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Wie zeigt man seine Gefühle?

GefühleGefühle sind emotional gesteuerte Dinge, die man in sich trägt, in der Seele, im Herzen, manchmal auch im Bauch, und notfalls in der Magengegend. Es sind emotionale Sachen, für manche sind es Bauchsachen, für andere sind es Kopfsachen, die man nicht in Worte fassen kann. Gefühle sind stark, bahnen sich durch Reflexe und Handlungen ihren Weg nach draussen, und wenn man sie nicht zulässt, sie unterdrückt oder verdrängt, kommen sie eines Tages mit einer solchen Heftigkeit ans Tageslicht, da ist ein Vulkan nichts dagegen.

Gefühle kann man kontrollieren, wenn man sein Gehirn auf reine Sachlichkeit trimmt. Wer dies jedoch macht, der wirkt auf die Aussenwelt wie ein öder Roboter, wie ein Computer. Freunde macht man sich nicht gerade viele, wenn man keinerlei Gefühl zulässt.

Wie zeigt man seine Gefühle? Schüchtern sollte man nicht sein, wenn man über Gefühle spricht, denn schnell kann der Eindruck entstehen, dass man es nicht ernst meint. Überschwänglich sollte man dabei aber auch nicht sein, sonst wird man womöglich nicht ernst genommen. Es kommt auf den richtigen Zeitpunkt, die passende Location und die gut gewählten Worte an. Viel Gefühl kann man auch ohne Worte zeigen, durch Umarmung, einen Kuss, nette Gesten und tolle Geschenke.

Wir sind uns oft nicht sicher, was wir empfinden, denn Gefühle bauen sich als nicht greifbare Elemente in unserem Empfindungsapparat im Gehirn auf. Menschen mit Alexithymie können beispielsweise diese tiefen Gefühle nicht spüren, weil sie im Gehirn diese Reaktionen nicht verarbeiten und deuten können. Sensible Menschen spüren hingegen jeden noch so kleinen Grashalm, der unter ihren Füssen wächst, und so ist bei ihnen das Gefühlschaos vorprogrammiert.

Die grössten Gefühle positiver Art sind Freundschaft, Zuneigung, Empathie, Sympathie, Vertrauen, Bewunderung, Achtsamkeit, Liebe, Lust und Leidenschaft. Die Leidenschaft besitzt jedoch zwei Seiten, da sie Leiden schafft, wenn man sich ihr zu sehr hingibt und im Gefühlschaos landet.

Wenn die zarte Knospe der Zuneigung spriesst, bemerkt man dies daran, dass ein Mensch Interesse zeigt und aufmerksam zuhört, ohne dass er gleich sein Smartphone zückt und geistig abwesend ist. Wenn wir Empathie empfinden, können wir uns in die Situation eines Menschen hineinversetzen, ihn verstehen und ihm beistehen. Wir spüren auch manchmal die Freude oder den Schmerz, den ein Mitmensch auslebt.

Wenn Sympathie entsteht, ist dies eine gute Voraussetzung für eine Freundschaft, denn man kann gemeinsam lachen, besitzt den selben Humor, ist miteinander vertraulich verbunden und fühlt sich in Gegenwart des jeweils Anderen wohl. Aus Freundschaft kann sich Liebe entwickeln, wobei hier die Meinungen auseinandergehen, da einige Menschen der Überzeugung sind, man verliert einen Freund, wenn man sich verliebt. Die Liebe ist nämlich das grösste, verwirrendste und ungeordnetste Gefühl, das wir empfinden.

Liebe, Lust und Leidenschaft können Grosses hervorbringen, jedoch auch vieles wieder zerstören, da in der Liebe oft ein kriegsähnlicher Zustand herrscht, bei dem alles erlaubt ist, wenn man um einen Partner kämpft. Da die Liebe jedoch ein Gefühl ist, welches wir nicht kopforientiert steuern können, kann sie auf dem schlimmsten Misthaufen wachsen, ohne dass man sich dagegen wehren kann.

Nur die Lust haben wir mehr oder weniger im Griff, das unterscheidet uns nämlich von den Tieren. Menschen können sich zurückhalten, wenn sie Lust empfinden, sich einem anderen Menschen hinzugeben, denn der Mensch fürchtet die Konsequenzen, hat ein schlechtes Gewissen und kann sein Gehirn einschalten, wenn er konsequent genug ist. Und so leben wir abwechselnd in Harmonie und im Gefühlschaos, bis wir unsere Gefühle wieder geordnet haben.

Ein Gefühl, welches überall mitschwingt, ist die Eifersucht. Sie ist der Teufel in der Gefühlswelt, kann Liebe und Freundschaft zerstören, Sympathie überschatten und Menschen in den Wahnsinn treiben. Wir müssen die Eifersucht in den Griff bekommen, sonst zerfressen wir uns selbst. Wir könnten damit besser umgehen, wenn wir uns sagen, dass der Partner keine Seife ist, nicht weniger wird, nur weil er anderen hinterherschaut oder sich amüsiert unterhält. Die Eifersucht hat ja bei jedem Menschen unterschiedliche Grenzen und Ausprägungen, wobei die krankhafte Eifersucht niemandem hilft. Vertrauen ist ihr Gegenspieler, und so sollten wir lernen, das Leben als Aufgabengebiet des Lernens anzusehen, dann vertrauen wir dem Leben, uns selber und anderen Menschen.

Gefühle sind individuell

Männer ticken anders als Frauen. Singles ticken anders als Paare, aber in einem Punkt sind wir uns alle ähnlich: Wir möchten die grosse Liebe finden, Gefühle zeigen, küssen und kuscheln, denn einsam gehen wir ein wie eine welkende Blume.

Wir Menschen sind von Natur aus kommunikativ, lieben soziale Kontakte und würden vereinsamen, wenn wir alleine durchs Leben schreiten. Deshalb gehört es zur Natur des Menschen, sich einen Partner zu suchen, mit dem man die körperlichen und seelischen Sehnsüchte ausleben kann. Aus diesem Grund hat das Flirten bereits seine volle Berechtigung, denn man muss ja sicherstellen, ob man mit einem Menschen in jeder Hinsicht gut zusammenpasst.

Da in unserer Gesellschaft ein Trend hin zum Single-Leben geht, wollen immer mehr Singles einen neuen Partner finden. Trends zum Kennenlernen sind daher kreativ geworden. Man lernt sich beim Speed-Dating kennen, quasi in fünf Minuten, aber das ist nicht schlimm, denn im Grunde zählt der erste Eindruck, den man sich in fünf Sekunden erarbeiten kann. Man trifft sich zum Kiss-Dating und testet, ob man chemisch bedingt zusammenpasst. Ein Kuss sagt mehr als zu viele Worte, da man sofort weiss, ob man den potentiellen neuen Partner riechen und schmecken kann. Zwar sind Kiss-Datings nicht für jeden geeignet, denn viele Menschen scheuen sich, einen Wildfremden zu küssen, aber einige Leute blühen bei so einem Date richtig auf. Hier muss man sofort Gefühle zulassen und diese auch zeigen.

In einer Beziehung geht ein Trend in Richtung gemeinsamer Karriere, oder zumindest dahin, gemeinsam an materiellem Wohlstand zu bauen, damit das gemeinsame Leben auch in schlechten Zeiten glänzt. Anfangs ist die Brille, bedingt durch die Verliebtheit, rosarot. Dies ändert sich heute schnell, sobald man den Partner nicht mehr grundlegend in seine Lebensplanung miteinbringen möchte. Man lebt sich auseinander. Dieser erschreckende Trend bringt so viele Kurzehen mit sich, dass jetzt sogar Scheidungspartys boomen, auf denen man sofort wieder einen neuen Partner kennenlernen kann. Hier kommen die Gefühle oft zu kurz.

Am wichtigsten, sowohl im Singleleben als auch im gemeinsamen Leben mit Partner und Familie, sind soziale Kontakte, küssen und kuscheln, das Gefühl, geliebt zu werden, denn wir schütten in Wohlfühlsituationen das Hormon Oxitocin aus, welches für eine gesunde Geborgenheit sorgt und sogar unser Immunsystem stärken kann. Deshalb sind Familie und Freunde wichtiger als der schnelle Flirt und der Seitensprung, denn wenn erst einmal der eigene Partner verschwunden ist, weil man sich eine Affäre gegönnt hat, kann das Leben einsam werden und krank machen. Gefühle müssen geordnet werden, sonst geht man in ihnen unter.

Ein starkes Gefühl ist Glück. Glücklich ist man, wenn man in den Flow kommt und Menschen um sich hat, mit denen man seine Zeit verbringen kann. Wer Glück und Zufriedenheit empfindet, kann sich glücklich schätzen. Wer auf der Suche nach dem grossen Glück ist, übersieht das kleine Glück, jagt ständig dem Luxusglück hinterher und ist am Ende unglücklich. Besser ist es, jedes Gefühl im Leben zuzulassen und sich darüber zu freuen, dann werden aus Tränen lauter Freudentränen.

Innige oder oberflächliche Gefühle

Wer sich Hals über Kopf verliebt, der liebt innig, ausgelassen, einfach richtig, weil es sich korrekt anfühlt. Man muss Gefühle zulassen, damit man sie spürt. Wer sich selbst blockiert, seine Gefühle ignoriert, kann sich in Teufels Küche wiederfinden, da er höchst wahrscheinlich immer wieder aus lauter unterdrückten Gefühlen falsch reagieren wird. Besser ist es, man lässt seine Liebesgefühle heraus, lässt ihnen freien Lauf, dann kann man auch seine Lust steigern. Stellen Sie sich schöne und innige Situationen mit Ihrem Liebsten, mit Ihrer Liebsten vor. Zuerst lebt man sie im Traum aus, dann werden sie zunehmend realer, bis sie in der Realität angekommen sind. So kann man lernen, seine Gefühle auszudrücken, ohne dass man sich blamiert.

Intime Gefühle nach aussen hin zeigen

Liebesgefühle, besonders körperlicher Art sind ein Weg, seine grösste Zuneigung zu zeigen, seine intensivste Begierde zu äussern, seine Hingabe zu präsentieren. Wer das Gefühl der Liebe in sich trägt, der möchte, dass die ganze Welt davon erfährt. Deshalb geben Liebespaare ja so gerne freizügig herzhafte Momente von sich preis, mit welchen sie bei normalem Menschenverstand nie hausieren gehen würden.

Nicht immer ist die Aussenwelt einverstanden, wenn sich Liebespaare in der Öffentlichkeit ihren Sehnsüchten hingeben, oder wenn sie gar in den sozialen Netzwerken ihre Zweisamkeit zelebrieren. Ja haben die denn kein eigenes Zuhause? Menschen, die keinen Partner haben, fühlen sich hier ausgeschlossen und benachteiligt, aber die Verliebten spüren oft nicht, dass sie die Mitmenschen nerven. Die körperliche Liebe sollte daher eher in trauter Zweisamkeit, hinter verschlossenen Türen stattfinden.

Sympathie - ein platonisches Gefühl

Wer einen Menschen platonisch liebt, der begehrt ihn nicht unbedingt körperlich, aber seelisch fühlt er sich mit ihm innig verbunden. Er schenkt ihm Aufmerksamkeit, führt tiefsinnige Gespräche mit ihm, bewundert ihn ganzheitlich und gönnt ihm einen tollen Partner. Platonisch kann man mehrere Menschen lieben, sie verehren und wie ein Minnesänger hofieren. Körperlich kann man meist nur einen Menschen lieben, denn laut Studien stumpfen die Leute ab, wenn sie wechselnde Liebespartner haben und lockere Beziehungen pflegen. Oberflächliche Liebe macht krank, tiefe Liebe verzeiht vieles, nahezu alles, und bedingungslos kann man am besten platonisch lieben, denn wenn der Körper ins Spiel kommt, möchte man unter anderem nicht mehr teilen, ein Stück des Partners besitzen und schon gar nicht zusehen, wie er sich neu verliebt.

Gefühle für den eigenen Partner

In der Partnerschaft ist die ganzheitliche Liebe genauso wichtig wie die rein körperliche. Man bewundert, achtet und schätzt sich gegenseitig. Und wenn diese Liebe phasenweise schrumpft, weil der Alltag uns auffrisst, liebt man wenigstens noch den Hund, der ist immer treu.

Viele Paare stellen das Materielle an erste Stelle, bevorzugen ein schönes Leben, machen Karriere und achten darauf, dass der Partner von Nutzen ist. Hier kann die Liebe schnell vergänglich sein, da sie nicht tief verwurzelt ist und nur eine oberflächliche Brillanz ausstrahlt. Liebe braucht im Grunde kein Geld, sie braucht ein Herz.

Die Liebe zum eigenen Partner kann in Eifersucht übergehen, oder schlimmsten Falls in Hass, wenn man sich vom Partner ungerecht behandelt fühlt, betrogen wird oder ausgenutzt fühlt. Die Hassliebe ist eine Form des Liebesakts, bei der man seinen Partner zwar aus tiefstem Herzen hasst, ihm die gleichen Qualen zufügen möchte, die man selbst in sich spürt, bei der man jedoch nicht loslassen kann, weil das Herz am Partner hängt. Man neigt dann dazu, sich zu unterwerfen, eine Art Hörigkeit an den Tag zu legen, sein Selbstwertgefühl zu verlieren und Dinge zu tun, bei denen die eigene Seele leidet. Hassliebe und Hörigkeit sind Zustände, die man schnellstens auflösen muss, denn die Psyche leidet darunter. Hier kann eine Therapie helfen.

Gefühle kann man in Farben ausdrücken

Die Gefühle besitzen Farben, welche ihre Ausdrucksweise unterstreichen. Die Farbe der Liebe, Lust und Leidenschaft ist rot. Die menschlichen Lippen sind von Natur aus rot gefärbt und laden automatisch zum Küssen ein, auch wenn viele Frauen das Rot ihrer Lippen stark betonen, um aufzufallen, um hübsch auszusehen, oder um bloss beim Küssen nicht übersehen zu werden. Herzen sind rot und signalisieren Herzenswärme. Das Blut ist rot und steht für den leidenschaftlichen Lebensfluss. So hat sich die Farbe der Liebe etabliert.

Studien haben ergeben, dass die Farbe Rot so aussagekräftig ist, wie ein eindrucksvolles Bild. Keine andere Farbe ist so anziehend, so umstritten und doch so begehrt. Entweder man mag sie, oder man hasst sie, für eine ausgewogene Neutralität sorgt diese Farbe jedoch nicht.

Männer fühlen sich von der Farbe Rot wie magisch angezogen, kleben an der Frau, die rot gekleidet ist und himmeln sie an. Frauen fühlen sich oftmals von der Anwesenheit der roten Farbe gestört, wenn sie von einer anderen Frau in Form von eng anliegender Kleidung getragen wird. Da kommt Rivalismus auf, denn keine Frau würde freiwillig ihren eigenen Mann mit einer anderen Frau alleine lassen, die ein rotes Kleid trägt, lange rote Fingernägel besitzt und mit ihren roten Lippen einen Kussmund bildet. Die Waffen einer Frau sind eben scharf.

Im Gegensatz zur Farbe Rot ist Rosa unschuldig, wirkt direkt harmlos und unverfänglich. Manche Männer bevorzugen rosa, weil sie damit Stabilität, Freundschaft und das unschuldige Wesen einer Frau in Verbindung bringen. Wenn eine Frau ein rosa Kleid trägt, spürt der Mann den Beschützerinstinkt in sich und umgarnt die Frau liebevoll. Wenn sie ein rotes Kleid trägt, spürt der Mann das Tier in sich und will die Frau unbedingt haben. So geizt er dann nicht mit zweideutigen Verführungskünsten. Wussten Sie, dass pink das neue Rot ist? Pink ist noch greller und wird laut einer Studie noch intensiver wahrgenommen.

Sinnliche Gefühle

Wie zeigt man sinnliche Gefühle? Wichtig hierbei sind die erotische Ausstrahlung, der verführerische Blick, die sinnlichen Lippen, der innige Zungenkuss, das Streicheln und Liebkosen des eigenen Körpers und des Partner-Körpers. In Liebesdingen spielt am Anfang die Verführung eine grosse Rolle, wobei Männer gerne erobern und Frauen nach wie vor gerne erobert werden. Die körperliche Zuneigung spielt in der Partnerliebe eine wesentliche Rolle, denn ohne sie kann man eine Beziehung langfristig kaum aufrecht erhalten, ohne dass man dabei unglücklich wird.

Wie versteckt man seine Gefühle?

Wie liebt man heimlich? Wichtig in dieser delikaten Angelegenheit ist es, dass man seinem Partner einen eventuellen Seitensprung nicht beichtet, denn man macht damit mehr kaputt als dass es nützlich wäre. Seitensprünge und Affären sind aufregend, leidenschaftlich und von unendlicher Lust geprägt, aber man muss schon der lockere Typ dafür sein, sonst nagt das schlechte Gewissen ganze Löcher in die Seele. Wer sein schlechtes Gewissen nicht erträgt, sollte lieber Abstand von der heimlichen Liebe nehmen, denn die leidenschaftlichste Geliebte kann anstrengend werden, wenn die eigene Frau an die Zimmertüre klopft.

Wir lieben trotz aller Gefahr diese innig prickelnde Lust auf Fremdfleisch. Das Fleisch ist schwächer als man glaubt. Deshalb boomt das Geschäft mit den käuflichen Gefühlen, welche eine Illusion darstellen, weil der finanzielle Hintergrund stets im Vordergrund steht. Die Geliebte ist auch so eine Sache für sich, eine Zweitsache, die moralisch verwerflich, praktisch jedoch erfüllend ist, wenn man dazu neigt, fremdzugehen. Übrigens lieben nicht nur Männer heimlich, auch Frauen gehen fremd, wenn der Lover sie umgarnt und hofiert. Liebe braucht Geheimnisse. Wenn man in einer Partnerschaft alles ausplaudert, alles tot redet und aus einer Mücke einen Elefanten macht, kann die Liebe schwinden. Wenn man allerdings kleine Geheimnisse bewahrt, die dem Partner nicht schaden, bleibt man geheimnisvoll und begehrt.

Wie lernt man zu lieben?

Lieben kann man bis zu einem gewissen Grad lernen, wenn man sich öffnet und Gefühle zulässt. Die reine Körperlichkeit, die optisch verführerische Leidenschaft und die seelische Verbundenheit, die mentale Kraft, die innere Bewunderung und Wahrnehmung müssen übereinstimmen, wenn man seinen Partner liebt. Bei der platonischen Liebe muss die seelische Komponente stimmen, damit man Sehnsucht nach dem einen, individuellen Menschen bekommt, mit ihm gerne zusammen ist und mit ihm sein Leben teilt.

Die bedingungslose Liebe

Die bedingungslose Liebe verlangt nichts, keine Gegenliebe. Sie ist da, erfreut sich an der puren Präsenz des Partners, oder sie schweift gedanklich durch den Raum, wenn man an den geliebten Menschen denkt. Sie ist wie eine gut gepflegte Blume, duftet süss und sieht wunderschön aus. Die bedingungslose Liebe ist jedoch sehr sehr selten, denn man erfreut sich ihrer sogar, wenn der Partner sich neu verliebt, da man dem geliebten Menschen sein neues Glück gönnt. Lieben zu lernen bedeutet, sich selbst zu lieben, dann ist man auch fähig, andere Menschen zu lieben. Der eigene Körper ist ein Schatz, von der Natur mit allem ausgestattet, was er braucht, und von uns selbst liebevoll gepflegt, sodass wir ihn bedingungslos lieben können. Wer andauernd an sich selbst, seiner Figur und seinem Aussehen etwas auszusetzen hat, wird auch an anderen Menschen laufend Fehler und Makel sehen. Wer mit seinem Körper zufrieden ist, mit sich in einer innigen Balance lebt, wird auch an anderen Menschen nur Schönheit und Attraktivität sehen.

Oberflächliche Gefühle

Wer oberflächlich liebt, der schätzt und begehrt das optische Bild eines Partners, die Ästhetik, die Attraktivität, den jungen, makellosen Körper, das zart beseelte Fleisch, Brüste, Po, die pralle Weiblichkeit, die stramme Männlichkeit. Stellen Sie sich vor, Sie besitzen einen perfekten, teilweise chirurgisch optimierten Körper, die Brustimplantate, Poimplantate und Bauchimplantate sitzen an den richtigen Stellen, Sie lernen einen Partner mit ebenso perfektem Körper kennen, und irgendwann lässt die Schwerkraft derart grüssen, dass nichts mehr zu retten ist. Ihr Partner hat Glück, sein Körper verfällt langsamer, er verlässt Sie und lästert über Ihren Körper. Dieses Gefühl ist schrecklich, und niemand möchte es am eigenen Leib spüren müssen. Deshalb sollte auch niemand über andere Leute lästern, sondern jeden Menschen so annehmen, wie er gebaut ist. Die oberflächliche Liebe kann grausam enden, sie hat nämlich ein Verfallsdatum, wenn der Körper abläuft und nur die Seele überlebt.

Mit dem Herzen fühlen

Wer tief und innig liebt, der liebt mit dem Herzen. Wir verlieben uns nicht in perfekte Körper, es sei denn, wir beschliessen, in der brillanten Oberflächlichkeit zu leben. Wer dies möchte, muss wissen, dass er ein Ablaufdatum besitzt. Wir lieben im Grunde Seelen, möchten auch im Alter noch geliebt werden und sind glücklich, wenn wir einen Menschen finden, der unsere Seele und nicht nur unseren Körper alleine liebt. Körperliche Liebe verleiht uns Hochgefühle im Bauch, in der Lendengegend, auf der prickelnden Haut. Tiefe, innige Liebe verleiht uns neben diesen Gefühlen zusätzlich noch Hochgefühle in der Seelengegend, im Herzen, und die Seele hat kein Ablaufdatum.

Wir sollten einen gesunden Zugang zu unserer Intimität bekommen, sie nicht tabuisieren und verdrängen, sie aber auch nicht öffentlich am Präsentierteller servieren, nur um Geld zu verdienen. Die verkaufte Illusion ist nämlich keine Liebe, die Bestand hat, auch wenn dieses Gewerbe samt all seinen Vermarktungsmöglichkeiten so alt wie die Menschheit selbst ist. Nur wer fähig ist, richtig zu lieben, findet einen Partner fürs Leben, findet nachhaltige Erfüllung am Körper und im Herzen. Lieben lernen heisst, geniessen, Gefühle und Streicheleinheiten austauschen, sich selbst und den Partner akzeptieren.

Grosse Gefühle

Im Laufe unseres Lebens begegnen uns zahlreiche kleinere bis mittlere Liebesgefühle, und dreimal begegnet uns die grosse, die wahre, die leibhaftige Liebe. Anfangs denken wir, sie endet nie, bis die nächste Liebe oder die Trennung naht. Die erste Liebe begegnet uns im Jugendalter. Teenager verlieben sich heftig, leiden enorm unter Liebeskummer, wenn es aus ist, und sie erholen sich in manchen Fällen nie richtig davon, weil die erste Liebe immer im Kopf bleibt. Die zweite Liebe ist meistens eine Schwierige, geprägt von Eifersucht, Disharmonie, Streit, Untreue und Nicht-Verstandenwerden. Man liebt und hasst sich, eine Art Hassliebe zieht sich durch den Alltag, und es dauert oft lange, bis man sich trennt. Die dritte grosse Liebe begegnet uns oft unerwartet, mitten im Leben, vielleicht inmitten der Wechseljahre, inmitten der Midlife-Crisis. Wir verstehen erst bei dieser Liebe, warum es vorher nicht funktioniert hat, denn wir sind reifer geworden und haben aus unseren Fehlern gelernt. Mit der dritten grossen Liebe werden wir meist alt und grau, sind immer noch verliebt, teilen Harmonie und Alltag miteinander und bewundern uns gegenseitig bis zum Tod. Allerdings verpassen viele Menschen ihre Liebe, weil sie zu wählerisch sind, zu hohe Ansprüche stellen, sich nicht verlieben können, weil innere Blockaden vorhanden sind, oder weil sie immer wieder dem lodernden Feuer der Verliebtheit begegnen und nicht treu sein können. Es gibt sogar Menschen, die verzichten auf die Liebe, weil die Sterne in ihrem Horoskop gerade schlecht stehen.

Wie findet man die grosse Liebe?

Wie findet man die grosse Liebe? Wie findet man eine neue Liebe nach einer Trennung? Und vor allem, wie bekommt man Liebe geschenkt? Zuerst müssen Sie Liebe schenken, und dazu brauchen Sie eine Portion dieses Gefühls in sich. Es ist wie mit einer Pflanze. Zuerst muss ein Blumensamen in der Erde verschwinden, damit die Blume wächst und schöne Blüten fürs optische Auge hervorbringen kann. Danach muss die Blume gegossen und gedüngt werden, damit sie lange für die Blütenpracht sorgen kann.

Wenn die Blüte dann durch die Frucht ersetzt wird, sieht die Blume zwar nicht mehr so hübsch aus, aber sie erhält eine ganz andere Schönheit, die Schönheit der fruchtbaren Liebe.

Und genau so ist es bei uns Menschen. Die Liebe, die man in sich gezüchtet hat, verschenkt man weiter und bekommt von überall her viel Liebe geschenkt, je mehr man gibt, desto mehr erhält man zurück. Liebe ist kein Kassenbon, den man für eingekaufte Liebesdienste erhält, denn diese Art ist eine Illusion. Bitte, sogar hier bin ich mir nicht ganz sicher, ob die Dienstleistung der Liebe nicht auch eine Liebe darstellt, denn für manche Menschen ist es ein machbarer Lebensweg. Sie bemerken schon, die Liebe ist so facettenreich, sie kennt keine kopfbetonten Grenzen.

Die erste grosse Liebe

Die erste Liebe vergisst man nie. Der erste Kuss prickelt selbst dann noch auf der Zunge, wenn man längst mit einem anderen Partner verheiratet ist, Kinder und Enkelkinder hat, und sich das uralte Fotoalbum ansieht. Die erste Liebe ist so heftig, dass man sich nach Jahren und Jahrzehnten noch einmal verliebt, wenn man den Partner aus längst vergangenen Jugendzeiten im Laufe des Lebens wieder trifft. Diese Liebe bewahrt sich einen ewigen Platz im Herzen, und das ist gut so, denn sie ist der Beginn eines neuen Lebensabschnitts, der erste Teil des Erwachsenwerdens, und sie prägt in gewisser Weise unser Liebesleben.

Liebe finden mit positiver Lebenseinstellung

Wie findet man nun seine nächste grosse Liebe? Zuerst müssen Sie sich selbst lieben, denn nur wer sich mag, kann auch positive Gefühle anderen Menschen entgegen bringen. Bitte, wenn es für Sie ein Kraftakt ist, sich selber zu lieben, dann probieren Sie es täglich mehrmals mit der folgenden Affirmation: Ich liebe mich, und ich liebe alle Menschen, und alle Menschen lieben mich, weil ich mich liebe. Ich ziehe die Liebe an wie nasses Laub. Juhu.

Wenn Sie sich lieben, begegnen Sie anderen liebenswerten Menschen, denn dann ist Ihr Kanaldeckel dafür offen, sodass prickelnde Gefühle durch den Liebeskanal gelangen. Manchmal ist man ja derart in seinem Tunnelblick des gestressten Alltags eingeschlossen, dass man die Liebe erst gar nicht bemerkt.

Die grosse Liebe muss nicht immer ein Mensch des gegenteiligen Geschlechts sein. Man kann die grosse Liebe auch in einer guten Freundin finden, in einem alten Bekannten, denn sie ist nicht auf den lustbetonten Körper reduziert, der vor Begierde den Blick für das Wesentliche verliert. Die Liebe zu Menschen, denen man seelisch nahe steht, ist genau so gross, grossartig und überdauert manchmal viele Hürden und stressreiche Zeiten. Ach ja, auch Männer lieben Männer, und Frauen lieben Frauen. Als ich einst zu Silvester die Anna kennenlernte, eine Freundin meiner Freundin, da tanzten wir die ganze Nacht eng umschlungen ins neue Jahr hinein. Als sie mich küsste, erschrak ich zuerst, denn diesen erweiterten Horizont kannte ich noch nicht. Und so lies ich meine begrenzte Gefühlswelt fallen und bewunderte die Anna, zumindest bis zum nächsten Tag.

Wie wichtig sind Liebesgefühle?

Wie wichtig ist es zu lieben und geliebt zu werden? Wir leben und entstehen durch die Liebe, wir gedeihen mit und in ihr, und wir nagen wie ein hungriges Tier an ihr. Liebe ist ein wertvolles Gut, mit welchem man nicht spielen sollte. Sie ist wunderschön und hat es verdient, in vollen Zügen ausgelebt zu werden, solange man dabei niemanden verletzt. Liebeskummer ist nämlich eines der schlimmsten Gefühle, die man haben kann, und es gab bereits Menschen, die daran zerbrachen. Trotzdem kommt man unter Umständen in die missliche Lage, sich entlieben zu müssen, und hier helfen gute Freunde, Schokolade und die Zeit, die fast alle Wunden heilt. Manche Menschen werden durch ihren Liebeskummer sogar schöner, weil sie sich selbst viel gönnen.

So finden Sie die grosse Liebe

LiebestippsWie findet man die grosse Liebe? Wer liebt, der lebt, und wer nicht liebt, der ist wahrscheinlich ein Griessgram. Die Liebe hat viele Gesichter, und das eindrucksvollste ist die pure Hingabe, die Zuneigung zu Menschen und Dingen. Wir leben vor allem die körperliche Liebe aus, die uns in Schwung bringt. Guter Sex ist wichtig. Er versüsst uns den Tag, stärkt das Immunsystem und regt das Dopamin im Körper an. Die platonische, tiefgründige Liebe ist jedoch genauso wichtig, da man sie unerwidert zu allem und jedem haben kann.

Wie liebt man richtig? Wichtig beim Lieben ist, dass die Chemie zwischen zwei Menschen stimmt, dass man eine tiefe Zuneigung füreinander empfindet, dass die Seele glücklich ist, und dass man miteinander glücklich ist. In der Liebe ist fast alles erlaubt, und trotzdem sollte man nur positive Gedanken und Handlungen hineinlegen, damit sie blüht und gedeiht. Sie wächst, wenn man sie verschenkt, und sie stirbt, wenn man sie erdrückt und unbedingt haben will.

Wie liebt man leidenschaftlich? Zuerst muss man sich selber lieben, seinen Körper mögen und ihn akzeptieren, seine Gedanken liebevoll sortieren, und erst dann kann man einen Partner lieben. Wichtig ist, dass man Gefühle und Nähe zulässt, das Intimleben als etwas Schönes wahrnimmt, Verantwortung übernimmt, bindungsfähig ist und nicht gleich beim ersten Streit wegrennt. Man muss den Partner bewundern, ihn samt seinen Macken lieben, und man sollte mit ihm alt werden wollen.


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