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Lifestyle Ratgeber - So stylen Sie Ihr Leben

Lifestyle TrendbrilleDer Lifestyle Ratgeber - Tipps für ein besseres Leben. Unser Lebensstil wird zunehmend multikulturell und bunt, global und international, sodass wir uns immer neu erfinden können, denn Toleranz ist das wichtigste Gut, welches für den Frieden sorgt und Kriege vermeidet. . Im Leben spielen Gesundheit, Nachhaltigkeit, Genuss und Umweltfreundlichkeit eine grosse Rolle. Die Leute von heute streben nach Anerkennung, medialer Präsenz und Eigenständigkeit, aber Geld regiert nach wie vor die Welt. Deshalb ist es wichtig, dass man hin und wieder den Geldbeutel zu Hause lässt und sich ausschliesslich mental verwöhnt.

Lifestyle ist geprägt von einem guten Lebensgefühl, und deshalb ist Entspannung wichtig. Im Urlaub ist es wichtig, dass man seinen Arbeitsplatz zu Hause lässt, damit man den Kopf frei hat. Beim Shopping ist es wichtig, dass man nachhaltig kauft, auf Gütesiegel und Bio achtet, auf Qualität setzt und nicht jeden neuesten Schrei konsumiert. Besonders in der Freizeit könnten wir uns dazu entscheiden, nicht permanent in Eile zu sein, sondern das Leben mit allen Sinnen zu geniessen. Wer in den Wald geht, den Duft der Bäume inhalliert, die Blumen betrachtet und die Sonne geniesst, ist reicher als jeder Jetsetter, der im Flieger sitzt und sein Geld zählt, damit er gut gerüstet für den nächsten Shoppingtrip ist.

Lifestyle ist durchzogen von Kommunikation und gesellschaftlichen Einflüssen. Wir sehen die Familie zunehmend als wichtig an, bevorzugen jedoch unsere Freunde, da sie uns mehr bieten können. Wir gehen zunehmend dazu über, alle unsere Aktivitäten durch Dienstleistungen zu ersetzen, sodass der Lifestyle-Coach und der persönliche Shoppingberater boomen. Manche Leute besitzen sogar einen persönlichen Assistenten, der sie durchs Leben begleitet, denn wir kaufen uns mittlerweile alles, sogar den Begleiter für den Spaziergang. In New York bieten einige Agenturen Spaziergangsassistenten an, damit sich die Leute mehr an der frischen Luft bewegen. Wichtiger als jeder noch so zuverlässige Assistent sind jedoch gute Freunde, mit denen wir lachen können.

Der Tourismus nimmt wieder Fahrt auf

Nach den Einschränkungen der Corona-Krise nimmt der Tourismus wieder Fahrt auf. Wir reisen erneut, und dies tun wir leidenschaftlich gerne, mit inkludierten Zwangspausen an den Flughäfen, wenn aus Personalmangel und Personalnot die Wartezeiten lang ausfallen. Bitte, man kann bereits am Flughafen seinen Urlaub geniessen, denn die Flughafenrestaurants bieten alles, was der Magen braucht. Und wenn ein Flug erst am nächsten Tag startet, kann man die Flughafenhotels ansteuern, denn niemand muss in der Wartehalle eines Flughafens übernachten, es sei denn, er will es freiwillig. Natürlich verfügen viele Flughäfen der Welt aktuell noch über Engpässe, können nicht alle Passagiere zur vollsten Zufriedenheit abfertigen, aber die Tourismusbranche boomt trotzdem. Die Flüge sind teurer geworden, was die Umwelt freut, der Billigpassagier muss tiefer in die Tasche greifen und erspart sich das Flughafen-Hopping, und einige Flughäfen wie der in Wien, verfügen über genügend eigenes Personal, um voll durchzustarten. Viele Billig-Airlines haben in der Corona-Krise auf ihr Personal verzichtet und suchen es jetzt händeringend. Offshore Firmen sind doch nicht immer die beste Wahl. Wenn allerdings in einigen Monaten das Chaos verflogen ist, könnten die Flughäfen wieder so glänzen, wie sie es vor der Corona-Krise getan haben. Bis dahin müssen wir uns geduldig in die Warteschleife stellen, aber irgendwann kommt jeder am Urlaubsort an. Ich habe gehört, auf Mallorca soll es derzeit schön sein, der Massentourismus, welcher sich oben ohne sonnt und im Sangria Eimer verkriecht, wird bekämpft, während der anständige Tourist gerne gesehen ist.

Wie grausam ist der spanische Stierkampf?

Die Corrida, der sogenannte spanische Stierkampf ist ein Stück Kultur, unterhaltsam fürs Fussvolk, grausam für den Stier, aufregend für den Torrero, den Stierkämpfer. Und die Arena tobt, wenn der Stier gewinnt. Früher war die Corrida ein Teil des spanischen Lebens. Sie verkörperte pure Unterhaltung, Lust und Frust, Energie und symbolische Tatenkraft, war ein gängiges Mittel gegen die Langeweile, und der Torrero war meist der gefeierte Held, auch wenn er einige Wunden davontrug. Heute ist die Corrida umstritten, denn der Tierschutz verbietet jegliche Art der Tierquälerei. Meist werden die Stiere vorab wild gemacht, müssen ein karges Leben führen, werden teilweise geschwächt, damit der Torrero überlebt, und sie leiden sowohl vor, als auch hinter den Kulissen. Dies treibt Tierschützer auf die Barrikaden. Wussten Sie, dass der Stier weder an der Muleta, dem sogenannten roten Tuch interessiert ist, noch farbenfroh ist? Stiere können kein Rot sehen, und so orientieren sie sich an den Bewegungen, welche vor ihnen stattfinden. Wenn der Stierkämpfer das rote Tuch schwingt, macht die Bewegung den Stier nervös, und er läuft los, um das Hindernis zu bekämpfen. Wenn er lange genug gelaufen ist, vor Erschöpfung zusammenbricht, oft sogar stirbt, tobt die Manege, das Publikum ist befriedigt, die Fans holen sich Autogramme, nicht unbedingt vom Stier, eher vom Torrero, und der Abend ist gerettet. Solche Stierkämpfe sollten weltweit verboten werden, auch wenn damit ein Stück Kultur verloren geht, denn Tiere sind auch nur Menschen und wollen leben. Das Tier möchte seine Ruhe haben. Heute könnten wir uns anderweitig unterhalten lassen. Wir müssen nicht unbedingt jemandem beim Sterben zusehen, wir könnten einen Mord im Fernsehen anschauen, wenn wir nachts unruhig träumen wollen.

Wie vermeidet man Badeunfälle?

Die Badeunfälle häufen sich, sobald das Wetter schöner, die Hitze praller, und die Menschen schwimmfreudiger werden. Zwar arbeiten in den Freibädern, Erlebnisoasen und an den Seen, am Meer, in den Urlaubsgebieten zahlreiche Bademeister, welche mit den nötigen Kenntnissen der Wasserrettung und dem Rettungsschwimmer vertraut sind, aber immer wieder rutscht jemand durchs Raster und ertrinkt. Dies liegt daran, dass zwei Augen nicht überall hinschauen können, wo gerade etwas passieren könnte. Kinder bis zu 3 Jahren und darunter ertrinken lautlos, da sie im Wasser in die bekannte Embryonalstellung gehen, bis sie keine Luft mehr bekommen und untergehen. Kinder ab 3 Jahren und älter ertrinken zwar mit Geschrei und Getöse, aber sie ertrinken leider auch sehr schnell. Erwachsene ertrinken oft, weil sie überhitzt ins Wasser steigen, mit vollem Magen baden gehen, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall erleiden, und wenn man dann alleine weit hinausschwimmt, wird man vom Seewasser verschluckt und taucht erst Tage später wieder auf. Gehen Sie niemals alleine ins Wasser, nehmen Sie immer jemand Zweiten mit, damit im Notfall Hilfe zur Stelle ist. Wenn Sie nicht schwimmen können, sollten Sie den See und das Meer meiden, denn dann ist das seichte, flach dahingleitende Kinderbecken gerade richtig, um schwimmen zu lernen. Schwimmflügel sind ideal, aber sie dürfen nicht platzen, und sie sollten sich nicht vom Oberarm lösen. Neulich wurde erschreckenderweise wieder eine Moorleiche aus dem Wörther-See gezogen, und man stellte fest, es handelte sich um einen älteren Mann, der einen Herzstillstand erlitt. Ältere Menschen sollten nicht mehr so weit ins tiefe Gewässer hinausschwimmen, da der Körper nicht mehr ganz zuverlässig reagiert, auch wenn man glaubt, als Veganer und durchtrainierter Mensch sei man noch jung und fit genug, um mit Teenagern mithalten zu können. Bitte, mir kann das nicht passieren, ich sitze im seichten Wasser und lecke an meinem Wassereis, damit meine Haare nicht nass werden, denn ich bin eitel und habe trotzdem meistens keinen Kamm dabei, wenn ich baden gehe.

Laila - Der Schlager kann auch sexistisch sein

Wenn wir Schnulzen und Schlager hören, denken wir an Liebe, Romantik, schöne Dinge, aber nicht an Sexualität, Erotik, das älteste Gewerbe der Welt, und das kommt daher, weil wir uns in einem Wertewandel befinden. Heute denkt und handelt man nicht mehr vorwiegend sarkastisch bis ironisch, das Comedy unter der Gürtellinie hat Sendepause, alles wird mehr oder weniger geprüft und auf sexistische Inhalte hin überprüft, und der Humor kennt Grenzen. Für unsere Jugend ist dies ideal, wenngleich auch nicht das Optimalste, denn wir verlernen, kritisch zu denken und dürfen nur noch zensiert all das konsumieren, was durch die Medien und durch die Political Correctness fliesst, nicht aber das, was durchs Raster fällt. Und so hat das Lied Laila ausgedient, denn in Deutschland soll es verboten werden. Manche Radiosender spielen es noch nachts, wenn die Seele auf erotische Abenteuer eingestellt ist, und viele Radiostationen verbieten den Song. Am Ballermann kann er uns stimulieren, in Deutschland ist es zu kalt für solcheheissen Songs, selbst bei Temperaturen um die 40 Grad. Laila ist umstritten, polarisiert, lädt zu Debatten ein, und der Song provoziert. Eine Feministin sagte, wir brauchen heute keine Sexualität mehr auszuleben, wir können selbst unseren Nachwuchs durch die technologischen Fortschritte im Reagenzglas züchten. Mir macht der Song nichts aus, ich lache darüber, singe mit, lebe meinen schlechten Ruf aus und schäme mich hinterher, wenn man mich zum Teufel jagt. Früher galt der Song -Skandal im Sperrbezirk- als anrüchig, ud die Rosis dieser Welt hatten es schwer. Heute ist Laila verdorben, und alle machen mit.

Wer wird durch den digitalen Algorithmus benachteiligt?

Seit wir im Zeitalter der Digitalisierung leben, werden Algorithmen immer besser, das maschinelle Learning übernimmt viele Gehirntätigkeiten, und die künstliche Intelligenz wird zur ultimativen Führungskraft in unserem Alltag. Und mittendrin bemerken manche Menschen, dass sie aufgrund des Algorithmus benachteiligt werden. Wenn Frauen Symptome bei Google eingeben, werden sie stiefmütterlicher behandelt als Männer. Dies liegt daran, dass vorzugsweise junge Männer zu medizinischen Studien eingeladen werden, denn sie sind risikoärmer. Und so existieren für Frauen schlichtweg weniger Daten. Die Frau wird zum Ausruhen aufs Sofa geschickt, der Mann wird zum Durchchecken zum Arzt geschickt. Auch Menschen mit dunkler oder schwarzer Hautfarbe werden benachteiligt, da sie schlichtweg nicht so gut gesehen werden. Bitte, sie können sich doch nicht ständig mit dem Händy beleuchten oder Leuchtdioden auf den Körper kleben, der Algorithmus muss besser, wertfreier, menschenfreundlicher werden. Fotokameras arbeiten mit Licht und Lichtbrechung, aber die moderne Digitalkamera könnte längst fortschrittlicher arbeiten und Black-People in ihrer Wahrnehmung berücksichtigen. Natürlich müssen wir uns in Sprache, Umgang und Toleranz um 180 Grad drehen, denn es gibt immer noch Algorithmen, die arbeiten so feindselig, dass zum Bewerbungsgespräch Männer bevorzugt eingeladen werden und die Gehaltstabellen für Frauen niedriger angesetzt sind als jene für Männer. Und Menschen mit einem akademischen Grad, einem Doktortitel werden algorithmisch bevorzugt. Das habe ich selbst einst festgestellt, als ich bei Google nach meiner Firma suchte. Eine Ärztin mit Doktortitel, welche kaum Sichtbarkeit und fast keine Internetpräsenz besitzt, rankte vor mir, und ich wurde ganz nach hinten gereiht. Ich mühte mich ab, und sie erntete meine Lorbeeren. Wahrlich, ab diesem Moment dachte ich mir, jetzt muss etwas passieren, damit der Algorithmus besser arbeitet, denn man kann ja nicht einfach Menschen in Klassen einteilen und manche besser, andere schlechter bewerten, nur weil sie keinen Doktortitel besitzen. Ich glaube, ich bin seelisch so weit fortgeschritten, dass ich sogar das Gendern zu lieben lerne.

Wie wird man eine Amazone?

Historisch gesehen sind Amazonen gewisse Völkergruppen, bei denen auch Frauen in den Krieg zogen. Sie waren eher männlich dominant, konnten mit Armbrust, Pfeil und Bogen gut umgehen, waren reinste Naturschönheiten und genossen hohes Ansehen. Der Begriff stammt aus der griechischen und aus der römischen Kultur, wobei die römische Amazone eher einer Herrscherin, einer Königin, einer Kaiserin gleichkam, und die griechische Amazone tatsächlich das Schlachtfeld durchquerte. Man bezeichnete Amazonen früher als brotlose Wesen, oder gar als brustlose Frauen, weil man ihnen als Kind die rechte Brust abschnitt, damit die Armbrust gut am Körper geführt werden konnte. In zahlreichen Sagen und Mythen wurde die schöne, sinnliche Amazone jedoch mit zwei funktionierenden Brüsten dargestellt und genoss ein direkt erotisches Dasein. Heute wird eine Frau als Amazone bezeichnet, wenn sie einen soliden, robusten, stark gebauten Körperbau besitzt, eher männlich geprägt ist und als Kriegerin in die Schlacht ziehen würde. Bitte, die heutigen Amazonen sind schöne, gross gebaute Frauen, deren Weiblichkeit nicht unbedingt optisch strahlt, denn sie meiden die rosa-pinken Outfits und stylen sich lieber im schlammigen Military-Look. Im grünen Wald fällt ein grünes Outfit nicht auf, ein pinkes leuchtet jedoch wie ein Papagei. Wenn ich mir anschaue, wie fatal wir heute denken, wenn wir Waffen und Aufrüstung bevorzugen, um uns notfalls zu wehren, wie wir die Noblesse des Verhandlungsgeschicks in den Hintergrund drängen, wie wir uns dem Krieg zuneigen und denken, dass dadurch Frieden eintreten kann, so bin ich der Überzeugung, wir brauchen Amazonen. Die moderne, emanzipierte Frau ist ein symbolischer Mann, steht ihren Mann, zieht in den Krieg und verteidigt ihr Land. Der Mann bleibt zu Hause und hütet die Kinder. Nur Alice Schwarzer ist klug genug, um zu sagen, dass Waffen keinen Krieg beenden, sondern ihn nur ausweiten, denn der Krieg ist vorbei, wenn man die Waffen niederlegt. Ich bin ein Fan von Alice Schwarzer, befürworte ihre Logik, und wenn ich eine Amazone wäre, würde ich mir ein pinkes Outfit anziehen und shoppen gehen, weil ich im Kleid eher als Königin tauge als im Schlachtfeld-Look. Natürlich muss man sich verteidigen, aber bisher war ich immer der Meinung, das bekommt man mit netten Worten und liebevollen Gesten hin. Bitte rügen Sie mich, falls ich mich irre, aber bis jetzt scheuten wir die Waffen. Ob es wirklich Sinn macht, eine militärische Amazone zu werden, welche für den Krieg lebt und sich als Kriegerin feiern lässt, bezweifle ich, aber leider geht ein erschreckender Trend genau in diese Richtung. Ich glaube, ich lege mich hin und schlafe so lange, bis wieder Friedenszeiten nahen.

Der Papierflieger Tag

Am 26. Mai feiern wir, besonders in den USA, den nationalen und hoffentlich auch bald internationalen Tag des Papierfliegers. Und am 26. Mai 2022 fielen der Tag des Papierfliegers und Christi Himmelfahrt zusammen auf den selben Tag. Beides hat mit Himmel zu tun, ist sozusagen ein Heiligtum, das man feiern muss. Man lässt am Papierflieger-Tag Papierflugzeuge steigen, die man vorab gebastelt hat, und man gedenkt an die Luftfahrt, die wesentlich dazu beigetragen hat, dass wir heute so schnell unterwegs sind. Papierflieger sind harmlos, echte Flugzeuge schmutzen, verbrauchen viel Kerosin, können abstürzen, und für den achtsam lebenden, nachhaltig bewussten Naturfan sind sie das reinste Gift. Trotzdem befürworte ich als eingefleischter Naturfan die Luftfahrt, aber ich bin gegen den Massenflugtourismus, gegen die Billigflieger, die uns dazu animieren, täglich einen anderen Flughafen anzusteuern und ein Selfie auf Instagram zu posten. Hoffentlich erschlagen mich jetzt die Flughafen-Hopper nicht. Einen Papierflieger kann man überall deponieren, mit Werbung, einem netten Schriftzug, einer guten Botschaft beschriften, und so kann man der Welt zeigen, dass man sie liebt. Paare können sich gegenseitig mit ihren selbst gebastelten Papierfliegern ihre Liebe zeigen, und wenn man das Papierflugzeug stabil genug baut, kann man es als Ablage-Accessoire für kleine Dinge verwenden.

In Österreich versickern die Energie-Gutscheine im Nirvana

Als Energie, Strom und Gas immer teurer wurden, beschloss man, hierfür Gutscheine auszugeben, welche das Problem zumindest optisch, an der brillanten Oberfläche lösen sollten. Die Österreicher lieben Gutscheine, und die Regierung hatte keine Zeit, um noch einen Arbeitskreis zu gründen, und so baute man ein teures Gutscheinsystem auf. Die Gutscheine selber kosteten in ihrer Anschaffung, Auslieferung und Produktion ca. 30 Millionen Euro, die Energieanbieter bekommen ca. 7 Millionen Euro, und die Erstellung einer Website, welche zum Einlösen der Gutscheine gebaut wurde, kostet ca. eine halbe Million Euro, wobei sie leider nicht zuverlässig, fehlerfrei arbeitet. Die Gutscheine können in vielen Fällen nicht pünktlich eingelöst werden, aber wenn man sich ein Brieflos kauft, zieht man doch auch in den meisten Fällen eine Niete, also kein Grund zur Panik. Die Österreicher leben nach einem gelungenen Leitsatz, welcher lautet: Das wird schon irgendwie klappen, das kriegen wir schon irgendwie hin. Die Österreicher lieben Arbeitskreise, und wenn der Österreicher nicht mehr weiter weiss, dann bildet er einen Arbeitskreis. So ein Arbeitskreis wird beispielsweise gebildet, um zu analysieren, woher die hohe Inflation kommt, und wie man gegensteuern könnte. Und solche Diskussionen und Auswertungen dauern oft Monate bis Jahre. Natürlich weiss jeder Österreicher sofort, dass alles teurer geworden ist, und die alleinerziehende Mutter schaut am Monatsende oft in eine gähnende Leere, wenn sie ihre Brieftasche öffnet, aber die Regierung hat grössere Probleme zu lösen. Man muss nämlich am laufenden Band die Regierungsmitglieder, die Minister neu einschulen, ersetzen und angeloben, weil die alten ausgetauscht werden. Die Türe in der Hofburg, wo die Angelobungen stattfinden, müsste zur Drehtüre umfunktioniert werden, dann würde es schneller voran gehen. Ob dies wohl jemand versteht, dessen Gehalt mit der hohen Inflation nicht mithalten kann, und dessen Geldbörse eine chronische Unterversorgung erleidet? Laut einer Umfrage gibt es tatsächlich immer noch genügend Österreicher, die sehen kein Problem in der Teuerung, in der Inflation, in der Energieversorgung, denn sie haben am Monatsende immer noch genug Geld, um in den Urlaub zu fliegen. Frieren für den Frieden und hungern fürs Klima, dieser Leitsatz prägt uns alle. Wenn wir jedoch im Winter mit Schnupfen und Grippe, mit knurrendem Magen zu Hause sitzen, ruft den Slogan niemand mehr, ohne mit den Zähnen zitternd zu fletschen. Bitte, da hilft nur eins, man muss eine Wohndecke verwenden, die drei Löcher besitzt, eines für den Kopf, und zwei für die Arme links und rechts. Das Energieproblem könnte man lösen, indem man einen Preisdeckel drauflegt, welcher dafür sorgt, dass für den Normalverbraucher der Strompreis nicht explodiert. Und man könnte die Steuern senken, oder ganz aussetzen, welche die Energiekosten nach oben treiben. Derzeit achtet man jedoch peinlichst genau darauf, ob sämtliche Steuern hoch genug sind, denn das freut den Staat. Bitte, mich stört es nicht, ich bleibe zu Hause, mache meine Nulldiät, damit ich schnell zu meiner Traumfigur gelange, sitze im Dunkeln und nutze nur noch meinen Atem, um mich zu wärmen. Ich bin hart im Nehmen. Und wenn man mich aus Österreich verbannen sollte, werde ich womöglich Reichsbürger und warte, bis man mich manuell aus dem Staat hinausträgt. Wenn ich über die drohende Preisexplosion nachdenke, welche viele Bürger in die Enge trreiben könnte, für psychische Erkrankungen, Hunger und Leid sorgt, dann bin ich nicht mehr hart im Nehmen, dann nehme ich meine Angel und meine Füsse in die Hand, und gehe nach Kanada zum Lachsfischen, damit ich etwas zu Essen habe.

Kultur

Kultur ist einerseits geprägt von zahlreichen Kulturschocks, welche uns wachrütteln sollen, und andererseits sind wir dem kulturellen Treiben vollends verfallen, weil wir unterhalten werden möchten. So gesehen bewegen wir uns kulturell auf hohem bis niedrigem Niveau, denn man kann sowohl das Kabarett, als auch Comedy unter der Gürtellinie lieben. Der Schwermütige liebt die Oper, der Leichtlebige bevorzugt die Operette, und der Kulturmuffel setzt sich vor den Fernseher und schaut sich eine Reality-Soap an.

Leben

Wie lebt man besser, intensiver, unkomplizierter und vor allem sozialer? Die Lebensqualität ist entscheidend, und diese hängt wiederum vom persönlichen Empfinden ab. Der Pessimist lebt in seiner grauen Wolke, welche er nur verlässt, wenn positive Impulse von aussen eindringen. Der Optimist lebt auf seiner rosaroten Wolke, aus welcher er nur herausfällt, wenn ein echtes Erdbeben die Welt erschüttert. Und der Kluge lebt vorausdenkend, denn er will sich für jedes Donnerwetter rüsten.

Leute

Leute sind nicht unbedingt mit Menschen gleichzusetzen, da es Leute gibt, die Menschen in einen anderen Topf werfen. Esoteriker sprechen oft davon, dass Leute oberflächlich gestrickt sind, während Menschen spirituell gesegnet sind. Ich denke, wir sollten so tolerant sein, um eine Gesellschaft als ganzheitliches Individuum wahrzunehmen, dann müssen wir nicht über Unterschiede nachdenken. Egoisten sind zusammen mit Althruisten eine unschlagbare Mischung aus Exzentrik und Allgemeinwohl, und statistisch betrachtet bilden sie eine Einheit, denn der eine nimmt, und der andere gibt.

Natur

Die Natur lässt uns atmen, wenn wir nach Frischluft ringen. Sie lässt uns leben, wenn wir unseren Körper nähren, damit die Seele und der Geist hemmungslos durchatmen können. Wer die Natur zerstört, beerdigt auch ein Stück seines eigenen Körpers, und das sehen wir, wenn wir uns die katastrophalen klimatischen Verhältnisse anschauen, in denen wir zunehmend leben müssen. Natur ist pure Existenz, das sollten wir wissen, wenn wir das nächste Mal eine Plastikflasche ins Meer werfen, welche sich in Mikroplastik zersetzt und von einem Fisch gefressen wird. Es könnte sein, dass wir morgen Fisch essen.

Shopping

Shopping ist Konsum, der Glücksgefühle in der Magengegend verursacht, es sei denn, man ist der Mann im Hintergrund, der die Kreditkarte bereitstellt, dann erzeugt Shopping nur Magengeschwüre in der Bauchgegend. Shoppen sollte heute nachhaltig und umweltfreundlich stattfinden. Wir shoppen jedoch so lange unsere billigen Fastfood und Fastfashion Produkte, bis die Lieferketten abreissen und die Ware wieder regional und teuer wird. Nur der Frustshopper kauft weiterhin alles, denn er lagert seine Errungenschaften unterm Bett.

Technik

Technik ist geprägt von einem unaufhaltsamen Fortschritt, der uns bequem durch den Alltag gleiten lässt. Während ältere Menschen nostalgisch bis romantisch die Vergangenheit vermissen, streben junge Leute danach, neue Technologien zu nutzen, um den Alltag noch flexibler zu machen. Ich muss sagen, wenn meine Kaffeemaschine nicht mit mir sprechen würde, hätte ich morgens keinen Koffeinschub in der Tasse.

Urlaub

Urlaub dient der Erholung, selbst wenn man mit einer Liegestuhldepression am Hotelpool liegt und an die Arbeit denkt. Der Workoholic nimmt die Arbeit mit in sein Hotelbett, der Geniesser nimmt seine Geliebte mit ins Bett, und der Gestresste liegt im Bett und schläft vor Erschöpfung ein. Und wer seinen Urlaub gut plant, reist billig und trotzdem luxuriös.


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Elisabeth Putz

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