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So werden Sie ein erfolgreicher Manager

Der Manager als BrieföffnerIch tauge nicht zum Manager. Erstens mache ich mir nicht viel aus viel Geld, und zweitens bin ich zu weich für diesen Job. Gut, ich habe nichts gegen Geld, wenn ich weiss, dass es da ist, aber ich muss es nicht um jeden Preis haben.

Bitte, nicht jeder Manager und Vorstand wirft nach der Halbzeit das Handtuch und steckt seine Abfindung in die Tasche. Es gibt auch anständige Manager, kaum zu glauben.

Es hat sich ein Phänomen in unsere Wirtschaft eingeschlichen, das besonders die Finanzwelt empfindlich aus dem Gleichgewicht bringt. Manager, die ein Unternehmen platt machen und Fehlentscheidungen treffen, in falsche Märkte investieren, das Geld zum Fenster hinaus werfen und einfach nur schlecht aber prominent sind, bekommen hohe Abfindungen, wenn sie das Unternehmen verlassen müssen.

Übrig bleibt meist ein insolventes Unternehmen, welches mit einem neuen Manager besetzt wird, der noch mehr Geld für eine kurze Arbeitsperiode bekommt und eigentlich nur noch die Insolvenz abwickelt. Jetzt ist es doch viel angenehmer, als Manager zu versagen, damit die eigene Geldbörse gefüllt wird? Gleich morgen bewerben wir uns alle als ungeeignete Manager, damit wir endlich reich werden.

Es ist an der Zeit, dass die Unternehmen etwas ändern. Nicht ein prominenter und bekannter Manager muss immer der Richtige sein, sondern ein vielleicht weniger bekannter, aber dafür kompetenter Manager sollte gewählt werden. Die Abfindungen könnten nach Leistung und Perioden geregelt werden. Bei Versagen und Misserfolg sollten keine Abfindungen gezahlt werden. Wenn die Unternehmen mit diesem Ansatz zu arbeiten beginnen, würde der Mensch wieder näher an der greifbaren, realen Wirtschaft arbeiten. Aber es ist immer noch so schön, nichts zu ändern, denn Änderungen könnten ja womöglich auch Veränderungen mit sich bringen.

Bekommen Manager zu viel Geld?

Jetzt haben wir schon seit einiger Zeit unsere begehrte Wirtschaftskrise, und manche Menschen diskutieren immer noch darüber, ob Manager nun zu viel oder zu wenig Geld bekommen. Geld wofür? Arbeiten die auch? Jetzt müssen wir die Manager wirklich in Schutz nehmen, denn viele Manager arbeiten echt für ihr Geld. Immer nur die einzelnen, die ein Unternehmen in den Sand steuern, die werden in den Medien erwähnt.

Man müsste auch einmal die hart arbeitenden Manager erwähnen, dann müsste sich die restliche Bevölkerung nicht so aufregen. Was nun, bekommen die Manager wirklich zu viel Geld? Schauen wir uns ein Unternehmen an, welches auf der Suche nach einer neuen Führungskraft ist. Namhafte Manager kosten eben ihr Geld, wenn man sie haben möchte. Viele davon sind das Geld auch wert, und einige schwarze Schäfchen eben nicht.

Vorher weiss man leider nie, ob man in die Quecksilberdose gegriffen hat mit dem Manager. Wenn wir die Marktwirtschaft erhalten möchten, ziehen wir uns bitte in der Krise warm an, denn irgendwann ist die auch vorbei. Wenn wir Einheitslöhne haben möchten, stehen wir in ein paar Jahren mitten im Mittelalter und kämpfen um einen Sack Reis. Die Frage heisst nicht, wie viel Geld die Manager verdienen dürfen, sondern, welche Haftungen die Manager auferlegt bekommen sollen, wenn sie Mist bauen?

Hier schreit das Volk nach grosser Haftung und bitte keine Boni, Prämien und Abfertigungen, wenn der Manager daneben gegriffen hat. Wenn die Manager ihre Prämien nur dann bekommen, wenn das Unternehmen gute Zahlen schreibt, ist die Welt wieder um ein Stück besser.

Aktionäre und Manager möchten auch bezahlt werden

Nun, das Wesen eines Unternehmens war bis jetzt die Gewinnoptimierung. Da im Moment der Unternehmer eher ein Untergeber ist, rückt die Sicherheit wieder in den Vordergrund. Die vielen kleinen und unscheinbaren Kunden stehen in den Unternehmen wieder im Mittelpunkt. Und wo bleibt hier bitte der Aktionär? Was machen die Manager ohne ihre Prämien?

Jetzt greift der Staat ein, weil die hungrigen Banken und Unternehmen freiwillig zu ihm gekommen sind. Die Hypo Real Estate ist eine der Leitkühe, die Geld vom Staat brauchte. Das heisst quasi die Verstaatlichung einiger Banken und einiger Unternehmen. Das ist ja fast wie in alten Zeiten, in denen der Staat bestimmt, wer ein Stück Wohlstand bekommt, und allen anderen geht es mittelprächtig auch gut, oder?

Aber die Mauer steht doch seit den 90er Jahren nicht mehr. Bauen die jetzt etwa eine neue Mauer? Einerseits leuchten uns die neuen staatlichen Gesetze und Regeln ein, denn in den USA wurden die Aktionäre und die Finanzmanager mit dicken Prämien aus dem Rettungspaket gefüttert. Das sollte doch nicht das Ziel sein, seine Aktionäre und Manager mit den Steuergeldern der Bürger zu bezahlen.

Wenn aber in schlechten Zeiten die Prämien für die Aktionäre wegfallen, fallen auch die Aktionäre um. Wer weiss denn genau, welcher Plan in einer Finanzkrise der beste ist? Wir werden es sehen, in ein bis mehreren Monaten oder gar Jahren.

Haben Manager übermässig viel Stress?

Wenn ich gross und stark bin, werde ich Manager. So oder ähnlich denkt fast jedes Kind, wenn es von seinem Berufswunsch spricht. Am besten ist es, wenn wir gleich alle Chef werden. Dann sind wir unser eigener Chef und müssen nicht für andere arbeiten. Aber wer arbeitet dann für uns, wenn die ganze Welt Chef ist?

Manager geniessen in Zeiten der Finanzkrise und Wirtschaftsflaute nicht gerade den besten Ruf. Wenn wir bedenken, dass der Finanzriese AIG seinen Managern im Finanzbereich wieder Millionen an Gewinnausschüttungen und Prämien gezahlt hat, haben wir Recht, wenn wir über die Manager schimpfen. Aber was können die vertrauenswürdigen und braven Manager für die Probleme in den USA?

Gut, wenn wir das krasse Beispiel des ehemaligen Post Managers vor Augen haben, der Steuern hinterzogen hat und mit einer geringen Strafe davonkommt, dann müssen die Manager beten, dass sie in Zukunft nicht mit Tomaten beworfen werden.

Aber ein Manager hat auch seine Pflichten und Haftungen, auch wenn wir das im ersten Moment nicht sehen können. Ein Manager ist verantwortlich für den reibungslosen Ablauf einer Firma, für gute und gewinnbringende Zahlen, mindestens aber für schwarze Zahlen, für manchmal hunderte Mitarbeiter, die fleissig arbeiten sollen und Leistung bringen müssen.

Der Tag eines Managers beginnt nicht um 8 Uhr morgens mit einem verschlafenen Morgengruss im Büro, und er endet auch nicht mit der Stechuhr um 5 Uhr abends, wenn der normale Angestellte Feierabend macht. Manager haben oft eine 60 Stunden Woche, oder mehr zu tun, als die Zeit es zulässt. Wenn ich manche Menschen frage, die gerade befördert werden, oder die im Büro arbeiten, ob sie den Job eines Managers haben möchten, dann antworten die meisten mit Nein, denn der Zeitaufwand ist zu gross, die Familie kommt zu kurz und Partnerschaften leiden darunter.

Wenn ich aber manchmal Arbeitslose und Sozialleistungsempfänger frage, ob sie Manager werden möchten, sagen fast alle Ja, denn sie sehen ausschliesslich das grosse Geld, aber Verantwortung und Arbeit nicht. Bereits der kleine Manager, der seinen eigenen Betrieb managed, ist verantwortlich. Sogar ich stehe manchmal unter dem Druck, Berichte und Tipps liefern zu müssen, damit meine Leser nicht immer den gleichen alten Kram lesen, wenn sie die Internetseiten aufmachen.

Sobald man etwas produziert und für andere Menschen verantwortlich ist, heisst das Verantwortung zu tragen. Und das artet in Geld aus. Über die Managergehälter unterhalten wir uns einmal im Finanzbereich. Immerhin, wenn Sie Manager werden möchten, brauchen Sie starke Nerven, Sie müssen belastbar sein, im Team arbeiten können, reden wie ein Weltmeister, früh aufstehen und spät zu Bett gehen, und Sie müssen auf einen grossen Teil Ihres Privatlebens verzichten.

Wenn Sie dafür geeignet sind, ergibt sich bestimmt nach der Finanzkrise die Möglichkeit, sich zu bewerben, denn dann sind alle unfähigen Manager aussortiert worden.

 


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Elisabeth Putz

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