? Man sollte nachhaltig und umweltfreundlich leben, seine gekauften Produkte restlos verbrauchen, bevor man neue kauft, man sollte nicht immer nur Markenartikel fürs Image kaufen, da die No-Name-Produkte die gleichen Funktionen besitzen, und man sollte seinen Alltag von unnötigen Dingen, die nur Strom fressen, befreien. Man spart Geld, indem man natürliche Ressourcen nutzt.

Geld verdienen

Wie verdient man sein Geld im Schlaf? Kreative Verdienstmöglichkeiten mit Eigenvermarktung und pfiffigen Ideen, Heimarbeit, Arbeiten von zu Hause aus, Geld verdienen im Internet, beim Shopping, mit Produkttests, Umfragen und Produktproben, der ideale Nebenjob, Minijobs, Geld verdienen mit dem Smartphone, mit Videos, Fotos und zahlreichen Dienstleistungen. Man kann sogar als Matratzentester und mit Warten sein Geld verdienen, aber direkt im Schlaf vermehrt es sich nur, wenn man zuvor gearbeitet hat.

 


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