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Traum - Wie träumt man?

Von einer Feder träumenWas bedeuten unsere Träume? Wie träumt man schöner, besser, erfolgreicher? Fakt ist, vor dem Einschlafen sollte man negative Dinge meiden und an schöne Dinge denken, zur Ruhe kommen und die Sorgen des Tages bei Seite legen. Stress und Sorgen führen eher dazu, unruhig zu schlafen und schlecht zu träumen.

Der Traum ist ein Erlebnis im Schlafzustand, wobei man den aktiven Traum und den passiven unterscheidet. Im aktiven erlebt man sich als handelnde Person, mit sämtlichen Emotionen. Im passiven Traum ist man der Zuschauer, der eine Situation beobachtet. Man kann in seine Träume nur bedingt eingreifen, da das Bewusstsein im Schlaf ausgeschaltet ist. Manche nennen das Träumen auch Wahnsinn oder unrealistisches Erleben während des Schlafs.

Man träumt im Grunde Situationen in Bildern, selten auch in Worten, die im täglichen Leben nie so eintreten würden, die nahe dem Wahnsinn liegen. Manche Träume können aber durchaus reale Züge annehmen, vor allem, wenn man das Tagesgeschehen oder die Vergangenheit darin verarbeitet.

Man unterscheidet verschiedene Arten von Träumen, wie den Albtraum, den Klartraum, den karmischen Traum, den Wahrtraum, den Tagtraum, viele Varianten durchkreuzen unseren Schlaf. Während wir schlafen, vorzugsweise in der Nacht, durchlaufen wir mehrere Schlafphasen, und in jeder davon können wir träumen. Wir träumen in der Einschlafphase, in der Aufwachphase, in der REM Phase und in der Non-REM Phase, während des Tiefschlafs, aber nicht jeder kann sich an seine Träume erinnern.

Natürlich kann man seine Träume durch die Einnahme von bestimmten Psychopharmakern so beeinflussen, dass man nicht mehr intensiv träumt, und durch Meditation so beeinflussen, dass man intensiver träumt und sich das Traumgeschehen besser merkt. Manchen Menschen hilft die Meditation, schöner zu träumen. Das Meditieren ist besonders hilfreich, um seine Albträume zu bekämpfen. Manche Menschen versetzen sich sogar in eine Art Trancezustand, erleben einen Astraltraum, in welchem sie ausserkörperliche Erfahrungen machen, und wieder andere Menschen versetzen sich in Trance, um gezielt ihre Träume zu analysieren und zu deuten.

Unser Traumverhalten beeinflusst das Gehirn

Wenn wir träumen, befinden wir uns symbolisch gesehen in einer Art Parallelwelt. Manche Menschen sagen auch, der Traum ist wie ein kleiner Tod mit anschliessender Wiederauferstehung. Fakt ist jedoch, dass unser Traumverhalten unser Gehirn und die Gehirnleistung im Alter beeinflussen kann. Wer viel und intensiv träumt, neigt im Alter nicht unbedingt zu Alzheimer. Wer hingegen wenig träumt, sich an seine Träume kaum bis nicht erinnern kann, könnte im Alter vermehrt zu Alzheimer neigen und sollte deshalb sein Gehirn besser trainieren, damit er vorbeugt. Auch die Traumphasen und die REM-Phasen beeinflussen unser Gehirn, darunter auch unsere Kreativität. Wer viele REM-Phasen hat, ist oft kreativer in seiner Gedankenwelt als jemand, der nur wenige REM-Phasen hat.

Warum träumen wir?

Wir träumen, damit wir unsere Seele reinigen, damit wir den Stress verarbeiten, und um uns vom Tagesgeschehen zu erholen. Wir träumen, um unsere Vergangenheit zu bewältigen, und um in der Zukunft zu wachsen, damit wir bessere Entscheidungen treffen. Wer sich mit seinen Träumen auseinandersetzt, versteht sich und seine Seele besser. Durch Träume betreibt man Psychoanalyse, dies erkannte bereits Siegmund Freud.

Bis heute hat die Traumforschung ihre Grenzen nicht erreicht, denn vieles liegt im Dunkeln der Nacht verborgen. Um einen Traum erforschen zu können, muss man nämlich den Träumenden wecken, und ab diesem Moment ist das Traumgeschehen vorüber. Zwar lassen sich die Gehirnströme im Schlaf messen, aber in die Tiefen des Träumers kann man immer noch nicht vordringen.

Die Antike sagte, dass wir zukunftsweisende Träume haben, welche unser Leben beeinflussen. So sah man in alter Zeit den Traum als Warnhinweis an. Die heutige Gehirnforschung geht davon aus, dass es nur neurologische Aspekte während des Schlafs sind. Die Tiefenpsychologie geht davon aus, dass durch Träume das psychische Dasein verarbeitet wird. Aber der Traum beherbergt nach wie vor esoterische Geheimnisse, so lange, bis die Forschung neue Ergebnisse präsentiert.Schwarz-weiss oder in Farbe träumen

Eine Traumforschungsstudie belegt, dass jeder Vierte, der im Zeitalter der schwarz-weiss Fotografie und des schwarz-weiss Fernsehens aufgewachsen ist, auch in schwarz-weiss träumt. Warum dies so ist, weiss man nicht genau, aber die Fotos und das Fernsehbild könnten prägend auf die Träumenden eingewirkt haben.

Blinde träumen meist in Farbe, wenn sie im Laufe des Lebens erblindet sind, und bei Geburtsblinden weiss man nicht genau, wie sie Farbe definieren, aber eine Blinde berichtete mir, sie verbindet Farben mit Düften und spürt im Traum das intensive Duftgefühl.

Die meisten Menschen träumen in Farbe, besonders jene, die im Computerzeitalter, mit Smartphone, Tablet und interaktivem Internet aufgewachsen sind. Ich selbst träume auch in Farbe, weil Farben eine grosse Rolle in meinem Leben spielen.

Klartraum - So beeinflussen Sie Ihre Träume

Von einer Feder träumenDer Klartraum ist ein Traum, in dem sich der Träumer bewusst ist, was er träumt. Er kann den Traum beeinflussen, fliegen, durch Wände hindurch gehen, ihn in eine gewünschte positive Richtung lenken. Bitte, das ist ja besser als Autofahren. Der Träumer bekommt Lösungen im Traum geboten, sieht seine Sinnesorgane, seinen Körper real, beispielsweise seine Finger nicht verschwommen. Er bekämpft Hindernisse und ist nicht mehr machtlos seinem Traum ausgesetzt.

Der Klartraum bietet die Möglichkeit, Probleme des alltäglichen Lebens zu lösen, wenn der Verstand es nicht schafft, ordentliche Lösungswege zu gehen. Man kann damit seine Vergangenheit verarbeiten, seine Ängste zügeln und sein gesamtes Leben in eine positive Richtung hin wenden. Immerhin steht man im Traum vor den jeweiligen Situationen, die man im täglichen Leben nicht bewältigen konnte, die aber durch das aktive Handeln beim Träumen gelöst werden können.

Es ist ein Unterschied, ob man im täglichen Leben die cholerischen Anfälle seines Chefs ertragen muss, oder ob man im Traum eine Fernbedienung in die Hand nimmt und den Chef einfach auf lautlos schaltet. Im Alltag steht man manchmal wortlos da, wenn man gehänselt wird. Im Klartraum findet man die richtigen Worte und zusätzlich einen Zauberstab, der aus den Lästermäulern kleine dumme Gänse zaubert, deren Schnattern niemand mehr ernst nimmt. Wenn man im Job gemobbt wird, kann man im Traum seine schlimmen Arbeitskollegen klein wie Zwerge machen, sodass sie für den Chef nicht mehr arbeitstauglich sind und gekündigt werden. Jedes Problem ist beim Klarträumen lösbar.

Klarträume sind luzide Träume. Aristoteles beschäftigte sich als erstes mit dem luziden Traum, gefolgt von einem französischen Traumdeuter, und der uns bekannteste Traumforscher ist Sigmund Freud. Aber leider kamen alle Traumforscher von ihren Forschungsarbeiten mehr oder weniger ab, sodass der Klartraum irgendwann in eine esoterische Ecke gedrängt, sozusagen in die unterste Schublade gesteckt wurde. Dabei beherbergt der lucide Traum so viel Macht, so viel positiven Einfluss aufs Leben, dass er eigentlich in die Werkzeugkiste zur Therapiebehandlung psychischer Probleme gehören müsste.

Das Klarträumen kann man wissenschaftlich bis zu einem gewissen Grad nachweisen, beispielsweise anhand von einem EEG und einem EOG, denn die schnellen Augenbewegungen, die man in der REM Phase entwickelt, kann man im Klartraum erkennen. Und so ist es schade, wenn man den luziden Traum einfach so bei Seite schafft, denn er könnte in vielen Situationen des Lebens helfen.

Der Klartraum als Helfer

Hatten Sie schon einmal dieses Phänomen eines Klartraums? Als ich dies zum ersten Mal hörte, wollte ich es sofort erlernen, damit ich in meinen Alpträumen die Überhand gewinne und mich zur Wehr setzen kann. Ich habe es auch schon einmal mit Traumyoga probiert, indem ich die buddhistische Lehre verfolgte, meine Persönlichkeit zu spalten und wieder gezielt zu vereinen, Traum und Realität unabhängig voneinander zu vereinen. Ein wenig hat es mir geholfen.

Ich stellte mir vor, ich würde in einen grossen Spiegel schauen, mich darin spiegeln und somit verdoppeln. Die erste Person war ich im positiven Zustand, und in meiner zweiten Person spiegelten sich meine Probleme. Ich stellte mir vor, wie ich meine zweite Person von den Problemen befreite, quasi mit einem goldenen Schwert alle Hindernisse aus dem Weg räumte. Dann vereinte ich meine zwei Personen wieder zu einem einheitlichen Menschen, sah erneut in den Spiegel, lächelte und fühlte mich wohler. Als ich blind wurde, stellte ich mir meinen Körper imaginär vor und lernte, mit meinen inneren Augen zu sehen, damit ich meine Blindheit besser ertragen konnte. Des Menschen eigene Vorstellungskraft verbiegt sogar Stahl und Eisen, denn sie findet immer einen Weg.

Mir haben Klarträume geholfen, meine traumatischen Erlebnisse besser zu verarbeiten. Sie haben mir bis jetzt gute Lösungen aufgezeigt, um mich durch meine schwierigen Lebenssituationen zu begleiten. Und so weiss ich manchmal mehr, als mir lieb ist, und wenn ich danach handeln würde, dann würde ich mir so manchen Fettnapf ersparen.

Klartraum Erfahrungen

Als ich klar zu träumen lernte, stellte ich mir mitten in der Nacht meinen Wecker, damit ein Reiz auf mich und meinen Tiefschlaf einwirken konnte. Man benötigt oftmals äussere Reize, um in einen Klartraum überzugehen, um sich seinen Traum bewusst zu machen. Bitte, anfangs hatte ich Zweifel, ob ich am nächsten Tag ausgeschlafen bin, wenn ich nachts aufwache, aber ich probierte es trotzdem. Nach einigen Nächten begann ich, meine Alpträume zu beeinflussen. Bitte, der erste Traum ist mir mächtig misslungen.

Ich träumte von Geld, an welches ich nicht herankam, weil es auf einem Baum hing. Im Klartraum war da plötzlich eine Leiter am Baum, aber ich war plötzlich ein Affe. Im nächsten Klartraum war ich zwar ein Mensch, aber das Geld lag auf einem schweizer Nummernkonto und ich kannte das Passwort nicht. Als ich endlich einen Traum fand, in dem ich zufrieden war, war ich ein Affe, am Baum hingen Bananen, und als Affe brauchte ich kein Geld, nur die glückliche Banane, die ich essen konnte. Wahrlich, das Geld geht manchmal seltsame Wege, um die Seele zufriedenzustellen. Als ich aus diesem Traum aufwachte, wurde mir bewusst, dass ich als Autorin nicht um des Geldes Willen schreiben sollte, sondern, um den Menschen mit meinen Tipps Hoffnung oder zumindest Unterhaltung zu bieten. Siehe da, bis jetzt konnte ich mir jede Banane leisten.

Ein gutes Werkzeug, um lucide Träume zu generieren, sind Multivitaminsäfte, denn einige Vitamine beeinflussen das aktive Träumen positiv. Ich trank auch eine Zeit lang jeden Abend ein Smoothie mit viel Vitamin B6, da ich gelesen habe, dies soll beim Klarträumen helfen. In der Tat, nach einigen Nächten träumte ich intensiver, klarer und beeinflussbarer. Ich konnte mich an meine Träume haargenau erinnern. Bitte, meine Natur Carotin Kapseln mit Vitamin A und B Komplexen erzielten den gleichen Effekt. Bei Nahrungsergänzung sollte man aber darauf achten, dass sie aus natürlichen Substanzen gefertigt, und dass sie nicht zu hoch und einseitig dosiert sind, denn der Körper reagiert auf alles, was man ihm zuführt.

Heute wecke ich mich nachts nicht mehr. Ich schlafe durch, geniesse die Tiefschlafphasen und regeneriere mich in der REM Phase, indem ich manchmal in einen Traum eingreife, ein anderes Mal einfach nur zuschaue, was sich beim Träumen so ereignet. Ich erwache nicht mehr ängstlich aus Alpträumen, und dafür bin ich dankbar.

Als ich durch eine Augenoperation blind wurde, war dies ein Schockerlebnis für mich, welches ich in meinen Träumen verarbeitete. Heute noch träume ich, dass ich im Traum sehend bin. Komisch, ich weiss während meines Klartraums, dass ich träume, ich weiss, dass ich blind bin, trage auch im Traum meinen Blindenstock mit mir herum, und trotzdem sehe ich alles optisch realistisch, direkt doppelt real, während ich träume. Dieses optische Sehen im Klartraum hat mir im realen Leben bereits mehrere Male weitergeholfen. Vielleicht kann man sein Handicap im Alltag besser bewältigen, wenn man es im Traum verarbeitet.

Was muss man beim Klarträumen beachten?

Bei Klarträumen sollte man folgendes beachten: Der Traum bleibt ein Traum, er kann nicht als reine Realität dienen. Im täglichen Leben beeinflusst man nur seine Seele, seine Psyche damit. Die Werkzeuge aus dem Klartraum kann man nicht eins zu eins in die Realität übertragen, denn niemand kann ohne Flügel fliegen, durch Wände gehen und sich verwandeln. Der Geist kann jedoch beflügelt werden, sodass er symbolisch gesehen durch Wände geht und sich zum Positiven hin verwandelt.

Man sollte weiters beachten, dass man nur für eine gewisse Zeit nachts durch Wecker und Signaltöne künstlich aufwachen und erneut einschlafen kann, denn es ist doch eine Belastung für den eigenen Körper. Der Mensch benötigt langfristig eine andauernde Tiefschlafphase, gefolgt von einer Traumphase. Nur so kann sich der Körper im Schlaf regenerieren.

Bei Nahrungsergänzung sollte man darauf achten, dass man sie nicht im Übermass einnimmt. Besonders die diätetischen Lebensmittel unterliegen einer ärztlichen Kontrolle. Nahrungsergänzung dient nicht dem Nahrungsersatz, die darin enthaltenen Wirkstoffe beeinflussen unseren Verdauungsapparat, den Darm und somit die Körperfunktionen. Selbst wenn Vitamintabletten als Wundermittel angepriesen werden, sind sie mit Vorsicht zu geniessen. Manche Präparate leeren nur die Geldbörse. Für das Erlernen des Klarträumens sind die erwähnten Methoden zwar hilfreich, aber nur für einen begrenzt kurzen Zeitraum anwendbar, da der Körper langfristig wieder ins Gleichgewicht kommen muss.

Der Albtraum - Nie wieder schlechte Träume

Von einer Feder träumenDer Albtraum hat viele Namen und noch mehr Gesichter. Ursprünglich glaubte man, Elfen und Alben würden die Träume beeinflussen, und man könnte sich gegen den schlechten Traum nicht zur Wehr setzen. Man nennt ihn auch Alptraum, Albdruck, Nachtmahr, Nachtschaden, oder im Englischen nightmare. Seine Gesichter zeigt er von düster bis beängstigend, sodass man im Traum seine Angst direkt im Rücken, im Bauch oder im Nacken spüren kann, obwohl man eigentlich im behüteten Bett liegt. Manche Leute erzählen, dass sie reale Hände auf ihrem Körper spüren und sich nicht wehren können.

In einem Albtraum erlebt man erschreckende, beängstigende oder auch ganz banale, herkömmliche Situationen, bei denen man einen emotionalen Ausnahmezustand wie Panik, starkes Angstgefühl, tiefen Schmerz, seelische Wunden erlebt, gegen die man sich nicht wehren kann. Der Traum hat keine körperlichen Ursachen, spielt sich in der Psyche des Betroffenen ab und gehört zu den Parasomnien. Man schläft schlecht, wacht morgens erschöpft auf und denkt bestimmt noch eine Weile über den nächtlichen Vorfall nach.

Der böse Traum findet meistens in der zweiten Nachthälfte statt, in der REM Phase, und er dauert zwischen wenigen Minuten und einer halben Stunde an. Aus einem Albtraum wacht man ruckartig auf, befindet sich sofort im Wachzustand, hat jedoch das Traumgeschehen oft noch vor Augen. Man findet sich nach dem Erwachen sofort zurecht, hat ein geordnetes Raum-Zeit-Gefühl, schwebt aber in Gedanken, mit all seinen Emotionen noch im Traumgeschehen umher. Die Seele muss erst langsam aus dem Traum erwachen, während Geist und Körper schon längst wach sind und wie eine Kerze im Bett sitzen. Manchmal wacht man schweissgebadet auf, fühlt sich kalt und unwohl, traut sich kaum aus dem Bett zu steigen, obwohl man vielleicht dringend aufs Klo muss.

Bei einem meiner einstigen Albträume befand ich mich in einem Gerichtssaal. Ich war verwirrt, körperlich angeschlagen, nervlich am Ende und hörte die Richterin sagen, dass ich mich nicht wiederholen sollte, weil ohnehin vieles bereits in der Akte steht. Ich verwickelte mich im Traum in einen Widerspruch, weil ich nur die Hälfte des Geschehens wiedergab, da ja bereits die Akte vorhanden war. Im Traum erschienen dann Zeugen, die ich nicht kannte. Ich hatte so eine Panik, dass ich vor Schreck aufwachte. Ich konnte mit diesem Traum nichts anfangen, grübelte beim Frühstück eine Weile darüber nach und vergass ihn wieder.

Jahre später erblindete ich bei einer Augenoperation, verklagte das mich behandelnde Krankenhaus, und sass nach langem Rechtsstreit im Gerichtssaal. Ich war körperlich schwach, da ich zuvor mit Herzrasen zusammengebrochen war. Die Richterin sagte, ich sollte keine Wiederholungen nennen, weil in der Klage vieles bereits erwähnt wurde. Ich fasste mich kurz und verwickelte mich in die Situation, dass ich einen entscheidenden Teilaspekt vergass zu erwähnen. Nach aussen hin sah es dann so aus, als ob ich mich widersprochen hätte. Zeugen wurden geladen, von denen ich einen überhaupt nicht kannte. Und plötzlich erinnerte ich mich an den einstigen Albtraum.

Ich war so fertig mit der Welt, dass ich meine Fragen an die Zeugen nicht mehr ordentlich stellen konnte, verlor den Prozess und war nicht mehr in der Lage, in Berufung zu gehen. Heute denke ich noch hin und wieder an diesen Albtraum von damals und das eingetretene Geschehnis aus dem Traum nach. Vielleicht gibt es doch etwas zwischen Schlaf und Wachzustand, das wir noch nicht wissenschaftlich erforscht haben. Gibt es vielleicht Schicksalsträume, zukunftsweisende Träume, Wahrträume?

Ursachen von Albträumen

Der Albtraum hat im Grunde keine rein körperlichen Ursachen, kann jedoch aufgrund von Krankheiten auftreten, denn eine Erkrankung des Körpers führt zwangsläufig dazu, dass man Ängste entwickelt, welche man im Schlaf verarbeitet. Schlechte Träume haben ihre Ursachen im nicht verarbeiteten Tagesgeschehen, wenn der Geist zu schnell ist, Stress der tägliche Begleiter ist und man keine Zeit für Entspannung hat. Böse Träume entstehen auch, wenn man seelisch leidet, wenn man ein Trauma aus der Vergangenheit nicht verarbeitet hat, an welches man während des Tages schon gar nicht mehr denkt. Manchmal macht sich eine schlimme Lebenssituation erst Monate bis Jahre später bemerkbar. Dann bekommt man grundlos posttraumatische Panikattacken, Herzrasen und wird von Albträumen geplagt.

Solche zermürbenden Träume können die Seele und den Körper richtig schädigen. Man schläft zwar, hat jedoch keine erholsame Nachtruhe mehr, weil man morgens mit Panik erwacht. Auf Dauer hält dies der Körper nicht aus. Viele Leute nehmen in dieser Zeit stark an Gewicht ab, sind tagsüber unruhig bis niedergeschlagen, die Leistungsfähigkeit nimmt ab, bis man schliesslich in eine Depression fällt. Die Seele leidet, und oft kann man nur durch eine Psychotherapie die traumatische Vergangenheit oder das stressbedingte Burn-out verarbeiten. Entspannender Schlaf ist wichtig für Körper, Geist und Psyche.

Behandlung von Albträumen

Man kann Albträume behandeln, und das ist auch wichtig, besonders wenn sie häufig auftreten, denn irgendwann resigniert der Körper. Eine gute Methode, um böse Träume zu vermeiden, ist das Klarträumen. Dabei macht man sich im Traum den Traum bewusst und greift aktiv ein. Als ich diese Methode ausprobierte, wachte ich morgens glücklich auf, denn ich war der Held im Traum und konte das Geschehen regeln. Nicht für alle Leute ist diese Methode geeignet, denn man muss erst einmal diesen Zustand erreichen, aktiv ins Traumgeschehen einzugreifen.

Eine weitere Methode ist, dass man sich den Traum gut merkt und sich dann im Wachzustand damit auseinandersetzt. Ich schreibe mir meine Albträume immer auf, bis ins kleinste Detail hinein. Dann befasse ich mich mit dem Traumgeschehen und versuche es zu analysieren. Oft erweist sich der Traum als Erfahrungsbericht und ich lerne daraus. In der Psychotherapie wird diese Methode als eine der effektivsten angewandt, und ich muss sagen, mir hilft es immer. Zunehmend bemerke ich nämlich, wie ich meine Träume unter Kontrolle bekomme, und komischerweise erkenne ich auch zunehmend Gefahren und Situationen im Leben frühzeitig, sodass ich besser darauf reagieren kann. Meine Leichtgläubigkeit von früher ist weg.

Eine weitere, wirklich effektive Behandlungsmethode ist die imagery rehearsal therapy, IRT. Man verändert hierbei den Albtraum so, dass er entweder zu einem langweiligen Traumgeschehen führt oder sofort gut endet. Wenn ich diese Methode anwende, dann forme ich meinen Albtraum so um, dass ich über den Dingen stehe. Ich laufe über Stiegen, bin rasend schnell, kann fliegen, falle nirgends mehr hinunter, und ich antworte immer mit Schlagfertigkeit, wenn ich angegriffen werde. Man stellt sich seinen Traum einfach im Wachzustand vor und ändert das Drehbuch, indem man das Traumgeschehen imaginär umgestaltet. Die Forschung hat nämlich gezeigt, dass immer wiederkehrende böse Träume im Gehirn eine Schleife bilden und man immer das selbe Geschehen im Traum erlebt, weil sich unser Gehirn dieses Schema einprägt. Wandelt man den Traum bewusst um, wird im Gehirn auch der Albtraum umgewandelt.

Wie vermeidet man Albträume?

Albträume kann man durchaus vermeiden, indem man vor dem Einschlafen gewisse Entspannungsübungen macht, um das Tagesgeschehen nicht mit in den Schlaf zu nehmen. Meditation ist so eine Methode. Man kann den Albtraum auch vermeiden, indem man sich gewissen Situationen im Alltag erst gar nicht aussetzt. Der ungemütliche Traum so zwischendurch kann leicht aus dem Tagesgeschehen heraus passieren. Wenn man vor dem Schlafengehen die Nachrichten schaut, bleiben oft negative Fetzen der Berichte in den Nachrichten übrig. Die nimmt man mit in seinen Traum. Besser schläft man, wenn man auf die Nachtnachrichten verzichtet.

Auch wenn man während eines Krimis wiederholt einschläft, böse Filme und Psychothriller schaut, manifestieren sich über einen längeren Zeitraum hindurch Albträume. Besser ist es, wenn man vor dem Schlafengehen gute Musik hört. Es gibt spezielle Meditationsmusik, oder ganze Meditationsanleitungen, die uns besser schlafen lassen. Eine davon ist die Heilmeditation, die heilende Hypnose. Hierzu existieren zahlreiche CDs, beispielsweise von Thomas Panholzer. Gute Nacht, und schlafen Sie schön.

Der Traumfänger gegen Albträume

TraumfängerEin Traumfänger ist ein indianisches Kultobjekt, welches uns vor schlechten Träumen, besonders vor Albträumen schützen soll. Er besteht im Wesentlichen aus einem Ring, um welchen ein Netz gespannt ist. Viele traditionelle Traumfänger sind mit Federn geschmückt oder beinhalten esoterische Accessoires wie magische Perlen, kleine Edelsteine, Amulette, getrocknete Rosenblüten oder getrocknete Kräuter. Man kann seinen Traumfänger auch mit persönlich wohlduftenden Ölen einreiben, damit die Nase im Schlaf positiv beflügelt wird. Ich persönlich halte nichts von Düften im Schlafzimmer, aber es gibt Leute, die schwören drauf.

Der Traumfänger hat laut indianischer Kultur die Aufgabe, die schlechten Träume zu filtern, sodass diese im Netz hängen bleiben, und die guten Träume so intensiv wie möglich im Gedächtnis des Träumers verweilen zu lassen. Die bösen Träume werden dann morgens von der Morgensonne vertrieben und verblassen, sodass man sich beim Aufwachen nicht mehr an sie erinnert.

Natürlich sind Albträume auf Dauer belastend, aber auch der ungünstige Traum möchte uns viel sagen, denn wir können an ihm reifen. Deshalb lehnen einige Menschen so einen Traumfänger kategorisch ab. Ich weiss nicht, ob ich an die Wirksamkeit des Traumfängers glaube, denn mein letzter fing nur Staub anstatt meiner Albträume, aber irgend etwas ist bestimmt dran an diesem Kult. Die indianischen Stämme schwören seit ewigen Zeiten drauf.

Der Traumfänger kommt aus der Ojibwe Kultur, einer indianischen Kultur und hat die Bedeutung im Wort Spinne. Daher sieht er auch aus wie ein Netz. Die amerikanischen Völker fanden Gefallen an diesem Ritual und verwendeten ihn zunehmend seit den 1960er Jahren als sogenannte Traumfalle.

Der herkömmliche Traumfänger besteht aus einem Holzreifen und einem Geflecht aus Darmfäden, Pferdehaaren oder anderen Materialien. Für Veganer sind diese tierischen Bestandteile ein Horror, da bekommen sie vor lauter Schreck gleich Albträume, und deshalb gibt es die Traumfallen auch in der veganen Variante aus getrocklneten Gräsern, aus Baumwollfäden, aus rein pflanzlichem Material. Wenn ich mir vorstelle, Pferdehaare müssten meine schweren Träume fangen, überkommt mich ein Schauer, denn ich fürchte mich vor Pferden.

Die Funktion des Traumfängers unterliegt zwei Sichtweisen. Entweder man glaubt daran, dass die guten Träume durch ein Loch zum Träumer zurückkehren und ihn beflügeln, oder man glaubt daran, dass die bösen Träume durch das Loch hindurch verschwinden und nur die guten im Netz hängen bleiben. Ich glaube an die Variante, dass mein Traumfänger alles von mir fernhält, was mir nicht gut tut, und nur das speichert, was mich an Erfahrung und Lehre weiterbringt. So entfalte ich die irrsten Träume und wachse an ihnen. Geistig und emotional gestärkt wache ich morgens auf, weil ich weiss, ich habe bloss geträumt.

Einen Traumfänger selber basteln

Bitte, wer den herkömmlichen, konsumorientierten Traumfänger nicht mag, der bastelt sich selber einen. Ich habe sie bereits in allen Varianten gesehen, sogar welche, die mit Ritualen ins Leben gerufen wurden. Man benötigt ein biegsames Stück Holz oder einen Draht, einfach etwas, das man zu einem runden Kreis formen kann. Die Ecken verklebt man miteinander. Danach spinnt man wie eine Spinne ein Netz um diesen Kreis. Man kann hierfür wirklich jeden Faden nehmen, der sich anbietet, Seide, Garn, Wolle, Papierfäden, Federn, alles, was fadenartig ist, sogar Gräser und Blumen im getrockneten Zustand.

Wer ein Loch im Inneren des Traumfängers haben möchte, der baut sich einen grossen und einen kleinen runden Kreis, verflechtet oder verdrahtet die beiden Kreise miteinander und schlingt dann die Fäden drum herum. Ich habe auch schon Traumfänger aus Seidenpapier und Krepp-Papier gesehen, mit Perlen und Glitzersteinen besetzt, mit Gute-Nacht-Sprüchen belagert.

Einige Leute weihen ihren Traumfänger ein, indem sie ihm einem Ritual unterziehen, ihn in einer Mondscheinnacht oder in einer besonderen esoterischen Nacht anbeten und ihn dem Mondgott weihen. In der Walpurgisnacht, in der Weihnachtsnacht, in der Silvesternacht, zur Sonnenwende, in Vollmondnächten, in den Rauhnächten, ja sogar zu seinem eigenen Geburtstag kann man den Traumfänger ritualisieren und ihn magisch aufladen.

Erfahrungen mit einem Traumfänger

Als ich mir meinen ersten Traumfänger gekauft habe, glaubte ich nicht an seine Wirkung, aber meine Albträume waren doch plötzlich verschwunden. Meinen zweiten Traumfänger bekam ich geschenkt, sodass ich jetzt doppelt geschützt bin. Bis auf einen regelrechten Staubfänger hatte ich nur positive Erfahrungen gemacht. Ich finde das Federding über meinem Bett niedlich. Es verleiht dem Raum so etwas Wohnliches und Gemütliches, obwohl ich Staubfänger eigentlich nicht leiden kann und meine Wohnung fast steril wirkt. Vielleicht ist es die pure Einbildung, die reine Vorstellungskraft, aber ich könnte schwören, seit diese Traumfalle über meinem Bett hängt, schlafe ich besser. Manche Leute hängen sich zusätzlich ein solch magisches Netz ins Fenster, damit keine bösartigen Träume von aussen zu ihnen dringen können. Bitte, soweit ist mein esoterischer Glaube noch nicht vorgedrungen.

Es existieren einige Geschichten über die Wirksamkeit von Traumfallen. Eine Frau litt ständig unter Albträumen. Sie träumte fast jede Nacht, dass der Geist ihrer verstorbenen Mutter im Raum umher schleicht und sie zu bösen Taten hinleiten wollte. Sie kaufte sich einen Traumfänger, weihte ihn der Mondgöttin und schlief seither ohne ihre Mutter im Kopf. Eine andere Frau wurde durch so eine Traumfalle von ihren Mordträumen geheilt. Sie hatte zuvor immer wieder den Traum, dass sie sich etwas antun würde. Ein Mann träumte ständig, er würde körperlich zerfallen, sodass er morgens wirklich geschwächt aufwachte. Weil er zunehmend an Gewicht verlor, legte er sich aus reiner Verzweiflung einen Traumfänger zu und war von seinem Albtraum geheilt.

Diese Geschichten wurden mir aber nur zugetragen, ich habe sie nicht persönlich überprüft. Wenn die Leute erzählen, dass sie durch das glückliche Netz über ihrem Bett von Albträumen befreit wurden, dann glaube ich es ihnen, denn jeder Mensch hat seine ganz eigene, subjektive Wahrnehmung. Wenn jemand nichts damit anfangen kann, so liegt dies vielleicht daran, dass man nicht auf dieser esoterischen Glaubensebene schwebt, rein sachlich orientiert ist, oder einfach andere Wege aus schlechten Träumen suchen muss. Nicht für jeden ist ein Traumfänger die beste Therapie. Manche Menschen benötigen eine Psychotherapie, denn viele Albträume sind unverarbeitete traumatische Erlebnisse aus der Vergangenheit.

Traumdeutung

Wie deutet man seine Träume richtig? Man sollte ein Traumtagebuch schreiben, seine Träume gleich nach dem Aufwachen aufschreiben und seine Traumerfahrungen analysieren. Man kann daraus profitieren, Albträume besser verarbeiten und mehr Ruhe ins Leben bringen. Traumsymbole können unterschiedlich ausgewertet werden, sodass die Traumdeutung eine Art eigene Wissenschaft darstellt.

 


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