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Was ist Shopping?

ShoppingWie kauft man richtig ein? Beim Shopping ist es wichtig, dass man auf Qualität, Nachhaltigkeit, Umweltfreundlichkeit und auf Gütesiegel achtet. Der Konsument ist achtsamer geworden und kauft nicht mehr alles. Wir machen auch hin und wieder eine Shopping-Diät, um uns vom Konsumrausch zu erholen. Wer kaufsüchtig ist, sollte sich umgehend therapieren lassen, denn dies kann schlimm enden. Wer beim Shopping entspannt, es als eine Art Hobby ansieht, kann die Produkte geniessen, und wer allen Schnäppchen hinterher rennt, kauft oft Dinge, die er nicht braucht, nur weil sie billig sind. Wir sollten achtsamer einkaufen.

Shopping ist zu einem gewohnten Kult geworden, und sogar die Modeketten halten sich an die neuen Bedürfnisse der Gesellschaft und produzieren fast schon im Wochentakt neue Klamotten. Man kann sich auch einen Mann schön shoppen, wenn die Glücksgefühle zwischen Schuhen und Kleidern spriessen. Bitte, das funktioniert nur mit einer grosszügigen Kreditkarte, denn Kleingeldkramer shoppt man sich nicht schön. Man kann beim Einkaufen auch sparen, sodass man sich vom Ersparten ein neues Kleid kaufen kann. Beim Lebensmittelkauf sollte man abends losgehen, mit einer guten Einkaufsliste bestückt, ohne den Partner, mit vollem Magen, und die Quengelzone an der Kasse muss man meiden. Beim Schuhkauf sollte man mit Schwielen an den Beinen losgehen, dann passt nicht jeder Schuh und man kauft nicht jeden Treter. Beim Kleiderkauf sollte man sich vorab einen Bauch anfressen, dann passt nicht jedes Kleid, weil man in der Umkleidekabine frustriert dasteht und den Laden schnell wieder verlässt.

Was bedeutet Shopping?

Shopping bedeutet Konsum, Einkaufen, Handel, Waren vertreiben und Waren konsumieren. Es ist ein Lebensgefühl, ist zu einem Hobby geworden, und der Handel steigert jährlich seinen Umsatz. Shopping ist in gewisser Weise eine Art Entspannung, aber auch ein Wettlauf um die besten Schnäppchen, und es kann zur Sucht werden.

Wer beim Shoppen auf Nachhaltigkeit und Qualität achtet, der kauft günstiger ein, als jemand, der nur auf den nackten Preis achtet. So spart man Geld beim Einkaufen.

Das Wort Shopping kommt aus dem Englischen, heisst grob gesehen Einkaufen, und es dient der Warenbeschaffung. Bitte, bei dieser Begriffsklärung verliert man jede Lust aufs Shoppen. Dabei gehen wir so gerne durch die bunten Strassen und pressen unsere Nasen auf die Schaufenster der Läden. Eine Frau findet immer etwas, und vor allem findet sie den Weg in jeden Schuhladen. Wir Frauen sind da wie Hunde, markieren unser Revier mit dem neuesten Parfum, welches wir gestern kauften, und schon morgen finden wir etwas Aktuelleres. Wir schauen gerne, betreiben Windows Shopping wie die Weltmeister, während der normierte Mann sich denkt, bei uns Frauen stossen regelmässig zwei Raketen im Kopf zusammen, die unser Hirn gewaltig schädigen.

Männer shoppen in der Regel nicht gerne, aber wenn sie mit einer Frau Dessous kaufen, werden sie schwach und laden die Frau sogar auf die Unterwäsche ein. Mütter mit kleinen Kindern gehen auch nicht unbedingt gerne einkaufen, obwohl das Shoppen ein weibliches Phänomen ist. Der Handel hat sich inzwischen auf Mütter mit Kindern eingestellt und hat sein Sortiment auf Schuhe und Spielzeug fokusiert, denn dort fühlen sich Mama und Baby wohl. Single Frauen gehen gerne einkaufen, weil sie sich übermässig pflegen, stylen und perfekt kleiden, damit endlich wieder ein neuer Partner anbeisst.

Studien belegen, dass man beim Shopping sowohl Glücksgefühle als auch Frustbeulen im Gehirn bekommen kann, je nachdem, wie das Einkaufserlebnis wahrgenommen wird. Am besten ist es, man gönnt sich hin und wieder etwas Schönes und verzichtet auf das permanente Fast-Shopping, den schnellen, billigen Einkauf mit Jagdpotential.

Ein grosser Trend geht hin zum Onlineshopping. Man sitzt bequem zu Hause, shoppt im Internet, die Waren kommen bis an die eigene Haustüre, und was nicht passt, wird wieder umgetauscht. Der Onlinehandel profitiert, während der normale Handel ums nackte Überleben kämpft, weil die Läden übersichtlich menschenleer sind. Vor allem Bücher, Technik und Multimediaprodukte boomen online, während man sich im herkömmlichen Fachhandel nur noch eine möglichst kostenlose Beratung gönnt. Sogar Reisen werden zunehmend online gebucht, während die Reisebüros nur noch als seelsorgerische Anlaufstelle dient, in der man sich über das gewünschte Reiseziel informiert. Es ist deshalb nicht verwunderlich, wenn der Fachhandel eine ordentliche Beratungsgebühr verlangt.

Onlineshopping wird nur noch vom Teleshopping getoppt, denn hunderte Shoppingkanäle bieten ihre Produkte direkt übers Fernsehen an und bauen auf die positiven Emotionen der Zuschauer. Das Telefon liegt gut in der Hand, man will das Tagesangebot nicht verpassen, und schon kauft man eine Perlenkette, weil sie am eigenen Hals hoffentlich genauso schimmert wie am Hals des Models im Fernseher. Vielleicht braucht man die Kette nicht, aber dadurch, dass man sie nicht gleich bezahlen muss, sondern sie per Kreditkarte oder Lastschrifteinzug kauft, shoppt man sie leichter als im Laden, denn den Laden muss man erst betreten, und zu Hause am Sofa sitzt man einfach gemütlicher.

Unsere Shopping-Gewohnheiten treiben viele Leute in den Privatkonkurs, lassen uns mehr Geld ausgeben als wir einnehmen, und gesund bleiben wir auch nicht dabei, weil wir uns in kein Geschäft bewegen. Wenn der Onlinemarkt mit Lebensmitteln boomt, hat der Arzt viel zu tun, denn dann gehen wir nicht einmal mehr in den Supermarkt, sondern lassen uns Milch, Eier und Butter im konservierten Zustand, vollgestopft mit Plastik, Aromen und Zusatzstoffen nach Hause liefern. Wir sollten das Einkaufen wieder als Ritual ansehen, welches unseren Alltag auflockert, dann kaufen wir wieder bewusst, nachhaltig und qualitativ hochwertig ein.

Shopping ist für manche Menschen ein Übel, ein Geld- und Zeitfresser, für zahlreiche Leute jedoch ein Entspannungsfaktor, selbst wenn die Einkaufscenter verstopft sind.

Speziell für Frauen ist der Shoppingtrip ein berauschendes Erlebnis. Seit die Supermärkte ihr Sortiment erweitert haben, Kosmetik und Modelinien eingeführt haben, findet so manche Frau zwischen Milch, Wurst und Salatköpfen einen schicken BH oder wenigstens ein paar Strümpfe.

Shoppingtrends - So kauft man heute ein

  • Shoppingtrends - Audio

ShoppingWelche Shoppingtrends beeinflussen das Konsumverhalten? Die Produkte müssen funkeln, glitzern, sie müssen jedoch naturbelassen und aus ökologischem Anbau sein. Wie geht das zusammen? Selbst die reinste Baumwolle wächst nicht in schneeweisser Farbe, sondern sieht grau aus. Und die Biobanane ist eben etwas teurer, auch wenn sie die gleiche gelbe Schale wie die herkömmliche Banane hat. Der Konsument wählt zunehmend das Naturprodukt, und es entwickeln sich zwei Einkaufstypen, der Billigkonsument und der Qualitätskäufer. Es gibt ja auch zwei Einkaufstypen, Mann und Frau.

Männer und Frauen sind ja in der Tat verschiedene Wesen, wenn man genau hinsieht und einen Blick in deren Einkaufstüten wirft. Eine Frau liebt den ausgedehnten Einkaufsbummel, während ein Mann bereits beim Wort Shopping die Flucht nach draussen ergreift. Nun, das ist verständlich, denn er zahlt mit seiner reichhaltigen goldenen Kreditkarte, wenn er seinen Beruf der Berufung gefunden hat, und er schleppt die Tüten mit den schweren Stöckelschuhen drin, welche die Frau gekauft hat. Ich sage Ihnen, Schuhe sollte man immer am Ende einer Shoppingtour kaufen, dann sind die Tüten erträglicher. Shopping für Männer findet eher in den Männergärten, in den Baumärkten und Computerläden statt.

Abgesehen vom Kaufverhalten der Männer und Frauen haben sich neue Trends entwickelt, die das Einkaufserlebnis hochwertiger gestalten sollen. Man bindet heute seine Kunden an sich, indem man mit hauseigener Ware punktet. Im Supermarkt und Discounter sind diese Eigenmarken sehr begehrt und verdrängen zunehmend die Markenprodukte aus dem Ladenregal. Die Eigenmarken sind auf den ersten Blick gesund, weisen nicht so viele Inhaltsstoffe auf, sind nicht mit so vielen Aromen bestückt und sind auch billiger als das Markenprodukt. Viele Supermärkte haben Bio und Gesundheit als Kundenbindungsinstrument entdeckt und produzieren Wellnessprodukte, die dem Kunden Gesundheit und Natur signalisieren. So wird der Handel ein kleines Stück umweltfreundlicher, weil Bioware beim Konsumenten gut ankommt. Wenn man damit noch Geld spart, geht man gerne als Stammgast immer wieder in den selben Supermarkt.

Ein weiterer Trend ist das Erlebnisshopping. Man findet sich in einer Art Shoppingoase wieder. In der Fischecke sieht man ein künstlich angelegtes Meer und hört Meeresrauschen. In der Backwarenabteilung sieht man eine Getreidemühle und riecht das volle Korn. In der Obst- und Gemüseabteilung findet man sich auf einer künstlich angelegten Wiese wieder und glaubt, das Grünzeug liegt inmitten der Natur.

In den Modeläden existieren Umkleidekabinen, welche ganze Hintergrundkulissen darstellen, je nachdem, was man anprobiert. Mit einem Bikini glaubt man, man befindet sich direkt am Strand. Im Pullover glaubt man, der Winter ist in die Umkleidekabine eingezogen. Und so kann man seine Outfits gleich an die Umgebung anpassen, in der man sie schliesslich trägt. Diese Kulissen, welche man per Knopfdruck einschalten kann, verleihen einem ein gutes Anprobegefühl.

Privat verkaufen - Shopping direkt vom Wohnzimmer aus

Das private Verkaufserlebnis, direkt von zu Hause aus zu shoppen, boomt. Es gibt sogar private Verkäufer, die machen das Geschäft professionell und bieten Shoppingpartys an. Man trifft sich mit seinen Freunden in kleinen Runden, vorzugsweise im eigenen Wohnzimmer und bucht so eine private Shoppingparty. Vorwiegend werden Kleidung, Dessous, Kosmetik, Antifaltenprodukte, Liebesartikel, Lust und Leidenschaft, Dessous oder erklärungsbedürftige Produkte wie Vitaminpräparate und Nahrungsergänzung verkauft. Der private Verkäufer kauft die Ware vorab im Grosshandel ein, oder man macht einfach eine Shoppingparty, auf welcher man seine eigenen Dinge verkauft und tauscht. In privater Atmosphäre gerät man in eine Art Euphorie, trinkt Champagner, amüsiert sich und ist in bester Kauflaune. Es ist eine Alternative zum Internetshopping, denn nicht jeder sitzt gerne alleine zu Hause vor seinem Computer und shoppt online. Wenn man so eine Shoppingparty veranstaltet, sollte man einige Dinge beachten. Man muss einen Raum absperren können, in welchem man sensible Dinge wie Schmuck, Geld und Wertgegenstände verschliesst. Man sollte nicht wildfremde Leute per Zeitungsannonce einladen, da man ja seine eigene Privatsphäre präsentiert, aber Freunde sind gerne gesehen. Man sollte seine Wohnung aufräumen, denn immerhin empfängt man Gäste und repräsentiert sein Zuhause. Man sollte nicht mehr als 10 bis 20 Leute einladen, denn es könnte sein, dass die Wohnung überquillt, wenn die Freunde wieder Freunde mitbringen und es immer mehr Leute werden, die das Wohnzimmer ausfüllen. Bitte, irgendwann hat sogar der Fernseher keinen Platz mehr und verschwindet unbeobachtet. Aber ansonsten sind diese privaten Verkaufspartys ein Renner.

Einkaufen mit der Shopping App

Es gibt Zeiten, in denen aus dem Smartphone nützliche Dinge entspringen, wie beispielsweise die Shopping App. Heute kauft man mit dem Handy ein, managed seine Einkäufe wie ein Profi und steht sogar im Supermarkt mit seinem Kühlschrank zu Hause in Kontakt.

Die Shopping App zeigt uns Billigangebote, man kann mit ihr Preise vergleichen, auf Angebotssuche gehen, Waren miteinander vergleichen, Bioprodukte ausfindig machen, nachhaltige Produkte finden, die Waren scannen und schauen, welche Inhaltsstoffe sich darin befinden, ob Zusatzstoffe enthalten sind, oder in welchem Anbaugebiet die Ware produziert wurde.

Mit der Shopping App kann man auch online einkaufen. Hier sollte man jedoch aufpassen, Fake-Shops meiden, auf eine sichere https Verbindung bauen, seine Daten schützen, und man sollte nicht unbedingt im Park oder sonstwo shoppen, denn dort sind die Handy-Daten nicht umfangreich geschützt. Ich manage mit der App meine elektronischen Einkaufslisten, damit ich nicht im Kaufrausch versinke.

Der Shopping Automat für zwischendurch

Haben Sie sich auch gerne einen grässlich schmeckenden Kaffee aus dem Automaten herausgedrückt? Jetzt können Sie rund um die Uhr aus dem Automaten einkaufen. Wenn Sie schnell ein Foto von der neuen Bahnhofsbekanntschaft schiessen möchten, holen Sie sich eine Digitalkamera aus dem Automaten. Wenn Sie Ihr Handy zu Hause vergessen haben, kaufen Sie sich ein neues aus dem Automaten. Nur die Handynummern Ihrer Freunde sind auf dem neuen Smartphone noch nicht drauf, aber im Internet gibt es neue Freunde auf Facebook.

Shopping zu jeder Tageszeit und Nachtruhe, das ist eine wahrlich praktische Innovation, denn ich bin immer pünktlich um vier Uhr morgens hungrig. Da steht zukünftig mein Bäcker griffbereit neben dem Supermarkt um die Ecke. Nur Tüten schleppen, das kann er noch nicht, der Shopping Automat. Aber dafür spuckt er bereits Goldbarren für die nächste Wirtschaftskrise aus, und bequeme Ballerinas für die durchtanzte Nacht.

Online Shopping liegt zunehmend im Trend

Online Shopping im Internet boomt, weil die Online-Shops zunehmend über einen guten Service und über einen körpergenauen Konfektionsgrössenscanner verfügen. Hier kann man sich die ausgesuchten Waren gleich vorab mit seinen Freunden bei Facebook begutachten, bevor man jeden Unsinn kauft. Ausserdem kommt die Ware direkt zu uns nach Hause und wir brauchen nicht vor die Türe zu gehen.

Bitte, ein Trend beim Shopping wird sich wohl niemals richtig durchsetzen, das Einkaufen von Lebensmitteln im Internet. Tests haben schaudernde Ergebnisse gebracht. Da kam das Hühnchen durchgeschwitzt und völlig übermüdet inmitten geschmolzener Eisblöcke, welche inzwischen zu kleinen Wasserbecken geworden sind im durchnässten Karton an. Die Eier hielten es in ihrer kalkhaltigen, zerbrechlichen Eierschale nicht aus und schwammen im Karton mit dem Hühnchen um die Wette, denn Eier haben eine sensible Seele. Vielleicht setzt sich einmal das Bestellen direkt in den Supermärkten durch, wenn am selben Tag die Ware frisch vom Kurier geliefert wird, ähnlich wie beim Pizzaboten, aber Lebensmittel per Postpaket halten es einfach nicht so lange aus, bis sie beim Konsumenten ankommen.

Der Lieferservice bringt die Einkäufe direkt an die Haustüre

Der Lieferservice boomt, weil man zunehmend über eine ausgefeiltere Logistik verfügt, sogar Drohnen zum Liefern einsetzt und dem Kunden alles vor die eigene Haustüre bringen kann. Neulich stand eine Bäckersfrau mit lecker gebackenen Croissants vor meiner Türe und fragte, ob ich kosten möchte. Bitte, das hätte sie nicht tun dürfen, ein fataler Fehler, denn ich roch das frische Gebäck, nahm mir eines, und voila, jetzt bin ich Kunde bei diesem Lieferservice. Ich konnte einfach nicht anders, ich bestellte gleich so eine Testladung voller Croissants, dunklem Fitnessgebäck und kleinem Schurgebäck. Die Ware kam tiefgekühlt, total frisch und unverdorben bei mir an, direkt vom Lieferanten. Bitte, die Post kann da nicht mithalten, selbst, wenn die Pakete mit Drohnen versand werden. Was macht eigentlich eine Drohne samt Paket, wenn es regnet? Sie nimmt sich einen Regenschirm, zieht sich Gummistiefel an und beeilt sich, damit die Ladung nicht nass wird.

Ich denke, wenn alle Tiefkühllieferanten ihre künstlichen Aromen und Geschmacksverstärker aus dem Sortiment nehmen, wenn sie die Packungsgrössen auf die zahlreichen Single Haushalte anpassen, dann wird das Direktshopping per Lieferservice boomen, denn unsere Zeit wird immer schnelllebiger, kürzer und tiefgefrorener. Alles, worauf wir Wert legen, sind: kurze Wege, natürliche Nahrungsmittel, schnell zubereitet und gut zu verdauen. Am liebsten bekommen wir die Ware direkt ins Hausgeliefert.

Grosse Einkaufscenter verdrängen die kleinen Läden

Die grossen Shoppingcenter boomen, sie wachsen wie Pilze aus dem betonierten Nährboden der Städte. In Klagenfurt entstand einst ein Einkaufscenter mitten in der Stadt. Mittlerweile ist die Stadt fast leer, aber die Cityarcaden sind dafür so voll, dass man kaum Platz im Nudelrestaurant bekommt. Nudel machen dick, aber mich machen sie glücklich.

Die grossen Shoppingcenter sorgen dafür, dass die Innenstadt leer wird, aber dafür boomt in den Centern das pure Leben. Bitte, im Winter ist es warm drin, im Sommer dafür kühl, es weht ein frischer Parfumduft durch die klimatisierte Luft, und die Geschäfte sind auf mehreren Etagen direkt nebeneinander, notfalls auch übereinander. Rolltreppen fahren ist nicht mein Ding, ich nehme den Lift. Und ich finde immer etwas in meinen Lieblingsläden, notfalls auch einen Smoothie, der mich stärkt.

Der Trend der grossen Einkaufscenter ist erschreckend, da man sich nicht mehr in der Innenstadt unter freiem Himmel bewegt, nicht mehr die Gastronomie in der Stadt besucht, sondern nur noch bei vollklimatisiertem Raumflair auf und ab läuft, die Frischluft durch die Klimaanlage einatmet und das Einkaufscenter als Sporthalle ansieht. Immerhin legt man einige Kilometer zurück, wenn man sich einen ausgiebigen Shoppingbummel gönnt.

Fashion Sharing - gut für die Umwelt und den Geldbeutel

Weil sich ein Trend zu Fast Fashion, zur schnellen Mode zu kleinen Preisen entwickelt hat, entwickelte sich ein neuer Trend daraus, das Teilen und Sharen der Kleidung. Es gibt bereits Pioniere, kleine Anbieter dieses Shoppingmodells. Man mietet sich für einen Monat lang einige Outfits, bringt diese wieder zurück, bezahlt nur die Miete für die Kleidung und kann sich wieder etwas Neues aussuchen.

Der Umweltgedanke hinter diesem Einkaufsmodell fasziniert mich, denn ich habe neulich 7 Kartons voller Altkleider zur Caritas gebracht und weiss nicht, ob die etwas mit den Kostümchen und Hosenanzügen in rot und pink, in gelb und grasgrün anfangen kann. Beim Sharing Modell findet sich immer jemand, der etwas davon brauchen kann, und es wird weniger weggeworfen. Shopping muss nachhaltiger werden, sonst ersticken wir im Plastikmüll.

Shopping macht glücklich

  • Einkaufen Teil 1 - Audio
  • Einkaufen Teil 2 - Audio

EinkaufswagenNeueste Studien haben ergeben, dass Shopping einsam macht. Das stimmt nicht ganz. Shopping verleiht uns Glücksgefühle im Bauch, als ob tausend Schmetterlinge in unserem Magen von Blume zu Blume fliegen würden, vom süssen Nektar kosten und sich des flatternden Lebens erfreuen. Und so bekommen wir Glücksgefühle beim Einkaufen, wenn uns die Werbeprospekte mit ihren verlockenden Botschaften um die Ohren flattern, wenn wir vom süssen Nektar der konsumfreudigen Produkte kosten und uns am unbeschwerten Leben der Konsumwelt erfreuen. Für mich ist Shopping der beste Urlaub, die reinste Entspannung, denn ich gönne meinem Ego zwischendurch gerne ein Häppchen vom süssen Shoppingrummel.

Shopping ist ein Zustand, der so berauschend ist, dass er zur Sucht werden kann. Es ist die Beschaffung von Gütern, die man zum Leben benötigt. Gefährlich wird es erst, wenn man übermässig viele Güter kauft, die man nicht braucht. Shopping ist ein wahrlich seltsames Phänomen. Wenn ein Produkt begehrt ist, wollen es alle haben, kaufen es alle wie die Hamster ein. Wenn ein Ladenhüter noch so billig aus dem Regal schaut, will ihn niemand kaufen. Und so ist der Konsum eine Art Wettrennen, Wett-Einkaufen, ein Marathon rund um die besten, best bepreisten Produkte.

Glücksgefühle kann man insbesondere beim Schuhkauf entwickeln, was besonders bei Frauen auffällig ist. Kennen Sie die Frau, die so viele Schuhe für die Katz kaufte, dass sie einen Zoo damit eröffnen konnte? Dumm daran war bloss, dass die Katzen auf so hohen Absätzen nicht laufen konnten, und so brachte sie ihre 10 cm bis 12 cm hohen Stöckelschuhe zur Caritas. Bitte, nicht einmal die Caritas erfreute sich an diesen Stelzen. Ach, wer braucht schon Laufschuhe, wenn man das Leben auch in Liegeschuhen im Bett verbringen kann. Wenn Ballerinas und Sneakers wieder in Mode sind, kauft man sich flache Schuhe und trägt die High-Heels zur Altkleidersammlung.

Wie entstehen Glücksgefühle beim Shopping?

Beim Einkaufen werden Glückshormone befreit, die sich im tristen Alltag eingesperrt fühlen. Es kommt auf die Dosierung an, denn wenn man mehr einkauft, ist man glücklicher. Es kommt auch darauf an, ob man ein Mann oder eine Frau ist, und darauf, in welchem Laden man einkauft. Sie sehen schon, das Shopping ist eine eigene Wissenschaft, die man gelernt haben muss, damit die Glückshormone ihre Freiheit finden. Im Gehirn werden die Endorphine frei, welche für die ultimative Hochstimmung sorgen. Es ist ein psychologisch erklärbares Phänomen, ein neurologisch auswertbares Gefühl.

Der Supermarkt verleiht keine Glücksgefühle, nur der leere Magen frohlockt, wenn er Essen riecht. Wenn Sie beispielsweise in einem Supermarkt Lebensmittel einkaufen, sehen Sie nicht gerade zufrieden aus, besonders nicht, wenn Sie in der Warteschlange an der Kasse stehen. Warum ist eigentlich die meiste Zeit über nur eine Kasse geöffnet? Sind Sie schon einmal mit leerem Magen einkaufen gegangen und haben an der Kasse gestanden? Da macht sich ein derartiges Hungergefühl breit, sodass man den Nachbarn auffressen könnte, der vor einem wartet.

Nicht jeder Shoppingtrip macht uns glücklich. Wenn Sie ein Mann sind und mit Ihrer Frau neue Klamotten kaufen, haben Sie auch nichts zu lachen, es sei denn, die Frau nimmt Sie aus Kulanzgründen mit in die Umkleidekabine, wenn sie neue Dessous anprobiert. Als Frau in einem männlichen Schuhsalon hat man auch das Pech, nichts für sich selbst zu finden, was die Stimmung empfindlich reizen kann, wenn der Mann nicht in die Gänge kommt und jeder Schuh irgendwo kneift. Lieber Besucher, auch fürs Shopping braucht man einen Plan, damit für Sie und Ihn der freie Tag angenehm wird. Männer und Frauen shoppen nämlich vollkommen unterschiedlich.

Glücksgefühle beim Schuh-Shopping

Shopping ist Schuhkauf auf hohem Niveau. Schuhe kaufen, eines der grössten Frauenprobleme unserer heutigen, konsumintensiven Zeit. Schuhe kaufen ist neben Klamotten, Schmuck, Modeaccessoires, Hüte, Taschen und Handys kaufen ein ernst zu nehmender Zustand, der krankhaft ausartet, wenn man nicht ein Schloss an die Geldbörse schraubt, denn die arme Geldbörse muss sich laufend zu hochhackige Schuhe anziehen und geht dabei vor die Hunde, weil sie durch das Laufen in den zu hohen Schuhen immer dünner wird.

Wie entkommt man als Frau dem pausenlosen Zwang, Schuhe kaufen zu müssen? Wir brauchen keinen Alkohol, um betrunken zu sein, der nächste Schuhladen wirkt wie Alkohol im Gehirn, er macht uns betrunken vor lauter Kaufrausch. Es gibt bis heute leider keine Möglichkeit, um Frauen von Schuhen abzuhalten, wir sind gezwungen, mit den Tretern zu leben, so lange, bis wir uns evolutionsbedingt verändert haben und zu einer Art künstlichen Intelligenz ohne Gefühle mutiert sind.

Glücksgefühle beim Massen-Shopping

Shopping ist eine Art Wirtschaftspolitik. Wir müssen umdenken. Gut, die Politik malt sich grosszügig geschnittene Arbeitspläne, Jobpläne, Geschenkeaktionen und Steuersenkungspläne aus, damit der Konsum angekurbelt wird. Gleichzeitig malt sie sich Sparpläne aus, damit die Schuldenbremse fester angezogen wird. Manche Politiker stehen sogar mit beiden Füssen auf der Schuldenbremse, und der Geld-Zug rollt trotzdem noch. Hauptsache der Handel verzeichnet ein Umsatz-Plus. Genau dieser steigende Umsatz, der jährlich erhöht werden muss, verleiht dem Konsum Glücksgefühle in der Magengegend, solange die Konsumenten mitspielen und fleissig kaufen. Wir entkommen diesem Phänomen erst, wenn wir nachhaltig shoppen und uns die gekauften Produkte näher ansehen. Nicht die Masse, sondern die Qualität sollte im Vordergrund stehen.

Glücksgefühle beim Billig-Shopping

Das Thema Shopping ist zu einem Billigkonsum geworden. Fakt ist, dass der Konsum noch nie so stark war wie in der letzten Zeit. Überall winken Rabatte und Gutscheine. Wir wollen Bonuspunkte sammeln und kaufen unzählige Liter Milch, die wir kaum trinken können, kaufen zahlreiche Joghurts, die im Kühlschrank ablaufen, während sie sehnsüchtig aufs Aufessen warten, aber die Bonuspunkte stimmen.

Wir jagen Rabatten hinterher, die Konsumwelt wird immer billiger, Klamotten aus Bangladesch bekommen wir zum Semmelpreis, nur die Lebensmittelpreise steigen drastisch an, damit wir von Preisnachlässen und Rabattaktionen profitieren. Und genau dieser Profit verleiht uns Glücksgefühle im Bauch, denn der Konsument ist manchmal wie eine Schaufensterpuppe, nur mit dem kleinen Unterschied, dass er vor dem Schaufenster steht und Preise vergleicht.

Ich habe mir schon oft überlegt, aus dem Shoppingwahn auszusteigen. Immerhin habe ich meinen wöchentlichen Streifzug in meinem Lieblings-Shoppingcenter auf vier Geschäfte reduziert, wobei ich die Lebensmittel nicht inkludiere, denn ich bin kein Rabattjäger. Gut, ein Kostüm lacht mich fast immer an. Ich besitze sie bereits in allen möglichen und unmöglichen Farben. Bis jetzt hat sie mein Kleiderschrank gefressen, und ich schwöre, ich höre damit auf, wenn kein Platz mehr im Schrank ist.

Lieber Besucher, Sie sehen schon, es ist schwierig, sich der Konsumgesellschaft zu entziehen. Wie soll ich abstinent beim Einkaufen werden, wenn ich am Samstag in meinem Lieblings-Shoppingcenter frühstücke und mich der Italiener bereits beim Namen kennt. Der weiss mittlerweile sogar, was ich frühstücke.

Glücksgefühle beim Shoppingtrip

Shoppen ist eine Art Ritual für Körper, Geist, Seele und das Ego. Der Körper rennt sich die Beine in den Bauch, wenn er von Laden zu Laden schlendert. Der Geist ist überfordert, wenn er sich durch die vielen Klamotten wühlt. Das Ego ist zufrieden, wenn es sein Prestige durch ein neues Kostüm aufwerten kann, und die Seele leidet, denn sie leidet immer, wenn sich das Ego freut.

Ich habe mir einmal das rege Treiben in meinem Lieblingsladen angesehen. Die Leute kommen nicht nur des Kaufens Willen, sie schauen, stöbern, hetzen den billigen Schnäppchen hinterher, und sie sammeln Treuepunkte, Rabattmarken und Bonuspunkte. Sie lechzen danach, etwas zu kaufen, bei dem sie sparen können. Ich dachte nach. Wieviel Geld könnte man sparen, wenn man ein unnötiges Produkt nicht kauft? Aber wo hätten wir dann dieses Glücksgefühl, welches sich wie ein Nervenkitzel im Bauch ausbreitet? Wahrlich, Shoppen ist so unwichtig, dass es bereits wieder wichtig ist.

 


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