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Was ist Erotik?

ErotikErotik ist Begehren auf hohem und niedrigem Niveau, von den Haarspitzen bis in die Zehenspitzen hinein. Süsse Lippen, ein voller Kussmund, ein verführerischer Blick, schöne Hände und Füsse, ein praller Po, schöne Brüste, eine erotische Stimme, die nicht klingt, als würde ein Kleinlaster eine Katze überfahren, die sexy Dessous, welche sich an den heissen Körper schmiegen, all das finden wir mehr oder weniger erotisch, und wir spielen mit unseren Reizen, um andere Leute zu betören.

Die Erotik ist ästhetisch und schmutzig zugleich, und Erotisch ist alles, was uns antörnt, uns geil macht und unsere Körpertemperatur ansteigen lässt, wenn wir daran denken. Optische Reize sind erotisierend fürs Auge, akustische Reize verwöhnen das Ohr, und mit unserem Tastsinn erklimmen wir alles Erotische, was sich anfassen lässt.

Erotik ist umschlungen vom Reiz des Verbotenen, solange man es nicht auf der lockeren Zunge trägt, denn die Zunge könnte man für weit wesentlichere Dinge einsetzen, beispielsweise fürs Küssen. Wussten Sie, dass man beim innigen Zungenkuss sogar abnimmt, weil der Körper viele Kalorien verbraucht?

Erotik ist Ausstrahlung, das Wesen eines Menschen, das Sexappeal, die Attraktivität, die Körperhaltung samt Mimik, Gestik und Ausdrucksstärke. Erotisch ist alles, was dem Gegenüber und auch dem ausstrahlenden Individuum gefällt, und das reicht von vollen, dunkelrot geschminkten Schlauchlippen bis hin zu überlangen, kratzfesten Fingernägeln, genauso scharf in dunkelrot gehalten. Rot ist übrigens die erotischste Farbe, welche nach pink und rosa ins Auge sticht und quasi gefährlich wird, wenn ein Mann sich in der unmittelbaren Nähe dieser prall gefüllten Farbpracht befindet. Wahrlich, die Erotik ist das wichtigste Instrument, welches Menschen aneinanderkettet, zusammenschweisst und zu lieben Liebenden macht.

Erotik ist die kunstvolle Ausschöpfung des Körpers, die pure Lust, die innige Leidenschaft, die optische Verschmelzung zweier sich liebender Körper, die sinnliche Ausstrahlung, die nackte Attraktivität. Geist und Körper verschmelzen miteinander, die Körpersäfte werden ausgetauscht, Ego und Seele werden gleichermassen befriedigt, wenn Liebe und Sex miteinander verschmelzen, und wenn die Smokey Eyes im richtigen Moment mit den Wimpern klimpern, ist der Mann vollends verloren.

In der Kunst stellte man die Erotik schamlos zur Schau, und sogar die alten Griechen, die alten Römer, und die Religion des Hinduismus, Buddhismus, Shint und Daoismus wehrte sich nicht gegen erotische Darstellungen. Heute findet man die Erotik vorwiegend im Internet wieder, wenn man sich den zahlreichen Pornoportalen hingibt, wobei hier nicht nur die ethische Sinnlichkeit, sondern auch der moralische Verfall gezeigt werden. Geilheit ist ein Urinstinkt, der keine Grenzen kennt. Und so finden wir heute immer noch überzogene Darstellungen erotischer Szenen und Akte, sowohl online, als auch offline. Im kunsthistorischen Museum in Wien kann man sich nackte Büsten ansehen, die vor Sinnlichkeit strotzen und uns die Schamesröte ins Gesicht zaubern.

In der Philosophie des französischen Stils pflegte man in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine Art übertriebene, direkt übersteigerte Erotik, den sogenannten Erotismus, französisch Erotisme, oder auch Erotizismus genannt. Man legte Wert auf die kunstvolle Ausbreitung des Erotischen, auf die philosophische Deutung des Sinnlichen, und auf die kulturelle Freiheit des Körpers.

Das Wort Erotik entstammt dem mythischen Wort Eros, Liebesgott, und bedeutet Sinnlichkeit, die Anziehung zweier oder mehrerer Menschen aufgrund von Ausstrahlung, sexueller Energie und Charisma. Ursprünglich stammte das Wort aus dem Griechischen, Erotikos. Das Wort Erotisch wurde im 18. Jahrhundert aus dem Französischen übernommen und bei uns eingebürgert.

Die sexuelle Lust kennt übrigens auch die Bezeichnungen Griechisch und Französisch, wobei ersteres auf den Geschlechtsakt vom Po und zweiteres auf das gegenseitige orale Befriedigen bezogen wird. Auch wenn diese Praktiken nicht unbedingt grossen Anklang in der Frauenwelt finden, Männer finden es geil. Das mündliche Umgarnen des männlichen Mannes, und das Umwerben des prallen Pos macht für viele Leute das erotische Treiben erst richtig interessant.

Das Erotische ist abhängig von der Kultur, in der man sich befindet. Man kann durchaus mehrere Leute erotisch finden, ohne dass man dem eigenen Partner fremd geht. Wichtig ist, dass man mit den Augen schaut und nicht ungefragt nach erotischen Körpern greift.

Erotik wird in verschiedenen Kulturen unterschiedlich bewertet und ausgelebt. In streng religiösen Kulturen ist die Intimität heilig und wird nicht ins Gesellschaftsleben hinausgetragen. In der moslimischen Kultur ist Sex ein Thema der innigsten, zweisamen Intimität. Hier lebt man die Erotik nach aussen hin gar nicht aus, denn unter einer sittlichen Burka sieht man die Silhouette der Frau nicht einmal im Traum.

In freien Kulturen liebt man die Nacktheit bis hin zu direkt anzüglichen Bewegungen, die eher nicht jugendfrei sind. In manchen afrikanischen Völkern lebt man die Sexualität am offenen Präsentierteller aus, und andere Leute schauen beim Geschlechtsakt zu. In Afrika gibt es Naturstämme, die sich öffentlich paaren, mehrere Partner gleichzeitig befriedigen und ihren nackten, kunstvoll bemalten Körper frei zeigen. Und doch gilt in vielen afrikanischen Kulturen die Frau nur als erotisches Wesen, wenn sie jung und weiblich aussieht, fruchtbar ist und dem Manne gehorcht.

Bei uns besucht man einen Swingerclub ohne rot zu werden, gönnt sich einen Partnertausch ohne sich zu trennen, während die Kirche all dies als unsittlich einstuft und vollkommen ausgrenzt. Wir können einem Pärchen beim Sex zuschauen, es hören und uns dabei selbst befriedigen, aber bitte, religiös ist dies nicht. Und so findet in einigen Kulturen fast keine Erotik statt, obwohl sie von Natur aus in uns schlummert, während in freien Kulturkreisen der Erotizismus über das normale Ausmass hinaus schwappt.

Leider ist das Erotische oft noch ein Tabuthema in unserer Gesellschaft. Man spricht nicht darüber, man tut es, möglichst diskret, und vor allem tut man es in fremden Betten, wo die Diskretion wirklich angebracht ist. Es fehlt heute oft die vertrauensvolle Leidenschaft in der Paarbeziehung, aber mitten drin gibt es Ehen, die gut laufen. Gott sei Dank.

Ich finde, Aufklärung ist wichtiger denn je, da Jugendliche die Verantwortung über ihre Sexualität, über ihren Körper übernehmen müssen, und hierzu gehört, dass man sich auskennt, wenn man miteinander intim wird. Heute gelten die Kinder der Helikopter Eltern als Idol, aber sie lernen nicht früh genug, ihre Pubertät zu leben, wenn sie von einem Hubschrauber auf Schritt und Tritt verfolgt werden. Wenn wir die sinnlosen Tabus durch sinnvolle Tabus ersetzen würden, gäbe es nicht so viele unsinnige Pornos, die nicht nur ungesund, sondern teilweise auch schädlich sind.

Erotik und Sex sind wichtig, um unsere Intimität auszuleben. In der Pubertät bemerken wir die ersten erotischen Ansätze, welche die Pubertät mit sich bringt, denn wir reifen zur jungen Frau, zum jungen Mann, oder zum Divers heran, je nachdem, wie man sich fühlt, und was man sein möchte. Heute lebt man nicht mehr unbedingt das Geschlecht, mit welchem man geboren wurde, heute lebt man endlich die Persönlichkeit, die man in sich fühlt.

Im Erwachsenenalter spielt die Erotik eine grosse Rolle, denn der Mensch ist von Natur aus so eingestellt, dass er einen Partner sucht, der ihm gefällt. Auch im Alter ist Erotik noch wichtig. Deshalb haben viele Leute, besonders die reife Frau, insbesondere ich, Schwierigkeiten mit dem Altern, denn wer will schon alt, grau und unerotisch werden, wenn er auch jung, sexy und begehrt sein kann.

Wer sexuell aktiv ist, bleibt gesund, stärkt sein Immunsystem, fühlt sich begehrt, verwöhnt und geliebt, und wer regelmässig Sex hat, der lebt sogar laut einiger Studien länger, weil ein gutes Verhältnis zur eigenen, und zur Partner-Sexualität ein verlängernder Lebensfaktor ist. Der durchschnittliche Normalbürger in unseren Breitenkreisen hat ein bis zweimal pro Woche Sex. In den USA lebt man die Monogamie aus, in Deutschland und Österreich boomt derzeit die Polyamorie, und in den Südländern lebt man mit Mama unter einem Dach und lebt sein Intimleben zwischendurch aus, wenn Mama nicht zu Hause ist. Täglich Sex haben nur die wenigsten Leute, da uns der Alltag auffrisst, aber die Wiener pflegen das gemütliche Bantscherl, die geheime Liebschaft, welche die Erotik belebt.

Was sind erotische Menschen?

Der erotische Mensch strahlt das gewisse Sexappeal aus, welches umwerfend wirkt. Erotische Frauen sind attraktiv, ästhetisch und wirken anziehend. Erotische Männer sind meist muskulös, gut gebaut und haben jede Menge Sexappeal. Aber vereinheitlichen kann man dies nicht, denn je nach Kultur findet man extrovertierte, ausgezogene, oder leicht bekleidete Menschen, und dann wieder zugeknöpfte, introvertierte, stark bekleidete Menschen erotisch. Sexualität sollte nämlich intim bleiben und nicht als Massenware ausgelebt werden. Nur dann ist sie auch gesund.

Die meisten Menschen haben kein gutes Gefühl für ihren Körper, lehnen ihn teilweise sogar ab, fürchten oder schämen sich vor der eigenen Lust, sprechen nicht darüber und gehen in eine langweilige Ehe hinein, weil sie ihrem Partner nicht mitteilen, was sie sich wünschen. Befriedigung kann ein Hochgefühl der Sinne sein, eine rosarote Wolke, auf welcher der Geiger die zweite Geige spielt, wenn zu Hause im Ehebett nichts mehr los ist, sie kann aber auch zu einem langweiligen Marathon werden, wenn man während des Geschlechtsverkehrs darüber nachdenkt, ob man einen Kaffee machen, und die Gardinen wieder einmal waschen sollte.

Wer seine Intimität auslebt, seinen Körper liebt, seine Gefühle, Wünsche und Bedürfnisse mitteilt, strahlt eine gewisse Erotik aus. Und das beschämte, schüchterne Mauerblümchen, das schweigend und hinnehmend im Dunkeln unter der Bettdecke hofft, das Liebesspiel möge bald vorüber sein, weil es keinerlei Lust empfindet, genau dieses Mauerblümchen müsste einmal aus sich herauskriechen und die Liebe entdecken. Liebe kann aufregend, anregend, erregend sein, wenn man sie zulässt.

Wenn die eigene Intimität ausgelebt wird, kann Erotik zu einem aufschäumenden Lusttempel werden, in welchem man zum Liebesgott, zur Liebesgöttin betet und sich freut, den Partner spüren, riechen, schmecken und vernaschen zu dürfen. Wenn die Erotik zu einem Tabuthema verkommt, liegt die Lust unterm Tisch flach am Boden, weil am Perserteppich schon lange nichts mehr läuft, ausser manchmal die nackten Füsse vor dem Schlafengehen. Nacktheit ist nichts, wovor man sich schämen muss. Sie ist ein Teil von uns, verkörpert das natürliche Leben, das natürliche Bewusstsein von Sexualität, und sie darf ruhig ausgelebt werden. Dennoch gibt es viele Menschen, die haben sich ihrem Partner noch nie nackt gezeigt. Die Sexualität ist hier ein Akt der Arbeit, damit man Kinder zeugt, schwanger wird, eine Familie gründet, in welcher die intimen Bedürfnisse nicht ausgesprochen werden dürfen, und so wachsen immer wieder Leute heran, die sich nicht öffnen können, weil es ihnen verboten wurde. Hier hilft nur ein guter Sexualtherapeut, eine seriöse Sexualtherapeutin, welche das Band der Tabuisierung lockert.

Wie wird man erotisch, sexy und sinnlich? Wenn Sie zu den Menschen zählen wollen, die erotisch wirken, müssen Sie wissen, was Erotik ist. Was ist erotisch? Für jeden scheint etwas anderes auf und unter der Haut zu prickeln, aber allgemein kann man einiges zusammenfassen, was durchaus einen erotischen Reiz hat. Rote, volle Lippen und der Schmollmund, der Kussmund einer verführerischen Frau, schöne Füsse und lange Beine, lange, rot lackierte Fingernägel, ein rotes, hautenges Kleid, rote Dessous, ein tiefer Blick, smokey Eyes, High-Heels, lange blonde Haare, dichte, buschige Augenbrauen und lange Wimpern, eine sexy Stimme, der gepflegte Körpergeruch eines geliebten Menschen, aber auch Objekte, Körperhaltung, Mimik und Gestik, zweideutige Worte, die Natur in all ihrer Pracht, das alles kann erotisch sein.

Wer erotisch werden will, muss an seiner Ausstrahlung arbeiten. Innere Glücksgefühle, erlebte Orgasmen, guter Sex, das lässt uns unbewusst erotisch wirken. Männer merken oft unbewusst, wenn eine Frau kurz zuvor einen Höhepunkt hatte, denn die körpereigenen Pheromone liegen noch auf der Haut, sodass die empfindliche Nase diese wahrnimmt und die Frau als hoch erregend einstuft. Auch Frauen merken, wenn Männer gerade erst sexuell aktiv waren, denn dann sagt ihnen das weibliche Gespür, dass der Mann aufregend wirkt. Pheromone sind unverfälscht, täuschen uns nicht und helfen uns sogar über kleine optische Makel hinweg.

Die erotische Frau

Erotisch wirkt man als Frau, wenn man die Haare offen lässt, naturbelassen, am besten in der Naturfarbe, so wie Gott, die Natur sie schuf. Haare sind ein Erotikfaktor. Die Frau braucht volle Lippen, die sie sinnlich zu einem Kussmund formen kann. Hier hilft dezenter roter Lippenstift, aber viele Männer lieben natürliche, ungeschminkte Lippen. Wenn man sich dann noch den Finger extrovertiert und fordernd in den Mund steckt, oder an der Unterlippe knabbert, wird der Mann verrückt.

Frauen wirken in High-Heels erotisch, wenn sie ein wenig unsicher dahinschleichen und das Bein eine geschwungene Form annimmt. Lange Beine sehen aufregend aus, und hier kann man mit einer Glanzstrumpfhose oder einer transparenten schwarzen Strumpfhose nachhelfen. Gut sehen auch Strümpfe und Strapse aus, halterlose Strümpfe mit einem tollen Muster. Die lassen viel Spielraum für Fantasie, wenn man einen kurzen, engen Minirock trägt und sich damit hinsetzt. Das lässt tief blicken, bis in die weibliche Seele, die lustvoll präsentiert wird, wenn die Frau kein Höschen trägt.

Der erotische Mann

Erotisch wirkt man als Mann, wenn man maskulin aussieht, einen durchtrainierten Körper besitzt, der nicht nur aus dem puren Body-Building geformt wurde, sondern echte Muskelmasse aufweist. Männer mit einem markanten Gesicht sind für viele Frauen ein Anziehungspunkt. Braune oder tief schwarze Augen und ein Mund, der durch fordernde Lippen signalisiert, dass der Zungenkuss heiss sein könnte, das törnt Frauen an, aber bitte, nicht jede Frau liebt diesen Macho-Blick.

Der Mann wirkt erotisch, wenn er sich pflegt, ein gutes, dezentes Parfum mit maskuliner Note trägt, vielleicht einen Dreitagebart hat, der jedoch keine Essensreste beherbergen darf, und wenn er nicht zu schüchtern rüberkommt. Das selbstbewusste Auftreten, der verführerische Charme, das Charisma, das ist es, was Frauen wollen, aber bitte nicht zu plump, sonst sind wir Frauen sofort wieder weg. Wenn Sie als Mann kaum mehr Haare am Kopf tragen, verzichten Sie lieber aufs Toupet, eine Glatze kann sehr erregend sein, denn sie symbolisiert die nackte Haut, die man sanft in den Händen halten kann.

Wie erotisch sind Männer mit Glatze?

Keine Frage, dichtes Kopfhaar ist auf jeden Fall erotisch, und viele Männer machen einiges dafür, um ihr Kopfhaar aufrecht zu erhalten. Sie lassen sich beispielsweise das Schamhaar auf den Kopf transplantieren, wobei man hier wirklich nur dezent von Erotik sprechen kann, wenn man bedenkt, dass man sich nach so einer Transplantation durchs Schamhaar fährt, wenn man es am Kopf krault.

Laut einer anonymen Umfrage sind jedoch mehr als 60% der Frauen von einer Glatze so begeistert, dass sie diese erotisch finden. Bitte, da braucht das Schamhaar nicht am Kopf aushelfen, da krault man den nackten Kopf und fühlt sich dabei erregt. Ich persönlich finde sowohl dichtes Haar als auch eine elegante Glatze aufregend, wobei meine Fantasie bei kahlköpfigen Männern keine Grenzen kennt. Liebe Männer, stehen Sie zu Ihrer Glatze, sie sieht gut aus.

Wie erotisch sind mollige und dicke Frauen?

Wie erotisch sind dicke Frauen? Sie können einen Mann verrückt machen, wenn er auf Fleischesfülle steht. Natürlich ist ein überzogenes Übergewicht von 300 kg nicht das Idealbild der molligen Frau, aber selbst hierfür gibt es einen Fetisch, der einige Menschen erregt. Mollige Frauen sind hübsch anzusehen, wenn sie in der passenden Konfektionsgrösse stecken und nicht die kleinste Kleidergrösse wählen, nur um mithalten zu können. Pralle Brüste, ein gebärfreudiges Becken, tolle Rundungen, welche die Weiblichkeit in Szene setzen, all das kann die Männerwelt antörnen.

Nicht immer sind mollige und dicke Frauen begehrt, und seit der Magerwahn in unserer Gesellschaft gastiert, sind förmlich nur noch dünne und schlanke Frauen attraktiv. Ich nahm einst 6 kg zu und wog damit 6 kg zu viel. Die neuen Kaffee- und Champagnerpralinen, die ich entdeckt habe und freudig konsumierte, legten sich wie ein Schlauch um meinen Bauch, sodass ich einen Bauchschlauch bekam. Jede Colaflasche sah besser aus als ich. Und plötzlich hatten Männer, die mit mir vorher ständig flirteten, kein Interesse mehr an mir. Sogar einer meiner Hausfreunde meinte plötzlich, er hätte keine Zeit mehr, zum Kaffee vorbeizuschauen. Nur die Verkäuferin der Pralinen meinte, man braucht ein Polster am Leib, damit man gut durch schlechte Zeiten kommt.

Wie erotisch sind mollige und dicke Männer?

Beim Mann hat der Magerwahn bis heute nicht den Einzug in die Gesellschaft gewagt. Männer dürfen Schnitzel essen und Bier trinken, dann werden sie als stattliche Mannsbilder eingestuft. Viele Frauen stehen auf etwas molligere Männer, die keine Hungerhappen darstellen. Der lange Spargel, der Spaghetti-Mann mit dünnen Beinen und Armen wirkt nicht so männlich wie der muskulöse und körperlich präsente Mann mit mehr Fleisch am Leib. Dies kommt daher, dass Frauen sich beschützt fühlen wollen und starke Männer bevorzugen. Aber bitte, ein prall gefüllter Geldbeutel und eine goldene Kreditkarte, die üppig in der Gesäßtasche sitzt, gleicht alles aus, sogar den dünnsten Bauch. Es wäre schön, wenn wir den Mensch im Manne sehen würden, nicht nur die geballte Manneskraft.

Erotische Singles

Singles sind meist nur dann aufregend, wenn sie sich nicht gerade erst in der Liebeskummer-Phase befinden, denn man sieht es dem leidenden Single an, dass er unglücklich ist. Wenn man Single ist, rennt man mit dem -Will Haben- Schild auf der Stirn herum. Wer will mich? Trotz dass das Singleleben aufregend ist, von viel fremder, prickelnder Haut umgeben ist, welche man durchaus für einen One-Night Stand oder für eine heisse Affäre mit ins Bett nehmen kann, träumt man von einer Beziehung mit einem treuen, soliden Partner, der Struktur ins Leben bringt. Bitte, etwas fehlt immer, nur die Fantasie kennt keine Grenzen. Ich bin im Grunde, quasi dem Grunde nach treu. Ich lebe gerne in einer Beziehung, die mir heilig ist. Und ich bin der Meinung, man darf träumen, nur laut erzählen darf man seine Träume nicht, sonst steht der Haussegen schief.

Erotische Menschen und ihre Ausstrahlung

Erotische Leute zeigen sich gerne, geizen nicht mit ihren erotischen Bewegungen, und sie wälzen sich in lustvoller Mimik und Gestik. Erotische Menschen strahlen Sexappeal aus, geniessen die Blicke der anderen, aalen sich in zweideutigen Komplimenten und geizen mit ihren Reizen nicht. Sie sind präsent, wenn sie einen Raum ausfüllen, ziehen alle Blicke auf sich und strahlen Selbstvertrauen aus. Man nimmt sie einfach wahr, bewusst oder unbewusst, und man fühlt sich in ihrer Nähe wie elektrisiert.

Wenn eine sinnliche Frau die Bühne des Lebens betritt, halten ihr die Männer die Türe auf, und manche schliessen sogar Wetten ab, wer die Frau ins Bett bekommt. Wenn ein attraktiver Mann die Bühne betritt, streiten sich sogar beste Freundinnen um ihn, und die Stutenbissigkeit kennt keine Grenzen. Ach, du liebes Pferd. Genau diese Ausstrahlung braucht man, um aufregend zu sein, und hierfür muss man lernen, dass man viel wert ist.

Was ist erotisch?

Erotisch ist alles, was uns antörnt und die sexuelle Gier in uns weckt. Nacktheit, der sexuelle Fetisch, Minik und Gestik, die Körperhaltung, die Aussprache, die Satzmelodie, eindeutige Zweideutigkeiten, Menschen und Dinge, imaginäre erotische Vorstellungen und Bilder, Füsse, Brüste, Hände, Augen, Pobacken, lange Beine, ein entzückender Rücken, ein transparentes Kleid, ein tiefes Dekollete, das Liebesspiel zweier Frauen, das Intimleben zweier Menschen, ein roter Kussmund, all das kann erotisch sein, denn die Erregung selber liegt im Auge des Betrachters.

Wenn wir etwas als erregend empfinden, wird das Aufmerksamkeitsareal im Gehirn aktiviert, das Glückszentrum wird angeregt, das Blut fliesst in Richtung der Genitalien, welche anschwellen, und so können wir kaum noch sachlich kompakt denken, wenn wir sexuell erregt und stimuliert sind. Sex ist schön, und die Sexualität sollte man nicht verstecken, nicht als Tabu ansehen, sonst staut sie sich auf und explodiert eines Tages wie ein ausbrechender Vulkan, den man kaum mehr unter Kontrolle hat. Erotik ist wichtig, damit wir uns innerlich spüren.

Was erregt uns?

Erregend ist alles, was unsere Sinne reizt, uns feucht macht und nach sexueller Befriedigung gieren lässt. Zur Schau gestellte Weiblichkeit und prall präsentierte Männlichkeit, vulgäre Ausdrücke und Körperhaltungen, aber auch die dezent versteckte feminine und maskuline Art. Man kann eine offen gezeigte Vagina und direkt präsentierte Schamlippen, einen steifen Penis und erregte, stehende Brustwarzen erotisch finden. Manche Leute finden aber auch gut gekleidete, fast eingehüllte Frauen, Männer in Anzug, hochgeschlossenem Hemd und Krawatte erotisch.

Dinge können erotisch sein

Ein Buch, eine Geschichte, eine Situation, ein Gegenstand, ein grosses Objekt, ein Bauwerk, Kunst, Musik, all das kann erregend sein. Wer sich zu Objekten hingezogen fühlt, seine Objektsexualität in vollen Zügen auslebt, lässt seinen Orgasmen freien Lauf, wenn er das Objekt seiner Begierde vor sich hat, es anfassen, spüren und fühlen kann. Die moderne Gesellschaft ist heute so tolerant, dass sie alles akzeptiert, was Freude macht und Glücksgefühle beschert, solange es in einem positiven Rahmen bleibt.

Rote Lippen und schöne Augen sind erotisch

Wir empfinden volle, rote Lippen und schöne, grosse Augen aufregend. Mit diesen Merkmalen kann eine Frau den Mann verführen, direkt um den kleinen Finger wickeln, ihn für sich gewinnen und ihm den Verstand rauben. Frauen helfen mit Lippen-Aufspritzungen, Augen-Lifting und Make-Up nach.

Dunkle Augen wirken besonders erotisch, wenn sie nachts leuchten. Dunkle Augenbrauen und lange Wimpern wirken zusätzlich aufregend. Und der rote Lippenstift wirkt am besten, denn jede andere Lippenfarbe verblasst daneben. Aber auch strahlend blaue Augen sind aufregend, wenn sie zu blonden oder brünetten Haaren passen. Wenn man nun noch einen sinnlichen Blick aufsetzt, kann man mit dem Mann gleich zum Juwelier gehen und einen schönen Diamanten ausprobieren.

Lange Fingernägel sind erotisch

Wenn eine Frau lange Fingernägel hat, finden dies bis zu 80% der Männer überaus erotisierend. Man stellt sich insgeheim vor, wie die Frau beim Liebesspiel mit ihren Händen über den Rücken des Mannes gleitet und mit ihren Nägeln sanft wie eine Katze die Rückenpartie massiert. Wenn die Frau ihre Fingernägel rot lackiert, ist dies wie eine Signalfarbe für einen heissen Flirt. Man stellt sich vielleicht imaginär vor, wie die Dame eine Kirsche aus dem Champagnerglas holt und sie lüstern zum Mund führt, daran leckt, ihre Zunge mit der Kirsche spielt, bis sie im Mund verschwindet. Mahlzeit.

Lange Beine sind erotisch

Bei Frauen sind lange Beine ein sichtbares Signal für Erotik, aber auch lange Männerbeine sind laut einer Studie sehr erotisch. Rasierte Beine sind aufregend, jedoch nur bei der Frau, denn hier kann man mit den Händen sanft übers glatt rasierte Bein gleiten, weit nach oben, bis die Frau sinnlich atmet und die Beinmassage geniesst. Männerbeine sollten zwar lang sein, aber der Grossteil der Frauen bevorzugt die Männerbeine unrasiert, weil alles andere zu feminin wirkt.

Ich denke, die Länge des Beins ist egal, solange die Proportionen des Körpers stimmig sind, der Körper gesund und fit aussieht, und solange man Freude am Körper hat. Bitte, ist nicht das dritte Standbein des Mannes auch ein purer Erotikfaktor, wenn es um die Liebe geht?

Sexy Kleidung wirkt erotisch

Sinnlich wirkende Kleidung ist ein Erotikfaktor. Hierzu zählen Lack, Latex und Leder, Samt und Seide, leichte, gleitende, transparente Stoffe, Dessous, Spitze, Ausschnitte und Eingriffe an den richtigen Stellen. Ein eng am Körper anliegendes Latexkleid, welches die Brüste und die Pobacken schön zur Geltung bringt, kann einen Mann ganz schön aus der Fassung bringen. Ein knappes Lederkleid, welches uns eine laszive Ausstrahlung verleiht, kann richtig aufregend sein. Und wenn man unter einem fast transparenten Seidenkleid nichts trägt, ausser seinem nackten Körper, wenn sich die Brustwarzen auf dem Kleid abzeichnen und man die sanfte Erregung der Frau sehen kann, werden manche Männer verrückt.

Nur ein einziges Mal ging ich ohne BH, in einem Samtkleid in den Supermarkt. Der Kassier an der Kasse vergass, das Geld in Empfang zu nehmen, fragte aber stattdessen nach meiner Telefonnummer, und ich gab ihm meine Visitenkarte. Seither kleide ich mich züchtig, und selbst das törnt einige Männer an. Wahrlich, in Sachen Kleidung gibt es für alles einen Fetisch. So finden manche Leute Wollsocken, Seidenstrumpfhosen, ein Korsett und ein straffes Mieder erotisch. Lange Handschuhe, ein Seidenschal, lange, enge Stiefel, eine Maske, rote Pumps, High Heels, alles kann für Erregung sorgen.

Guter Körpergeruch kann erotisch sein

Der Körpergeruch eines Menschen kann unter Umständen ein Erotikfaktor sein, wenn er dezent und frisch geduscht ist. Jeder Mensch sendet unbewusst Düfte aus, sogenannte Pheromone. Männer reagieren auf Frauendüfte und weibliche Pheromone, während Frauen auf männliche Pheromone abfahren. Und wenn die Chemie zwischen zwei Menschen stimmt, geniesst man den unwiderstehlichen Körpergeruch des Partners. Wenn man seinen Geruchssinn bewusst aktiviert, kann man erkennen, ob jemand Interesse hat, denn der interessierte Mensch sendet diese Lockstoffe aus, welche beim anderen Geschlecht gegebenenfalls ankommen.

In der Tierwelt ist dieses Phänomen bereits ausreichend belegt worden. Wir verwenden oftmals zu viel Deo und Parfum, sodass wir den normalen Körpergeruch übertönen. Bitte, wenn ich unter Menschen bin, parfumiere ich mich auch ein, denn man will ja nicht unnötig stinken. Die tägliche Dusche, die natürliche Körperpflege, das Entfernen der nächtlichen Spuren der sexuellen Begierde, das sind Basiselemente für einen guten Körpergeruch. Darauf sollte man nicht verzichten.

Eine schöne Stimme kann erotisch sein

Die Stimme kann überaus erotisch sein, wenn sie passt und stimmig ist. Eine tiefe männliche Stimme wird von den meisten Frauen als aufregend empfunden, und eine sanfte, nicht zu tief und nicht zu hoch oder schrill klingende Frauenstimme wird von den meisten Männern als erregend eingestuft. Aber auch tiefe Frauenstimmen, die wie ein Schleifpapier klingen, können sehr erotisch wirken. Hohe Männerstimmen hingegen werden selten als aufregend empfunden. Es kommt auf die Satzmelodie, auf die Stimmlage, auf die Aussprache und auf den Tonfall an. Auch der Charme, das Lächeln und der Wortwitz in einem Gespräch lassen die Stimme erotisch wirken. Und am Telefon ist die Stimme ohnehin ein erotisierendes Instrument, um miteinander zu flirten.

Erotik in einer Beziehung

Beziehungen sind meist nur in ihrer Anfangsphase erotisch, denn wenn man verliebt ist, strahlt man Attraktivität aus. Wenn man in einer Beziehung lebt, sehnt man sich nach dem Abenteuer, denn immer wieder begegnet man einem kleinen Lauffeuer, welches sich schnell von Kopf bis Fuss, quasi bis zu den nackten Zehenspitzen entfaltet. Die brodelnde Lust überkommt uns manchmal in den unpassendsten Momenten, aber Gott sei Dank besitzen wir oft genug noch so viel Hirn, dass wir uns an die Treue erinnern. Und so geht man in einer Beziehung nur gedanklich fremd, wenn man vom wilden Sex, von fremder Haut träumt. Seitensprünge und Affären hat man hoffentlich nie bis ganz selten, und die Geliebte oder den Lover hält man sich wenn möglich ganz geheim, aber richtig ist dies nicht, und es nagt am schlechten Gewissen. Liebe geht oft seltsame Wege, manchmal sind sie steinig, tun so weh, dass man wunde Füsse im Herzen bekommt, und manchmal fliegen die Schmetterlinge durch die Bauchgegend und suchen sich den Liebesweg, selbst wenn man sich in einer gefestigten Beziehung befindet.

Nackt-Putzen ist erotisch

Eine besondere Art des Putzens ist das Nackt-Putzen. Hier kommt es nicht unbedingt auf die Sauberkeit alleine an, denn das Reinigen kann warten, wenn man sich die putzende Augenweide ansieht. Nacktputzer verdienen mehr als herkömmliche Reinigungskräfte. Sie sind keine Bodenkosmetiker, sondern eher Seelenkosmetiker, da sie dafür sorgen, dass die Seele schön gepflegt wird. Voyeure mieten sich gerne Nacktputzer, entweder weibliche oder männliche, je nachdem, woher der sexuelle Windhauch weht. Und so gehört das Nackt-Putzen zu jener Reinigungsart, die uns erregt, wenn mans mag.

Erotik in der Gesellschaft

Erotik spielte schon immer eine Rolle in der Gesellschaft und hat sich im Laufe der Zeit verändert. Früher galten dicke Körper als erotisch, heute gelten schlanke Körper als anziehend, aber im Grunde liegt die Erotik im Auge des Betrachters und ist daher eine reine Geschmackssache. Immerhin, das Erotische hat es bis in die Medienwelt hinein geschafft, auch wenn der Minirock und der Bikini einst so unsittlich waren, dass man sie kaum erwähnen mochte. Wenn man heute einer Frau unter den Minirock schaut, und sie trägt nichts drunter, bahnen sich erotische Gedanken im Gehirn an, und Frauen ohne Bikinioberteil lassen feuchte Gedanken durch die Lüfte schweifen.

Erotik und Sexualität

Die Sexualität ist ein Grundbedürfnis der Menschheit, stirbt nie aus, solange die Menschen nicht aussterben, und sie hat so viele Facetten, dass man Romane darüber schreiben könnte. Im tiefsten Mittelalter galt die käufliche Liebe als Alternative für den Mangel an ehelicher Befriedigung, und sogar Geistliche gingen ins Bordell. Im Viktorianischen Zeitalter wurde die Erotik vollkommen verbannt, da konnte man es nur heimlich miteinander trreiben, sodass man kaum wusste, woher die Kinder kamen, wenn sie nicht gerade vom Storch vor die Türe gelegt wurden. Im Rococo war die Erotik hingegen ein Teil der Gesellschaft, und in den Badehäusern trieb man es so wild, dass die Lust doppelt und dreifach befriedigt wurde. Die Venus von Willendorf ist bis heute ein Sinnbild der Erotik, weil sie mit ihrer üppigen Nacktheit des damaligen Körperkults unsere Sinne betört.

Die Biologie in der Erotik

Erotik hat viel mit Biologie zu tun. Unsere biologischen Prozesse sind es, die uns auf andere Menschen erotisch, sexy, anziehend oder eher abstossend wirken lassen. So sind die individuelle Stimme, die Gene, der individuelle Körpergeruch, die Bewegung, der Körperbau, die Hormone, der Gang und die Entspannung, welche ein Mensch ausstrahlt, ausschlaggebend, ob sich Menschen anziehend finden. Studien haben gezeigt, dass Frauen mit einer schmalen Taille und einem üppigen Becken, sogenannte Sanduhr Frauen eine erotische Stimme haben, die auf Männer anziehend wirkt, wobei hier auch die Optik der Figurform eine Rolle spielt. Bei Männern ist es die Entschlossenheit, welche Frauen anziehend finden.

Spezielle Hormone wie beispielsweise Dopamin, Testosteron, Serotonin, Progesteron, Cortisol, Österogen, Prolactin, Oxitocin sorgen dafür, dass wir von anderen Menschen unbewusst wahrgenommen werden. Hormonell lassen sich Menschen grob gesehen in vier Typen einteilen, in den Abenteurer, den Bodenständigen, den Entscheider und den Kommunikator. Hormonbezogene Studien haben ergeben, dass der Abenteurer und der Bodenständige zwar ihresgleichen bevorzugen, jedoch auf den Partnergeruch achten, und dass der Entscheider einen Kommunikator sucht und umgekehrt. So ziehen wir Menschen an, die hormonell und genetisch unterschiedlich zu unserem eigenen Körpergebaut sind. Dies sorgt nämlich in der Natur dafür, dass die Artenvielfalt erhalten bleibt.

Was ist unerotisch?

Es gibt im Grunde nichts, was alle Leute gleichzeitig unerotisch finden, denn sogar der Fetisch, Bondage, Fesselspiele, eine Golden Shower, Parkplatzsex, Voyeurismus und skurrile Sexpraktiken sind für vereinzelte Leute erotisch genug, um ein Prickeln in der Lendengegend zu erzeugen. Allerdings sind ein paar Dinge für viele Leute richtig unerotisch.

Dazu zählen schlechter Atem, ungeputzte Zähne, Mundgeruch, schlechter Körpergeruch, Ungepflegtheit, stinkende Haare, die seit zwei Wochen auf eine Haarwäsche warten, Schmutzwäsche und schmutzige Unterhosen, betrunkene Leute, die nach Alkohol stinken, Käsefüße, die säuerlich riechen, und das Klo ist einer der unerotischsten Orte, die man fürs Liebesspiel nutzen kann. Trotzdem verkriechen sich immer wieder Pärchen aufs Klo, um Sex zu haben. Und draussen sitzt der Partner im Auto und wartet, bis sein Schatzi die Notdurft erledigt hat.

Erotisches Essen

Ein romantisches Erotikdinner kann Paare wieder aneinanderketten, falls der Wurm in einer Beziehung ist, aber es kann auch fremde Menschen auflockern, wenn man sich beim Date erst kennenlernt. Erotisches Essen wirkt animierend, es steigert den Blutdruck, steigert die Potenz des Mannes, die Lust der Frau, und es ist oft stark gewürzt, edel bis herb, regt den Gaumen an und schmeckt lecker. Man kann auch den nackten Körper mit erotischen Früchten bestücken und ihn als Dinner-Teller verwenden, wenn man zärtlich die Erdbeeren aus dem Bauchnabel der Dame ißt.

Erotisches Essen ist spezielles Essen, welches die Libido anregt. Mit erotischen Nahrungsmitteln kann man sein Sexualleben aufpeppen, jemanden verführen, einen schönen Abend verbringen, Romantik und Sinnlichkeit in eine Beziehung bringen, oder man geniesst es notfalls alleine und erlebt orgastische Momente.

Man fühlt all das, was man zu sich nimmt, was man speist, diniert, vernascht. Und so kann das Essen langweilig, feurig heiss, scharf oder mild, erregend und aufregend, oder müdemachend und einschläfernd sein. Zu den gängigsten Speisen, welche uns Lust und Laune verschaffen, gehören die leicht lockeren Gerichte, welche mit scharfen Gewürzen angereichert sind. Schärfe verleiht Potenz, wenn der Puls steigt und der Herzschlag schneller wird. Da hüpft das Herz höher, während sich in der Lendengegend so einiges regt, auch förmlich höer schlägt. Da kommt der Penis ins Schwingen und die Brüste ins Wallen, während die Vulva sich nach dem Nachtisch sehnt.

Scharfe Gewürze wie Ingwer, Pfeffer, Chili, Safran, Oregano, Basilikum, Dill, Pfefferminze, all das steigert den Blutdruck und macht uns heiss, so heiss, dass man es an der Körpertemperatur und am Pulsschlag erkennen kann. Ein Pulsschlag mit 60 Schlägen in der Minute kann nach einem Ingwer-Granatapfel-Dessert auf bis zu 80 Schlägen pro Minute kommen.

Erregend, besonders für die Frau, ist Süsses, vor allem Schokolade, denn die Flavonoide in der Schokolade regen die Glückshormone an. Himbeeren und Vanillesosse, Erdbeeren und Sahne, der Duft einer frischen Vanilleschote, oder auch Blattgold, welches zart auf der Zunge prickelt, das alles lässt nicht nur den Gaumen singen, es lässt auch den Penis und die Vulva springen. Übrigens gibt es einen BH aus fester, dunkler Bitterschokolade, welchen sich ein Paar im taumelnden Liebesspiel schmecken lassen kann. Da trägt die Frau den Schokoladen-BH, und wenn sie heiss wird, schmilzt der BH am Körper, und der Mann diniert ihn quasi vom erregten Körper.

Man kann auch Lebensmittel für erotische Zwecke einsetzen. Gurken, Karotten, Tomaten, Paprika, Schlagsahne, Früchte, Ananas, Pfirsiche, Äpfel, und schon sehnt man sich nach erregten Körperzonen. Die Gemüse- und Obstsorten, die exotischen Früchte sehen aus wie aufregende Körperzonen, wie sexy Rundungen, und sie erinnern an Lust und Leidenschaft, wenn man sich vorstellt, seinen Partner mit Trauben oder Ananasstücken zu füttern. Man kann die Früchte auch auf dem nackten Körper platzieren und sie danach genüsslich vom Partner herunterknabbern. Bitte, da muss man den Teller wirklich sauber lecken, damit nichts klebt.

Laut einer Studie haben Menschen, die miteinander kochen, öfters Sex als Paare, die alleine kochen, oder wo nur ein Partner den anderen bekocht. Das gemeinsame Zubereiten der Speisen kann schon die Lust wecken, wenn man zusammen in der Küche steht, vielleicht im Negligee, in der engen Hose, oder mit freiem Oberkörper. Manche Paare machen auch ihre Wohnküche zum Liebestempel, vernaschen sich gegenseitig in der Küche, während das Essen brutzelt. Bitte, in einer Erdgeschoss-Wohnung ist dies nicht empfehlenswert, da schauen die Leute unverschämt beim Küchenfenster hinein und naschen mit. Wichtig ist der gemeinsame Kochakt, den man körperlich auslebt. Die intensiven Gerüche der Speisen sorgen dafür, dass der Körper in Wallung gerät.

Wichtig ist, dass man keine Zwiebel, keinen Knoblauch, keinen Schnittlauch und keine deftigen Fleischgerichte in noch deftigeren Sossen zubereitet, denn so ein Essen stinkt zum Himmel. Meeresfrüchte, Muscheln, Hummer, Lachs, Seefisch, das alles ist jedoch erlaubt, und vor allem die Muscheln sind es, welche unsere Libido anregen. Reis, Kartoffel, viel Gemüse, leichte Salate, knackig zubereitet, das macht Lust. Der Schweinebraten hingegen vertreibt jede Lust auf Sex, weil schon der fleischig sossige Geruch die Nase kaum betören kann. Bitte, natürlich gibt es Leute, die genau diesen Geruch mögen, und für sie ist der Krustenbraten die erotischste Speise der Welt, aber der Veganer würde sich im Bett umdrehen und das Weite suchen.

Apropos Veganer: Man sagt, der vegan gefütterte Körper duftet besser als der Körper eines Fleischfressers. Fakt ist, Ananas erzeugt einen guten Duft, sowohl beim männlichen Penis, als auch bei der weiblichen Vilva, und das ist wichtig, falls man den Oralsex bevorzugt auslebt. Fakt ist auch, dass Salbei einen guten Körpergeruch erzeugt, während Bohnen, Erbsen, Linsen und sonstige Kohlarten und Hülsenfrüchte einen unangenehmen Blähbauch erzeugen können, welcher noch unangenehmere Gase absondert, was beim Sex hinderlich bis eklig sein kann. Wer seinen Pfurz nicht unter Kontrolle hat, der kann das Liebesspiel oft nicht geniessen. Wer sich einige Tage vegan ernährt, kann sein Liebes-Date auskosten.

 


Elisabeth Putz

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