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Umweltfreundliche Technik für ein gesundes Leben

TechnikUmwelt, Technik und Gesundheit, dies müsste schon längst der Standard in unserer heutigen Welt sein, wenn die Umsetzung nicht so schwierig wäre. Wieviel Technik erträgt eigentlich unsere Umwelt? Hier müssen wir wirklich den technischen Fortschritt und die Spielereien unterscheiden. Eine Solaranlage in Afrika, die ganz Europa am Leben erhält, das ist sinnvolle Technik. Und wenn so eine Solaranlage in der Sahara stehen würde, könnten wir uns lichtdurchflutet über den neuen Energiestrom freuen. Und doch müssten wir uns überlegen, was die Wüste dazu sagt, denn die Langzeitfolgen können meistens erst nach langer Zeit zum Ausdruck kommen.

Technik für die Umwelt hat schon ihren verdienten Platz in unserer Welt, denn sie macht rundum Sinn. Ich zahle lieber ein wenig mehr für ein Wasserkraftwerk und für die Windenergie, wenn ich dafür auf die Atomkraft verzichten könnte. Aber bei den Grasgrünen bin ich nicht, denn die gehen lieber von München nach Hamburg zu Fuss, bevor sie sich ins Auto setzen. Ich bin nur bei den normalen Grünen, denn die erlauben es wenigstens, dass ich mich schick in Glitzer und Glammer kleide. Natürlich gibt es unzählige Spielereien in der Technik, die der Umwelt schaden. Zu Weihnachten leuchten zehn Weihnachtskugeln vom Baum, die einen integrierten digitalen Fotorahmen beinhalten.

Und die Lichterketten brauchen so viel Strom, dass uns der billige Atomstrom gerade recht kommt. Wer braucht eigentlich vier Notebooks, ein zusätzliches Netbook und drei Handys, die alle gleichzeitig in Betrieb sind? Ich halte beispielsweise so lange an einem alten Ding fest, bis es den letzten Atemzug macht. Dann sehe ich mich am fortschrittlichen Markt um und erschrecke, weil ich so viel Fortschritt auf einem Haufen kaum ertragen kann.

Und dann muss ich die neuen Spielereien mühevoll erlernen, weil sich der Computer so schnell verändert hat. Ich nutze beispielsweise Windows XP und würde mich freuen, damit in Rente zu gehen, dabei bin ich noch Jahrzehnte davon entfernt. Ich liebe mich, und deshalb liebe ich auch die Welt, in der ich täglich aufwache. Demnächst werde ich mich mit Windows 7 anfreunden, damit ich Windows 8 in Ruhe verschlafen kann, denn wenn ich Windows 7 begriffen habe, klatscht man die neuen PCs bereits als trendige Hologramme an die Wand. Dann braucht man kein Betriebssystem mehr.

Passen Umwelt und Technik zusammen?

Zu viel verspielte Technik und Umwelt passen irgendwie nicht zusammen, wie die Faust, die auf dem geschwollenen Auge ruht und zum nächsten Schlag ausholt. Technisch gesehen hat die Umwelt keine Chance in unserer heutigen Welt. Man fährt doch gerne mit dem Auto jeden Meter, denn es ist so praktisch, wenn man gleich in die Gebäude hineinfahren kann. Es gibt immerhin schon den Autolift für das moderne Luxusloft, denn mit seinem Luxuswagen möchte man jede Sekunde zusammen sein.

Ach, wir werden einfach alle miteinander Aussteiger, dann tun wir etwas für die Umwelt. Jetzt habe ich mir einmal so ein Leben als Aussteiger überlegt, und ich bin zu dem Entschluss gekommen, ich warte noch ein Weilchen mit meinem Vorhaben. Das Problem ist nur, wie verwöhne ich dann meine Haare, wenn ich die Pflegeprodukte erst selber anbauen und ernten muss?

Und wer schreibt die Texte in mein stromfressendes Notebook, damit Sie diese hier auf dem Lifestyleportal lesen können? Wir müssen nicht alle Aussteiger werden, wir können die Technik, die das Leben so bequem macht, auch dosiert und mit viel Gefühl einsetzen. Früher liebte man sich in herrlicher Zweisamkeit nur mit den Mitteln, die man am eigenen Körper vorfand. Heute benutzt man für den letzten Lustschrei in der Liebe alle möglichen technischen Dinge und Spielereien. Die brauchen bereits bei der Herstellung Energie und fressen einen kleinen Teil der Umwelt auf.

Vieles macht man heute mit Hilfe von Geräten, sodass der technische Alltag irgendwie sinnfrei wird. Auf dem Tannenbaum hängt der digitale Bilderrahmen als Christbaumkugel getarnt. Die Kerzen sind elektrisch, und der Schnee wird aus der Dose versprüht. Früher hingen noch echte Christbaumkugeln am Baum, und in der Wohnung schneite es nicht. Vielleicht sollten wir einmal die sinnfreien Dinge von der nützlichen Technik trennen und uns im Verzichten probieren.

Ich verzichte im Moment auf die elektrische Zahnbürste, und tue etwas Sportliches für meine Hände, wenn ich meine Zähne gründlich putze. Spüren Sie auch schon einen Hauch von Umwelt unter der Technik? Immerhin atmen Sie die gleiche Luft ein wie ich.

Passen Gesundheit und Technik zusammen?

Wieviel Technik ist gesund? Auf der einen Seite ist zu viel Technik ungesund und macht unseren Körper krank, denn er liebt es natürlich und umweltfreundlich. Auf der anderen Seite kann die Technik in der Medizin Leben retten und Leben verlängern, wenn es jemand wünschen sollte. Für die lebensverlängernden Massnahmen habe ich ein besonders sensibles Ohr, denn da sind die Meinungen auch zweigeteilt.

Mein Vater ist weit über 80 Jahre alt. Seine Seele wollte sich jetzt schon zum fünften Mal von der irdischen Welt in Form eines Schlaganfalls verabschieden, aber die medizinische Technik sagte jedes Mal eindeutig Nein zum Vorhaben der Seele meines Vaters. Er residiert in einer privaten Pflegestation, und trotzdem fehlt ihm die Liebe, die er unter dem Massenpublikum der Mitbewohner nicht in diesem Ausmass abbekommt, wie er sie gerne hätte.

Wie sehr dürfen wir in die Seele eines Menschen eingreifen, wenn wir die Körperhülle im hohen Pflegealter noch am Leben erhalten? Bitte, ich bin für alle lebensverlängernden Massnahmen offen und würde auch einen 100 Jährigen an die Magensonde legen, wenn es sein muss. Nur bin ich eben auch ein Verfechter einer hohen ethischen Moral und frage mich, wie die menschliche Seele das alles sehen mag? Wann darf ein Mensch in Würde sterben, und wann ist es sinnvoll, ihn an technische Geräte anzuschliessen? Die ethischen, moralischen und rechtlichen Richtlinien gehen hier weit auseinander.

Lieber Besucher, ich habe eines aber auch herausgefunden. Wenn man krank ist, nimmt man jedes kleinste technische Instrument in der Medizin gerne hin, wenn man dadurch ein paar Tage länger leben kann. Ich selbst setze mich für technische Neuerungen in der Augenforschung und für mehr Mobilität und Lebensqualität von Blinden ein, weil ich selbst erfahren durfte, wie sehr man an jedem Prozent seines Augenlichtes hängen kann. Technik kann Gesundheit fördern und die Lebensqualität steigern.

Kleiner Nachtrag: Laut dem neuesten Stand der Dinge ist mein Vater neulich verstorben. Als ich bei seiner Beerdigung an seinem Grab stand, dachte ich daran, wie viel Technik der lebende Mensch doch auf der Welt benötigt, um glücklich zu sein, und wie wenig Technik er doch braucht, wenn er sich von seinem Körper verabschiedet und gänzlich in seiner Seele weiterlebt. Der tote Körper benötigt nur noch einen technisch einwandfrei geschneiderten Sarg. Nach dem Tod verschmilzt der Mensch wieder gänzlich mit seiner Umwelt.

Auf umweltfreundliche Technik umsteigen

Wie bekommen wir die Technik und die Umwelt unter einen gemeinsamen Hut, ohne dass sie sich gegenseitig lausig am Kopf zerstören? Wir müssen einfach anfangen, bei technischen Spielereien zu sparen und neue Wege in Sachen Umweltfreundlichkeit gehen. Ich besitze zwei Handys, wobei das erste Handy aus dem vorigen Jahrhundert stammt und keine Funktion mehr für mich hat. Der Handymarkt hat sich derart rasant weiterentwickelt, dass mein geliebtes altes Handy nicht mithalten konnte und aus diesem Grund als Ziergegenstand in meinem Zierkühlschrank liegt, auf bessere Zeiten oder auf seine artgerechte Entsorgung wartet. Wahrlich, ich könnte gleich bei mir selbst anfangen, umweltfreundlicher zu werden.

Immerhin konserviere ich mit diesem alten Handy die seltenen Erden, die Edelmetalle, welche so wertvoll sind, dass man dafür die Umwelt gewissenlos ausbeutet. Seltene Erden sind vom Aussterben bedroht und geniessen sogar an der Börse ihren täglichen Aufwärts- und Abwärtstrend. Ich nutze so wenige Geräte wie möglich, weil ich morgen auch noch seltene Erden unverarbeitet geniessen möchte.

Die Technik schreitet so rasch voran, dass man die multimedialen Geräte nicht mehr bis zu ihrem Lebensende verbrauchen kann, da man sonst den Anschluss verpasst. Ich wollte jedes meiner Notebooks bis an sein Lebensende verwerten, aber damit verpasse ich den Anschluss an die neuen Betriebssysteme und kann eines Tages meine Webseiten nicht mehr bedienen. Und genau hier entsteht Massenmüll. Ich versuche trotzdem, nicht jeden technischen Trend zu verfolgen und lasse jedes zweite Betriebssystem stur und systematisch aus dem Spiel. Schade finde ich übrigens auch, wenn technische Geräte sogenannte Muss-Bruchstellen, gewollte Ablaufzeiten beinhalten, nur damit man sie austauschen muss. Mein Haartrockner, meine Kaffeemaschine und mein Drucker gaben neulich den Geist auf und schlummern jetzt im Müll. So kann man Umwelt, Gesundheit und Technik niemals vereinen.

Industrie und Umwelt - Wie passt das zusammen?

Wie wichtig ist die Industrie für uns? Wir leben ja in einer Dienstleistungsgesellschaft, in der ein durchschnittlicher Unternehmensberater ein kleines Vermögen verdient, wenn er einem Unternehmen rät, sein Personal abzubauen. Und in Indien verdient eine Näherin einen nicht ausreichenden Hungerlohn, wenn sie für ein Textilunternehmen die Ware fertigt. Der Verdienst reicht nicht einmal zum Hungern aus.

Sozusagen erntet die indische Näherin trotz harter Arbeit weniger Lohn, als der Unternehmensberater, welcher in Ruhe nach seinen belehrenden Worten seinen Kaffee trinkt. So wichtig ist die Industrie.

Wenn ich morgens in meinen Kleiderschrank schaue, bin ich dankbar, dass mir die indische Näherin einen kurzen Rock genäht hatte, denn als ich den Rock in einer trendigen Modeboutique gekauft hatte, stand drauf: Made in India. So wichtig ist die Industrie.

Ich sage Ihnen, lieber Besucher, industriell verarbeitete Güter sind vom Rohstoff bis zum fertigen Produkt ungerecht aufgeteilt. Der afrikanische Kaffeebauer verdient einen Bruchteil am fertigen Kaffee, hat jedoch das wichtigste, was der Kaffee zum Überleben braucht, nämlich die Bohne. Trotzdem kann der Kaffeebauer mit seinen Bohnen kaum überleben. Es ist unter anderem ein politisches Problem, aber im Grunde ist es ein Weltproblem.

Bitte, wenn ich daran denke, dass die indische Näherin und der afrikanische Kaffeebauer von unseren technischen Spielereien nur träumen können, muss ich heulen, denn in dieser Hinsicht bin ich nahe am fliessenden Nil gebaut. Und wann wird die Welt gerechter? Wann kann sich der afrikanische Kaffeebauer eine trendige Hose leisten, welche die indische Näherin gefertigt hat? Wann kann sich die indische Näherin den Kaffee des afrikanischen Kaffeebauers, industriell verarbeitet, leisten? Und sagen Sie jetzt nicht, die beiden sollten heiraten, dann hat sich das Problem gelöst. Wann lernen wir industrielle Güter so sehr zu schätzen, dass wir sie nicht im Überfluss zu Billigpreisen haben müssen? Wann gibt es gerechte Weltlöhne? Ich träume bis auf Weiteres von der technischen Spielerei des Weltfriedens, denn dies ist eine wichtige Innovation.

Technik und Industrie beherrschen viele Bereiche unseres heutigen Weltbildes. Da können noch so viele Umweltschützer sich auf einem Haufen treffen, wird der Strom auch nicht abgedreht, denn sogar die Umweltschützer benötigen elektrisches Licht aus der Steckdose, wenn es dunkel wird.

Die Industrie ist zudem ein wichtiger Wirtschaftssektor geworden, Tausende, ja Millionen Facharbeiter verdienen ihr Geld in der Industrie und Technik. Stellen Sie sich vor, die würden von heute auf morgen arbeitslos, weil plötzlich alle Fabriken und Baustellen, Kraftwerke und Industriegebiete abgeschafft oder stillgelegt werden. Kaufleute würden ihre gewonnenen Rohstoffe am Schwarzmarkt zur Weiterverarbeitung unter der Hand verkaufen. Und wo würden die Menschen ihr Geld verdienen? Obwohl, Geld wäre nicht mehr wichtig, denn es gäbe ja kaum noch etwas zu kaufen. Jeder würde sein kleines Stück Ackerland bewirtschaften und vom Rinderhandel leben.

Willkommen in der Steinzeit. Und genau an dieser Stelle würde der Fortschritt wieder beginnen, bis wir uns erneut auf unseren heutigen Strassen fortbewegen würden. Der Mensch ist so gebaut, dass er immer einen Schritt vorwärts geht. Gehen Sie einmal einen ganzen Tag nur rückwärts, zur Arbeit, zum Einkaufen, in Ihre Wohnung, Sie werden sehen, wie schwer Ihnen das fallen wird. Geben Sie also dem Fortschritt eine Chance. Ideal wäre es, wenn wir trotz Technik und Industrie nicht jedem technischen Trend folgen würden, sondern die Umwelt in unser Denken mit einbeziehen und vielleicht da anfangen zu sparen, wo Technik überflüssig ist.


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Elisabeth Putz

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