Lifestyle Ratgeber

Home

Beauty

Esoterik

Flirten

Lifestyle

Wellness

Lifestyle Ratgeber 

Kultur

Leben

Shopping

Technik

Urlaub

Wohnen

 

Wie entspannt man beim Shoppingbummel?

Shopping
Kann man bei einem Shoppingbummel entspannen? Für Frauen ist diese Art der Entspannung wie ein Verwöhnprogramm, denn Frauen empfinden grosse Glücksgefühle, wenn sie einkaufen gehen. Für den Mann ist der Shoppingbummel eher keine gute Entspannungsmöglichkeit, denn er scheut das Einkaufen, fühlt sich dabei verloren und desorientiert, und so sollten Männer eher im Internet shoppen, denn hier sitzen sie wenigstens vor dem PC und fühlen sich inmitten von Technik wohler als inmitten von Klamotten.

Der Shoppingbummel sollte, wenn er entspannt ist, nicht in einen Frustkauf ausarten. Wenn man sich zu dick fühlt, macht das Klamotten-Einkaufen keinen Spass, weil man sich in jedem Outfit wie eine Presswurst fühlt, die gleich aufgefressen wird. Auffressen kann man jemanden auch mit Blicken, die unter die Gürtellinie gehen. Wenn es Zeiten gibt, in denen kein Kleid vernünftig passt, sollte man zur Entspannung Schmuck und Wohnaccessoires kaufen, die passen immer.

Ein Shoppingbummel ist dann entspannend, wenn man durch die Läden schlendert, sich dabei die Füsse vertritt, keine zu hohen Absätze trägt, keine zu enge Kleidung am Leib trägt, nichts kaufen muss, sondern nur bummelt, schaut und staunt. Man muss nicht immer mit vollen Tüten nach Hause kommen, wenn man shoppen war. Der reine Anblick der Produkte kann schon zur Entspannung beitragen. Materiell gesehen kann die Seele mit neuen Errungenschaften nichts anfangen, aber der hübsche Anblick verleiht ihr Flügel.

Für unser Ego ist ein Shoppingbummel dann entspannend, wenn wir uns in Schale werfen, mit High-Heels durch die Läden wackeln, neue Schuhe, neue Kleider und neue Accessoires finden, damit erneut durch die Läden wandern und uns mit den vollen Einkaufstüten bewundern lassen. Das Ego braucht keine Bequemlichkeit am Fuss, es ist zufrieden, wenn das Materielle stimmt.

Ein Shoppingbummel lässt Glücksgefühle in uns Frauen hochsteigen, aber nicht immer sind es Dinge, die uns glücklich machen, das Ambiente entspannt uns oftmals eher als ein Paar neue Schuhe. Wenn Sie Ihr Glück von Sachen abhängig machen, dann machen Sie sich abhängig und entwickeln immer die Angst, dass Ihnen etwas fehlen könnte und Sie immer noch mehr brauchen. Machen Sie den Shoppingbummel zu einem Lifestyle Event. Geniessen Sie alles rund ums tatsächliche Einkaufen, dann kaufen Sie Dinge, an denen Sie sich erfreuen, und diese Sachen bleiben lange interessant und schön.

Der entspannte Shoppingbummel am Sonntag

Sonntags ist so ein Shoppingbummel besonders entspannend, weil man nichts kaufen muss, nichts kaufen kann, zumindest nicht bei uns, aber die Öffnungszeiten werden immer flexibler. Windows Shopping heisst der Trend, bei dem man durch die Strassen flaniert, sich vor jedem Schaufenster positioniert und die Produkte im Fenster betrachtet. Ich style mir gerne die Haare vorm Schaufenster, denn so manch eines lässt sich gut als Spiegel, quasi als Ersatzspiegel verwenden. Störend dabei können nur die Schaufensterpuppen sein, denn die kommen mir meistens schöner vor als ich selber.

Beim Windows-Shopping entspannt sogar der Mann seine Augen, wenn er die Schaufensterpuppen begutachtet. Kennen Sie die Schaufensterpuppen im Dessous Laden? Mein Partner findet es beispielsweise entspannend, wenn er vor dem Unterwäscheladen steht und sich an den Schaufensterpuppen ergötzt. Und ich finde es entspannend, wenn er mir die Dessous kauft, welche die Puppen tragen. Bitte, das finde ich gerecht, denn alles andere würde mich so zur Weissglut treiben, dass ich als Zicke durchs Schaufenster springen könnte und der Puppe versehentlich den Hals umdrehe.

Beim Windows-Shopping kann man unter anderem seine Beine entspannen. Kennen Sie die Schaufensterkrankheit? Sie tritt vorwiegend bei flanierenden Frauen mit kaputten Knien und kaputter Hüfte auf. Man stellt sich vor ein beliebiges Schaufenster und entlastet Knie und Hüfte. Dann spaziert man weiter, platziert sich vor dem nächsten Schaufenster und wiederholt die Szene. Bitte, bis zum Abend hat man alles gesehen, was das Herz begehrt. Frauen kennen nämlich kein Ende beim Einkaufen. Man schaut, schaut weiter, bis die Augen vor lauter Konsumgütern die Augen verdrehen.

Der entspannte Shoppingbummel im Einkaufscenter

Sehr zu empfehlen, richtig entspannend ist so ein bequemer Shoppingbummel in einem Einkaufscenter, besonders morgens, wenn kaum Leute vorhanden sind. Zwar tragen die grossen Shoppingcenter einiges dazu bei, dass die Innenstädte aussterben, aber im Einkaufszentrum ist es ganzjährig warm, voll klimatisiert, und die Wege sind kurz, da überall Lifte und Rolltreppen lauern, die uns zum Mitfahren verführen. Gesünder ist ein Shoppingbummel in der Innenstadt unter freiem Himmel, aber unsere Gesellschaft wird immer bequemer.

Im Einkaufscenter hat man die praktische Wahl von hundert und mehr Geschäften auf mehreren Etagen. Das Auto parkt am Dach, man benötigt keinen Regenschirm, im Winter ist es beheizt und im Sommer frisch gekühlt, solange die Belüftung stimmt. Bitte, das ist ein neuer Trend, denn man will heute alles auf einem Haufen erleben, man will nicht lange gehen, und man möchte alle Geschäfte zum Vergleichen in der Nähe haben.

Man kauft sich ein ganzes Outfit, dazu die passenden Schuhe und ein Halstuch, welches als Anti-Aging Mittel für den Hals dient, und sofort ist man zufrieden, ohne dass man übermüdet aussieht. Entspannend ist auch der Cappucchino danach, der obligatorische Kaffee mit Schaum, bitte mit echtem Milchschaum und auf keinen Fall mit Sahne. Wahrlich, ein Shoppingbummel ist nicht nur der sture, monoton durchgeführte Einkauf alleine, sondern das Einkaufserlebnis fürs Ego, das Schaufenstererlebnis für die Seele und das Essen für den hungrigen Magen. Im Shoppingcenter findet man die gesamte Gastronomie samt Nudel und Pizza, weil der Handel mitdenkt und den Hunger jeglicher Art stillt.

Ausgeschlafen shoppen gehen

Beim Shopping sollte man ausgeschlafen sein. Wer übermüdet shoppt, trifft öfters die falschen Kaufentscheidungen. Er kauft zu kleine Klamotten und zu enge Schuhe. Er denkt sich, da wächst er schon noch hinein, wenn er genug abnimmt. Man kauft auch mehr Süssigkeiten und Schokolade, wenn man unausgeschlafen ist. Man kauft mehr Kohlenhydrate, mehr Fett, mehr Lebensmittel als nötig, denn der Körper entwickelt im müden Zustand ein Kältegefühl, welches wir durch Essen ausgleichen wollen. Die Gier nach Schlaf erzeugt im Gehirn eine alternative Gier nach Produkten, damit man eine Art Glücksgefühl im Kopf hat, und das führt vermehrt zu falschen Entscheidungen und unnötigen oder unpassenden Produkten. Als ich das letzte Mal müde zum Shoppen ging, kaufte ich mir ein so enges Kleid, das brachte ich nicht einmal über meine Pobacken drüber.

Die private Shoppingparty im Wohnzimmer

Das private Verkaufserlebnis, direkt von zu Hause aus zu shoppen, boomt. Es gibt sogar private Verkäufer, die machen das Geschäft professionell und bieten Shoppingpartys an. Man trifft sich mit seinen Freunden in kleinen Runden, vorzugsweise im eigenen Wohnzimmer und bucht so eine private Shoppingparty. Vorwiegend werden Kleidung, Dessous, Kosmetik, Antifaltenprodukte, Liebesartikel, Lust und Leidenschaft, Dessous oder erklärungsbedürftige Produkte wie Vitaminpräparate und Nahrungsergänzung verkauft. Der private Verkäufer kauft die Ware vorab im Grosshandel ein, oder man macht einfach eine Shoppingparty, auf welcher man seine eigenen Dinge verkauft und tauscht. In privater Atmosphäre gerät man in eine Art Euphorie, trinkt Champagner, amüsiert sich und ist in bester Kauflaune. Es ist eine Alternative zum Internetshopping, denn nicht jeder sitzt gerne alleine zu Hause vor seinem Computer und shoppt online. Wenn man so eine Shoppingparty veranstaltet, sollte man einige Dinge beachten. Man muss einen Raum absperren können, in welchem man sensible Dinge wie Schmuck, Geld und Wertgegenstände verschliesst. Man sollte nicht wildfremde Leute per Zeitungsannonce einladen, da man ja seine eigene Privatsphäre präsentiert, aber Freunde sind gerne gesehen. Man sollte seine Wohnung aufräumen, denn immerhin empfängt man Gäste und repräsentiert sein Zuhause. Man sollte nicht mehr als 10 bis 20 Leute einladen, denn es könnte sein, dass die Wohnung überquillt, wenn die Freunde wieder Freunde mitbringen und es immer mehr Leute werden, die das Wohnzimmer ausfüllen. Bitte, irgendwann hat sogar der Fernseher keinen Platz mehr und verschwindet unbeobachtet. Aber ansonsten sind diese privaten Verkaufspartys ein Renner.

Die Shopping App regelt den Einkauf

Es gibt Zeiten, in denen aus dem Smartphone nützliche Dinge entspringen, wie beispielsweise die Shopping App. Heute kauft man mit dem Handy ein, managed seine Einkäufe wie ein Profi und steht sogar im Supermarkt mit seinem Kühlschrank zu Hause in Kontakt.

Die Shopping App zeigt uns Billigangebote, man kann mit ihr Preise vergleichen, auf Angebotssuche gehen, Waren miteinander vergleichen, Bioprodukte ausfindig machen, nachhaltige Produkte finden, die Waren scannen und schauen, welche Inhaltsstoffe sich darin befinden, ob Zusatzstoffe enthalten sind, oder in welchem Anbaugebiet die Ware produziert wurde.

Mit der Shopping App kann man auch online einkaufen. Hier sollte man jedoch aufpassen, Fake-Shops meiden, auf eine sichere https Verbindung bauen, seine Daten schützen, und man sollte nicht unbedingt im Park oder sonstwo shoppen, denn dort sind die Handy-Daten nicht umfangreich geschützt. Ich manage mit der App meine elektronischen Einkaufslisten, damit ich nicht im Kaufrausch versinke.

Der Shopping Automat für alle Notfälle

Haben Sie sich auch gerne einen grässlich schmeckenden Kaffee aus dem Automaten herausgedrückt? Jetzt können Sie rund um die Uhr aus dem Automaten einkaufen. Wenn Sie schnell ein Foto von der neuen Bahnhofsbekanntschaft schiessen möchten, holen Sie sich eine Digitalkamera aus dem Automaten. Wenn Sie Ihr Handy zu Hause vergessen haben, kaufen Sie sich ein neues aus dem Automaten. Nur die Handynummern Ihrer Freunde sind auf dem neuen Smartphone noch nicht drauf, aber im Internet gibt es neue Freunde auf Facebook.

Shopping zu jeder Tageszeit und Nachtruhe, das ist eine wahrlich praktische Innovation, denn ich bin immer pünktlich um vier Uhr morgens hungrig. Da steht zukünftig mein Bäcker griffbereit neben dem Supermarkt um die Ecke. Nur Tüten schleppen, das kann er noch nicht, der Shopping Automat. Aber dafür spuckt er bereits Goldbarren für die nächste Wirtschaftskrise aus, und bequeme Ballerinas für die durchtanzte Nacht.

Aufregende Städte für den Shoppingbummel

Ich kann Ihnen einige Städte empfehlen, in denen ein Shoppingbummel ein lohnendes Entspannungsgeschenk ist, besonders für Frauen, weil die Männer oft nur die Tüten schleppen. Ich bevorzuge die grossen Städte mit den grossen Kaufhausketten, aber ich bin ja auch eine Mischung zwischen Fast Fashion Konsument und naturbewusstem Spiesser. So trage ich zeitlose Mode, auch nach Jahren noch die selben Kostüme und Hosenanzüge, wenn sie noch nicht von der Waschmaschine gefressen wurden.

In München gehe ich gerne durch die Kaufinger Strasse, da kann ich mir den Shoppingbummel leisten. In der Maximilian Strasse kann ich mir nur den Schaufensterbummel leisten, und in München-Schwabing kann ich mir nur den Kaffee danach leisten. Da gibt es übrigens einen Second Hand Laden für Designermode, da geben Prominente ihre nur einmal getragenen Klamotten ab.

Ich kann Ihnen Düsseldorf und Hamburg, zusammen mit Berlin empfehlen. In Berlin gibts die schrägsten Outfits, frei und ungezwungen. Und in Hamburg habe ich mir einst Lack und Leder gekauft, ein Kleid, welches ich nur in zarter Zweisamkeit trage. In Düsseldorf gibt es türkische Läden, die bieten sensationelle Brautmode an, da erspart man sich glatt den Trip in die Türkei.

Wien gehört zu den Einkaufsstädten, in denen man alles findet, wenn die Geldbörse gross genug ist. Die Shopping-City Süd ist so dicht, dass man sich um einen Stehplatz bemühen muss, dafür ist die Kärntner Strasse im 1. Wiener Bezirk grosszügig ausgelegt, auch wenn diese Einkaufsstrasse etwas teurer ist. Man findet von billig bis teuer alles, was das Herz höher schlagen lässt, und am besten sind die vielen kleinen Cafes und Wurststände, bei denen man sich wie ein echter Wiener fühlt.

In London findet man ausgefallene Dinge, die man sonst wie die Nadel im Heuhaufen sucht. Grosse Hüte, Kleider mit Totenköpfen drauf, Jeans in Lederoptik, T-Shirts mit den schrägsten Motiven, und Schuhe, die aussehen wie Boote. Einmal sollte man in seinem Leben durch Harrods geschlendert sein, da findet man sogar einen schicken Flügel, der als Klavier und Frühstückstisch gleichzeitig dient. Ein Parfum ist hier so teuer wie ein halbes Auto, wenn man wählerisch ist, aber das liegt bestimmt am Flacon.

New York ist eine Shoppingmetropole, in der man wirklich alles findet. Wer auf kleine Konfektionsgrössen steht, der sollte die zahlreichen asiatischen Shops besuchen, da erspart man sich einen Chinatrip. Wer grosse Konfektionsgrössen bevorzugt, ist in New York am richtigen Platz, denn die Amerikaner mögen es Dick und Gross, in jeder Hinsicht.

Die Toscana kann ich auch wärmstens empfehlen, weil ich bereits meinen exotischen Shoppingbummel in Pisa und Florenz hinter mir habe, wobei ich mir ein typisch unitalienisches Outfit kaufte. Bitte, ich habe mir so ein züchtig sinnliches französisches Kostüm gekauft, gute Qualität, schlechter Preis, weil es so schlicht wie teuer war. Aber der Kaffee schmeckt in Italien so gut, der entschädigt uns für alles. Frauen können einfach bei jedem Shoppingbummel entspannen, selbst wenn der Preis nicht stimmt.

Shopping macht glücklich

Einkaufswagen
Neueste Studien haben ergeben, dass Shopping einsam macht. Das stimmt nicht ganz. Shopping verleiht uns Glücksgefühle im Bauch, als ob tausend Schmetterlinge in unserem Magen von Blume zu Blume fliegen würden, vom süssen Nektar kosten und sich des flatternden Lebens erfreuen. Und so bekommen wir Glücksgefühle beim Einkaufen, wenn uns die Werbeprospekte mit ihren verlockenden Botschaften um die Ohren flattern, wenn wir vom süssen Nektar der konsumfreudigen Produkte kosten und uns am unbeschwerten Leben der Konsumwelt erfreuen. Für mich ist Shopping der beste Urlaub, die reinste Entspannung, denn ich gönne meinem Ego zwischendurch gerne ein Häppchen vom süssen Shoppingrummel.

Shopping ist ein Zustand, der so berauschend ist, dass er zur Sucht werden kann. Es ist die Beschaffung von Gütern, die man zum Leben benötigt. Gefährlich wird es erst, wenn man übermässig viele Güter kauft, die man nicht braucht. Shopping ist ein wahrlich seltsames Phänomen. Wenn ein Produkt begehrt ist, wollen es alle haben, kaufen es alle wie die Hamster ein. Wenn ein Ladenhüter noch so billig aus dem Regal schaut, will ihn niemand kaufen. Und so ist der Konsum eine Art Wettrennen, Wett-Einkaufen, ein Marathon rund um die besten, best bepreisten Produkte.

Glücksgefühle kann man insbesondere beim Schuhkauf entwickeln, was besonders bei Frauen auffällig ist. Kennen Sie die Frau, die so viele Schuhe für die Katz kaufte, dass sie einen Zoo damit eröffnen konnte? Dumm daran war bloss, dass die Katzen auf so hohen Absätzen nicht laufen konnten, und so brachte sie ihre 10 cm bis 12 cm hohen Stöckelschuhe zur Caritas. Bitte, nicht einmal die Caritas erfreute sich an diesen Stelzen. Ach, wer braucht schon Laufschuhe, wenn man das Leben auch in Liegeschuhen im Bett verbringen kann. Wenn Ballerinas und Sneakers wieder in Mode sind, kauft man sich flache Schuhe und trägt die High-Heels zur Altkleidersammlung.

Wie entstehen Glücksgefühle beim Shopping?

Beim Einkaufen werden Glückshormone befreit, die sich im tristen Alltag eingesperrt fühlen. Es kommt auf die Dosierung an, denn wenn man mehr einkauft, ist man glücklicher. Es kommt auch darauf an, ob man ein Mann oder eine Frau ist, und darauf, in welchem Laden man einkauft. Sie sehen schon, das Shopping ist eine eigene Wissenschaft, die man gelernt haben muss, damit die Glückshormone ihre Freiheit finden. Im Gehirn werden die Endorphine frei, welche für die ultimative Hochstimmung sorgen. Es ist ein psychologisch erklärbares Phänomen, ein neurologisch auswertbares Gefühl.

Der Supermarkt verleiht keine Glücksgefühle, nur der leere Magen frohlockt, wenn er Essen riecht. Wenn Sie beispielsweise in einem Supermarkt Lebensmittel einkaufen, sehen Sie nicht gerade zufrieden aus, besonders nicht, wenn Sie in der Warteschlange an der Kasse stehen. Warum ist eigentlich die meiste Zeit über nur eine Kasse geöffnet? Sind Sie schon einmal mit leerem Magen einkaufen gegangen und haben an der Kasse gestanden? Da macht sich ein derartiges Hungergefühl breit, sodass man den Nachbarn auffressen könnte, der vor einem wartet.

Nicht jeder Shoppingtrip macht uns glücklich. Wenn Sie ein Mann sind und mit Ihrer Frau neue Klamotten kaufen, haben Sie auch nichts zu lachen, es sei denn, die Frau nimmt Sie aus Kulanzgründen mit in die Umkleidekabine, wenn sie neue Dessous anprobiert. Als Frau in einem männlichen Schuhsalon hat man auch das Pech, nichts für sich selbst zu finden, was die Stimmung empfindlich reizen kann, wenn der Mann nicht in die Gänge kommt und jeder Schuh irgendwo kneift. Lieber Besucher, auch fürs Shopping braucht man einen Plan, damit für Sie und Ihn der freie Tag angenehm wird. Männer und Frauen shoppen nämlich vollkommen unterschiedlich.

Glücksgefühle beim Schuh-Shopping

Shopping ist Schuhkauf auf hohem Niveau. Schuhe kaufen, eines der grössten Frauenprobleme unserer heutigen, konsumintensiven Zeit. Schuhe kaufen ist neben Klamotten, Schmuck, Modeaccessoires, Hüte, Taschen und Handys kaufen ein ernst zu nehmender Zustand, der krankhaft ausartet, wenn man nicht ein Schloss an die Geldbörse schraubt, denn die arme Geldbörse muss sich laufend zu hochhackige Schuhe anziehen und geht dabei vor die Hunde, weil sie durch das Laufen in den zu hohen Schuhen immer dünner wird.

Wie entkommt man als Frau dem pausenlosen Zwang, Schuhe kaufen zu müssen? Wir brauchen keinen Alkohol, um betrunken zu sein, der nächste Schuhladen wirkt wie Alkohol im Gehirn, er macht uns betrunken vor lauter Kaufrausch. Es gibt bis heute leider keine Möglichkeit, um Frauen von Schuhen abzuhalten, wir sind gezwungen, mit den Tretern zu leben, so lange, bis wir uns evolutionsbedingt verändert haben und zu einer Art künstlichen Intelligenz ohne Gefühle mutiert sind.

Glücksgefühle beim Massen-Shopping

Shopping ist eine Art Wirtschaftspolitik. Wir müssen umdenken. Gut, die Politik malt sich grosszügig geschnittene Arbeitspläne, Jobpläne, Geschenkeaktionen und Steuersenkungspläne aus, damit der Konsum angekurbelt wird. Gleichzeitig malt sie sich Sparpläne aus, damit die Schuldenbremse fester angezogen wird. Manche Politiker stehen sogar mit beiden Füssen auf der Schuldenbremse, und der Geld-Zug rollt trotzdem noch. Hauptsache der Handel verzeichnet ein Umsatz-Plus. Genau dieser steigende Umsatz, der jährlich erhöht werden muss, verleiht dem Konsum Glücksgefühle in der Magengegend, solange die Konsumenten mitspielen und fleissig kaufen. Wir entkommen diesem Phänomen erst, wenn wir nachhaltig shoppen und uns die gekauften Produkte näher ansehen. Nicht die Masse, sondern die Qualität sollte im Vordergrund stehen.

Glücksgefühle beim Billig-Shopping

Das Thema Shopping ist zu einem Billigkonsum geworden. Fakt ist, dass der Konsum noch nie so stark war wie in der letzten Zeit. Überall winken Rabatte und Gutscheine. Wir wollen Bonuspunkte sammeln und kaufen unzählige Liter Milch, die wir kaum trinken können, kaufen zahlreiche Joghurts, die im Kühlschrank ablaufen, während sie sehnsüchtig aufs Aufessen warten, aber die Bonuspunkte stimmen.

Wir jagen Rabatten hinterher, die Konsumwelt wird immer billiger, Klamotten aus Bangladesch bekommen wir zum Semmelpreis, nur die Lebensmittelpreise steigen drastisch an, damit wir von Preisnachlässen und Rabattaktionen profitieren. Und genau dieser Profit verleiht uns Glücksgefühle im Bauch, denn der Konsument ist manchmal wie eine Schaufensterpuppe, nur mit dem kleinen Unterschied, dass er vor dem Schaufenster steht und Preise vergleicht.

Ich habe mir schon oft überlegt, aus dem Shoppingwahn auszusteigen. Immerhin habe ich meinen wöchentlichen Streifzug in meinem Lieblings-Shoppingcenter auf vier Geschäfte reduziert, wobei ich die Lebensmittel nicht inkludiere, denn ich bin kein Rabattjäger. Gut, ein Kostüm lacht mich fast immer an. Ich besitze sie bereits in allen möglichen und unmöglichen Farben. Bis jetzt hat sie mein Kleiderschrank gefressen, und ich schwöre, ich höre damit auf, wenn kein Platz mehr im Schrank ist.

Lieber Besucher, Sie sehen schon, es ist schwierig, sich der Konsumgesellschaft zu entziehen. Wie soll ich abstinent beim Einkaufen werden, wenn ich am Samstag in meinem Lieblings-Shoppingcenter frühstücke und mich der Italiener bereits beim Namen kennt. Der weiss mittlerweile sogar, was ich frühstücke.

Glücksgefühle beim Shoppingtrip

Shoppen ist eine Art Ritual für Körper, Geist, Seele und das Ego. Der Körper rennt sich die Beine in den Bauch, wenn er von Laden zu Laden schlendert. Der Geist ist überfordert, wenn er sich durch die vielen Klamotten wühlt. Das Ego ist zufrieden, wenn es sein Prestige durch ein neues Kostüm aufwerten kann, und die Seele leidet, denn sie leidet immer, wenn sich das Ego freut.

Ich habe mir einmal das rege Treiben in meinem Lieblingsladen angesehen. Die Leute kommen nicht nur des Kaufens Willen, sie schauen, stöbern, hetzen den billigen Schnäppchen hinterher, und sie sammeln Treuepunkte, Rabattmarken und Bonuspunkte. Sie lechzen danach, etwas zu kaufen, bei dem sie sparen können. Ich dachte nach. Wieviel Geld könnte man sparen, wenn man ein unnötiges Produkt nicht kauft? Aber wo hätten wir dann dieses Glücksgefühl, welches sich wie ein Nervenkitzel im Bauch ausbreitet? Wahrlich, Shoppen ist so unwichtig, dass es bereits wieder wichtig ist.

Der Shoppingbummel für Frau und Mann

Wie erleben Frauen und Männer das Shopping? Ein Mann geht in ein Geschäft, braucht ein Hemd, greift nach einem weissen Hemd in der richtigen Grösse, geht zur Kasse, bezahlt sein Hemd und verlässt das Geschäft wieder. Er ist zufrieden und erleichtert zugleich.

Eine Frau braucht eine Bluse, findet im Geschäft aber zuerst zwei neue Hosen, einen Schal, denn der passt immer, ein neues Kleid und eine Sonnenbrille. Sie schaut nach links und rechts, findet auf dem Weg zur Kasse noch ein schönes Oberteil und ist irgendwie unzufrieden, weil die passende Bluse nicht gefunden wurde. So gehen Frauen gerne mit ihren Freundinnen einkaufen, und Männer warten währenddessen geduldig auf die Kreditkarte, welche sie versehentlich aus den Händen gegeben haben, damit sich die Frau eine schicke Bluse kaufen kann.

Wenn Sie eine Frau sind, nehmen Sie ihre beste Freundin zum Shoppen mit und lassen Sie Ihren Mann zu Hause, falls Sie auf die Idee kommen, sich am Wochenende ins Getümmel zu stürzen. Gerade samstags sind die Einkaufscenter vollgestopft mit einkaufswütigen Frauen, die sich wie Presswürste in zu kleine Klamotten pressen und sich sagen, die nächste Diät wird das Teil schon passend machen. Die Frauen belügen sich selber, horten zu Hause Unmengen an Fehlkäufen und verfallen doch bei jedem neuen Teil ins uralte Denkschema: Die nächste Diät macht alles wieder gut.

Wenn Frauen ihre Männer zum Shoppen mitnehmen möchten, sollten sie einen Wochentag auswählen, an welchem nicht viel los ist, denn der Mann braucht seine Freiheit. Er fühlt sich beengt inmitten von kaufwütigen Frauen, die nichts zum Anziehen finden. Mittwoch abends, Montag und Dienstag mittags sind die idealen Einkaufszeiten, in denen der Mann mit ins Einkaufscenter darf.

Wenn kein grosser Andrang an den Umkleidekabinen herrscht, ist der Mann zufriedener, ausgeglichener, und er meckert nicht so oft. Trotzdem sollte die Frau es möglichst vermeiden, ihren Mann auf einen Shoppingbummel mitzunehmen, da Einkaufen im Grossen und Ganzen Frauensache ist. Nur die Frau kann, bis auf wenige männliche Ausnahmen, derartige Glücksgefühle beim Shoppen bekommen, dass sie alles um sich herum vergisst.

Wer kauft länger ein - Frau oder Mann?

Wenn man alle Einkaufszeiten im Leben einer Frau zusammenzählt, kommt man auf drei bis fünf Jahre. So lange kaufen Frauen im Durchschnitt im Laufe ihres Lebens ein. Warum unterscheiden sich die Frauen beim Shopping zeitlich so sehr von den Männern? Sie schauen beim Einkaufen einfach öfters nach links und rechts, sind aufmerksamer und widmen sich dem Shopping in vollen Zügen.

Ein Mann verbringt nur ca. ein Jahr seines Lebens mit dem leidigen Thema Einkaufen. Männer verbringen nur überdurchschnittlich viel Zeit beim Einkaufen, wenn sie ihrer Frau die Tüten abnehmen, wenn sie die Einkaufstüten von einem Laden in den anderen schleppen und abends erschöpft sagen: Warum habe ich diese Frau geheiratet?

Frauen gehen beispielsweise los um sich Schuhe zu kaufen. Am Abend kommen sie mit Kleidern, einem Mantel, Taschen und Halstüchern nach Hause. In der ganzen Stadt gab es heute leider keine passenden Schuhe, obwohl Schuhe immer passen, und so geht die Frau morgen erneut los, um sich nach High-Heels umzusehen.

Ein Mann kauft sich einmal im Jahr einen neuen Anzug, probiert ihn an und ist zufrieden damit. Er braucht nur zwei Paar Schuhe, damit er ein Paar zum Wechseln hat, und die nötigen Krawatten besorgt ihm die Frau, notfalls auch die Hemden, denn Männer scheuen den Klamottenkauf wie der Teufel das Weihwasser. Sie beschäftigen sich lieber mit technischen Spielereien, gehen mit ihren Kumpels auf ein Bier und sind glücklich, wenn sie sich in ein Automagazin vertiefen dürfen.

Frauen und Männer gemeinsam beim Shopping

Wenn der Mann mit seiner Frau einkaufen geht, wird es bestimmt ein langer Shopping Tag für den Mann. Die Frau bemerkt oft nicht, wie schnell die Zeit vergeht und stöbert nach Stunden auch noch im selben Laden nach Klamotten. Der Mann hält links und rechts Einkaufstüten in den Händen und denkt sich seinen Teil zum Shoppingtrip. Er kommt sich blöd vor, zeigt dies jedoch nicht und betet stattdessen, dass sich der Tag bald dem Ende zuneigt.

Liebe Frauen: Setzen Sie Ihren Mann doch einfach im Männergarten ab, denn dort kann er spielen und lernt andere Männer kennen. So kommt er wenigstens einmal unter Menschen. Gemütliche Männergärten sind der Baumarkt, der CD Laden, der Elektrofachmarkt, der Computerladen, die Baumschule und der Modellbauladen. Die Kneipe bietet sich eher weniger an, denn wer soll den Wagen nach Hause fahren, sich die neuen Klamotten ansehen und zu jedem Teil wohlwollend seine Zustimmung ausdrücken, wenn der Mann betrunken ist? Liebe Frauen, achten Sie stets darauf, dass Sie Ihren Mann an der kurzen Leine halten, sonst gerät er auf Umwegen ins Straucheln.

Wie verhalten sich Frauen beim Shopping?

Fakt ist, Frauen kreischen und schreien beim Shopping, besonders, wenn sie ein nettes Teil erblicken. Und das müssen sie dann haben. Wir Frauen haben einen Mechanismus im Kopf, der funktioniert wie eine Eieruhr. Wir wenden die Einkaufstaschen voll mit Klamotten und Schuhen mehrmals, stellen sie auf den Kopf, während die Geldbörse immer leerer wird, sobald wir sie auf den Kopf stellen. Wir verdrängen die leere Geldbörse und verkaufen unserem Partner, dem liebenden Ehemann oder der besten Freundin die getätigten Einkäufe als Schnäppchen. Die neue Bluse war ein Wühltisch-Schnäppchen, die Hose war um mindestens 50% reduziert, und die Schuhe waren lebensnotwendig, denn im Schuhschrank herrscht mit 200 Paar Schuhen gähnende Leere.

Warum reden sich die Frauen immer ein, dass die Einkäufe billiger waren, als sie tatsächlich sind? Wir Frauen haben einen psychologisch erklärbaren, gut funktionierenden Mechanismus im Gehirn, der uns bei jeder neuen Errungenschaft im Kleiderschrank vorgaukelt, es sei ein billiges, geradezu günstiges Schnäppchen gewesen. So können wir mehrmals im Monat mit unbeschwertem Gewissen zum Shopping gehen, ohne dass unser Partner zickig wird.

Warum kaufen Frauen gerne Schuhe?

Shopping bedeutet für Frauen Schuhe zu kaufen. Schuhe duften gut nach Lack und Leder, verleihen dem Fuss ein Gefühl der Wärme, denn auch Füsse besitzen ein Herz, welches höher schlägt, wenn sie gut angezogen sind, und High-Heels bringen uns Frauen zur Verzweiflung und gleichzeitig in die höchsten Sphären unserer Glücksgefühle. Ohne Schuhe fühlen wir uns nackt.

Die Frau braucht zu jedem Outfit den passenden Schuh, damit der Look stimmig ist. Trotzdem finden wir Frauen neben Schuhen eher Handtaschen, Hüte, Accessoires und Halstücher, wobei ein gelungenes Halstuch wie ein passender Schuh für den Hals wirkt. Männer verstehen diese Euphorie nicht, aber der Frauenfuss tickt einfach etwas anders, er leitet das Hirn kopflos in jeden Schuhladen hinein, sodass wir mit zu hohen High-Heels aus dem Laden kommen und damit zu Hause die Schuhschränke füllen. Schuhe sind sozusagen wie Ziergegenstände.

Was brauchen Frauen beim Shopping?

Die Frau braucht Geld, den Mann, seine Kreditkarte, die beste Freundin und einen Tütenschlepper. Wenn die Frau gemütlich mit dem Mann einkaufen geht, trägt der Mann die Einkaufstüten, und spätestens nach einer Stunde ist die Gemütlichkeit vorbei, denn der Mann schwitzt aus allen Poren, während die Frau aus allen Poren frohlockt.

Die Frau braucht ein tolles Ambiente beim Shopping, passende Konfektionsgrössen, welche nicht zu eng und zu klein geschnitten sind, damit sie sich in der Umkleidekabine nicht dick vorkommt. Frauen brauchen Umkleidekabinen mit gedämpftem Licht, damit eventuelle Falten und Dellen auf der Haut nicht überdimensional sichtbar werden, sonst passt aus lauter Frust kein einziges Kleid. Und Frauen brauchen Aufmerksamkeit, eine Stimme, die ihnen sagt, dass sie im neuen Kleid gut aussehen. Oft sieht ein Kleid an der Schaufensterpuppe hinreissend aus, und am eigenen Körper stellt es einen richtigen Frustkauf dar, wenn man zu wenig Aufmerksamkeit erhält, oder die letzte Diät spurlos an einem vorübergegangen ist.

Was brauchen Männer beim Shopping?

Männer brauchen einen Laden, in welchem es alles gibt, eine klare Struktur, viel Übersichtlichkeit und sofort die passende Konfektionsgrösse, sonst verlassen sie den Laden wieder. Männer brauchen eine gute Beratung, denn alleine fühlen sie sich verirrt, im Stich gelassen und durcheinander. Und so brauchen Männer ihre Frauen, um nicht gänzlich beim Shopping verlorenzugehen. Nur im Heimwerkerladen ist der Mann der King.

Die Frau sollte niemals mit dem eigenen Mann shoppen gehen

Sind Sie auch eine Frau? Sind Sie schon einmal mit Ihrem Partner einkaufen gegangen? Ich sage Ihnen, der bekommt in solchen Stunden alle möglichen Krankheiten, muss auf die Toilette, bekommt Durst, kann nicht mehr stehen und ist hungrig. Er quengelt! Männer werden wie Kleinkinder, wenn sie mit den Frauen zum Shopping müssen. Da reagieren Sie allergisch darauf, gehen lieber ins Büro, als mit der Frau in eine schnuckelig kleine Modeboutique. So klein kann die Boutique gar nicht sein, dass die Frau nicht mindestens ein schickes Teil findet, in welches sie sich presst, weil die Frau alle Klamotten um eine Nummer zu klein kaufen muss. Die Grössenangabe am Etikett entscheidet über den Gemütszustand einer shoppingfreudigen Frau.

Liebe Frauen, stecken Sie Ihre Männer in einen der zahlreichen Männergärten, vielleicht in den Baumarkt, schnappen Sie sich Ihre beste Freundin und shoppen Sie los. Liebe Männer, die Shopping Tour ist schlagartig zu Ende, wenn Sie Ihrer Frau sagen, dass der neue Mantel um mindestens eine Nummer zu klein an ihr aussieht. In diesem Moment fühlt sie sich zu dick, legt den Mantel zurück und hat die Nase voll vom Shoppen.

Männer und Frauen beim Lebensmittel Einkauf

Männer und Frauen verhalten sich auch beim Lebensmitteleinkauf unterschiedlich, von geschickt bis ungeschickt. Studien zeigen, dass Männer desorientierter durch den Supermarkt laufen als Frauen. Besonders in den Abteilungen für Wurst, Käse und Milchprodukte tut sich der Mann schwer, weil die Auswahl gross ist und er hungrig ist. Der Mann schiebt im Supermarkt den Einkaufswagen, die Frau greift in die Ladenregale und füllt den Wagen. So merkt sich der Mann die Produkte und deren Platzierung nicht, irrt umher und nimmt das, worauf er Lust hat. Bei mir sind es Schokolade und Gemüse, woran man erkennt, dass ich eine Frau bin, weil die Wurst liegen bleibt.

Erst wenn der Mann alleine durch den Supermarkt schlendert, merkt er sich, wo die Ware platziert ist und greift zielgerichtet zur Wurst, damit sein Hunger gestillt wird. Am Gemüseeck wird er jedoch meistens desinteressiert vorbeilaufen, als hätte er dort Scheuklappen auf, weil ihn der Salat nicht schmeckt. Männer denken im Supermarkt ans Essen beschaffen, um den Heisshunger zu stillen, Frauen denken an ihre Gesundheit, an die nächste Diät und die schlanke Figur, damit das neu gekaufte Kleid endlich passt.

Shoppingqueen - Der Shoppingwahn kommt

Shoppingqueen ist ein TV Format, bei dem es um Mode und den Einkauf eines Outfits geht. Das Format ist so einfach gestrickt, dass man nebenher so einiges erledigen kann, ohne etwas zu versäumen. Trotzdem bleibt man wie ein Sargnagel vor dem Fernseher kleben, wenn man den Kandidaten beim Shoppen zuschaut, denn das Sendeformat hat etwas Magisches an sich.

Eine Woche hindurch gehen 5 Frauen abwechselnd shoppen und müssen ein Outfit finden, welches zu einem bestimmten Motto passt. Jeden Tag gibt eine der Kandidatinnen ihr Bestes und verzweifelt, wenn sie nichts Passendes zum Anziehen findet.

Täglich stellt sich eine der 5 Kandidatinnen samt Wohnung und Familie vor, wobei der Fokus der Präsentation auf den Kleiderschrank und den Schuhschrank gelegt werden. Nichts in der Wohnung ist heilig genug, um nicht gefilmt zu werden, und so sieht man, wie die Leute leben. So manch eine Kandidatin besitzt ein eigenes Ankleidezimmer, einen begehbaren Kleiderschrank. Bitte, da frisst einem der Neid, wenn man sieht, wie die Reichen klamottentechnisch dinieren.

Während eine Kandidatin shoppen geht, schauen sich die anderen 4 Leute ihre Wohnung an, probieren ihre Klamotten, ziehen ihre Schuhe an und amüsieren sich. Wenn man bedenkt, dass dies mit der eigenen Wohnung passiert, so überlegt man es sich zweimal, sich zu bewerben, weil nicht jeder liebt es, wenn fremde Leute im eigenen Wäscheschrank nach Unterwäsche stöbern und sich über den geblümten Alltags-BH lustig machen.

500 Euro und vier Stunden Zeit, das ist der Einsatz, der jeder Kandidatin zur Verfügung steht. Davon muss man sich ein Outfit, Accessoires und ein Styling samt Haarschnitt und Make-Up kaufen. Da wird das Geld bereits beim Anschauen knapp, und so kaufen sich die Leute billige Fast-Fashion und hoffen, das Zeug sieht teuer aus. Die Shoppingbegleitung, die jede Kandidatin mitnehmen darf, muss darauf achten, dass das Outfit zum Motto passt, und dass nicht zu viel Geld ausgegeben wird, sonst kann man den Friseur nicht mehr bezahlen.

Im Grossen und Ganzen präsentieren sich die Kandidatinnen auf einem extra für sie angelegten Laufsteg, zeigen, was sie geshoppt haben und lassen sich von den jeweils 4 anderen Kandidatinnen bewerten. 10 Punkte kann man vergeben, 1 Punkt sollte man vergeben, wenn man geizig genug ist, und die meisten Leute vergeben zwischen 5 und 9 Punkten, selten jedoch 10 Punkte. Man will ja selber gewinnen, da darf man mit den Punkten nicht so freizügig sein.

Am Ende der Woche kommt Stardesigner und Modemacher Guido Maria Kretschmer ins Spiel. Er bewertet die Kandidatinnen professionell, macht Verbesserungsvorschläge, erntet Lob und Aufmerksamkeit und krönt die wöchentliche Shoppingqueen. Mit diesem simplen TV Format erreicht man tausende Frauenherzen, aber ob man damit nachhaltig zum umweltfreundlichen Konsum beiträgt, weiss ich nicht so genau. Wenn man sich zu einem bestimmten Motto irgendwelche billigen Klamotten samt noch billigerem Schmuck gekauft hat, legt man das Zeug nach einer Woche in den Schrank und entsorgt es mit dem nächsten Hausmüll.

Das Problem liegt darin, dass man Punkte abgezogen bekommt, wenn beispielsweise die Handtasche, der Schmuck, Ring und Kette, ein Gürtel etc. fehlen. Die Kandidatinnen bewerten selten das stimmige Outfit, sondern meckern, wenn ein Accessoire zu wenig am Körper klimpert. Hier kann man sich dann kaum etwas Hochwertiges leisten, ohne zu verlieren, denn mit 500 Euro kommt man nicht detailliert von Kopf bis Fuss in jeden Laden. Der Anreiz, die 1000 Euro zu gewinnen, schreckt vor nichts zurück, und so kauft man des Kaufens Willen ein, aber die Altkleidersammlung schluckt notfalls alles.

Wie gewinnt man die 1000 Euro?

Ob man Shoppingqueen wird und die 1000 Euro gewinnt, ist eher Zufall, denn es hängt von den oftmals launenbehafteten Bewertungen der Kandidatinnen ab. Nicht immer gewinnt das beste Outfit, manchmal gewinnt das schönste Lächeln oder die Dreißtigkeit der Punktevergabe.

Zumindest sollte man sich auf das Motto einstellen und es kreativ umsetzen. Das Standardoutfit könnte zu wenig aussagekräftig für einen Sieg sein. Bei Shuhen sollte man aus der Reihe tanzen, da fast jeder den schwarzen Standardschuh wählt. Hüte sind ein Hingucker, da sie fast niemand trägt. Ein neuer Haarschnitt kann punkten, weil sich kaum jemand traut, sich die Haare schneiden zu lassen. Ausgefallene Farben können gewinnen, weil viele Leute einfach in schwarz, weiss, grau und braun antanzen. Ausgefallene Taschen, die zu den Schuhen passen, können punkten, weil viele einfach nur die kleine Standardhandtasche kaufen. Wenn man im Second-Hand Laden einkauft, findet man oft ausgefallenere Dinge, als wenn man sich in einen Fast-Fashion Laden verirrt und irgendetwas zusammenkauft. So hat man wenigstens einen Hauch einer Chance, die 1000 Euro zu gewinnen, von denen man sich dann hoffentlich ein kluges Outfit kauft.

Guido Maria Kretschmer - der King von Shoppingqueen

Guido Maria Krretschmer ist zweifels ohne der König von Shoppingqueen. Er verkörpert mit seinen Kommentaren den humorvollen, manchmal etwas bissigen Unterton des TV Formats. Er wird angehimmelt, von einigen Kandidatinnen bis zur Besinnungslosigkeit geliebt, auch wenn er in festen, männlich dominierenden Händen ist, und er kann zuckersüss sein, wenn er seine Shoppingqueen krönt.

Normalerweise nehmen ausschliesslich Frauen an Shoppingqueen teil, aber vereinzelt verirrt sich hin und wieder ein Mann dorthin, womit dann neben Guido Maria Kretschmer ein zweiter König den Laufsteg kürt. Den Höhepunkt in jeder Woche bildet der Showroom von Guido Maria Kretschmer, in welchem seine Designermode ausgestellt ist und die Frauenherzen höher schlagen lässt. Wenn ein zweiter Mann den Showroom ausfüllt, bekommt das Sendeformat einen ganz besonderen Touch, denn dann bewundern Männeraugen die Designermode und stellen sich vor, das Kleid wäre für einen Mann geschneidert worden.

Das Motto von Shoppingqueen

Im Grunde bräuchte die Sendung nur ein einziges Motto, Shoppen, Kleider vom Leib reissen, neue Klamotten anziehen, in der Umkleidekabine verzweifeln und beim Friseur entspannen, bis der Laufsteg droht. Die Mottos sind jedoch so abgefahren, dass man im normalen Alltag kaum auf die Idee kommen würde, sich derart zu kleiden. Und so stehen manche Kandidatinnen verzweifelt in den Läden, wühlen sich durch Klamotten, die sie normalerweise nicht einmal mit der Nase anschauen würden, verkriechen sich noch verzweifelter in die Umkleidekabine und beginnen zu heulen, wenn das Outfit keine Form annehmen will.

Die Umkleidekabine ist das eigentlich Bösartige in dieser Sendung. Wenn das grelle Licht und der Ganzkörperspiegel alle Figurprobleme, Macken und Kanten einer Person zeigen, ist es schwer, ein passendes Outfit zu suchen. Wenn man dann noch ein Motto verkörpern muss, in welchem man sich verkleidet vorkommt, muss man ja verzweifeln, aber die Chance auf die 1000 Euro hält die Kandidatinnen am Leben, und wenn alles scheitert, trinkt man Champagner, der beruhigt jede prickelnde Zunge.

Promi Shoppingqueen - Wenn Stars und Sternchen einkaufen gehen

Das Sendeformat ist bis zu den Prominenten vorgedrungen, denn Stars und Sternchen möchten sehen und gesehen, präsentiert und bewertet werden. Für den Zuschauer ist es oftmals eine richtige Augenweide, wenn er tiefere Einblicke in das Zuhause der Prominenten erhascht. Da sieht man, wie arm man selber haust, wenn man sich die teuren Villen und die begehbaren Kleiderschränke anschaut, welche man sich erst hart erarbeiten muss.

Prominente haben ebenfalls nur 500 Euro zur Verfügung, mit welchen sie haushalten müssen. Bitte, da geht man dann eher in den Second-Hand-Laden als in ein Standardgeschäft, denn von der Stange zu konsumieren, liegt nicht jedem Prominenten. Die Promis bewerten sich untereinander eher harmonisch, vergeben gerne 10 Punkte, himmeln sich gegenseitig an und gönnen sich den Sieg untereinander. Das liegt vielleicht daran, dass sie das Siegergeld von 3000 Euro für einen guten Zweck spenden, oder daran, dass sie nach der Sendung weiterhin miteinander arbeiten müssen und sich mögen wollen. Auf jeden Fall hat das Promi Shoppingqueen Format einen guten Hintergrund, denn man kleidet sich im Endeffekt für einen guten Zweck.


Impressum

Datenschutz

Elisabeth Putz

Lifestyle