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Hausfrau und Hausmann

Kochlöffel
Hausfrau oder Hausmann, wer ist besser? Laut Studien sind Hausfrauen bis zu viermal schneller im Haushalt als Männer, da Mädchen bereits im Kindesalter beigebracht bekommen, wie man bügelt, putzt, wäscht und kocht. Bei mir ist etwas schiefgelaufen, denn in mir schlummert hauswirtschaftlich ein Mann.

Manche Leute verbinden ja die Hausfrau automatisch mit dem Herd, dem Geschirrspüler und dem Wischmob, auch wenn Frauen mehr drauf haben als kochen, putzen, bügeln, waschen, Geschirr spülen und gut aussehen. Und so manche Frau denkt sich im Laufe der Jahre, wenn die Kinder aus dem Haus sind, kommt die Scheidung, denn sie will auch leben dürfen, nicht nur als vollautomatischer Haushaltsroboter dienen.

Gott sei Dank entwickeln sich zunehmend moderne Modelle, die es erlauben, dass auch Hausmänner den Haushalt schmeissen. Komischerweise traut man Männern immer noch mehr zu als Frauen, obwohl beide Köpfe klug genug sind, um Büroarbeit, Beruf und Hausarbeit zu schaffen. Und komischerweise fühlt sich jeder dritte Hausmann unterbeschäftigt, ausgegrenzt, wenn er mit seinen Freunden unterwegs ist und diese von ihrem spannenden Berufsleben erzählen.

Es ist eine Fehlkonstruktion unserer Gesellschaft, wenn wir denken, dass Hausarbeit minderwertig ist und daher gut geeignet für Frauen sein soll. Bitte, dieses Denkschema gehört glatt flächendeckend verboten, aber Gedanken lassen sich nicht verbieten.

Wer ist nun der bessere Haushälter, der Hausmann oder die Hausfrau? Hinsichtlich der Tatsache, dass es Frauen mit zwei linken Händen im Haushalt gibt, und Männer, die nicht einmal ordentlich den Müll trennen können, ohne dass sie ein Chaos anrichten, sind beide gleich gut. Ich zweifle ja schon lange an der Theorie, dass Frauen besser putzen und Männer besser kochen können, denn ich kenne einen Mann, der taut nur auf. Er taut das Essen auf, so lange, bis er selbst aufgetaut ist.

Ich kenne Frauen, die verschmieren bloss den Schmutz, wenn sie putzen. Bei denen sind nur die Ecken sauber, die repräsentativ zur Schau gestellt werden, und für alles Weitere gibt es einmal wöchentlich die Putzfrau. Übrigens beschäftigte ich auch einst einen Putzmann, der säuberte besser als all meine Putzfrauen zusammen. Mensch bleibt Mensch, egal, ob er weiblich oder männlich ist.

Wir brauchen mehr Anerkennung für Hausfrauen und Hausmänner. Einer arbeitet im bezahlten Job und bringt das Geld nach Hause, der andere arbeitet im Haushalt und bringt die Familie gut durchs Leben. Falls diese altmodische Rollenverteilung in irgend einer Beziehung noch gilt, muss auch die Anerkennung für die Hausarbeit vorhanden sein, sonst droht das Haushälter-Burn-out. Klassisch sind dann die Scheidungen in der Midlife-Crisis, denn wenn man nahe dem Burn-out steht, ist alles besser als der monotone Trott zu Hause. Wenn jedoch Hausfrau und Hausmann zum etablierten Berufsbild zählt, fallen einige Scheidungen, die auf dieser Ebene basieren, einfach weg, denn wer glücklich ist, braucht keinen Streit.

Die perfekte Hausfrau

Sind Sie schon eine frisch gebackene Hausfrau, oder lesen Sie noch fleissig das Kochbuch als Nachtlektüre? Manche Leute lesen ja das Telefonbuch, wenn sie zu Bett gehen und freuen sich beim Umblättern auf die nächste spannende Seite. Das sind dann die schnellen Hausfrauen, die sämtliche Telefonnummern von Pizzalieferanten und Restaurants kennen. Sie ahnen ja nicht, wie schnell ein mehrgängiges Menü zubereitet ist, wenn man in der Küche nur ein Handy neben den selten benutzten Ofen legt, und dieses auch regelmässig benutzt.

Liebe Hausfrauen, ein bekanntes Modell eines intakten Haushalts sieht so aus, dass der Mann seine Beine und den Po am Sofa platziert, während er die Sportschau sieht. Jetzt gibt es nur ein Problem: Männer besitzen in der Regel nicht so zauberhafte Beine, deshalb wird der Teppich zum optimaleren Blickfang. Das ist höchst wahrscheinlich auch der Grund dafür, warum der Staubsauger von Frauen den Hausstaub besser einatmet, der inhaliert den Staub förmlich, und der Teppich ist automatisch klinisch rein.

Wenn ich mir alltäglich beim haushalten zuschaue, muss ich jedes verflixte Mal erkennen, dass ich keine gute Hausfrau bin. Wenn ich morgens aufstehe, mich ein wenig zurecht mache und das Frühstück zubereite, muss ich mich direkt beeilen, dass ich damit fertig werde, bis mein Lebenspartner aus dem Bad kommt. Ich brauche ja schon gefühlte hundert Ewigkeiten, bis ich die Butter auf den Broten verteilt habe. Damals, als ich blind wurde, meinte die Krankenschwester, sie könnte mir meine Brote streichen, aber das lehnte ich ab, denn sie war kurz vorher mit einem pflegebedürftigen Patienten am Klo.

Wenn ich den Spüler einräume, bin ich heilfroh, eine Geschirrspülmaschine zu besitzen, denn ich muss das Geschirr nach Gefühl im Spüler so platzieren, dass noch etwas Platz hat, sonst könnte ich ja jede Tasse einzeln spülen. Seit ich blind bin, ist im Spüler der Platz geschrumpft.

Wenn ich bügle, fallen nachher Falten an, die hat es vorher in dieser ausgeprägten Dimension nicht gegeben. Und deshalb gebe ich die Bügelwäsche gerne hin und wieder bei meiner zukünftigen Schwiegermutter ab, denn ich schwöre, die kann bügeln wie ein heisses Eisen. Sie hat sich mittlerweile an mich gewöhnt und bringt mir hin und wieder eine Suppe vorbei, damit ich mir das Kochen erspare..

Wahrlich, ich bin so eine lausige Hausfrau, dass ich mir überlege, mir einen Hausmann zuzulegen. Der Scheich aus meinem Traum besitzt zwei Butler, der könnte mir einen leihen, wenn er das nächste Mal nachts in mein Bett schleicht und meine weiblichen Sehnsüchte stillt. Ich war immer schon scharf auf echte Diamanten im Bett, scharf wie englischer Senf. Schade, dass der Butler immer weg ist, wenn ich morgens aufwache.

Die perfekte Hausfrau ist kein Roboter, sondern ein Mensch, der Liebe und Bewunderung genauso braucht, wie der Mann, der abends von der Arbeit kommt und die Füsse hochlegt. Hausarbeit sollte übrigens auch artgerecht aufgeteilt werden, wenn beide Partner berufstätig sind. Bitte, das Modell mit der Arbeitsteilung läuft bei gleichgeschlechtlichen Paaren wie am Schnürchen, denn wenn sie von der Arbeit heimkommt, ist sie noch nicht da, und wenn er den Staubsauger schwingt, wischt er mit dem Swiffer die Wollmäuse weg. Wieso machen wir dann bloss immer diese Unterschiede, wenn Frau und Mann aufeinandertreffen?

Die faule Hausfrau

Die fleissige Hausfrau putzt, wäscht, bügelt und kocht. Die faule Hausfrau lässt bügeln, putzen, kochen und waschen. Eine professionelle Haushälterin kostet jedoch Geld, welches man lieber für nettere Dinge ausgeben möchte, denn das Kleid im Schaufenster will auch noch gekauft werden.

Und so müssen faule Leute, die sich keine Haushaltshilfe leisten können, kreativ sein. Die vegane Küche bietet beispielsweise viel Kreativität beim Kochen, denn man mischt Gemüse mit Reis, Tofu, Seitan oder Kartoffel, man mischt Spinat dazu, und fertig sind eine Reihe von gesunden Gerichten, die immer wieder neu variiert werden können.

Man wäscht die Wäsche selber, bringt sie jedoch zum Bügeln zu einem Bügelservice, den es in jeder Stadt gibt. Wäscheteile, die man nicht unbedingt bügeln muss, kann man aussparen, und so spart man wieder Geld. Ausserdem kann man beim Kauf darauf achten, ob die Teile bügelfrei sind.

Beim Putzen kann man auf vollautomatische Helfer zurückgreifen, beispielsweise auf reinigenden Schaum fürs Badezimmer. Man sprüht ihn auf die Flächen auf, auf Waschbecken und Badewanne, lässt ihn einwirken und wischt dann nur noch mit Wasser drüber. So wird auch das Klo glänzend sauber, ohne dass man sich anstrengen muss.

Ich kaufte mir einst einen batteriebetriebenen Hund. Den liess ich immer dann durch die Wohnung laufen, wenn die Wollmäuse aus allen Ecken gekrochen kamen. Seine Pfoten waren mausgrau, aber der Boden war immer sauber. Wenn der Hund die Wollmäuse und Staubflocken abschütteln sollte, liess ich ihn Männchen machen und in seine Vorderpfoten klatschen.

Die fleissige Hausfrau

Die richtig Fleissigen putzen Bad und WC täglich mindestens einmal, auch wenn die Oma schon längst im Pflegeheim residiert. Die Haushaltsfanatiker können sich in ihrer Badewanne, im Fliesenboden und in der Kloschüssel spiegeln. Das ist praktisch, denn die wissen immer, wie gut die Frisur noch hält und ob das Make-Up an den richtigen Stellen klebt.

Man kann auch den Parkettboden mit einer sanften Bürste pflegen, den Fliessenboden mit der Zahnbürste putzen, und man kann mit den Fingerspitzen in jede Mauerritze fahren, um den letzten Staub herauszuholen. Haben Sie schon Ihre Holztüren, die Wände und Tapeten, die Zimmerdecke, die Tischbeine und Stuhlbeine, die Schranktüren und andere nicht erwähnenswerten Flächen geputzt?

Ich kenne Leute, die putzen jede Woche die Fenster samt Fensterläden. Danke, ich warte, bis der nächste Frühling kommt und der Regen an meine Fensterscheiben klatscht. Übrigens können Sie den Regen auch als Putzpersonal für Ihre Dachfenster einsetzen, denn das Grobe schafft er bestimmt. Aber vergessen Sie nicht, die Dachfenster zu schliessen, denn sonst reinigt der Regen Ihren Parkettboden so klinisch rein, dass Sie ihn abschleifen müssen.

Aus- und Weiterbildung für die Hausfrau

Sind Sie Hausfrau? Wenn Sie zudem noch Mutter sind, haben Sie einen täglichen Vollzeitjob, sieben Tage in der Woche, Feiertage mit eingeschlossen. Und wann gönnen Sie sich eine Auszeit? Wer sich nur monoton mit dem Haushalt beschäftigt, dem winkt eines Tages das Burn-out. Meine Bekannte wurde Mutter, und plötzlich fiel ihr mitten im Baby-Glück die Zimmerdecke auf den Kopf. Sie ging wieder arbeiten, damit der Haussegen wieder in seiner Mitte ruhte.

Ich bin eine Hausfrau, die tagsüber im Büro sitzt und all das schreibt, was Sie hier lesen. Bei mir fängt der Vollzeitjob erst am Abend an, wenn ich den Salat schnipsle, denn man muss ja auch etwas essen. Bitte, das Frühstück habe ich jetzt extra unter den Tisch fallen lassen, denn morgens schlafe ich während dem frühstücken noch gedanklich tief und fest. Deshalb bin ich immer so langsam.

Wenn Sie Hausfrau und Mutter sind, ist es von Vorteil, wenn ein Partner vorhanden ist, der am Abend seine Vaterpflichten wahrnimmt, denn jede Frau benötigt Zeiten, in denen sie etwas für sich und ihre Bildung tun darf. Spezielle Kurse, die Volkshochschule, Seminare und Trainings, all das sind Angebote, die abends stattfinden, sodass auch die Hausfrau teilnehmen kann. Für Notfälle gibt es die Leihoma, die Kita, den Babysitter und die Verwandtschaft.

Bei gleichgeschlechtlichen Beziehungen funktioniert auch die Weiterbildung wie am Schnürchen. Einer bildet sich am Herd weiter, während der andere Kurse in Betriebswirtschaft besucht, damit das Studium beendet werden kann. Dann nimmt man die umgekehrten Rollen ein und beide sind ausgelastet genug. So fühlt sich niemand unterfordert oder nicht anerkannt. Wieso funktioniert das Modell nicht auch bei Beziehungen zwischen Frau und Mann so zügig?

Manche Leute denken jetzt bestimmt, Frauen und Weiterbildung gehören so voneinander getrennt wie der Herd zu Hause und der Chefsessel im Büro. Vergessen Sie bloss nicht die weiblichen Führungskräfte, die auch kochen und putzen können, den Haushalt und ganze Firmenabteilungen managen. Auch die Hausfrau interessiert sich für Wissenschaft und Forschung. Erst wenn der letzte Mann umdenkt, wird Bildung für die Hausfrau zur Normalität, und erst dann geht die klassische Rollenverteilung moderne Wege.

Liebe Männer, was wäre, wenn Ihre Frauen plötzlich die Abendschule besuchen und sich weiterbilden würden? Sie als Mann kommen abends von der Arbeit nach Hause und möchten die Füsse am Sofatisch gemütlich ablegen. Die Frau hat den ganzen Tag gekocht, geputzt, gewaschen, die Kinder versorgt und die Shoppingtour hinter sich gebracht. Shopping kann ganz schön anstrengend sein, wenn man Unmengen an Pampers mit sich schleppt.

Jetzt möchte die Frau auch etwas für sich tun, denn nach ihrem harten Arbeitstag könnte der Mann die restliche Kinderbetreuung übernehmen. Hier scheitern viele Frauen, und deshalb ist genau an dieser Stelle ein Schlagfertigkeitstraining, ein Selbstbewusstseinstraining notwendig, denn auch die Hausfrau ist nur ein Mensch. Wir müssen erst einmal die Füsse des Mannes vom Sofa kratzen, dann funktioniert das Modell mit dem modernen Haushalt.

Hausfrauen können beispielsweise Kurse an der Volkshochschule machen, wobei man zu Semesterbeginn früh aufstehen muss, um gute Kursplätze zu ergattern. Ich habe einst in München mitbekommen, dass manche Leute bei Semesterbeginn vor der Volkshochschule campieren. Bitte, diese Kurse bieten auch kreative Möglichkeiten wie beispielsweise Malen, Stricken, Dekorieren. Man muss keine höhere Schulbildung besitzen, um Kurse an der Volkshochschule zu machen. So lassen sich auch Hobbies in den monotonen Alltag integrieren.

Was machen wir mit den Kindern, wenn sich die Hausfrau weiterbilden möchte? Keine Angst, liebe Mutter, Sie sind keine Rabenmutter, wenn Sie Ihre Kinder in die Kita geben. Selbst die Raben füttern ihre Kinder durch, bis sie selbst fliegen können. Sie als Mutter sind nicht verpflichtet, Ihr Leben in den nächsten 18 bis 30 Jahren aufzugeben, bis das erwachsene Kind aus dem Haus ist. Sie müssen sich Auszeiten gönnen und auch etwas für sich selbst tun. Nur eine glückliche und ausgeglichene Mutter ist ein Vorbild für Sohn und Tochter.

Der perfekte Hausmann

Sind Sie ein Hausmann? Bitte, das soll jetzt kein Schimpfwort sein. Hausmänner sind richtige Raritäten am Menschenmarkt, unverzichtbare Perlen, die alle Arbeiten erledigen, welche die Frau berufsbedingt oder aus anderen Gründen nicht erledigt. Männer bringen den Müll hinunter, das ist eine Rollenverteilung, die bis heute gilt.

Kehren wir einfach einmal die alt eingesessene Situation um. Die Frau liegt am Sofa, streckt die Beine hoch und schaut sich mit einer Flasche Bier in der Hand die Sportschau an. Der Mann fährt mit seinem Staubsauger unter den Füssen der Frau hin und her, denn der Teppich muss fusselfrei sein. Dieses Bild ist fast so unrealistisch, wie wenn ein Ufo in meinem Wintergarten landen würde und die Marsmenschen auf meinem Sofa die Sportschau sehen würden. Übrigens putzt der Hausmann um so lieber unter den Beinen einer Frau, wenn sie im kurzen Minirock mit langen Beinen am Sofa liegt und unter dem Rock einen Hauch von Nichts trägt, da die Unterwäsche in der Waschmaschine auf den nächsten Schleudergang wartet.

Liebe Hausmänner, die Hausarbeit erledigt sich nicht von alleine, aber mit schönen Ausblicken wird die gute Aussicht auf die tägliche Arbeit zur reinsten Augenweide. Ich weiss das aus Erfahrung, weil bei meinen Beinen viele Männer einen spontanen Handlungsbedarf sehen, aber ich werde auch immer älter, sodass irgendwann nur noch die Krampfadern übrig bleiben.

Wie muss der perfekte Hausmann sein? Der Hausmann, der geschmacklich in mein spinnennetzartiges Beuteschema des zu ehelichen Prototyps gehört, muss attraktiv sein, reich im Kopf und in der Geldbörse sein, er muss gut riechen und mich ertragen können. Er muss kochen, bügeln, waschen, putzen, und für sein körperliches Wohl sorge ich, so lange meine Krampfadern nicht durchschimmern.

Der perfekte Hausmann muss meine Wäsche waschen, sie farblich genau in meinen üppig ausgestatteten Kleiderschrank legen und mir morgens beim Aussuchen des Outfits behilflich sein. Im Moment erledigen diese niedrigen Arbeiten mein Farbgerät, meine Waschmaschine, meine zwei linken Hände und mein gewöhnungsbedürftiger Modegeschmack.

Übrigens sind Hausmänner sachlich orientiert. Sie saugen nicht nach Gefühl über den Perserteppich drüber. Sie saugen von links nach rechts, von oben nach unten. Sie erledigen den Haushalt nach einem bestimmten, kleinkarierten Rasterschema, wie bei einer Fahndung. Wahrlich, das liebe ich an Hausmännern. Im Grunde muss der perfekte Hausmann nur menschlich sein, denn er ist ja grob gesehen auch eine Hausfrau und kein vollautomatischer Roboter.

Der Haushaltsroboter ersetzt Hausfrau und Hausmann

Neulich suchte ich wieder einmal eine Bügelfrau. Und heute sah ich den neuesten Butler im Fernsehen, den Roboter für den Service zu Hause. Die Welt wird auch immer elektronischer, dachte ich, und da fiel mir ein, dass ich womöglich auch noch einen Liebesroboter haben möchte, wenn ich schon so alleine bin. Übrigens hätte dann mein Lebenspartner Pause und wäre vermutlich unglücklich über so viel Elektronik im Haushalt.

Ich sah mir an, wie der elektronische Diener Popcorn zubereitete und dabei die Küche verwüstete. Bitte, mit dem kann ich im Falle des Falles nicht einmal lautstark diskutieren, schimpfen nennt man das. Ich stelle mir gerade vor, wie der wohl meine zart bebaumwollten und beseideten, durchsatinierten Kostümchen bügelt. Kann ich sie danach noch als Nachtwäsche verwenden oder gleich zu ausgereiften Putztüchern verarbeiten?

Bitte, ich stelle mir lieber nicht vor, wie die süsse Stunde zwischendurch mit dem Liebesroboter verläuft, denn der Gedanke alleine lässt mich bereits abstinent leben. Lieber Besucher, ich befürchte fast, wir müssen auf die elektronische Haushaltshilfe noch eine Weile warten. Bis dahin nutzen wir einfach die Schonfrist und unterhalten uns mit unserer Haushälterin. Ich lege mir einen Bügelboy zu.

Der Roboter - er wird bald zur Realität

Wissenschafter feilen jedoch mit Hochdruck an so einem Roboter, welcher den Haushalt schmeisst, für uns einkaufen geht, die diversen Erledigungen für uns erledigt und morgens die Zeitung auf den Frühstückstisch legt. Wahrlich, da braucht man keinen Hund mehr, denn der Hund frisst nur den Kühlschrank leer, während der Roboter ihn wieder auffüllt.

Erste Experimente zeigten den Prototyp des Roboters bereits beim Einkaufen. Die Leute erkannten aus der Ferne eine unbeholfene Gestalt und wollten dem alten Mann behilflich sein. Aus der Nähe erschraken sie ein wenig und beobachteten verneigend die klobrigen Griffe, die der Roboter erledigte. Man gewöhnt sich mit der Zeit an alles, sogar an die Welt voller Mechas.

Was ist, wenn die Maschine eine eigene Seele bekommt? Die Wissenschaft arbeitet nämlich daran, den Roboter so menschennah wie möglich zu fertigen, ihm eine vermenschlichte Stimme zu geben und ihn attraktiv aussehen zu lassen. Kennen Sie den futuristischen Film Pinocchio? Ein kleiner mechanischer Junge lebte adoptiert in einer Menschenfamilie und schmiegte sich seelisch so sehr an seine Mutter, dass er über den Tod hinaus mit ihr verbunden sein wollte. Ich heulte bei diesem Film mehrere Taschentücher voll, denn ich bedauerte, dass die Welt noch nicht reif genug für Mechas war. Mein Roboter würde übrigens Maximilian heissen, denn mein imaginärer Lover trägt den selben Namen.


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Elisabeth Putz

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