Wie gut ist der Privatverkauf, und wie verkauft man seine Dinge privat richtig erfolgreich? Das private Verkaufserlebnis, direkt von zu Hause aus zu shoppen, boomt. Es gibt sogar private Verk„ufer, die machen das Gesch„ft professionell und bieten Shoppingpartys an.
Man trifft sich mit seinen Freunden in kleinen Runden, vorzugsweise im eigenen Wohnzimmer und bucht so eine private Shoppingparty. Vorwiegend werden Kleidung, Dessous, Kosmetik, Antifaltenprodukte, Liebesartikel, Lust und Leidenschaft, Dessous oder erkl„rungsbedrftige Produkte wie Vitaminpr„parate und Nahrungserg„nzung verkauft. Achtung, hier ist oft ein kleiner Gewerbeschein n”tig, denn solche Shoppingpartys sind wie ein kleines Gewerbe, welches die Hausfrau betreibt.
Am nachhaltigsten sind die Privatverk„ufe, welche gebrauchte Dinge umfassen, denn sie untersttzen die soziale Gemeinschaft und dienen dem Recycling, dem Sharing, dem Weitergeben von Produkten. Man verkauft alles, was man selber nicht mehr verwendet, und der hauseigene Keller ist oft ein kleiner Goldkeller, der ein kleines Taschengeld beschert. Ich verkaufte einst einen D”rrapparat und einen alten Schlitten, dann war mein Keller leer.
Der private Verk„ufer kauft die Ware entweder vorab im Grosshandel ein, oder man macht einfach eine Shoppingparty, auf welcher man seine eigenen Dinge verkauft und tauscht. In privater Atmosph„re ger„t man in eine Art Euphorie, trinkt Champagner, amsiert sich und ist in bester Kauflaune. Es ist eine Alternative zum Internetshopping, denn nicht jeder sitzt gerne alleine zu Hause vor seinem Computer und shoppt online.
Wenn man so eine Shoppingparty veranstaltet, sollte man einige Dinge beachten. Man muss einen Raum absperren k”nnen, in welchem man sensible Dinge wie Schmuck, Geld und Wertgegenst„nde verschliesst. Man sollte nicht wildfremde Leute per Zeitungsannonce einladen, da man ja seine eigene Privatsph„re pr„sentiert, aber Freunde sind gerne gesehen. Man sollte seine Wohnung aufr„umen, denn immerhin empf„ngt man G„ste und repr„sentiert sein Zuhause. Man sollte nicht mehr als 10 bis 20 Leute einladen, denn es k”nnte sein, dass die Wohnung berquillt, wenn die Freunde wieder Freunde mitbringen und es immer mehr Leute werden, die das Wohnzimmer ausfllen. Bitte, irgendwann hat sogar der Fernseher keinen Platz mehr und verschwindet unbeobachtet. Aber ansonsten sind diese privaten Verkaufspartys ein Renner.
Online existieren zahlreiche Flohm„rkte, beispielsweise auf Facebook, auf ebay, auf Will-Haben, und diese sind gut frequentiert, da sie sowohl dem Verk„ufer, als auch dem K„ufer einen gewissen Schutz bieten. Man braucht viel Zeit, viel Geduld, ein aussagekr„ftiges Profil mit seri”sem Foto, gute Bewertungen, und man muss zuverl„ssig sein. Man muss jedoch nicht jedes Spassangebot beantworten, denn es tummeln sich auf diesen Verkaufsplattformen auch jede Menge Trolle, die nur spielen und provozieren wollen. Man erkennt sie oft sofort, an folgenden Aussagen: Du haben billiger? Du geben mir Rabatt? Du verkaufen zu halbe Preis? Bitte, oft stammen solche Aussagen von deutschsprachigen Leuten, und so sollte man ausl„ndische Brger nicht voreilig verdammen, denn ich habe die Erfahrung gemacht, dass diese oft seri”ser und angenehmer sind.
Mit einer Flohmarkt-App verlegen Sie Ihren Flohmarkt direkt ins Internet. Die g„ngigen Plattformen fr Shopping und Auktionen sind oft teuer, aufwendig zu bedienen, unbersichtlich und berlaufen. Die Flohmarkt-App ist bersichtlich, leicht zu bedienen, passt auf fast jedes Handy, und sie signalisiert dem Kunden, dass es sich hier wirklich ausschliesslich um einen Flohmarkt handelt und nicht um eine Mischung aus Auktionshaus und Shoppingcenter. Das traditionelle Flohmarkt-Flair wird ins Netz verlagert, sodass man bequem von zu Hause aus online sein Schn„ppchen erwerben kann. Da heute besonders unter den jungen Leuten ein Trend hin zu Second-Hand-Ware geht, kauft man gerne Gebrauchtwaren, tauscht alte Dinge ein und kauft sich schnell etwas anderes dafr. Die Flohmarkt-App bietet weltweit die ausgefallensten und exotischsten Dinge, die man wahrscheinlich im normalen Handel nicht findet. So hebt man sich von der Masse ab und wird zum angesagten Hipster. Omas alter Hut kann damit als modisches Htchen weiterverkauft werden, und es findet sich bestimmt ein Kopf, der ihn tragen m”chte.
Wir handeln, verkaufen, versteigern und kaufen gerne. Und so existieren zahlreiche kostenlose und einige kostenpflichtige Flohmarkt-Plattformen im Netz. Ebay dient beispielsweise vorrangig dem Verkauf und der Auktionen. Es gibt jedoch auch regionale Plattformen, bei denen es in erster Linie um soziale Kontakte, um den gegenseitigen Austausch und erst dann um den Verkauf geht. Man sollte darauf achten, mit wem man Kontakt aufnimmt, man sollte nicht jeden fremden Menschen ins eigene Haus einladen, um die Waren anzusehen, und man sollte Geduld aufbringen. Es gibt Artikel, die lassen sich blitzschnell verkaufen, und andere Waren liegen monatelang herum und warten auf neue Besitzer. Saisonelle Produkte lassen sich besser weiterverkaufen, Markenware auch, selbst wenn sie bereits sehr gebraucht aussieht, aber Billigramsch ist ein echter Ladenhter auf solchen Flohmarkt-Plattformen.
Seit dem 1. Januar 2023 mssen in Deutschland die Privatverk„ufe versteuert werden, wenn sie ein gewisses Volumen an Kaufsubjekten und eine gewisse Einnahmegrenze berschreiten. Bis 2000 Euro ist alles erlaubt, nur regelm„ssig und gewerblich darf es nicht erscheinen. Auf ebay werden alle Verk„ufe genau nachverfolgt, und auch in anderen Plattformen ist das Finanzamt st„ndig pr„sent, wie ein Fuchs, der aus dem Hinterhalt kommt und die kleine Henne verspeist. In ™sterreich will man die Privatverk„ufe auch konsequent nachverfolgen, aber auf Plattformen wie Will-Haben ist dies schwierig, weil wirklich fast alles rein privat, gebraucht bis sch„digst, alt bis uralt, nahezu immer offline ber den nicht pr„senten Ladentisch geschoben wird. Der Verk„ufer begrsst n„mlich viele K„ufer im eigenen Wohnzimmer, und bezahlt wird gr”sstenteils in Bar.
Ich muss sagen, mir gef„llt Will-Haben, denn warum sollte der kleine Brger, der seine gebrauchten, ausrangierten Dinge aus nachhaltigen Grnden weiterverkauft, bestraft und besteuert werden, wenn Reiche und Superreiche, grosse Konzerne und Kaufhausketten ihre Waren kaum bis nicht versteuern mssen. Das ist meiner Meinung nach eine bodenlose Ungerechtigkeit, welche uns den Boden unter den Fssen wegzieht.
Auf jeden Fall wird mit Hilfe von Google, Microsoft, Apple, den Smartphones, eventuellen Swimmingpools im hauseigenen Garten, Eigentumswohnungen, etc. das Verm”gen der kleinen Leute beobachtet, und daraus kann sich dann eine unangenehme Begegnung mit dem Finanzamt ergeben, wenn man Schwarzgeld vermutet. Bitte, wann hat man bisher jemanden verurteilt, aufgrund reiner Vermutungen? Ich k”nnte schw”ren, die Staaten sind pleite, weil sie die grossen Unternehmer finanziell gut bestcken und kein Geld mehr haben. Man investiert in Waffen, Kampfflugzeuge, in Krieg und Tod, und man investiert in die Finanzkraft des kleinen Mannes, der sein Geld hart verdient und sich ber jeden Extra-Euro freut. Das ist eine verkehrte Welt.
Bitte, ich kaufe nichts, ich verkaufe nichts, ich habe mein Erbe versteuert und untersttze damit caritative Einrichtungen, und somit falle ich aus dem zu versteuernden Raster heraus. Ich denke jedoch, dass man keine grossartigen Gewinne versteuern muss, wenn man gebrauchte Waren verkauft, die als Neuwaren viel teurer waren, denn im Grunde muss man ja nur den Gewinn versteuern, und der f„llt bei Gebrauchtwaren extrem niedrig aus, den muss man mit der Lupe suchen. Ich befrworte die Privatverk„ufe, denn sie sind klimafreundlich, schtzen die Umwelt, vermeiden Neuerzeugnisse, kurbeln die Gemeinschaft an, sind nachhaltig und sozial, und sie kosten nicht viel, denn privat verkauft man meist all das, was man selber nicht mehr braucht. Meiner Meinung nach sollten Privatverk„ufe erst dann versteuert werden, wenn Reiche und Superreiche, Konzerne und Grossunternehmen gerechte Steuern bezahlen, und wenn eine Luxussteuer eingefhrt wird, denn alles andere ist unfair.