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Leute - So werden Sie ein cooler Typ

Der Mensch in der GesellschaftRatgeber Leute und Menschen - Wie wird man ein cooler Typ? Das Volk besteht aus lauter coolen Typen, wenn man den einzelnen Menschen als Individuum ansieht, und doch gibt es feine Unterschiede zwischen Leuten und Typen. Leute sind allgemein gesehen das Volk, welches man nicht grossartig in ihren Eigenheiten unterscheidet. Der Typ ist ein Individuum, welches von einer Persönlichkeit geprägt ist. Und so wird man ein cooler Typ, wenn man sich von der Masse abhebt, etwas darstellt, selbstbewusst seinen Weg geht, zur Leitkuh wird, oder wenn man sich durch seine Taten und Werke auszeichnet. Die selbstbewusste Frau im engen, rot schimmernden Kleid ist ein cooler Typ, der Mann mit dem charmanten Lächeln auch, und der rüstige Rentner, der als Leihopa dient, ist ohnehin cool genug, um noch nicht zu sterben.

Am coolsten sind die Teenager. Sie entwickeln eigene Gesten und körpersprachliche Abweichungen, eine eigene Jugendsprache, und wenn ihnen das Arschfax aus der tiefer gelegten Hüfthose heraus steigt, dann sitzt die Unterhose etwas höher. Der Egoist ist auch so ein cooler Typ, gefolgt vom Soziopathen, bei dem die Coolness eher als erfrierende Kühle dient, wenn er ohne Herz und Seele seine egoistischen Ziele verfolgt.

Coole Leute sind meist öffentlichkeitstauglich, präsentieren sich ohne falsche Scheu am roten Teppich, und sie sind populär, wenn sie mit ihrem halbvollen Champagnerglas dahinschlendern. Menschen sind cool, wenn sie sich zu höheren Intelligenzen entwickeln, welche sich selbst übertreffen, ihre eigenen Arbeitsplätze durch geklonte humanoide Roboter vernichten und irgendwann in ihrem eigenen Plastik- und Technikschrott liegen. Spätestens dann sind die Menschen von den Leuten nicht mehr zu unterscheiden.

Blondine

Eine Blondine ist ein hellhaariges Wesen, geniesst Bewunderung, erntet Aufmerksamkeit, und sie muss sich Blondinenwitze anhören. Sie ist blauäugig, hat aufgrund ihres geringen Anteils an Melanin eine helle Haut, besitzt Charme, und sie ist nicht so dumm, wie sie dargestellt wird. Unechte Blondinen brauchen allerdings einen guten Friseur und viel Blondierungscreme. Auch die männliche Blondine, der blonde Mann, geniesst seine Aufmerksamkeit. Er ist charmant, kühl und strukturiert, hat blondes Haar und blaue Augen, ist gross und schlank, und er achtet auf sein Äusseres. Blond zu sein, heisst schick, klug und intelligent zu sein, es muss nicht immer mit der Haarfarbe und dem Teint konform gehen, manche Leute sind blond im Kopf.

Cyborg

Cyborgs werden eines Tages die Welt dominieren und als Roboter friedlich unter uns leben. Wie gehen wir am besten mit der Digitalisierung um? Das Leben in einer vollautomatischen, technisch ausgereiften Welt. Der digitale Mensch, die digitale Demenz, welche sich durch eintönige Handlungen auf Knopfdruck im Gehirn entwickelt, die digitalen Implantate, welche unseren Alltag steuern, und der Roboter, der uns das Leben zu Füssen legt. Es hat Vor- und Nachteile, so eine technisierte Welt und ihr Lifestyle, aber die Nachteile werden uns eines Tages ins Mittelalter zurücksetzen oder ins Grab bringen, spätestens wenn der digitale Supergau einschlägt und uns wie ein Blitz trifft.

Egoist

Ein Egoist ist ein Mensch, der seine Vorteile sieht, seine Freunde unbemerkt ausnutzt, nichts dem Zufall überlässt, und nur hilft, wenn es ihm auch hilft. Egoismus ist teilweise angeboren, aber zum grössten Teil wird er uns im Laufe des Lebens anerzogen, weil wir gesellschaftlich mit den Erfolgreichen dieser Welt mithalten wollen. Um egoistisch seine Ziele zu erreichen, scheut man nicht einmal die Ellenbogentechnik. Man schafft sich Nutzungsbekannte an, entsorgt sie wieder, falls sie nicht mehr brauchbar sind, und man macht die Leute zu Untertanen, indem man sie hörig macht. Viel zu spät bemerken manche Menschen, dass sie auf einen Egoisten hereingefallen sind, da viele Egomanen in der Öffentlichkeit stehen, sich wie Gurus verhalten und ihrer Umwelt ihren ganz eigenen Stempel aufdrücken. Viele Egos helfen und zeigen sich öffentlich als gute Menschen, und wenn man sie näher kennenlernt, sieht man ihren Egoismus.

Familie

Die Familie besteht aus sämtlichen Mitgliedern, die im engeren Familienumfeld existieren. Eltern und Kinder, Vater, Mutter und das Baby, der Sohn und die Tochter, die Grosseltern, und im weitesten Sinne die Tanten und Onkels, die Schwiegereltern, der Schwiegersohn und die Schwiegertochter. Bei so vielen Leuten kann es schon einmal zu eng werden, sodass der Familienstreit vorprogrammiert ist. Ein harmonisches Familienleben führt man übrigens, indem man Rituale pflegt, gemeinsam spielt, frühstückt, diniert, Ausflüge macht und Weihnachten oder Ostern im trauten Heim feiert. Mütter und Töchter sind hier wie Zeitbomben, und auch die Väter und Söhne vertragen sich nicht immer, aber das ist nichts gegen einen eventuellen Erbstreit.

Frauen

Die Frau ist ein kluges, weibliches Wesen mit einem teilweise schwankenden Hormonhaushalt und einer teilweise so hohen Intelligenz, dass sie sich manchmal vor lauter Kreativität selbst im Weg steht. Das weibliche Wesen denkt in Gefühlen, will heiraten, den perfekten Traummann finden, Kinder bekommen, geliebt werden, und die emanzipierte moderne Frau möchte geschätzt werden und Karriere machen. Deshalb halten heute nicht alle Ehen, weil Frauen freier und ungebundener sind. Ein wahres Wunderweib ist die Trophäenfrau, die kaum etwas mit dem Hausmütterchen zu tun hat. Sie ist schön, klug, sexy, sie weiss, was sie will, und sie angelt sich einen reichen Mann, dann hat sie finanziell ausgesorgt. Ganz anders verhält sich die Emanze. Sie ist eine Powerfrau, weiss was sie will, und sie sorgt für sich selbst, wenn sie beruflich die Karriereleiter erklimmt und in die Chefetage aufsteigt.

Freunde

Freunde sind Menschen, die unterhaltsam sind, Zeit für einen Kaffee haben, hilfsbereit zur Seite stehen, und man kann sich bei ihnen ausheulen, wenn man seine Traurigkeit loswerden will. Man kann mit ihnen lachen, lästern und shoppen gehen. Und sie verzeihen alles, tolerieren jeden Makel. Freundschaft zwischen Mann und Frau kann jedoch problematisch werden, wenn sich einer der beiden verliebt, der andere aber nicht. Ein gängiges Phänomen sind beste Freundinnen. Sie teilen alles miteinander, sogar den Kleiderschrank. Sie sind wie siamesische Zwillinge, können jedoch zu besten Feindinnen werden, wenn sie sich einen Mann teilen.

Gesellschaft

Wie beeinflusst uns die Gesellschaft, und wie wird man gesellschaftsfähig? Zuerst sollte man sich lieben, achten und zu schätzen wissen. Dann baut man sich ein Image auf, geniesst Prestige und Anerkennung, und wenn man einen Fehler macht und der Ruf erst einmal ruiniert ist, lebt man sogar als Aussenseiter gut und günstig. Das Soziale ist geprägt von einem Miteinander, in welchem der einzelne Mensch eine Persönlichkeit darstellt, in der Masse jedoch untergehen kann.

Männer

Der Mann ist ein dominantes, männliches Wesen, oft mit zu viel Testosteron bestückt, was jedoch auch positiv ausgelebt werden kann, wenn der Sex aufregend genug ist. Männer sind eitel, klug und leistungsbetont, aber im Haushalt sind einige Männer die reinste Katastrophe, wenn sie fernsehen, während die Frau staubsaugt. Das männliche Wesen ist ein Pfau, stolz und eitel. Und so wollen Männer bewundert und gelobt werden, benötigen Aufmerksamkeit, den Chefsessel im Büro, eine schöne Frau zu Hause, den Sportwagen und viel Prestige. Wir unterscheiden grundsätzlich den Macho und den Softie. Der Macho ist dominant, ungeduldig, faul im Haushalt, und er liebt Frauen, die eher devot sind. Der Softie taugt als Familienvater, aber wenn er sich die Unterhosen noch von Mama kaufen lässt, muss er erst heranreifen. Zum Glück gibt es den Gentleman, der weiss, wie er eine Frau behandeln muss, damit sie an seiner Seite glücklich ist.

Mensch

Wie tickt der Mensch? Wir sind soziale Lebewesen, die nicht ohne Liebe, Aufmerksamkeit und Kommunikation leben können. Wer nicht geliebt wird, vereinsamt und entwickelt sich nur schwer weiter. Kitzelige Menschen sind laut einer Studie sozialer, und aussergewöhnliche Menschen leisten oft Dinge, von denen wir alle profitieren. Fehler sind menschlich, und deshalb ist Kritik wichtig, damit wir uns weiterentwickeln. Evolutionsbedingt hat sich der Mensch gut entwickelt, vom Homo-Habilis bis hin zum Homo-Sapiens. Die Leute gehen inzwischen aufrecht ihre Wege, machen sich Gedanken um die Umwelt und leben friedlich miteinander, selbst wenn es hin und wieder Krieg gibt. Wir sind menschlich und äussern uns durch lügen, pfurzen, husten und niesen, lachen und weinen, schimpfen und fluchen, irren, lieben und leiden, glauben und hoffen. Es lebe die Emotion.

Prominente

Prominente sind Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen, ihren Applaus brauchen, durch die Medien bis ins eigene Wohnzimmer hineinkommen, und es sind Stars und Sternchen, die ihre Kreativität mittels Musik, Schauspiel, Theater, Kunst, Kultur und Literatur ausleben. Übrigens ist auch ein it-girl prominent, weil es ein begehrtes Es ist. Sogar das Luder geniesst einen Promistatus, wenn es als Boxenluder agiert und den Champagner geniesst, der sich über seinem Luxuskörper ergiesst. Prominente leben einerseits gut, verzichten jedoch auf ihr Privatleben und schützen es, wo es nur geht. Wer Dauergast in den Medien ist, flüchtet vor der Presse. Wer in Vergessenheit gerät, tanzt nackt am roten Teppich und achtet darauf, dass alle Kameras auf ihn gerichtet sind. Und wer berühmt werden will, muss neben seiner kreativen Kunst darauf achten, dass er nicht bereits nach dem ersten Flop in Vergessenheit gerät.

Rentner

Der Rentner ist jemand, der sein ganzes Leben lang hart oder soft geschuftet hat, mehr oder weniger Geld verdient hat und jetzt sein Seniorenleben geniessen darf. Viele Rentner leben minimalst und einfach, denn die Rente fällt oft karg aus. Trotzdem gibt es zahlreiche Angebote für Senioren, denn der heutige Rentner ist robust, rüstig und fühlt sich durchaus noch jung genug, um mit der Gesellschaft mitzuhalten. Schlimm für Senioren aller Art ist der Rentenschock. Man erlebt ihn entweder selber, wenn man in Rente geht, oder der Partner erlebt ihn, wenn plötzlich die bessere oder schlechtere Hälfte permanent in der Wohnung sitzt und den strukturierten Alltag stört. Dem Rentenschock entkommt man nur, wenn man sich neue Hobbies zulegt und wieder unterwegs ist. Ob die Rentengelder in Zukunft üppig genug sind, um ein mobiles Leben zu gewährleisten, weiss niemand so genau. Fakt ist, wir werden alle nicht jünger.

Soziopath

Der Soziopath ist ein gefühlskalter Mensch, der andere Menschen für seine Vorteile nutzt, lügt ohne rot zu werden, und der seinen Charme spielen lässt, wenn er etwas haben will. Soziopathen sind sexuell sehr interessant, weil sie experimentierfreudig sind und anziehend wirken. Emotional sind sie jedoch kaum zu gebrauchen, weil sie keine Empathie empfinden. Die Steigerung der Soziopathie ist die Psychopathie. Der eingefleischte Psychopath ist instabil, aggressiv, labil und unstrukturiert, er kann aber auch charmant und erfolgreich sein. Er ist oft triebgesteuert, hat manchmal Wahnvorstellungen, und er scheut keinen Mord, um an sein Ziel zu kommen. Wer mit einem Psychopathen zusammenlebt, der lebt gefährlich, weil man nie weiss, wann die Bombe hochgeht.

Teenager

Der Teenager ist ein junger Mensch, ein Jugendlicher, der am Anfang seiner Pubertät steht. Die Hormone spielen verrückt, gehen fast über im Körper, und so empfinden Teenager die Welt intensiver, gefühlsbetonter und nicht so realistisch wie ausgereifte Erwachsene. Teenager benötigen mehr Liebe, mehr Akzeptanz, eigene Freiräume und eine moralisch wertvolle Ethik, denn es sind unsere zukünftigen Erwachsenen. Die heutigen Jugendlichen entwickeln sogar eine eigene Jugendsprache, welche in der Erwachsenenwelt derb klingt und keiner genormten Struktur unterliegt. Der eingefleischte Teenager bricht aus dem Alltag aus und überschreitet die Grenzen des guten Geschmacks. So kann es vorkommen, dass Freunde und Flirts, Party und Hobbies eine Zeit lang interessanter sind als die Schule und das Elternhaus. Wer die Flegeljahre hinter sich hat, wird wieder genormter, bekommt eigene Kinder und darf an ihnen sein eigenes Teenagerleben miterleben.

Trendsetter

Der Trendsetter ist ein Macher, ein Anführer, eine Leitkuh, ein Erfinder von coolen Trends, ein Jetsetter, ein Nerd, ein Aussteiger, ein Hipster, eben einer, der nicht mit der Masse der Gesellschaft mitschwimmt. Manche Menschen glauben, wenn sie nicht jedem Trend nachlaufen, verpassen sie etwas Entscheidendes im Leben. Man braucht das neueste Smartphone, man muss in der Jetset-Gesellschaft Fuss fassen, und man muss nachhaltig leben. Trends kommen und gehen, aber der Trendsetter ist der erste, der sie auslebt, weil er sie macht, erfindet und liebt. Besonders in der Modewelt sehen wir, wie die Macher von heute die Mode von morgen kreieren. Wenn die normale Frau nicht mehr in die Hosenröhren passt, verpasst sie den Slimfit Trend. Wenn der Mann die Farbe rosa scheut und Muskeln bevorzugt, verpasst er den androgynen Trend der femininen Männermode. Und wenn das Kind in High-Geels wackelt, kann es nicht als hippes Kindermodel arbeiten. Ist Kinderarbeit nicht längst verboten?


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