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Haustiere als Partner und Kinder Ersatz

Die Katze als KinderersatzSind Haustiere liebenswerte und pflegeleichte Lebenspartner? Diese Frage stellte ich mir, als ich einst mit einem Katzenfanatiker mein Bett und meinen Lebensinhalt teilte. Er war besorgter um seine Katze als um mich. Wie hoch frohlockte ich, als seine Katze eines Tages nicht nach Hause fand. Hatte sie sich etwa verlaufen, verliebt, oder hatte sie vielleicht ein unglückliches Mittagsschläfchen unter einem Auto gehalten?

Wie war ich doch tief betrübt, als er seinen Katzenverlust in Form von Frust an mir ausliess. Als die Katze plötzlich wieder in der Eingangstüre stand, fand ich wieder zu meinen Gehirnzellen, und die Welt war in Ordnung. Die liebe Katze hatte bestimmt ein Hungergefühl in der Magengegend und spazierte ihrem Futternapf entgegen. Wenn man eifersüchtig auf ein Haustier ist, wird es Zeit zu gehen, denn diese hoch intelligente, niedrigste Stufe der Eifersucht hat in einem ausgereiften Gehirn nichts verloren.

Die Katze hatte gewonnen, denn ich räumte das Feld, und sie liegt bestimmt immer noch breit und dick am Sofa. Übrigens hatte ich auch einst einen Lebensabschnittspartner, der brachte seine Katze in eine Katzenpension, denn meine Katzenallergie war stärker als der Drang, die Katze zu behalten. Ja, Haustiere können leicht zum Lebenspartner werden und noch leichter mit dem Lebenspartner verwechselt werden, wenn man ihnen zu viel Raum überlässt. Schnell liegt der Hund im Ehebett, und der Mann darf in der Hundehütte übernachten, weil er doch der Herr im Haus ist und das Solche bitteschön bewachen muss. Wenn man mit seinem Haustier öfters schmust, als mit dem eigenen Partner, ist die Gefahr gross, dass man mit dem Haustierchen bald alleine im Haushalt wohnt.

Nun, die Gefahr, dass die Katze oder der Hund eine Krankheit vom vielen Schmusen bekommt, ist natürlich auch gegeben. Wer die Sache umgekehrt sehen möchte, bitte! Ich sage ja nicht, dass der Mensch keine Hundeflöhe bekommen kann, wenn er mit seinem Hund das Bett teilt. Manchmal ist es aber auch ideal, wenn das Haustier stellvertretend für den Lebenspartner die Stellung im Haus hält. Stellen Sie sich vor, Sie wären alt und gebrechlich, hätten keinen Lebenspartner und würden sich einsam und alleine fühlen. Gut, sprechen wir in ein paar Jahrzehnten darüber. Ein Haustier erfüllt soziale Zwecke, denn man kann sich mit ihm unterhalten.

Das Haustier als Baby-Ersatz

Besonders die kleinen Hunde müssen oft als richtig vollwertige Familienmitglieder agieren, dienen in manch einseitigen Familien als Kinderersatz. Wenn die Frau nicht schwanger wird, legt sie sich einen Hund zu, damit der Mann keine Schwerstarbeit mehr leisten braucht. Wenn ich das hier schreibe, komme ich mir vor, wie am Bau bei der Schichtarbeit im Nachtdienst.

Eine meiner Nachbarinnen hat gleich zwei kleine, rassige Kinder, schneeweiss und vierbeinig, bellend und hüpfend. Meine weisse Anzugshose musste bereits den Abdruck der kleinen, frechen Pfötchen erdulden, als mich die Hunde begrüssten. Ich stellte mir vor, wenn Menschen leckend und kraulend aufeinander losgehen würden, dann wären wir alle ein wenig eingespeichelt.

Lieber Besucher, haben Sie schon einmal beobachtet, wie Haustiere behandelt werden, wenn sie wie kleine Kinder gehalten werden? Da darf sich der kleine Sir Henry alles erlauben, denn er ist ja so lieb, wenngleich er nicht der Klügste ist. Übrigens, wussten Sie bereits, dass Sir Henry mehr als 15000 Follower auf Twitter besitzt? Ich habe mir schon überlegt, ein Hund zu werden, damit ich meine sozialen Kontakte im Internet ausweiten kann.

Apropos Kleinkind: Kennen Sie schon den kleinen Waldemann? Der kleine Waldemann darf überall und an allem schnuppern, denn es dient ja seiner empfindlichen Nase. Keine Frage, Kinder brauchen Liebe und jede Menge an Schmuseeinheiten, aber das Haustier braucht seinen Schlafplatz, ein wenig Zuneigung, eine Brise Respekt und seinen vollen Futternapf.

Haustiere möchten einfach nur Tiere sein, ohne dass sie sich in die vermenschlichte Gesellschaft integrieren müssen. Wie froh ist doch der Hund, wenn er seine Ruhe haben darf.


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Elisabeth Putz

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