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Objektliebe - Wenn Menschen Gegenstände lieben

Einen Schuh lieben
Auch wenn es für viele Menschen befremdlich klingt, es gibt Menschen, die fühlen sich zu Objekten, zu Gegenständen, zu Bauten und Gebäuden hingezogen, ähnlich wie sich zwei Menschen zueinander hingezogen fühlen. Man nennt dies Objektliebe, Objektophilie, oder Objektsexualität. Bitte, der Eiffelturm ist bereits vergeben, der ist verheiratet, aber diverse andere Bauten sind noch am Markt der Singles vorhanden.

Objektliebe sollte man nicht beschämend oder verächtlich behandeln, denn sie ist so wie jede andere Form der Liebe ein Teil unserer Gesellschaft, ein Teil der Menschheit. Wir achten ja auch die Natur, die Tiere und Pflanzen ungeachtet ihrer Eigenarten und Vielfältigkeiten, und so sollten wir auch Menschen achten, die Objekte verehren und mit ihnen eine symbolische sexuelle Beziehung eingehen.

Bei Objektliebhabern spielt neben der sexuellen Erregung auch die Herzensliebe eine grosse Rolle. Dies können zwar nicht alle Menschen nachvollziehen, aber wir sollten es tolerieren und nicht darüber lästern, denn die Liebe kennt keine Grenzen.

Offiziell sind sogar Ehen zwischen Objekten und Menschen erlaubt, und das zeigt, dass wir uns auf dem richtigen Weg befinden, jeden Menschen so zu akzeptieren, so zu lieben, wie er in seiner Eigenheit eben ist.

Objektliebhaber sind sehr emotionale, sensible Menschen, die ihre Emotionen dezent ausdrücken, wenn sie Zeit mit ihrem geliebten Gegenstand verbringen. In der Stille des Seins liegen ihre Emotionen, sie erleben Sinnlichkeit, Erotik, Anziehungskraft, Sexualität und Liebe so wie jeder Mensch, nur eben tiefgründig in ihrem eigenen Körper verankert.

Objektliebe Definition

Was ist Objektliebe? Es ist der Drang, Objekte sexuell anziehend zu finden, mit ihnen zusammenzusein, mit ihnen eine Beziehung zu führen, ähnlich wie mit einem menschlichen Partner. Man fühlt sich zu einem Gegenstand, einem Gebäude, einem Naturelement derart hingezogen, dass man wie in der Verliebtheitsphase sämtliche körperliche Erscheinungen spürt, die auch ein verliebter Teenager empfindet. Der Herzschlag wird erhöht, wenn man das Objekt seiner Begierde betrachtet, die Körpertemperatur erhöht sich, der Puls wird schneller, man beginnt zu lächeln, sich für das Objekt in Schale zu werfen, und viele Objektliebhaber brezeln sich richtig auf, wenn sie ein Date mit ihrem Gegenstand haben.

Was ist Objektophilie

Objektophilie ist die genaue Bezeichnung dafür, dass ein Mensch ein unbelebtes, natürliches oder technisches Objekt erregend, anziehend und umwerfend findet. In seinem Körper regt sich etwas Sexuelles, wenn er dem Objekt nahe sein darf. Er verbringt gerne Zeit alleine mit seinem Objekt, was bei öffentlichen Bauten und Gebäuden leider schwer machbar ist, da hier viele Leute herumstehen und eine totale Zweisamkeit mit dem Objektpartner nicht oder nur spät nachts möglich ist.

Übrigens ist der Begriff der Objektophilie auch dem Drang, Dinge und Gegenstände sammeln zu müssen, zugeordnet. Hier geht der Begriff in die Sammlerleidenschaft hinein, die eine enge Anziehungskraft zur herkömmlichen Objektliebe aufweist. Puppensammler sind beispielsweise eine Art Objektophile, die viel Zeit und Liebe in ihre Puppen investieren und richtig leiden, seelisch und körperlich schmerzhaft leiden, wenn eine ihrer Puppen beschädigt wird oder ab Handen kommt.

Was ist Objektsexualität?

Im Grunde spricht man von Objektsexualität, Objektophilie und Objektliebe im gleichen Ton. Dennoch existieren kleine Unterschiede. Objektsexualität bietet über die Objektliebe hinaus den expliziten sexuellen Umgang mit einem Objekt. So kann man seine häuslichen Gegenstände wie beispielsweise den Staubsauger, den Haartrockner, den Eierkocher, etc. körperlich lieben und sich an den Gegenständen reiben, bis man zum Höhepunkt gelangt. Bitte, den Staubsauger sollten Männer nicht so nahe an ihre Lenden heranlassen, sonst ist das beste Stück in Gefahr.

Objektophile sehen ihre Objektsexualität nicht als eine Art sexueller Fetisch an, vielmehr ist es eine eigenständige, für sich lebende und existierende sexuelle Neigung. Es ist keine Sucht, man stört damit auch nicht andere Leute, welche diese Neigung nicht in sich verspüren, und man lebt im Grunde ein normales Leben, nur eben mit seinem geliebten Objektpartner und nicht mit einem menschlichen Liebespartner. Es gibt auch Menschen, die fühlen sich sowohl zu Objekten, als auch zu Menschen sexuell hingezogen und führen in Stille eine Beziehung mit ihrem Objekt, und im öffentlichen und privaten Leben eine Beziehung mit ihrem Partner. Objektsexualität ist nämlich kein Begriff in der Psychologie und somit auch keine Erkrankung im medizinischen Sinn.

Was geschieht bei der Objektliebe?

Die Objektliebe nennt man in der Psychologie auch Introjektion, was so viel bedeutet wie Hineinlassen eines Objektes in die eigene Psyche. Man erweitert seine Persönlichkeit, indem man Objekte in sich hineinlässt, sich mit ihnen identifiziert, sie als vermenschlichte Form der Partnerschaft sieht und eine innige Beziehung mit ihnen eingeht.

Man liebt ein Objekt mit allen Sinnen, fühlt sich zu ihm hingezogen, möchte viel Zeit mit ihm verbringen, ist eifersüchtig, wenn andere es begehren, und man möchte offiziell mit ihm den Bund fürs Leben eingehen. Menschen, die Objekte heiraten, tragen in gewisser Weise den Namen des Objektes als Familiennamen, wie beispielsweise Berliner Mauer. Sie schwören die Treue, fühlen sich erregt in der Nähe ihres Lieblingsobjektes und führen ganz normale Beziehungen zu den Objekten.

Man kann Maschinen, Gebäude, sogar Atomkraftwerke und Mülldeponien lieben, denn die Liebe ist ein so grossartiges Gefühl, dass sie auf jedem Misthaufen gedeiht. Das jeweilige Objekt wird in den Alltag integriert, so gut es eben geht, denn man kann nicht täglich mit dem Eifelturm frühstücken. Aussenstehende sehen diese Liebe oft nicht als echte Liebe an, aber der Objektliebhaber empfindet körperliche und seelische Glücksgefühle, wenn er bei seinem Objekt sein darf.

Wann entsteht die Objektliebe?

Objektophilie entsteht meist bereits in der Kindheit. Kinder gehen noch unbeschwert mit ihrer Umwelt um, verlieben sich in Gegenstände, sprechen mit ihnen und hauchen ihnen eine eigenständige Persönlichkeit ein. Wenn ein Kind erwachsen wird, bemerkt es in der Pubertät, dass es sich nicht zu Menschen, zu Teenagern hingezogen fühlt, sondern zu einem gewissen Gegenstand. Hier unterscheidet man dann die Objektliebe von der Personenliebe.

Der Objektophile sieht das Objekt als Person an, auch wenn er mit ihm keine sexuelle Beziehung im herkömmlichen Sinn eingeht. Wenn andere Menschen das gleiche Objekt lieben, entsteht die Eifersucht, die wir sonst nur aus Beziehungen zwischen Menschen kennen. Ein Objektophiler muss nicht irgendwann im Leben eine herbe Enttäuschung hinter sich haben, er kann ohne jeglichen Grund Gegenstände lieben. Er muss nicht unbedingt von einem Menschen enttäuscht worden sein, aber das begehrte Objekt kann ihm Liebeskummer bescheren.

Kann man auch mehrere Objekte lieben?

Wie in der zwischenmenschlichen Liebe gibt es auch bei der Objektliebe die Phasen der Verliebtheit bis hin zur tiefen Liebe. Man kann einem Gegenstand fremd gehen, sich in einen anderen Gegenstand verlieben, monogam leben oder seine Liebesgefühle ausgiebig mit verschiedenen Objekten ausleben. Einige Menschen leben polygam, lieben ihre Polyamorie mit mehreren Objekten aus und erzählen den Gegenständen voneinander, sodass keine heimliche Liebschaft entsteht.

Man muss nicht unbedingt Gegenstände der gleichen Objektfamilie lieben, man kann auch Musikinstrumente, Baumaschinen und Bäume lieben. Es gibt ja auch Menschen, die verlieben sich in das jeweils andere Geschlecht und gleichzeitig sind sie offen für die gleichgeschlechtliche Liebe.

Objektsexualität und Liebeskummer

Objektsexuelle empfinden Liebeskummer. Wenn man einen Zug liebt, erregt einem das Zuggeräusch so sehr, dass man seinen Zug unter tausenden wiedererkennt, wie den Geruch des eigenen Partners. Wenn der Zug die gewisse Zugstrecke nicht mehr fährt, leidet man wie ein Tier, kommt jedoch wie bei Menschen darüber hinweg, erleidet zuerst Liebeskummer, verliebt sich dann aber unter Umständen neu und himmelt einen anderen Zug an.

Ist die Objektliebe eine psychische Krankheit?

Auch wenn statistisch nur eine Minderheit der Menschen objektophil sind, ist die Objektliebe keine psychische Erkrankung, sonst wären alle Minderheiten, auch homosexuelle Menschen krank. Vielmehr ist die Objektliebe eine zusätzliche Art, Liebe zu geben und zu nehmen. Die Psyche des Menschen ist so vielseitig, dass man sie nicht in kleine Schubladen pressen darf, und so leben wir viele Dinge aus, die auf den ersten Blick nicht der Norm entsprechen, auf den zweiten Blick jedoch unserer vielfältigen Natur entsprechen. Zwar kann man sich mit Objekten nicht im menschlichen Sinn fortpflanzen, aber nicht jede Frau bekommt Kinder oder möchte Kinder bekommen. Und so dient beispielsweise der Eiffelturm als stabiler Partner für die Ewigkeit.

Liebe und Ehe mit der Berliner Mauer

Eija-Riitta Eklöf-Berliner Mauer war eine schwedische Modellbauerin, die den Begriff der Objektsexualität als erster Mensch prägte und ihrer Neigung einen Namen gab. Sie verstarb leider im Jahr 2015, aber sie behauptete, mit der Berliner Mauer verheiratet zu sein, daher auch der Name. Im Jahr 1979 heiratete sie die Berliner Mauer und engagierte sogar einen Animator, der die Trauung vollzog. Sie sagte immer, es gibt kein Nein, es gibt nichts Unmögliches auf dieser Welt. Sie meinte, dass die Berliner Mauer eines der sexuell stimulierendsten Objekte sei, welches überhaupt existiere.

Verheiratet mit dem Eiffelturm

Erika Eiffel, eine US-Amerikanerin, Bogenschützin und Aktivistin ist mit dem Eiffelturm verheiratet. Ihre Eheschliessung mit dem französischen Bauwerk wurde weltbekannt, da diese Ehe so aussergewöhnlich war, dass sie in allen Medien publiziert wurde und um die Welt ging. So eine Meldung erregt Aufmerksamkeit, Aufsehen und Erregung zugleich. Viele Leute können sich bis heute nichts unter Objektsexualität vorstellen. Deshalb setzte sich Erika Eiffel, die den Nachnamen des Eiffelturms als eigenen Namen angenommen hatte, für Objektophile und deren Akzeptanz in der Gesellschaft ein.

Objektsexuelle Erfahrungen mit einem Riesenrad

Eine Frau aus Deutschland liebte jahrelang ein Riesenrad, bis es eines Tages abgebaut wurde. Sie arbeitete sogar am Rummelplatz, im Freizeitpark, nur um ihrem Riesenrad nahe zu sein. Sie litt erbärmlich, als hätte sie ihren Partner verloren, als das Riesenrad nicht mehr stand. Objektophile erleiden Liebeskummer wie jeder andere Mensch, der seine grosse Liebe verliert. Sie heulen, sind zutiefst traurig und müssen alle Phasen des Liebeskummers durchleben, bis sie sich eventuell in ein neues Objekt verlieben.

Sex mit einer Boeing-737

 Eine Frau, sie heisst Michelle, hat Sex mit einem Flugzeug, mit einer Boeing-737. Sie beschreibt die Geräusche des Flugzeugs als ausserordentlich sexuell stimulierend, sodass ihr gesamter Körper in Extase gerät, wenn sie das Flugzeug nur ansieht. Es ist gigantisch, dieses turbulente Geräusch. Manche Menschen glauben irrtümlich, dass man einer Beziehung mit einem menschlichen Partner aus dem Weg gehen möchte, wenn man objektophil ist. Dies ist ein Trugschluss. Objektophile empfinden ihre Liebe und ihre sexuelle Neigung genauso intensiv wie jeder andere, sie flüchten nicht aus einer normalen Welt, sie leben nur ihre Leidenschaft, ihre Lust aus. Bitte, was ist schon normal?

Die Objektsexualität mit einer Lokomotive ausleben

Objektsexuelle fühlen sich körperlich mit allen ihren Sinnen oft derart zu einem Gegenstand hingezogen, dass sie ihre Leidenschaft kaum zügeln können, obwohl sie diese nur still, für sich selbst ausleben. Ein Mann liebte seine Lokomotive so sehr, dass er nachts bei ihr verweilte und sich eine Bettkammer in der Nähe der Lokomotive einrichtete. Er war traurig, wenn der Zug abfuhr, und freudig erregt, wenn der Zug wiederkam. Du liebes Ding, ich will dich. Das sagte er, wenn er seine sexuelle Beziehung mit der Lokomotive auslebte.

Emotionale Erfahrungen mit Objekten

Nicht immer sind es rein sexuelle Anziehungskräfte, welche ein Objektliebhaber hegt. Auch emotionale Begegnungen und Beziehungen, ähnlich der Freundschaft können zwischen einem Menschen und seinem geliebten Objekt stattfinden. So wie Menschen sich gegenseitig sympathisch finden, kann man auch Objekte sympathisch finden und mit ihnen freundschaftlich zusammensein.

Ich sprach einst mit meinem Mixer, und immer wenn ich ihn streichelte, wurde meine Torte köstlich. Ich selbst hege auch eine gewisse Liebe zu Gegenständen, wobei mich der schiefe Turm von Pisa fast umgehauen hat vor Liebe und Begeisterung. Bei mir ist es jedoch nicht sexuell ausgeprägt, sondern äussert sich darin, dass ich mit Gegenständen sehr liebevoll und behutsam umgehe, denn dann halten sie lange und gehen nicht kaputt.

Recherchequellen: Wikipedia, Focus Magazin, Welt Online


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Elisabeth Putz

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