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Lifestyle Ratgeber - Wie stylt man sein Leben?

Lifestyle und LebenDer Lifestyle Ratgeber - Tipps für ein besseres Leben. Unser Lebensstil wird zunehmend multikulturell und bunt, global und international, sodass wir uns immer neu erfinden können, denn Toleranz ist das wichtigste Gut, welches für den Frieden sorgt und Kriege vermeidet. . Im Leben spielen Gesundheit, Nachhaltigkeit, Genuss und Umweltfreundlichkeit eine grosse Rolle. Die Leute von heute streben nach Anerkennung, medialer Präsenz und Eigenständigkeit, aber Geld regiert nach wie vor die Welt. Deshalb ist es wichtig, dass man hin und wieder den Geldbeutel zu Hause lässt und sich ausschliesslich mental verwöhnt. Das Leben besteht unter anderem auch aus Nehmen und Geben, und so habe ich mich einmal auf den Weg gemacht, um zu schauen, welche Organisationen es schaffen, sämtliche Spendengelder für notleidende Menschen einzusetzen und keinerlei Spenden für den organisatorischen Apparat aufzuwenden. Die Lions Clubs tun dies, helfen Menschen in Not, und deshalb unterstütze ich den Lions Club Lienz, da ich einen nostalgisch romantischen Bezug zu Osttirol, meiner Geburtsstadt Lienz, und zu den hart ummantelten, weich bekernten Osttirolern habe.

Kleben, Kleckern und Klotzen fürs Klima

Die modernen Klima-Aktivisten lassen sich so manch kreative Idee einfallen, um auf sich und den Klimaschutz aufmerksam zu machen. Schwarze Farbe, ein Behältnis, in welchem die Farbe gut aufbewahrt werden kann, eine Gelegenheit, um die Farbe auszuschütten, und schon bekommt das Gustav Klimt Gemälde einen neuen Anstrich. Wiener Klima-Protest-Aktivisten schütteten Farbe auf das wertvolle Kunstobjekt, trafen aber Gott sei Dank nur die schützende Glaswand. Wenn sie diese Aktionen bei ungeschützten Objekten durchziehen würden, wäre der Schaden enorm, denn es würde auch ein kultureller, historisch-geprägter Schaden entstehen. Ich stehe zwar hinter den Aktivisten, scheue jedoch jede Form von Gewalt, sei sie auch noch so von Nachhaltigkeit geprägt. Nachhaltig sind nur die Schlagzeilen in den Medien, die Aufmerksamkeit der Bevölkerung, der tief sitzende Schock friedlicher Kulturliebhaber, und die Ablehnung solcher Aktionen von zahlreichen Bürgern, denn nicht jeder sieht das Klimt Gemälde gerne in nachtschwarzer Farbe glänzen. Verstehen kann ich die Wut der jungen und jung gebliebenen Leute schon, denn ihre Hilferufe wurden während der Coronakrise und während des anhaltenden Russland-Ukraine-Krieges nicht mehr gehört, und so schreien sie jetzt ihre Fürbitten für ein besseres Klima aus allen verfügbaren Kehlen heraus. Ich verurteile jedoch die meisten Methoden, mit denen sich die Aktivisten bemerkbar machen. Sie kleben sich mit Superkleber an Strassen fest und riskieren den Tod unbeteiligter Menschen, welche im Auto unterwegs sind und seitlich vor Schreck in Bäume und Mauern fahren könnten. Sie werfen Suppe auf Kunstobjekte, obwohl viele Leute Hunger leiden und es besser wäre, die Suppe einem Obdachlosen zu spenden. Und sie klotzen mit Worten, wenn man sie in Fernsehsendungen und Talkshows einlädt. Der moderne Klimaaktivismus gefällt mir nicht, weil er in eine Art Krieg münden könnte, aber trotzdem sollte man die Leute verstehen lernen, denn sie sind verzweifelt, weil sie sich mitansehen müssen, wie Plastik und Chemie, Waffen und Sprengstoff am Vormarsch sind, während die Inflation in astronomische Höhen steigt, ganze Staaten und Völker verarmen und das geschundene Klima um Luft ringt. Ich verurteile und verabscheue auch jegliche Waffenlieferungen, wohin auch immer, denn sie zerstören jede Friedensverhandlung. Ich verurteile Kriege aller Art, selbst den Klimakrieg, denn wo Krieg herrscht, kann der Frieden nicht fruchten. Ich warte vorerst einmal ab, bis es Klick in den Gehirnen der Menschheit macht und hoffe, wir rotten uns bis dahin nicht selber aus. Ich liebe Museen, und es würde mich nicht nur seelisch, sondern auch körperlich schmerzen, wenn die Kultur kaputt gehen würde. Ich weiss jedoch auch, dass die Geschichte uns zeigt, wie schmerzhaft man durch Kriege und Revolutionen die Zeitenwenden eingeführt hat, und wie viele Menschen unschuldig zu Opfern wurden. Ich wollte schon immer einmal die antike römische Stadt Aguntum samt angrenzendem historischen Park und Museum in Dölsach besuchen, um nachzuschauen, wer wohl damals dieses Schmuckstück begraben hatte, aber ich fürchte, vorher werden unsere heutigen Städte begraben, entweder von Klima-Aktivisten zugeschüttet, mit Suppe übergossen, oder vom anfallenden Müll unserer Wegwerfgesellschaft erdrückt. Und dann graben eines fernen Tages andere Leute die Fundstücke unserer heutigen Zeit aus und archivieren sie in Museen. Und genau dann stehen für mich die Chancen hoch im Kurs, selbst als Fundstück in einem Museum zu stehen, womit ich endlich mein Zuhause gefunden habe, weil ich könnte im Museum wohnen, so sehr fühle ich mich zur uralten Nostalgie hingezogen.

Unsere Erde beherbergt 8 Milliarden Menschen

Es ist vollbracht, seit kurzer Zeit beherbergt unser Planet Erde mehr als 8 Milliarden Menschen, wovon in China und Indien die meisten Menschen leben. In den fortschrittlich entwickelten, gut situierten Industriestaaten, Europa, USA, Australien, Kanada leben die wenigsten Menschen, hinterlassen jedoch die meisten vermüllten, klimatisch bedenklichen Fussabdrücke. In Asien leben Unmengen an Leuten, welche sich jedoch im Laufe der nächsten Zeit selber reduzieren, da die geburtenstarken Jahrgänge hier wohl der Vergangenheit angehören. Sogar in Indien greifen die ersten Preventionsprogramme, die es erlauben, mit Verhütungsmitteln flexibler umzugehen, damit die indische Frau nicht permanent schwanger sein muss, um endlich den ersehnten Stammhalter zur Welt zu bringen. Früher galt ein Mädchen in Indien als wertlos und wurde auch dementsprechend behandelt. Jungs hingegen waren begehrt wie Götter, und so wuchs eine vorwiegend männliche indische Bevölkerung heran, die es schwer hatte, eine Frau fürs Leben zu finden. Heute sehen die Inder ein, dass die gleichmässig verteilte Ausgewogenheit zwischen Mann und Frau den Weltfrieden sichert, nur in den religiösen Gebieten ist man nach wie vor anderer Meinung. Bitte, da bekommt man das Gefühl des Gedankens, dass Religion nicht durchwegs positiv ist, nicht mehr aus dem Kopf. In Afrika entstehen zwar die wenigsten klimatisch bedenklichen Fussabdrücke, dennoch wächst das Land stetig, direkt voluminös, denn die afrikanische Frau bekommt im Durchschnitt sieben ein halb Kinder, wobei das halbe Kind mehr schuftet als die sieben Kinder davor, denn das kleinste Kind zieht in der afrikanischen Gesellschaft oft den kürzesten Faden, wenn es um ein würdiges Leben geht. Aber auch in Afrika greifen zunehmend die zivilisierten Programme zur Schwangerschaftsverhütung, und so wird die Weltbevölkerung in Zukunft nicht mehr so rasant wachsen. Bis zu Beginn des Industriezeitalters lebten weniger als 2 Milliarden Leute auf der Erde, inmitten des Industriezeitalters waren es plötzlich 3 Milliarden, dann 5 Milliarden, und danach ging es rasant bergauf mit der Bevölkerung. Die moderne Medizin, geburtenstarke Jahrgänge, eine sinkende Sterberate, die verbesserte Situation der Grundbedürfnisse, die Reduzierung der Hungersnöte, all dies trug zur Lebenserhaltung bei, und so sind wir derzeit sehr viele Menschen, welche den Planeten zumüllen. Laut einigen Forschern würde die Erde nur bis zu 3 Milliarden Menschen langfristig verkraften. Wenn jedoch diese 3 Milliarden mit dem heutigen technischen Fortschritt, mit den chemischen Bequemlichkeiten und der Umweltverschmutzung so weiterleben würden, wäre selbst für 1 Milliarde Menschen der Planet irgendwann einmal zu klein, denn die Natur liebt Sauberkeit, Purismus und Natürlichkeit. Man könnte Angst bekommen, wenn man sich die Aussagen mancher Ernährungsexperten anhört, die sagen, Essen und Trinken wird langfristig nicht für 8 Milliarden Menschen reichen. Und wenn man sich dann noch einige Verschwörungstheoretiker anschaut, die glauben, die Superreichen würden bereits jetzt durch genmanipulierte Medikamente und genmanipulierte Nahrungsmittel dafür sorgen, dass die Weltbevölkerung schrumpft, dann braucht man eigentlich nicht mehr aus dem Haus zu gehen, dann sollte man sein Gemüse lieber selber anbauen, eine kompostierbare Toilette bauen, in seinem eigenen Klo wohnen, und auf den Rest des angenehmen Lebens verzichten. Ich halte nichts von diesen Theorien, denn man könnte sich ohnehin nicht vor Unheil schützen, selbst im Wald nicht, da wir alle die selbe Luft einatmen, den selben Boden betreten und in der selben Welt leben. Besser ist es, man widmet sich wichtigeren Themen, beispielsweise der positiven Energie der Nächstenhilfe, oder einem schönen Hobby, oder man pflanzt einen Baum, zeugt ein Kind, löst die Schrödingergleichung und geht anschliessend auf den Golfplatz, um sein Handicap zu verbessern. Wer lebt, der blüht, und wer das Leben analysiert, zermürbt sich manchmal derart, dass er vor lauter Angst nicht mehr ordentlich leben kann. Es gibt Leute, die entscheiden sich bewusst gegen Kinder, weil sie keinem Kind zumuten wollen, in einer instabilen Welt zu leben. Ich finde dies ein wenig übertrieben, denn somit würden wir den Kreislauf des Lebens eines Tages vollends unterbrechen, und niemand wäre mehr vorhanden, um sich ums Klima zu kümmern, oder sich an die klimatischen Veränderungen anzupassen. Bis es soweit ist, küsse ich den Boden, himmle die Sonne an und erfreue mich jeder Blüte, die von einer Biene bestäubt wird, Hauptsache die Biene sticht mich nicht.

Sollen Energiekonzerne vom Staat unterstützt werden?

Derzeit verdienen die Energiekonzerne mehr als nötig, verteilen ihre überschüssigen Gewinne an ihre Aktionäre und sehen keinerlei Verpflichtung, dem einzelnen Kunden niedrigere Energiepreise anzubieten. Der Kunde zahlt, der Aktionär greift zu und verdient im Schlaf so viel Geld, dass er damit in den nächsten Privatjet steigen kann und Urlaub macht. In Österreich kursiert jetzt die Debatte, dass Energiekonzerne zwar ihre überschüssigen Gewinne etwas drosseln sollten, im Gegenzug dafür jedoch vom Staat unterstützt werden. 300 Millionen sind hierfür vorgesehen, quasi als Ersatz für die entgangenen Gewinne, welche ein wenig gedrosselt werden sollten. Die Regierung sieht darin eine Win Win Situation, die Energiekonzerne sehen dies auch so, und nur der Endkunde und die Opposition sehen dies anders. Der Staat sagt, mit den Zuschüssen könnte man die Energiewende einleiten, und da wir eine wirtschaftlich denkende, Konzern-orientierte, schwarz-türkis eingefärbte Regierung haben, die mit ein wenig Schnittlauch und Petersilie überzogen ist, macht diese Überlegung durchaus Sinn. Wo sind die Grünen mit ihren Werten geblieben, frage ich mich, denn ich bin tief in meiner Seele eine Grüne, aber wenn ich mich so von oben bis unten hin betrachte, so bin ich eher doch eine Kommunistin, die das Geld gerne flächendeckend auf alle Menschen gleich und gerecht verteilen würde, damit niemand mehr superreich oder bettelarm sein muss. Im Grunde müsste man die überschüssigen Gewinne an die zahlenden Kunden zurückgeben, und dann könnte man staatlich alles subventionieren, was gerade nachhaltig gebaut wird, also gezielt die einzelnen Projekte, Wasserkraftwerke, Windkraftwerke, Solaranlagen unterstützen, die wirklich gebaut werden, und Kohlekraftwerke sollten meiner Meinung nach nicht mehr staatlich subventioniert werden, weil sie schmutzen, stinken und die Lungen staubig machen, einfach ungesund sind und nicht mehr in die Zeit der Energiewende hineinpassen. Wir verbrauchen nicht mehr Strom als früher, wir bezahlen nur das Vielfache für unseren Stromverbrauch, und genau hier sollte der Staat eingreifen, denn es sind nicht nur die Sanktionen schuld, die russisches Gas drosseln, es sind auch die Energiekonzerne wesentlich an der Teuerungswelle beteiligt. Fängt einer mit der Preissteigerung an, ist dies wie bei instabilen Dominosteinen, dann ziehen alle anderen mit, und zum Schluss kann man sich die Lebensmittel nicht mehr leisten, weil die Geldbörse streikt. Bitte, als ich Gott werden wollte, um alle Probleme wie eine bezaubernde Jeannie mit einem Handgriff und einem Kopfnicken aus der Welt zu schaffen, bin ich leider für diesen Job nicht nominiert worden, aber wenn ich Gott geworden wäre, würde ich sämtliche Geldquellen gerecht verteilen, damit Arm und Reich Geschichte sind. Den Job hat leider derzeit ein Superreicher bekommen, dem es egal ist, ob es Armut gibt, denn er sieht sie von seinem Privatjet aus nicht.

Sollten Kulturzentren gefördert werden?

Wenn die Frage aufkommt, ob Kulturzentren gefördert, vielleicht staatlich subventioniert werden sollten, stösst man derzeit auf Zuspruch und Ablehnung zugleich, weil viele Menschen die nötigen Lebensmittel nicht als mehr leistbar einstufen und einige wenige Menschen die Teuerungswelle, auf der wir alle surfen, nicht sehen. Ich liebe beispielsweise das Alte, Nostalgische, Romantische, und ich könnte in einem Museum leben, so sehr bin ich von der Geschichte des gesamten Universums, von der Geschichte unseres Planeten, des Menschen, insbesondere des Mittelalters, der Steinzeit und des Altertums begeistert. Wenn man mich versehentlich in einem Museum einschliessen würde, ich wäre als Dauergast einverstanden damit und würde neben einer alten Büste übernachten. Ich kann jedoch alle Menschen verstehen, die sagen, kulturell geprägte Staatsgelder sind in der jetzigen, finanziell instabilen Zeit der Teuerungswellen, der enormen Preissteigerungen fehl am Platz. Wir könnten im Moment alle Staatsgelder für einige Monate bündeln und in die ärmere Bevölkerung investieren, wobei ich dann auch sagen muss, man müsste die längst diskutierte und für meine Begriffe seit Jahren nötige Luxus- und Reichensteuer einführen. Und wenn sich die wirtschaftliche Lage stabilisiert hat, könnte man wieder kulturelle Angelegenheiten fördern. Es ist eine schwierige Frage, aber für mich haben sowohl Kultur, als auch der gute Lebensstandard aller Menschen die ungefähr gleiche Gewichtung. Kultur ist deshalb wichtig, weil sie von Tradition und Geschichte geprägt ist. Wir lernen aus der Geschichte, wenn wir uns die chronologischen Zusammenhänge in der Welt anschauen, denn aus der Vergangenheit ergibt sich die mögliche Zukunft. Wenn Kulturstätten, Kulturerbe vergammeln, dann schwindet damit auch der Lerneffekt. Und andererseits leben wir in der Gegenwart, in der viele Menschen einfach nur wissen wollen, wie sie sich das weitere Leben finanziell leisten können, wenn die Geldbörse leer ist. Kulturgut und Armut, das sind wirklich zwei Ebenen, die schwierig miteinander kombinierbar sind. Nach dem ersten Weltkrieg machte man aus alten Holzmöbeln Brennholz, damit man im Winter nicht fror, und heute restauriert man alte Möbel, um das Kulturgut zu erhalten, alles ist möglich, wenn der Zeitpunkt stimmt

Ist unser Leben in Gefahr?

Das Leben wird aktuell immer turbulenter, manche behaupten sogar, es wird hektischer, unplanbar und grausam. Ich sage, das Leben ist so schön, wie man es gestaltet, denn jedes Bett ist so weich wie die Matratze, auf der man liegt, da kann das Bett nichts dafür, die Matratze ist schuld. Natürlich leben wir in einer Zeit der Verknappung, und als ich bemerkt habe, dass die Sozialmärkte voll von Menschen in Not sind, aber immer leerer an Lebensmitteln werden, bekam ich einen Schock und spendete gleich ein kleines, unscheinbares Sümmchen an meinen Lieblingsclub, dem Lions Club Lienz, und man muss kein Löwe sein, um zu spenden. Machen Sie es mir nach, dann schläft Ihr Gewissen besser, denn ich habe entdeckt, Spenden besänftigen das Ego und umschmeicheln die Seele. Ich habe auch begriffen, dass unser Klima in Gefahr ist, und seit die Adria, das zweite Wohnzimmer der Österreicher austrocknet, wissen wir, zukünftig boomt der Städteurlaub, weil man auf der Luftmatratze im giftig werdenden Wasser am offenen Meer nicht mehr sicher ist. Trotzdem sollte man das Leben geniessen, solange es noch lebt.

Nicht jeder kann seine Heizung selber regeln

Haben Sie es schon bemerkt, die Energiekosten steigen. Oder gehören Sie zu diesen 2% der Leute, die noch nicht bemerkt haben, dass die Teuerung voranschreitet? Wenn die Energiekosten steigen, steigt auch die finanziell angeheizte Atmosphäre in den hauseigenen Heizungen. Nicht jeder kann seine Heizkosten zu 100% im Griff behalten, denn Fernwärme und Temperatursensoren sind oft fremdgesteuert und lassen sich nicht per Handgriff regeln. Hinzu kommen die Bodenheizungen, die zwar effizienter sind, aber nicht immer raumgesteuert funktionieren, sodass man im Wohnzimmer eine enorme Hitze entwickelt, weil im Schlafzimmer die selbe Temperatur erreicht werden muss, wenn es die Heizanlage so vorgesehen hat. Das kann passieren, wenn die Thermostate falsch gesetzt werden, ungünstig im Raum stehen, oder wenn ein Raum im sonnigen Süden, und ein weiterer im schattigen Norden liegt. Manche Haushalte heizen sogar im Sommer, wenn die Heizungen nicht vollständig abgedreht werden. Dies liegt daran, dass die Aussensensoren für die Temperaturregelung oft ungünstig, an windigen Stellen angebracht sind, die Nachttemperaturen tiefer als die Tagestemperaturen sind, und deshalb nachts die Heizung plötzlich mitten im Juli oder August anspringt. Nötig ist dies nicht, aber man hat sich diesbezüglich in der energiereichen, stromfressenden, günstig gelegenen Vergangenheit keine Sorgen gemacht. Jetzt sollte man allerdings seine Heizanlagen, Temperatursensoren und automatischen Reglungssysteme auf ein wirtschaftlich rentables und umweltschonendes Niveau trimmen, dann hat man mehr Geld in der Brieftasche. Mir ist es egal, ich halte meine eiskalten Füsse in einen Eimer mit warmem Wasser und hoffe, es möge nicht so schnell abkühlen. Auf meine Bodenheizung lege ich die Kleidung zum Trocknen und hoffe, der Boden möge sauber sein. Und wenn ich pleite bin, bade ich im Fusswasser und hoffe, der Ekel möge mich nicht auffressen. Lieber Besucher, wir bewegen uns derzeit in Zeiten, in denen man lieber nichts dem Zufall überlässt, sonst ist die Brieftasche leer. Solange es nämlich noch 2% der Bevölkerung gibt, denen die Preissteigerungen noch nicht aufgefallen sind, und wir von Superreichen regiert werden, müssen wir um unser Geld bangen.

Das Getreide ist unterwegs, und niemand will es haben

Seit die Frachtschiffe die Ukraine wieder verlassen, und in Richtung Süden trampen, sind Getreidefrachten unterwegs, die allerdings plötzlich niemand mehr haben will. Bestellte Ladungen werden von Afrika nicht mehr angenommen, weil sie zu spät kommen. Mir sind diese Gegebenheiten ein Rätsel. Sicher stecken auch finanzielle Angelegenheiten hinter jeder Getreidelieferung, denn das Getreide muss bezahlt werden, aber warum jammern wir dann, wenn das Getreide nicht geliefert wird, und warum wollen wir es nicht mehr, wenn es da ist? Der Mensch an sich ist ein sonderbares Wesen, und er will von Natur aus alles haben, was ihm fern liegt. Monatelang sprachen wir davon, dass die Ukraine die Kornkammer der Welt ist, und wenn die Kammer ihre Pforten öffnet, will niemand mehr das Korn haben. In Afrika verhungern Kinder, und plötzlich stellt sich heraus, nur ein einziger Händler hat Getreide aus der Ukraine bestellt, auf welches er 5 Monate gewartet hat, bevor er sich für einen anderen Getreidelieferanten entschieden hat, bevor die Leute verhungern. Ich finde, man könnte das zusätzliche Getreide aus der Ukraine trotzdem annehmen, die Welternährungsorganisation könnte es solidarisch bezahlen, und tausende hungernde Afrikaner hätten etwas zu essen. Ich finde ohnehin, wir sollten wieder anfangen, friedlich miteinander zu handeln, zu teilen, zu spenden, dann hätten wir weniger Zeit und Geld für Waffen, Krieg und Leid. Wenn ich erst einmal Gott bin, muss niemand mehr Hunger leiden, denn das Gefühl schaffe ich einfach ab und ersetze es durch das simple Genussgefühl. Dann schlemmen wir, anstatt zu hungern.

Die Adria mutiert zu einem Sumpf

Können Sie sich an früher erinnern? Romantisch, einladend, sinnlich ausgestreckt, so lag die Adria an den italienischen, französischen und diversen anderen Stränden da und plätscherte mit ihrem niedrigen, sanft umschmeichelnden Wellen unsere Füsse. Meine Füsse hat sie sogar geküsst, wenn mir das Wasser bis zu den Knöcheln stand, denn ich spazierte gerne am Rand des Wellengangs den Strand in Lignano entlang. Lignano ist ein Badeort in Norditalien, aber wenn man es nostalgisch betrachtet, so ist es ein Vorort von Klagenfurt, denn wenn immer ich dort war, begegnete ich der halben Stadt. Da flieht man vor seinen Nachbarn, damit man sie zwei Wochen im Jahr nicht sieht, und dann liegen sie nebenan am Strand und buchen die Nachbarliegen. Heute wird die Adria zunehmend zum sauerstoffarmen Sumpfgebiet. Aufgrund der Klimaerwärmung erwärmt sich das Meerwasser an der Adria zu schnell. Die Franzosen erfreuen sich zwar an den hohen Wassertemperaturen, weil sie endlich in die Badewanne anstatt in ein kaltes Becken steigen, wenn sie ins Meer gehen, aber die ersten Korallen sterben ab. Wenn das Plankton fehlt, sterben die Fische, die Algen, die Meerestiere, und so entstehen giftige Dämpfe, welche Giftfische und Gifttiere anlocken, die dann die Adria besiedeln. Der Sommertourismus wäre damit Geschichte, und nur noch in der Nebensaison würden Städtetouristen nach Italien und Frankreich reisen. Die gute Luft an der Adria wäre ebenfalls in Gefahr. Ich glaube, langfristig ist dieser Zustand nicht aufzuhalten, aber er signalisiert uns, dass wir die Umwelt endlich schonen müssen und nicht mit dem Privatjet nach New-York zum Shoppen fliegen sollten.

Wann verschwindet die Ansichtskarte?

Wir liebten sie Jahrzehnte lang, die Postkarte, die Ansichtskarte, die Grüsse aus dem Urlaub. Als ich in Italien war, kam die Ansichtskarte nach meiner Rückkehr an. Als ich in Spanien war, kam sie zwei Monate nach meiner Rückkehr an. Und als ich in Salzburg eincheckte, kam die Ansichtskarte zwei Jahre nach meiner Rückkehr nach Kärnten an, weil sie den Weg dorthin nicht fand. Ursprünglich wurde die Ansichtskarte in Österreich-Ungarn erfunden, im Jahr 1869, zu Kaisers Zeiten. Innerhalb von Wien versendete man sie bis zu 8mal am Tag, damit die kleinen Nachrichten der belanglosen Kurzkonversation zügig von A nach B kamen. Die Karten waren weiss, für eine Kurznachricht war Platz genug, und erst knapp vor dem Jahr 1900 bekamen die Karten auch bunte Anstriche in Form von Landschaften, Tieren, Blumen und Naturphänomenen. Heute schreibt fast niemand mehr eine Urlaubskarte. Man sendet schnell ein Selfie, ein Welfie vom Po, oder ein Brüstli aus der Oben-Ohne-Ansicht an seine Freunde, lädt es auf Facebook, Instagram, Twitter, Xing, Reddit hoch, und alle können den schicken Busen kommentieren, nicht nur anschauen. Bitte, das ist das drohende Ende der Ansichtskarte, und mir schmerzt dieser Gedanke bereits in den müden Gliedern. Wenn ich ein Mann wäre, würde mir vor Schreck mein bestes Glied einfrieren, was wiederum gut für die Frauenwelt wäre, denn steif steht immer gut. Für die Forschung sind die restlich verbleibenden Ansichtskarten ein gefundenes Fressen, da sie Auskunft über sprachliche, ethymologische, geographische, kulturelle und gesellschaftliche Ausprägungen geben, wenn man sie transkribiert, sozusagen wie eine Blume, Blüte für Blüte zerpflückt. Die Urlaubskarte wird wohl in Zukunft ein romantisch nostalgischer Retro werden und in die Geschichte eingehen, aber für Sammler gewinnt sie einen enormen finanziellen und künstlerischen Wert.

Der Tourismus nimmt wieder Fahrt auf

Nach den Einschränkungen der Corona-Krise nimmt der Tourismus wieder Fahrt auf. Wir reisen erneut, und dies tun wir leidenschaftlich gerne, mit inkludierten Zwangspausen an den Flughäfen, wenn aus Personalmangel und Personalnot die Wartezeiten lang ausfallen. Bitte, man kann bereits am Flughafen seinen Urlaub geniessen, denn die Flughafenrestaurants bieten alles, was der Magen braucht. Und wenn ein Flug erst am nächsten Tag startet, kann man die Flughafenhotels ansteuern, denn niemand muss in der Wartehalle eines Flughafens übernachten, es sei denn, er will es freiwillig. Natürlich verfügen viele Flughäfen der Welt aktuell noch über Engpässe, können nicht alle Passagiere zur vollsten Zufriedenheit abfertigen, aber die Tourismusbranche boomt trotzdem. Die Flüge sind teurer geworden, was die Umwelt freut, der Billigpassagier muss tiefer in die Tasche greifen und erspart sich das Flughafen-Hopping, und einige Flughäfen wie der in Wien, verfügen über genügend eigenes Personal, um voll durchzustarten. Viele Billig-Airlines haben in der Corona-Krise auf ihr Personal verzichtet und suchen es jetzt händeringend. Offshore Firmen sind doch nicht immer die beste Wahl. Wenn allerdings in einigen Monaten das Chaos verflogen ist, könnten die Flughäfen wieder so glänzen, wie sie es vor der Corona-Krise getan haben. Bis dahin müssen wir uns geduldig in die Warteschleife stellen, aber irgendwann kommt jeder am Urlaubsort an. Ich habe gehört, auf Mallorca soll es derzeit schön sein, der Massentourismus, welcher sich oben ohne sonnt und im Sangria Eimer verkriecht, wird bekämpft, während der anständige Tourist gerne gesehen ist.

Wie grausam ist der spanische Stierkampf?

Die Corrida, der sogenannte spanische Stierkampf ist ein Stück Kultur, unterhaltsam fürs Fussvolk, grausam für den Stier, aufregend für den Torrero, den Stierkämpfer. Und die Arena tobt, wenn der Stier gewinnt. Früher war die Corrida ein Teil des spanischen Lebens. Sie verkörperte pure Unterhaltung, Lust und Frust, Energie und symbolische Tatenkraft, war ein gängiges Mittel gegen die Langeweile, und der Torrero war meist der gefeierte Held, auch wenn er einige Wunden davontrug. Heute ist die Corrida umstritten, denn der Tierschutz verbietet jegliche Art der Tierquälerei. Meist werden die Stiere vorab wild gemacht, müssen ein karges Leben führen, werden teilweise geschwächt, damit der Torrero überlebt, und sie leiden sowohl vor, als auch hinter den Kulissen. Dies treibt Tierschützer auf die Barrikaden. Wussten Sie, dass der Stier weder an der Muleta, dem sogenannten roten Tuch interessiert ist, noch farbenfroh ist? Stiere können kein Rot sehen, und so orientieren sie sich an den Bewegungen, welche vor ihnen stattfinden. Wenn der Stierkämpfer das rote Tuch schwingt, macht die Bewegung den Stier nervös, und er läuft los, um das Hindernis zu bekämpfen. Wenn er lange genug gelaufen ist, vor Erschöpfung zusammenbricht, oft sogar stirbt, tobt die Manege, das Publikum ist befriedigt, die Fans holen sich Autogramme, nicht unbedingt vom Stier, eher vom Torrero, und der Abend ist gerettet. Solche Stierkämpfe sollten weltweit verboten werden, auch wenn damit ein Stück Kultur verloren geht, denn Tiere sind auch nur Menschen und wollen leben. Das Tier möchte seine Ruhe haben. Heute könnten wir uns anderweitig unterhalten lassen. Wir müssen nicht unbedingt jemandem beim Sterben zusehen, wir könnten einen Mord im Fernsehen anschauen, wenn wir nachts unruhig träumen wollen.

Wie vermeidet man Badeunfälle?

Die Badeunfälle häufen sich, sobald das Wetter schöner, die Hitze praller, und die Menschen schwimmfreudiger werden. Zwar arbeiten in den Freibädern, Erlebnisoasen und an den Seen, am Meer, in den Urlaubsgebieten zahlreiche Bademeister, welche mit den nötigen Kenntnissen der Wasserrettung und dem Rettungsschwimmer vertraut sind, aber immer wieder rutscht jemand durchs Raster und ertrinkt. Dies liegt daran, dass zwei Augen nicht überall hinschauen können, wo gerade etwas passieren könnte. Kinder bis zu 3 Jahren und darunter ertrinken lautlos, da sie im Wasser in die bekannte Embryonalstellung gehen, bis sie keine Luft mehr bekommen und untergehen. Kinder ab 3 Jahren und älter ertrinken zwar mit Geschrei und Getöse, aber sie ertrinken leider auch sehr schnell. Erwachsene ertrinken oft, weil sie überhitzt ins Wasser steigen, mit vollem Magen baden gehen, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall erleiden, und wenn man dann alleine weit hinausschwimmt, wird man vom Seewasser verschluckt und taucht erst Tage später wieder auf. Gehen Sie niemals alleine ins Wasser, nehmen Sie immer jemand Zweiten mit, damit im Notfall Hilfe zur Stelle ist. Wenn Sie nicht schwimmen können, sollten Sie den See und das Meer meiden, denn dann ist das seichte, flach dahingleitende Kinderbecken gerade richtig, um schwimmen zu lernen. Schwimmflügel sind ideal, aber sie dürfen nicht platzen, und sie sollten sich nicht vom Oberarm lösen. Neulich wurde erschreckenderweise wieder eine Moorleiche aus dem Wörther-See gezogen, und man stellte fest, es handelte sich um einen älteren Mann, der einen Herzstillstand erlitt. Ältere Menschen sollten nicht mehr so weit ins tiefe Gewässer hinausschwimmen, da der Körper nicht mehr ganz zuverlässig reagiert, auch wenn man glaubt, als Veganer und durchtrainierter Mensch sei man noch jung und fit genug, um mit Teenagern mithalten zu können. Bitte, mir kann das nicht passieren, ich sitze im seichten Wasser und lecke an meinem Wassereis, damit meine Haare nicht nass werden, denn ich bin eitel und habe trotzdem meistens keinen Kamm dabei, wenn ich baden gehe.

Laila - Der Schlager kann auch sexistisch sein

Wenn wir Schnulzen und Schlager hören, denken wir an Liebe, Romantik, schöne Dinge, aber nicht an Sexualität, Erotik, das älteste Gewerbe der Welt, und das kommt daher, weil wir uns in einem Wertewandel befinden. Heute denkt und handelt man nicht mehr vorwiegend sarkastisch bis ironisch, das Comedy unter der Gürtellinie hat Sendepause, alles wird mehr oder weniger geprüft und auf sexistische Inhalte hin überprüft, und der Humor kennt Grenzen. Für unsere Jugend ist dies ideal, wenngleich auch nicht das Optimalste, denn wir verlernen, kritisch zu denken und dürfen nur noch zensiert all das konsumieren, was durch die Medien und durch die Political Correctness fliesst, nicht aber das, was durchs Raster fällt. Und so hat das Lied Laila ausgedient, denn in Deutschland soll es verboten werden. Manche Radiosender spielen es noch nachts, wenn die Seele auf erotische Abenteuer eingestellt ist, und viele Radiostationen verbieten den Song. Am Ballermann kann er uns stimulieren, in Deutschland ist es zu kalt für solcheheissen Songs, selbst bei Temperaturen um die 40 Grad. Laila ist umstritten, polarisiert, lädt zu Debatten ein, und der Song provoziert. Eine Feministin sagte, wir brauchen heute keine Sexualität mehr auszuleben, wir können selbst unseren Nachwuchs durch die technologischen Fortschritte im Reagenzglas züchten. Mir macht der Song nichts aus, ich lache darüber, singe mit, lebe meinen schlechten Ruf aus und schäme mich hinterher, wenn man mich zum Teufel jagt. Früher galt der Song -Skandal im Sperrbezirk- als anrüchig, ud die Rosis dieser Welt hatten es schwer. Heute ist Laila verdorben, und alle machen mit.

Wer wird durch den digitalen Algorithmus benachteiligt?

Seit wir im Zeitalter der Digitalisierung leben, werden Algorithmen immer besser, das maschinelle Learning übernimmt viele Gehirntätigkeiten, und die künstliche Intelligenz wird zur ultimativen Führungskraft in unserem Alltag. Und mittendrin bemerken manche Menschen, dass sie aufgrund des Algorithmus benachteiligt werden. Wenn Frauen Symptome bei Google eingeben, werden sie stiefmütterlicher behandelt als Männer. Dies liegt daran, dass vorzugsweise junge Männer zu medizinischen Studien eingeladen werden, denn sie sind risikoärmer. Und so existieren für Frauen schlichtweg weniger Daten. Die Frau wird zum Ausruhen aufs Sofa geschickt, der Mann wird zum Durchchecken zum Arzt geschickt. Auch Menschen mit dunkler oder schwarzer Hautfarbe werden benachteiligt, da sie schlichtweg nicht so gut gesehen werden. Bitte, sie können sich doch nicht ständig mit dem Händy beleuchten oder Leuchtdioden auf den Körper kleben, der Algorithmus muss besser, wertfreier, menschenfreundlicher werden. Fotokameras arbeiten mit Licht und Lichtbrechung, aber die moderne Digitalkamera könnte längst fortschrittlicher arbeiten und Black-People in ihrer Wahrnehmung berücksichtigen. Natürlich müssen wir uns in Sprache, Umgang und Toleranz um 180 Grad drehen, denn es gibt immer noch Algorithmen, die arbeiten so feindselig, dass zum Bewerbungsgespräch Männer bevorzugt eingeladen werden und die Gehaltstabellen für Frauen niedriger angesetzt sind als jene für Männer. Und Menschen mit einem akademischen Grad, einem Doktortitel werden algorithmisch bevorzugt. Das habe ich selbst einst festgestellt, als ich bei Google nach meiner Firma suchte. Eine Ärztin mit Doktortitel, welche kaum Sichtbarkeit und fast keine Internetpräsenz besitzt, rankte vor mir, und ich wurde ganz nach hinten gereiht. Ich mühte mich ab, und sie erntete meine Lorbeeren. Wahrlich, ab diesem Moment dachte ich mir, jetzt muss etwas passieren, damit der Algorithmus besser arbeitet, denn man kann ja nicht einfach Menschen in Klassen einteilen und manche besser, andere schlechter bewerten, nur weil sie keinen Doktortitel besitzen. Ich glaube, ich bin seelisch so weit fortgeschritten, dass ich sogar das Gendern zu lieben lerne.

Wie wird man eine Amazone?

Historisch gesehen sind Amazonen gewisse Völkergruppen, bei denen auch Frauen in den Krieg zogen. Sie waren eher männlich dominant, konnten mit Armbrust, Pfeil und Bogen gut umgehen, waren reinste Naturschönheiten und genossen hohes Ansehen. Der Begriff stammt aus der griechischen und aus der römischen Kultur, wobei die römische Amazone eher einer Herrscherin, einer Königin, einer Kaiserin gleichkam, und die griechische Amazone tatsächlich das Schlachtfeld durchquerte. Man bezeichnete Amazonen früher als brotlose Wesen, oder gar als brustlose Frauen, weil man ihnen als Kind die rechte Brust abschnitt, damit die Armbrust gut am Körper geführt werden konnte. In zahlreichen Sagen und Mythen wurde die schöne, sinnliche Amazone jedoch mit zwei funktionierenden Brüsten dargestellt und genoss ein direkt erotisches Dasein. Heute wird eine Frau als Amazone bezeichnet, wenn sie einen soliden, robusten, stark gebauten Körperbau besitzt, eher männlich geprägt ist und als Kriegerin in die Schlacht ziehen würde. Bitte, die heutigen Amazonen sind schöne, gross gebaute Frauen, deren Weiblichkeit nicht unbedingt optisch strahlt, denn sie meiden die rosa-pinken Outfits und stylen sich lieber im schlammigen Military-Look. Im grünen Wald fällt ein grünes Outfit nicht auf, ein pinkes leuchtet jedoch wie ein Papagei. Wenn ich mir anschaue, wie fatal wir heute denken, wenn wir Waffen und Aufrüstung bevorzugen, um uns notfalls zu wehren, wie wir die Noblesse des Verhandlungsgeschicks in den Hintergrund drängen, wie wir uns dem Krieg zuneigen und denken, dass dadurch Frieden eintreten kann, so bin ich der Überzeugung, wir brauchen Amazonen. Die moderne, emanzipierte Frau ist ein symbolischer Mann, steht ihren Mann, zieht in den Krieg und verteidigt ihr Land. Der Mann bleibt zu Hause und hütet die Kinder. Nur Alice Schwarzer ist klug genug, um zu sagen, dass Waffen keinen Krieg beenden, sondern ihn nur ausweiten, denn der Krieg ist vorbei, wenn man die Waffen niederlegt. Ich bin ein Fan von Alice Schwarzer, befürworte ihre Logik, und wenn ich eine Amazone wäre, würde ich mir ein pinkes Outfit anziehen und shoppen gehen, weil ich im Kleid eher als Königin tauge als im Schlachtfeld-Look. Natürlich muss man sich verteidigen, aber bisher war ich immer der Meinung, das bekommt man mit netten Worten und liebevollen Gesten hin. Bitte rügen Sie mich, falls ich mich irre, aber bis jetzt scheuten wir die Waffen. Ob es wirklich Sinn macht, eine militärische Amazone zu werden, welche für den Krieg lebt und sich als Kriegerin feiern lässt, bezweifle ich, aber leider geht ein erschreckender Trend genau in diese Richtung. Ich glaube, ich lege mich hin und schlafe so lange, bis wieder Friedenszeiten nahen.

Der Papierflieger Tag

Am 26. Mai feiern wir, besonders in den USA, den nationalen und hoffentlich auch bald internationalen Tag des Papierfliegers. Und am 26. Mai 2022 fielen der Tag des Papierfliegers und Christi Himmelfahrt zusammen auf den selben Tag. Beides hat mit Himmel zu tun, ist sozusagen ein Heiligtum, das man feiern muss. Man lässt am Papierflieger-Tag Papierflugzeuge steigen, die man vorab gebastelt hat, und man gedenkt an die Luftfahrt, die wesentlich dazu beigetragen hat, dass wir heute so schnell unterwegs sind. Papierflieger sind harmlos, echte Flugzeuge schmutzen, verbrauchen viel Kerosin, können abstürzen, und für den achtsam lebenden, nachhaltig bewussten Naturfan sind sie das reinste Gift. Trotzdem befürworte ich als eingefleischter Naturfan die Luftfahrt, aber ich bin gegen den Massenflugtourismus, gegen die Billigflieger, die uns dazu animieren, täglich einen anderen Flughafen anzusteuern und ein Selfie auf Instagram zu posten. Hoffentlich erschlagen mich jetzt die Flughafen-Hopper nicht. Einen Papierflieger kann man überall deponieren, mit Werbung, einem netten Schriftzug, einer guten Botschaft beschriften, und so kann man der Welt zeigen, dass man sie liebt. Paare können sich gegenseitig mit ihren selbst gebastelten Papierfliegern ihre Liebe zeigen, und wenn man das Papierflugzeug stabil genug baut, kann man es als Ablage-Accessoire für kleine Dinge verwenden.

In Österreich versickern die Energie-Gutscheine im Nirvana

Als Energie, Strom und Gas immer teurer wurden, beschloss man, hierfür Gutscheine auszugeben, welche das Problem zumindest optisch, an der brillanten Oberfläche lösen sollten. Die Österreicher lieben Gutscheine, und die Regierung hatte keine Zeit, um noch einen Arbeitskreis zu gründen, und so baute man ein teures Gutscheinsystem auf. Die Gutscheine selber kosteten in ihrer Anschaffung, Auslieferung und Produktion ca. 30 Millionen Euro, die Energieanbieter bekommen ca. 7 Millionen Euro, und die Erstellung einer Website, welche zum Einlösen der Gutscheine gebaut wurde, kostet ca. eine halbe Million Euro, wobei sie leider nicht zuverlässig, fehlerfrei arbeitet. Die Gutscheine können in vielen Fällen nicht pünktlich eingelöst werden, aber wenn man sich ein Brieflos kauft, zieht man doch auch in den meisten Fällen eine Niete, also kein Grund zur Panik. Die Österreicher leben nach einem gelungenen Leitsatz, welcher lautet: Das wird schon irgendwie klappen, das kriegen wir schon irgendwie hin. Die Österreicher lieben Arbeitskreise, und wenn der Österreicher nicht mehr weiter weiss, dann bildet er einen Arbeitskreis. So ein Arbeitskreis wird beispielsweise gebildet, um zu analysieren, woher die hohe Inflation kommt, und wie man gegensteuern könnte. Und solche Diskussionen und Auswertungen dauern oft Monate bis Jahre. Natürlich weiss jeder Österreicher sofort, dass alles teurer geworden ist, und die alleinerziehende Mutter schaut am Monatsende oft in eine gähnende Leere, wenn sie ihre Brieftasche öffnet, aber die Regierung hat grössere Probleme zu lösen. Man muss nämlich am laufenden Band die Regierungsmitglieder, die Minister neu einschulen, ersetzen und angeloben, weil die alten ausgetauscht werden. Die Türe in der Hofburg, wo die Angelobungen stattfinden, müsste zur Drehtüre umfunktioniert werden, dann würde es schneller voran gehen. Ob dies wohl jemand versteht, dessen Gehalt mit der hohen Inflation nicht mithalten kann, und dessen Geldbörse eine chronische Unterversorgung erleidet? Laut einer Umfrage gibt es tatsächlich immer noch genügend Österreicher, die sehen kein Problem in der Teuerung, in der Inflation, in der Energieversorgung, denn sie haben am Monatsende immer noch genug Geld, um in den Urlaub zu fliegen. Frieren für den Frieden und hungern fürs Klima, dieser Leitsatz prägt uns alle. Wenn wir jedoch im Winter mit Schnupfen und Grippe, mit knurrendem Magen zu Hause sitzen, ruft den Slogan niemand mehr, ohne mit den Zähnen zitternd zu fletschen. Bitte, da hilft nur eins, man muss eine Wohndecke verwenden, die drei Löcher besitzt, eines für den Kopf, und zwei für die Arme links und rechts. Das Energieproblem könnte man lösen, indem man einen Preisdeckel drauflegt, welcher dafür sorgt, dass für den Normalverbraucher der Strompreis nicht explodiert. Und man könnte die Steuern senken, oder ganz aussetzen, welche die Energiekosten nach oben treiben. Derzeit achtet man jedoch peinlichst genau darauf, ob sämtliche Steuern hoch genug sind, denn das freut den Staat. Bitte, mich stört es nicht, ich bleibe zu Hause, mache meine Nulldiät, damit ich schnell zu meiner Traumfigur gelange, sitze im Dunkeln und nutze nur noch meinen Atem, um mich zu wärmen. Ich bin hart im Nehmen. Und wenn man mich aus Österreich verbannen sollte, werde ich womöglich Reichsbürger und warte, bis man mich manuell aus dem Staat hinausträgt. Wenn ich über die drohende Preisexplosion nachdenke, welche viele Bürger in die Enge trreiben könnte, für psychische Erkrankungen, Hunger und Leid sorgt, dann bin ich nicht mehr hart im Nehmen, dann nehme ich meine Angel und meine Füsse in die Hand, und gehe nach Kanada zum Lachsfischen, damit ich etwas zu Essen habe.


Elisabeth Putz

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