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Geld ausgeben oder sparen?

In unsicheren, wirtschaftlich instabilen Zeiten horten die Leute ihr liebes Geld am Bankkonto und hoffen, die Inflation möge sie nicht auffressen. Da würde auch kein staatlich finanzierter Zuschuss helfen, wenn er nicht in Gutscheinen ausgeteilt wird, denn die Leute würden die Zuschüsse horten anstatt auszugeben. Nur eine hohe Inflation, gute Wirtschaftsprogramme und finanzielle Stabilität sorgen dafür, dass das Geld im Umlauf ist.

Um der Inflation zuvor zu kommen, muss Geld ausgegeben werden, um den Konsum anzukurbeln. Wenn man sein Erspartes in schicke Kleider, tolle Urlaube, teure Autos, Immobilien, Schmuck, edles Gourmet-Essen und Luxusgüter investiert, bleibt zumindest ein visionärer, seelisch befriedigender Wert erhalten, denn dann weiss man, wofür man es ausgegeben hat. Wer Aktien kauft, lebt wie am Roulette-Tisch, ständig im Glücksrausch, bis die Aktie ihren Wert verliert und als Klopapier verwendet werden kann. Aber gerade in Wirtschaftskrisen reagieren die Börsen oft unerwartet positiv, und die Anleger investieren wie wild. Dies zeigen Modelle wie Bit-Coins.

Wenn der Leitzins im Keller ist, die Kredite günstig sind, am Sparbuch kaum noch Zinserträge möglich sind und sich die Banken untereinander nicht mehr vertrauen, lohnt es sich, Geld auszugeben und in wertsteigernde Produkte zu investieren. Billiges Geld muss wandern, damit die Konjunktur wieder angekurbelt wird. Teures Geld darf schlummern, damit es sich vermehrt.

Unternehmer fürchten in wirtschaftlichen Flauten das hohe Risiko und kündigen lieber Mitarbeiter anstatt zu investieren. Die Sparer sind unsicher und plündern lieber ihre Sparkonten, damit sie wenigstens noch am Konsum Freude haben. Da hängt man sich lieber eine goldene Halskette ins Dekollete, denn dann weiss man, wie teuer der Hals ist, weil der Goldpreis erholt sich immer wieder.

Jede Art von Geld ist mit einem gewissen Risiko behaftet. Wer von einer sicheren Geldanlage spricht, meint im Grunde nur, dass es sich um ein minimiertes Risiko gegenüber anderen Geldanlagen handelt. Und so muss jeder für sich entscheiden, ob er sein Geld hortet oder ausgibt. Auf jeden Fall sollte man sich ein gewisses finanzielles Polster zurückhalten, damit man in der Not noch einen Cent zum Umdrehen besitzt.

Soll man Geld zu Hause horten?

Wer sein Geld zu Hause kreativ absichern möchte, der kann neue Tools und Techniken nutzen. Es gibt Minitresore in Form von Batterien, Dosen, Büchern und Alltagsgegenständen. Hier ist das Geld nicht direkt als Wert sichtbar, da man nicht annimmt, dass es in soliden Gegenständen versteckt ist. Manche Leute nähen ihr Geld auch in die Matratze oder in Stofftiere ein. Und man kann das Geld in zahlreiche Accessoires hineinlegen und hineinstecken, beispielsweise in Schuhsohlen, in den Schlüsselanhänger, ins Innenfutter von Taschen und Klamotten, in die Schranktüren, oder man klebt es unter den Tisch, oder man legt es unter den Fussboden. Allerdings wissen auch Diebe über diese kreativen Verstecke Bescheid, und so ist derzeit unser Geld auf dem Bankkonto immer noch am sichersten.

Sicheres Geld unter der Matratze?

Nirgends ist das Geld so unsicher wie unter der Matratze, obwohl alle Leute davon sprechen, hier ist es sicher aufbewahrt. Meine Mutter hat ihre Matratzengeschäfte und Matratzeneinlagen längst aufgegeben, denn sie schläft so schlecht auf diesem Geld. Neulich musste sie unerwartet ins Krankenhaus. Und voila, die Gefahr lauerte in Form von fremden Leuten, die plötzlich Zutritt zu ihrem Haus hatten, da sie ja einfach so mit dem Krankenwagen abtransportiert wurde und ihr die Sachen hinterher gebracht wurden.

Die Matratze ist der erste Ort, an dem nach Geld gesucht wird, glauben Sie mir, das wurde bereits in alten Zeiten gemacht und hat bis heute seinen Reiz nicht verloren. Trotzdem liegen unter den heimischen Matratzen so viele Geldscheine wie noch nie, denn die Leute vertrauen den Banken nicht mehr. Aber wie viele Häuser sind so abgesichert, dass man sie mit einem Bankinstitut vergleichen könnte?

Sicheres Geld auf der Bank?

Obwohl die Leute nicht mit der Bankenpolitik einverstanden sind, über die Unsicherheit des Geldes bei den Banken lästern, ist das Geld auf der Bank noch am sichersten. Es vermehrt sich nicht so rasch in Wirtschaftskrisen, aber es ist geschützt. Die Einlagensicherung beträgt derzeit in Österreich genau 100 000 Euro. Wenn man mehr Geld in einer Bank lagert, sollte man sich überlegen, zu einer zweiten Bank zu gehen, damit diese Einlagengrenze nicht überschritten wird.

Die Guthaben Zinsen liegen zwar in Wirtschaftskrisen am Boden, und niemand bückt sich danach, weil man lieber darüber schimpft, dass die Zinsen so niedrig sind, als dass man sich freut, dass das Geld auf der Bank sicherer als unter der Matratze ist. Die Zinsen können aber jederzeit steigen, und dann wird es schwierig, das Matratzen-Geld zur Bank zu tragen, denn Banken möchten ab einem gewissen Betrag den Nachweis haben, woher das Geld kommt. Matratzen sind hervorragende Anlagen für Schwarzgeld, Banken sind dies Gott sei Dank nicht. Einige Bankinstitute überprüfen bereits ab 15 000 Euro, woher das Geld kommt, und dies sollte man bei jeder Kontobewegung berücksichtigen.

Sichere Geldanlage - welches Investment lohnt sich?

Wer sich von seiner Matratze verabschiedet hat und seinem Geld auf dem Sparkonto ein wenig unter die Arme greifen möchte, der schaut sich natürlich gierig nach einem guten Investment um. Kunstaktien, Lebensmittelaktien, dies sind im Moment der Renner, aber so direkt sicher ist diese Geldanlage nicht. Natürlich kann man in umweltfreundliche, erneuerbare Energie investieren, in Zukunftsmärkte, aber ganz sicher ist dies auch nicht. Man kann sich als Investor, als Businessangel an kleinen Unternehmen mit genialen Ideen beteiligen, und auch hier lauert das Restrisiko, denn man weiss nie, welche Idee, welche Erfindung der Renner wird.

Eine total sichere Geldanlage gibt es nicht, aber man kann seinen Menschenverstand einschalten. Wer in Venture Capital investiert, dem ist die Gier zuvor gekommen, der darf mit hohen Gewinnausschüttungen rechnen, der darf sich aber auch nicht wundern, wenn sein Geld auf wundersame Weise verschwindet. Wer sein Geld in Staatsanleihen steckt hat ein bedeutend niedrigeres Risiko, aber dafür erntet man unterm Strich nicht solche Unsummen wie bei einem risikoreichen Investment. Fakt ist, wer ein Produkt nicht kennt und trotzdem investiert, dessen Geld ist nicht sicher, dessen Misserfolg ist jedoch so sicher wie eine Bankenpleite.

Ich werde mein Geld weiterhin auf meinem Sparkonto horten und auf bessere Zeiten warten. Inzwischen schwindet es ohnehin jedes Mal, wenn ich zum Juwelier gehe, denn ich finde immer etwas, ich bin ja auch nur eine Frau. Übrigens, Bausparen, eine Pflegegeldversicherung, eine obligatorische Altersvorsorge, die Erlebensversicherung, dies sind Varianten, die in Sachen Geldanlage wieder voll im Trend liegen. Wir werden immer älter. Wer pflegt uns denn im Alter? Nur das sichere Geld.

Gibt es Geld ohne Risiko?

Geld ohne Risiko, das wünschen wir uns. Kredite ohne Risiko, Spareinlagen ohne Risiko, Aktien und Investments ohne Risiko. Träumen Sie weiter, die aktuelle Realität sieht anders aus. Manche Finanzkritiker behaupten, wir steuern geradewegs auf ein finanzielles Chaos zu. Und die Finanzwirtschaft sagt, es ist alles nicht so schlimm, selbst wenn die Europäische Zentralbank neues Geld druckt, kann die Wirtschaft davon profitieren. Ich frage mich, wie man davon profitiert, wenn neues Geld auf den Markt geworfen wird, ohne dass man mit Sicherheit weiss, ob dies die Wirtschaft tatsächlich ankurbelt? Fakt ist, die Inflation steigt.

Wer profitiert wirklich davon? Als die Aussage, es wird neues Geld gedruckt, im Raum stand, sanken einige Aktien, während andere in astronomische Höhen stiegen. Sozusagen profitierten einige Anleger von der reinen Aussage, während andere viel Geld verloren hatten, ohne dass die Gelddruckmaschine angeworfen wurde.

Bitte, das Geld ohne Risiko existiert nicht einmal im Job, denn Geld verdienen ohne Risiko kann man vergessen, sobald die Kündigung droht oder Unternehmen sich vom Markt verabschieden. Ich beobachte immer wieder Aussagen und Versprechungen, dass das Geld risikofrei arbeitet, wenn man sich für gewisse Finanzmodelle und Investments entscheidet. Das Schlimmste, das mir dabei begegnet ist, war das Venture Kapital, welches als sichere Anlage verkauft wurde. Bitte, das war bestimmt ein Versehen, denn Venture Kapital ist so riskant, wie die Firmen, die sich dahinter verbergen, da kann man Glück und Pech zugleich haben.

Das Geld Risiko minimieren

Mit Geld gut haushalten, dies minimiert das Risiko, finanziell arm zu werden. Wer im finanziellen Chaos lebt, dem hilft nur noch das Haushaltsbuch und der Schuldenberater. Bitte, seit es diese zahlreichen, kaum zu verstehenden Finanzmodelle am Markt gibt, wovon sich in regelmässigen Abständen eines oder mehrere verabschieden, weiss man kaum noch, wo das Geld gut aufgehoben ist. Wenn an den Börsen der Teufel los ist, weiss man, eines der Finanzmodelle hat den Geist aufgegeben, aber einige wenige Anleger dürfen sich trotzdem glücklich schätzen, denn irgendwo hin ist das verloren gegangene Geld ja verschwunden.

Wussten Sie, dass das Geld im Grunde nicht weniger wird, sondern sich nur anders verteilt? Wenn Staaten Pleite gehen, das Rating verschiedener Länder herabgesetzt wird, dann verschwindet das Geld nicht automatisch, es befindet sich nur dort, wo man die Option genutzt hat, auf eine Staatspleite oder ein Herabstufen des Ratings zu wetten. So verdient der eine am Leid des anderen Millionen und Milliarden. Wahrlich, beim Geld hört die Freundschaft auf, da ist sich jeder selber der Nächste.

Wer das Risiko minimieren möchte und sein Geld relativ sicher für sich arbeiten lassen will, könnte beispielsweise auf das Bausparen umsteigen. Bausparen ist etwas für den sicherheitsbewussten Spiesser, genau das richtige für mich, und deshalb empfehle ich, wenn Sie nicht genug Geld besitzen, welches Sie unter Umständen zum Fenster hinaus werfen könnten, fangen Sie mit Bausparen an.

Eine weitere relativ sichere Geldanlage, jedoch momentan mit zu niedrigen Zinsen versehen, ist das Sparbuch, die traditionelle Spareinlage auf der Bank. Ich als bekennender Spiesser bin begeistert von diesem Finanzmodell, weil ich jede Art von Risiko scheue.

Geld ohne Risiko - sicheres Gold

Als der Schweizer Franken so stark wurde, dass die Fremdwährungskredite auf Schweizer Franken Basis an beachtlichem Volumen zunahmen, blieb der Goldpreis stabil. Trotzdem wurde das Gold für die Europäer, für Leute, die in Euro bezahlen mussten, teurer, da der Euro schwächelte. Gold wird in US-Dollar gehandelt. Wenn der Dollar steigt, der Euro sinkt, ist Gold in Euro gerechnet, teurer.

Trotzdem ist Gold als risikoarmes Geld zu werten, da ich nicht unbedingt von einem schnellen Gewinn ausgehe, sondern von einer Investition aus Sicherheitsgründen und vor allem von einer langfristigen Investition. Mir ist das Gold heilig, wenn der Euro wertlos wird, denn dann ist jeder teure Goldbarren mehr wert als der wertlose Euroschein. Ich bete jedoch zu allen Himmeln dieser Welt, dass der Euro niemals über Nacht wertlos wird.

Geld verdienen ohne Risiko?

Im Internet habe ich neulich gelesen, man kann Geld ohne Risiko verdienen. Bitte, das ist möglich. Man geht arbeiten und achtet darauf, nicht gekündigt zu werden. Anders kann ich mir das Geld verdienen mit Risikoarmut nicht erklären, denn selbst im eigenen Unternehmen lauern finanzielle Gefahren.

Wenn Sie kein Risiko scheuen, dann werden Sie doch Finanzmakler in Finanzkrisen. Wenn da ein Finanzmodell nicht den gewünschten Erfolg bringt, ein Unternehmen pleite geht, sich eine Bank verabschiedet, dann dürfen Sie mit Schadensersatzklagen rechnen, denn in einigen Fällen trug der Finanzberater eine Teilschuld, auch wenn das unterzeichnete Vertragspapier etwas anderes aussagte. Da kann man als Berater nur hoffen, dass das gute alte Sparbuch irgendwann so hohe Zinsen abwirft, dass der Finanzberater daran mitverdienen darf.

Wie sichert man sein Geld im Falle einer hohen Inflation?

Wie sichert man sein Geld im Falle einer Geldentwertung? Wenn beispielsweise der Euro nichts mehr wert ist, kann man noch so viel gespart haben, man kann sich kaum mehr etwas davon kaufen. Wenn man die Geldscheine aufgrund ihrer hohen Inflation im Rucksack mit sich schleppt, ist es zu spät, um sein Geld zu retten. Man muss vorab handeln, und das bedeutet, man muss sich den Geldfluss permanent anschauen. Wenn die Europäische Zentralbank den Leitzins senkt, die Kredite billiger werden und es in der Finanzwelt kriselt, sind dies erste Anzeichen für eine bevorstehende Geldentwertung. Alles wird billiger, nur die Grundnahrungsmittel und das Wohnen wird teurer. Spätestens jetzt sollte man handeln und einen kleinen Teil des Ersparten in gute, nachhaltige und stabile Anlagen investieren oder Gold kaufen. Natürlich könnte der Staat in Ausnahmesituationen auf Gold, Immobilien und Sachgüter zugreifen, aber ein gewisses Risiko besteht überall. Mit einem breit gefächerten finanziellen Wohlstand, der nicht nur aus Bargeld besteht, ist man eher auf der sicheren Seite im Falle einer hohen Inflation.

Wie schützt man sich vor der Geldentwertung?

Wer kennt sie nicht, die gute alte Inflation, die immer hinter unserem Geld her ist. Die Banken senken die Zinsen und schon schlägt sie wieder zu, die Inflation. Haben Sie sich auch schon manchmal gefragt, warum so eine Inflation überhaupt stattfindet?

Der Zinseszins ist ein Teilschuldiger, der die Inflation antreibt. Unser Geldsystem bricht laut historischen Belegen alle 200 Jahre auseinander, wird dann neu definiert, bis die Geldgier wieder keine Grenzen kennt und die Inflation droht. Das Geld wird erneut entwertet. 1929, am schwarzen Freitag, lernten die Menschen das Fürchten, als die totale Geldentwertung vor der finanziellen Türe der Privathaushalte stand. Bitte, im Grunde passierte dies an einem Montag, aber Fakt ist, wenn Armut droht, hat das Geld keine Chance mehr.

Aus der Inflation entsteht die Deflation, die noch einen Schritt tiefer in unsere Geldbörse greift. Es sind zwar schleichende Prozesse am Werk, die dafür sorgen, dass unser Geld entwertet wird, aber man kann bereits am Anfang einer Finanzkrise ausrechnen, wie lange es dauern wird, bis das aktuelle Finanzsystem zusammenbricht.

Wenn die täglichen Konsumgüter ständig teurer werden, hat das nicht immer nur Gründe, die mit der Inflation zu erklären sind. Der Aktienmarkt beeinflusst manche Güter, die weniger werdenden Rohstoffe lassen die Güter teurer werden, die Gier der Gierigen spielt auch eine kleine Nebenrolle in dem Bestseller Film der steigenden Inflation und Teuerung, und zuletzt ist es auch unser Konsumverhalten, welches den Preis zusammen mit der Nachfrage nach dem Angebot beherrscht.

Nur wegen der Inflation brauchen wir jetzt aber nicht gleich zum Aussteiger werden und uns von Blättern und Blüten zu ernähren. Sehen Sie, vor zehn Jahren kauften Sie sich um eine Mark noch ein Wurstbrötchen, und jetzt bekommen Sie für fünfzig Cent noch einen einzelnen Kaugummi. Am Kaugummi können Sie aber mindestens eine Stunde kauen.

Übrigens, die derzeit hohen Benzinpreise fallen auch nicht zu 100% in die Schuldhände der Inflation. Die Bioenergie wird dem Benzin beigemischt. Diese Bioenergie wird teuer und platzraubend auf den Feldern in einer Art Monokultur angebaut. Und schon werden Benzin und Getreide etwas teurer.

Angst vor der Inflation

Jetzt hört man aus allen Ecken der Finanzwelt und der unschuldigen Bürger, dass die Geldentwertung bereits vor der Türe steht und bei uns anklopft. Beruhigen Sie sich bitte wieder, solange der kleine Aktionär es noch für nötig hält, in seine Wertpapiere zu investieren, der Dollar noch Stufen findet, die er hochklettern kann und die Bundesregierung an der Spitze des Landes steht, ist das Geld noch seinen Euro wert. Die einzigen Abstriche, die wir alle spüren, ist die steigende Inflation, der die Löhne im Moment nicht hinterher kommen, da sie zu langsam sind und ihnen die Puste ausgeht.

Wer Angst vor einer Geldentwertung hat, kann sein Hab und Gut schützen, indem er es in Gold anlegt. Bitte, hiermit ist nicht die wundersame Geldvermehrung gemeint, sondern die sichere Geldanlage, denn Gold wird auch nach einer Geldentwertung das gleiche Edelmetall bleiben.

Immobilien, Kunstwerke und wertvolle Bilder, edler Schmuck, Oldtimer, wertvolle Uhren, seltene Erden, vielleicht noch die eine oder andere Aktie, die mehr oder weniger stabil ist, dies schützt uns auch vor einer Geldentwertung im übertragenden Sinn, denn was man hat, das besitzt man, auch wenn das Geld morgen nichts mehr wert ist. Lieber Besucher, Panik ist kein guter Helfer, nur das strategische, vorausschauende Gehirn hilft uns weiter.

Der Euro - stabile Währung oder hohe Inflation?

Als der Euro über Europa hernieder flog, regten wir uns auf, weil scheinbar alles gefühlsmässig teurer wurde. Die Gastronomie hatte in einigen Regionen astronomische Preise, die sich nicht einmal mehr die Ausserirdischen leisten konnten, und so brach der Tourismus in vielen Urlaubsgebieten merklich ein. Die Konsumgüter wurden gefühlt teurer, und so kaufte man sich nur das Nötigste, weil am Euro Ende noch so viel Monat übrig blieb.

Nach einiger Zeit gewöhnten wir uns an den Euro, die Preise normalisierten sich wieder, die Händler mit den astronomischen Preisen wurden verwarnt, und die Leute lebten, konsumierten und shoppten wieder. Wahrlich, da entwickelte sich der Euro zu einer stabilen Währung.

Wenn der Süden Europas nicht geschwächelt hätte, würde der Norden Europas noch immer shoppen, als gäbe es kein Morgen, aber der Zahn der Zeit begann zu faulen und fand keinen Zahnarzt, der das Loch im Zahn der Zeit stopfte. Jetzt versuchten die reichen Euro-Länder den armen zu helfen, aber Banken, Aktionäre, Ratingagenturen und die Börsen der Welt fuhren wie auf der Autobahn an den Rettungspaketen vorbei. Und so profitierten einige Wenige von der Option, dass ein Staat Pleite geht. Ich finde es bis heute schlimm genug, dass man auf die Pleite eines Staates legal wetten darf und dies an der Börse zulässig ist.

Irgendwann mitten im Konsumrausch ging die erste Bank einer ganzen Bankenreihe pleite und verabschiedete sich vom Finanzmarkt. Die Finanzkrise begrüsste uns mit offenen, leeren Armen. Die Anleger waren empört. Plötzlich wusste niemand mehr, warum er Aktien eines bestimmten Anbieters, eines bestimmten Produktes gekauft hatte. Jawohl, die Bankberater waren schuld, und es hagelte Schadensersatzklagen. Ich begreife bis heute nicht, wie jemand in einem riskanten Aktienmodell nur den sicheren Profit sehen kann. Jede Aktie ist riskant, selbst das stabilste Unternehmen kann sich eines Tages verabschieden.

Als der Euro zu einer instabilen Währung wurde, waren wir erstaunt, wünschten uns die D-Mark, den Schilling zurück und fluchten auf den Euro. Früher werteten die Südländer ab, und so blieben wir alle samt unseren Währungen mehr oder weniger stabil. Heute müssen die Südländer Europas mit ihrer Wirtschaftslage dem Euro hinterher laufen, auch wenn ihnen finanziell gesehen die Puste ausgeht. Ob der Euro wieder an Stabilität gewinnt oder in einigen Jahren vom Markt gefegt wird, das kann ich nicht sagen, aber ich sichere mich schon einmal ab und kaufe Gold.

Europäische Zentralbank druckt Geld - der Euro vermehrt sich

Jetzt hat sich die Europäische Zentralbank doch dazu entschieden, den Gelddrucker anzuwerfen und Geld zu drucken. In den nächsten Jahren soll der Euro wachsen, jedenfalls tut er dies quantitativ gesehen, denn die Zentralbank wirft unzählige neue Euroscheine auf den Markt. Damit sollen wieder neue Kredite vergeben werden und die Wirtschaft kann boomen.

In der Theorie ist dies möglich, aber in der Praxis kann ich mir nicht vorstellen, dass es funktioniert. Welcher Unternehmer nimmt schon einen Kredit auf, wenn eine hohe Inflation droht und das Unternehmen ohnehin auf wackligen Beinen steht? Nur unser Geld könnte damit zunehmend entwertet werden. Wenn jedoch ein Wunder passiert, erholt sich der Euro. Die Schweiz hat bereits vorgesorgt und den Franken stabilisiert.

Bleibt der Euro stabil?

Immer mehr Leute fragen sich, ob der Euro stabil bleibt? Neulich fiel mir auf, mein Honig, meine Rohwurst, mein geliebter Schinken, alles wird teurer. Gerade bei den Lebensmitteln würden wir uns wünschen, eine Stabilität der Preise zu erleben, denn essen müssen wir alle. Übrigens steigen die Aktien im Food Sektor, wenn eine totale Wirtschaftskrise droht. Wahrlich, die Welt ist ungerecht.

Sind nicht einst die Zuckerpreise gestiegen, trotz üppiger Zuckerernte? Und dann brannte überspitzt formuliert gerade rechtzeitig ein ganzes Zuckerrohrfeld ab. Wirklich, die Welt ist ungerecht. Seit der Euro am Markt ist, schimpfen wir über seine Existenz, denn früher war doch subjektiv gesehen alles billiger. Heute leisten wir uns zwar Klamotten für drei und mehr Kleiderschränke, aber das zählt nicht, der Euro muss der Schuldige sein. Ich habe über das Inflationsproblem nachgedacht und kaufe mir Gold, dann kann ich vom Goldbarren herunterbeissen, falls es eine Totalinflation gibt.

Teure Fremdwährungskredite - starker Schweizer Franken, schwacher Euro

Die Schweizer bauen auf ihren starken Franken und verzichten jetzt darauf, den Euro zu stützen. Ja glauben denn die Schweizer im Moment nicht an den guten Euro? Fakt ist, wer seinen Kredit mit Schweizer Franken gefüttert hat, der sitzt jetzt auf einer höheren Kreditsumme, denn den Fremdwährungskrediten geht es an den Kragen. Sogar der Export der Schweizer Unternehmen wird teurer, weil der Franken stark und der Euro schwächer geworden ist.

Wenn Sie einen Fremdwährungskredit in Schweizer Franken haben, könnten Sie ihn in Euro konvertieren, denn es könnte sich die Lage noch verschlimmern. Oder Sie pokern hoch und sitzen die Situation mit starken Nerven aus. Hoffentlich können Sie im schlimmsten Fall Sicherheiten bieten, sonst ist das ersparte Häuschen weg. Ich frage mich immer wieder, warum Leute riskante Fremdwährungskredite aufnehmen? Ist es die Gier?

So bekommen Sie mehr Zinsen

Als ich zusammen mit meinem Lebenspartner auf Wohnungssuche ging, seufzten wir über die hohen Zinsen, denn die Wohnung musste ja gekauft, teilfinanziert und dann abbezahlt werden. Jawohl, ich bin der kleine, verspiesste Häuslebauer, der brav seinen Kredit zurückzahlt, spart und sich über die lästigen hohen Zinsen aufregt. Gut, das Thema bildete damals meinen Lebensmittelpunkt, als ich nicht jede Woche mindestens einmal in meine Lieblingsboutiquen lief, um Schuhe, Hosenanzüge und nette Kostümchen zu kaufen. Wussten Sie eigentlich, dass man in einem türkisen Kostüm sehr kalt aussieht? Immer wenn ich es trage, bin ich froh, dass der Rock kurz und eng ist, damit die warme Farbe meiner Beine das Ganze kaschiert.

Jetzt leben wir in einer abbezahlten Wohnung und regen uns über die niedrigen Zinsen auf unserem Sparkonto auf. Ich könnte ganze Trauerlieder singen, wenn ich mir die Zinsbewegung der letzten drei Jahre ansehe, da steigt nichts, da ist alles laufend im Fallen. Hoffentlich bringt der freie Fall mein hart erspartes Geld nicht um, denn noch liegt es auf dem Sicherheitskissen in der Bank und nicht auf dem unsicheren Ruhekissen unter meinem Bett. Wenn ich heute mindestens einmal in der Woche in meinen Lieblingsboutiquen nach einem neuen Kostüm suche, quasi nach dem Rechten schaue, entdecke ich mich dabei, meine Gedanken in Richtung Sachgüter zu lenken, denn womöglich sind die Kapitalgüter auf der Bank eines Tages nichts mehr wert.

Wer trägt die Schuld daran? Die Zinsen, das verflixte Zinssystem, der unverschämte Zinseszins und die damit einhergehende Inflation. Natürlich ist eine gewisse Inflation eine reale Botschaft der Wirtschaft an uns, denn Preise verändern sich im Laufe des Lebens, aber versteckte Inflation, zu rasch fortschreitende Inflation und eine Geldentwertung, die über Nacht auf unsere Köpfe hernieder prasselt, dies sind Dinge, die ein schwaches Herz an die Grenzen des Herzinfarktes treiben. Übrigens hatte mein Opa im Jahre 1923 und mein Vater im Jahre 1948 so einen kleinen Herzinfarkt. Beide hatten ihn jedoch überlebt, als damals die Geldentwertung übers Land zog und die braven Sparer über den nackten Tisch zog. Wissen Sie eigentlich, wie hart so ein nackter Tisch sein kann, wenn man über ihn drübergezogen wird?

Wenn die Geldentwertung rasch voranschreitet, retten sich die grossen Geldgeier durch den Zugewinn an Land, Immobilien, Gold und materiellen Reserven in Form von Sachgütern. Die kleinen, brav in der Ecke sitzenden, ihr Erspartes hütenden Sparer gehen leer aus, denn sie entdecken die Geldentwertung erst, wenn es bereits zu spät ist.

Neulich hörte ich mir ein Statement der Neos an. Sie meinen doch tatsächlich, die Staatsverschuldung könnte man durch die Inflation tilgen. Ich liebe die Neos, schon alleine wegen ihrer Farbe, denn Pink passt so gut zu mir. Ich liebe die Gedanken und politischen Ziele der Neos, aber mit diesem Gedanken möchte ich nichts zu tun haben, denn er ist quasi ein Verrat an die kleinen, brav sparenden Bürger, die sich auf den Inhalt ihrer Spardose noch etwas Stolzes einbilden dürfen. Hoffentlich beleidige ich jetzt nicht die Neos, wenn ich diese Aussage tätige. Bitte, diesen Gedankenpunkt entnahm ich damals im Wahlkampf einer kleinen Pressemeldung, und er schockierte mich, brachte mich dazu, nachzudenken, in die nächste Boutique zu laufen und mir ein pinkes Kostüm zu kaufen. Wollen Sie sehen, wie gut es mir steht? Bei der nächsten Totalinflation ziehe ich es an, denn das bleibt dann übrig, wenn das Geld auf meinem Bankkonto nichts mehr wert ist. Ich bin übrigens Grün Wähler.

Wer profitiert von einem instabilen Zinssystem? Es sind die grossen Aktionäre, der Staat selber, falls er sich über die Inflation entschulden möchte, es sind die Land- Gold- und Immobilienbesitzer, wenn der Staat nicht auch noch auf die Sachgüter zugreift. Die Schuldner sind auch Gewinner, denn die Schulden werden mit einer Inflation quasi weggeblasen. Ich ahnte es schon lange, auf Pump lebt es sich einfach prima.

Der Staat hatte sich im letzten Jahrhundert bereits zweimal seiner Schulden und Geldsorgen entledigt. Das erste Mal nach dem ersten Weltkrieg, als 1923 der Apfel und das Ei im Supermarkt in astronomisch unerschwingliche Höhen stiegen. Das zweite Mal, als 1948 die Reichsmark in die D-Mark getauscht wurde, zu einem unfairen Tauschhandel. Beide Male existierten dahinter versteckte Inflationen, denn das Geld wurde für die Rüstungsindustrie zum offenen Fenster hinausgeworfen. Übrigens kann ein offenes Fenster schnell zu einer winterlichen Erkältung führen, speziell, wenn man versucht, Krieg gegen Russland zu führen. Gibt es das Wort der Inflation denn auch als Mehrzahl? Inflationen?

Wenn man sich die heutige Wirtschaft, die instabile Finanzlage mit all ihren künstlich an der Börse erzeugten Krisen anschaut, so könnte man durchaus von mehreren, schleichenden Inflationen sprechen. Es gewinnen einige wenige, grosse Aktionäre und Börsengurus, und sie gewinnen auf Kosten der sparintensiven Bürger. Jetzt möchte ich jedoch dazu sagen, dass ich die Finger von Lehmann Brother Aktien liess, denn ich verstand das System dahinter nicht. So uncool, so dumm war ich. Als ich begriff, dass die coolen Sparer und noch cooleren Banker dieses System auch nicht verstanden, fühlte ich mich irgendwie ein wenig klüger, denn wenigstens in diesen Fettnapf bin ich nicht hineingetreten.

Das Zinssystem - ein Übel oder ein Muss?

Banken vergeben Kredite, damit man sich grössere Anschaffungen leisten kann, die man sich eigentlich kaum leisten kann. Banken verlangen für dieses geliehene Geld Zinsen. Diese Zinsen werden wiederum verzinst, sodass sich das Ganze im Laufe der Zeit potenziert. Im Grunde ist dies ja ein gutes Geschäft, beide profitieren davon, aber nur so lange, wie der Schuldner sein Geld rasch zurückzahlen kann und die Bank die Zinsen stabil hält. Jetzt sah die Realität jedoch folgend aus: Die Banken verliehen Geld an Leute, die kaum bis gar nicht auf ihre Bonität geprüft wurden. Die Leute lebten in Villen, welche eigentlich der Bank gehörten, weil sie die Schulden kaum tilgen konnten. Die Blase platzte. Banken verliehen untereinander Geld und wurden immer skeptischer, weil eine Bank nach der anderen Pleite ging. Dazu kamen die Spekulationen an der Börse. Wenn man auf den Bankrott einer ganzen Bank, einzelner Immobilien, ganzer Staaten wettet, wenn Ratingagenturen ihr hartes Urteil bilden , aber vollkommen versagen, wenn es ums Ganze geht, dann verdienen einige Aktionäre viel, während die reale Wirtschaft leer ausgeht, da kein Geld mehr für Konsumgüter da ist.

Ich habe mich immer schon gewundert, wie das Geheimnis, dass sich ein arbeitsloses, herumliegendes Geld auf der Bank vermehrt, funktionieren kann. Es sind die Zinsen, die das Geld kaputt machen, denn irgendwann platzt jede Blase, wenn man andauernd Luft hinein pumpt. Wenn mein Geld faul in der Sonne liegt und sich urlaubsbedingt auf der Bank befindet, profitiere ich von Zinsen. Coole Leute dachten sich, sie geben ihr Geld gleich zu der Bank, die ihnen die höchsten Zinsen bietet. Es begann ein Wettkampf um die Kunden. Ich wunderte mich immer schon darüber, woher die Banken das Geld für die hohe Verzinsung der Spareinlagen, der Festgeldkonten und Co nahmen. So uncool wie ich war, suchte ich mir nicht diese ausländische Bank aus, welche mir hohe Zinsen versprach, sondern meine kleine Sparkasse um die Ecke, denn dort kannte ich den netten Banker, der wiederum mich kannte und wusste, dass er gefährlich leben würde, wenn er mir unsichere Geschäfte unter die Nase halten würde. Immerhin, ich habe aus lauter Uncoolness mein Geld nicht verloren.

Das Zinseszins System funktioniert ja nur dort, wo es eingesetzt wird, und so kann es nur dort wüten und Verwüstung hinterlassen. Aus religiösen Gründen sind in einigen Staaten diese Zinseszins Methoden nicht erlaubt. Dort hält man sich an den Goldreserven fest, denn eigentlich sollte unser Geldsystem auf den Goldreserven aufgebaut sein. Die USA hingegen druckt unbekümmert neues Geld, wenn die Staatsverschuldung unaufhaltsam näherrückt. Und so werden in den USA manchmal die Staatsbediensteten in Zwangsurlaub geschickt, weil ihre Löhne und Gehälter nicht bezahlt werden können. Bitte, wenn ich Urlaub habe, mir jedoch kein pink-türkises Kostüm kaufen kann, da ich kein Geld dafür habe, wird der ganze Urlaub zum unbespassten Zwang, quasi ein Zwangsurlaub. Sind wir nicht alle mehr oder weniger vom wirtschaftlichen Treiben der USA abhängig?

Wenn die EZB die Zinsen senkt

Die Europäische Zentralbank, der Punkt auf dem langen i, der Hebel aller Zinsen, nimmt Zinssenkungen vor, wenn die Banken nahe dem Abgrund stehen und mit den Köpfen in eine tiefe Bodenlosigkeit blicken. Warum macht sie das? Wahrlich, sie verfolgt ein ehrenwertes Ziel, die Rettung der Banken. Was nimmt sie dafür in Kauf? Wahrlich, auch ein ehrenwertes Ziel, eine drohende Deflation, eine drohend näherrückende Instabilität der Wirtschaft.

Es werden sogar Stimmen laut, die behaupten, wenn die EZB die Zinsen zu stark senkt, verlieren wir viel zu viel Geld, welches die Wirtschaft dringend nötig hätte. Es ist riskant, eine Zinssenkung auf richtig niedrigem Niveau lange Zeit aufrecht zu erhalten. Was antwortet die EZB darauf? Irgendwo her muss die Entschuldung der wirtschaftsschwachen Länder doch kommen. Und was antworte ich als Neutron, als Träger einer grausam zugespitzten Zunge darauf: Irgendwo her müssen doch die Gelder für die Managergehälter, für die Golden Handshakes, für die Aktiengeschäfte und Verluste an der Börse kommen. Ich wusste es, ich bin frech. Womöglich wird mir meine Frechheit eines Tages zum Verhängnis, an dem Tag, an dem mein Geld auf der Bank trotz Zinsen schrumpft.

Wie kann mein Geld auf der Bank trotz Zinsen schrumpfen? Na, ich könnte es ausgeben. Da ich im Moment Kostüme und Hosenanzüge in beinahe allen Farben besitze, habe ich keinen Grund, Geld auszugeben. Wenn ich allerdings einem gelben Kostüm, edel verarbeitet, schick und feminin, begegne, komme ich dem Ziel der Geldvernichtung schon näher. Lieber Besucher, falls Sie ein gelbes, edel aussehendes Kostüm mit richtig weiblichem Minirock sehen, Sie kennen ja meine Postanschrift, ich erwarte Ihr Paket.

Ich könnte das Geld auf meinem Bankkonto verringern, wenn ich weniger Zinsen als Null bekommen würde. Wenn die EZB ihre Zinssenkung gegen Null ausbreiten würde, hätten wir im äussersten Notfall auf den Banken Minuszinsen. Wir müssten für die artgerechte Lagerung unserer Einlagen bezahlen. Bitte, dann hat sich die Sache mit dem gelben Kostüm erledigt, denn dann habe ich das Geld nicht mehr dafür. Bitte schicken Sie mir zeitnah mein gelbes Kostüm zu, denn es geht auch um Ihr Geld.

Ich mag es kaum glauben, aber es gibt immer noch Menschen, die behaupten ernsthaft, was die EZB macht, geht sie nichts an, denn es betrifft sie nicht. Gut, wenn diese Leute ihr hart erwirtschaftetes Geld unter der hauseigenen Matratze lagern, geht sie das EZB Tatü Tata wirklich kaum etwas an, denn dann müssen sie lediglich gegen die schleichende Inflation kämpfen, die uns alle am Kragen packt. Ich sehe schon, es führt kein Weg am gelben Kostüm vorbei.

Was sagen die Kritiker zur Zinssenkung der EZB? Die Sache mit der riskanten Angelegenheit hätten wir bereits erwähnt, so riskant, dass man es nur in einem richtig gelben Kostüm ertragen kann. Eine weitere Sache wäre die schnellere Entschuldung der wirtschaftsschwachen Länder wie Spanien, Portugal, Griechenland und Co. Ich ahnte es, man findet überall Vorteile, wenn man gezielt danach sucht. Aber wie ergeht es den wirtschaftlich stabilen Ländern in dieser Zeit? Sie leiden, denn das Geld auf deren Bankkonten schwindet in unsichtbare Töpfe, die Kaufkraft schwindet, die Konsumlust auch, denn wenn das Geld auf der Bank bloss durch sein pures Umherlümmeln, durch sein ruhiges Herumliegen weniger wird, hat selbst das Geld keine Lust mehr, sich zu bewegen, ausgegeben zu werden.

Die starke Zinssenkung der EZB wird zu Lasten der normalen Bürger, der braven Sparer durchgeführt. Sie geht auf Kosten der Sparer einen Weg, der auf lange Sicht nicht gesund ist. Ich finde, es ist besser, die Ursache einer Krankheit zu erkennen, als die Krankheit immer wieder neu mit Medikamenten zu behandeln. Ein Diabetiker wird auch keinen effektiven Erfolg verzeichnen können, wenn er brav sein Insulin spritzt und nachher drei Topfengulatschen, halt, ich meinte natürlich drei Quarktaschen verzehrt.

 Wenn die Sparer leiden, leidet die Wirtschaft mit ihnen mit, denn die beiden leben in einer Art Symbiose miteinander. Eine Zecke kann ohne ihren Wirt auch nicht existieren, und der Wirt geht eines Tages kaputt, wenn die Zecke in der Nahrungskette fehlt. Denkt sich die Natur eigentlich etwas bei all ihrem Tun und Handeln? Kennen Sie die Aale?


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Elisabeth Putz

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