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Tipps für den Arztbesuch

Der ideale ArztBeim Arzt fühlt sich zwar kaum jemand wohl, denn die Krankheit frisst sich durch jede noch so gute Arztpraxis durch, wütet in jeder Ordination. Trotzdem ist der Arztbesuch nötig, ein wahrer Gesundheitsfaktor. Was will der Patient? Was braucht er? Welche Streicheleinheiten bietet die Arzthelferin?

Der normale Patient benötigt bei einem Arztbesuch im Grunde nicht viel. Er fühlt sich krank und möchte wissen, was ihm fehlt. Oder er weiss, dass er krank ist, kennt seine Diagnose und muss zur weiteren Behandlung in der Arztpraxis erscheinen. Oder er benötigt seine Medikamente, erledigt nebenher den kleinen Plausch mit der Arzthelferin und geht wieder. Im Grunde dient jeder Arztbesuch dazu, schnell wieder gesund zu werden, nur der Hypochonder tanzt aus der Reihe, denn dem fehlt immer etwas.

Wir gehen alle nicht gerne zum Arzt, aber manchmal lassen wir uns doch ganz gerne krankschreiben, oder wir holen uns eine Schnupftüte für den Winter ab, ein paar Schnieftabletten und Wohlfühl Tropfen. Besonders beim Allgemeinmediziner, also beim Hausarzt um die Ecke, geht es zu, wie im Kaffeehaus. Da trifft man sich vorne am Anmelde Tresen oder im Warteraum und plaudert ein wenig.

Als ich das letzte Mal bei meinem Allgemeinmediziner, beim herkömmlichen Arzt war, bemerkte ich, dass der Anmeldetresen ein hervorragender Tisch zum Flirten ist. Ich lernte einen Anwalt kennen, der sich gerade seine Hustentabletten verschreiben liess. Ich gehe ja nicht oft zum Arzt, weil ich mich in Wahrheit vor Ärzten fürchte, aber zum Flirten gehe ich gerne hin.

Wussten Sie, dass sich viele Patienten nur ihre Medikamente abholen und erst gar nicht ins Behandlungszimmer gehen, wenn es nicht nötig ist? Die Medizin ist immer nötig, und deshalb sind die Arzthelfer und Arzthelferinnen nötiger als man denkt, denn vieles wird vorne am Anmeldetresen geregelt.

Stehen Sie auch schon bei der Arzthelferin in der Warteschlange am Tresen? Hier können Sie Bekannte treffen, Freunde finden und die Neuigkeiten des Tages austauschen. Hier erfahren Sie alles, was Sie schon immer über Ihre Nachbarn wissen wollten und noch viel mehr. So wird der Arztbesuch zum Lifestyle Erlebnis, bei dem Sie ein neues Mitglied in der Stammtisch Runde werden können. Und wenn es Ihnen wieder besser geht, können Sie ja neue Freunde am neuen Arbeitsplatz kennen lernen, denn wer zu oft krank feiert, wird gerne gefeuert.

Was muss man beim Arzt beachten?

Wer zum Arzt muss, fühlt sich im Wartezimmer manchmal gefühlte Ewigkeiten alleinegelassen, und wenn er dann den Behandlungsraum betritt, fühlt er sich in wenigen Minuten abgefertigt. Manche Patienten wissen nachher so viel wie vorher und fühlen sich vom Arzt weder gut aufgeklärt, noch intensiv beraten. Hierzu muss ich sagen, dass man bei diesem Trend Rücksicht auf die Ärzte nehmen muss, denn ein Kassenpatient zahlt einen gewissen monatlichen Betrag in seine Krankenkasse ein, bekommt jederzeit das volle Leistungsspektrum geboten, welches dem neuesten medizinischen Standard entspricht, und das Kassensystem ist meistens fast leer, weil es immer mehr chronisch Kranke gibt, die mehr brauchen, als sie jemals einzahlen könnten.

Alle Kassenpatienten sind beim Arzt gleich, da wird niemand grossartig bevorzugt. Um sich als Kassenpatient nicht abgefertigt zu fühlen, gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder man wird Privatpatient, Selbstzahler, oder man legt sich vorab eine Liste mit Fragen zurecht. Auf der Frageliste für den Arzt sollten sämtliche Medikamente stehen, die man einnimmt, und die Krankengeschichte sollte möglichst lückenlos mitgebracht werden. Man kann sich Fragen zum Behandlungsverlauf zurechtlegen, Fragen zu Medikamenten, deren Nebenwirkungen und Einnahme, ob man Sport treiben darf, ob man schwere Dinge heben darf, Fragen bezüglich Erfolgsaussichten für Therapien, Fragen zu Alternativtherapien und Heilungsaussichten, und man sollte sich gezielt auf das Behandlungsgespräch vorbereiten.

Oft verlassen Patienten die Arztpraxis und bemerken, dass sie einige Fragen nicht gestellt haben. Wer sich vom Arzt gut behandelt fühlt, hat ein besseres Gefühl. Übrigens ist Vertrauen alles. Wenn das Vertrauen einmal angeknackst ist, kann man diesem Arzt wahrscheinlich nie wieder vertrauen.

So bekommen Sie einen schnellen Termin beim Arzt

Rufen Sie mit zerknirschter Stimme an und schildern Sie Ihr Problem so drastisch, dass man glaubt, Sie brauchen bald einen Krankenwagen. Wenn die Assistentin oder Sprechstundenhilfe glaubt, der Patient könnte bald in der Pathologie landen, vergibt sie eventuell einen früheren Termin für diesen Patienten.

Lassen Sie sich von Ihrer Krankenkasse vermitteln. Ja, das funktioniert wirklich, denn die Krankenkassen sind froh, wenn man rechtzeitig zum Arzt kommt, damit schlimmeres verhindert wird und keine hohen Kosten anfallen. Die Krankenkassen sind ja auch daran interessiert, dass ein Patient zur Vorsorgeuntersuchung erscheint, und nicht erst, wenn eine langwierige, kostenintensive Therapie im Raum steht.

Gehen Sie gleich persönlich zum Arzt. Wenn Sie schon einmal dort sind, können Sie vielleicht gleich in der Praxis bleiben und am selben Tag einen Termin wahrnehmen. Notfalls bezahlen Sie die Rechnung selber, dann gelten Sie als Privatpatient und bekommen noch gnadenhalber eine Tasse Kaffee, weil Sie so aussehen, als könnten Sie eine brauchen.

Eine gute Idee, als Kassenpatient zu überleben, ist einfach gesund zu bleiben, denn dann hat man keine Probleme, einen Termin beim Facharzt zu bekommen. Einst setzte ich mich in eine Arztpraxis und beobachtete die Patienten dort. Die halben Patienten erfreuten sich bester Gesundheit, sangen die Lieder von populären Schlagersängern nach, und die andere Hälfte der Patienten brauchte lediglich ihre vorbeugenden Schnupftropfen. Nach einer Weile verliess ich die Arztpraxis und holte mir ein rezeptfreies Medikament in der Apotheke ab, trank meinen Tee und kurierte meine Grippe ohne Arzt aus.

Übrigens wartet man ohne die kleinen Tricks beim Facharzt ungefähr sechs bis acht Wochen auf einen Termin, wenn man das unglückliche Los des leidigen Kassenpatienten gezogen hat. Na dann, Gesundheit. Das Problem ist, dass zu viele Patienten auf einen Arzt mit Kassenzulassung kommen, sodass die Warteräume voll sind. Es leidet dann das ausführliche Patientengespräch darunter, wenn der Arzt vor lauter Patienten keine Zeit mehr für den einzelnen aufbringen kann.


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Elisabeth Putz

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