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So profitieren Sie vom Kapitalismus

Geld regiert die WeltDer Kapitalismus ist ursprünglich aus Produktion und technischem Fortschritt entstanden, aus dem Zeitalter der industriellen Revolution heraus entsprungen und war etwas Grossartiges. Der Kommunismus machte ihn dann erst so richtig gesellschaftsfähig, wirtschaftlich rentabel und sozial orientiert, da man immer darauf achtete, dass die Löhne stiegen und die Leute ihre finanzielle Unabhängigkeit in der freien Marktwirtschaft geniessen konnten. Sozusagen war es eine gesunde, stetig wachsende Wirtschaftsform, welche die Menschen glücklich machte.

Als sich der Kommunismus verabschiedete, glaubte der Kapitalismus, er sei der grosse Sieger und erlaubte sich alles. Die Löhne stiegen nicht mehr, Arbeitskräfte und Rohstoffe wurden zu Gunsten grosser Produktionsmengen ausgebeutet, da man niemandem mehr beweisen musste, dass man besser ist. Wenn zwei Systeme miteinander konkurrieren, belebt dies den gesunden Markt. Wenn nur noch ein System allmächtig übrig bleibt, kann es in Schieflage geraten, weil die Konkurrenz nicht mehr lebt.

Aus diesem durchaus gesunden Kapitalismus heraus entstand der Turbokapitalismus, der Finanzkapitalismus, die Deregulierung der Aktienmärkte, das wilde Treiben an den Börsen, die Ausbeutung der Länder der Dritten Welt, und so wurde die Kluft zwischen arm und reich immer grösser. In den letzten 10 Jahren wurden immer weniger Reiche immer reicher und immer mehr Arme immer ärmer. Aus dem einstigen gesunden Wirtschaftssystem wurde ein System, welches uns inzwischen mehr oder weniger beängstigt.

Wer sich einen sonnigen Platz im Banken- und Finanzsektor ersessen hat, der schöpft aus dem Vollen, bis nichts mehr vorhanden ist. Die Armen schwitzen währenddessen im Sonnenlicht, welches die Finanzhaie und Big Business Unternehmer ausstrahlen. So ist aus dem einstigen grossartigen Wirtschaftsmodell, welches Freiheit und Wohlstand für alle versprach, ein absurdes Konstrukt geworden, das dem Untergang geweiht ist, sobald alle Rohstoffe und Ressourcen auf unserem Planeten verbraucht sind. Wir steuern darauf hin, in einigen Jahrzehnten zwei bis drei Erden zu benötigen, um so weiterzuleben, wie wir es mit unserem derzeitigen Lebensstil tun.

Was ist der Kapitalismus?

Der Kapitalismus ist eine spezielle Wirtschaftsordnung, eine Gesellschaftsordnung und ein zeitlich gewachsenes Wirtschaftssystem mit historischen Wurzeln. Das Privateigentum steht im Mittelpunkt. Was man sich erwirtschaftet, wird nicht aufgeteilt, es gehört einem selber, und man muss je nach Sozialstaat gewisse Steuern entrichten, damit die soziale Marktwirtschaft zusammen mit den staatlichen Leistungen funktioniert. So werden auch die Schwachen, Kranken und Arbeitslosen aufgefangen, damit niemand Not leidet.

Da der Kapitalismus auf Produktion und Konsum baut, wächst er ständig, und wenn er dies zu schnell, in einem ungesunden Ausmass tut, gerät das Modell in Schieflage. Genau hier liegen Segen und Fluch eng beisammen, denn der Kapitalismus zielt auch auf Gewinn und Wirtschaftswachstum aus, und genau hier liegen natürliche Grenzen. Der Finanzkapitalismus geht noch einen Schritt weiter, rafft sich Vermögen in utopischem Ausmass an und stösst schneller an seine Grenzen als uns lieb ist.

Wie lebt man heute im Kapitalismus?

Heute hat sich aus dem einstigen gut gemeinten und gut durchdachten System ein Turbokapitalismus entwickelt, der in allen Lebensbereichen zu finden ist, sogar in der Freizeitgestaltung, in der Familienplanung, in der Partnersuche, am Wohnungsmarkt, bei den Grundbedürfnissen, in der Ernährung, in allen Konsumbereichen, und besonders im Finanzwesen. Geld regiert die Welt.

Man sucht sich heute teure Hobbies, sucht nach Abenteuer, zählt sich zum Jetset Publikum, Shopping wird zur Freizeitgestaltung Nummer 1, weil man seine Hauling Videos ins Internet lädt und allen Leuten zeigen will, was man sich gekauft hat. Man sucht sich seinen Partner aufgrund gemeinsamer Ziele, aufgrund von Hobbies, Beruf, Einkommenssituation und Aussehen aus. Wenn diese Faktoren schwächeln, trennt man sich, weil die Karriere im Vordergrund steht. Man sucht sich eine schicke Luxuswohnung, vorzugsweise eine Singlewohnung, da man sich nicht vollkommen binden möchte. Die berufliche Karriere steht im Mittelpunkt, und erst danach folgen ethische Werte.

Wir sind die Gesellschaft, die dieses Finanz- und Karrieresystem stützen, denn jeder einzelne Mensch hat die Wahl, Fast-Food, billige Supermarktprodukte, Fast-Fashion und Klamotten im Wochentakt zu kaufen, dreimal im Jahr eine Kreuzfahrt zu machen, das neueste Smartphone zu besitzen, dafür jedoch Umwelt, Rohstoffe und Löhne zu vernachlässigen. Oder man kauft sich nur das, was man braucht, achtet auf Qualität, Regionalität und Nachhaltigkeit, lebt nicht als Trendsetter und Überflieger, schont dafür aber die Umwelt und verzichtet aufs grosse Geld, welches man auf Kosten anderer Menschen erzielt. Heute sind die Lohnkosten und Gehälter in manchen Ländern so gering, dass man nicht davon leben kann. Andererseits wird manchmal nur noch konsumiert, um ein Wirtschaftswachstum zu erzielen und das Finanzsystem aufrecht zu erhalten.

Wann stösst der Kapitalismus an seine Grenzen?

Genau genommen kennt der Kapitalismus nur ein paar Grenzen, diese sind jedoch tödlich für uns alle, sogar für die Superreichen. Eine Grenze ist das Erreichen der Rohstoffgrenze. Wenn es keine Edelmetalle, kein sauberes Wasser, keine seltenen Erden, kein Erdöl, keine Rohmaterialien mehr gibt, kann man nichts mehr produzieren. Wenn uns das Phosphor ausgeht, sind die Böden am Ende. Wir könnten in eine uralte Zeit zurückfallen, in der wir wieder leben wie die Urmenschen. Dies würden nicht viele Leute überleben. Die heutige Medizin macht es uns bereits vor, wenn Antibiotika aufgrund ihres Missbrauchs in der Lebensmittel- und Mastindustrie nicht mehr wirksam sind, Superkeime auftauchen und wir nicht mehr dagegen ankämpfen können. Dann sterben wir an einer simplen bakteriellen Infektion.

Eine weitere Grenze sind die Löhne. Wenn sie ein Minimum erreicht haben, kann kein Mensch mehr davon leben, die Produktion stoppt, der Konsum auch, und das Geld könnte nicht mehr umverteilt werden, weil nichts mehr vorangeht. Die Zahl der Reichen nimmt ab, die Zahl der Superreichen auch, nur das Geld an der Spitze, welches sich die verbleibenden Turbokapitalisten aufteilen, wird immer mehr, bis eine natürliche Grenze erreicht wird, weil das Konsumsystem zusammenbricht.

Eine kleine Grenze ist unser Lebensstil. Wenn wir durch unsere Ernährung krank werden, profitieren die Pharmakonzerne nur kurzzeitig, dann sterben wir und niemand hat etwas davon. In der Zwischenzeit leiden wir unter Zivilisationskrankheiten, werden arbeitsunfähig, erleiden ein Burn-out, resignieren erschöpft und suchen einen energetischen Aussgleich, einen Ausstieg aus diesem System. Erschreckend, aber einige Wissenschaftler sagen, die Welt platzt ohnehin menschentechnisch aus allen Nähten.

Lebt der Kapitalismus ewig?

Natürlich wird dieser Turbokapitalismus nicht ewig leben, denn vorher ist unsere Erde kaputt. Ich frage mich, wie wir dies unseren Kindern erklären, wenn wir so weiterleben? Unsere Kinder könnten eines Tages verrückt werden, ihren Körper nicht mehr unter Kontrolle haben, weil wir unsere Gene vererben und niemand die Langzeitfolgen von Hormonfleisch, gentechnisch veränderter Nahrung, im Labor erzeugtem Superfood, Düngemitteln, Pestiziden, neuen Medikamenten, Chlorhühnern und Turbofutter kennt. Wer weiss, wie unser Körper in Jahrzehnten darauf reagiert, wenn er zunehmend der Chemie ausgesetzt ist, aber über Chemikalien wird so selten konstruktiv verhandelt, sie werden einfach eingesetzt und gelangen wieder ins Grundwasser.

Leben in kapitalistischen Wirtschaftskrisen

Wenn der Turbokapitalismus in eine Wirtschaftskrise mündet, entwickeln sich Trends, welche diese Krisen quasi überschminken möchten. Dies belegen Studien, welche auf Beobachtungen basieren. So trägt man in der Wirtschaftskrise mehr Lippenstift, grellere Farben und mehr Make-Up, wahrscheinlich, um nicht zu zeigen, dass man enblösst wurde.

Man trägt Schuhe mit hohen Absätzen, die in Spitzenzeiten der Krise noch höher werden, vielleicht, weil man vom Boden abheben möchte und mehr Absatz in jeder Hinsicht braucht. In wirtschaftlich guten Zeiten werden die Schuhe wieder flacher, da kommt man auf den Boden der Tatsachen zurück. Die Röcke werden in Krisenzeiten länger, damit man nicht versehentlich die Blösse seines kaputten Knies zeigen muss. In wirtschaftlich guten Zeiten werden die Röcke wieder kürzer, weil das Knie Luft zum atmen braucht. Lange Röcke haben durchaus Vorteile, man sieht die aufquellende Orangenhaut an den Oberschenkeln unterm Rock nicht.

Die Autos werden staatlich durch Prämien gefördert, werden somit billiger und erschwinglicher. Man braucht wenigstens ein schnelles Auto, um der Krise zu entkommen. Die Ernährung leidet in Wirtschaftskrisen auch. Man braucht weniger Semmel, weniger Brötchen, da die Hotelzimmer nicht ausgebucht sind. Dafür konsumieren wir mehr Grippetabletten und Vitaminpräparate, denn der Kopf raucht vor emotionalem Schmerz. Wir essen weniger Popcorn, gehen jedoch dafür öfters ins Kino, um uns abzulenken. Wahrlich, die Krise sorgt für uns alle.

Wie kann der Kapitalismus überleben?

Es gibt tatsächlich noch Möglichkeiten, um unseren jetzigen Finanzkapitalismus aufrecht zu erhalten. Wir könnten Roboter als Arbeitnehmer einsetzen, damit die Produktion vorangeht. Wir könnten dann jeden Menschen mit einem Grundeinkommen ausstatten, damit der Konsum weitergeht und ein Wirtschaftswachstum ersichtlich ist. Wir könnten so lange Geld drucken, bis unsere Rohstoffe aufgebraucht sind, den Superrreichen hohe Steuern auferlegen, damit das Grundeinkommen gesichert ist, aber dieses System wird elendig zerbrechen.

Eine Variante sind die Handelsabkommen, TTIP und alle weiteren, die verhandelt werden oder gar schon bestehen. Nur der Export profitiert, eine weitere deregulierung findet statt, lange Transportwege belasten die Umwelt zusätzlich, und keines der mittelständischen Unternehmen würde profitieren, weil die meisten exportieren nicht. Die Preise würden fallen, aber wir würden noch mehr konsumieren, bis auch dieses System ausgereizt ist.

Eine Variante ist die Abschaffung des Bargeldes. Wenn niemand mehr frei genug ist, Bargeld zu besitzen, können Negativzinsen auf Spareinlagen entstehen, weil niemand könnte sich dagegen wehren. Die Leute müssten konsumieren, weil das Geld weniger wert wird. So würden wir noch einmal ein gutes Wirtschaftswachstum erzielen, bis auch das ausgeschöpft ist. Am Ende würden ganz wenige Superreiche übrig bleiben, die nichts mehr mit dem Geld anfangen könnten, weil niemand mehr da ist, der das System stützt, und weil die Welt kaputt ist.

Alternative Lebensweisen zum Kapitalismus

Dass der Kommunismus nicht funktioniert, haben wir bereits gesehen, weil der Mensch von Natur aus auf Erfolg und Gewinnerzielung getrimmt ist. Als ich neulich einen Bericht über das Grundeinkommen für alle gesehen habe, verstand ich die Welt nicht mehr. Alle Leute sagten, sie würden trotzdem arbeiten, nur 2% sagten, sie würden ruhen. Im Grunde würden wir begeistert anfangs unsere Interessen ausleben, die schwermütigen Arbeiten würden sich ungetätigt türmen, Verwaltung, Müllabfuhr, Strassendienste, sämtliche Büroarbeiten, alle Arbeiten, die unser Leben leichter machen, würden irgendwann wegfallen, weil niemand auf Dauer täglich ohne gute Bezahlung eine monotone Leistung erbringt, wenn er keine Konsequenzen spürt und alles nur freiwillig macht.

Die Zuverlässigkeit würde leiden, die geregelten Strukturen würden zerfallen, und wir brauchen Regeln, Ziele, Grenzen und Struktur zum leben. Wir würden uns von aussen steuern lassen, weil wir auf das Grundeinkommen bauen, im Grunde nichts tun müssten und träge werden.

Eine Alternative zum Kapitalismus sind die Sharing-Dienste und der Tauschhandel. Im Grunde ist das eine gesunde Struktur, aber sie lässt die Wirtschaft nicht mehr wachsen, weil wir alles tauschen und kaum noch was kaufen würden. Der eigene Besitz ist weg, dafür hat man Zugang zu allen Dingen. Man braucht nur jemanden zum Tauschen. Diese Systeme funktionieren nur bedingt, weil trotzdem Geld für eventuelle Mieten ins Spiel kommt. Es ist nicht immer etwas Brauchbares zum Tauschen da.

Eine Alternative ist es, Aussteiger zu werden und von dem zu leben, was andere wegwerfen, anbauen und übriglassen. Hier nutzen wir jedoch wieder das funktionierende, müllproduzierende System. Wenn man alles selber regelt, als Aussteiger alles selber anbaut, muss man auf einiges verzichten, und das wollen die wenigsten Leute. Ich finde es am besten, wenn wir die Banken nicht mehr retten, wenn wir das konsumieren, was wir brauchen, wenn wir regional und hochwertig konsumieren, wenn wir nicht nur kaufen, um Arbeitsplätze zu erhalten, wenn die Manager und Vorstände nur noch das Doppelte eines Normalangestellten verdienen, wenn Aktionäre nicht mehr legal handeln dürften und es nur noch die eingeschränkte Handelsbörse gibt, welche nicht alles ohne Sinn handeln dürfte. Dann würde zwar kein starkes Wirtschaftswachstum mehr entstehen, aber die Löhne würden sich erholen, die Leute wären wieder am Leben und nicht nur an der Karriere beteiligt, und die Umwelt würde ein wenig aufatmen können.

Ein bedingungsloses Grundeinkommen ist meiner Meinung nach falsch, ein Mindestlohn, der weltweit eingehalten werden muss, von dem die Menschen leben können, das ist der richtige Weg. Leider arbeiten sogar bei uns Leute unterm Mindestlohn, weil es Subunternehmen und viele Ausnahmeregelungen gibt. Die Grundbedürfnisse wie Essen, Wohnen, Heizen und das tägliche Leben dürften nicht kostenmässig explodieren, nur dann hätten wir meiner Meinung nach wieder eine Chance.

Wie ungesund ist der Kapitalismus?

Der radikale Turbokapitalismus ist ungesund und kann zum Burn-out führen. Wir streben nach immer mehr Produktion und Gewinn, treiben uns selbst innerlich an, so lange bis wir ausgebrannt sind. Das gute Leben ist ein Mittelweg, auf dem alle Menschen gut dahinspazieren können. Der Kapitalismus hingegen ist eine Art Autobahn, auf der viele Menschen überrollt werden.

Der Kapitalismus macht wenige Menschen steinreich, dafür jedoch viele arm. Armut ist ein Krankheitsfaktor, weil man sich die medizinische Versorgung kaum noch leisten kann und als Privatpatient ohne Geld nicht gerne genommen wird. Geld ist ein Gesundheitsfaktor, besonders in unserer modernen Gesellschaft.

Der Kapitalismus ist ungesund für die Umwelt, wodurch wir erkranken, weil wir in dieser Umwelt leben. Die Böden werden ausgelaugt, das Düngemittel Phosphor wird knapp, Chemikalien verseuchen Wasser und Erdboden, die Luft wird verpestet, und so entwickeln wir zunehmend mehr Allergien, wenn wir trotz guter Gesundheit und gesundem Lifestyle den Zivilisationskrankheiten entkommen. Die geschädigte Umwelt gibt ihre Erkrankungen wieder an uns ab. Bitte, das Leben ist in der Tat ein Kreislauf, das Geld kommt wie ein Boomerang zu den Reichen zurück.

 


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Elisabeth Putz

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