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Technische Spielereien und Multimediaprodukte

TechnikBesitzen Sie auch so unnötige Dinge wie einen Kaffeewärmer mit USB Anschluss? Meine Fusswärmer mit integriertem USB Anschluss lagern derzeit im untersten Eck eines wenig genutzten Schrankes und warten auf ihre Delogierung. Einmal im Jahr miste ich alle technischen Spielereien, die nutzlos ihr Dasein fristen, aus, und gebe ihnen ein vorübergehendes Zuhause im Keller. Übrigens besass ich bis vor kurzem einen elektronischen Handtuchwärmer. Ich suchte tagelang nach dem Stromfresser in der Wohnung, bis der Handtuchwärmer sich outete und sein energiefressendes Wesen offenlegte.

Technische Spielereien fürs Auto

Sie ahnen ja nicht, in wie vielen Kleinigkeiten des Lebens Technik drin steckt. Als ich mit dem ferngesteuerten Autoschlüssel den Wagen meines aktuellen Lebenspartners aufschliessen wollte, blieben die Autotüren verschlossen. Ich dachte schon, wir müssten unser Auto jetzt zu Fuss von Klagenfurt nach Wien schieben. Nicht dass ich zu dumm wäre, den richtigen Knopf zu drücken, aber mit leeren Batterien lässt sich einfach jeder Knopf erfolglos bis ins Unendliche hinein drücken.

Technisch gesehen bin ich eine 100% Frau mit allen dazugehörigen Rundungen und technischen Macken, mit Null technischer Ahnung im Gehirn, aber dafür mit vielen technischen Spielereien am Körper, welche der Männerwelt technisch gesehen riesengrosse Augen verleihen. Mein Partner kennt mich und meinen weiblich angehauchten Dickkopf. Deshalb nahm er mir wie selbstverständlich den Autoschlüssel aus der Hand, um selbst Hand anzulegen und die Türen zu öffnen. Diesen fatalen Fehler hätte er nicht machen dürfen, denn in solchen Situationen fühlt sich mein männlich angereichertes Ego zutiefst verletzt und beginnt weiblich zu zicken.

Ich wusste es besser, wartete einen Moment sanft ruhend in meinem elendslangen Geduldsfaden, bis ich tatkräftig in Aktion trat und die Autotüren per Hand mit dem Schlüssel aufsperrte, den ich in meiner nie enden wollenden Geduld meinem Lebenspartner aus der Hand nahm. Jawohl, meine Methoden wirken immer, und während der gesamten Autofahrt kostete ich meinen Triumph verbal lästernd aus. So eine Fahrt nach Wien kann ganz schön lange dauern, wenn eine Frau am Beifahrersitz ihren Etappensieg über die männlich dominante Technikwelt feiert.

Ich gelobe mich zu bessern, aber vorher baue ich noch schnell unseren alten Geschirrspüler aus und schliesse den neuen an, wenn es der Elektriker nicht rechtzeitig schafft, zu uns zu kommen. Ich sage Ihnen, mit geschlossenen Augen schaffe ich diese Kleinigkeit sogar mit links.

Technische Spielereien im Alltag

Die kleinen Technischen Spielereien wie das Smartphone, das Infrarot-Thermometer, der blinkende Schlüsselanhänger mit eingebauter Kamera, oder der batteriebetriebene Hund mit integrierter Weckfunktion, die interessieren doch ohnehin niemanden, denn die hat man einfach. Es geht auch anders.

Übrigens kaufte ich mir neulich eine Jacke mit goldenen Reissverschlüssen. Die faszinierten mich derart, sodass ich jede Zacke der Reissverschlüsse einzeln begutachtete. Wenn sie einmal kaputt gehen sollten, weiss ich genau, was zu tun ist, denn ich bin mittlerweile ein Reissverschluss Profi. Dann tausche ich sie aus oder kaufe mir eine neue Jacke. Wussten Sie eigentlich, dass man mit einem Stück Schneiderkreide oder einem Stück Kerzenwachs defekte Reissverschlüsse sanft einmassieren kann, damit sie besser nach oben gleiten?

Notfalls kaufen Sie sich eben eine Jacke mit Klettverschluss, falls Sie kein Reissverschluss Profi sind, dann brauchen Sie bloss zu warten, bis der Klettverschluss im Laufe der Zeit so verschmutzt ist, dass Sie sich endlich eine neue Jacke kaufen dürfen.

Vor kurzem entdeckte ich selbst die kleine unscheinbare Technik, die in einer simplen Streichholzschachtel steckt. Als ich meine Schneemänner, welche als Adventskranz dienten, anzündete, machte ich zu diesem heiss brennenden Zweck die Streichholzschachtel auf und staunte über die Technik, welche sich in und um die Schachtel herum verbirgt. Man kann das Schächtelchen auf und zu schieben, die Streichhölzer am seitlichen Rand reibungsvoll entflammen, und man kann sich aus Langeweile ein Schachtelhaus aus mehreren Streichholzkartons basteln, in welchem die kleinen Schneemann-Kerzen Zuflucht finden, wenn sie abgebrannt dastehen, damit niemand zu Weihnachten obdachlos auf der symbolisch kalten Strasse des nackten Adventstellers steht.

Unnötige technische Spielereien

Wer braucht in der Umkleidekabine unbedingt eine extra Digitalkamera, mit welcher er seinen neu gestylten Luxuskörper auf Facebook präsentieren kann, wenn die beste Freundin ohnehin zum Shoppen mitkommt? Wer braucht schon drei Notebooks extra, wenn der PC am Nachttisch wartet? Wofür benötigt man vier Handys, wenn man am Klo ohnehin selten telefoniert? Erst wenn die Umwelt auch atmen darf, hat der dauerhafte technische Alltag eine gesunde Balance gefunden.

Apropos Umwelt: Nicht jeder hat ein Herz für umweltfreundliche Technik. Als ich einen tieferen Blick in die Welt der HIFI Musikkomponenten warf, entdeckte ich eine direkt schädliche Disharmonie zwischen Umwelt und Technik. Da kaufen sich Leute chemische Sprays, damit die Musik auf der Schallplatte besser klingt, obwohl dies für das menschliche Ohr kaum wahrnehmbar ist.

Und da kaufen sich Leute einen teuren Netzstromfilter, damit angebliche Stromdisharmonien die Musik nicht beeinträchtigen. Über 10 Jahre hinweg bin ich ohne grösseren Gehörschaden davongekommen, obwohl ich keine dieser technischen Spielereien nutzte, aber als mein Partner diesem Wahnsinn verfiel, türmten sich mehr als 25 Kleingeräte um unsere Stereoanlage herum, die angeblich den Klang verbessern. Seither besitze ich Elefantenohren. Techniktrends für eingefleischte Nerds können ganz schön ins Ohr und zusätzlich ins Geld gehen.

Was kann man mit einem Infrarot Thermometer alles messen?

Bitte, ein Fieberthermometer ist es nicht, das habe ich bemerkt, als ich das neue Infrarot Thermometer an mein Ohr hielt und es meinte, ich hätte nur eine Körpertemperatur von 34 Grad. Wenn das stimmen würde, wäre ich eine technische Spielerei mit geringer Bandbreite, ein untertemperierter Mensch, obwohl ich manchmal glaube, diese Untertemperatur trifft auf mein hart gesottenes Ego direkt zu.

Mein verspielter Bär, mein Lebenspartner, brachte dieses Thermometer eines Tages nach Hause und verglich auf seinem kontrollierenden Streifzug durchs Haus alle Gegenstände miteinander, denen er begegnete. So ein Infrarot Thermometer funktioniert hervorragend auf allen glatten Flächen, auf allen materiell gesehenen, tot geglaubten Flächen, ausgenommen sind Menschen, denn die leben noch.

Ich verwende dieses Thermometer im Kühlschrank, damit ich in wenigen Sekunden weiss, wie heiss mein Joghurt noch werden darf, bevor sich unangenehme Bakterien darin entwickeln. Ich teste damit auch die Wurst, den Lachs und die Temperatur der Milch, ja sogar die Eier, denn man weiss ja nie, welch ungeahnte Temperaturen sich im Kühlschrank entwickeln, wenn das Licht erst einmal aus ist.

Neulich hielt ich das Infrarot Thermometer an mein Notebook. Viel zu heiss, dachte ich und fing an, mit einem Ventilator den Lüfter meines Notebooks zu fönen. Bitte, es hat geholfen, denn die Temperatur sank endlich ab. Wahrlich, auf glatten Flächen wirkt es gut.

Ich rasierte mir auch neulich die Beine, aalglatt, denn ich wollte eine glatte Oberfläche an meinem Körper produzieren. Und genau hier stiess ich an meine Grenzen, denn der Mensch ist mit einem Infrarot Thermometer nicht messbar. Wahrlich, die Betriebsanleitung hat nicht gelogen. Auch die Hunde meiner Nachbarin sind damit nicht messbar, verständlich, es sind ja auch nur Menschen.

Bitte, meine persönliche Meinung: Das Infrarot Thermometer ist eine reine, direkt unnütze Spielerei im Alltag, die ich als umweltbewusster Mensch nicht benötige, sie jedoch trotzdem besitze, denn ich hab ja meinen Lebenspartner, der mit regelmässiger Euphorie solche Dinge anschleppt. Wenn ich bedenke, dass ich eine Katze haben könnte, die mir täglich tote Mäuse anschleppt, so bin ich zufrieden mit der verspielten Ader meines Partners.

Technische Spielereien und Gadgets für die Wohnung

Das moderne Haus der Zukunft ist mit so vielen technischen Dingen ausgestattet, dass es vom Smartphone aus bedienbar ist. Wehe, man verliert sein Handy, dann hat man kaum noch Chancen, nach Hause zu kommen. Das intuitive Haus der Vergangenheit hatte zwar auch Sicherheitslücken, man konnte jedoch den Schlüsseldienst holen, wenn man sich ausgesperrt hat. Und so leben wir eines Tages in einer Welt, in der wir zwar wissen, wie man sein Smartphone steuert, in der wir jedoch verlernt haben, wie man ein Fenster manuell öffnet. Unsere Motorik wird einseitig, verkümmert und macht uns zu unbeweglichen Wesen.

Technikprodukte am eigenen Körper

Unser Körper wird zukünftig mit allerlei Technik versehen sein, sodass wir einen oder mehrere Chips implantiert bekommen, mit welchen wir Lebensvorgänge steuern. Technik und Mensch verschmelzen zu einer Einheit. Der Roboter mit künstlicher Intelligenz ist bereits geboren, und es wird der Tag kommen, an dem wir unser Gehirn und unseren Körper in so einen Roboter stecken, in ihm weiterleben und seine Fähigkeiten annehmen. Derzeit stecken wir den Roboter noch in unseren Körper hinein, gehen den umgekehrten Weg, und dennoch verschmelzen wir langsam mit der vollen Automation.

Technikprodukte für die automatische Überwachung

Big brother is watching you. Ein Trend geht hin zur vollen Kontrolle, zur vollständigen Überwachung. Mittlerweile ist es möglich, jedes neue Smartphone zu überwachen, ohne dass der Eigentümer dies bewusst weiss. Wir sammeln Daten, bereiten sie technisch auf und warten auf den günstigen Zeitpunkt, sie verwerten zu können. Der Mensch wird gläsern, nur die uralten Geräte schützen uns noch vor zu viel Überwachung.

Der moderne Fernseher zeichnet heute auf, wann wir welche Sendung anschauen. So weiss man, ob wir zu Hause sind, wofür wir uns interessieren, wie hoch unser Intellekt ungefähr ist, und wie wir leben. Der Kühlschrank der Zukunft weiss, wie wir uns ernähren, und die Krankenkassen werden eines Tages ihre Beiträge dementsprechend individuell anpassen. Da darf kein Schokoladeneis im Kühlschrank liegen, gefolgt von Wurst und Fleisch, sonst zahlt man gleich mehr für seine Krankenversicherung.

Gadgets und Apps fürs Gehirn

Wir erleichtern heute unser Gehirn mit kleinen Apps, damit wir uns möglichst wenig merken müssen, da wir nur wissen müssen, wo wir es gespeichert haben. Der Einkaufszettel ist als elektronische Liste in der Shopping-App gespeichert, unser Wissen ist am Smartphone abrufbar, und in vielen Quizshows im Radio kann man mitverfolgen, wie Menschen Fragen beantworten, die eigentlich das Internet beantwortet. Selber weiss man kaum etwas, aber man gewinnt, weil man schneller als der andere am Smartphone tippt. So entsteht eine Art Demenz im Kopf, die wir bewusst nicht wahrnehmen.

Besser ist es, man lebt regelmässig wie ein Aussteiger. Manche Manager schliessen ihr Smartphone nachts und im Urlaub in den Tresor, damit sie nicht in Versuchung kommen, erreichbar zu sein und sämtliche Apps zu nutzen. Sie gönnen sich eine Wanderung oder fahren mit einem altmodischen Fahrrad ins Grüne. Das moderne Fahrrad besitzt nämlich einen Motor und viele bequeme Gadgets, die unsere Muskulatur entspannen.

Technikprodukte für neue Stromquellen

Die Elektrizität ist eine der erfolgreichsten technischen Errungenschaften. Wir können nachts arbeiten, sind nicht mehr alleine auf das Tageslicht angewiesen, und so steigern wir die Produktion. Wir beleuchten Handtaschen, Autoinnenräume und Kleiderschränke, damit wir das Innenleben auch im Dunkeln betrachten können. Batteriebetriebene, handliche Lichtkugeln, welche man überall hin mitnehmen kann, kleinste USB-Sticks mit Beleuchtung, selbstleuchtende Uhren und Schlüsselanhänger, sogar leuchtende Stiefel, all das sind Dinge, die uns im Alltag helfen, zu sehen oder sichtbar zu werden.

Technikprodukte für unsere Gesundheit

Technik kann unsere Gesundheit, den Fortschritt in der Medizin fördern, wenn sie ethisch hochwertig eingesetzt wird, jedoch kann sie auch im selben Bereich zur Verzweiflung führen. Der Herzschrittmacher und die Herz-Lungen Maschine, der voll ausgestattete OP-Saal, die computerunterstützten Medizingeräte, all das verlängert unser Leben. Die PEG-Sonde kann uns jedoch ungewollt ans Pflegebett fesseln, wenn wir keine gültige Patientenverfügung besitzen.

Technische Geräte im Alltag

Wir müssen nicht alle Geräte auf Standby Betrieb schalten, wenn wir Strom sparen wollen. Es genügt bei vielen Geräten, dass wir sie lediglich einschalten, wenn wir sie tatsächlich benötigen. Sie können Ihre überflüssigen Geräte für eine Woche in den Keller räumen und prüfen, ob Sie diese noch benötigen. Sie werden bemerken, vieles braucht man kaum bis nie. Mit weniger Technik bleiben wir länger gesund, denn wir setzen uns nicht dem unsichtbaren, aber sichtbar spürbaren Elektrosmog aus.

In der Früh beginnen wir uns mit der elektrischen Zahnbürste die Zähne zu schrubben, weil wir zu faul sind, eigene Umdrehungen im Mund zu machen. Dann schalten wir zwei Fernseher gleichzeitig ein, denn wir wollen ja im Wohnzimmer und im Schlafzimmer die Nachrichten anschauen, obwohl wir selten hinsehen, weil wir mit tausend anderen Dingen beschäftigt sind. Wir könnten beispielsweise abends bei romantischem Kerzenlicht dinieren und nur zum Ausblasen der Kerzen eine App benutzen. Wir könnten Freunde persönlich treffen anstatt zu chatten, und wir könnten aufs EMS-Fitnessstudio verzichten und selbst unsere Muskeln trainieren. Nur den Selftracker brauchen wir, denn er beruhigt unser Gewissen, wenn wir genügend Schritte am Tag gelaufen sind.

Welche Multimediaprodukte braucht man?

TabletWieviel Technik erträgt der Mensch eigentlich? Wenn wir den normalen Heimwerker fragen, so ist ein Maximum an technischen Spielereien noch zu wenig, denn der frisch gebackene Heimwerker ist richtig verliebt in die Technik. Wenn wir den Normalverbraucher fragen, nehmen wir vielleicht zu diesem Zweck eine Frau, dann muss Technik gut bedienbar sein, nicht so üppig ins Detail gehen und vor allem ein edles und trendiges Design haben, denn die Verpackung macht das Produkt erst zum Renner.

Ich habe mir überlegt, wie es wohl wäre, wenn unser gesamtes Leben volltechnisiert werden würde. Wie würden wir leben? Welche Aufgaben hätten unser Körper und unser Gehirn noch zu erledigen? Die Muskeln würden sich lauthals aufregen, weil wir doch kaum mehr etwas von selbst anfassen müssten, ausser die Fernbedienung. Übrigens sind solche ferngesteuerten technischen Elemente im Haus der Zukunft bereits realisierbar. Da müssen Sie dann nicht mehr vom bequemen Sofa aufstehen, Ihre Pobacken bewegen, um abends die Fensterläden zu schliessen.

Sie haben ja dazu Ihre Fernbedienung griffbereit, die ständig an Ihrem Körper klebt, wie eine lästige Klette. Die Hausarbeit würde sich von ganz alleine erledigen, denn dann hätten wir für sämtliche Erledigungen einen ferngesteuerten Roboter, einen Arbeitsmecha, einen Unterhaltungsmecha, eine elektronische Putzfrau, eine verkabelte Köchin und einen technisch einwandfreien Waschboy. Da bekommt die kleine Waschmaschine glatt eine ernst zu nehmende Konkurrenz.

Für mich persönlich könnten Sie so ein Hausmodell gleich aufstellen, denn ich drücke mich vor der Hausarbeit, wie ein Aal, der sich zwischen den Schlingpflanzen hin und her windet, wie ein Lachs, der sich in der Pfanne vor Schreck verkleinert. Gäbe es vielleicht auch einen Liebesmecha, der die Arbeit im Bett erledigt, oder dürfen wir dieses zwischenmenschliche Detail noch selbst erledigen?

Zu viele technische Spielereien schaden dem Körper und machen den Geist zusammen mit den restlichen Muskeln müde. Unser Gehirn ist auch nur ein Mensch, ein Muskel, der träge werden kann, wenn er sich bloss noch auf ein paar Knöpfe einer Fernbedienung zu konzentrieren braucht. Technik ist aber ein wichtiger Faktor in unserer heutigen Zeit, wenn man sie sinnvoll einsetzt.

Welche Multimedia Produkte braucht man wirklich?

Unsere Gesellschaft ist zunehmend multimedial geworden, weil uns die Technik neue Wege aufgezeigt hat, an denen wir kaum noch vorbeikommen. So sind wir auch multitaskingfähig geworden, auch wenn wir nicht bemerken, dass unsere Konzentrationsfähigkeit dadurch nachgelassen hat. Im Wort Multimedia steckt Multi drin, sozusagen ist auch der Multimillionär multimedial, wenn er mit seinem Privatjet nach New York fliegt, um an der Börse nach seinen gestiegenen Aktienkursen zu sehen.

Im Grunde ist alles Multimedia, sogar meine Hand, denn die hat die Weisheit mit dem Suppenlöffel gefressen und kann telefonieren und tippen zugleich. Neulich erzählte mir ein Bekannter am Telefon vom Beate Uhse TV. Danach erzählte er mir, dass er im Google um drei Suchergebnisse weiter nach oben gestiegen ist, seit er seine Website kreativ optimiert. Ich tippte während dieses Gesprächs einen meiner Artikel in den PC ein und hörte meinem Bekannten nur mit einem viertel Ohr zu. Ich kombinierte dann die übriggebliebenen Wortfetzen, die zwischen meinen Gehirnwindungen Platz fanden. Ich kombinierte: Beate Uhse optimiert jetzt die Website fürs Fernsehen und steht ohne optimiertem Titel in Google ganz vorne. So multitasking bin ich.

Was ist Multimedia?

Unter Multimedia versteht man Produkte, mit denen man die digitale Welt bequem durchquert, visuelle und auditive Produkte, die uns den Alltag technisch gesehen erleichtern, wenn wir mit ihnen navigieren. Multimedial ist übrigens alles, was wir ein wenig umformen, doppelt und dreifach für mehrere Zwecke nutzen können, alles, was im aktuellen Trend unseres digitalisierten Zeitalters liegt. Ich habe einmal angefangen, meinen Lebenspartner zu digitalisieren, indem ich seine Gespräche mit mir auf Band aufzeichnete und anschliessend archivierte. Bitte, das wurde schnell langweilig, aber als er etwas behauptete, gesagt zu haben, was nie gesagt wurde, holte ich ihn aus meinem Archiv heraus und überprüfte die Sachlage. Die Bänder habe ich längst vernichtet, denn ich darf sie Dritten nicht zugänglich machen.

Multimediale Dinge sind praktisch. In der TV Welt haben wir heute nicht nur unseren Fernseher im Wohnzimmer, sondern ein ganzes Heimkino. Die Tüte Chips kaufen wir im Supermarkt und treffen uns anschliessend mit unseren virtuellen Freunden, um unser Heimkino voll auszunutzen. Vergessen Sie aber bitte unter dem ganzen Multimedia Rummel nicht, vor die Haustüre zu gehen, sonst wissen Sie eines Tages nicht mehr, ob es draussen Sommer oder Winter ist.

Welche Multimedia Produkte liegen im Trend?

Es gibt wieder kleine verspielte Neuheiten, die unser Leben technisch und praktisch verbessern. Theoretisch sind sie bereits erhältlich, praktisch sind sie noch zu teuer, aber sie sind immerhin schon praktisch in der Anwendung. So gibt es beispielsweise die singende Glühbirne. Man kann sie als Lichtquelle und als MP3 Player verwenden und per Fernbedienung zum Leuchten und zum Singen bringen. Da können Sie gleich morgens zusammen mit Ihrer Nachttischlampe Ihr Lieblingslied trällern, denn die musikalische Lampe singt gleich mit Ihnen mit.

Auch das trendige Touchpad für unterwegs ist voll in Mode, denn wir alle werden ja immer mobiler, jetzt wo wir endlich neue Designerbeine bekommen haben. Das Notebook für die kleine Handtasche wird immer winziger. Apple hat es uns vorgemacht, und andere Hersteller machen die Sache mit den Kleinigkeiten einfach frech nach, aber das Rad wurde ja auch nur einmal erfunden. So wird der portable Laptop immer kleiner, sodass er eines Tages vielleicht in die Klatschbag passt, in die kleine Frauenhandtasche, in die nicht einmal eine ordentliche Brieftasche hinein passt. Frauen kaufen ohnehin meistens mit der Kreditkarte des Mannes ein und brauchen keine Geldbörse, ausser sie verwalten darin ihr eigenes Geld für das dicke Bankkonto. Die neuen Tablets werden immer handlicher, dafür bekommen wir auch mehr Leistung geboten.

Die Fernbedienung, die unseren Haushalt steuert, ist auch in Planung. Da kann man seine Kartoffelsuppe dann von unterwegs aus bereits kochen, und wenn man nach Hause kommt, ist das Essen löffelfertig portioniert. Realistisch sind das Überprüfen von eingeschalteten Geräten, das Öffnen und Schliessen der Fenster und andere Kleinigkeiten, die man zukünftig von unterwegs aus steuern kann. Mit dem Smartphone kann man jederzeit einen Blick ins eigene Haus werfen, da die Digitalkameras mit dem Handy verknüpft sind, und wenn etwas im Haus schief läuft, greift man blitzschnell ins Geschehen ein, indem man Hilfe holt.

Das Haus der Zukunft ist übrigens schon so multimedial eingerichtet, dass man ganze Raumszenen programmieren kann. Dann schaltet man morgens die Küchenszene ein, der Kaffee wird gekocht, die gewünschten Lichter gehen an, der Kühlschrank spuckt das Frühstücksei aus, und der Eierkocher weiss, was er zu tun hat. Bitte, das erspart den teuersten Butler. Und wenn der Gärtner den Schlüssel vergessen hat, sperrt man ihm per Handy von unterwegs die Haustüre auf. Und wehe, es ist nicht der Gärtner, dann ist der Goldschmuck weg.

Wie viele Multimedia Produkte brauchen wir?

Manche Menschen fühlen sich unwohl inmitten der digitalen Technik und werden bewusst zu Minimalisten, aber das Smartphone ist immer dabei. Wenn der Radiowecker am Morgen klingelt und uns mit seinem Musikprogramm weckt, wachen wir auf, zücken unser Smartphone, legen uns neben den Tablet oder rennen zum Notebook und schauen auf Facebook und Co nach Neuigkeiten, weil wir während des Schlafens etwas verpasst haben könnten.

Bereits beim Kaffee trinken schütten wir Adrenalin in uns hinein, wenn die Espressomaschine, die Kaffee in allen Sorten zaubert, die Milch aufschäumt und den Zucker beimischt, unsere tägliche Tasse heissen Kaffee zubereitet, so wie wir ihn lieben. Die elektrische Ultraschallwellen-Zahnbürste hat schon längst das multimediale Zeitalter der Welt erblickt, denn die kann neben dem Zähneputzen auch die Zunge schrubben, die Zahnhälse polieren und dient zusätzlich als ultrastarke Munddusche. Eines Tages erlernt sie das Bohren, wird also zusätzlich eine Bohrmaschine und ersetzt uns den Zahnarzt.

Ich glaube, ohne unsere teils überflüssigen Multimedia Spielereien wäre das Leben halb so aufregend. Und wenn das neue Smartphone abstürzt, weiss man nicht, was auf Facebook los ist, denn alle virtuellen Freunde sind online und trinken zusammen Kaffee. Und wenn mein Smartphone abstürzt, sagt mir meine Diät App nicht mehr, was ich heute essen darf, also trinke ich nur noch Kaffee und warte auf neue Anweisungen. Wahrlich, ohne Multimedia Spielereien wären wir arm dran, kaum noch lebensfähig. Wie haben wir das früher bloss alles geschafft?

All-inclusive Multimedia Geräte

Ein Trend in der Technik geht zum All in One. Man besitzt ein Gerät, mit dem man viele Dinge erledigen kann. Ich bevorzuge hier eindeutig das Handy mit den vielen nützlichen und unnützen Apps. Was kann das Handy noch nicht? Selbst kochen kann man mit Hilfe einer App, die uns zeigt, wie wir uns gesund ernähren sollen. Übrigens, haben Sie den Film Switch gesehen? Wenn es eine Fernbedienung gibt, mit welcher ich mich in die Zeit versetzen kann, in der ich Milliarden Euros auf meinem Konto habe, dann lassen Sie es mich bitte wissen, denn ich schalte mich sofort dorthin.

Hoffentlich bin ich dann nicht eine alte Frau, abgearbeitet und frustriert, weil ich so viel Energie ins Geld gesteckt habe, dass ich vollkommen vergessen habe zu leben. Gut, bei dieser Betrachtung baue ich dann doch lieber auf weniger Geld, vielleicht nur auf ein paar Millionen Euros. Der Mensch ist von Natur aus bestrebt, mit wenig Aufwand viel zu erreichen, am liebsten im Schlaf, denn da bemerken wir die Arbeit nicht. So ein Zeit-Beamer ist reinste Zukunftstechnik, aber man wird doch noch träumen dürfen.

Die Digitalisierung unseres Lebens

Ein weiterer Trend in der Digitalisierung geht dahin, dass wir unser Leben im Internet digitalisieren, verwalten und nachhaltig konservieren. Datenschützer rufen laut um Hilfe, aber der technische Fortschritt ist im Internet so laut, dass sie förmlich überhört werden. Wir wollen, dass unsere Privatsphäre geschützt ist, kaufen uns Virenschutzprogramme und Firewalls, veröffentlichen jedoch gleichzeitig unser Leben in den sozialen Netzwerken und wundern uns, wenn einige Firmen alles über uns wissen und dies auch nutzen. Besser ist es, man stellt peinliche Details aus seinem Leben niemals online, denn das Internet vergisst fast nichts, auch wenn das Recht auf Vergessen inzwischen rechtlich einklagbar ist.

Der Fernseher, der auf Bewegungen reagiert

Was hat uns die Technik jetzt schon wieder für ein neues Spielzeug in die Wiege gelegt? Ein Fernseher, der auf unsere Bewegungen und Gewohnheiten reagiert, soll jetzt in die Wohnzimmer der TV Fans einziehen. Er achtet auf Mimik und Gestik, auf den Augenaufschlag und die Körpersprache der Menschen. So erkennt der Fernseher, wann er leise sein muss, weil ihn niemand beachtet, und wann er sein Programm ausliefern muss, weil alle gespannt in den Bildschirm schauen.

Das ist wahrlich eine multimediale Sensation, und ich frage mich wieder, wann die ersten Mechas auf die Welt kommen, die uns Menschen dann ersetzen werden? Übrigens kann so ein Fernseher vielleicht bald ein Gespräch am Frühstückstisch eröffnen, wenn Er und Sie sich nichts mehr zu sagen haben. Da können ganze Ehen vor der Langeweile gerettet werden.

Übrigens ist die Fernbedienung, die immer wieder verschwindet, weil man gerade darauf sitzt, bald Vergangenheit. Ich glaube, mich erinnern zu können, dass wir einst den Fernseher nur am Apparat selber an und aus machen konnten, aber damals gab es ja auch nicht so viele Fernsehsender.

Ich bin durch und durch multimedial, von den Haarspitzen bis in die Zehenspitzen. Ich besitze einen Fusswärmer, der mit einem USB Stick betrieben wird, sodass meine Zehenspitzen beim Arbeiten im Büro im Winter schön warm bleiben. Ich besitze auch einen Haartrockner, der die Wärme der ausströmenden Luft berechnet und so immer den richtigen Abstand zum Haar erkennt. So kann ich meine Haarspitzen nie wieder versehentlich verheizen und zu kleinen Strohballen knüllen. Beides habe ich im Internet gefunden, denn ich besitze auch einen multimedialen Internetanschluss, der mit meinem Flachbildfernseher konform geht, sodass ich vom Sofa aus einkaufen gehen kann, ohne mich zu bewegen. Geht ja nicht anders, meine Füsse stecken im Fusswärmer fest.

Ist Ihr Leben auch so multimedial ausgerichtet? Sicher besitzen Sie schon einen Flatscreen. Das Gute an so einem Flachbildfernseher ist, dass er nie wieder die freie Sicht vom Sofa aus auf den Balkon versperrt. Heute sieht der Fernseher ja HDTV, und dazu braucht er nicht einmal eine Brille. Die Bilder werden schärfer, die Frauen immer nackter, die Pixel verschwinden von den Luxuskörpern der Prominenten, und so macht die Berichterstattung der Berlinale einfach mehr Sinn für den Zuschauer, der vom wohnzimmereigenen Fernseher aus das Filmevent mitverfolgt.

Multimedial sind wir auch mit unserer 3D Brille, selbst wenn wir damit aussehen, als würden wir gleich in den Urlaub ins All fliegen und zu Hause auf dem Sofa auf unsere Untertasse warten. Mit der passenden 3D Brille öffnen sich uns Welten vor dem zweidimensionalen TV Gerät, welche wir zuvor nur in der Realität greifen konnten. Mit der 3D Brille sind wir endlich live dabei, wenn Spiderman die Wände entlang läuft und die Twilight Vampire uns beim unverbindlichen Händeschütteln die Halsschlagader anzapfen. Eines Tages fangen wir das Sonnenlicht aus der Sahara ein und konservieren es in einer 3D Box, damit wir gut durch den Winter kommen.

Kommunikation per Video, Kamera und Chat

Ein ausgeprägter Trend geht heute hin zum Telefonieren per Chat und Videokamera. Man will sich sehen, wenn man miteinander spricht. Dieser Prozess hat sich daraus entwickelt, dass wir vorwiegend online leben, das eigene Haus nicht verlassen, sozial jedoch nicht vereinsamen wollen und aus diesem Grund online Kontakte pflegen. Gesund ist dieser Trend nicht gerade, aber er boomt. Das Smartphone ist zu einem guten Freund geworden, auch wenn es unsere Augen schädigt. Besser wäre es, wenn wir reale Freunde treffen und das Haus verlassen würden.

Gadgets und Apps

Richtig cool machen mich ja meine neuen Gadgets und Apps. Neulich nahm ich mit einer Diät App mehr als 5 kg ab. Bitte, den Aspekt, dass ich mit der Kochrezepte App wieder 7 kg zugenommen habe, lassen wir jetzt weg, denn der macht mich nachdenklich. Bin ich cool genug?

Cool macht mich auch meine Wetter App, die ich überall mit dabei habe. Als ich im April in meinem schicken Kleidchen dastand, regnete es plötzlich und ich fror wie ein Zitteraal. Bitte, man könnte manches verbessern, vielleicht liegt es nicht an der App, sondern am Wetter.

Cool ist man ja mit dem automatischen Rückspiegel am Fahrrad, einer Rückspiegelkamera. Da fährt man wie ein Weltmeister, ohne den Kopf zu drehen, direkt an der Grenze der Genickstarre. Gut, vielleicht dürfte die Blackbox nicht so oft versagen, aber wir können ja noch an der Technik feilen.


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Elisabeth Putz

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