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So leben Sie bequem im Internet

InternetDas Internet, auch www oder Online-Netz genannt, ist ein weltweites Datennetz, welches jeder nutzen und mitstrukturieren kann. Heute sind wir alle quasi das Internet, weil wir es formen und gestalten, uns drin verewigen, breit machen, die sozialen Netzwerke als unser Zuhause ansehen und unsere täglichen Dinge wie Informationsdurst, Freizeit, Zwischenmenschliches, Shopping und Arbeit online erledigen. Die künstliche Intelligenz, KI, Chatbots und teilweise bereits humanoide Roboter, sogenannte Androide helfen uns dabei, das Internet in den Alltag zu integrieren, wobei das Smartphone mit seinen Apps wie ein Lebenspartner agiert und mit uns zusammenlebt.

Internet bedeutet Internetwork und ist ein weltweiter Zusammenschluss von Rechnernetzwerken, die wir nutzen, um mit Internetdiensten zu arbeiten. Wir nutzen unter anderem das www., das Telnet, das Usenet, E-Mail Dienste, das FTP Transfer Protokoll, wenn wir etwas hochladen oder downloaden, und wir bewegen uns im Netz wie in einer real gewordenen virtuellen Welt. Manche Internetportale bieten ganze Zweitwelten an, in denen man sich eine zweite Präsenz aufbauen kann. Damit wir Daten übertragen können, nutzen wir die Technik des Internetprotokolls, wodurch neue Kommunikationswege und gewinnbringende Wirtschaftszweige entstanden sind und laufend entstehen.

1969 entstand das Arpanet, ein Vorläufer des Internets, wodurch Universitäten und Forschungsinstitute miteinander verbunden wurden. Technisch sind wir durch administrative Netzwerke und Providernetzwerke miteinander verbunden, welche Glasfaserkabel nutzen und Router verwenden, die wir selber zu einem Teil konfigurieren können. Dadurch surfen wir schneller im Netz, können ein enormes Datenvolumen in kurzer Zeit übertragen und sind nicht mehr von alten Übertragungswegen per Kupferkabel abhängig. Grösstenteils leben wir kabellos im Netz, was uns unheimlich mobil macht, denn man kann im Park auf einer Bank sitzen und in seiner virtuellen Welt verschwinden.

Das Internet, so wie wir es heute nutzen, ist interaktiv geworden. Man tauscht seine Erfahrungen in Foren aus, holt sich Rat bei Gleichgesinnten und tauscht Informationen aus. Man lernt neue Leute in sozialen Netzwerken kennen, chattet und erweitert seinen Kontaktkreis online. Und man schaut sich Videos an, die mittlerweile nicht nur als Unterhaltungsfaktor, sondern auch als Informationsquelle dienen.

Wie sicher ist das Internet?

Wer im Internet lebt, stösst auf Infoquellen, die ihn erschrecken könnten. So interaktiv das Netz auch geworden ist, so transparent ist es auch. Mittlerweile gilt zwar das Recht auf Vergessen als rechtlich einklagbar, aber das Netz speichert trotzdem fast alles und vergisst kaum etwas. So sollte man diskret bleiben und auf seine Privatsphäre achten. Besser ist es, man gibt keine privaten Informationen von sich preis, schon gar keine peinlichen Fotos oder Momente aus seinem Leben. Bei Gesundheitsinfos und Krankheiten sollte man besonders vorsichtig sein, denn über Umwege könnten Krankenversicherungen an die Daten gelangen und die Versicherungsbeiträge erhöhen. Das Internet kreiert gläserne Menschen aus uns, und die KI ist so lernfähig, dass man eines Tages sein Leben von aussen eingeschränkt bekommt, wenn man sozial gesehen aus der Reihe tanzt.

Man sollte lieber keine negativen, rassistischen, diskriminierenden oder entwürdigenden Postings in den sozialen Netzwerken hinterlassen, da sie strafbar sind und empfindlich an der eigenen Persönlichkeit nagen, falls man erwischt wird. Kein Arbeitgeber sieht gerne, wenn sein Mitarbeiter einen Weg einschlägt, der nicht der Norm entspricht. Wer polarisieren will, muss immer die eventuellen Konsequenzen im Kopf behalten. Politische Äusserungen sind immer eine heikle Sache, denn schnell wird man in eine politische Ecke gedrängt, die man offline gar nicht anstrebt.

Seit 2018 ist die DSGVO in Kraft, und seit 2022 ist die E-Privacy Verordnung aktiv, was bedeutet, dass Onlinedienste zwar finanzielle Einbussen haben, der Internetnutzer viele Magazine, Zeitungen, Informationsquellen und Dienste nicht mehr gratis nutzen darf, aber dafür seine Privatsphäre grösstenteils geschützt ist. Datenschutz ist wichtig im Internet, auch wenn dies von den grossen Unternehmen nicht gerne gewünscht ist. Wenn wir transparent, quasi gläsern werden, sind wir angreifbar. Und so sollte man im Browser alles blockieren, was man nicht unbedingt fürs eigene Surfverhalten benötigt. Es gibt Leute, die nutzen aus Datensicherheitsgründen keine sozialen Netzwerke, sperren sämtliche Cookies aus und nutzen das Internet zur reinen Informationsbeschaffung. Sie blockieren Bilder und Videos, geben nichts von sich preis und hoffen, dass niemand Infos über sie sammelt. Trotzdem sind auch diese Menschen transparent, denn bereits der Internetprovider sammelt Daten, und am Smartphone wird inzwischen ohnehin fast alles mitprotokolliert. Wenn man im Netz jedoch leben will, muss man Cookies zulassen, denn sonst sind Shoppingdienste und das Zwischenmenschliche fast unmöglich.

Ein guter Virenschutz, ein professioneller Spamschutz, eine Firewall und ein E-Mail Schutz erhöhen die Sicherheit im Netz. Trotzdem hat man auch hier keine 100% Sicherheit. Im Grunde können wir aber zufrieden sein, dass wir das Internet haben, denn schneller und günstiger an Informationen sind wir noch nie gekommen. Der normale User kümmert sich um diese extrem hohe Sicherheit ja ohnehin nicht, er surft und ist zufrieden im Netz.

Der perfekte Internetbrowser fürs Leben im Netz

Im Internet surfenDer ideale Internetbrowser muss leicht zu bedienen sein, Sicherheit bieten und multimediale Funktionen bereitstellen. Die Bedienoberfläche des Browsers muss optisch ansprechend sein, nicht zu viel Nepp bieten, aber die gängigen Funktionen sollten sofort auffindbar sein. Besonders schlanke Browser, mit denen man schnell surft, sind in Mode. Datensicherheit und Werbeblocker, das sind Highlights, die wir bevorzugen, aber die Online-Inhalte wollen wir gratis konsumieren. Der Trend geht hin zu bezahlten Abos, da Inhalte nicht immer gratis und werbefrei angeboten werden können, und so wird der Browser der Zukunft intelligent genug sein, die Abos zu erkennen und ungewollte Werbeinhalte zu blockieren, ohne dass man seine Privatsphäre umständlich schützen muss.

Zwar gelten Cookie-Banner als Standard und müssen umständlich bedient oder weggeklickt werden, aber dafür kann man seine Privatsphäre schützen, indem man dem Browser mitteilt, welche Dienste er speichern oder anzeigen darf. Trotzdem ist es möglich, dass ein Browser nicht alle Dienste automatisch sperrt, wenn wir die Cookies ablehnen, denn es hängt von den einzelnen Datenschutzrichtlinien der Dienste ab, was zugelassen werden muss, und was abgelehnt werden darf. Soziale Netzwerke kann man oft nur nutzen, wenn man seine Daten preisgibt, da hilft der beste Browser nichts. Jede Website hat ihre eigenen Cookies, und im Allgemeinen gilt, First-Session Cookies sind erlaubt, Cookies von Drittanbietern darf man blockieren, aber im Rechtsstreit wird auch die wirtschaftliche Situation des Anbieters berücksichtigt, was in jedem Land anders geregelt ist.

Die ersten Internetbrowser waren einfach gestrickt, konnten Text und danach auch Bilder ausliefern, teilweise konnte man Formulare ausfüllen und kleine Aktivitäten im Netz erledigen, wie beispielsweise chatten und shoppen. Der Internet Explorer dominierte lange Zeit das Netz und funktionierte ziemlich gut, aber er beherbergte viele Sicherheitslücken, die immer wieder gestopft werden mussten. In uralter Zeit ging man nämlich per ISDN,DSL, oder mit einem einfachen Modem ins Netz und wartete, bis die DFÜ-Leitung aufgebaut war. Hier lauerten versteckte Kosten. Heute geht man per WLAN, mit vorgefertigten Tarifen ins Netz und muss sich um keine Minutentarife mehr kümmern. Ausserdem geht man gerne mit seinem Smartphone ins Netz, wobei hier der Samsung Chrome Browser am Vormarsch ist, der auf vielen Geräten bereits vorinstalliert ist.

Die heutigen Internetbrowser sind ziemlich sicher, wobei Google Chrome, Firefox, Edge von Microsoft, aber auch die kostenlosen Open-Surce Browser zu empfehlen sind. Neben Chrome sind Safari, Netscape, der chinesische Uc Browser, der Opera Browser vorwiegend in Afrika, und der Lynx und Netscape Browser für den Nerd in Mode, wobei sich die einzelnen Internetbrowser ständig verändern. Und wer vollständig anonym im Internet leben will, der verwendet den Tor-Browser und surft im Darknet. Viele Leute, die auf Telegram, einem speziellen sozialen Netzwerk präsent sind, nutzen diese Art von Anonymität, aber man triftet hier gerne in eine Verschwörer-Welt ab, die nicht für jeden sensiblen Menschen geeignet ist.

Früher war man froh, einfach nur im Internet surfen zu dürfen, weil man sich durch Klicken von Link zu Link bewegte. Heute ist die Wischtechnik am Smartphone am lukrativsten, und so haben sich die Internetseiten geändert, sind mobil geworden und spielen mit interaktiven Angeboten, wobei man Java aktiviert haben muss, um multimediale Inhalte wie Videos, Podcasts, Mitmach-Elemente, Chats, Formulare, etc zu nutzen.. Früher war das Internet eine bessere Schreibmaschine, die virtuell arbeitete, und heute surft das Auge mit, samt seinen Emotionen und Endorphinen. Im Grunde ist es dem Normalverbraucher egal, womit er surft, Hauptsache das Internet ist schnell, die Ladezeiten sind superschnell und man bekommt, was man sucht.

Internet Trends - Wie lebt man heute im Netz?

Wer heute im Internet lebt, der kommt an den sozialen Netzwerken nicht vorbei. Facebook, Instagram, Twitter, Telegram, etc, sie alle bieten ein virtuelles Leben im Netz an, wobei man sogar nach dem Tod weiterlebt. Videos auf YouTube, virtuelle Chats und Chatbots für mehr Kreativität, alles versüsst uns das Leben. Man kann im Lieblingsladen in der Umkleidekabine stehen und seine Fotos auf Facebook hochladen, oder man arbeitet im Netz und schreibt E-Books, gestaltet Webseiten und Angebote, bloggt und verdient online sein Geld im Schlaf. Hierfür nutzt man das Marketing in den sozialen Netzwerken. Wichtig ist, dass man sich immer so präsentiert, wie man gesehen werden will, denn zu viel Emotionalität kann zu Konsequenzen und einem Shit-Storm führen.

Man kann das virtuelle Leben im Internet auch übertreiben, und schon winkt das Burnout. Neulich las ich mit Entsetzen, dass ein Dauer-Twitterer innerhalb von drei Jahren ununterbrochen Meldungen ins Netz stellte und mehr als 25 000 Follower bekam, bis er ausgebrannt war und resignierte. Man kann es auch mit Selfies und Selbstdarstellungen übertreiben. Besonders auf Instagram stellen manche Influencer ununterbrochen Fotos des eigenen Privatlebens ins Netz und beherbergen als Promis Millionen Follower. Wenn der Selfie-Stick zum täglichen Partner wird, leidet das Privatleben, und so nehmen sich immer mehr Influencer eine Auszeit, weil soziale Netzwerke krank machen können, selbst wenn man mit seinem Leben online viel Geld verdienen kann. Viele Leute sind süchtig nach Likes und Shares, nach virtueller Aufmerksamkeit, nach Statistiken und hohen Besucherzahlen.

Unser offline Leben ist online geworden und hat einen virtuellen Touch bekommen. Man geht online, trifft sich einsam zu Hause vor dem Tablet mit seinen Freunden, und wenn man noch einsamer wird, nimmt man sein Smartphone und sucht sich per App einen genauso einsamen Single in seiner Nähe. Dann sitzt man zu zweit vor dem Tablet zu Hause und verwaltet seine 5000 Freunde im Internet. Singlebörsen, Kontaktportale, Flirt Apps und Dating Plattformen boomen, denn man lernt sogar seinen Partner online kennen und lieben. Leider boomt das Erotikbusiness genauso, wobei die eigene Sexualität einen gewöhnungsbedürftigen Touch bekommt, wenn man sich einen virtuellen Lover und eine virtuelle Geliebte zulegt.

Wie lebt man pausenlos im Internet?

Mit dem Smartphone pausenlos onlineWie schafft man es, pausenlos online verfügbar zu sein? Ein Experiment hat gezeigt, dass es möglich ist, denn Tablet und Smartphone sind auch am Klo mit dabei, damit man keine Sekunde im Netz verpasst. Mit dem Smartphone und dem Tablet kann man sogar im Bett surfen, und per Videochat, Live-Streaming und Fotochat trifft man sich Tag und Nacht.

Eine Frau hat gezeigt, dass sie Tag und Nacht online sein kann, ohne zu ermüden. Ich habe das Experiment nachgemacht und war nachher reif fürs Bett. Das 24 Stunden online Experiment hat gezeigt, dass man zwar permanent im Internet leben kann, dass jedoch damit ein entscheidendes Stück an Lebensqualität verloren geht, denn die Netzwelt ist nur zweidimensional. Reale offline Kontakte verschwinden, da man seine Freunde nur noch in den sozialen Netzwerken trifft. Die Lebensmittel werden bis vor die eigene Haustüre geliefert, und so schmecken sie dann auch. Im Grunde könnte man sein gesamtes Leben vom Sofa aus managen, denn nach draussen zu gehen wäre für den Internetfanatiker die reinste Zeitverschwendung. Ich schwöre, der Nerd ist glücklich mit seinem virtuellen Online-Leben.

Das online Experiment hat uns auch gezeigt, dass wir zunehmend Fähigkeiten verlieren, die uns im realen offline Leben helfen. Wir entwickeln eine Art digitale Demenz, flitzen mit dem Wischfinger, mit Maus und Fingerspitzen blitzschnell über Tastatur und Display, wir schreiben in kürzester Zeit SMS-Nachrichten und posten jede Sekunde unseres Lebens als Text oder Selfie auf Facebook. Wir verlernen jedoch die wichtigen motorischen Fähigkeiten wie das Gespür für Menschen, die soziale Intelligenz, die normalen Muskelbewegungen, mit denen wir uns im Alltag fortbewegen, denn wir sitzen nur noch vor dem Computer. Wer den ganzen Tag im Sitzen verbringt, seinen Körper kaum bewegt, weil er nur noch wenige Handgriffe zum Steuern des Internets benötigt, der verkümmert seelisch und körperlich.

Im normalen Alltag bewegen wir uns schon deshalb, weil wir zur Arbeit, zum Sport, zum Einkaufen, zum Freunde treffen, zu den verschiedensten Aktivitäten gehen. Da müssen wir zwangsläufig die Beine bewegen. Im Internet fällt dies gänzlich weg, wenn man sich nur noch auf den Bildschirm konzentriert. Man wird kurzsichtig, entwickelt Augenprobleme, und das Immunsystem leidet, wenn man die Nacht zum Tag macht. Das Internet ist wie ein goldener Käfig, in dem man sich wie zu Hause fühlt, weil man alles hat, was man braucht, nur keine Frischluft.

Wer pausenlos alles nutzt, was online verfügbar ist, kann süchtig werden. Und so entsteht leider die Internetsucht, die heute eine anerkannte Krankheit ist, denn man überschreitet so schnell die Grenze des Gesunden und lebt plötzlich in einer zweiten Welt. Man kann seinen Arbeitsplatz verlieren, wenn man glaubt, plötzlich als Instagram Influencer durchstarten zu können. Man verliert sein soziales Umfeld und ist alleine, wenn man im offline Leben jemanden braucht. Und man verliert den Bezug zur realen Alltagswelt und wird zum Nerd. Manche Leute, die pausenlos im Netz leben, duschen und pflegen sich nicht mehr regelmässig, lassen ihren offline Körper verkümmern, weil sie sich als online Avatare besser fühlen.

Das Leben im Internet verändert das Gehirn

Wer pausenlos online ist, quasi im Internet lebt, muss damit rechnen, dass sich sein Gehirn verändert. Der Stirnlappen bildet sich nicht richtig aus. Bis zum 25. Lebensjahr bildet sich der Stirnlappen mit all seinen wichtigen Funktionen richtig aus. Wer besonders in dieser Zeit, als junger Mensch im Internet lebt, setzt seine Gesundheit aufs Spiel. Das Multitasking ist ohnehin keine gute Idee, und genau das wird beim Onlinekonsum gefördert, wenn wir zwischen Mails, Facebook und unzähligen Infos hin und her schreiten. Unsere Konzentration lässt nach, wir werden aggressiv, ermüden schneller, können uns nicht mehr lange einer Aufgabe widmen, und unsere Haptik wird gestört. Wir brauchen als Ausgleich Hobbies, sportliche Aktivitäten, und einen guten Plausch im offline Cafe.

Wie lebt man im interaktiven Web?

Im interaktiven Web macht man mit, da ist man dabei, vollends präsent. Man verschwindet als Mensch und findet sich als Avatar wieder. Der Mensch wird in der virtuellen, zweidimensionalen Welt förmlich zu einem Selfie platt gewälzt, damit er als E-Mail verschickt, auf Facebook geliked und kommentiert werden kann. Im Internet ist es wie im Lotto, alles ist möglich, sogar das gefühlsintensive Erlebnis, in welchem man sich riechen und schmecken, anfassen und umarmen kann, da es heute Apps, Gadgets und interaktive Boxen gibt, welche dies ermöglichen. Die grosse Gefahr lauert, wenn man sich online Freunde sucht, die keinen Wert haben, weil sie vergänglich sind und morgen schon wieder weg sein können. Viele Leute pflegen quasi nur inaktive Karteileichen in den sozialen netzwerken. Sie kaufen sich jeden Nepp im Netz und sind trotzdem unglücklich. Und sie konsumieren jede noch so kleinste Information, aus Angst, etwas zu verpassen.

Immerhin, es hat sich auch ein Gegentrend zum Online-Leben entwickelt. Mittlerweile gibt es die Generation, welche sich auf die Realität der vermenschlichten Welt konzentriert, keinerlei soziale Netzwerke betreut, keine Online Profile pflegt, zum Shoppen in den realen Laden spaziert und den Partner des Lebens in der Offline-Welt findet, denn da stimmt wenigstens die Chemie. Es gibt Leute, die nutzen ihr Smartphone als Handy zum Telefonieren und verzichten auf den Online Konsum, denn sie lesen nur die Zeitung im Netz, weil Papier langsam ausstirbt.

Was kann man im Internet alles machen?

Im Internet shoppenIm Internet kann man grenzenlos alles machen, es gibt keine Grenze nach oben oder unten hin. Shopping, Info-Hopping, Chatten, dies sind Leidenschaften, die der Internetfanatiker braucht. Man kann an interaktiven Foren und Gruppentreffen teilnehmen, sich Gleichgesinnte suchen, sogar online Gottesdienste und online Konzerte besuchen, und auf YouTube kann man seinen ganzen Tag verschwenden. Alle Lebensbereiche, sogar die Gesundheit werden abgedeckt. Diäten, Fitness, Beratungen, unzählige Blogs und Medienseiten, alles ist präsent. Man kann in Foren und auf Blogs seine unqualifizierten bis ausschweifenden Kommentare hinterlassen, oder man betreibt sein Marketing damit, baut sein Image samt Prestige und Namen damit auf, damit man nicht permanent auf den hinteren Plätzen in den Suchmaschinen landet, wenn man nach sich selbst googelt.

Man kann sich sinnliche Onlinemagazine ansehen, denn niemand kann seinen disqualifizierten, illustrierten, stark bebilderten Intellekt verstecken, selbst wenn er von der Me-to Debatte gejagt wird. Man kann sich in einschlägigen Onlineläden tummeln, wenn man sich offline dort nicht hinein traut, da der bekennende Spiesser nur seine gängigen Läden ansteuert. Bitte, das Internet ist diskret, auch wenn es nichts vergisst. Sogar mollige und dicke Leute können im Netz shoppen, ohne sich zu schämen, denn der Online Konfektions-Scanner findet das passende Negligee und den dazupassenden String Tanga.

Übrigens kann man sich auch wissenschaftlich bis sachpopulär informieren, wenn man nicht gerade sinnlich surft. Auf Wikipedia findet man alles, häppchengerecht für den Normalverbraucher aufbereitet, und auf WikiLeaks findet man sogar all das, was man nicht finden sollte. Die meisten Leute surfen im Netz, weil sie sich informieren, über das aktuelle Wetter Bescheid wissen wollen, ihre Apps nutzen, E-Books und Online Musik konsumieren, oder sie suchen nach mehr Lebensqualität, Sicherheit und Glück im Leben.

Wer im Internet lebt, kennt sämtliche Auktionshäuser, Lieferdienste, nutzt Amazon und Ebay, Google und Apple Dienste, und er ersteigert und versteigert alles, sogar sich selbst. Auf Will-Haben kann man Schnäppchen finden und dadurch Kontakte knüpfen, und auf den Tauschbörsen findet man Dinge, die längst als nostalgischer Retro Nepp gelten, beispielsweise eine Badehaube mit Kinnansatz.

Einst liess ich mich selber im Internet versteigern. Für 99 Überraschungseier und ein Abendessen ersteigerte mich jemand, mit dem ich heute noch Kontakt habe. Wahrlich, als Autorin ist man sich für keine Marketingstrategie zu Schade. Ich entdeckte auch eine Frau, die sich samt einem Sixbag Bier auf Ebay versteigerte, sozusagen als Partyhäppchen. Wahrlich, das Internet ist für uns alle da.

Das Leben im Internet hat Konsequenzen

Man muss mit Konsequenzen rechnen, wenn man ununterbrochen im Netz lebt. Die soziale Kompetenz lässt nach, die handwerklichen Fähigkeiten leiden, die Augen werden schlechter, da sich die Welt bewegt, man selber jedoch stehen oder sitzen bleibt, und man verlernt, auf Menschen zuzugehen, die man offline treffen könnte. Die Ernährung leidet, weil man online einfach nicht so gesund diniert, der Schlafrhythmus leidet, weil man auch nachts online ist, und der Hormonhaushalt gerät durcheinander, weil der Körper keinen Biorhythmus mehr verfolgt, welcher ihm gut tut. Menschen, die pausenlos im Netz leben, werden gerne dick, weil der Stoffwechsel lahmt, und sie könnten instinktive Fähigkeiten verlieren, denn zu Hause vor dem Smartphone ist man ziemlich sicher, wenn man sein Zuhause nicht verlässt, obwohl die meisten Unfälle im Haushalt passieren, aber der virtuelle Haushalt ist nahezu ungefährlich. Bitte, ich zähle hier nur Dinge auf, die passieren könnten, sie müssen nicht bei jedem Menschen sofort eintreten.

Und welche Gefahren drohen noch? Wer pausenlos im Internet lebt, verliert den Bezug zur Realität, und das kann bedeuten, dass man seinen Arbeitsplatz verliert, sozial abrutscht und vereinsamt, gesellschaftlich verkümmert, zu wenig Oxitocin ausschüttet, weil man keine realen Liebkostungen und Umarmungen erhält, und man lernt Leute kennen, die hemmungslos sind, da die Hemmschwelle im Chat und in Foren einfach niedriger ist als offline. Aufpassen sollte manfbeim Live-Streaming, da man hier oft viel zu viele nackte Körperteile von sich zeigt. Aufpassen muss man auch bei E-Mails, denn Pishing und Cyberkriminalität kommen oft per Mail ins eigene Postfach.Und wer online shoppt, sollte sich vor Fake-Shops in Acht nehmen.

 


Elisabeth Putz

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