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Wie gesund ist Pokemon Go spielen?

Handy
Wer Pokemon Go spielt, benötigt ein Smartphone und die App, mit welcher er das Spiel ausführen kann. Zuvor muss man sich jedoch als Spieler anmelden. Danach geht man auf Schatzsuche.

Ich spiele nicht, ich gehe lieber in den nächsten Modeladen und kaufe mir ein Kleid, gehe anschliessend zum Juwelier und lasse mir eine sündteure Kette schenken, trage meine erworbenen Schätze nach Hause und lege die Füsse hoch. Gesund ist dies nur fürs Ego und für meine Beine, welche ich mir vor der Umkleidekabine in den Bauch gestanden habe.

Pokemon Go ist gesund und gefährlich zugleich. Man kann im Strassenverkehr Unfälle bauen und provozieren, selbst wenn man es als Fussgänger spielt, weil man auf sein Handy fixiert ist. Man atmet beim Spielen aber auch die pure Frischluft ein, wenn man es im Park spielt, denn dort ist die Luft noch ziemlich rein. Man kann auch mit einem Mülleimer zusammenstossen, eine Strassenlaterme rammen, oder man rennt einen Hund über den Haufen, der gerade seinen Haufen hinterlegt. Wer Pokemon Go spielt, ist nämlich in jeder noch so schlimmen Pfütze drin, wenn er dort einen Schatz vermutet.

Wie gesund ist Pokemon Go?

Abgesehen von den Gefahren und Unfällen kann das Spiel Pokemon Go durchaus gesund sein. Man bewegt sich in der freien Natur und jagt mit seinem Smartphone in der Hand dem grossen Schatz nach. Bitte, da muss man sich bücken, strecken, laufen und sich seinen Weg bahnen. Radiologen versprechen sich einen gewissen Gesundheitseffekt durch die Bewegung. Herz-Kreislauf Erkrankungen werden minimiert, der Kreislauf wird stabilisiert und der Blutdruck normalisiert. Wer sich viel bewegt, hat auch ein vermindertes Risiko, an Zivilisationskrankheiten zu leiden, da sogar der Blutzuckerspiegel gesenkt wird.

Pokemon Go ist deshalb ein Gesundheitsfaktor, weil man endlich wieder in der freien Natur ist, sich draussen bewegt, die reale Welt sieht, anstatt zu Hause vor dem Computer zu verkümmern. Das Spiel hält uns fit, sorgt für einen gewissen Muskelaufbau, dient sozusagen als Fitnesstraining, und es macht schlank. Wer abnehmen will, sollte sich sofort anmelden und loslaufen.

Unfälle beim Pokemon Go

So gesund Pokemon Go auch ist, man sollte sich vor eventuellen Unfällen und Gefahren schützen. Wer nach dem grossen Schatz jagt, muss trotzdem die Augen öffnen, wenn er eine Strasse überquert und sich in der realen Natur befindet. Ein Spieler ist bereits baden gegangen, in einen See gefallen, und ein weiterer ist in ein parkendes Auto gelaufen. Solche Unfälle passieren aus der euphorischen Unachtsamkeit heraus, wenn man aufs Handy schaut, während man auf der Jagd ist.

Verbotene Zonen für Pokemon Go

Es gibt tatsächlich Orte, an denen das Spiel unerwünscht ist oder sogar verboten. Hierzu gehören Friedhöfe, weil man die Totenruhe in Ehren halten muss. Wenn ich tot am Friedhof liegen würde, wäre ich auch genervt, wenn andauernd fremde Leute an mein Grab kämen, ohne eine Kerze anzuzünden und für meine Sünden zu beten.

Pokemon Go sollte man auch nicht im Museum spielen, denn die Schätze hinter den verschlossenen Glasvitrinen sind zu wertvoll, als dass man sie durch einen unachtsamen Zusammenprall mit Körper, Dickkopf und Handy beschädigen könnte. In der Kirche sollte man auch nicht spielen, weil dort eher religiöse anstatt kultbezogene Andachten stattfinden. Kein Pfarrer freut sich, wenn ihm plötzlich ein Pokemon Go Spieler zu Füssen liegt, ohne dass er eine Fusswaschung oder eine Wassertaufe erhalten möchte. Kirchen sind zum Beten da.

Der soziale Faktor von Pokemon Go

Pokemon Go bringt Menschen zusammen, weil man endlich wieder das Haus verlässt und sich in der realen Welt bewegt. Trotzdem unterhält man sich nicht grossartig miteinander, aber immerhin befindet man sich in Kontakt, in Sichtkontakt.

In einigen Restaurants ist das Spiel unerwünscht, da es den Gesellschaftsfaktor gefährden könnte, wenn man zwischen Fischsuppe und veganem Sojaschnitzel einem noch grösseren Schatz hinterherjagt. Bitte, was könnte schon grossartiger als ein gutes Essen sein.

Manche Leute verbannen das Spiel aus ihrer Gesellschaftsrunde, weil sie sich unterhalten möchten. Mir wäre es auch unangenehm, wenn ich mich mit jemandem zum Kaffee trinken und plaudern treffe, und der schaut ständig auf sein Handy, verlässt mich pausenlos, nur um nach einem grösseren Schatz als nach mir zu suchen. Und so erfreut sich Pokemon Go an seinen Anhängern und an seinen Gegnern gleichzeitig, Hauptsache wir reden darüber.


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Elisabeth Putz

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