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Wohnungssuche - die passende Wohnung finden

HausBei der Wohnungssuche sollte man sich Zeit lassen. Ein Makler merkt förmlich, ja er riecht es quasi, wenn man unter Zeitdruck ist und dringlichst eine Wohnung braucht. Bitte, das ist so, als ob man dringend aufs Klo muss, da ist auch jedes Klo Willkommen, Hauptsache die Spülung funktioniert und die Schüssel ist frei.

Besonders im Herbst sind Wohnungen begehrt, da Schulanfang ist und die Universitäten ihre Pforten öffnen. Jeder Schüler und Student ist auf Wohnungssuche, und so wird in Grossstädten das kleinste Appartment zur teuren Rarität.

Bei der Wohnungssuche ist es wichtig, das die Wohnung bewohnbar ist. Wer ohne jegliche Besichtigung etwas anmietet, kann blaue Wunder erleben. Wenn es sich beispielsweise um eine Dachgeschosswohnung in der Innenstadt handelt, in welcher die Jalousien kaputt sind, kann sich ein Raum bis zu 50 Grad aufheizen, was unzumutbar ist. Wer sich eine Subterrant-Wohnung anmietet, kann beim nächsten Hochwasser geschädigt werden, wenn die Wohnung nass wird. Schimmel kann sich bilden, und sämtliche Gebrauchsgegenstände können unbrauchbar werden.

Wichtig bei der Wohnungssuche ist der Preis, denn das Zuhause muss leistbar sein, ohne dass man sich die Miete vom Mund absparen muss. Die Kaution darf drei Monatsmieten, und die Maklerprovision darf zwei, in manchen Ländern drei Monatsmieten nicht überschreiten. Andere Zahlungen sind fast immer unerlaubt, und Schmierzahlungen muss man sich nicht gefallen lassen. Ausserdem sollte man seine Mieterauskunft vollständig und korrekt ausfüllen, denn das hinterlässt einen guten Eindruck. Man sollte zur Wohnungsbesichtigung auch möglichst in guten Klamotten erscheinen, denn der erste Eindruck zählt.

Wer eine Wohnung anmietet, sollte darauf achten, dass die Heizung nicht mit Strom betrieben wird, das kann nämlich im Winter teuer werden. Die Betriebskosten sollten in einem angemessenen Rahmen sein, und der Mieter muss schriftlich nachvollziehen können, wie die Aufstellung der Betriebskosten erfolgt, denn versteckte Posten können teuer werden.

Zu hohe Mieten für möblierte Wohnungen

Die Mieten werden immer teurer. München, Hamburg, Wien, London, Paris, alle Wohnungen werden teurer. Der neueste Schrei sind möblierte Wohnungen, die sich noch teurer vermieten lassen. Hier stehen oftmals billige Möbel aus dem Discounter im Raum, die teuer vermietet werden, kaputte Möbel, für welche man Miete bezahlt, und vollkommen überbewertete Einrichtungsgegenstände, die der Mieter nicht braucht. Eine unmöblierte Wohnung hat Vorteile, denn die kann man nach Belieben gestalten. Besonders an Studenten und Menschen, die in kleinen Appartments leben, vermietet man jedoch zunehmend möbliert, weil sich dieses Modell lohnt. Normalerweise werden Möbel auf 10 Jahre hinweg abgeschrieben, sind dann nichts mehr wert, aber eine 10% Mieterhöhung für uralte Möbel kann man durchaus vereinzelt wahrnehmen, wenn man sich den Mietmarkt in den Innenstädten anschaut. Hier lohnt es sich, ein Eigenheim ausserhalb der Stadt zu kaufen, denn so spart man sich jede Menge Geld. Der Kaufpreis für Wohnungen und Grundstücke in den Innenstädten ist allerdings so drastisch gestiegen, dass sich das kurzfristige Wohnen zur Miete lohnt, wenn man im Stadtkern lebt.

Das teure Business-Appartment

Ein Business-Appartment kan teuer sein, wenn man sich im Gegenzug dazu die Hotelpreise ansieht. Die Appartments sind nicht alle luxuriös, verfügen nicht alle über hochwertige Möbel, und so manch ein Appartment ist heruntergewohnt und alt. Hierfür zahlt man dennoch elitäre Preise, da es hier um ein Geschäftsmodell für Businesskunden aus aller Welt geht. Bevor man sich ein teures Business-Appartment anmietet, sollte man schauen, ob es nicht billige Hotels gibt, in welche man sich kurzfristig einmieten kann, denn dort sind Frühstück und Abendessen inbegriffen.

Das billige Studentenzimmer

Wer studiert, hat kaum Geld. Hier bietet sich ein privates Zimmer an, welches nicht viel kostet. Allerdings muss man hier berücksichtigen, dass man in Einzelfällen inmitten einer Familie wohnt, sich das Bad und das Klo, den Flur und die Eingangstüre mit anderen Leuten teilt, und dies kann zu Problemen führen. Wer sich ein Zimmer in einer Studenten-WG gönnt, hat es leichter, denn er wohnt mit anderen Studenten zusammen, kann Partys feiern und muss nicht die grosse Rücksicht auf eine Familie mit eventuellen Kindern und Grosseltern nehmen. Studenten sehen vieles lockerer, selbst den unordentlichen Haushalt. Allerdings muss man auch hier darauf achten, dass man in die Wohngemeinschaft hineinpasst.

Tipps für die erste eigene Wohnung

Wenn man vom hauseigenen Hotel Mama in die erste Wohnung zieht, ist man bereits glücklich, wenn da vier gerade Wände stehen und ein Dach über dem Kopf vorhanden ist. In der ersten eigenen Wohnung macht man sich keine Gedanken um hochwertige Möbel und edle Designerschränke. Da genügen eine grosse Matratze, ein Kleiderschrank, Sitzgelegenheiten und die Schlafsäcke für die Freunde, die hier übernachten werden.

Gegessen werdenkann in der ersten eigenen Wohnung von Papptellern, denn dieses praktische Geschirr wirft man einfach in den Müll, wenn man satt ist. Das Geschirrspülen danach hat sich somit erledigt. Frauen denken jedoch bereits in ihrer ersten Wohnung etwas weiter als Männer. Frauen mögen es, wenn die Wohnung liebevoll dekoriert ist, statt der Matratze ein Bett im Schlafzimmer steht, und das Geschirr zum Spülen geeignet ist. Frauen haben eben Sinn für das Häusliche.

Asbest in alten Wohnungen

In alten Wohnungen können sich durchaus noch Rückstände von Asbest befinden. Asbest ist ein gefährlicher Stoff, der Krebs auslösen kann. Er befindet sich in alten Böden, in Teppichkleber, in alten Timmerdecken, in alten Tapeten, und er befindet sich in der Raumluft, besonders dann, wenn Teppichböden herausgerissen wurden, Kleberrückstände noch irgendwo vorhanden sind oder alte Möbel in der Wohnung stehen. Bei einer Wohnungsübernahme weiss man nie, wer vorher drin gewohnt hat, und so sollte man vorsichtig sein, wenn man den Verdacht hat, dass alte Möbel und Renovierungsarbeiten die Wohnung unwohnlich machen. Asbest kann sich noch lange in der Raumluft befinden, auch wenn neu renoviert wurde und man glaubt, alles beseitigt zu haben. Wer in Eigenregie renoviert, reisst manchmal unprofessionell Böden, Tapeten und Zimmerdecken heraus, ohne zu ahnen, dass sich möglicher Asbestdampf in der Luft verteilt. Besser ist es, man lässt einen professionellen Handwerker renovieren, dann lebt man gesünder.

Schimmel in der Wohnung macht krank

Ich habe neulich Leute kennengelernt, die nehmen es mit eventuellem Schimmel in der Wohnung nicht ernst. Bitte, man riecht etwas eigenartig, irgendwie nach Wald und feuchtem Keller, wenn man sich lange in einer Schimmelwohnung befindet, aber akute Gefahren bemerken wir erst viel zu spät. Viele Leute beobachten den schwarzen Schimmel, lassen ihn von Zeit zu Zeit übermalen und wundern sich, warum sie andauernd krank sind. Dabei sollte Schimmel in Wohnungen schnellstens beseitigt werden, denn er macht krank.

Tipps für Vermieter

Wenn Sie Ihre Wohnung vermieten, beachten Sie folgendes: Vermieten Sie kleine Wohnungen oder Apartments, denn in kleinen Wohnungen kann man nicht so viel kaputt machen, wie in grossen Wohnungen. Der Mietpreis für kleine Wohnungen ist im Verhältnis zu grossen Wohnungen höher. Achten Sie auf die Hinterlegung einer Kaution, denn die könnten Sie eines Tages brauchen. Der Mieter kann viel kaputt machen, im Grunde alles, was man anfassen und begehen kann.

Im Badezimmer kann der Mieter die Armaturen zerkratzen, die Fliessen demolieren oder das ganze Bad zerstören. In der Küche kann er sich richtig austoben und Geräte kaputt machen. Nicht jeder Mieter bezahlt die Schäden. Rechnen Sie nicht unbedingt mit der pünktlichen Miete, denn viele Mieter haben es nicht eilig, die Miete zu bezahlen oder zahlen erst gar nicht. Hauptsache, sie haben ein Dach über dem Kopf.

Sehen Sie sich die Mieter vorher genau an, fragen Sie beim Vorvermieter nach, bei seiner Arbeitsstelle, und informieren Sie sich genau über die finanzielle Situation des Mieters. Lassen Sie sich nichts erzählen, was Sie nicht überprüfen können. Ein Offenbahrungseid kann dafür sorgen, dass vom Mieter nichts zu holen ist, dann bleibt der Vermieter auf allen Kosten sitzen.

Achten Sie als Vermieter auf einen guten Mietvertrag. Keine Haustiere, wenn das Holz nicht zerkratzt werden soll. Nichtraucher, wenn Sie die Wohnung möbliert, besonders mit Polstermöbeln vermieten. Die Mietdauer und das Mietverhältnis bis hin zur Kündigung, damit Sie die Mieter auch wieder aus der Wohnung heraus bekommen. Die Anzahl der Mieter ist wichtig, sonst mietet einer und zieht mit der ganzen Verwandtschaft ein.

Bringen Sie die Pflege der Wohnung in den Mietvertrag mit ein, denn es gibt Mieter, die lassen den Schimmel wachsen, weil er so gut duftet, oder weil sie zu wenig lüften. Es gibt Mieter, die haben in ihrem Leben noch keinen Eimer und Putzlappen gesehen, dabei besagen einige Studien, dass Putzen glücklich macht, weil die Duftstoffe in den Putzmitteln Glücksgefühle erzeugen. Und die Wohnung muss in dem Zustand wieder zurück gegeben werden, in dem sie gemietet wurde. Die Wände müssen weiss gestrichen werden, sonst nimmt einer rote oder schwarze Farbe.

Stellen Sie vor Mietbeginn eine Mängelliste auf und berechnen Sie dann dem Mieter jeden neuen Mangel, der hinzugekommen ist. Löcher in Boden, Parkett und Fliessen, Wasserschäden durch das Hereinregnen, Schimmelschäden durch das Nichtlüften, Löcher in den Wänden, kaputte Geräte, Macken in der Badewanne und so weiter. Und vergessen Sie nicht, die Wohnung beim Finanzamt anzugeben, denn Sie müssen die Miete versteuern.

Ab diesem Zeitpunkt rentiert sich das meiste Vermieten für die Vermieter nicht mehr. Zum Schluss dürfen Sie aber auf gute und ordentliche Mieter hoffen, denn sowas soll es auch auf dem Markt geben.

Wie wird man Mietnomaden los?

Mietnomaden erschleichen sich eine Wohnung, hausen drin im wahrsten Sinne des Wortes und zahlen keine Miete. Spätestens ab der dritten nicht bezahlten Monatsmiete müssen Sie als Vermieter zum Anwalt gehen, die Mieter abmahnen und alle rechtlichen Schritte einleiten. Mietnomaden kennen alle Schlupflöcher der Gesetze und vermieten notfalls die Wohnung unter, wenn dies im Mietvertrag nicht ausdrücklich verboten ist. Sie sind nicht erreichbar, reagieren auf keine Räumungsklage, bezahlen die Strom- und Nebenkosten nicht, auf denen der Vermieter dann kleben bleibt, und sie bezahlen keine Gerichts- und Räumungskosten. Hier können enorme Kosten entstehen. Eines Tages sind die Mietnomaden weg wie Rauch, hinterlassen ein Chaos, womöglich eine renovierungsbedürftige Wohnung, und der Vermieter muss von vorne beginnen. Gute Mieter sind Gold wert.

 


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Elisabeth Putz

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