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Flirt Ratgeber - Wie flirtet man erfolgreich?

Eine rote Rose zum FlirtenDer Ratgeber Flirten - Tipps rund um die Liebe. Das Flirten funktioniert nicht nur als Single, auch in der Partnerschaft ist Sinnlichkeit möglich. In einer Beziehung sind drei Dinge wichtig, die Bewunderung, die Liebe und die gemeinsamen Lebensziele. Wer seinen Partner achtet, geht automatisch liebevoll mit ihm um. Und kleine Geschenke, Kuscheleinheiten und gemeinsame Stunden erhöhen die Harmonie in der Beziehung, da man hierbei das Liebeshormon Oxytocin ausschüttet, welches für ein gutes Gefühl sorgt. Flirten beginnt bereits in den ersten 7 Sekunden, wenn man jemanden gut findet. Bei einem Date zählt der erste Eindruck, die Optik, das Auftreten und das gute Gespräch. Beim Flirten sind die Körpersprache und die Lockerheit wichtig, denn nur mit einem Lächeln, mit dem verführerischen Augenaufschlag, mit einer offenen Körperhaltung und mit Humor flirtet man erfolgreich.

Der Kuschelkurs im Kuschel-Cafe

In Japan sind die sogenannten Kuschel-Cafes gross in Mode, aber die Japaner lieben ohnehin das Ausgefallene, Exotische, selbst wenn die japanische Frau sittsam und in der Liebe meist unerfahren scheint. Viele Japaner haben bis ins junge Erwachsenenalter keinerlei Beziehung, Partnerschaft, Flirt oder sexuelle Erfahrung gesammelt, sodass sie vollkommen unerfahren in die Ehe eintreten und damit oft ganze Türen eintreten. In den Kuschel-Cafes kann man sich gegenseitig streicheln, liebkosen, berühren, miteinander flirten, sich kennenlernen, das jeweils andere Geschlecht ertasten, an Erfahrung reicher werden, oder man entdeckt die gleichgeschlechtliche Liebe für sich und weiss, dass man sich dorthin orientieren könnte. Zahlreiche Japaner, unter anderem auch Japanerinnen pflegen eine innige Beziehung zu einer Sexpuppe, einer Frau oder einem Mann aus Silikon, weil ein Partner aus Fleisch und Blut oft unerreichbar scheint. Das Kuschel-Cafe möchte die menschlichen Hürden beim gegenseitigen Kennenlernen lindern und Paare zusammenbringen, die Familien gründen, bevor die japanische Bevölkerung ausstirbt. Sicher, die asiatische Bevölkerung ist in der Mehrzahl, wenn man sich den Erdball statistisch gesehen anschaut, aber wenn eine Bevölkerung über einen längeren Zeitraum keinen Nachwuchs mehr zeugt, stirbt sie aus, und diese Milchmädchenrechnung geht ausnahmsweise auf, auch wenn ich nicht rechnen kann. Die Japaner lieben ihre Kuschel-Cafes, während die Japanerinnen immer noch lieber das zweisame Gespräch mit einem guten Psychotherapeuten, einer soliden Sexualtherapeutin suchen, um erfahrener in der Liebe, lockerer im Umgang mit einem Flirt, und flexibler in der Familienplanung zu werden. Bei uns besucht man Kuschelseminare, um zu entspannen und seine Sinne zu betören, und in Japan besucht man ein Kuschel-Cafe, um Tee zu trinken und seine Sexualität kennenzulernen. Während man bei uns seinen Kuschelpartner nicht unbedingt ein zweites oder drittes Mal wiedersehen will, lechzt man in Japan danach, die Frau fürs Leben im Kuschel-Cafe zu finden und ist dankbar für jedes Date, welches sich wiederholt. Bitte, andere Länder, unterschiedliche Sitten, exotische Bräuche, in der Liebe und im Lotto ist alles möglich.

Sind russische Männer brutal zu ihren Frauen?

In Russland ist die Liebe in der Ehe zu Hause, denn das russische, politisch motivierte System stellt die Familie, so wie sie traditionell geführt wird, in den Mittelpunkt des Liebeslebens. Und so streben zahlreiche junge Frauen danach, einen guten Ehemann zu finden, um ein angenehmes Leben zu führen. Die Realität sieht leider oft anders aus. Sobald Kinder geboren werden, geht ein Grossteil der russischen Ehemänner fremd, während die russische Frau brav zu Hause bleibt und den Nachwuchs versorgt. Wenn dann der Ehemann nach Hause kommt, schlägt er seine Frau unter ungünstigen Umständen, womöglich deshalb, weil er darin eine gewisse erweiterte Entspannung findet. Und weil die russische Regierung eher männlich dominiert regiert, hat man sich darauf geeinigt, dass häusliche Gewalt einen Kavaliersakt darstellt und lediglich mit einem Bußgeld aus der gemeinschaftlichen Haushaltskasse zu bestrafen ist. Häusliche Gewalt tritt in Russland erst dann auf, wenn die Frau krankenhausreif geschlagen wird. Viele russische Frauen sind deshalb geschieden, verarmt, alleinerziehend, finden sich in Selbsthilfegruppen zusammen und leben auf sehr kleinem Fuss. Ein russisches Sprichwort sagt: Wenn du deine Frau schlägst, dann liebst du sie. Und ich sage: Wenn du deine Frau schlägst, bist du dumm, denn sie wird dir nie wieder ihre freiwillige Liebe geben. Als ich meine Recherchearbeit zu diesem heiklen Thema abgeschlossen hatte, heulte ich, weil die Qualen der zahlreichen geschlagenen und erdrückten Frauen irgendwo aus mir herausfliessen musste, in Form von Tränen, die mir über die Wangen kullerten. Ich sass lange am Schrreibtisch, meine Taschentücher waren feucht, und ich dachte daran, wie viele Frauen in unserer unmittelbaren Umgebung wohl geschlagen werden. Ich bin gegen Gewalt jeglicher Art, körperlich, seelisch und geistig, und so hoffe ich, es möge irgendwann, eines schönen Tages der Weltfrieden eintreten. Liebe Frauen, Liebe hat mit Schlägen, psychischer oder körperlicher Gewalt nichts zu tun, und selbst die gerne benutzte Floskel der Züchtigung hat im Liebesleben nichts verloren. Es gibt Frauenhäuser, den weissen Ring, Anwälte, den hoffentlich funktionierenden Rechtsstaat, wenn man Opfer häuslicher Gewalt wird, und bei uns gibt es Hoffnung für alle Frauen, denn wir leben Gott sei Dank bis auf Weiteres in einem Sozialstaat, welcher nicht nach Geschlecht, Nationalität und Dominanz unterscheidet, sondern nur danach, wer Hilfe braucht. Scheuen Sie sich nicht, Hilfe zu holen, es wird Ihr Leben bereichern und Sie vor einer Art Hörigkeit bewahren. Dass man hörig werden kann, vermochte ich nie zu begreifen, bis ich mich in einen exotisch dominanten Mann verliebte, der mich zuerst mit seinem Charme und seiner Experimentierfreude im sexuellen Bereich umgarnte, bis er entschied, mich züchtigen zu müssen, weil seine Eifersucht keine sichtbaren Grenzen kannte. Bitte, dieser Mann traf einen sensiblen Nerv bei mir, denn meine Sexualität lebe ich experimentell aus, also nicht so ganz von dieser Welt, und meine Würde ist mir heilig, auch nicht ganz von dieser Welt, also genoss ich anfangs unsere Zweisamkeit in allen horizontalen Varianten und trennte mich von ihm, als ich bemerkte, wie hörig ich ihm geworden war. Ein ganzes Jahr hindurch stellte ich mir eine billige Atrappe als Alarmanlage vor meine Haustüre, bis ich auszog und weiterzog. Damals war ich wie ein Nomadenstamm, ständig unterwegs, aber wenn mir heute noch einmal so etwas Ähnliches passieren würde, müsste ich mich anders wehren, denn ich bin sesshaft geworden.

Was bringt Pepp in die Fernbeziehung?

Wer eine Fernbeziehung führt, ist oft arm dran, wenn er zu Hause sitzt, alleine mit sich selbst, an sich selber herumspielt, der geliebte Partner meilenweit entfernt lebt und man sich erst am Wochenende wiedersieht. Ich führte einst mit meinem verflossenen Lebenspartner so eine Fernbeziehung, und das Telefon war unser bester Freund, quasi ein fester Bestandteil unserer Partnerschaft. Bitte, schlimmer wäre es gewesen, wenn die Schwiegermutter so ein fest gefahrener Bestandteil gewesen wäre, denn meine eigene Mutter ist schon mehr als gewöhnungsbedürftig. Wer mich kennt, weiss warum. Auf jeden Fall sind Fernbeziehungen nichts für Fremdgänger, für schwache Nerven, für Stubenhocker, und für Menschen, die Stabilität im Leben brauchen. Ich sehnte mich damals während der Woche nach meinem Partner, am Wochenende trafen wir uns, ich verlängerte fast alle meine Wochenenden und kam erst mitten in der Woche zur Schule, nur in Spanien waren wir längere Wegstrecken unseres gemeinsamen lebensweges zusammen, da wir beide Spanien liebten. Noch heute sehne ich mich manchmal nach den frisch geernteten Orangen zurück, die mir nicht nur schmeckten, sondern mich auch befriedigten. Übrigens, wenn wir schon über Befriedigung sprechen, es gibt ferngesteuerte Sexspielzeuge, die man in einer Fernbeziehung locker einsetzen kann, um dem Alltag zu entkommen. Hierzu benötigt man ein Smartphone, eine passende App, den dementsprechenden Dildo und den dazugehörenden Masturbator. Jeder Partner sitzt zu Hause und steuert die sexuellen Hochgefühle des jeweils anderen Partners, so lange, bis die Explosion, der orgastische Höhepunkt aufkeimt. Man kann die Erotikspielzeuge langsam, mittelprächtig oder schnell steuern, intensiv oder sanft, locker oder fest, hart oder steichelweich. Wenn man am Tablet sitzt und per Bild-Chat, per Video miteinander verbunden ist, kann man sich gegenseitig beim Liebesspiel beobachten. Bitte, der schöne Duft des Partners, welcher sich aus den individuellen Pheromonen heraus entwickelt, der fehlt, aber ansonsten ist so ein Ding praktisch bis sinnlich, denn es steigert die Lust, den Partner sehen zu wollen. Bitte, ich brauche so etwas nicht, ich putze zu Hause mein Sofa, lege mich hin, warte auf einen Handwerker und hoffe, mein Partner möge nicht früher als geplant nach Hause kommen. Nein, natürlich nicht, ich sitze am schmutzigen Sofa, weil ich staubsaugen hasse, warte auf meinen Partner und sauge ihn aus, während ich vom Handwerker träume.

Wie wichtig ist sexuelle Aufklärung?

Aufklärung im Bereich Sexualität, Liebe und Beziehung ist wichtig für Jugendliche, damit sie einen gesunden Zugang zu ihrer eigenen Intimität finden und nicht in die gefährliche Welt der Pornographie abstürzen. Bereits Kleinkinder ab dem 4. 5. oder 6. Lebensjahr beginnen, nach Themen im sexuellen Bereich zu fragen, weil sie wissen möchten, mit welchen Unterschieden Jungs und Mädchen bestückt sind. In der Pflichtschule lehrt man sehr wenig im Bereich Sexualkunde, da dieses Thema allgemein gesehen lieber ein Tabu darstellt und unbemerkt, quasi stiefmütterlich in den Biologieunterricht integriert wird. Bitte, da weiss man zwar, wie sich die Bienen vermehren, aber die eigene Intimität bleibt geheim. Manche Schulen holen sich externe Sexualtherapeuten in den Unterricht, und manche nehmen an einem Aufklärungstag oder einer Aufklärungsreise teil, denn hier werden die Dinge wirklich plastisch, direkt zum Anfassen angesprochen. Viele Jugendliche klären sich gegenseitig oder zumindest selber auf, konsumieren Sexfilme, lesen Jugendzeitschriften, schauen sich Aufklärungsfilme an und wissen mehr als jeder Erwachsene. Im Grunde ist die sexuelle Aufklärung eine Pflicht der Eltern oder zumindest der Schule, damit man vorsichtig ist, sich nicht leichtfertig verführen lässt, Kondome und Verhütungsmittel verwendet, nicht zu jung schwanger wird, einfach auf seinen eigenen Körper achtet. Meine Eltern klärten mich nicht auf. Sie suchten in meinem Zimmer meine konsumierten BRAVO Hefte, schlugen konsequent die Dr. Sommer Seite auf, stapelten die Zeitschriften auf meinem Bett und meinten: Kind, du bist eh aufgeklärt, pass auf, dass man dir kein Kind andreht. Bitte, ich bin eine Frau, ich weiss, dass das Kind von mir sein muss, wenn ich es in mir trage, dachte ich, schämte mich gleichzeitig für die Schmutzseiten in der BRAVO und räumte die Heftchen dezent unters Bett. Nachts lag ich gut drauf, während ich von eventuellen ersten sexuellen Erlebnissen träumte, denn mit meinen damaligen 13Jahren kannte ich bloss den Zungenkuss, den ich im Urlaub mit einem Italiener ausprobierte. Wahrlich, ich bin ein Frühsünder..

Wie findet der Neurotiker einen Partner?

Ein Neurotiker ist ein schwieriger, komplizierter Mensch, der überaus ängstlich ist, das Misstrauen in sich trägt, starken Stimmungsschwankungen unterliegt, und er ist ein Mensch, der nahezu beziehungsunfähig ist, wenn man einigen Psychologen Glauben schenken kann. Einige Singlebörsen, welche vorab ein psychologisches Profil ihrer Nutzer erstellen, schliessen den Neurotiker von vorne herein aus. Er muss dann zwar nichts bezahlen, bekommt jedoch auch keine Mitgliedschaft, denn dann heisst es: Für Sie haben wir leider keinen passenden Partner. Singlebörsen sind wirtschaftlich orientierte Unternehmen und wollen, das ihre Mitglieder zufrieden sind. Dies setzt voraus, dass man gute Partnerschaften knüpft, in tollen, unkomplizierten Beziehungen lebt, die Singlebörse weiterempfehlen kann und eine gute Zeit darin verlebt. Wenn man auf neurotische Menschen stösst, bekommt die gesamte Singlebörse einen negativen Touch. Dann sagen die ehemaligen Mitglieder, da braucht man sich nicht anzumelden, da tummeln sich nur kranke Leute. Für den Neurotiker sind dies schlechte Nachrichten, die ihm wiederum Angst bereiten, ihn traurig und depressiv stimmen, was eigentlich menschlich gesehen kontraproduktiv ist. Bitte, hat irgendjemand gesagt, die Welt sei lieb? Die Welt kann grausam sein, und dies spüren Neurotiker täglich, denn im Alltag kann man nicht normal mit ihnen leben. Sie haben Phobien, beispielsweise eine Spinnenphobie. Naja, dann fallen tausende Frauen, einschliesslich mir, in dieses Schema, denn Frauen haben in der Regel Angst vor Spinnen, das ist Pflicht. Der Neurotiker fürchtet sich jedoch vor Alltagssituationen, vor anderen Menschen, vor Überraschungen, und er lästert, schimpft, diskutiert elendslange, sammelt viele Leute um sich herum, denen er sein Leid klagen darf, und er scheitert oft an Kleinigkeiten, weil er einen Elefanten daraus macht. Oh, ich liebe Elefanten, sie sind so unkompliziert schwerfällig und zertrampeln jeden Porzellanladen. Wenn man sich entscheidet, mit einem Neurotiker zusammenzuleben, muss man den Alltag für ihn grösstenteils übernehmen. Man lebt sozusagen für zwei Menschen, tröstet seinen Partner täglich, beruhigt ihn, schlichtet Streit, geht vielen Situationen aus dem Weg, ach, man bleibt am besten zu Hause. Solche Beziehungen sind meist nicht für die Ewigkeit gemacht worden, aber was dauert schon ewig? Manche Neurotiker sagen, sie sind häuslich, sensibel, emotional geprägt, lieben ihren Heimatort und gehen von dort nie weg. Im Grunde leiden viele dieser Leute unter neurotischem Verhalten und igeln sich aus Angst und Situationsfurcht ein. Aber sie fühlen sich einsam, das haben alle Neurotiker gemeinsam. Eine Neurose kann man bis zu einem bestimmten Grad auskurieren, durch Hypnose beispielsweise. Bitte, es gibt Neurotiker, die sagen, sie finden keinen Hypnotiseur, keinen Psychotherapeuten. Dies liegt daran, dass sie mit niemandem klarkommen, der keine Probleme kennt, die er nicht selbstbewusst lösen kann. Der Neurotiker kann nämlich am besten mit Menschen umgehen, die ebenfalls labil sind und selbst Hilfe brauchen. Es ist ein Teufelskreis, aber selbst der ängstlichste, stimmungsgeladenste Neurotiker könnte einen passenden Partner finden, denn die Liebe lebt aus ihrem euphorischen Gefühl heraus, und nicht unbedingt aus alltagstauglichen Situationen. Übrigens sind Neurotiker nicht so schlimm wie Psychotiker, denn die Neurose ist real, ist dem jeweiligen Menschen bekannt und bewusst, und die Psychose besteht aus Wahnvorstellungen, welche irreal sind und dem jeweiligen Menschen nicht bewusst sind. Schon deshalb sind für mich die Neurotiker liebenswerte Leute, die ihren Deckel finden, denn jeder Kopf findet die passende Haube.

Keuschheit - Ein No Go oder ein Must Have

Keuschheit ist für viele Menschen erstrebenswert, vor allem in den religiös geprägten Staaten der USA. Die Amishen leben ihre Keuschheit in vollen Zügen aus, und wehe, es schert jemand aus diesem uralt geprägten, kirchlich dominanten Modell aus, aber dann ist was los bei den Amishen. Die traditionelle amerikanische Frau, beispielsweise in Texas, in den Kirchengemeinden dieser Welt, achtet peinlichst genau darauf, wen sie heiratet, und vorher bleibt sie keusch. Kein Sex vor der Ehe, das ist der jungen, traditionsbewussten amerikanischen Frau heilig. Bei uns kommt dieser Trend erst langsam ins Rollen, aber immer mehr Teenager sparen sich für den Richtigen auf. Dies hat Vor- und Nachteile. Wer Glück hat, darf nach der Ehe ein ausgeglichenes, erfülltes Sexleben geniessen, und wer Pech hat, kauft die Katze im Sack und weiss nicht, was er mit seinem geschenkten Partner in sexueller Hinsicht anfangen soll. Aufgeschlossene, selbstbewusste Menschen stehen zu ihrer Sexualität, sie akzeptieren, lieben und begehren den eigenen Körper, und sie probieren durch Selbstbefriedigung alles aus, was sie beglücken könnte. Sie suchen sich einen Partner, bei welchem die Chemie stimmt, und dann heiraten sie im Idealfall, oder sie leben in wilder Ehe zusammen. Meiner Meinung nach ist das Modell der Keuschheit eines, welches wir lieber im Mittelalter verschwinden lassen könnten, denn es diskriminiert die Wünsche, Begierden und freien Lebensmodelle der modernen Gesellschaft. Die Frau wird in die Rolle der Ehefrau gedrängt, das Keuschheitsgelübte wird abgelegt, und so muss man zwingend heiraten, sonst hat man kein Sexualleben. Sex ist gesund, fördert das Immunsystem und ist eines der natürlichsten Dinge der Welt. Die Kirchen haben es jedoch zum Teufel geschickt, und einige Kritiker sagen, dies hätte man gemacht, um die Frau zu unterdrücken, denn nur bei ihr kann festgestellt werden, ob sie noch Jungfrau ist oder nicht. Keuschheit ist sozusagen ein Ding oder Unding mit zwei Seiten, man kann sie positiv oder negativ betrachten. Falls jedoch die Keuschheit wieder Pflicht werden sollte, steige ich aus und werde zum Weltflüchtling, denn ich befürworte sie nicht. Jede junge Frau sollte selbst entscheiden dürfen, ob sie sich für Mr. Right aufspart, oder ob sie sich vor der Ehe ausprobiert. In den USA könnte dieses Thema jedoch wieder relevant werden, da hier auch die Abtreibung in vielen Bundesstaaten wieder verboten ist, was von den Republikanern gerne gesehen ist, denn man verschwindet zunehmend wieder in die Gepflogenheiten der uralten Zeit zurück.

Wie führt man eine offene Beziehung?

Es gibt sie, die offenherzigen Menschen, die ein überdimensional grosses, fast schon grosszügiges Herz besitzen, in welchem mehrere Partner gleichzeitig Platz finden. Und genau diese Menschen führen gerne eine offene Beziehung, sind polyamorös, geniessen ihr Leben in Freundschaft Plus und denken sich nichts dabei, wenn der Partner sich ebenfalls amüsiert. Ganz im Gegenteil, es gibt Paare, die sehen sich gegenseitig zu, wenn der jeweils andere Partner mit jemandem sexuell aktiv ist, und dies könnte unter günstigen Umständen sogar erregend wirken, aber man muss es wollen. Eifersucht ist hier fehl am Platz, denn sie zerstört jeden magischen, sinnlich angehauchten, erotisch dominierenden Moment. Für viele Paare in einer Langzeitbeziehung kommt eine offene Beziehung schon deshalb in Frage, weil sie damit stressfreier leben, sich gegenseitig alles sagen können, nicht fremdgehen müssen, keinen Seitensprung und keine schmutzige Affäre geheim halten müssen, und wenn man diese heikle Angelegenheit von dieser Seite aus betrachtet, könnte man glauben, das sei das Paradies. Wenn die doofe Eifersucht nicht wäre, würde man in offenen Beziehungen den Himmel auf Erden ausleben. Ich bin beispielsweise ein Typ, der sich gerne in eifersüchtigen Händen wälzt, im Bett, auf dem Perserteppich, im Gras, Hauptsache der Mann stellt Ansprüche in meine Richtung hin und verteidigt sein Revier. Bitte, was will man von einer altmodisch geprägten Frau wie mir erwarten, die hofiert werden will, den Minnesang in ihr Leben integriert hat und früher sämtliche unerreichbare Personen mit Rang und Titel angehimmelt hat, den Arzt im Dienst, den Doktor im Namensschild, den Professor im Gymnasium, den Kaiser von China. So wie ich, denken viele Frauen, denn es sind vorwiegend die Männer, die eine offene Beziehung lieben und ihre Frauen dazu überreden. Wenn die Sache nicht von beiden Patnern gleichermassen ausgeht, leidet immer einer darunter. Und selbst wenn die Sache über Monate oder Jahre hindurch gutgeht, einer verliebt sich bestimmt eines schönen Tages, und schon ist der Rosenkrieg am dampfen. Ich habe eine Frau getroffen, die speiste ihren Mann und dessen offizielle Geliebte mit Rizinusöl ab, die beiden mussten mitten im Liebesspiel dringend aufs Klo, und die weissen Autositze konnten rundum saniert werden. Ach, das gesamte Auto war im Arsch, halt kaputt. Ich könnte schwören, das Paar hat sich getrennt und die Geliebte geht auch ihre eigenen Wege, denn mit Naturkaviar kann wirklich fast niemand etwas anfangen. Ob eine offene Beziehung langfristig funktioniert, bezweifle ich. Wenn erst einmal Kinder das Beziehungsglück komplettieren, sollte man sich schon für seine traute Zweisamkeit entscheiden, da ein Kind Vater und Mutter, oder zwei Väter, oder zwei Mütter braucht, aber keinerlei Dritte, welche die Eltern sexuell stimulieren. Im Grunde sind die normalen Beziehungen das Ideale, denn man entscheidet sich für immer, oder zumindest für einen längeren Zeitraum für einen Menschen, den man seelentief liebt, und das ist wie ein kleines Wunder in unserer schnelllebigen Welt. Übrigens sind es einerseits die jüngeren Paare, welche sich eine offene Beziehung gönnen, bis sie feststellen, dass eine Familie besser ist. Und es sind die älteren Paare, die bereits ein intensiv längeres Stück des Lebens miteinander verbracht haben und plötzlich einen zweiten Frühling inmitten eines nahenden Lebenswinters erleben möchten, aber füreinander keinerlei sexuelle Anziehungskraft mehr verspüren. Oft kann man auch durch fremde Partner wieder zueinander fünden, was auch nicht schlecht ist.


Elisabeth Putz

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