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Welcher Shoppingtyp sind Sie?

ShoppingWir unterscheiden verschiedene Shoppingtypen, wobei der Frustkäufer, der Prestige-Shopper und der einsame Einkäufer, der sich ständig etwas gönnen muss, besonders gefährdet sind. Der Gelegenheitskäufer, der durch die Strassen und Läden bummelt, sich mit Freunden einen kleinen Shoppingbummel gönnt, ist weniger gefährdet.

Der Glückskäufer gönnt sich Glücksgefühle, der Schnäppchenjäger kauft billig und viel, und so kann man am Shoppingverhalten erkennen, wie gesund jemand einkauft.

Die Kaufsucht lauert überall, wo man mit Shopping etwas ausgleichen möchte. Freude, Freunde, Liebe und Zufriedenheit kann man nicht käuflich erwerben, wobei ich mir in der heutigen Konsumwelt nicht sicher bin, ob dies noch so stimmt. Neulich kaufte sich jemand seine Frau aus dem Katalog, seine Freunde auf ebay und sein Glück in Form eines Lottoscheins.

Warum shoppen wir eigentlich so viel? Wir belohnen uns gerne. Es werden nämlich im Gehirn Endorphine frei, die uns leistungsfähiger und zufriedener machen. Es ist sozusagen unser Hirn, das Schuld am Konsum trägt, weil wir unsere Lebensqualität zunehmend von materiellen Dingen abhängig machen. Nur die Geldbörse trauert, wenn sie geleert wird, und darum sollten wir uns beim Shoppen ein Limit setzen und die Kreditkarte nicht bis ans Limit ausreizen.

Manche Leute kaufen aus lauter Frust über misslungene Situationen im Alltag, über nicht erreichte Ziele und aus Enttäuschung in der Partnerschaft ein. Die rennen bei ihren Frustkäufen durch die Boutiquen und ergreifen alles, was ihnen zwischen die Finger kommt. Da muss die Kaufhausware förmlich die Flucht ergreifen. Der Frustkäufer wird spätestens zu Hause merken, dass ihm das Ershoppte nicht gefällt. Die Frustkäufe landen unterm Bett, im Schrank, im Keller und in der Altkleidersammlung. Darum sollten wir bewusst darauf achten, dass wir nichts kaufen, wenn wir frustriert sind, sonst müllen wir die Umwelt zu. Der Frustkäufer sollte regelmässig eine Shopping-Diät machen, um nachhaltiger zu leben, und sein Shoppingproblem in den Griff zu bekommen.

Einige Leute kaufen aus purer Lust am Geldausgeben ein. Sie betreiben Shopping als eine Art Sport, verbringen damit ihre Freizeit, laufen durch die Shoppingcenter und belohnen sich danach in einem der Cafes mit Kaffee, Sekt und Torte. Hier wird Shopping zum Lifestyle. Man kauft billige Fast-Fashion, gönnt sich wöchentlich neue Klamotten, kauft nicht mehr einzelne Teile, sondern Kiloware ein, und man rennt sich in den Läden gegenseitig über den Haufen, weil jeder die besten Billigklamotten erwischen möchte. Es ist ein Lebensstil, der mit Vorsicht zu geniessen ist, da er uns langfristig krank und depressiv macht, die Umwelt schädigt und uns zunehmend unzufriedener werden lässt. Wer mehr als zweimal pro Woche sämtliche Läden abklappert und überall die neue Kollektion kauft, der sollte anfangen, bewusster zu shoppen und sich bei jedem Teil fragen: Will ich das Ding in mein Leben lassen?

Der Frustkäufer

Wenn Sie der Frustkäufer sind, gehören Sie zu einer gefährdeten Gruppe und müssen aufpassen, dass die Kaufsucht nicht eines Tages in Ihnen aufkeimt. Ob Sie bereits kaufsüchtig sind, erkennen Sie an Dingen, welche Sie zwar besitzen, aber im Alltag nie in Verwendung haben. Der Frustkäufer verspürt das starke Verlangen, jedes Mal, wenn in seinem Leben nur das Geringste schief läuft, konsumieren zu müssen. Der Partner kommt zu spät nach Hause, und schon muss man einkaufen gehen. Der Chef geigt einem die Meinung, und sofort geht man shoppen. Suchen Sie sich ein anderes Ventil, um Frust abzubauen, eine Sportart, Joggen, Boxen, Schwimmen, Radfahren, dann bauen Sie Frust ab, ohne dass Sie unnötige Dinge anhäufen.

Der Dauershopper

Ein Shoppingtyp, der hochgradig gefährdet ist, findet sich im Dauershopper wieder. Er zieht fast täglich, mindestens zwei bis dreimal pro Woche durch die grossen Einkaufszentren, schaut andauernd in seine Lieblingsläden hinein und wird immer fündig. Etwas passt einfach immer. Er shoppt in der Woche so viele einzelne Teile, dass sie in der Summe gesehen nie zum Einsatz kommen, zu Hause nur die Schränke füllen, bis das Haus überquillt. Lebensmittel und Klamotten werden regelmässig entsorgt, damit Platz für Neues ist. An Nachhaltigkeit denkt der Dauershopper nicht. Wenn Sie täglich durch die Stadt gehen und dabei nebenher shoppen, entsteht eine Art Gewohnheit, ein ungesundes Konsumverhalten. Lassen Sie lieber die Preisschilder an der Ware dran, dann können Sie die ershoppten Teile wieder umtauschen. Notieren Sie sich im Terminkalender ein bis zweimal im Monat ausgewählte Shoppingtage und meiden Sie die restliche Zeit über Ihre Lieblingsboutiquen. So entkommen Sie dem Dauershoppingwahn.

Der Gelegenheitskäufer

Beim Gelegenheitskäufer entsteht die Kaufsucht nicht so schnell. Er gönnt sich gelegentlich etwas, füllt jedoch seine Freizeit mit sinnvolleren Dingen aus, nicht nur mit purem Konsum. Er zieht zwar durch die Läden, schaut, was es Neues gibt, er kauft sich jedoch nicht alles, was ihn anlacht. Wir Frauen neigen ja dazu, bei jeder Gelegenheit shoppen zu gehen, aber wir kaufen auch nicht alles, wenn unser Konsumverhalten noch gesund ausfällt. Nur bei Schuhen machen wir eine Ausnahme, denn der Fuss passt vor und nach jeder Diät in den Schuh hinein.

Der Shoppingmuffel

Der Shoppingmuffel gehört nicht zu den Kaufsüchtigen. Er ist meist männlich, oder ein Aussteiger, oder er lebt bewusst natürlich und verzichtet auf Konsum jeglicher Art. Manchmal ist es auch einer, der das Einkaufen hasst. Bei Lebensmitteln finden wir den Shoppingmuffel oft vor, denn die reine Nahrungsbeschaffung verleiht uns nicht direkt Glücksgefühle. Der Magen will gefüllt werden, das Belohnzentrum im Hirn bekommt nichts davon ab, ausser ein Sättigungsgefühl. Wenn Sie ein Shoppingmuffel sind, leben Sie gesund, denn Sie besitzen nur das, was Sie im Alltag auch tatsächlich nutzen.

Wie erkennt man den Shoppingtyp am Einkaufswagen?

Man erkennt Shoppingtypen am Einkaufswagen im Supermarkt. Der Single-Shopper kauft gerne Fertigprodukte, Pizza, kleine Portionen, und er hält sich vorwiegend in der Tiefkühlabteilung auf. Der Familientyp kauft gerne viel ein, denn die Kinder, der Hund, die Katze und der Kanarienvogel müssen versorgt werden.

Der Gesundheitsbewusste kauft gerne Frischwaren, Vitalprodukte, Obst und Gemüse. So können Sie sich im Supermarkt auf Partnersuche begeben, wenn Sie gerade Single sind und flirten möchten. Aber Achtung, nicht immer stimmt der Menschentyp mit seinem Einkaufswagen überein, denn nicht jede Frau ist solo, wenn sie beispielsweise nur die Butter einkauft, die sie vielleicht vergessen hat.

Der weibliche und der männliche Shoppingtyp

Shopping ist grundsätzlich ein weiblich dominantes Phänomen, aber auch der Mann kann zum Shopper werden. Männer kaufen vorwiegend Technik ein, auch gerne im Internet. Wenn bei Ihnen tausend Kabel im Haus liegen, sind Sie kaufsüchtig, auch wenn Sie nur vor dem Computer sitzen und im Netz shoppen. Männer kaufen Smartphones, Tablets, digitale Güter fürs Prestige, so lange, bis der Kopf vor Multimedia und technischen Spielereien überquillt. Versuchen Sie einmal, den technischen Spielereien zu widerstehen, sich dafür einen Monat lang nur vegetarisch zu ernähren und auf Ihren Körper zu achten. Sie werden bemerken, dass Ihr Augenmerk zunehmend auf Ihre Gesundheit ausgerichtet ist und Ihr Körper aufblüht.

Frauen kaufen Kleidung, Schuhe, Taschen, Schmuck und Accessoires, bis die Schränke platzen. Man zieht nicht alles an, was man ershoppt hat, oft hält das Glücksgefühl nach einem Shoppingtrip nur kurz an, aber Hauptsache das neue Teil befindet sich im eigenen Besitz. Manche Frauen besitzen begehbare Kleiderschränke, so gross, dass man den Raum nicht mehr erkennt. Manche Frauen machen das Einkaufen zum Beruf und präsentieren ihr Ershopptes in Haulingvideos auf YouTube. Schön wäre es, wenn man die überquillenden Klamotten an arme Menschen weitergeben würde, anstatt sie nach einer Weile achtlos wegzuwerfen.

Der Test: Welcher Shoppingtyp bin ich?

Wenn Sie wissen möchten, welcher Shoppingtyp in Ihnen steckt, machen Sie den Test. An Hand von psychologischen Fragen können Sie Ihr Kaufverhalten überprüfen.

Wann waren Sie zum letzten Mal shoppen? Welches Teil haben Sie zuletzt gekauft? Wie oft in der Woche gehen Sie Kleidung einkaufen? Achten Sie beim Shoppen auf den Preis? Wie voll ist Ihr Kleiderschrank? Was befindet sich in Ihrer Handtasche? Haben Sie Glücksgefühle beim Shoppen? Wie oft ziehen Sie ein Kleidungsstück an, bevor es entsorgt wird?

Wer vorwiegend billige, dafür jedoch haufenweise Kleidung besitzt, wer einen überquillenden Kleiderschrank besitzt, in welchem sich noch nie getragene Klamotten befinden, könnte kaufsüchtig sein. Wer öfters als einmal pro Woche shoppt, seine Kleidungsstücke weniger als 10 mal trägt, bevor er sie entsorgt, in seiner Handtasche mehr als die Geldbörse, das Handy, Taschentücher, Schminke und die nötigen Utensilien wie den Haustürschlüssel verstaut, lebt gefährlich an der Suchtgrenze. Hier ist eine Shoppingdiät nötig.


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Elisabeth Putz

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