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Gesellschaft - So werden Sie gesellschaftstauglich

Die Gesellschaft ist mitten unter unsUnter dem elitären Begriff der Gesellschaft versteht man soziologisch gesehen eine Gruppe von Menschen, die miteinander in Kontakt treten. In der Soziologie und in der Anthropologie ist die Gesellschaft eine Menge an Individuen, an sozial denkenden und sozial handelnden Menschen, die miteinander in Verbindung stehen und voneinander profitieren. Nur der Egoismus des Einzelnen kann dieses Gruppenverhältnis stören und zu ungleichen Gesellschaftsstrukturen führen. Wenn wir jedoch jeden einzelnen Egoisten so hinnehmen, wie er eben ist, leben wir automatisch besser, weil wir uns über niemanden mehr zu ärgern brauchen.

Gesellschaft kommt wortwörtlich von gesellig, von Gesellenschaft, von einem Miteinander von Gesellen, die das gleiche Handwerk ausüben. Sogar in einer Wohngemeinschaft gesellt sich gleich und gleich gerne, und so wird unsere Gesellschaft immer wieder unterschiedliche Gruppierungen bilden, die sich abgrenzen, aber trotzdem miteinander leben und in Verbindung bleiben.

Unter den Begriff der Gesellschaft fallen alle Lebewesen, bis hin zu den Bakterien, denn alles kommuniziert miteinander. Darmbakterien kommunizieren mit unserem Gehirn und senden Botenstoffe aus. Hautbakterien kommunizieren mit der Aussenwelt und schützen uns vor Keimen. Und so steht jedes Lebewesen mit allem in gewisser Weise in Kontakt.

Auch Pflanzen sind Gesellschaft, kommunizieren miteinander, können sogar hören und empfinden Schmerz, wenn wir in sie hineinbeissen. Einige Pflanzen sind so schwer verdaulich, dass sie unseren Darm schädigen, weil sie Schutzhärchen besitzen, damit sie nicht gefressen werden. Dies könnte interessant für die vegane Gesellschaft sein, die nur aufgrund ethischer Gründe vegan lebt.

Gesellschaft bedeutet Geselligkeit, ein reges Miteinander, ein Geben und Nehmen, füreinander dasein, miteinander das Leben geniessen, Integration und Akzeptanz. Sie beeinflusst unseren Alltag. Wer sich in die Gesellschaft integriert, soziale Kontakte pflegt und seine Freunde und Familie liebt, geniesst das Leben intensiver als jemand, der einsam zu Hause sitzt und über die negativen Seiten des Lebens nachdenkt.

Die Gesellschaft ist geprägt von Kultur, wobei wir heute eher multikulturell leben und die jeweils anderen Kulturen akzeptieren, tolerieren und teilweise so gut finden, dass wir sie übernehmen. Aber auch die Tradition lebt, denn wir lieben unseren Ursprung, hüten unsere Heimat und bewundern alte Menschen mit viel Lebenserfahrung. Wenn die Oma von früheren, längst überholten Zeiten spricht, lieben wir sogar die alten Rosshaarmatratzen .

Die Gesellschaft lebt aus ihrer Vielfalt heraus und verändert sich im Laufe der Zeit. Oft denken wir, früher war alles besser, da unser Gehirn das Erlebte meist positiver darstellt, als es tatsächlich war. Wir meiden Veränderungen, lieben das Altbewährte und fürchten uns vor Neuerungen. Wer jedoch offen durch die Welt geht, freut sich auf jede Neuerung, liebt seine Mitmenschen wie sie eben sind, hört auf, als Moralapostel die Welt zu verbessern und erfreut sich an dem, was er hat.

Wir steuern zwar auf eine Art Zweiklassengesellschaft zu, die uns Unbehagen bereitet, aber wir sind so offen wie nie und leben soziale Werte in sozialen Strukturen, damit auch der Ärmste Lebensqualität erntet. So gesehen sind Veränderungen eine Chance für uns.

Wie wichtig ist die Gesellschaft?

Gesellschaftliches Handeln ist wichtig, da man in der Einsamkeit seelisch und auch oft körperlich verarmt. Studien zeigen, dass einsame Menschen eher krank werden als Kontaktfreudige. Das heisst, wir brauchen uns gegenseitig. Der Mensch ist eben ein Gesellschaftstier.

Ein Aussteiger, der seit Jahren alleine auf einer Insel lebt, äusserte den Wunsch, eine Partnerin zu haben, denn es quält ihn nichts so sehr wie seine Einsamkeit. Ein Bergbauer, der alleine seinen Bergbauernhof nur mit den Mitteln der Natur bewirtschaftet, wurde erst glücklich, als er eine Frau fand, die mit ihm leben wollte. Und wenn man sich anschaut, wie viele einsame Leute zu Hause sitzen und ihre tausenden Freunde auf Facebook unterhalten, nur virtuelle Kontakte pflegen, dann bemerkt man erst, wie engstirnig und einseitig diese Menschen werden, wenn ihnen die realen Impulse von aussen fehlen.

Wie hat sich die Gesellschaft gewandelt?

Gesellschaftliche Trends kommen und gehen, so wie sich unsere Gesellschaft verändert. Beispielsweise verfolgten wir einst den Trend der Genussmittel, der heute in den Trend des gesunden Lebensstils übergeht. In den 80er Jahren gab es giftiges Essen, man achtete nicht sonderlich auf die Umwelt, Zucker diente der Freude am Leben, und eingefärbte Süssigkeiten mit bedenklichen Inhaltsstoffen waren Kult. Fettiges Essen, bequeme Fertiggerichte und süsse Nachspeisen bereicherten den Alltag. Die Leute waren vorwiegend dick und erholten sich vom Kriegszeitalter. Und heute steht das Trimmrad im Wohnzimmer, wir treiben Sport, bleiben schlank und fit, achten auf unsere Ernährung und celebrieren unsere Gesundheit.

Plötzlich kamen die Grünen, eine umweltfreundliche Bewegung, die es in die Elite der Politik geschafft hat. Wir begriffen, dass wir uns selber zerstören, wenn wir die Umwelt zerstören, und so wurden die Kernkraftwerke sicherer, erneuerbare Energie war am Vormarsch, die Autos wurden sauberer, der Wald wurde in unzähligen Aktionen gereinigt, der Müll wurde getrennt und artgerecht entsorgt, eine Fitnesswelle schwappte über unsere dicken Körper und machte uns schlanker, und das fettige Essen war plötzlich mega-out.

In Sachen Bekleidung gab es viele Trends, was aus heutiger Sicht notwendig war, denn manche Klamotten aus den 70er, 80er und 90er Jahren waren Gift für die Augen, da man sie kaum länger als ein paar Minuten anschauen konnte, ohne umzufallen. Heute ist die Mode stilvoller, eleganter und gesünder geworden, wenn man die Oversize-Kleidung für die Frau weglässt und die eng taillierten pinken Sakkos für den Mann ignoriert.

Wer bereichert unsere Gesellschaft?

Wir alle bereichern unsere Gesellschaft, jeder einzelne auf seine Art, besonders aber Kleinkinder, Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene, aber auch die alten Menschen, die mit ihrer Lebenserfahrung punkten. Der junge Mensch kann vom alten lernen und umgekehrt, denn man lernt nie aus.

Babys sind klein, sehen niedlich aus, machen glücklich und brauchen unsere Fürsorge. Sie sind der Grundstein des Lebens, des Weiterlebens, und sie bereichern unsere alternde Gesellschaft eines Tages dadurch, dass sie die Renten zahlen. Trotzdem ist Babygeschrei nicht unbedingt Musik für die Ohren, und viele Leute stören sich dran. Immerhin schreit hier die potentielle Altersvorsorge, da muss man tolerant sein.

Kinder sind süss, kleine Zwerge, neugierig, wissbegierig, und sie lieben es zu toben. Genau dieses Kindergeschrei nervt viele Leute enorm. Und wenn ein neuer Kindergarten in ein Wohngebiet gebaut wird, schreien die Anreiner so laut, dass sie jedes Kindergeschrei übertönen. Dabei sind Kinder doch so wertvoll. Sie sind laut einer Studie sogar ein Gesundheitsfaktor, selbst wenn sie lauter als Flugzeuge und Züge sind. Wir sollten Kindern bessere Chancen bieten, wir müssen Vorbilder für sie sein, und wir dürfen sie nicht mit dem Helikopter-Eltern-Prinzip zu kleinen Tyrannen erziehen, sonst gerät die nächste Generation aus dem Lot.

Wenn aus Babys und Kindern Jugendliche werden, wird es kritisch. Besonders in den Flegeljahren sollten wir Ohren und Augen zudrücken und abwarten, bis die Teenager erwachsen werden und sich wieder wie vernünftige Menschen verhalten. Der Teenager kann nichts für sein aufmüpfiges Verhalten. Es sind die Hormone, die in der Pubertät überschiessen, da schiesst man dann automatisch übers Ziel hinaus. Gesellschaftlich gesehen sind Jugendliche übrigens auch eine Bereicherung. Sie sind tolerant, sehen nicht alles so eng, leben das Leben in vollen Zügen aus, und sie haben eine eigene Jugendsprache, die so witzig klingt, dass man sie lernen möchte, nur um mitreden zu können.

Rentner bereichern ebenfalls unsere Gesellschaft. Sie sind im Ruhestand, haben Zeit und können als Oma und Opa, oder als Leihgrosseltern die Kleinkinder hüten. Sie fühlen sich zwar oft auf dem Abstellgleis, aber das muss nicht sein, denn heute gibt es für Senioren ein reichhaltiges Angebot an Freizeitmöglichkeiten. Die Alten haben das Geld und die Zeit, es auszugeben. Und so arbeiten die Märkte zunehmend mit der reifen Seniorengesellschaft zusammen und entwickeln Angebote extra für sie.

Die moderne Gesellschaft

Eine moderne Gesellschaft ist nachhaltig, betreibt Recycling und Sharing, vereint Umwelt und Technik, und sie beginnt, durch geplante Klimaziele die Erde und ihre Schätze zu schützen. Und wenn wir unsere selbstgemachten Probleme, wie beispielsweise die Steueroasen, die ungleiche Verteilung der Ressourcen, das schnelle Geld an den Börsen, die Ausgrenzung von Minderheiten, etc. in den Griff bekommen, sind wir eine supermoderne Gesellschaft. Bis dahin leben die Superreichen jedoch noch einmal ausgiebig im Prunk und Protz, die Kluft zwischen Arm und Reich wird grösser, und die Privatjets verpesten die Luft.

Die moderne Gesellschaft ist tolerant, hat alte Muster längst abgelegt und strebt danach, den hundertjährigen Weltfrieden zu feiern. Deshalb verhandeln wir heute lieber, weil uns der Krieg Angst macht.

Die Gesellschaft ist selbstbewusster geworden. Es gab Zeiten, in denen musste die Frau ihren Mann um Erlaubnis fragen, wenn sie arbeiten wollte. Heute sind viele Männer Hausmänner, wickeln die Babys, und die Frauen üben Jobs im höheren Management aus. Wahrlich, Zeiten und Gesellschaftsmodelle ändern sich, nur der Mensch bleibt in seinem Grundwesen so, wie er eben ist, ein selbstloser Egoist.

Wie wird man gesellschaftstauglich?

Um in unserer Gesellschaft Oberwasser zu gewinnen, sollte man tolerant werden, sich seiner selbst bewusst sein und ein gutes Image aufbauen. Hierzu benötigt man starke Nerven, denn man mus sich durchsetzen und auch Dinge hinnehmen, die einem nicht gefallen. Coolness, Frechheit und eine steile Karriere stehen in unserer derzeitigen Gesellschaft hoch im Kurs. Wir unterscheiden drei wesentliche Menschentypen, den Macher, den Kontakter und den Analyst. Werden Sie ein Macher und streben Sie das Leben an, das Ihnen zusteht.

Man benötigt einen guten Namen, Anerkennung und Prestige, einen guten Ruf, einen Beruf, der Freude macht, und man sollte sich mit Menschen umgeben, die positiv denken, mit denen man gerne zusammen ist. Man sollte eine gewisse Persönlichkeit in sich beherbergen, die als Führungskraft taugt, einen grossen Freundes- und Bekanntenkreis pflegen, gut situiert sein, gesellschaftsfähige Hobbies und Interessen haben, die besten Clubs kennen, und man braucht Geld. Gutes Aussehen hilft auch, um gesellschaftlich zu punkten. Immer wieder kann man nämlich beobachten, dass schöne Leute, schlank, top gestylt, edel gepflegt, leichter durchs Leben schreiten.

Top Jobs werden gut bezahlt, Hilfsarbeiter müssen jeden Cent umdrehen. Und somit wäre bewiesen, dass wir derzeit in einer oberflächlichen Gesellschaft leben, in welcher man sich durch Optik, Prestige, Image und frechem Selbstbewusstsein nach oben hinauflebt. Hier können viele Leute nicht mithalten, fordern ein bedingungsloses Grundeinkommen und landen in der Burnout-Klinik.Es werden jedoch Zeiten kommen, in denen dieses Ungleichgewicht reguliert wird. Dann zählt Leistung mehr als Sein und Schein.

Wenn wir gesellschaftlich gesehen tief fallen, werden wir entweder zu fanatischen Aussteigern, kritisieren die Reichen und Schönen, oder wir hören auf zu leben. Immer mehr Menschen sehnen sich nach dem grossen Glück, nach einer Gesellschaft, in der auch der grösste Versager eine zweite und dritte Chance bekommt.

Wir könnten uns beispielsweise gesellschaftlich an den Tieren orientieren. Sie leben, wie die Natur sie erschaffen hat. Sie jagen keinem veganem Trend nach, kleiden sich nicht in den neuesten Klamotten, können nicht mit Geld umgehen, und brauchen keine Villa, um glücklich zu sein. Sie fressen, werden gefressen, bauen sich ihre Behausung, vermehren sich und kümmern sich nicht ums Geld. Nur die Eitelkeit haben sie mit uns gemeinsam, denn wenn der Hahn im Korb ruft, gehorchen ihm die Hühner.

Leider orientieren wir uns gesellschaftlich eher an der High Society. Reiche Leute leben im Privatjet, residieren in sauteuren Villen, gehen in New York zum Shopping und machen in Frankreich Urlaub. Sie gehören zu den Trendsettern, führen ein Jetset-Leben, stärken ihr Ego mit Stretch-Limousinen, und sie fülen sich wohl, wenn der Champagner auf der Zunge prickelt.

Wer ist nicht gesellschaftstauglich?

Wer tanzt eigentlich aus der genormten Gesellschaft heraus, ist quasi gesellschaftsunfähig? Es sind jene Leute, die es aus irgendwelchen Gründen nicht geschafft haben, anerkannt zu werden, beispielsweise die Bettler, die Obdachlosen, die Flüchtlinge, die Arbeitslosen und Sozialhilfeempfänger, aber auch so manch ein Kranker. Der negativ geprägte Soziopath beispielsweise kann lügen ohne rot zu werden. Der Psychopath kann sogar töten ohne rot zu werden, und der Aussenseiter kämpft mit sich selbst, gegen die coolen Leute, gegen den Rest der Welt. Wer sich nicht in sein gesellschaftliches Umfeld integriert, ist nicht gesellschaftsfähig, gilt als unsozial und wird zum Einsiedler.

Der Aussenseiter, der Andersdenkende, er ist nicht unbedingt gesellschaftstauglich, aber er könnte es werden, wenn sich die Gesellschaft wandelt. Viele Leute, die anders sind, werden belächelt, verspottet, gemieden oder angefeindet. Bitte, was sind wir doch für schlechte Menschen, wenn wir urteilen und verurteilen. Jeder Mensch hat das Recht frei und glücklich zu leben, der Nert, der Hipster, der Einsiedler, Schwule und Lesben, Querdenker und sogar der Soziopath, wenn er seine soziopathischen Züge nicht negativ auslebt.

Straftäter sind für viele Leute gesellschaftsuntauglich, denn sie verkörpern das Böse, wenn man es aus ethischen Gesichtspunkten betrachtet. Sie leben in den Justizanstalten, bis sie ihre Strafe abgesessen haben, und dann werden sie oftmals von der Gesellschaft ausgeschlossen, obwohl sie ihre Strafe verbüsst haben. Das ist ungerecht, denn jeder Mensch hat eine zweite Chance verdient. Gott sei Dank gibt es den Bewährungshelfer, der den Einstieg ins Leben begleitet und erleichtert.

Ein Unding in der Gesellschaft ist die Fussfessel, obwohl jeder Straftäter ein Recht darauf hat. Viele Menschen finden es unfair, wenn jemand seine Strafe zu Hause im gewohnten Umfeld ausleben darf, ohne dass ihm grossartig etwas weggenommen wird. Eine Fussfessel kann positiv gesehen einen Mehrwert bieten. Die Gefängnisse werden leerer, und die sozialen Kontakte bleiben aufrecht, wenn man nicht ins Gefängnis muss. Viele Straftäter fühlen sich damit wohler, weil sie im Gefängnis zerbrechen, und nie wieder ins normale Leben zurückfinden. Für andere ist die Fussfessel einfach nur ein lästiges Ding, welches sie in ihrer egoistischen Persönlichkeit nicht beeinflusst. Es gibt Leute, die entwickeln aus dieser Fussfessel ein Trendprodukt, indem sie die Fessel mit glitzernden Steinchen, Gold und Silver, trendigen Accessoires und Fussschmuck verschönern.

Die Zweiklassen-Gesellschaft

Das gesellschaftliche Leben geht in zwei Richtungen, von bettelarm bis superreich, alles ist vorhanden, nur die gut bürgerliche Mitte schwächelt. Wenn man glaubt, das Jetset Leben sei vorbei, muss man sich nur die Superreichen anschauen, denn sie kaufen gerade alle Privatjets und Luxusyachten, die am Weltmarkt verfügbar sind. Megayachten, die grössten Privatyachten der Welt, sie werden derzeit nicht nur gekauft, sondern fast gefressen, weil jeder, der sich so ein Unding leisten kann, länger und höher baut als der andere. Als Yachtbesitzer hat man ja auch ein gewisses Prestige zu erfüllen, jawohl, das verstehe ich. Was ich nicht verstehe, sind die Unsummen an Kerosin, die man für den Betrieb so einer Privatyacht aufwenden muss, denn da verschmutzt man die Umwelt mehr, als wenn man in der Economy-Class in den Urlaub fliegt. Bitte, über Privatjets, die auf der Privatyacht landen, um weltweit Steuern zu sparen, weil man nirgends sesshaft ist, darüber wissen die wenigsten Leute Bescheid, aber über den Massentourismus weiss man alles, was man zum lästern benötigt. Ich warte ja sehnsüchtig auf meine Sänfte, die mich energiesparend, durch Muskelkraft angetrieben, von A nach B bringt, aber ich fürchte, dieses Zeitalter ist durch die Revolutionen der Vergangenheit zerschlagen worden. Und ich könnte schwören, wenn die Lebensmittel weltweit knapp und sauteuer werden, dann erschlägt man die Superreichen samt ihren Megayachten, aber dieses Zeitalter möchte ich nicht live erleben, da verschwinde ich lieber im Zeitloch.

Zunehmend müssen wir bemerken, dass wir uns in einer Art Zweiklassengesellschaft bewegen, arm und reich nebeneinander. In der Medizin sprechen einige Forscher bereits von einer Dreiklassengesellschaft, bestehend aus dem Kassenpatienten, dem Privatpatienten und dem reichen Patienten, der ohne Kassensystem jeden Spitzenarzt selber bezahlt und die bestmögliche Therapie bekommt.

Die Zweiklassengesellschaft besteht aus den Superreichen und den Armen, den Steuervorteilgeniessern und den Angestellten, die Steuern bezahlen. Manche Leute richten sich das Leben, wie sie s gerade bevorzugen, andere haben die Möglichkeit hierzu nicht. Die hoch spekulativen Aktionäre setzen auf Rohstoffe, Grundnahrungsmittel und Staatenpleiten, die Armen schuften in Afrika auf den Kaffeeplantagen, und wir sitzen vor dem Fernseher, schauen uns afrikanische Kaffeebauern an, während wir eine Tasse Espresso trinken.

Im eigenen Land haben wir auch mit einer Zweiklassengesellschaft zu kämpfen, denn wir messen uns am Reichtum der unmittelbaren Nachbarschaft. Kinder von Akademikern haben bessere Chancen auf eine gute Ausbildung. Arbeitslose kämpfen im Alltag ums Überleben. Mindestverdiener kämpfen um mehr Lohn. Und zwischendrin sitzt jemand, der reich geerbt hat, das Leben geniesst und die Alltagsprobleme nicht kennt.

Ein dritter Bereich, der uns an eine Zweiklassengesellschaft erinnert, ist die persönliche Betreuung, die Bedienung im Supermarkt, der Umgang mit den Menschen. Man wird automatisch gut behandelt, bevorzugt bedient, umgarnt und hofiert, wenn man nach Geld aussieht, optisch etwas darstellt und selbstbewusst auftritt. Der Herr im Anzug mit passender Krawatte wird bevorzugt bedient, der Typ in löchrigen Jeans und verwaschenem T-Shirt muss warten, bis er drankommt.

Eine Art Zweiklassen Gesellschaft bilden auch Menschen mit einem Handicap, auch wenn heute Gott sei Dank die Barrierefreiheit und die gegenseitige Akzeptanz, vor allem die Gleichstellung und die Gleichberechtigung, die soziale Toleranz voranschreitet. Dennoch werden Menschen mit Behinderung immer wieder benachteiligt. Dies beginnt bei mitleidenden Blicken, die ein Blinder glücklicherweise nicht sieht, bei bemitleidenden Worten, die ein Tauber nicht hört, und es zieht sich durch alle Gesellschaftsbereiche, wenn man Menschen mit einem Handicap wenig bis fast nichts zutraut. Da werden Blinde gefragt, ob sie alleine aufs Klo gehen, oder ein Wasserglas halten können. Ein Rollstuhlfahrer durfte einmal einen Bus nicht nutzen und musste den Heimweg antreten, weil die Bahn nicht kam, und ein Autofahrer mit Behinderung bekam einst keinen Parkplatz, weil ein Egoist drauf parkte und die Stadtverwaltung nicht reagierte.

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Elisabeth Putz

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