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Egoismus - So werden Sie ein Egoist

Der Egoist brüllt wie ein LöweEin Egoist ist ein positiv denkender, selten beunruhigter, dafür jedoch besonnener Mensch, der lieber andere für sich arbeiten lässt, als selbst einen Finger krumm zu machen. Egoisten sind intelligent, sorgen vor, denken an sich selbst und sind gerüstet, wenn eventuelle Nöte lauern.

Wie wird man ein positiver Egoist?

Der positive Egoismus geht davon aus, dass man sich selbst und anderen Menschen im besten Fall etwas Gutes tut, oder dass man zumindest niemandem schadet, wenn man sich selbst etwas Gutes tut. Ein positiver Egoist wird man, wenn man anderen hilft, medizinische, humane und soziale Hilfe leistet, wenn man sich dabei wohlfühlt, sein Selbstbewusstsein damit stärkt und durch sein Handeln gedeiht. Wenn caritative Einrichtungen Spendengelder einsammeln, mit denen sie helfen, aber zugleich auch durch finanzielle Mittel den Verein und die Gehälter der fest angestellten Mitarbeiter sichern, so ist dies ein Beispiel für den positiven Egoismus. Wenn ein Arzt seine Patienten betreut und dafür ein Honorar verlangt, so ist dies auch positiv zu bewerten.

Wie wird man ein negativer Egoist?

Ich denke, kein Mensch wird gerne in die Schublade des negativen Egoismus geschoben, aber viele Leute neigen tendenziell dazu, sehr negativ egoistisch zu handeln. Wer sich selbst etwas Gutes tut und anderen Menschen dadurch einen Schaden zufügt, handelt negativ. Er darf sich keine Gedanken um sein Tun und Handeln machen, muss wie ein Soziopath agieren, sonst bereut er seine Taten schnell. Wenn gierige Aktionäre auf Staatenpleiten wetten, wenn Unternehmen mit Offshore-Firmen Steuern aus dem Weg gehen, wenn Superreiche auf Kreuzfahrtschiffen residieren, um in keinem Staat Steuern zu bezahlen, dann sind diese Lebensweisen negativ egoistisch behaftet, da man hiermit anderen Menschen indirekt schadet. Wenn man Karriere macht, die auf Kosten seiner Kollegen geht, schadet man seinen Mitarbeitern. Wenn man lügt, um sich einen Vorteil zu verschaffen, und diese Lüge schadet jemandem, dann handelt man zutiefst bösartig.

Wie wird man ein gesunder Egoist?

Gesunder Egoismus hat nicht viel mit der umstrittenen Ellenbogentechnik oder Ellenbogentaktik zu tun. Man kann beispielsweise Karriere machen, sich ein Prestige aufbauen und Anerkennung gewinnen, wenn man helfende Hände wahrnimmt und mit seinen Mitmenschen in einer positiven Symbiose aus Geben und Nehmen lebt. Dies zeichnet den gesunden Egoisten aus. Er stärkt sein Ego, aalt sich in Bewunderung, tut jedoch auch viel für andere Leute.

Kennen Sie das Buch von David Brecht: Die Kunst, kein Egoist zu sein? Ich habe es als Wiederkäuer bereits viermal als Hörbuch durchgelesen und beim vierten Mal sogar verstanden. Die Lektüre ist durchaus positiv zu bewerten, denn man lernt, dass der Egoismus nicht gänzlich negativ zu sehen ist. Er hat auch seine positiven Seiten.

Egoisten leben durchaus gesund. Sie kümmern sich nicht zu sehr darum, was andere Menschen über sie denken, und diese Einstellung ist manchmal viel gesünder, als immer darauf zu achten, es allen Menschen recht zu machen.

Sie als Egoist müssen sich einen einfachen Leitsatz merken: Ich bekomme, was ich will, woran ich glaube und was ich denke, und alles andere ist belanglose Hintergrundmusik. Mit dieser Einstellung beachten Sie automatisch nicht mehr jede negative Aussage Ihrer Mitmenschen und konzentrieren sich endlich einmal auf sich selbst und Ihre eigenen Bedürfnisse. Der gesunde Egoist lebt und denkt positiv, geht selbstbewusst durchs Leben und kann seine Meinung auf charmante Art und Weise sagen.

Was braucht ein Egoist?

Wenn Sie ein guter Egoist sein möchten, müssen Sie lernen, ein wenig arrogant zu sein, nur ein bisschen, damit man es Ihnen nicht von Weitem ansieht, aber doch merkt. Sie können mit Worten und kleinen Gesten, dem richtigen Augenaufschlag oder mit der aufrechten Körperhaltung eine Brise Arroganz in Ihr Leben holen. Egoisten sind auch ein wenig eingebildet und eitel. Das können wirklich durchaus positive Eigenschaften sein, wenn man sie dosiert einsetzt und die Mitmenschen mit der Eitelkeit und der Einbildung nicht zerquetscht.

Sie benötigen ein stabiles, extrovertiertes Auftreten, welches Sie durch die reine Optik aufpeppen können. Kleiden Sie sich klassisch, stilsicher, vorteilhaft, nicht unbedingt verspielt oder leger. Sie ernten viele neidische, bewundernde Blicke, werden hofiert, ernst genommen, wahr genommen und geniessen automatisch einen aufmerksamen Status in der Gesellschaft. Sprechen Sie flüssig, nicht zu schnell, aber auch nicht zu langsam oder unsicher. Ein Rhetoriktraining oder ein Schlagfertigkeitstraining kann Ihnen dabei helfen.

Der Egoist braucht das passende Ambiente

Egoisten leben besser, und so wohnen sie auch schöner. Ein Penthouse ist das passende Ambiente, hoch oben, denn auf der grosszügig eingerichteten Dachterrasse ist die Luft einfach sauberer. Man blickt auf das Fussvolk hinab, schaut über die Dächer hinweg und dankt dem Himmel dafür, dass man ihm so nahe ist. Ein Egoist lädt gerne Freunde und Bekannte ein, damit er zeigen kann, wie luxuriös er lebt. In seinem Zuhause hängen vorwiegend Bilder und Gemälde, die ihn als Person selber zeigen, denn er fühlt sich gut, wenn er von den Wänden zu den Besuchern hinabstrahlt. Und ein Egoist besitzt immer genügend Personal, denn er putzt nicht selber, lässt sich bekochen und geniesst den Mietbutler, wenn Freunde zu Besuch sind. Die Wohnung dient als Statussymbol.

Der Egoist braucht einen guten Ruf, Charisma und Ausstrahlung

Ein Egoist braucht Ausstrahlung, weisse Zähne, ein verführerisches Lächeln, Charme und Witz, damit das Charisma stimmt. Charismatische Menschen wirken anziehend, verfolgen ihre Ziele mit Beharrlichkeit, so charmant, dass niemand bemerkt, dass es sich um egoistische Ziele handelt. Der kluge Egoist wickelt die Mitmenschen um den Finger, sodass die Leute denken, es wären ihre eigenen Ziele. Wie ein seidenes Halstuch umarmt und umgarnt er die Menschen mit seiner fordernden Eleganz und Anmassung. Die Kunst, einen guten Ruf als Egoist zu besitzen liegt darin, dass die Menschen nicht viel vom Egoismus merken und dadurch viel für den Egoisten tun, weil er doch so ein interessanter und charmanter Typ ist.

Der Egoist braucht Nutzungsbekannte

Egoisten lieben sich selbst am meisten, aber sie benötigen die Liebe ihrer Mitmenschen, da sie diese als Nutzungsbekannte benötigen. Wenn ein Egoist seinen Freunden zuhört, erzählt er schnell von sich selbst, damit er den seelischen Müll anderer Leute nicht verarbeiten muss. So glauben die Freunde, sie werden ernst genommen, dabei geht es in jedem Gespräch vordergründig um den Egoisten selber, ohne dass die Freunde es bemerken. Ein intelligenter Egoist holt sich auch von überall her Hilfe, für die er möglichst wenig bezahlen muss, denn sein Charme spricht Bände, sodass er offene Türen einrennt, wenn er Hilfe braucht. Er schafft es, geliebt zu werden, weil er mit seiner positiven Art die Menschen wie ein Magnet, wie ein Honigbrot anzieht.

Nutzungsbekannte sind Freunde und Bekannte, deren Nutzen man zu schätzen weiss, deren seelischen Müll man jedoch nicht ertragen möchte, und so hat man nie Zeit, wenn sie Hilfe brauchen, aber man lässt sie im Glauben, dass man gerne Zeit für sie hätte. Ein intelligenter Egoist sucht sich seinen Freundeskreis nach sozialen und beruflichen Argumenten, nach einem guten Status aus, da er von ihnen profitieren möchte. Es entstehen oft Symbiosen, die sich gegenseitig helfen, auch wenn die Sympathie nicht im Vordergrund steht. Man lädt Geschäftsfreunde zum Essen ein, richtet Gartenpartys aus, nur um wieder voneinander zu profitieren, selbst wenn man sich gegenseitig nicht leiden kann.

Egoisten müssen Einsamkeit ertragen

Wer ein Egoist ist, weiss, dass er auch einsam werden kann, aber nie lange, denn er sucht sich bald neue Freunde. Oft kommt es vor, dass Egoisten Freunde aus ihrem Freundeskreis ausmisten, die ihnen keinen Nutzen mehr erbringen, die krank werden, sozial absteigen oder verarmen. Hier erkennt der Normalverbraucher mit gesundem Menschenverstand erst, dass er mit einem Egoisten befreundet war, wenn er wirklich Hilfe braucht, sein Freund jedoch verschwindet. Der intelligente Egoist lässt seine unbrauchbaren Freundschaften erfrieren, indem er den Kontakt einfrieren lässt. Dies kann ihm jedoch auch selber passieren, falls er eines Tages unbrauchbar wird. Sozial ist diese Lebenseinstellung nicht, und ich muss sagen, sie ist nahezu entwürdigend. Ich habe aus Erfahrung gelernt. Ich suche mir meine Freunde aus reiner Sympathie aus, biete meine Hilfe an, scheue jedoch den Kontakt zu Leuten, die vorwiegend über sich selbst reden und nie da sind, wenn man sie braucht.

Egoismus - Was ist egoistisch?

Egoismus entstammt dem Wort Ego und bedeutet Ich-Bezogenheit, Eigennützigkeit, Selbstsucht, Ich-Sucht, Eigenliebe und Selbstliebe. Der Egoist ist sich selbst am nächsten, liebt sich, ist verliebt in seine Persönlichkeit und zeigt diese Liebe mehr oder weniger auch nach aussen hin, was man in seinen Handlungen und in seiner Denkweise feststellen kann.

Egoismen sind selbstsüchtige Handlungen, die dem Zweck dienen, das eigene Ego zu befriedigen. Man agiert selbstsüchtig, ist nur auf den eigenen Vorteil bedacht und berücksichtigt die Bedürfnisse anderer Menschen nicht. Wenn diese Handlungen zufällig auch anderen Leuten dienlich sind, könnte man den Egoisten durchaus als ethisch vertretbar einstufen, aber im allgemeinen gilt das Interesse nur der eigenen Person. Egoisten verstehen nicht, dass andere Menschen auch auf ihren Vorteil bedacht sein könnten, ärgern sich sogar darüber, wenn sie diese Neigung bei Anderen feststellen, räumen sich selbst jedoch die grössten Freiheiten und Freiräume ein.

Egoisten gelten als rücksichtslos, negativ und grausam. Der Begriff gewinnt kaum an Anerkennung, obwohl ein gesunder Egoismus durchaus hilfreich sein kann, um nicht permanent ausgenutzt zu werden. Am schlimmsten ist die Egomanie. Hier handelt der Egoist zu Lasten von anderen Menschen und nimmt in Kauf, dass andere leiden, nur damit es ihm gut geht. Der psychologische Egoismus geht hingegen davon aus, dass sich jeder selbst der Nächste ist, dass man seine Mitmenschen so lieben soll wie sich selbst, und dass man sich viel Gutes tun sollte. Der wirtschaftliche Egoismus, der Homo-Ökonomikus, geht davon aus, dass der Einzelne von der Massenproduktion profitiert, dass die Steuererleichterungen der Superrreichen, quasi der Tripple Down Effekt, dem Normalverbraucher hilft, und dass ein steigendes Wirtschaftswachstum Reichtum bedeutet. Diese Annahme ist egoistisch, denn es profitieren im Grunde nur wenige Menschen davon.

Vom Egoismus weit entfernt ist sein Gegenspieler, der Altruismus. Um altruistisch zu sein, muss man jedoch zuerst mit sich selbst so zufrieden sein, dass man keine egoistischen Ziele mehr verfolgt, nur helfen möchte und die anderen Menschen in den Mittelpunkt stellt, während man sich selbst vernachlässigt. Altruistisch zu sein, ist zwar löblich, aber im Grunde schadet man sich damit genauso wie mit dem egoistischen Handeln, welches anderen Leuten schadet. Karmisch gesehen kommt jede Handlung in Form von Energie wie ein Boomerang zurück, und so sollte man einen Mittelweg finden, zwischen egoistischem und altruistischem Handeln, einen sogenannten reziproken Altruismus ausleben. Man sollte sich bei jeder Handlung fragen: Schade ich damit anderen Leuten? Was bringt es mir selbst, und was bringt es anderen Menschen?

Egoisten gab es schon immer, und es wird sie ewig geben, da der Egoismus in uns verankert ist und als soziales Verhalten geprägt wird. Das Konkurrenzdenken macht uns zu Egoisten, in gewisser Weise auch unsere Erziehungsmethoden, denn psychologisch gesehen züchten sich einige Eltern kleine Egoisten heran, wenn Kindern ein egoistisches Handeln vorgelebt wird. Erwachsene sind die Idole der Kinder. Wenn unsere Gesellschaft immer geldorientierter, leistungsfähiger und aggressiver wird, leben wir eines Tages einen ungesunden Egoismus aus, der anderen Menschen schadet. Hier überlebt dann der Stärkere. Gerechtigkeit, Ethik und Moral, Solidarität und Gemeinschaft spielen dann keine Rolle mehr.

Der Egoismus in der Religion

In zahlreichen Religionen, vor allem im Christentum, darf man nicht egoistisch sein. Diese Haltung ist schwer umzusetzen, da ein gewisses eigennütziges Verhalten von Natur aus in uns verankert ist. Selbst die Bischöfe der Antike und des Mittelalters pflegten grösstenteils einen prunkvollen, egoistisch orientierten Lebensstil und waren den weltlichen Dingen gegenüber nicht abgeneigt. So gesehen ist die Religion eine Herausforderung, seinen Egoismus abzulegen, oder wenigstens ein wenig einzuschränken.

Der Egoismus in der Politik

Zahlreiche Politiker verfolgen ihr Eigeninteresse, besonders im Wahlkampf. Wenn ein Staat regulierende Gesetze gegen den Egoismus beschliesst, so hat dies nicht immer nur positive Auswirkungen. Man fühlt sich zu stark eingeschränkt und verliert das Interesse, aus eigener Initiative heraus altruistisch zu handeln, weil der Staat ohnehin für alle sorgt. So wäre auch das bedingungslose Grundeinkommen für alle Menschen nicht unbedingt der beste Weg, um eine Gesellschaft gesund wachsen zu lassen. Andererseits kann eine zu strenge Deregulierung dazu führen, dass viele Menschen verarmen, während wenige zu immer mehr Reichtum gelangen, weil jeder darauf achtet, dass er sich in finanzielle Sicherheit bringt. Im Notfall steht nämlich kein Staat mit Sozialleistungen hinter seinem Volk, wenn die Politik nicht eingreift.

Wie stärkt man sein Ego?

Das Ego bezeichnet wissenschaftlich gesehen das Ich, psychologisch gesehen das Selbst, und in unserer herkömmlichen Sprache das Selbstbewusstsein, das Selbstwertgefühl, wobei ich nicht weiss, ob uns so manch ein Ego nicht eher im Weg steht, anstatt dass es uns hilft.

Früher musste man sein Ego stärken, heute muss man es eher zügeln, denn die Welt, besonders die Wirtschaft, wird immer egoistischer. Der moderne Egoist hilft, damit er gelobt wird, er reisst das Geld an sich und lügt im richtigen Moment, damit er sich seinen Vorteil sichert. Dies alles macht er so geschickt, dass er eher als Guru gilt, dem alle Leute hinterher laufen.

Im Grunde besitzt jeder von uns ein mehr oder weniger ausgeprägtes Ego, selbst die graue Maus. Tatsächlich wurde an Mäusen getestet, wie stark ihr Selbstwertgefühl ausgeprägt war, indem man die Darmbakterien der Mäuse durchleuchtete. So gesehen sitzt ein grosser Teil unseres Selbstwertgefühls im Darm, der mit unserem Gehirn kommuniziert. Milchsäurebakterien können uns angstfreier und selbstbewusster machen.

Um sein Selbstbewusstsein zu steigern, sollte man versuchen, im Sein und nicht im Haben zu leben. Materielle Dinge sind vergänglich, müssen gesichert und gepflegt werden, stellen Image und Prestige dar, während das pure Sein ein inneres Gefühl ist, welches ohne materielles Handeln und Denken präsent ist. Dinge kann man verlieren, die inneren Werte bleiben erhalten. Daran werde ich in Zukunft denken, wenn mein Kleiderschrank überquillt und trotzdem leer ist.

Menschen mit einem gesunden Ego verwenden ihren Verstand zum Denken und ihr Herz zum Handeln, denn nur so kann die innere Intuition leben, Entscheidungen treffen und uns vor Fehlern und Schaden bewahren. Wer auf sein Bauchgefühl hört, kann Fehler vermeiden, aber zu oft ignorieren wir es, weil unser Verstand etwas anderes sagt. Ich mache die gleichen Fehler immer wieder, weil ich noch nicht selbstbewusst genug bin, um auf meine innere Stimme zu hören.

Sein Selbstbewusstsein stärkt man mit einer eigenen Meinung, denn so erhält man die nötige Aufmerksamkeit. Manche Politiker vertreten oftmals nur die schwammige Meinung der Mehrheit des Volkes, variieren dabei so stark, dass sie am Ende keine feste Meinung mehr vertreten. Vereinzelte Politiker halten jedoch gezielt an ihren Entscheidungen fest und werden dadurch zu echten Führungspersönlichkeiten.

Sein Selbstwertgefühl stärkt man auch dadurch, dass man sich Ziele setzt, welche man kontinuierlich verfolgt, bis man ans Ziel kommt. Irren ist erlaubt, denn wenn man auf halber Strecke entdeckt, dass eine Sache nicht zum Ziel führen kann, muss man umdenken und einen anderen Weg gehen. Ich bin überdimensional beharrlich, erschreckend langatmig auf dem Weg zu meinen Zielen, aber selbst mir ist es schon passiert, dass ich Dinge entdeckte, die nicht gut waren.

Selbstbewusste Menschen gestehen sich und anderen eventuelle Fehler, Irrtümer und falsche Handlungen ein. Angsthasen, die fürchten, ihre Macht zu verlieren, warten ab, bis sie auffliegen, oder sie verkaufen ihre Fehlentscheidungen als Erfolgskonzepte. Es ist mit Zug und Auto vergleichbar. Wer sich ins Auto setzt, muss seinen Weg trotz Navigationssystem selber ansteuern. Wer sich in den Zug setzt, kann in die falsche Richtung fahren, er muss jedoch nicht selber die Notbremse ziehen, wenn er dies bemerkt, er wartet ab, bis der Zug in den nächsten Bahnhof einfährt.

Das Ego braucht materielle Dinge

Oberflächlich gesehen kann man sein Ego mit materiellen Dingen füllen, es wird jedes Mal wenigstens kurzfristig Freude daran haben. Die Seele ist in materiellen Dingen sehr bescheiden, ja fast schon zu bescheiden, denn die Seele möchte nur leben und lieben. Unser Ego will ausführlich leben und intensiv körperlich lieben, wenn die Figur und der Gesichtsausdruck stimmen. Das Ego möchte feiern und den Champagner in der Tonne kaufen.

Selbstbewusst können wir nur durchs Leben gehen, wenn wir unser oberflächliches Ego ein Stück weit aus unseren Gedanken verbannen und uns auf altruistische Dinge konzentrieren. Wer spendet, gehört beispielsweise zur oberen Gesellschaftsschicht, und so könnten wir einen Teil unseres Geldes spenden, um uns bewusst zu werden, dass wir viel besitzen.

Das Ego braucht eine Luxusimmobilie

Unser Ego will herrschaftlich residieren, und so sehnen wir uns danach, in einer Luxusimmobilie zu wohnen, um unser Selbstwertgefühl zu stärken. Auf jeden Fall braucht das ausgeprägte Ego eine schöne Villa, denn mit dem richtigen Interieur fühlt es sich rundum geborgen im seidenen Look aus Luxus und Prestige. Manche Egos bevorzugen auch das glamouröse Penthouse, denn da oben atmet man einfach mehr Himmel ein.

 Übrigens braucht die bodenständige Villa, die als Alternative zum Penthouse dient, einen grossen Garten, einen Park, denn man will ja auch beim täglichen Spaziergang mit dem Hund unter sich bleiben. Die Villa braucht eine Terrasse mit Pool. Wenn man sich den Pool von unten beleuchten lässt, sieht man beim Nacktbaden alles, was ansonsten in der Dunkelheit der Nacht verborgen bleibt.

Selbstbewusst lebt man, wenn man zwar in einer Villa oder einem Penthouse wohnt, aber es nicht unbedingt zum Glücklichsein braucht. Noch selbstbewusster lebt man, wenn man auf den pompösen Wohnstil verzichtet, jedoch weiss, dass man ihn sich leisten könnte.

Das Ego braucht eine Luxuslimousine

Unser Ego möchte blitzschnell unterwegs sein und zeigen, welche luxuriösen vier Räder unter ihm dahin rollen und mit ihm die Autobahn des Lebens entlang fahren. Ein Auto wäre hier echt fehl am Platz, denn so ein normales Auto würde vor Scham im Erdboden versinken, wenn es neben der schicken Luxuslimousine parken müsste. Die Luxuslimousine muss wenigstens eine Minibar, einen kleinen Pool und einen trendigen Flachbildfernseher im Wagen haben, denn man gönnt sich ja sonst nichts.

Selbstbewusst wird man erst, wenn man sich traut, in einem kleinen Auto unterwegs zu sein, obwohl man sich eine Luxuslimousine leisten könnte. Selbstbewusste Menschen brauchen keine starken Motoren, sie gehen sogar manchmal zu Fuss, um gesünder ans Ziel zu kommen. Die Erfolgsleiter des Lebens erklimmt man meistens, indem man sie selbst mit eigenen Füssen empor klettert.

Das Ego braucht den Luxusurlaub

Das Ego bucht eine Luxuskreuzfahrt, wenn es Urlaub machen will. Auf dem Kreuzfahrtschiff erlebt man die halbe Welt, ohne sich grossartig bewegen zu müssen. Die Seele setzt sich auf einem Platz nieder und harrt dort in sich gekehrt, vollkommen mit sich zufrieden aus. Das ist der leidende und stille Tod fürs Ego, denn es ist wie ein Wanderpokal mit Niveau.

Das Selbstbewusstsein stärkt man, indem man seinen Urlaub mit einer guten Tat verbindet, beispielsweise Flüchtlingen hilft, die gestrandet sind. Wer seinen Jahresurlaub halbiert und die Hälfte des Urlaubs in ehrenamtliche Projekte steckt, geniesst seine Kreuzfahrt viel intensiver, als wenn er bloss ständig unterwegs ist und sich achtlos dem Jet-Set-Publikum hingibt. Nur sollte man sich eine Aussenkabine am Schiff leisten, denn da sieht man mehr als in einer Innenkabine.

Das Ego braucht Multimedia

Unser Ego braucht ein Luxus-Smartphone, vorzugsweise in echtem Gold, damit die SMS und MMS Nachrichten stilvoll versendet werden können und die Selfies eine symbolische Hochwertigkeit erlangen, denn Telefonieren ist zu einem aussterbenden Faktor geworden. Man unterhält sich auf Facebook, präsentiert sich mit all seinem Luxus im Netz und stellt sein materielles Leben zur Schau. Man sammelt likes dafür und stärkt so sein Ego.

Selbstbewusste Menschen nutzen das Smartphone, um mobil zu sein, damit sie erreichbar sind, wenn sie gebraucht werden. Sie nutzen das Internet, um positive Botschaften blitzschnell im Netz zu verbreiten, um Hilfsprojekte anzukurbeln und um anderen Menschen Mut zu machen. Selbstbewusst lebt man, wenn man nicht darauf angewiesen ist, wie viele Leute den eigenen Luxuskörper geliked und geshared haben.

Das Ego braucht Geld

Geld riecht nicht sonderlich gut, und trotzdem tut es uns gut, wenn man es besitzt, darin schwimmt und anschliessend kein Handtuch benötigt, um sich abzutrocknen, weil Geld macht uns nur reich, nicht nass. Fürs Ego ist finanzieller Reichtum das Prestige in der Brieftasche, mit dem man sich Glück kaufen kann. Für die Seele ist Geld bloss Papier, welches die Welt retten oder zerstören kann.

Selbstbewusste Menschen geben ihr Geld nicht für unnötigen materiellen Reichtum aus, da ihnen shoppen keine Zufriedenheit bringt. Sie investieren es in gute Projekte, schauen zu, wie sich andere Menschen freuen und sind dankbar, dass sie mit ihrem Geld helfen konnten. Erst danach kaufen sie sich etwas Schönes, an dem sie sich erfreuen. So sind sie doppelt zufrieden.


Elisabeth Putz

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