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Nahrungsmittel Unverträglichkeit und Allergie

Erdbeeren können Allergien auslösenImmer mehr Menschen leiden unter einer Nahrungsmittel Unverträglichkeit oder sogar unter einer Allergie. Im Supermarkt, auf allen verpackten Lebensmitteln ist es seit langer Zeit Pflicht, alle Inhaltsstoffe anzugeben, die in einem Produkt enthalten sind. So weiss man, was man kauft und kann eventuellen Unverträglichkeiten aus dem Weg gehen.

Für den Allergiker sind genaue Inhaltsangaben besonders wichtig, denn an einer Allergie kann man sterben, wenn man mit einem Lebensmittel in Kontakt gerät, welches einen Schock im Körper auslöst. Es kann zu Atemstillstand und Herzstillstand kommen. Nüsse, Erdbeeren, Soja, Milch und andere heikle Lebensmittel können bei Allergikern einen Schock oder leichte bis schwere Komplikationen auslösen, wobei ein Juckreiz oder Hautausschlag noch das Harmloseste sind.

In der Gastronomie sind seit einiger Zeit auch genaue Bezeichnungen zur Pflicht geworden. Die Bezeichnungen, in Buchstaben gekennzeichnet, verstehen Allergiker bestens und können sich im Restaurant gut orientieren, denn eine ungekennzeichnete Speisekarte kann gefährlich werden. Zur Vorsicht sollte sich der Allergiker jedoch zusätzlich beim Koch und Kellner erkundigen, ob das bestellte Essen für ihn in Frage kommt.

Wir leiden zunehmend an Glutenunverträglichkei, die bis hin zu einem geschwächten Darm führen kann, an Laktoseintoleranz, die bereits bei einem Glas Milch ihr Unwesen im Bauch treibt, an Fructoseintoleranz, wobei hier bereits kleinste Mengen an Fruchtzucker ausreichen, um sich unwohl zu fühlen, und an weiteren Unverträglichkeiten, die man jedoch nicht immer einwandfrei erkennen und nachweisen kann.

Spezielle Produkte, die glutenfrei, laktosefrei, fructosefrei, frei von Aromen, Farbstoffen und Konservierungsmitteln sind, werden zunehmend nicht nur von Allergikern, sondern auch von Nichtallergikern gekauft. Der Normalverbraucher kauft sie, weil sie ihm Gesundheit suggerieren. Ich finde diese Lebensmittel auch durchaus brauchbar, obwohl ich keinerlei schwerwiegende Unverträglichkeiten besitze, aber ich fühle mich natürlicher damit. Im Allgemeinen verzichte ich auf Fertigprodukte.

Wenn man sich die Nahrungsmittel Unverträglichkeiten ansieht, so fällt auf, dass diese bei Menschen mit akademischer Ausbildung intensiver vorkommen. Vielleicht entwickeln wir eine erhöhte Sensibilität, vielleicht hängt dies auch mit unserem gesteigerten Denkvermögen und der hohen Hirnleistung zusammen, wenn das Gehirn im Dauerstress ist. Es hängt jedoch bestimmt mit unserem Lebensstil zusammen, der aus wenig Bewegung, wenig Frischluft und gehäuftem Fast-Food besteht. Kinder, die auf dem Bauernhof aufwachsen, entwickeln weniger Allergien, obwohl sie Rohmilch trinken. Die psychologische Komponente spielt bei Unverträglichkeiten auch eine Rolle, denn man reagiert zunehmend sensibel auf Lebensmittel, entwickelt Ängste beim Essen, sperrt ganze Nahrungsmittelgruppen aus und achtet genauestens auf die Inhaltsstoffe bei Lebensmitteln.

Ersatzprodukte für Menschen mit Nahrungsmittel Unverträglichkeiten

Viele Menschen greifen zu Ersatzprodukten, veganer Ernährung, glutenfrei, laktosefrei, und ähnliches. Sie schmecken zwar nicht so gut, weil Gluten beispielsweise beim Backen Aromen entwickeln und Ersatzprodukte wirklich nur Notfallprodukte darstellen, aber wir tun dies für unsere Gesundheit. Wenn ich mir allerdings anschaue, was in veganen Ersatzprodukten wie veganem Käse und veganer Wurst, in veganer Milch enthalten ist, so zweifle ich am Gesundheitseffekt, da hier oftmals Aromen, Zusatzstoffe und Geschmacksverstärker enthalten sind, damit das Ersatzprodukt dem Originalprodukt nahe kommt.

Viele glutenfreie Produkte enthalten zum Ausgleich mehr Fett, mehr Kohlenhydrate und mehr Zucker. So tut man auch nicht unbedingt viel für seine Gesundheit. Besser ist es, man verzichtet auf Ersatzprodukte und bereitet sein Essen selber zu.

Tests für Nahrungsmittel Unverträglichkeiten

Um eine Nahrungsmittel Allergie oder eine Unverträglichkeit festzustellen, kann man einen IGG Test machen, der Antikörper im Blut nachweist. Viele Ärzte sind jedoch der Meinung, er bringt nichts, da diese Antikörper auch vorhanden sind, wenn man einmal mit diesem bestimmten Lebensmittel, gegen welches man vielleicht allergisch ist, in Verbindung gekommen ist, weil dies einfach Teil unseres normalen Immunsystems ist, und so könnte der IGG Test aussagen, dass man gegen sämtliche Lebensmittelgruppen eine Unverträglichkeit entwickelt hat.

Besser ist ein Pricktest, auch wenn dieser wiederum nicht gänzlich abklären kann, ob man eine Unverträglichkeit oder Allergie gegen bestimmte Nahrungsmittel entwickelt hat. Er kann kleine Allergien mit geringem Gefahrenpotential nachweisen. Wenn man beispielsweise auf Pollen allergisch reagiert, kann man auch auf Lebensmittel so reagieren, da das Obst, welches man verzehrt, ursprünglich mit den Pollen in Verbindung war. Auf jeden Fall sollte man zum Arzt gehen und einen Allergietest machen lassen.

Glutenunverträglichkeit bis hin zur Zöliakie

Zunehmend leiden heute Menschen unter einer Glutenunverträglichkeit. Anfangs bemerkt man dies nicht, und trotzdem verändert sich der Darm. Wenn man es bemerkt, nimmt man meistens schon extrem an Gewicht ab, fühlt sich geschwächt und müde, und man hat das Gefühl, als ob man mit der Nahrung nicht mehr genügend Nährstoffe aufnimmt. Eine Magen-Darm Spiegelung kann die Diagnose Zöliakie liefern, und in einigen fortgeschrittenen Fällen lässt sich das Krankheitsbild auch im Blut feststellen.

Weizenmehl ist ein grosser Auslöser, da heute vermehrt viel Klebereiweiss in der industriellen Verarbeitung von Brot, Nudeln und Teigwaren eingesetzt wird, damit die Produkte geschmeidiger werden. Die uralten Getreidesorten sind kaum noch am Markt, das Mehl hat sich verändert. So gesehen sind es nicht die Bestandteile aus Gluten, sondern die Veränderungen darin. Ich leide zwar an keiner Glutenunverträglichkeit, bin jedoch auf Dinkelmehl, Roggenmehl und uralte Mehlsorten umgestiegen und meide die Industrieware aus dem Supermarkt.

Laut neuesten Studien soll das Protein ATI für die Nahrungsmittel Unverträglichkeit auf Gluten verantwortlich sein. Der Magen, der Darm, die Lunge, die Nieren, das zentrale Nervensystem, alles wird angegriffen, wenn sich zu viel ATI im Körper befindet. Es entstehen Entzündungen im Körper, die uns schwächen und behandelt werden müssen. Glutenfreie Rohstoffe wie Buchweizen und Amerant können helfen, wenn man auf Mehl nicht verzichten will.

Laktoseunverträglichkeit - Milchprodukte sind tabu

Ungefähr 10% bis 15% der Menschen in Europa leiden an einer Laktoseintoleranz und vertragen keine Milchprodukte, weil sie den Milchzucker nicht vertragen. Man bekommt Bauchschmerzen, Durchfall, Magenkrämpfe, Darmbeschwerden, Übelkeit und rundum ein ungutes Gefühl. Früher konnte kaum jemand Milchzucker verdauen, heute ist dies in weiten Teilen Afrikas und Asiens noch so, aber wir in Europa haben durch eine Genveränderung gelernt, damit umzugehen, und so können uns Milchprodukte auch stärken, wenn wir sie vertragen.

Milchzucker ist ein Doppelzucker und muss im Körper erst gespalten werden. Wir können problemlos Glucose und Galactose spalten, sofern wir diesbezüglich keine Unverträglichkeiten entwickelt haben, aber Laktose muss erst gespalten werden. Im Darm entstehen Gase wie Methan, Kohlendioxid und Wasserstoff, die Laktose gelangt unverdaut in den Dickdarm, und es geht uns schlecht. Milch und Käse, Sahne und verarbeitete Milchprodukte in Fertiggerichten und Brotaufstrichen sollte man daher lieber meiden.

Histaminintoleranz - wenn der Körper verrückt spielt

Wenn man an einer Histaminintoleranz leidet, sind Thunfisch, Tomaten, gut gereifter Käse, Konservendosen und lang haltbar gemachte, fermentierte Lebensmittel nicht geeignet, um satt zu werden. Sie enthalten viel Histamin, was zu Beschwerden führen kann. Man kann hier beispielsweise unter einem Kribbeln auf der Haut bis hin zu brennender Haut leiden. Weiterverarbeitete, verfeinerte und haltbare Produkte sollte man meiden und lieber frische Lebensmittel essen.

 


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Elisabeth Putz

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