Elisabeth Putz

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Elisabeth Putz - Autorin und Bloggerin

Elisabeth PutzLebenslauf und persönliche Daten:

  • Name: Elisabeth Putz
  • Geboren: 15.12.1976
  • Familienstand: seit 17 Jahren Verlobt
  • Konfession: röm. katholisch
  • Staatsbürgerschaft: Österreich
  • Geburtsort: Lienz/Osttirol

Ausbildung:

  • Grundschule in Kötschach Mauthen/kärnten
  • Gymnasium (BORG) in Lienz, mit bildnerisch-organisatorischem Schwerpunkt; (Leistungsfächer: Wirtschaft und Psychologie)
  • Juni 1997- Abitur am BORG in Lienz
  • Studium: Spanisch, Kommunikationswissenschaften, Rechtswissenschaften
  • an der Paris-Lodron Universität in Salzburg
  • Ab 1999 Besuch einzelner Lehrveranstaltungen an den Universitäten: Frankfurt, Mannheim, München, Dresden, Leipzig
  • Weiterbildung infolgenden Bereichen:
  • Wirtschaft und Finanzen
  • Gesundheit und Naturheilkunde
  • Kunst, Literatur, Kultur und Medien
  • Journalismus und Recherchearbeit
  • Immobilien - Schwerpunkt Anlageimmobilien
  • Marketing, Vertrieb und Verkauf mit Schwerpunkt: Kaltakquisition

Berufliche Tätigkeiten:

  • September 2000 bis Januar 2003:
  • Freie Autorin beim Gryphon Verlag
  • Journalistische Arbeit und Recherchetätigkeit für diverse Unternehmen
  • Februar 2003 bis Oktober 2009:
  • Kauf einer GmbH, Firma Medivest Consult GmbH, mit Schwerpunkt NATO-Haus und Immobilien Investment, Finanzdienstleistungen, Vermögensaufbau
  • Gründung der Firma: Elisabeth Putz Wirtschaftsberatung, Vermittlung, Vertrieb, Akquisition mit Schwerpunkt: Trainings und Dienstleistungen, im Bereich Wirtschaft, Finanzen, Immobilien
  • Gründung der Agentur Artqueendom
  • Akquisition und Beratung für Trainer
  • Vermittlung und Beratung für Künstler
  • Akquisition und Vermittlung im Gesundheitsbereich
  • Akquisition und Beratung für Klein- und mittelständische Unternehmen
  • November 2009: Erblindung aufgrund einer Augenerkrankung - grüner Star
  • Berufliche Umorientierung
  • Januar 2011 bis heute:
  • Autorin, Bloggerin und Journalistin im Bereich Fachliteratur, Sachliteratur
  • Themenschwerpunkte: Beauty und Kosmetik, Esoterik und Astrologie, Flirten und Liebe, Gesellschaft und Soziales, Finanzen und Wirtschaft, Mode und Styling, Gesundheit und Wellness, Lifestyle, Reisen, Technik, Umwelt, Kunst und Kultur, Wohnen und Immobilien.
  • Herausgeberin und Autorin des Online-Magazins: elisabeth-putz.com

Patente und Veröffentlichungen:

Folgende Buchveröffentlichungen seit Oktober 2000:

  • Wer mit dem Feuer spielt, erlebt heisse Zeiten  (Erstvorstellung: Leipziger Buchmesse 2001) GENRE: Belletristik, Erschienen im Gryphon Verlag
  • www. die-egoisten-kommen. de (Erstvorstellung: Leipziger Buchmesse 2002) GENRE: Satire, Erschienen im Gryphon Verlag
  • Beide Bücher sind als Rohlinge, unlektoriert, als sogenannte Erstlingswerke im fast unbrauchbaren Übungszustand erschienen, und erstaunlicherweise haben sie sich doch irgendwie verkauft.

Sprachkenntnisse und sonstige Qualifikation:

  • Englisch fliessend in Wort und Schrift
  • Spanisch gut in Wort und Schrift
  • Italienisch Standardkonversation
  • Französisch Grundkenntnisse
  • PC Kenntnisse:
  • Gestaltung, Programmierung, Word, Grafikprogramme, Excel, Finanzprogramme, Websitegestaltung, Internet, social Media, SEO, SEM, Onlinerecherche, Onlinetexte, Content-Marketing

Infos über die Autorin Elisabeth Putz

Autorin Elisabeth PutzIch bin Autorin für alle Fälle, aus Leidenschaft, aus Überzeugung, aus Gier nach dem geschriebenen Wort. Ich bin Journalistin aus purer Neugier, weil mich Fachwissen und Aufdeckungsarbeit faszinieren. Wer tiefer als andere recherchiert, gräbt oftmals Dinge aus, die eigentlich in der Tiefe des Abgrundes besser aufgehoben wären. Wenn sie ans Tageslicht kommen, ist der Teufel los, aber der frisst in der Not bekanntlich auch nur Fliegen.

Ich setze mich für Gleichberechtigung in Schulen ein, für ein gerechtes, sozial verträgliches, stabiles, faires Schulsystem, welches sowohl Schüler, als auch Lehrer gleich behandelt. Und so setze ich mich für Lehrerbewertungen ein, wobei die App Lernsieg und die App Spickmich schon gute Dienste leisten, auch wenn sie von fast allen Lehrern und von vielen Schülern als unnötig eingestuft werden. Ich setze mich dafür ein, dass eines Tages in allen Schulen nur noch gute Lehrer tätig sind, welche die Seele der Schüler schützen, den Geist fördern und die Lerntätigkeit ankurbeln, ohne dass man die Schüler dazu mit Noten zwingen muss. Ich befürworte auch das Waldorfschulen-System, denn dort darf der Schüler, die Schülerin noch ganz Mensch sein. Wie wichtig sind Lehrerbewertungen?

Ich setze mich für Patienten ein, die mit eventuellen Behandlungsfehlern kämpfen. Ich setze mich für unabhängige Richter und Gutachter ein, für Menschen, die verzweifelt um ihr Recht kämpfen. Gerechtigkeit ist ein hohes Gut, welches schwer erschüttert werden kann, wenn es willkürlich zerstört wird. So kann auch die Gesundheit eines Menschen fahrlässig oder willkürlich zerstört werden. Die Betroffenen leiden, so manch ein Arzt macht weiter, als ob nichts gewesen wäre, und die Welt dreht sich dennoch. Worauf die meisten geschädigten Patienten warten, ist eine aufrichtige, persönliche Entschuldigung und eine ordentliche Entschädigung.

Ich setze mich gegen Korruption, Bevorteilung, Freundchenwirtschaft, unseriöse Geschäftemacherei und Vertuschung ein, was immer noch bis in die höchsten Kreise der Politik, der Wirtschaft und der Gesellschaft hinauf reicht. Immerhin, wenn auch noch so viele Menschen benachteiligt werden, einer wird bevorteilt. So kann man Gerechtigkeit auch aufteilen, das Geld findet immer einen Weg.

Vielleicht leben wir eines Tages in einer umweltfreundlichen Welt, in welcher jeder Mensch wirtschaftlich und sozial gleichgestellt ist. Vielleicht erschaffen wir uns eines Tages durch die künstliche Intelligenz soziale humanoide Roboter, die aufwachen und sich des Lebens erfreuen. Und vielleicht bin ich dann längst tot und verteidige den Staub unter meinem verwesenden Skelett, sofern ich nicht eingeäschert werde.

Elisabeth Putz und ihr Privatleben

Immer unterwegs in zu grossen SchuhenDas Privatleben der Autorin Elisabeth Putz, durchzogen von Höhen und Tiefen, wie Himmel und Hölle, wie in einem rosaroten Flugzeug, welches regelmässig tief abstürzt, aber ein Überlebender ist immer darunter. Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt, aber die Ironie des Schicksals sitzt mir wie ein Schalk im Nacken. Wenn ich mein Privatleben durchforste, so kommt es mir vor wie eine Liebestüte voller ungeahnt leckerer und weniger guter Pralinen. Wenn man eine ungeahnte Schachtel Pralinen zusammen mit einem Glas Fruchtsekt leert, so schmeckt irgendwann jede Praline lecker, je tiefer man ins Glas schaut, je tiefer man seine Zunge ins Sektglas steckt. Ich persönlich scheue den Alkohol wie der Teufel das Weihwasser, denn ich werde von Schluck zu Schluck anhänglicher, flexibler und experimentierfreudiger, aber am nächsten Tag bin ich immer nüchtern.

Mein Leben ist durchzogen von Höhen und Tiefen. Ich erlebte Zeiten, in denen ich in jeden Fettnapf trat, der mir zu Füssen lag, sodass ich mir dachte, ich ziehe auch im Sommer Stiefel an, um nicht so nass zu werden. Immerhin erlebte ich auch Zeiten, die mich in ungeahnte Höhen beförderten, in denen ich unbeschwert auf meiner rosaroten Wolke sass, der Liebe frönte und mein Gold zählte. Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt - Diese beiden Zustände sind wie schwarz-weisse Tapeten, welche die Innenwände meiner Seele auskleiden. Sie sind klassisch neutral, zeitlos elegant, und sie verkörpern den Style meiner Persönlichkeit.

Ich bin wie eine asiatische Entensuppe, süss-sauer, sitze introvertiert hinterm Schreibtisch, weil dort die Verletzungsgefahr sehr gering ist, ich bin hartnäckig und nachtragend, kann jedoch unter Umständen verzeihen, wenn die Zeit reif dafür ist. Nach aussen hin wirke ich arrogant und eingebildet, da meine innere Eitelkeit raus will. Auf den zweiten Blick erkennt man jedoch meine innere Unsicherheit, welche ich mit meiner Eitelkeit überschminke, aber dafür schminke ich mich sonst kaum bis nie.

Meine stärkste Schwäche ist Orangenschokolade, die mich immer verfressen in die Knie zwingt und mir so manch unangenehme Diät beschert. Wenn man Schokolade in einen gut verschliessbaren Tresor gibt, sollte der Schlüssel niemals in unmittelbarer Reichweite aufbewahrt werden, sonst bekommt man Pickel davon.

Ich habe mein Unterbewusstsein entdeckt. Im Grunde steuern wir alles von unserem Gehirn aus, aber als ich hörte, dass man seine Gedankenwelt positiv und negativ beeinflussen kann, entschied ich mich für ersteres und übte mich in positiven Affirmationen. Wer seine Gedanken im Griff hat und täglich auf seinen positiven Gedankenfluss achtet, wird langfristig in allen Dingen im Leben erfolgreich sein. Man muss an das Unmögliche glauben, damit wenigstens das Mögliche eintreten kann.

Ich gehe gerne zum Shoppen, damit ich meinen armen Kleiderschrank mit dem hundertsten Kleid, dem hundertsten Hosenanzug und dem hundertsten Kostüm füllen kann, obwohl ich im Alltag meine Hauskleider und Jogginganzüge trage, die mich so bequem umhüllen, dass ich manchmal mitten am Tag glaube, ich hätte meine Nachtwäsche an. Als ich den Vorteil der Nachhaltigkeit entdeckte, entschied ich mich, meinen Schrank regelmässig auszumisten. Das verschafft nicht nur dem Möbelstück Frischluft zum Atmen, sondern auch meiner Seele. Immerhin sortiere ich meine Klamotten nach Farbe, Stil und Outfit, wie ein kleiner, durchstrukturierter Spiesser.

Ich gehe gerne dort spazieren, wo möglichst wenige bis keine Leute vorhanden sind, dann habe ich meine Ruhe und kann den Vögeln beim Vögeln, beim Zwitschern zuhören. Und ich liege gerne dort in der Sonne, wo nur wenige Leute dem Sonnenlicht zugeneigt liegen, dann kann ich die Vögel besser beim Vögeln hören. Vereinsamte Wiesen und Parks sind meine Leidenschaft, und dort liege ich wie eine alte Eiche, direkt auf meiner alten Liege und warte, bis sie an Altersschwäche bricht.

Elisabeth Putz und ihre Vorlieben

Ich liebe HüteIch liebe die Sonne. Früher lebte ich meine Vorliebe fürs Solarium auch im Winter aus, bis ich kross-braun war und eine Haut wie Leder hatte. Sobald die Orangenhaut immer dicker wird, altert man vorzeitig. Dies begriff auch ich, und heute lege ich mich in den Schatten und geniesse tapfer meine noble Blässe. Im Solarium liegt man ohnehin wie in einem symbolischen Sarg, halbtot und trotzdem noch am Leben.

Ich esse gerne. Ich liebe Wiener Schnitzel, auch wenn es vom Tier abstammt, ich es beim Metzger meines Vertrauens kaufe und das Tier einen Namen besitzt. Ich esse sonst nichts mit Namen und Persönlichkeit, da ich als Teilzeit-Veganer eher meiner Pflanzeslust nachgehe, aber zwischendurch frisst mich die Fleischeslust. Wenn ich allerdings einen gut gemachten Salat vor die Nase gestellt bekomme, lasse ich jedes Schnitzel stehen. Und wenn ein Sushi winkt, lasse ich es mir auf der Zunge zergehen, während ich den Asiaten, der es zubereitet hat, anhimmle.

Ich bin verliebt in die Liebe. Früher flirtete ich unbewusst bis bewusst, dezent bis intensivst, leidenschaftlich und von Lust umgarnt. Heute flirte ich nur noch, wenn ein Mann gefestigt in meinem Leben steht. Ich hänge am Gedanken der ethisch hoch angesiedelten Treue und kann nur mit einem Mann glücklich werden, in dessen eifersüchtigen Händen ich mich geborgen fühle, denn ich mag es zweisam, nicht mehrsam.

Früher hielt ich mir zu Studienzeiten eine Art vergeistigten Harem, viele ältere Männer, die mich zum Essen ausführten und hofierten, mit denen ich in vergeistigte Gespräche vertieft war, in deren Reichtum ich versank, wenn sie ihre Kreditkarten beim Shopping zückten, in deren Herzen ich jedoch nie einen richtigen Platz fand. Böse Zungen behaupteten, ich wäre ständig mit meinem Seniorenclub unterwegs. Immerhin, hungrig und pleite war ich nie.

Heute bin ich treu, lebe in glückseliger Zweisamkeit und trage meinen Ring würdig am Finger. Wahrscheinlich feiern mein Lebenspartner und ich eines Tages unsere Goldene Verlobung. Neulich kauften wir uns ein gemeinsames Domizil, welches uns wohl für längere Zeit aneinander heftet, wie einen Block Papier, dessen Beschriftung Tag für Tag voranschreitet.

Ich liebe das alte, verstaubte Kabarett. Ich habe eine Vorliebe für Heinz Erhardt und Heinz Schenk. Der blaue Bock macht mich ganz wild. Und das Lied - Fährt der alte Lord fort, fährt er nur im Ford fort - verleiht mir Flügel, als ob ich vier Räder unter meinen Beinen hätte. Das Kabarett ist so hemmungslos indirekt. Man kann hier noch zwischen den Zeilen lesen und seine eigenen, imaginären Bilder in die einzelnen komischen Szenen integrieren. Wenn man einen Gedanken unter der Gürtellinie hat, so ist dies beim Kabarett noch ein Gedanke, der hinter einem seidenen Schleier verborgen bleiben darf und friedlich in seiner intimen Atmosphäre ruht.

Elisabeth Putz und ihre Philosophie

Es kommt im Leben nicht darauf an, was man macht, sondern dass man es mit viel Freude, einer Portion Power und einer Brise Energie und Ausdauer macht. Es kommt im Leben nicht darauf an, welche Umstände man erlebt und was passiert, sondern darauf, wie man mit den Umständen umgeht und was man daraus macht. Es kommt im Leben nicht darauf an, wen man in sein Herz hinein lässt, sondern darauf, dass man ihn wieder herauslässt, wenn die Zeit reif dafür ist.

Das Leben kann schön, leicht und sorglos sein, wenn man sich um die Schwere des Lebens nicht kümmert. Das Glas ist nämlich so lange voll, bis man es leert und den Champagner austrinkt. Das Leben kann grausam, beschwerlich und traurig sein, wenn man in sämtliche Dinge seine persönlichen Emotionen hineinlegt, denn dann wird man ängstlich und depressiv.

Manche Menschen bemerken dies nicht, wenn sie des Jammerns Willen jammern, über schlechte Dinge in der Gesellschaft diskutieren und sich aufregen. Anderen Menschen fallen diese Dinge gar nicht auf, weil sie der Sonne zugeneigt den strahlenden Himmel beobachten, während die Traurigen in der Zeitung die nächste Schreckensmeldung lesen und sie auf Facebook und Twitter posten. Ich entscheide mich, sorglos in den Himmel zu schauen, vielleicht fällt eine Raumkapsel herunter, oder ein Vogel scheisst mir ins Hirn.

Elisabeth Putz und ihr Liebesleben

Die Liebe durchzog und durchzieht mein Leben wie ein Maulwurf, der durch seine unterirdischen Gänge das Erdreich auflockert, und sobald es regnet, muss der Maulwurf neue Gänge bauen. So oder so ähnlich verliefen meine zahlreichen grossen und weniger grossen Lieben, von denen mein Lebenspartner übrig geblieben ist. Er war einfach hartnäckig genug, um zu bleiben. Privat bin ich geduldig bis ungeduldig, schwebe in meinen Tagträumen immer 10 cm über dem festen Boden der Tatsachen, bin Feuer und Flamme für Menschen, denen ich nicht näher komme, übe mich ständig in irgendwelchen Minnesängen, welche mich aber im Endeffekt nur schöner machen können. Ich verliebte mich in drei meiner Lehrer, in meinen Pfarrer, in meinen Augenarzt, und wenn ich jemals wieder auf die Welt komme, hoffe ich, niemanden meiner Liebeleien und Schwärmereien zu begegnen, denn man weiss nie, wie sich die Dinge im Zwischenhimmel entwickeln.

Elisabeth Putz und ihre Arztangst

Ich leide nicht nur unter ständiger Blindheit, welche mich an den Blindenstock fesselt, ich leide auch unter einem legendären Arztproblem. Mein damaliger Augenarzt und ich, wir sind zwei Kriegsschiffe im Hafen der verbalen Auseinandersetzungen. Das war nicht immer so. Einst spazierte ich ins Wiener AKH, liess mich operieren, verliebte mich in den Augenarzt und hatte ein Problem. Wie bringe ich es meinem Lebenspartner bei. Mein Partner lachte mich aus und meinte, das Problem legt sich wieder, auch diese Schwärmerei geht vorbei. Mein Augenarzt und ich probierten es mit einer losen Freundschaft, mit einer unverbindlichen Bekanntschaft, und schliesslich probierten wir es mit einer unverfänglichen Feindschaft. Eines Tages verklagte ich nämlich das Wiener AKH, ohne Gewinnabsicht, ich wollte nur siegen. Den Gerichtsprozess verlor ich mit Bravur, erlitt einen stillen Herzinfarkt, brach zusammen und brauchte 5 Jahre, bis ich mich wieder erholte, aber keine Angst, ich lebe noch. Mein Augenarzt und ich, wir sprechen kein Wort mehr miteinander, und immer, wenn ich auf den Friedhof gehe, um meinen Vater zu besuchen, ertappe ich mich dabei, wie ein mulmiges Gefühl in mir aufkeimt, weil sein Vater am selben Friedhof liegt. Amen.

Elisabeth Putz und ihr Mutterproblem

Ich habe nicht nur ein legendäres Arztproblem, ich habe auch ein primäres Mutterproblem. Meine Mutter und ich, wir hängen immer noch an der selben Nabelschnur, nur eben an zwei verschiedenen Enden. Sie sagt, Kind, zieh dir etwas Anständiges an, und ich laufe im anständigen Stringtanga herum, der nur mit einem Minikleid verdeckt wird. Immerhin, ich habe etwas an. Sie sagt, Kind, such dir nicht immer irgendwelche Männer aus, und ich übe mich im Minnesang, denn das hohe Lied der Liebe ist mir heilig. Wir telefonieren lautstark miteinander, aber die Nachbarn haben sich daran gewöhnt, dass das Echo eine enorme Ausstrahlung hat, welche bis ins oberste Fenster hinauf klingt. Als meine Mutter sich am Auge operieren lassen musste, weil der graue Star an ihr nagte, sagte ich, dass ich ihr meinen Augenarzt vorbei bringe, der nimmt die passenden Glasaugen gleich mit. Bitte, ich liebe meine Mutter, aber eher aus der Ferne.

Elisabeth Putz und ihr Leben in Kötschach-Mauthen

Kötschach Mauthen prägte meine Kindheit und die Anfangszeit meiner zart beseelten Jugend. Es ist eine Marktgemeinde, quasi ein Kaff, ein kleines Dorf mit Niveau, aber es ist nicht für jeden Menschen geeignet. Am Dorf kennt jeder jeden, und wenn man ausgeschlossen wird, weil die Dorfgemeinschaft sich aus irgendwelchen fadenscheinigen Gründen dafür entscheidet, kann man nur auswandern, dann fühlt man sich besser. Das Dorf und ich, wir waren wie zwei Elefanten an der selben kleinen Wasserquelle, einer darf trinken, der andere verdurstet. Ich war anders, exzentrisch, kurzsichtig, blind wie ein Maulwurf, liebesbedürftig, sensibel, aber doch irgendwie wie ein Klotz am Bein. Und so wird Kötschach Mauthen für immer eine Herausforderung in meinem Dasein bleiben.

Elisabeth Putz und ihr Leben in Lienz

In Lienz bin ich geboren und aufs Gymnasium gegangen. Zumindest bin ich hin und wieder hingegangen, war grob gesehen allgemein nur wenige Monate anwesend und nahm mir den Rest der Schulzeit frei. Fragen Sie mich nicht, wie ich das Abitur schaffte, ich weiss es nicht mehr. Die Stadt Lienz ist gar nicht so schlecht wie man glaubt. Es ist sonnig dort, weshalb die Stadt auch Sonnenstadt genannt wird, und sie ist umringt von Bergen, weshalb sie auch Dolomitenstadt genannt wird. Bitte, ich bin umringt von Liebe, und man nennt mich trotzdem nicht unbedingt Liebe Elisabeth, aber vielleicht besitze ich diesen Promistatus eines Tages. Lienz liegt mir am Herzen, da ich einst in seiner Wiege lag, und deshalb ist es mir ein Anliegen, ein wenig von dieser elitären Stadt mit Dorfcharakter zu berichten, aber keine Angst, ich werde mich bessern.

Der Name Elisabeth

Der Name Elisabeth ist wie ein Heiligtum, bürgt für Qualität, Grösse bis Grössenwahn, steht für alles, was Leidenschaft erzeugt und Leiden schafft, und er passt zu mir wie die Faust aufs offene Auge, er schmerzt mich hin und wieder. Wenn ich gewusst hätte, dass der Name Elisabeth mit so vielen Gegebenheiten besetzt ist, hätte ich mich Chantal getauft, denn das Chantal ist ein Es und braucht nur wenig Verstand, um durchs Leben zu kommen. Heilige, Königinnen, Kaiserinnen, Göttinnen, alle trugen den elitären Namen Elisabeth, sozusagen als Beigabe für Macht, Reichtum, aber auch Sünde und Verderben. Und ich werde meinen Namen noch als Grabbeigabe bei mir tragen, falls ich nicht vorher eingeäschert werde und als künstlicher Diamantring an einem Finger klebe.

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