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Männermagazin - Das liest der Mann

MännerWas liest der Mann? Am liebsten liest er in Bildern, sieht sich ausgezogene Tatsachen an, sexy Frauen in Dessous, pralle Pobacken, schöne Brüste, lange Beine, ein tiefes Dekollete, einen feuchten Kussmund. Der Mann liest auch gerne technische Tatsachen, schaut sich schnelle Autos an und sucht nach dem neuesten Werkzeugkasten.

Männermagazine gibt es so wie Frauenzeitschriften, wie Sand am Meer. Trotzdem haben sich spezielle Männerthemen herauskristallisiert, welche für die Frau nicht diesen hohen Stellenwert an Interesse wecken. Hierzu zählen Erotikmagazine, Automagazine, Technikmagazine und Heimwerkermagazine.

Zwar besetzen auch manche Frauen diese leidenschaftlichen Themen, jedoch findet man hier vorwiegend Männer vor. Wenn wir zudem noch die Businessmagazine erwähnen, so sind diese in weiten Teilen noch immer männlich dominiert, obwohl die Frau im Geschäftsleben längst die Hosen an hat und im grauen, fischgrätengemusterten Sakko sachlich kompakt ihren Mann steht.

Was ist wichtig im Leben eines Mannes? Sexy Autos und knackige Kurven. Wenn das Auto weiblich wäre, würden Männer den sexy Po des Autos streicheln und noch mehr Zeit in den schnellen Wagen investieren. Das ideale Männermagazin zeigt Ihnen, worauf es im Leben ankommt. Welche Neuerungen tun sich in Sachen Frauen auf? Die Frau ist wichtig für den Mann, denn ohne sie wäre der Beifahrersitz im Auto ständig leer. Aus diesen und ähnlichen Gründen greifen Männer zu Automagazinen und Erotikmagazinen, welche mit anschaulichem Bildmaterial ausgestattet sind, da das männliche Auge eher optisch als textintensiv geprägt ist.

Das Businessmagazin ist ideal für den Manager, wenn er im Büro sitzt und seine Privatsphäre samt Auto und Frau zu Hause lässt. Während Männer gerne während der Arbeit in solche businessorientierten Zeitschriften schauen, bevorzugen viele Frauen selbst im Geschäftsalltag eine pfiffige Frauenzeitschrift, denn modisch gekleidet und top gestylt will man auch im Büro erscheinen.

Die Technikzeitschriften interessieren den Standardmann und den treuen Ehemann, der Seite an Seite mit seiner Frau im Bett liegt und auf den Gute-Nacht-Kuss wartet. Er studiert Klodeckel und Jalousien, Wasserhähne und Aussenbeleuchtungen, da er so einiges im Haus erneuern will. Die Frau liegt genervt und müde neben ihm und bittet ihn, nicht zu laut umzublättern, da sie schlafen will.

Geschichtlicher Hintergrund des Männermagazins

Das heutige Männermagazin hat sich aus dem Herrenmagazin heraus entwickelt. Früher war es durchzogen von erotischen Themen, sodass der lüsterne Herr mit der Zigarre in der Hand immer wusste, wo er seine Lüste stillen konnte. Ab den 1990er Jahren mischten sich vermehrt Lifestyle Themen ins Herrenmagazin. Es wurde erweitert und zum heutigen modernen Männermagazin, welches diesen erotisierenden Touch mit schlechtem Ruf endgültig verloren hat.

Das älteste deutschsprachige Männermagazin ist der Playboy, der 1972 bei uns das Licht der Männerwelt erblickte. Weitere Magazine sind: Er, Mens-Health, Männer-Vogue, Maxim, Amico, Matador, Best Life und einige mehr. Für homosexuelle Männer existiert ein weiterer Markt, der spezielle Themen für die feminin-maskulin ausgerichtete Szene bereitstellt. Wir tendieren zunehmend dazu, unsere Wünsche und unsere Intimität nach aussen hin zu tragen, und so schämen wir uns nicht mehr für Männerkosmetik, Männerwellness und Männerfitness, Männerröcke oder Klamotten in rosa und pink, da alles irgendwie verschmilzt, der feminine und der maskuline Markt.

Die Anzeigenschaltung in den Männermagazinen ist auch nicht mehr direkt auf den Mann ausgerichtet, sondern orientiert sich am modernen Lifestyle, an Trends und am Modemarkt. Sogar Parfums sind heute bereits für die Frau und den Mann gleichermassen einsetzbar, sodass ein Uniduft entsteht, der neutral in der Nase liegt.

Wie ist ein Männermagazin aufgebaut?

Während in einer Frauenzeitschrift das geschriebene Wort im Vordergrund steht, welches in spannenden Lovestories und Fortsetzungsgeschichten Platz findet, ist ein Männermagazin mit Fakten, Daten und technischen Details ausgestattet. Reissende Überschriften, kurzer, sachlich kompakter Text, viele Bilder, das sind die grossen Teilbereiche der maskulinen Zeitschrift. Der Mann benötigt präzise Angaben, selbst wenn er ein Rührei in die Pfanne haut und es salzen muss. Im Gegensatz zur Frau kann er nicht um den heissen Brei herumreden, er muss schnell zum Punkt kommen, sonst läuft ihm beim Lesen die Zeit davon.

Das Männermagazin für den Softie

Für den Softie sind Gesundheitsmagazine und Frauenzeitschriften ideal, denn hier drin darf er sowohl Hypochonder als auch Hausfrau sein, eine höchst explosive Mischung, welche im Grunde nicht dazu geeignet ist, um als richtig maskulin zu gelten. Heute leben wir zunehmend in einer Gesellschaft, die dem Softie grosszügige Freiräume der Akzeptanz einräumt, damit aus den Muttersöhnen normale Softies werden können.

Der Softie muss es lesen, denn er will es wissen, das geballte Stehvermögen, welches in einem Männermagazin präsentiert wird. Welche weisse Rippunterwäsche ist diesmal so richtig neben der Modespur? Welche Unterhosen kauft Mama ihrem Lieblingssohn? Es soll sogar Mütter geben, die kaufen ihren Söhnen den gesamten Kleiderschrank ein, denn der gute Junge soll bitteschön anständig und warm gekleidet sein.

Ich lernte einst eine Mutter kennen, die brachte ihrem Sohn die Kartoffelsuppe hinterher, bestimmt damit der Junge nicht verhungert. Softies wollen es liebevoll und anschmiegsam im Leben haben. Sie stehen in der Regel auf Frauen, die so sind, wie Mama, denn die Kartoffelsuppe schmeckt bei Mama richtig lecker. Oft bleibt dem überdimensionierten Softie nichts anderes übrig, als seine Augen in Frauenzeitschriften zu wälzen, da er keine Frau findet, die seiner Mutter das Wasser reichen kann.

Was denkt der Softie über den puren Sex? Das ist ein Fremdwort für ihn, denn er bevorzugt die wahre Liebe, die echte Liebe, die vom Herzen kommt und sich über die Blutbahn in die kleinste und hinterste Zelle verirrt. Der Softie ist auch sehr zerbrechlich, neigt zur Hypochondrie und legt hohe Ansprüche in ein Männermagazin, welches aus einer Art Mutterliebe, Krankenwagen mit integriertem Vollzeitservice und Gesundheitsmagazin für alle Notfälle besteht.

Das Männermagazin für den Macho

Machos sind harte Kerle, und die Frauen fallen reihenweise auf diese Spezies von Mann herein, denn der umwerfende, männlich angehauchte Touch wirkt einfach unwiderstehlich. Frauen lachen sich einen waschechten Macho an und lästern dann über ihn. Wenn die Frau den Macho dann heiratet, jammert sie über ihn.

Der Macho braucht natürlich die harte Variante eines Männermagazins, denn er liebt es hart, in jeder nur denkbaren Situation und Stellung. So liest der harte Mann Motorsportmagazine, Sportmagazine mit brutal auftrainiertem Hintergrund, Fussballmagazine, und wenn er sich unbeobachtet fühlt, schaut er sich Pornomagazine an.

Die Nabelschnur zur eigenen Mutter wurde bei der Geburt sachgemäss durchtrennt, denn seit diesem Zeitpunkt lebt der Macho ein eigenständiges Leben. Wenn er sich neue Klamotten kauft, nimmt er eine seiner vielen Freundinnen mit, mit denen er ein lockeres Verhältnis innerhalb und ausserhalb der Bettkante führt. So ist der Macho stets gut gekleidet. Wenn er sich ein neues Parfum kauft, lässt er zuerst andere Frauen an seinem Luxuskörper riechen, denn er findet sich zum Anbeissen.

 


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Elisabeth Putz

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