Elisabeth Putz - Ratgeber

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Autorin Elisabeth Putz

Elisabeth PutzLebenslauf und persönliche Daten:

  • Name: Elisabeth Putz
  • Geboren: 15.12.1976
  • Familienstand: Verlobt
  • Konfession: röm. katholisch
  • Staatsbürgerschaft: Österreich
  • Geburtsort: Lienz

Ausbildung:

  • Grundschule in Kötschach Mauthen
  • Gymnasium (BORG) in Lienz, mit bildnerisch-organisatorischem Schwerpunkt; (Leistungsfächer: Wirtschaft und Psychologie)
  • Juni 1997- Abitur am BORG in Lienz
  • Studium: Spanisch, Kommunikationswissenschaften, Rechtswissenschaften an der Paris-Lodron Universität in Salzburg
  • Weiterbildung infolgenden Bereichen:
  • Wirtschaft und Finanzen
  • Gesundheit und Naturheilkunde
  • Kunst, Literatur, Kultur und Medien
  • Journalismus und Recherchearbeit
  • Immobilien - Schwerpunkt Anlageimmobilien
  • Marketing, Vertrieb und Verkauf mit Schwerpunkt: Kaltakquisition

Berufliche Tätigkeiten:

  • September 2000 bis Januar 2003:
  • Freie Autorin beim Gryphon Verlag
  • Journalistische Arbeit und Recherchetätigkeit für diverse Unternehmen
  • Februar 2003 bis Oktober 2009:
  • Kauf einer GmbH mit Schwerpunkt Investments, Finanzdienstleistungen, Vermögensaufbau und Immobilien
  • Kauf einer Vermittlungsagentur mit Schwerpunkt: Trainings und Dienstleistungen, im Bereich Wirtschaft, Finanzen, Immobilien
  • Akquisition und Beratung für Trainer
  • Vermittlung und Beratung für Künstler
  • Akquisition und Vermittlung im Gesundheitsbereich
  • Akquisition und Beratung für Klein- und mittelständische Unternehmen
  • November 2009: Erblindung aufgrund einer Augenerkrankung - grüner Star
  • Berufliche Umorientierung
  • Januar 2011 bis heute:
  • Autorin, Bloggerin und Journalistin im Bereich Fachliteratur, Sachliteratur
  • Themenschwerpunkte: Beauty und Kosmetik, Esoterik und Astrologie, Flirten und Liebe, Gesellschaft und Soziales, Finanzen und Wirtschaft, Mode und Styling, Gesundheit und Wellness, Lifestyle, Reisen, Technik, Umwelt, Kunst und Kultur, Wohnen und Immobilien.
  • Herausgeberin und Autorin des Online-Magazins: elisabeth-putz.com

Patente und Veröffentlichungen:

Folgende Buchveröffentlichungen seit Oktober 2000:

  • Wer mit dem Feuer spielt, erlebt heisse Zeiten  (Erstvorstellung: Leipziger Buchmesse 2001) GENRE: Belletristik, Erschienen im Gryphon Verlag
  • www. die-egoisten-kommen. de (Erstvorstellung: Leipziger Buchmesse 2002) GENRE: Satire, Erschienen im Gryphon Verlag
  • Beide Bücher sind als Rohlinge, unlektoriert, als sogenannte Erstlingswerke im fast unbrauchbaren Übungszustand erschienen, und erstaunlicherweise haben sie sich doch irgendwie verkauft.

Sprachkenntnisse und sonstige Qualifikation:

  • Englisch fliessend in Wort und Schrift
  • Spanisch gut in Wort und Schrift
  • Italienisch Standardkonversation
  • Französisch Grundkenntnisse
  • PC Kenntnisse:
  • Gestaltung, Programmierung, Word, Grafikprogramme, Excel, Finanzprogramme, Websitegestaltung, Internet, social Media, SEO, SEM, Onlinerecherche, Onlinetexte, Content-Marketing

Infos über die Autorin Elisabeth Putz

Autorin Elisabeth PutzIch bin Autorin für alle Fälle, aus Leidenschaft, aus Überzeugung, aus Gier nach dem geschriebenen Wort. Ich bin Journalistin aus purer Neugier, weil mich Fachwissen und Aufdeckungsarbeit faszinieren. Wer tiefer als andere recherchiert, gräbt oftmals Dinge aus, die eigentlich in der Tiefe des Abgrundes besser aufgehoben wären. Wenn sie ans Tageslicht kommen, ist der Teufel los, aber der frisst in der Not bekanntlich auch nur Fliegen.

Ich setze mich für Patienten ein, die mit eventuellen Behandlungsfehlern kämpfen. Ich setze mich für unabhängige Richter und Gutachter ein, für Menschen, die verzweifelt um ihr Recht kämpfen. Gerechtigkeit ist ein hohes Gut, welches schwer erschüttert werden kann, wenn es willkürlich zerstört wird. So kann auch die Gesundheit eines Menschen fahrlässig oder willkürlich zerstört werden. Die Betroffenen leiden, so manch ein Arzt macht weiter, als ob nichts gewesen wäre, und die Welt dreht sich dennoch. Worauf die meisten geschädigten Patienten warten, ist eine aufrichtige, persönliche Entschuldigung und eine ordentliche Entschädigung.

Ich setze mich gegen Korruption, Bevorteilung, Freundchenwirtschaft, unseriöse Geschäftemacherei und Vertuschung ein, was immer noch bis in die höchsten Kreise der Politik, der Wirtschaft und der Gesellschaft hinauf reicht. Immerhin, wenn auch noch so viele Menschen benachteiligt werden, einer wird bevorteilt. So kann man Gerechtigkeit auch aufteilen, das Geld findet immer einen Weg.

Vielleicht leben wir eines Tages in einer umweltfreundlichen Welt, in welcher jeder Mensch wirtschaftlich und sozial gleich ist. Vielleicht erschaffen wir uns eines Tages durch die künstliche Intelligenz soziale humanoide Roboter, die aufwachen und sich des Lebens erfreuen. Und vielleicht bin ich dann längst tot und verteidige den Staub unter meinem verwesenden Skelett, sofern ich nicht eingeäschert werde.

Elisabeth Putz und ihr Alltag

Immer unterwegs in zu grossen SchuhenMein Leben ist durchzogen von Höhen und Tiefen. Ich erlebte Zeiten, in denen ich in jeden Fettnapf trat, der mir zu Füssen lag, sodass ich mir dachte, ich ziehe auch im Sommer Stiefel an, um nicht so nass zu werden. Immerhin erlebte ich auch Zeiten, die mich in ungeahnte Höhen beförderten, in denen ich unbeschwert auf meiner rosaroten Wolke sass, der Liebe frönte und mein Gold zählte. Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt - Diese beiden Zustände sind wie schwarz-weisse Tapeten, welche die Innenwände meiner Seele auskleiden. Sie sind klassisch neutral, zeitlos elegant, und sie verkörpern den Style meiner Persönlichkeit.

Ich bin wie eine asiatische Entensuppe, süss-sauer, sitze introvertiert hinterm Schreibtisch, weil dort die Verletzungsgefahr sehr gering ist, ich bin hartnäckig und nachtragend, kann jedoch unter Umständen verzeihen, wenn die Zeit reif dafür ist. Nach aussen hin wirke ich arrogant und eingebildet, da meine innere Eitelkeit raus will. Auf den zweiten Blick erkennt man jedoch meine innere Unsicherheit, welche ich mit meiner Eitelkeit überschminke, aber dafür schminke ich mich sonst kaum bis nie.

Meine stärkste Schwäche ist Orangenschokolade, die mich immer verfressen in die Knie zwingt und mir so manch unangenehme Diät beschert. Wenn man Schokolade in einen gut verschliessbaren Tresor gibt, sollte der Schlüssel niemals in unmittelbarer Reichweite aufbewahrt werden, sonst bekommt man Pickel davon.

Ich habe mein Unterbewusstsein entdeckt. Im Grunde steuern wir alles von unserem Gehirn aus, aber als ich hörte, dass man seine Gedankenwelt positiv und negativ beeinflussen kann, entschied ich mich für ersteres und übte mich in positiven Affirmationen. Wer seine Gedanken im Griff hat und täglich auf seinen positiven Gedankenfluss achtet, wird langfristig in allen Dingen im Leben erfolgreich sein. Man muss an das Unmögliche glauben, damit wenigstens das Mögliche eintreten kann.

Ich gehe gerne zum Shoppen, damit ich meinen armen Kleiderschrank mit dem hundertsten Kleid, dem hundertsten Hosenanzug und dem hundertsten Kostüm füllen kann, obwohl ich im Alltag meine Hauskleider und Jogginganzüge trage, die mich so bequem umhüllen, dass ich manchmal mitten am Tag glaube, ich hätte meine Nachtwäsche an. Als ich den Vorteil der Nachhaltigkeit entdeckte, entschied ich mich, meinen Schrank regelmässig auszumisten. Das verschafft nicht nur dem Möbelstück Frischluft zum Atmen, sondern auch meiner Seele. Immerhin sortiere ich meine Klamotten nach Farbe, Stil und Outfit, wie ein kleiner, durchstrukturierter Spiesser.

Ich gehe gerne dort spazieren, wo möglichst wenige bis keine Leute vorhanden sind, dann habe ich meine Ruhe und kann den Vögeln beim Vögeln, beim Zwitschern zuhören. Und ich liege gerne dort in der Sonne, wo nur wenige Leute dem Sonnenlicht zugeneigt liegen, dann kann ich die Vögel besser beim Vögeln hören. Vereinsamte Wiesen und Parks sind meine Leidenschaft, und dort liege ich wie eine alte Eiche, direkt auf meiner alten Liege und warte, bis sie an Altersschwäche bricht.

Elisabeth Putz und ihre Vorlieben

Ich liebe HüteIch liebe die Sonne. Früher lebte ich meine Vorliebe fürs Solarium auch im Winter aus, bis ich kross-braun war und eine Haut wie Leder hatte. Sobald die Orangenhaut immer dicker wird, altert man vorzeitig. Dies begriff auch ich, und heute lege ich mich in den Schatten und geniesse tapfer meine noble Blässe. Im Solarium liegt man ohnehin wie in einem symbolischen Sarg, halbtot und trotzdem noch am Leben.

Ich esse gerne. Ich liebe Wiener Schnitzel, auch wenn es vom Tier abstammt, ich es beim Metzger meines Vertrauens kaufe und das Tier einen Namen besitzt. Ich esse sonst nichts mit Namen und Persönlichkeit, da ich als Teilzeit-Veganer eher meiner Pflanzeslust nachgehe, aber zwischendurch frisst mich die Fleischeslust. Wenn ich allerdings einen gut gemachten Salat vor die Nase gestellt bekomme, lasse ich jedes Schnitzel stehen. Und wenn ein Sushi winkt, lasse ich es mir auf der Zunge zergehen, während ich den Asiaten, der es zubereitet hat, anhimmle.

Ich bin verliebt in die Liebe. Früher flirtete ich unbewusst bis bewusst, dezent bis intensivst, leidenschaftlich und von Lust umgarnt. Heute flirte ich nur noch, wenn ein Mann gefestigt in meinem Leben steht. Ich hänge am Gedanken der ethisch hoch angesiedelten Treue und kann nur mit einem Mann glücklich werden, in dessen eifersüchtigen Händen ich mich geborgen fühle, denn ich mag es zweisam, nicht mehrsam.

Früher hielt ich mir zu Studienzeiten eine Art vergeistigten Harem, viele ältere Männer, die mich zum Essen ausführten und hofierten, mit denen ich in vergeistigte Gespräche vertieft war, in deren Reichtum ich versank, wenn sie ihre Kreditkarten beim Shopping zückten, in deren Herzen ich jedoch nie einen richtigen Platz fand. Böse Zungen behaupteten, ich wäre ständig mit meinem Seniorenclub unterwegs. Immerhin, hungrig und pleite war ich nie.

Heute bin ich treu, lebe in glückseliger Zweisamkeit und trage meinen Ring würdig am Finger. Wahrscheinlich feiern mein Lebenspartner und ich eines Tages unsere Goldene Verlobung. Neulich kauften wir uns ein gemeinsames Domizil, welches uns wohl für längere Zeit aneinander heftet, wie einen Block Papier, dessen Beschriftung Tag für Tag voranschreitet.

Ich liebe das alte, verstaubte Kabarett. Ich habe eine Vorliebe für Heinz Erhardt und Heinz Schenk. Der blaue Bock macht mich ganz wild. Und das Lied - Fährt der alte Lord fort, fährt er nur im Ford fort - verleiht mir Flügel, als ob ich vier Räder unter meinen Beinen hätte. Das Kabarett ist so hemmungslos indirekt. Man kann hier noch zwischen den Zeilen lesen und seine eigenen, imaginären Bilder in die einzelnen komischen Szenen integrieren. Wenn man einen Gedanken unter der Gürtellinie hat, so ist dies beim Kabarett noch ein Gedanke, der hinter einem seidenen Schleier verborgen bleiben darf und friedlich in seiner intimen Atmosphäre ruht.

Elisabeth Putz und die Liebe

Elisabeth Putz privatMit dem herzhaft offenen, zart beseelten Thema der Liebe beschäftige ich mich, seit ich denken kann, hin und wieder zärtlich, manchmal auch ausschweifend explosiv bis voluminös einnehmend. Die Liebe prickelt zuerst im Kopf, wo sie als loderndes Feuer, als sogenanntes Kopfkino ihren Platz findet. Von dort aus schleicht sie sich bis in die kleinste Faser des Körpers, sodass man spürt, wie sie unter der Haut prickelt. Wenn sie geheim gehalten wird, bleibt sie unter der Haut und schreit nach geballter Explosion. Wenn sie ausgelebt wird, prickelt sie auf der Haut, entwickelt einen enormen Hauthunger und explodiert in Zonen, die man normalerweise bedeckt und gezügelt versteckt.

Eine geraume Zeit meines Lebens verbrachte ich in Aus- und Weiterbildung, wobei ich das Wort Bildung nicht drastisch ernst nahm, das Wort Liebe jedoch täglich in meinen Alltag integrierte. Man lernt nie aus, wenn man sein Gehirn als Muskel ansieht, der trainiert werden will, damit er sich nicht rückwärts entwickelt. Und man liebt, solange man die Welt als edlen, gut duftenden Rosengarten betrachtet, dessen Dornen zwar stechend vorhanden sind, jedoch von der Pracht der jugendlichen Blüte umgarnt werden.

Meine letzten beiden Jahre der Grundschulzeit hindurch hegte ich zarte Liebesgefühle zu meinem Religionslehrer, der diese hauchdünnen Gefühle nicht wahrnahm und mir Gott sei Dank nur das stille Gebet nahelegte, und so betete ich vergebens, diese Frucht möge sich wenigstens in einem Kuss entfalten. Und da ich meinem Religionslehrer nie näher kam als ein Schützling, der die Schulbank drückte, suchte ich mir ein anderes Liebessubjekt. Ich tröstete mich damit, den klassenbesten Schüler anzubaggern, was mir jede Menge Spott und Hohn bescherte. Er war nämlich nicht an mir interessiert.

Ich liebte nicht nur die Liebe, ich liebte auch die Atmosphäre des Lernens, und so wollte ich Lehrerin werden, sobald ich gross genug war, um ein Lehrerpult auszufüllen. Schnell begriff ich jedoch, dass mein Persönlichkeitsprofil nicht für den Lehrerberuf taugte, und meine Interessen vervielfältigten sich. Plötzlich wuchs die Liebe zu Sprachen in mir heran, und ich belegte einen Italienischkurs, der mich direkt in die Arme eines willigen Italieners trieb. Mit ihm erlebte ich einen meiner heissesten Urlaube, wobei die Hitze der Sonne nicht das Einzige war, was mein Herz wärmte. Nur meine Tante Rosa zwang mich in die Knie, indem sie mir nahelegte, meine Unschuld zu behalten und mit ihren Adleraugen ein mahnendes Auge auf mich warf, Gott sei Dank. Wenn man als Teenager die zarte Blüte der Liebe entdeckt, bleibt sie zumeist beim Händchenhalten und geht nicht unbedingt in einen Zungenkuss über, da man seine Zunge zum unentwegten Plaudern benötigt, wenn die überschiessenden Hormone im Körper Tango tanzen und die Sommersonne ganze Löcher ins Hirn hinein brennt.

Ich erlebte in meinem grenzenlosen jugendlichen Leichtsinn auch einmal ein begrenztes, nicht direkt angenehmes Ereignis, welches meine Liebeslust dämpfte. Der Vorfall brachte mich auf die Couch eines guten Psychiaters, auf welcher ich mein Erlebnis verdaute. Wenn eine Frau, mag sie auch noch so jung und knackig sein, Nein sagt, dann meint sie auch Nein. Da hat kein Mann, mag er auch noch so wild und unkonventionell sein, das Gegenteil hinein zu interpretieren.

Im Gymnasium überkam mich die Liebe zur Literatur, begleitet von ausschweifender Begierde zu meinem Deutsch-Professor, die mich wie eine Minnesängerin hinter meinem Schülerpult festkleben liess und meinen verliebten Blick ans Lehrerpult fesselte, sobald er die Klasse betrat und vorne stand. Vier Jahre lang himmelte ich meinen Professor derart dezent an, dass man davon nicht den Hauch einer öffentlich werdenden Begierde spüren konnte. Die Kunst, seinem Professor nicht auf die Pelle zu rücken ist es, ihn aus der Ferne anzuhimmeln, sodass der Minnesang sein Lied wie eine hauchdünne, fast transparente Blüte öffnen kann, aus der niemals der reale, verführerisch anmutende Nektar geschlürft wird, sondern nur der verführerische Duft des Verbotenen wahrgenommen wird. Und da ich meinem Deutsch-Professor nie näher als die nötige Distanz des Schüler-Lehrer Verhältnisses kam, machte ich als Ausgleich dafür meinen Klassenvorstand plump an, der jedoch meine simpel gestrickten Anmachversuche nicht sonderlich wahrnahm.

Mein Abitur schaffte ich trotz aller Liebesergüsse, obwohl böse Zungen behaupten, ich hätte mich nicht genügend angestrengt. Volle drei Tage und drei Nächte hindurch presste ich das gesamte Abiturwissen in meinen Kopf, der wie ein hoch explosiver Schädel dampfte. Der letzte Energy-Drink, den ich in mich hinein schüttete, hielt mich so lange auf den Beinen, bis ich die letzte mündliche Prüfung überstanden hatte. Meine damals vorhandene Intelligenz und die Gabe des Extrahierens erforderten erstaunlicherweise keinen intensiveren Lernaufwand, als jenen, den ich in meiner jugendlich, geistig umnachteten Pracht aufbrachte.

Der Abschied war kurz und schmerzlos. Ich verabschiedete mich von meinem Deutsch-Professor, stellte mir imaginär vor, ihn zum Abschied zu küssen, reichte ihm in der Realität jedoch nur meine Hand und verschwand.

Mein Lebensweg führte mich gleich darauf nach Deutschland, wo ich die nächsten Jahre frisch und frei, unbekümmert und lebensaufsaugend mein Dasein genoss. Ich ertappte mich immer wieder dabei, dass ich die Liebe in mein Berufsleben integrierte und meiner teilweise ungezähmten Leidenschaft verfiel, die Romantik mit Sachlichkeit zu vermischen. Ich führte eine Beziehung mit einem Autohändler, der es verstand, an meinen sensiblen Rädern so lange zu drehen, bis wir sämtliche Höhepunkte erreichten. Ich führte auch eine Beziehung zu einem Unternehmer, der so kreativ war, dass er eines Tages meinte, wir könnten unser Sexualleben mental ausleben, denn wir hätten die fleischliche Ebene längst überwunden. Bitte, das war Neuland, welches mein Körper nicht betreten wollte, obwohl mein Geist willig war. Und so gab ich mich samt meines Herzens einem Betriebswirt hin, der gänzlich auf die mentale Ebene verzichtete und dafür meinen Körper intensivst bewirtschaftete.

Für mein Studium fuhr ich beinahe regelmässig nach Salzburg und genoss dort meinen zweifelhaften, zweideutigen Ruf. Ist der Ruf erst einmal ruiniert, lebt man ungeniert. Und so lernte ich einen Anwalt kennen, dessen Liebe zur Natur uns überall zum Höhepunkt brachte, wo wir der Natur am nächsten standen, im Wald, auf der Wiese, auf der Salzburger Staatsbrücke. Ich lernte auch einen Antiquitätenhändler kennen, dessen Liebe mich so forderte, dass ich dachte, ich werde selbst zur antiken Ware. Und ich führte eine Kurzzeit-Beziehung mit einem Schauspieler, der mich in sein Schauspiel integrierte, während wir mit der Liebe spielten. Letzt endlich lernte ich einen Sänger kennen, der mich wie ein Instrument bespielte und mich in sein Orchester integrierte.

Irgendwann entdeckte ich die Liebe zur Treue, verliess mein Lotterleben und entwickelte mich weiter. Die polyamoröse Liebe zieht sich heute imaginär ausgelebt nur noch durch meine verfasste und in Worte gepresste Literatur. Ich arbeite hart an meinem guten Ruf, der mir immer noch nicht vorauseilt, weil mich immer wieder mein schlechter Ruf einholt, wenn ich mich verbal zu weit aus dem Fenster lehne. Die Vergangenheit schläft nie. Sie klopft an die Türe, wenn man am wenigsten mit ihr rechnet, aber sie ebnet uns so manchen Weg in die Zukunft.

Im realen Leben führe ich eine solide, fast schon spiessig anmutende, konservative Beziehung mit meinem Lebenspartner, die bis jetzt noch nicht am Alltag zerbrach, und hoffentlich bis an mein Sterbebett heranreicht. Neulich kauften wir uns eine gemeinsame Wohnung, die uns als Penthouse beherbergt. Die Tatsache, dass wir beide im Grundbuch stehen, kettet uns sogar in Streitsituationen aneinander. Immer, wenn einer unserer Auseinandersetzungen ausartet, holt mein Lebenspartner meinen Koffer und bietet mir an, mich zu meiner Mutter zu bringen. Das Druckmittel hilft enorm, und schon bin ich zahm wie ein bescheuertes Lämmchen, welches alles tut, um nicht mit Mama konfrontiert zu werden. Und ich drohe ihm jedes Mal, wenn wir streiten damit, dass ich seine Schwester im Testament berücksichtige und er mit ihr nach meinem möglichen Ableben unsere Wohnung teilen muss. In Streitsituationen braucht man eine Flasche Champagner, ein warmes Bett oder einen guten Perserteppich, um sich zu versöhnen, denn Aggressionen kann man auch lindern, indem man sich die Kleider vom Leib reisst und sich gegenseitig frisst.

Elisabeth Putz und ihr Arztproblem

Elisabeth Putz ProblemlöserIch habe ein Arzt-Problem, welches weit über die normale Arzt-Angst hinausreicht. Es war ein Arzt, der mich an die Grenzen des möglichen Verstandes brachte.

Meine Augen waren ein Problemfall, seit ich denken konnte. Mein linkes Auge war seit meiner Geburt an blind und beherbergte ein schickes Glasauge. Mit dem rechten sah ich fast alles, aber mit dem zweiten sieht man ohnehin besser.

Als ich an grünem Star erkrankte, zog sich mein schleichendes Sehvermögen über die Jahre dahin, bis ich an einen Augenarzt geriet, der mein Leben wie einen Glaskrug zerbrechen liess und nicht die geringste Emotion dabei empfand. Ich liess mich von ihm zu einer Augenoperation überreden. Ursprünglich wollte ich mich nur lasern lassen. Der Arzt hatte Charme und versicherte mir, er hätte ein ruhiges Händchen. Nach mehreren Operationen war ich dann blind, aber nicht ganz tot.

Ich bemerkte während dieser Zeit, dass die nötige Distanz zwischen meinem Arzt und mir nicht gross genug war. Vielleicht interpretierte ich in meiner grenzenlosen Offenherzigkeit zu viele Gefühle in die Arzt-Patient-Beziehung hinein, sodass ich mich dagegen wehrte. Dieses unangenehme, beklemmende, fast schon beschämende Gefühl der wahrscheinlich nicht vorhandenen Begierde beschäftigte mich. Irgendwann entstand eine Art lose Freundschaft zwischen uns, sodass ich glaubte, ihm wieder offen und unbekümmert begegnen zu können. Da dieser Zustand jedoch nicht lange anhielt, trennten sich unsere Wege.

Eines Tages, als ich mich mit meiner Blindheit längst engagiert hatte, flatterte eine E-Mail in meinen Posteingang, aus der ich entnahm, dass ich womöglich einem Behandlungsfehler zum Opfer gefallen war. Ich forderte meine Patientenunterlagen an, studierte sie intensivst und musste bemerken, das mich mein Arzt verarscht hatte. Ich stimmte einem Implantat mit einem regulierenden Ventil zu, und tatsächlich wurde mir ein Implantat ohne Ventil ins Auge gesetzt. So viel Frechheit hätte ich meinem Arzt nicht zugetraut, aber billige Frechheit siegt.

Ich suchte einen Anwalt auf, verklagte das Krankenhaus, in welchem ich operiert wurde und garnierte meine Klage zusätzlich mit einer Anzeige. Ich ahnte nicht, wie mich dieses triste Geschehen nach und nach an den Rand meiner Nervenstabilität brachte. Als interessante Studie, als labile Persönlichkeit, als Spezialpatientin wurde ich bezeichnet, was mich nachdenklich machte und dazu bewog, mein Dekollete nicht mehr so tief ausfallen zu lassen.

Den Gerichtsprozess verlor ich mit Pauken und Trompeten, obwohl ich glaubte, als Gewinnerin aus dem Gerichtssaal heraus zu kommen. Sogar mein pinkes Kostüm verblasste, als ich vor dem vernichtenden Urteil sass und mir die höchst richterliche Beurteilung ansah. Ich hatte mein unterqualifiziertes pinkes Kostüm noch an, als ich zusammenbrach. Fünf Jahre brauchte ich, um mich von diesem Desaster zu erholen.

Wer klagt, braucht sich im Schadensfall um seinen Spott nicht zu bemühen, der kommt ganz von selbst. Viele meiner Freunde und Bekannten meinten, das hätten sie vorausgesehen. Was hätten sie wohl gesagt, wenn ich gewonnen hätte?

Das Urteil hatte meine emotionale Existenz vernichtet. Ich brach sämtliche Kontakte, die ich zu Ärzten unterhielt, ab. Ich beendete sämtliche Projekte, an denen ich mit Medizinern arbeitete, ab. Ich traute mich lange Zeit zu keinem Arzt und betete, mein Körper möge nicht allzu oft verrückt spielen und möglichst gesund bleiben. Ich glaube, ein guter Psychiater hätte mir in dieser Zeit gut getan, worauf ich jedoch dankend verzichtete. Heute noch begegne ich Ärzten mit einer enormen Distanz und einem ungesunden Misstrauen, obwohl mein sachlich kompakter Verstand weiss, dass Mediziner auch nur Menschen sind.

Der Augenarzt und ich, wir werden uns in diesem Leben nicht unbedingt noch einmal begegnen, auch wenn man sagt, man sieht sich immer zweimal. Sein Vater und mein Vater liegen am selben Friedhof. Immer wenn ich zu meinem Vater ans Grab gehe, überkommt mich ein mulmiges Gefühl, weil man kann ja nie wissen, wie sich die Wege des Lebens entwickeln.

Heute ist ein Grossteil meiner Unbekümmertheit verschwunden. Ich schaue mir jeden Fettnapf genau an, bevor ich hinein trete. Ich lebe sehr zurückgezogen und beneide mich nicht unbedingt für meine Introvertiertheit. Manche Leute sagen, ich wirke wie ein Eisklotz. Bitte, noch bin ich nicht an mir selber erfroren. Vielleicht liegt es daran, weil ich hin und wieder meine Herzenswärme punktuell verstreue, wenn ich mein natürlich gewachsenes Wesen versehentlich auslebe.

Elisabeth Putz und ihr Mutterproblem

Eine Rose hat auch DornenNeben meinem Arzt-Problem habe ich ein Mutterproblem, welches weit über die übliche Nabelschnur hinausreicht. Töchter und Mütter sind im Idealfall wie beste Freundinnen, oder sie sind verfeindete siamesische Zwillinge, die nicht miteinander, aber auch nicht ohne einander leben können. Und so telefonierte ich täglich ein bis zweimal mit meiner Mutter, lautstark, auch für die Nachbarn hörbar, bis mein guter Ruf darunter litt und ich meine telefonischen Streitgespräche auf meinen Haarewaschtag reduzierte. Der Weg zur eigenen Mutter ist wie ein Canossagang, aber letztendlich befreit er uns von der symbolischen Nabelschnur, wenn man ihn tapfer beschreitet.

Als ich mich das letzte Mal wegen meines Mutterproblems psychologisch beraten liess, fragte ich den Psychotherapeuten: Wie löse ich am besten mein Mutterproblem? Der Therapeut meinte dann erschrocken: Das weiss ich doch nicht. Ich fragte, ob sich Mütter ändern, weil ich auf dieses elitäre Ereignis bereits warte, seit ich ordentlich sprechen und laufen kann. Er meinte: Nein, erfahrungsgemäss ändern sich alte Menschen nicht so schnell. Die Therapie fand Anklang bei mir. Eine ganze Stunde brauchte ich, um mein Mutterproblem zu lösen. Jetzt telefoniere ich mit ihr an meinem Hausputztag, putze das Haus selten und schliesse alle Fenster, damit mein Ruf nicht wieder in Gefahr gerät, wenn ich mit Mama lautstark diskutiere.

Manche Mütter sind egoistische Narzissten, und manche sind einfach nur Mütter, so wie meine. Sie bringt mich zur Verzweiflung, wenn sie sagt, ich solle mir eine warme Unterhose anziehen, weil man in den Stringtangas erfriert. Sie selbst trägt Schuhe mit Löchern, von denen sie sich aus nostalgischen Gründen nicht trennen kann, obwohl bereits der Schuhwurm drin wohnt. Wir sind wie Tag und Nacht, wie Sonne und Mond, und ich tue prinzipiell alles, was sie nicht mag, denn dann weiss ich, dass ich das Richtige tue.

Elisabeth Putz und ihre Philosophie

Es kommt im Leben nicht darauf an, was man macht, sondern dass man es mit viel Freude, einer Portion Power und einer Brise Energie und Ausdauer macht. Es kommt im Leben nicht darauf an, welche Umstände man erlebt und was passiert, sondern darauf, wie man mit den Umständen umgeht und was man daraus macht. Es kommt im Leben nicht darauf an, wen man in sein Herz hinein lässt, sondern darauf, dass man ihn wieder herauslässt, wenn die Zeit reif dafür ist.

Das Leben kann schön, leicht und sorglos sein, wenn man sich um die Schwere des Lebens nicht kümmert. Das Glas ist nämlich so lange voll, bis man es leert und den Champagner austrinkt. Das Leben kann grausam, beschwerlich und traurig sein, wenn man in sämtliche Dinge seine persönlichen Emotionen hineinlegt, denn dann wird man ängstlich und depressiv.

Manche Menschen bemerken dies nicht, wenn sie des Jammerns Willen jammern, über schlechte Dinge in der Gesellschaft diskutieren und sich aufregen. Anderen Menschen fallen diese Dinge gar nicht auf, weil sie der Sonne zugeneigt den strahlenden Himmel beobachten, während die Traurigen in der Zeitung die nächste Schreckensmeldung lesen und sie auf Facebook und Twitter posten. Ich entscheide mich, sorglos in den Himmel zu schauen, vielleicht fällt eine Raumkapsel herunter, oder ein Vogel scheisst mir ins Hirn.

Elisabeth - ein Name mit Qualität

ElisabethSeit meiner Geburt höre ich auf den Namen Elisabeth, und das wird höchstwahrscheinlich so bleiben, bis man mich einäschert. Elisabeth ist ein feminin angehauchter Vorname, der Weichheit und zugleich Dominanz präsentiert. Er ist ein Name, der eine gewisse Grösse und Ausstrahlung, ein gewisses Prestige und Image verleiht. Grosse Persönlichkeiten, Kaiserinnen, Königinnen, Heilige tragen ihn. Strassen, Schlösser, Schiffe und Flotten, Brücken und Gebäude, Krankenhäuser und Kirchen, sowie Musicals und Filme, Elemente aus Kunst und Kultur sind nach diesem Namen benannt.

Elisabeth von Thüringen, deren Namenstag genauso wie meiner am 19. November ist, oder Elisabeth von Aragon, Königin vom Heiligen Römischen Reich, Herzogin von Österreich und Steiermark, oder die Kaiserin Elisabeth von Österreich, Prinzessin von Bayern, Königin von Ungarn, deren Persönlichkeit in den Sissy Filmen total verfälscht wurde, oder die Queen Elizabeth von England, deren farblich abgestimmtes Outfit die Nation betört, oder die grosse Autorin Elisabeth Putz, welche die Worte bereits in die Wiege gelegt bekam, all diese Berühmtheiten tanzen heute noch in den Köpfen der Menschheit Walzer. Am Rande bemerkt, leide ich des öfteren unter Grössenwahn.

Der Name Elisabeth kommt aus dem Hebräischen und heisst genaugenommen Elisabet, ohne den stummen Buchstaben h, aber im Laufe der Evolution hat sich das stumme h am Ende des Namens durchgesetzt.

Elisabet, die Mutter von Johannes des Täufers, in der biblischen Geschichte eine grosse, ehrenwerte und heilige Persönlichkeit, verleiht dem Namen also seinen Ursprung. Der Name steht für den Schwur, er verkörpert die Reinheit, die Gerechtigkeit, das Schwören auf Gott, den tiefen Glauben an die Schöpfungsgeschichte. Hier erkenne ich mich wahrlich nicht wieder.

Der Begriff des Schwörens wird auch mit der Zahl sieben in Verbindung gebracht, und die Zahl Sieben wird wiederum mit der Entstehung der Erde in Verbindung gebracht. Sieben Tage und Nächte brauchte der biblische Gott, um Erde, Wasser, Himmel, Licht, Tiere und Menschen entstehen zu lassen. Beim Faktor Mensch ist er sich bis heute nicht sicher, wo der Fehler liegt, wenn er mit seinem Fernglas auf die Erde schaut und sich das Böse, das Unrecht und die Kriege ansieht. Rein wissenschaftlich gesehen ist das Universum ohnehin aus einem Urknall heraus entstanden und hat nichts mit Gott zu tun. Ich habe auch nicht viel mit Gott zu tun, wenn ich mich dabei ertappe, wie ich inmitten der börsendotierten Weltwirtschaft sehe, wie Reiche immer reicher, und Arme immer ärmer werden. Da stösst der Glaube an meine Grenzen.

Bis zum 20. Jahrhundert war der Name Elisabeth ein gängiger Vorname, der mit Würde vergeben wurde. Zu Kaiserszeiten boomte er, bis ungefähr 1980, und dann flachte das Interesse für diesen Namen merklich ab, obwohl in fast jedem christlichen Haushalt nach wie vor eine Bibel liegt. Nur mich hat man ausgerechnet Elisabeth getauft, obwohl in unserem Haus keine Bibel liegt.

Manchmal wünschte ich mir, man hätte mich Chantal oder Daisy getauft, das würde meiner unstrukturierten Intelligenz näher kommen, und ich hätte nicht unter den unqualifizierten Spitznamen zu leiden. Lissy, Sissy, Elisa, Lisa, Elli, Betty, Liesl die Almkuh, all dies sind Abkürzungen, Alternativen und Spitznamen von Elisabeth. Meine Freunde nennen mich vertraulich Frau Putz, was mir sehr gut tut, denn damit verkörpere ich die nötige Distanz. Es klingt einfach besser, wenn man sagt: Frau Putz, ich bin anderer Meinung. Es klingt jedoch ungehobelt, wenn man sagt: Liesl, halt die Klappe.


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