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Politik - So werden Sie Politiker

König und Dame in der PolitikKeine Frage, die Politik beeinflusst die Wirtschaft und umgekehrt. Als die glanzreiche Debatte über die Atomkraftwerke und den Biostrom aufflackerte, entgegneten die Kernkraftwerksbetreiber, dass der billige Strom nötig sei, denn sonst stehen wir nachts im Dunkeln da.

Irgendwann kam dann in den Medien die Meldung, dass die Atommeiler noch nicht direkt das zeitlich begrenzte Aus feiern, weil wir doch den Strom benötigen. Und wo bleiben die üppigen Subventionen für die Windkraftwerke und die Wasserkraftwerke, fragte ich mich, während ich mir unter der elektrischen Glühbirne meine Stromrechnung ansah und überlegte, zu einem günstigeren Stromanbieter zu wechseln. Wahrlich, ich bin ja selbst die beste Politik.

Im Grunde sind nicht die Politiker alleine für das immer wiederkehrende Desaster in der Welt verantwortlich, sondern wir. Ich kaufe mir Fastfashion bei H&M, C&A, bei meinem geliebten Zara und dem peppigen Orsay, wundere mich darüber, warum die Politik nicht eingreift, wenn in China eine Näherin einen Hungerlohn bezahlt bekommt, und suche gleichzeitig nach noch einem günstigeren Kostüm, welches seidig weiche Baumwolle beinhaltet. Steinigen Sie mich, ich laufe schon zur Hochform auf.

Politik ist wichtig, keine Frage, aber vor einem Wahlkampf zählen nur die Stimmen. Viele Stimmen erhält man mit vielen Geschenken an die Wähler. Im Grunde ist der Wähler dumm, wenn er seine Stimme dem Verschenker gibt, denn in der Realität kann keine Wirtschaft aufrecht erhalten werden, wenn man versucht, den einzelnen Menschen zu retten. Jeder ist auch ein wenig selbst für sich verantwortlich und sollte aus seinem Leben etwas Sinnvolles machen. Wenn man nur auf Geschenke und Vergütungen baut, verbaut man die Wirtschaft und sein eigenes Leben damit. Wählen sollte man die Partei, die realistisch denkt und arbeitet.

Einst wollte ein Politiker in den Himmel kommen. Er konnte sich nicht recht entscheiden, wo er eigentlich nach seinem Tod hinwollte. Petrus stand mit einem kleinen roten Teufelchen an der Pforte und fragte den Politiker, wohin er nun gehen möchte. Der Politiker wollte wissen, was es denn zur Auswahl gab. Die erste Wahl war ein blauer, kalter Himmel, eine feuchte Wolke, aus der es heraus regnete und viel Arbeit.

Die zweite Wahl war ein Aufenthalt in der Karibik, schöne Frauen und eine enorme Wärme, sodass man Tag und Nacht in der Sonne brutzeln konnte. Der Politiker hatte gewählt, und zwar den All Inclusive Karibikurlaub. Plötzlich stand er mit dem kleinen roten Teufelchen in der Hölle und musste Kohlen schleppen. Der Politiker wollte wissen, was er falsch gemacht hatte. Der Kohlenheizer meinte, die Karibik war vor der Wahl, und die Kohlen sind nach der Wahl eingetreten. In der Karibik sind viele Menschen arm und müssen schuften, ausserdem ist es in der Karibik heiss.

Manche Gespräche in den politischen Talkrunden gleichen einer Talkshow. Hier wird von der Karibik gesprochen und die Sonne versprochen, aber sehr unrealistisch gehandelt. Wir haben einen Staatshaushalt und eine Auslandsverschuldung. Gott sei Dank haben wir davon jeweils nur eines. Wir besitzen Staatsbürger, ein bisschen Geld und Arbeitsplätze. Wenn unrealistisch gearbeitet wird, hat man bald eine Ehefrau, die viel Geld kostet. Der Mann kommt mit dem Schuften nicht mehr nach und leiht sich Geld von der Geliebten.

Das alleine ist schon unrealistisch, denn die Geliebte möchte Geschenke erhalten und kostet im Endeffekt eine Menge Geld. In Zeiten der Wirtschaftskrise weiss mancher Politiker nicht, wem er zuerst helfen sollte, denn diese Wirtschaftslage ist für die Politik ungewohnt und völlig deplaziert. Plötzlich wollen alle Geld, weil wenige Superreiche das System zerstörten und noch reicher wurden.

Der Aktienhandel an der Börse, die zärtlich sanft gelagerten Regulierungsgesetze, die nicht weltweit greifen, die Optionen auf die Option, alles Geld der Welt verspekulieren zu können, all das ist Politik. Bitte, da darf man es den Politikern nicht übel nehmen, wenn sie sich entscheiden, diplomatisch die Dinge beim abgewandelten Namen zu nennen, damit der Grossteil des Volkes sich vorwiegend in Sicherheit wiegen kann, denn wenn die Politiker mit dem Holzhammer die Dinge hart und skrupellos in ihre Einzelheiten zerteilen würden, das Volk das wirre Innenleben der Dinge optisch plastisch sehen würde, dann würde das Volk nicht mehr schlafen können.

Bitte, ich bin übrigens auch ein bisschen Volk. Zum Politiker tauge ich nicht, denn ich bin der Holzmichel, der dem Volk die Wahrheit ins geschockte Gesicht schlagen würde, sodass mein Volk noch zerfurchter aussehen würde. Aber das grüne Sakko von Angela Merkel, bitte, das hätte ich gerne. Mittlerweile müsste es so gealtert sein, dass sie es entbehren und mir schenken könnte.

Welche Politiker sind käuflich?

Wie hoch muss die entgeltliche Summe ausfallen, um einen Politiker einer anderen Partei für seine eigene Partei zu gewinnen? Ab 500 000 Euro beginnt es, denn für eine halbe Million Euro kann man schon durchaus eine andere Meinung öffentlich vertreten. Oder? Ob diese Summen wirklich gezahlt wurden, das weiss wahrscheinlich nur der Politiker, der das Geld erhalten hat. Es kann natürlich auch sein, dass solche Gelder nie geflossen sind und nur behauptet wurde, dass man Politiker einkaufen kann wie warme Semmel. Bitte, für mich wären dies aber richtig teure Brötchen.

Frank Stronach hat in Österreich Fuss gefasst und vertritt mit seiner wirtschaftlichen Bewegung die Meinung, Österreich mit einer weiteren Partei etwas Gutes zu tun. Einige seiner Parteimitglieder kommen aus anderen Parteien. Sie sind jedoch nach eigenen Aussagen nicht gekauft worden, sondern aus reinster Überzeugung zu Stronach gewechselt. Das österreichische BZÖ erlitt dafür einen kleinen Schwund an Politikern.

Was bewegt einen Politiker dazu, seine Meinung zu ändern, sein Parteikonzept zu ändern. Alle bereits zu Stronach gewechselten Politiker sagen, es sei die innere Überzeugung gewesen. Übrigens heisst er mit angeborenem Namen Franz Strohsack, nur das kann in den USA kaum jemand fehlerfrei aussprechen.

Stronach ist überzeugt davon, dass jedes Land seinen eigenen Euro braucht. Bitte, dann taufen wir Österreicher unseren Euro einfach wieder in Schilling um, und ich bekomme meine Tafel Schokolade wieder für 10 Schilling.

Die Wirtschaft muss angekurbelt werden, nur wenn die Wirtschaft funktioniert, ist ein System gesund, sagt Stronach. In den USA leidet man manchmal in öffentlichen Bussen unter den lästigen Wanzen, weil sie teils nicht geputzt werden und teils die Leute die Wanzen verschleppen, aber die Wirtschaft funktioniert. Man bezahlt in den USA bis zu 2800 Euro für den Schulbus im Jahr, damit die Kinder ordentlich zur Schule gefahren werden, aber wenn die Wirtschaft stimmt, kann man es sich leisten, wenn man es sich leisten kann. Ob man es sich wohl leisten kann?

Ich bin der Meinung, dass man eine gesunde Balance zwischen wachsender Wirtschaft und dem Sozialsystem benötigt, damit möglichst viele Menschen ordentlich leben können. Der reine Kapitalismus hält sich auf Dauer nicht aufrecht genug, um stabil zu stehen. Aber nach meiner Meinung fragt ja niemand. Und deshalb gehe ich brav zur Wahl und wähle ....Und genau das sollten Sie auch tun, sonst fragt Sie auch eines Tages niemand nach Ihrer Meinung. Wo bekomme ich bloss so ein schickes grünes Sakko her, wie es Frau Merkel trägt?

Ach ja, falls ich es vergesse: Was ist eigentlich Anfuttern? Mein Lebenspartner kaufte mir neulich eine Torte, obwohl ich glaubhaft celebrierte, dass ich abnehme. Ich konnte nicht wiederstehen und saugte die Torte zuerst mit meiner Nase und dann mit meinem staubsaugerähnlichen Mund ein. Sie zerfloss auf meiner Zunge wie die Sahne auf den Erdbeeren beim Liebesspiel.

Und so funktioniert Anfütterung, es ist eine Art selbstverliebtes Liebesspiel. Ein Politiker lässt sich beschenken, lässt sich mit Bestechungsgeldern umgarnen und gibt dafür einen Teil seiner grosszügig angelegten Freiheit ab. Er sitzt ab diesem Zeitpunkt des Genusses mit symbolisch angelegten Handschellen im Gefängnis seiner Wahl, denn ab jetzt ist er erpressbar, direkt auspressbar. Bitte, da bekommen die sinnlich angehauchten Worte des Auspressens und des Saugens eine vollkommen andere Bedeutung, aber bitte die Handschellen hätten wir gerne in rosaroten Plüsch gewickelt, denn unsere Handgelenke sind empfindlich.

Übrigens ist in Graz ein Gerichtsurteil rechtskräftig geworden, in dem ein Politiker tatsächlich der Anfütterung beschuldigt und verurteilt wurde, auch mit rosaroten Handschellen, die ihm keine grossen Schmerzen bereiten werden. Das Gute an Österreich ist, dass die Leute vergessen und verzeihen können, bis zur nächsten Wahl. Ich bin Österreicherin.

Kleinparteien sind am Vormarsch

Die nächsten Wahlen rücken näher. In ganz Europa sind die kleinen Parteien und die Bewegungen, welche von Einzelpersonen geleitet werden, am Vormarsch. Dies sorgt für viel Wirbel, eine Menge an Abwechslung und einen Wählerstrom weg von den Grossparteien. Die Kleinparteien haben zwar nicht die grössten Chancen im Wahlkampf, sie verfügen nur über ein begrenztes Budget und können sich die teuren Wahlplakate nicht leisten, sind auch nicht bei den grossen Fernsehduellen dabei, aber sie können das Internet für den Wahlkampf nutzen. Falls in Österreich alle Kleinparteien zusammen wieder nichts bewegen können, bleibt alles beim Alten, dann gehen die zwei Grossen zusammen und versuchen erneut ihr Glück, denn der Stammwähler bleibt in der Regel treu.

Der Bundespräsident - Aufgaben und Persönlichkeit

Liebe Besucher, ahnten Sie es auch schon? Der elegant präsentative Bundespräsident Christian Wulff ist zurückgetreten. Eines muss man ihm positiv anmerken: Er glänzte wie eine Diva und repräsentierte zusammen mit dem Prunk seiner Frau das sachlich kompakte Deutschland beinahe so glamourös, wie die Obamas die USA repräsentieren. Er scheute sich nicht, modische, ja nahezu jugendliche Aspekte unters Volk zu bringen, wobei seine Outfits auch auf dem Laufsteg dahinschlendern konnten.

Was war bloss passiert, dass der gute Mann zurücktreten musste? Im Grunde hatte er doch bloss Urlaub bei Freunden gemacht. Österreich wirbt sogar mit dem Slogan, dass man Urlaub bei Freunden machen sollte. Ich glaube, jetzt muss ich meinem ältesten Geschäftsfreund die letzte Party in Rechnung stellen und meinerseits den Kaffee und die Sachertorte bei ihm bezahlen, denn es könnte sein, dass ich bald als Bundespräsidentin kandidiere.

Der Wulff hatte weiters nur ein kurzes Telefonat mit der Bildzeitung geführt. Bitte, ich wusste schon immer, dass die Bild, meine absolute Lieblingsillustrierte, auch Stories aus dem Anrufbeantworter presst. Ich werde gleich veranlassen, dass mein letzter impolsiver, emotional aufgeregter Anruf bei meinem hass-liebe-erfüllten Augenarzt gelöscht wird, denn der macht sich nicht gut, wenn ich Bundespräsidentin bin.

Christian Wulff schaute sich am Finanzmarkt um und nahm den günstigsten Kredit in Anspruch, der gerade greifbar war. Ich achte auch immer peinlichst darauf, Geld zu sparen. Neulich hatte ich zu diesem Zweck sogar mein Konto zu einer billigeren Bank umgezogen, aber das werde ich ändern, sobald ich die Bank mit den teuersten Konditionen gefunden habe. Der gute Wulff machte im Grunde nichts falsch, jedoch quälte ihn ein Kommunikationsproblem, denn er konnte sich nicht gezielt zu den Vorwürfen äussern. Manchmal hat man einfach einen Frosch im Hals.

Sehen Sie, lieber Besucher, ich habe meine Freunde auf Facebook, meine treuen Anhänger, die mir überall hin folgen, auf Twitter, und meine Geschäftspartner auf Xing gleich offengelegt, denn ich bin brav und folgsam. Jawohl, ich tauge als Bundespräsidentin. Ich bringe sämtliche, erforderlichen und überflüssigen Eigenschaften mit: Ich strahle mit meinem Zahnlack-Lächeln weiss wie die frisch verputzte Wand, ich kann Händeschütteln, denn den eleganten Hand Shake habe ich zu Haiders Lebzeiten versehentlich einmal am Redoute Ball und neulich auf der Beerdigung meines Vaters geübt, und ich ziehe mich modisch an, wenn Zara passende Klamotten für mich auf die Stange hängt. Voila, alles da, wählen Sie mich. Und bitte unterlassen Sie es demnächst, mir teure Pelzmäntel zu schicken, denn der Frühling naht, jetzt darf ich keine mehr annehmen, jetzt nehme ich nur noch Gucci Kleider in Empfang.

Der neue Bundespräsident - Ich bin es nicht

Jetzt ist es amtlich, Joachim Gauck ist der aktuelle, der brandneue Bundespräsident. Nun, wenn man die Statistiken und somit die Tendenz zu eventuell schwächelnden Bundespräsidenten aus der Vergangenheit betrachtet, könnte man glatt behaupten, die Bundespräsidenten wechseln wie die aktuelle Sommerkollektion in der Modewelt fast jährlich die Gesichter.

Der brandaktuellste Bundespräsident zieht mit seiner Lebenspartnerin ins Schloss Bellevue ein. Die First Lady bleibt zu Hause, denn Joachim Gauck gönnt sich Ehefrau und Lebensgefährtin gleichzeitig. Jetzt habe ich mir einige schwungvolle Gedanken darüber gemacht, wer eigentlich nach aktuellem Stand die First Lady ist. Könnte es die aktuelle Ehefrau, oder doch die Lebenspartnerin des Bundespräsidenten sein? Womöglich lässt er sich eines Tages scheiden und heiratet neu, dann hat sich meine unverschämt direkte Spekulation erledigt.

Mich hat man ja bei der Wahl des Bundespräsidenten ausgespart. Ich wollte ja samt mir, meinen zwei ausgeprägten Egos, meiner im Stich gelassenen Seele, meinem Lebenspartner und mit meinem Harem ins Schloss Bellevue einziehen, denn ich kann hervorragend Händchen schütteln und eine optisch sichtbare Aussenpräsenz aufrecht erhalten. Darin bin ich geübt, denn ich kann nach aussen hin leuchten, wie eine kräftige Farbkerze, auch wenn innen bereits alle Lichter erlischt sind. Naja, vielleicht werde ich bei den nächsten Wahlen, wofür auch immer, berücksichtigt.

Brauchen wir einen Bundespräsidenten?

Ist der Bundespräsident eigentlich notwendig? Er vertritt das Land nach aussen hin, kann bezaubernd lächeln und besitzt die Gabe des charmanten Handshakes. Wenn ich zusätzlich die Knigge durchstudiere und mir endlich gute Manieren aneigne, kann ich das Amt des Bundespräsidenten übernehmen. Ich muss mir nur noch ein Land aussuchen, welches mich nimmt. Ich nehme das Swasiland, 1,4 Millionen übersichtliche Einwohner, erträgliche, herzerwärmende 26 Grad Durchschnittstemperatur im Sommer, und eine überschaubare kleine Landesfläche. Was sagt der König dazu?

Kann nicht der Bundeskanzler das Amt des Bundespräsidenten mit übernehmen? Bitte, nicht dass er sich dann seelisch übernimmt. Angela Merkel hätte den charmanten Handshake beispielsweise gut drauf, sie hat zärtliche Finger, die sogar im Ernstfall mit erhobenem Zeigefinger der ganzen Welt zeigen, wo es entlanggeht.

Aufgaben des Bundespräsidenten

Hat der Bundespräsident auch Aufgaben? Ich ahnte es, er ist ständig auf Reisen, immer im Ausland. Und was macht der Aussenminister? Der lernt Englisch. Übrigens erwarte ich mir als Bundespräsidentin mindestens einen Chauffeur, eine artgerechte Wohnresidenz und etwas Taschengeld, wobei meine Tasche ein grosser Shopper ist, da passt mehr Geld hinein. Wie finden Sie die lebenslangen Abfindungen und Zulagen der vergangenen Bundespräsidenten, falls sie sich vor Ablauf der jeweiligen Amtsperiode verabschiedet haben? Haben Sie sich mit der Abfindung abgefunden? Ob ich vielleicht erwägen sollte, meine Steuern demnächst in der Schweiz zu sparen?

 


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Elisabeth Putz

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