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Kultur - Was ist kulturell?

Was ist Kultur? Es ist Schönheit, Tradition, Menschlichkeit, und es ist die Informationsweitergabe durch mündliche oder schriftliche Überlieferung. Es ist das geprägte Leben, welches wir so gut es geht weitergeben. Und da wir immer multikultureller werden, vermischen sich verschiedene Gesellschaften zu einer neuen Gesellschaft, in der jeder Mensch so leben darf, wie er will.

Das Kulturelle umfasst die menschlich gestaltete Landschaft, die Bewirtschaftung der Felder, den Ackerbau, die Viehzucht, die Bebauung, Veränderung und Domestizierung der Natur. Der Mensch greift ein und kultiviert das Natürliche. Manchmal gelingt uns etwas Grossartiges, aber oftmals zerstören wir durch die Eingriffe die Umwelt so stark, dass sie laut aufschreit und sich an uns rächt. Und so kämpfen wir mit der Klimaerwärmung, die wir uns durch Abgase und Industrie, Chemie und Bebauung an den Hals gebunden haben, so dass sie uns vor lauter Hitze den Hals zuschnürt, ja förmlich den Atem raubt.

Kultur ist geprägt von Regeln und Ritualen, von Bildung und Wissen, von Wirtschaft und Handel. Menschen leben miteinander, profitieren voneinander, lernen voneinander und miteinander, und der einzelne Mensch gliedert sich gerne kulturell in eine Gemeinschaft ein.

Kultur stammt vom latainischen Wort cultura ab und bezeichnet unter anderem die Kunst, Literatur, Musik, Oper und Operette, Theater und Musical, Unterhaltung und Medien, Kino, Museen und die Biergarten Tradition, das plastische und geistige Eigentum, welches wir erschaffen und in uns aufsaugen. So leistet das Fernsehen einen kulturellen Beitrag, den wir oft nicht sehen, da wir uns lieber Soaps und Shows anschauen. Die Literatur hat ebenfalls einen Auftrag zu erfüllen, wenn wir uns nicht ausschliesslich auf billige Romane und oberflächlich bebilderte Bücher konzentrieren. Manche Leute lesen den Playboy, weil er sie inspiriert. Und so ist Kultur anregend, aufregend und geistig präsent, bewegt sich allumfassend auf hohem und niedrigem Niveau, selbst wenn wir einen Kulturschock erleiden. Einst zerstörte sich ein Kunstgemälde wie von Geisterhand, weil ein Künstler einen Schredder eingebaut hatte, um zu signalisieren, dass ihm Geld nicht wichtig ist.

Wir ärgern uns über Künstler, die sich voll daneben benehmen, reisen ihnen aber hinterher, um bloss keinen Superstar zu verpassen, und wir sind glücklich, wenn wir etwas Abwechslung im Alltag erleben dürfen. Fremde Kulturen sind uns so fremd, dass wir sie bekämpfen, oder so interessant, dass wir sie nachahmen, aber die Tradition stirbt nie aus.

Andere Kulturen sind eine Bereicherung, denn sie zeigen uns andere Lebensweisen, andere Musikrichtungen, andere Ernährungsgewohnheiten, und zahlreiche afrikanische Kulturen sind viel offener als wir, da sie den natürlichen Körperkult in den Mittelpunkt ihres Alltags stellen. Die asiatische Kultur hingegen ist eher dezent in Hinsicht auf die Körperkultur, wirkt durch ihre orientalischen und fernöstlichen Einflüsse wie Magie auf unsere Seele und verschafft uns eine gewisse Ausgeglichenheit, mit welcher wir der Oberflächlichkeit unseres stylischen Lebens entkommen können. Kultur prägt uns, und so ist es wichtig, dass wir offen auf sie zugehen.

Wenn wir uns das moderne Leben ansehen, so finden wir uns zunehmend in einer Kultur wieder, welche die Menschen quasi zu Einsiedlern macht. Die Singlehaushalte nehmen zu, die Vereinsamung schreitet voran, Freunde trifft man auf Facebook, seine Geschäftspartner trifft man auf Xing, und viele Menschen leben pausenlos im Internet, kaufen dort sogar ihre Lebensmittel ein und lassen sich die Tüten anonym vor die Haustüre stellen.

Wenn wir zum Einsiedler werden, finden laut einigen Wissenschaftlern die Menschen zu sich selber, weil sie sich mit sich selbst befassen. Ob dies der bessere Weg ist, bezweifeln manche Wissenschaftler, denn wenn man sich und andere Leute wegsperrt, wächst der innere Drang nach sozialen Kontakten, die man in den Arm nehmen und küssen darf.

Die Kultur des Einsiedlers lässt uns zwar innerlich bis zu einem gewissen Grad reifen, aber wenn wir keine ordentlichen Impulse von aussen bekommen, bilden wir uns kaum weiter. Sprache ist beispielsweise eine Kultur, die uns wachsen lässt. Wenn man mit niemandem mehr spricht, verlernt man das Reden. Bildung entsteht beispielsweise aus dem Austausch der Informationen, und wer alleine lebt, abgeschnitten von der Umwelt, bleibt auf seinem Wissensstand kleben. Wer alleine lebt und sich abkapselt, für den wird der Fernseher zum besten Freund.

Das Kulturelle ist im Wandel, erneuert und verändert sich, und es erfindet sich immer wieder neu. Pop-Art kennzeichnet einen hippen Kunststil, der Rap steht für ausgeflippte Musik, fifty shades of grey steht für die Heutige Literatur, die eng mit dem Film in Verbindung steht, denn das Auge nascht mit, und die nackten Stars von heute, die ihre Kurven samt durchtrainiertem, veganem Körper gekonnt der Kamera zuneigen, stehen für Lifestyle und Kult, für ein gesundes Lebensgefühl. Gestern war Tradition der Kult des Tages, heute sind es schnelllebige Stimmen und Körper, die uns das Leben zeigen.

Wir werden immer digitaler, was für die einen richtig bequem ist, für die anderen jedoch wie ein schockartiger, zu schnell rasender Fortschritt wirkt. Wenn die Zeitung ausstirbt und wir sie nur noch digital am Smartphone lesen, fällt zwar kaum noch Papiermüll an, dafür ist unser Stromnetz überfordert, muss ausgebaut werden, und damit es billig bleibt, wird irgendwo ein neues Atomkraftwerk gebaut. Die alte Zeitung kann man weitergeben, für den nächsten Fahrgast im Bus liegenlassen, das Smartphone gibt man jedoch nicht aus der Hand.

Wir gehen nicht mehr so oft ins Kino, meiden das altmodische Theater, bleiben dafür zu Hause sitzen und geniessen unser neues Heimkino. Wir vereinsamen dabei, aber Facebook fängt uns in unserer gesellschaftlichen Not auf, denn soziale Netzwerke sind Kult und bilden die Kultur von morgen. Das Buch stirbt aus, es wird elektronisch und kann als E-Book per Tablet heruntergeladen und sofort gelesen werden. Tablets machen uns kurzsichtig, was uns jedoch nur bedingt stört, da die digitale Welt einfach zu verlockend ist.

Wir laufen mit der turbokapitalistischen Wirtschaft im Takt, werden zu unermüdlichen Konsumenten, produzieren immer mehr Müll, den wir eines Tages wahrscheinlich ins All schiessen, wir wählen Politiker, die populär anstatt sachlich sind, wir bekommen durch vorgelebte Korruption zunehmend ein ungerechtes Rechtsverständnis, welches eher auf Recht bekommen als auf Recht haben basiert, aber wir sind glücklich inmitten unserer Konsumorientierten Kultur, solange wir genug Geld zum Konsumieren haben. Übrigens kosten manche Konzertkarten der klassischen Musik weniger als eine Karte für ein angesagtes Popkonzert eines jungen Kultstars, welcher durch eine Casting Show zum Kult ernannt wurde. Wenn wir Kultur positiv sehen, wäre es hilfreich, uns von all dem inspirieren zu lassen und anschliessend das zu wählen, was unserer Persönlichkeit am ehesten zusagt.


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Elisabeth Putz

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