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Was ist Technik?
Unter den Begriff der Technik fallen alle handwerklichen, manuellen oder automatisierten Vorgänge im Leben, das Handling, welches wir an den Tag legen, die Maschinen, die unser Leben erleichtern, die Handgriffe, die zu einem Produkt führen. Das Wort Technik kommt aus dem Griechischen, Technikos, und es bedeutet Automation. Sogar das griechische Alphabet ist eine eigene Technologie für uns, wenn wir die Sprache nicht beherrschen. Technik ist Kunst und Handwerk zugleich, die Kunst, ein Handwerk zu beherrschen, und die Kunst, vom Design über den Entwurf und die Produktion zu einem fertigen Endprodukt zu gelangen. Man muss sein Handwerk beherrschen und gleichzeitig kreativ sein, damit das Endprodukt einer Idee im Kopf zu einer guten Sache wird. Wenn man die kreative Kopfarbeit weglässt, so ist es lediglich die sachliche, vollautomatische Ebene der Produktgewinnung. Technik ist Bequemlichkeit und Fortschritt. Wenn man sein Haus per App bedient, Lichter, Jalousien, Türen und Fenster per Knopfdruck öffnet, kann man im Bett liegen bleiben, und die Arbeit erledigt sich von ganz alleine. Die angenehme Seite bemerken wir bereits morgens, wenn wir die Kaffeemaschine in Betrieb nehmen. Die gute alte Hochlandbohne hat ausgedient, denn wir nehmen heute Kaffeetaps, selbst wenn sie nicht unbedingt gesund sind. Technik ist multimediale Demenz. Wenn wir nur noch zwei bis drei Finger verwenden, um unseren Alltag zu regeln, verkümmert die restliche Hand, aber der Mausfinger für den Computer und der Wischfinger fürs Smartphone bleiben aktiv. Bitte, da fehlt nur noch der Schmutzfinger am Klo, mit welchem wir uns den Po wischen, aber hierfür gibt es auf den neuesten Klodeckeln eine extra automatisierte Vorrichtung, die uns diese Arbeit abnimmt, weil den Finger brauchen wir zum Wischen, wenn wir mit dem Smartphone am Klo sitzen. Wie wichtig ist moderne Technik?Die moderne Technik ist wichtig, da sie das Klima schützt, nachhaltig ist und weniger Energie frisst. Wir können heute bequem leben, ohne uns Sorgen um Energieversorgung, Grundbedürfnisse und Lebensqualität zu machen. Trotzdem müssen wir dafür sorgen, dass wir in neue, umweltfreundliche Technologien und Energien investieren, sonst fliegt uns der alte Dieselmotor eines Tages um die Ohren. Je mehr Technik vorhanden ist, desto ärmer wird unser manuelles Zentrum im Gehirn. Wenn wir nur noch die Wischtechnik am Smartphone brauchen, um unser Leben zu steuern, verkümmert unser Muskelapparat, die Koordinationsstärke geht verloren, und wir leiden eines Tages unter digitaler Demenz. Das Smartphone ist jedoch zum wichtigsten Element in unseren Händen geworden, und es gibt Menschen, die leiden unter Entzugserscheinungen, wenn sie eine Stunde oder länger nichts von ihrem Handy hören. Mit dem Smartphone in der Hand und sämtlichen technischen Spielereien im Gepäck lebt man digital, fortschrittlich und bequem. Die eventuellen Spätfolgen nehmen wir in Kauf, solange der Facebook Account online verfügbar ist. Neben dem Smartphone boomt der Roboter, welcher für mehr Service sorgt. Allerdings sollte man hierbei auf seine Gesundheit achten, denn zu viele vollautomatisierte Bewegungen versetzen uns in einen ruhenden, meist sitzenden Zustand, und das ist ungesund. Maschinen werden eines Tages einen Grossteil unserer Bevölkerung darstellen, vielleicht sogar einen Teil der Menschheit verdrängen, wenn nicht mehr genügend Arbeit, Einkommen und Lebensraum für uns alle vorhanden ist. Einerseits fasziniert uns die vollautomatisierte Welt, in der uns spezielle, menschenähnliche Roboter sämtliche Handgriffe abnehmen, die Produktion und somit das Wirtschaftswachstum ankurbeln, auf der anderen Seite merken wir jedoch, dass dies alleine nicht der richtige Weg ist, um menschenwürdig zu leben. Roboter können in der Pflege alter Menschen und in der Medizin viel Gutes bewirken, sie können aber auch Arbeitsplätze vernichten. Und so bauen wir auf ein bedingungsloses Grundeinkommen, welches von der Maschinensteuer finanziert wird und hoffen, der Staat möge damit nicht pleite gehen. Wer all die unnötigen technischen Spielereien aussortiert, die er nicht im Alltag braucht, und sich nur mit der notwendigsten Technik umgibt, lebt gesünder. Und wer auf energiesparende Produkte achtet, hat mehr von seinem Geld. Wieviel Technik ist gesund? Wer zwei Smartphones gleichzeitig am Ohr hat, darf sich nicht wundern, wenn die Konzentration nachlässt, denn der Mensch ist von Natur aus nicht multitasking-fähig. Wenn der Strom nichtsahnend aus der Steckdose kommt, dürfen wir uns nicht wundern, wenn wir ihn nicht mehr bezahlen können. Am gesündesten ist jene Technik, die uns nicht stört. Unzählige technische Spielereien wie beispielsweise ein Infrarot Thermometer oder ein Kaffeewärmer am Notebook sind zwar niedlich, haben jedoch keinen funktionellen Mehrwert, ausser dass sie Strom fressen und im Laufe der Zeit langweilig werden, wenn sie im Haushalt des Normalverbrauchers tümpeln. Roboter werden menschlicher, Multimedia wird leistungsfähiger, der Mobilfunk wird schneller, sodass wir das Smartphone als Fernseher nutzen können, und die Fahrzeuge werden immer autonomer, bis wir eines Tages im Auto sitzen und während der Fahrt ein Mittagsschläfchen halten. Stirbt der manuelle Handgriff aus? Wenn wir uns auf die Handarbeit in Form von Häkeln, Nähen und Stricken konzentrieren, so hat die Hand noch etwas zu tun, falls man dies selbst erledigen will. Wenn wir uns jedoch auf die Produktion in den Industriebetrieben stürzen, so hat der Arbeiter nur noch die Maschinen zu überprüfen, zu warten und notfalls die Software auszutauschen. Und so müssen wir uns langsam Gedanken über eine Digitalsteuer machen, damit wenigstens unser Sozialsystem noch funktioniert, wenn schon zahlreiche Arbeitsplätze von der Bildfläche verschwinden. Wie wichtig ist umweltfreundliche Technik?
Umwwelt, Technik und Gesundheit, dies müsste schon längst der Standard in unserer heutigen Welt sein, wenn die Umsetzung nicht so schwierig wäre. Wieviel Technik erträgt eigentlich unsere Umwelt? Hier müssen wir wirklich den technischen Fortschritt und die Spielereien unterscheiden. Eine Solaranlage in Afrika, die ganz Europa am Leben erhält, das ist sinnvolle Technik. Und wenn so eine Solaranlage in der Sahara stehen würde, könnten wir uns lichtdurchflutet über den neuen Energiestrom freuen. Und doch müssten wir uns überlegen, was die Wüste dazu sagt, denn die Langzeitfolgen können meistens erst nach langer Zeit zum Ausdruck kommen. Technik für die Umwelt hat schon ihren verdienten Platz in unserer Welt, denn sie macht rundum Sinn. Ich zahle lieber ein wenig mehr für ein Wasserkraftwerk und für die Windenergie, wenn ich dafür auf die Atomkraft verzichten könnte. Aber bei den Grasgrünen bin ich nicht, denn die gehen lieber von München nach Hamburg zu Fuss, bevor sie sich ins Auto setzen. Ich bin nur bei den normalen Grünen, denn die erlauben es wenigstens, dass ich mich schick in Glitzer und Glammer kleide. Natürlich gibt es unzählige Spielereien in der Technik, die der Umwelt schaden. Zu Weihnachten leuchten zehn Weihnachtskugeln vom Baum, die einen integrierten digitalen Fotorahmen beinhalten. Und die Lichterketten brauchen so viel Strom, dass uns der billige Atomstrom gerade recht kommt. Wer braucht eigentlich vier Notebooks, ein zusätzliches Netbook und drei Handys, die alle gleichzeitig in Betrieb sind? Ich halte beispielsweise so lange an einem alten Ding fest, bis es den letzten Atemzug macht. Dann sehe ich mich am fortschrittlichen Markt um und erschrecke, weil ich so viel Fortschritt auf einem Haufen kaum ertragen kann. Und dann muss ich die neuen Spielereien mühevoll erlernen, weil sich der Computer so schnell verändert hat. Ich nutze beispielsweise Windows XP und würde mich freuen, damit in Rente zu gehen, dabei bin ich noch Jahrzehnte davon entfernt. Ich liebe mich, und deshalb liebe ich auch die Welt, in der ich täglich aufwache. Demnächst werde ich mich mit Windows 7 anfreunden, damit ich Windows 8 in Ruhe verschlafen kann, denn wenn ich Windows 7 begriffen habe, klatscht man die neuen PCs bereits als trendige Hologramme an die Wand. Dann braucht man kein Betriebssystem mehr. Auf umweltfreundliche Technik umsteigenWie bekommen wir die Technik und die Umwelt unter einen gemeinsamen Hut, ohne dass sie sich gegenseitig lausig am Kopf zerstören? Wir müssen einfach anfangen, bei technischen Spielereien zu sparen und neue Wege in Sachen Umweltfreundlichkeit gehen. Ich besitze zwei Handys, wobei das erste Handy aus dem vorigen Jahrhundert stammt und keine Funktion mehr für mich hat. Der Handymarkt hat sich derart rasant weiterentwickelt, dass mein geliebtes altes Handy nicht mithalten konnte und aus diesem Grund als Ziergegenstand in meinem Zierkühlschrank liegt, auf bessere Zeiten oder auf seine artgerechte Entsorgung wartet. Wahrlich, ich könnte gleich bei mir selbst anfangen, umweltfreundlicher zu werden. Immerhin konserviere ich mit diesem alten Handy die seltenen Erden, die Edelmetalle, welche so wertvoll sind, dass man dafür die Umwelt gewissenlos ausbeutet. Seltene Erden sind vom Aussterben bedroht und geniessen sogar an der Börse ihren täglichen Aufwärts- und Abwärtstrend. Ich nutze so wenige Geräte wie möglich, weil ich morgen auch noch seltene Erden unverarbeitet geniessen möchte. Die Technik schreitet so rasch voran, dass man die multimedialen Geräte nicht mehr bis zu ihrem Lebensende verbrauchen kann, da man sonst den Anschluss verpasst. Ich wollte jedes meiner Notebooks bis an sein Lebensende verwerten, aber damit verpasse ich den Anschluss an die neuen Betriebssysteme und kann eines Tages meine Webseiten nicht mehr bedienen. Und genau hier entsteht Massenmüll. Ich versuche trotzdem, nicht jeden technischen Trend zu verfolgen und lasse jedes zweite Betriebssystem stur und systematisch aus dem Spiel. Schade finde ich übrigens auch, wenn technische Geräte sogenannte Muss-Bruchstellen, gewollte Ablaufzeiten beinhalten, nur damit man sie austauschen muss. Mein Haartrockner, meine Kaffeemaschine und mein Drucker gaben neulich den Geist auf und schlummern jetzt im Müll. So kann man Umwelt, Gesundheit und Technik niemals vereinen. Welche Technik ist nachhaltig?Zu viel verspielte Technik und Umwelt passen irgendwie nicht zusammen, wie die Faust, die auf dem geschwollenen Auge ruht und zum nächsten Schlag ausholt. Technisch gesehen hat die Umwelt keine Chance in unserer heutigen Welt. Man fährt doch gerne mit dem Auto jeden Meter, denn es ist so praktisch, wenn man gleich in die Gebäude hineinfahren kann. Es gibt immerhin schon den Autolift für das moderne Luxusloft, denn mit seinem Luxuswagen möchte man jede Sekunde zusammen sein. Ach, wir werden einfach alle miteinander Aussteiger, dann tun wir etwas für die Umwelt. Jetzt habe ich mir einmal so ein Leben als Aussteiger überlegt, und ich bin zu dem Entschluss gekommen, ich warte noch ein Weilchen mit meinem Vorhaben. Das Problem ist nur, wie verwöhne ich dann meine Haare, wenn ich die Pflegeprodukte erst selber anbauen und ernten muss? Und wer schreibt die Texte in mein stromfressendes Notebook, damit Sie diese hier auf dem Lifestyleportal lesen können? Wir müssen nicht alle Aussteiger werden, wir können die Technik, die das Leben so bequem macht, auch dosiert und mit viel Gefühl einsetzen. Früher liebte man sich in herrlicher Zweisamkeit nur mit den Mitteln, die man am eigenen Körper vorfand. Heute benutzt man für den letzten Lustschrei in der Liebe alle möglichen technischen Dinge und Spielereien. Die brauchen bereits bei der Herstellung Energie und fressen einen kleinen Teil der Umwelt auf. Vieles macht man heute mit Hilfe von Geräten, sodass der technische Alltag irgendwie sinnfrei wird. Auf dem Tannenbaum hängt der digitale Bilderrahmen als Christbaumkugel getarnt. Die Kerzen sind elektrisch, und der Schnee wird aus der Dose versprüht. Früher hingen noch echte Christbaumkugeln am Baum, und in der Wohnung schneite es nicht. Vielleicht sollten wir einmal die sinnfreien Dinge von der nützlichen Technik trennen und uns im Verzichten probieren. Ich verzichte im Moment auf die elektrische Zahnbürste, und tue etwas Sportliches für meine Hände, wenn ich meine Zähne gründlich putze. Spüren Sie auch schon einen Hauch von Umwelt unter der Technik? Immerhin atmen Sie die gleiche Luft ein wie ich. Welche Technik ist gesund?Wieviel Technik ist gesund? Auf der einen Seite ist zu viel Technik ungesund und macht unseren Körper krank, denn er liebt es natürlich und umweltfreundlich. Auf der anderen Seite kann die Technik in der Medizin Leben retten und Leben verlängern, wenn es jemand wünschen sollte. Für die lebensverlängernden Massnahmen habe ich ein besonders sensibles Ohr, denn da sind die Meinungen auch zweigeteilt. Mein Vater ist weit über 80 Jahre alt. Seine Seele wollte sich jetzt schon zum fünften Mal von der irdischen Welt in Form eines Schlaganfalls verabschieden, aber die medizinische Technik sagte jedes Mal eindeutig Nein zum Vorhaben der Seele meines Vaters. Er residiert in einer privaten Pflegestation, und trotzdem fehlt ihm die Liebe, die er unter dem Massenpublikum der Mitbewohner nicht in diesem Ausmass abbekommt, wie er sie gerne hätte. Wie sehr dürfen wir in die Seele eines Menschen eingreifen, wenn wir die Körperhülle im hohen Pflegealter noch am Leben erhalten? Bitte, ich bin für alle lebensverlängernden Massnahmen offen und würde auch einen 100 Jährigen an die Magensonde legen, wenn es sein muss. Nur bin ich eben auch ein Verfechter einer hohen ethischen Moral und frage mich, wie die menschliche Seele das alles sehen mag? Wann darf ein Mensch in Würde sterben, und wann ist es sinnvoll, ihn an technische Geräte anzuschliessen? Die ethischen, moralischen und rechtlichen Richtlinien gehen hier weit auseinander. Lieber Besucher, ich habe eines aber auch herausgefunden. Wenn man krank ist, nimmt man jedes kleinste technische Instrument in der Medizin gerne hin, wenn man dadurch ein paar Tage länger leben kann. Ich selbst setze mich für technische Neuerungen in der Augenforschung und für mehr Mobilität und Lebensqualität von Blinden ein, weil ich selbst erfahren durfte, wie sehr man an jedem Prozent seines Augenlichtes hängen kann. Technik kann Gesundheit fördern und die Lebensqualität steigern. Kleiner Nachtrag: Laut dem neuesten Stand der Dinge ist mein Vater neulich verstorben. Als ich bei seiner Beerdigung an seinem Grab stand, dachte ich daran, wie viel Technik der lebende Mensch doch auf der Welt benötigt, um glücklich zu sein, und wie wenig Technik er doch braucht, wenn er sich von seinem Körper verabschiedet und gänzlich in seiner Seele weiterlebt. Der tote Körper benötigt nur noch einen technisch einwandfrei geschneiderten Sarg. Nach dem Tod verschmilzt der Mensch wieder gänzlich mit seiner Umwelt. Technikprodukte und technische Spielereien
Wieviel Technik brauchen Sie? Wie viele technische Spielereien besitzen Sie? Ich habe mir ein neues Handy gekauft, da mein altes aus dem letzten Jahrhundert stammte und nicht mehr zeitgemäss telefonierte. Immerhin, das neue Handy spricht mit mir, diese Tatsache hat mir über meinen ärgsten Trennungsschmerz hinweg geholfen. Technik und mich in den selben Topf zu werfen, das ist die reinste Zeitverschwendung, denn ich bevorzuge die alten Geräte und nutze sie so lange, bis der Motor kein Geräusch mehr von sich gibt. Gut, mein Fön musste beerdigt werden, er hatte beim letzten Trockendurchgang meine Haare an den Spitzen verbrannt, aber dafür hat mein neuer Fön zwei Kaltstufen, wobei eine einzige auch gereicht hätte. Wieviel Technik macht uns eigentlich krank? Wer permanent unter Strom steht, weil er sein Smartphone zückt, um auf Facebook nach dem Rechten zu sehen, wer bereits eine Spielekonsolenhand besitzt, welche steif und doch beweglich ist, und wer sämtliche Gadgets nutzt, um seinen Körper zu optimieren, der könnte erkranken, denn unser Hirn benötigt Auszeiten, in denen es ohne jeglichen technischen Krempel entspannen kann. Die Technik beherrscht zunehmend unser Leben, sodass wir eines Tages hervorragend wischen können, weil wir permanent auf unseren Smartphones und Tablets hin und her wischen, bis die Wischhand schmerzt, aber wir werden zunehmend an digitaler Demenz leiden, weil wir das Motorische verlernen. Studien zeigen, dass man die Motorik braucht, um sein Gehirn zu schulen und zu fördern. Und so sollte jeder für sich nur die nötigsten Technikprodukte in seinen Alltag integrieren, damit er gesund bleibt. Das moderne Haus der Zukunft ist mit so vielen technischen Dingen ausgestattet, dass es vom Smartphone aus bedienbar ist. Wehe, man verliert sein Handy, dann hat man kaum noch Chancen, nach Hause zu kommen. Das intuitive Haus der Vergangenheit hatte zwar auch Sicherheitslücken, man konnte jedoch den Schlüsseldienst holen, wenn man sich ausgesperrt hat. Und so leben wir eines Tages in einer Welt, in der wir zwar wissen, wie man sein Smartphone steuert, in der wir jedoch verlernt haben, wie man ein Fenster manuell öffnet. Unsere Motorik wird einseitig, verkümmert und macht uns zu unbeweglichen Wesen. Technikprodukte sind Fluch und Segen zugleich. Wir fluchen über die kaputten Geräte, über den Stromverbrauch und über die hohe Stromrechnung am Monatsende. Wir segnen jedoch alle technischen Spielereien, die uns den Alltag versüssen. Und so besitzen wir Messgeräte für die unmöglichsten Dinge in unserer Umgebung, beispielsweise ein Infrarot-Thermometer, mit welchem man die Temperatur aussen am Körper messen kann, damit man weiss, wann das Hirn zu glühen beginnt. Oder wir besitzen elektrisch steuerbare Liebeskugeln, mit denen man eine Frau unerwartet in sämtliche Höhepunkte der Welt schicken kann, ohne dass sie ihre Lust selber steuern muss. Solche und ähnliche technische Spielereien verschlingen Energie, die, wenn man sie massenhaft verbrennt, woanders fehlt. Aber dafür verschlingt uns wiederum der Klimawandel, welcher seinerseits uns Menschen steuert, und so erleben wir eine Art Ausgleich im System. Technikprodukte im WandelFrüher wurden Dinge noch per Hand gefertigt, mit viel Liebe und noch mehr Aufwand produziert, sorgsam behandelt und in den Alltag nützlich integriert. Heute werden Massenprodukte in voller Automation gefertigt, lieblos behandelt, je nach Trend weggeworfen und erneuert, denn der neueste Schrei liegt bereits in den Ladenregalen. Früher ging ein Telefon kaputt, heute ersetzt man ein Smartphone im Jahrestakt. Technik ist präsenter und alltäglicher geworden. Sie dient der Bequemlichkeit und der Spielerei. Daher sollten wir darauf achten, dass wir unseren Körper noch genügend bewegen, unsere Muskeln trainieren, sonst frisst uns die Technik in Form von digitaler Demenz auf. Wieviel Technik brauchen wir? Das Internet, technische Spielereien und Multimediaprodukte, Handy und Smartphone, Auto und Motoren, Computer und 3D-Drucker, sämtliche Technikprodukte, die uns den Alltag erleichtern. Wir müssen nur aufpassen, dass wir nicht in eine Art digitale Demenz verfallen, wenn wir unser Gehirn nicht mehr vielseitig trainieren, sondern nur noch auf Knöpfe drücken und Displays wischen. Andererseits sind Roboter ideal, wenn sie uns im Leben so manche Arbeit erleichtern, uns vor Einsamkeit im Alter schützen und die Hausarbeit erledigen. Die Technik beeinflusst uns, macht das Leben bequemer und schneller, und wir gleiten sanft auf der Überholspur des Alltags dahin, bis wir erkennen, dass wir mit einem Minimum an technischen Geräten auch auskommen. Unser Handy ist längst zu einem multifunktionalen Smartphone geworden. Man kann von zu viel Smartphone krank werden, kurzsichtig, unfruchtbar werden, aber wir kümmern uns nicht sonderlich darum, weil wir es brauchen wie das tägliche Brot. Ein weiteres tägliches Brot ist unser Flachbildfernseher, gefolgt vom Self-Tracker, denn wir wollen interaktiv am Show-Leben teilnehmen und unseren Körper vollends kontrollieren. Sogar unsere täglichen Schritte werden digital erfasst, archiviert, per Internet-Forum präsentiert und diskutiert. Wenn man sogar am Klo seine digitalen Spielereien mit sich führt, lahmt die Verdauung, weil man permanent unter Stress steht. Multimedia begleitet uns sogar ins Bett. Wir lesen die Zeitung online, streamen unser Einschlafverhalten im Internet, posten den letzten Gute-Nacht-Kuss in den sozialen Netzwerken und laden ein Selfie unseres neuen Pyjamas hoch. Für Kinder kann diese digitale Welt gefährlich werden, da sie in all ihrer Freiheit verlernen, konzentriert zu sein, das natürliche Leben zu geniessen und ein Nein zu akzeptieren. Moderne Technik begleitet uns durch den Alltag, denn wir würden uns ärgern wenn wir beispielsweise die Wäsche per Hand waschen, das Geschirr manuell spülen, den Ofen aufheizen müssten, um zu kochen, und wenn wir sämtliche Handgriffe des alltäglichen Lebens per Hand erledigen müssten. Dann würden wir spartanisch essen, unsere Kleidung länger tragen und abends müde ins Bett fallen. Technikprodukte am eigenen KörperUnser Körper wird zukünftig mit allerlei Technik versehen sein, sodass wir einen oder mehrere Chips implantiert bekommen, mit welchen wir Lebensvorgänge steuern. Technik und Mensch verschmelzen zu einer Einheit. Der Roboter mit künstlicher Intelligenz ist bereits geboren, und es wird der Tag kommen, an dem wir unser Gehirn und unseren Körper in so einen Roboter stecken, in ihm weiterleben und seine Fähigkeiten annehmen. Derzeit stecken wir den Roboter noch in unseren Körper hinein, gehen den umgekehrten Weg, und dennoch verschmelzen wir langsam mit der vollen Automation. Technikprodukte für neue StromquellenDie Elektrizität ist eine der erfolgreichsten technischen Errungenschaften. Wir können nachts arbeiten, sind nicht mehr alleine auf das Tageslicht angewiesen, und so steigern wir die Produktion. Wir beleuchten Handtaschen, Autoinnenräume und Kleiderschränke, damit wir das Innenleben auch im Dunkeln betrachten können. Batteriebetriebene, handliche Lichtkugeln, welche man überall hin mitnehmen kann, kleinste USB-Sticks mit Beleuchtung, selbstleuchtende Uhren und Schlüsselanhänger, sogar leuchtende Stiefel, all das sind Dinge, die uns im Alltag helfen, zu sehen oder sichtbar zu werden. Technikprodukte für unsere GesundheitTechnik kann unsere Gesundheit, den Fortschritt in der Medizin fördern, wenn sie ethisch hochwertig eingesetzt wird, jedoch kann sie auch im selben Bereich zur Verzweiflung führen. Der Herzschrittmacher und die Herz-Lungen Maschine, der voll ausgestattete OP-Saal, die computerunterstützten Medizingeräte, all das verlängert unser Leben. Die PEG-Sonde kann uns jedoch ungewollt ans Pflegebett fesseln, wenn wir keine gültige Patientenverfügung besitzen. Technische Geräte im AlltagWir müssen nicht alle Geräte auf Standby Betrieb schalten, wenn wir Strom sparen wollen. Es genügt bei vielen Geräten, dass wir sie lediglich einschalten, wenn wir sie tatsächlich benötigen. Sie können Ihre überflüssigen Geräte für eine Woche in den Keller räumen und prüfen, ob Sie diese noch benötigen. Sie werden bemerken, vieles braucht man kaum bis nie. Mit weniger Technik bleiben wir länger gesund, denn wir setzen uns nicht dem unsichtbaren, aber sichtbar spürbaren Elektrosmog aus. In der Früh beginnen wir uns mit der elektrischen Zahnbürste die Zähne zu schrubben, weil wir zu faul sind, eigene Umdrehungen im Mund zu machen. Dann schalten wir zwei Fernseher gleichzeitig ein, denn wir wollen ja im Wohnzimmer und im Schlafzimmer die Nachrichten anschauen, obwohl wir selten hinsehen, weil wir mit tausend anderen Dingen beschäftigt sind. Wir könnten beispielsweise abends bei romantischem Kerzenlicht dinieren und nur zum Ausblasen der Kerzen eine App benutzen. Wir könnten Freunde persönlich treffen anstatt zu chatten, und wir könnten aufs EMS-Fitnessstudio verzichten und selbst unsere Muskeln trainieren. Nur den Selftracker brauchen wir, denn er beruhigt unser Gewissen, wenn wir genügend Schritte am Tag gelaufen sind. Technikprodukte muss man liebenTechnikprodukte können unter Umständen die Alltagswelt bereichern, wenn man sie umweltfreundlich einsetzt. Dies beginnt beim optimalen Stromverbrauch, und es endet damit, dass wir auf jeglichen technischen Krempel verzichten, der uns nicht gut tut. Der Technikfan leistet sich mehrere Handys, denn mit dem Smartphone sieht man besser. Technische Spielereien wie ein Infrarot-Thermometer sind für den Fanatiker lebenswichtig, während der Aussteiger mit einer selbst gebauten Lampe klarkommt. Fakt ist, unsere Erde erträgt nur ein gewisses Pensum an Chemie, bevor sie überquillt und sich erneuert. Meist lässt sie dann den Menschen auch überquellen, und er erneuert sich wahrscheinlich nicht. Was sind technische Spielereien?Technische Spielereien sind Produkte, Gadgets und Apps, die man fürs normale Leben nicht unbedingt braucht. Sie bereichern jedoch die Seele des kleinen Technikers, sind ideal für verspielte und neugierige Leute, und sie erfüllen ihren Zweck im sogenannten AHA-Effekt. Technische Spielereien zeichnen sich durch eine gute Farbwahl, Tonwahl, ein optimales Design, ein gutes Image und viel Prestige aus. Man zeigt, was man hat, beispielsweise das allerneueste Smartphone am Markt, oder die Kopfhörer mit integrierter Heizung für die Ohren im Winter. Technikprodukte, Multimediaprodukte und technische Spielereien sind aus der modernen Welt nicht mehr wegzudenken. Wir brauchen Sie, um unseren Alltag zu erleichtern, um unser Image aufzubessern, um eventuelle Langeweile zu überbrücken, und um uns besser zu fühlen. Viele dieser Produkte sind zwar vollkommen überflüssig, manche davon sogar nutzlos, aber sie stärken unser Ego, wecken den Spieltrieb im Mann und sorgen dafür, dass wir uns trendig fühlen. Coolness ist alles. Und deshalb ist es auch gut zu wissen, welche Produkte es am Markt gibt, welchen Nutzen sie haben und wie sie unser Leben bereichern. Teure Marken sind nach wie vor eher gefragt als billige No-Name Produkte, da ein Technikprodukt funktionieren muss und nicht nur der reinen Optik dient. Design wird immer wichtiger, und die Langlebigkeit eines Produktes wird auch zunehmend wichtiger, weil wir umweltfreundlich leben wollen. Besitzen Sie auch so unnötige Dinge wie einen Kaffeewärmer mit USB Anschluss? Meine Fusswärmer mit integriertem USB Anschluss lagern derzeit im untersten Eck eines wenig genutzten Schrankes und warten auf ihre Delogierung. Einmal im Jahr miste ich alle technischen Spielereien, die nutzlos ihr Dasein fristen, aus, und gebe ihnen ein vorübergehendes Zuhause im Keller. Übrigens besass ich bis vor kurzem einen elektronischen Handtuchwärmer. Ich suchte tagelang nach dem Stromfresser in der Wohnung, bis der Handtuchwärmer sich outete und sein energiefressendes Wesen offenlegte. Technische Spielereien fürs AutoSie ahnen ja nicht, in wie vielen Kleinigkeiten des Lebens Technik drin steckt. Als ich mit dem ferngesteuerten Autoschlüssel den Wagen meines aktuellen Lebenspartners aufschliessen wollte, blieben die Autotüren verschlossen. Ich dachte schon, wir müssten unser Auto jetzt zu Fuss von Klagenfurt nach Wien schieben. Nicht dass ich zu dumm wäre, den richtigen Knopf zu drücken, aber mit leeren Batterien lässt sich einfach jeder Knopf erfolglos bis ins Unendliche hinein drücken. Technisch gesehen bin ich eine 100% Frau mit allen dazugehörigen Rundungen und technischen Macken, mit Null technischer Ahnung im Gehirn, aber dafür mit vielen technischen Spielereien am Körper, welche der Männerwelt technisch gesehen riesengrosse Augen verleihen. Mein Partner kennt mich und meinen weiblich angehauchten Dickkopf. Deshalb nahm er mir wie selbstverständlich den Autoschlüssel aus der Hand, um selbst Hand anzulegen und die Türen zu öffnen. Diesen fatalen Fehler hätte er nicht machen dürfen, denn in solchen Situationen fühlt sich mein männlich angereichertes Ego zutiefst verletzt und beginnt weiblich zu zicken. Ich wusste es besser, wartete einen Moment sanft ruhend in meinem elendslangen Geduldsfaden, bis ich tatkräftig in Aktion trat und die Autotüren per Hand mit dem Schlüssel aufsperrte, den ich in meiner nie enden wollenden Geduld meinem Lebenspartner aus der Hand nahm. Jawohl, meine Methoden wirken immer, und während der gesamten Autofahrt kostete ich meinen Triumph verbal lästernd aus. So eine Fahrt nach Wien kann ganz schön lange dauern, wenn eine Frau am Beifahrersitz ihren Etappensieg über die männlich dominante Technikwelt feiert. Ich gelobe mich zu bessern, aber vorher baue ich noch schnell unseren alten Geschirrspüler aus und schliesse den neuen an, wenn es der Elektriker nicht rechtzeitig schafft, zu uns zu kommen. Ich sage Ihnen, mit geschlossenen Augen schaffe ich diese Kleinigkeit sogar mit links. Technische Spielereien im AlltagDie kleinen Technischen Spielereien wie das Smartphone, das Infrarot-Thermometer, der blinkende Schlüsselanhänger mit eingebauter Kamera, oder der batteriebetriebene Hund mit integrierter Weckfunktion, die interessieren doch ohnehin niemanden, denn die hat man einfach. Es geht auch anders. Übrigens kaufte ich mir neulich eine Jacke mit goldenen Reissverschlüssen. Die faszinierten mich derart, sodass ich jede Zacke der Reissverschlüsse einzeln begutachtete. Wenn sie einmal kaputt gehen sollten, weiss ich genau, was zu tun ist, denn ich bin mittlerweile ein Reissverschluss Profi. Dann tausche ich sie aus oder kaufe mir eine neue Jacke. Wussten Sie eigentlich, dass man mit einem Stück Schneiderkreide oder einem Stück Kerzenwachs defekte Reissverschlüsse sanft einmassieren kann, damit sie besser nach oben gleiten? Notfalls kaufen Sie sich eben eine Jacke mit Klettverschluss, falls Sie kein Reissverschluss Profi sind, dann brauchen Sie bloss zu warten, bis der Klettverschluss im Laufe der Zeit so verschmutzt ist, dass Sie sich endlich eine neue Jacke kaufen dürfen. Vor kurzem entdeckte ich selbst die kleine unscheinbare Technik, die in einer simplen Streichholzschachtel steckt. Als ich meine Schneemänner, welche als Adventskranz dienten, anzündete, machte ich zu diesem heiss brennenden Zweck die Streichholzschachtel auf und staunte über die Technik, welche sich in und um die Schachtel herum verbirgt. Man kann das Schächtelchen auf und zu schieben, die Streichhölzer am seitlichen Rand reibungsvoll entflammen, und man kann sich aus Langeweile ein Schachtelhaus aus mehreren Streichholzkartons basteln, in welchem die kleinen Schneemann-Kerzen Zuflucht finden, wenn sie abgebrannt dastehen, damit niemand zu Weihnachten obdachlos auf der symbolisch kalten Strasse des nackten Adventstellers steht. Unnötige technische SpielereienWer braucht in der Umkleidekabine unbedingt eine extra Digitalkamera, mit welcher er seinen neu gestylten Luxuskörper auf Facebook präsentieren kann, wenn die beste Freundin ohnehin zum Shoppen mitkommt? Wer braucht schon drei Notebooks extra, wenn der PC am Nachttisch wartet? Wofür benötigt man vier Handys, wenn man am Klo ohnehin selten telefoniert? Erst wenn die Umwelt auch atmen darf, hat der dauerhafte technische Alltag eine gesunde Balance gefunden. Apropos Umwelt: Nicht jeder hat ein Herz für umweltfreundliche Technik. Als ich einen tieferen Blick in die Welt der HIFI Musikkomponenten warf, entdeckte ich eine direkt schädliche Disharmonie zwischen Umwelt und Technik. Da kaufen sich Leute chemische Sprays, damit die Musik auf der Schallplatte besser klingt, obwohl dies für das menschliche Ohr kaum wahrnehmbar ist. Und da kaufen sich Leute einen teuren Netzstromfilter, damit angebliche Stromdisharmonien die Musik nicht beeinträchtigen. Über 10 Jahre hinweg bin ich ohne grösseren Gehörschaden davongekommen, obwohl ich keine dieser technischen Spielereien nutzte, aber als mein Partner diesem Wahnsinn verfiel, türmten sich mehr als 25 Kleingeräte um unsere Stereoanlage herum, die angeblich den Klang verbessern. Seither besitze ich Elefantenohren. Techniktrends für eingefleischte Nerds können ganz schön ins Ohr und zusätzlich ins Geld gehen. Wie wichtig ist die Industrie?
Sozusagen erntet die indische Näherin trotz harter Arbeit weniger Lohn, als der Unternehmensberater, welcher in Ruhe nach seinen belehrenden Worten seinen Kaffee trinkt. So wichtig ist die Industrie. Wenn ich morgens in meinen Kleiderschrank schaue, bin ich dankbar, dass mir die indische Näherin einen kurzen Rock genäht hatte, denn als ich den Rock in einer trendigen Modeboutique gekauft hatte, stand drauf: Made in India. So wichtig ist die Industrie. Ich sage Ihnen, lieber Besucher, industriell verarbeitete Güter sind vom Rohstoff bis zum fertigen Produkt ungerecht aufgeteilt. Der afrikanische Kaffeebauer verdient einen Bruchteil am fertigen Kaffee, hat jedoch das wichtigste, was der Kaffee zum Überleben braucht, nämlich die Bohne. Trotzdem kann der Kaffeebauer mit seinen Bohnen kaum überleben. Es ist unter anderem ein politisches Problem, aber im Grunde ist es ein Weltproblem. Bitte, wenn ich daran denke, dass die indische Näherin und der afrikanische Kaffeebauer von unseren technischen Spielereien nur träumen können, muss ich heulen, denn in dieser Hinsicht bin ich nahe am fliessenden Nil gebaut. Und wann wird die Welt gerechter? Wann kann sich der afrikanische Kaffeebauer eine trendige Hose leisten, welche die indische Näherin gefertigt hat? Wann kann sich die indische Näherin den Kaffee des afrikanischen Kaffeebauers, industriell verarbeitet, leisten? Und sagen Sie jetzt nicht, die beiden sollten heiraten, dann hat sich das Problem gelöst. Wann lernen wir industrielle Güter so sehr zu schätzen, dass wir sie nicht im Überfluss zu Billigpreisen haben müssen? Wann gibt es gerechte Weltlöhne? Ich träume bis auf Weiteres von der technischen Spielerei des Weltfriedens, denn dies ist eine wichtige Innovation. Technik und Industrie beherrschen viele Bereiche unseres heutigen Weltbildes. Da können noch so viele Umweltschützer sich auf einem Haufen treffen, wird der Strom auch nicht abgedreht, denn sogar die Umweltschützer benötigen elektrisches Licht aus der Steckdose, wenn es dunkel wird. Die Industrie ist zudem ein wichtiger Wirtschaftssektor geworden, Tausende, ja Millionen Facharbeiter verdienen ihr Geld in der Industrie und Technik. Stellen Sie sich vor, die würden von heute auf morgen arbeitslos, weil plötzlich alle Fabriken und Baustellen, Kraftwerke und Industriegebiete abgeschafft oder stillgelegt werden. Kaufleute würden ihre gewonnenen Rohstoffe am Schwarzmarkt zur Weiterverarbeitung unter der Hand verkaufen. Und wo würden die Menschen ihr Geld verdienen? Obwohl, Geld wäre nicht mehr wichtig, denn es gäbe ja kaum noch etwas zu kaufen. Jeder würde sein kleines Stück Ackerland bewirtschaften und vom Rinderhandel leben. Willkommen in der Steinzeit. Und genau an dieser Stelle würde der Fortschritt wieder beginnen, bis wir uns erneut auf unseren heutigen Strassen fortbewegen würden. Der Mensch ist so gebaut, dass er immer einen Schritt vorwärts geht. Gehen Sie einmal einen ganzen Tag nur rückwärts, zur Arbeit, zum Einkaufen, in Ihre Wohnung, Sie werden sehen, wie schwer Ihnen das fallen wird. Geben Sie also dem Fortschritt eine Chance. Ideal wäre es, wenn wir trotz Technik und Industrie nicht jedem technischen Trend folgen würden, sondern die Umwelt in unser Denken mit einbeziehen und vielleicht da anfangen zu sparen, wo Technik überflüssig ist.
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