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Was muss man im Kaufhaus beachten?

Der Einkaufswagen im KaufhausIn einem Kaufhaus sollte man beachten, dass man lange Wege zurcklegt, da das Warenangebot reichhaltig ist und der Einkauf auf grosser Fl„che stattfindet. Wenn man bedenkt, dass heute die meisten Kaufh„user mit Rolltreppen ausgestattet sind, wo frher lediglich ein einziger Paternosta stand, so sind die Einkaufswege doch nicht mehr so aufwendig zu beschreiten, aber mit der obligatorischen Schaufensterkrankheit, dem kaputten Knie, der ausgelatschten Hfte und dem schmerzenden, geschwollenen Bein sollte man die langen Wege doch bercksichtigen.

Nicht in jedem Kaufhaus findet man alles, was das Herz begehrt, denn viele Kaufh„user haben sich auf ein bestimmtes Klientel spezialisiert, von gnstig bis billig, von teuer bis luxuri”s, von edel bis elegant, von flexibel bis kreativ, und auch die alte Dame mit Hut findet etwas, nur die sparsame Oma sollte lieber einen kleineren Laden frequentieren, denn in den meisten Kaufh„usern gibt man mehr Geld aus, als man will.

Was ist ein Kaufhaus?

Ein Kaufhaus ist ein Einkaufszentrum in einem einzigen Haus. Man bekommt alles, was das Herz begehrt, muss nicht in verschiedene Shops gehen, hat trotzdem eine gewisse Auswahl, und der Kunde fhlt sich allgemein wohl, wenn er st”bern darf. Kaufh„user sind praktisch, sparen Zeit und sind bequem. Frher gab es Leute, die verbrachten ganze Erlebnistage im Kaufhaus.

Frauen lieben es, M„nner meiden es, wo sie nur k”nnen, und deshalb ist das Kaufhaus ein Paradies fr die weiblichen Sinne. Traditionelle Kaufh„user sind beispielsweise Harrods in London, gegrndet von Charles Henry Harrod, ein Warenhaus, in welchem auch die Queen einkauft. Weiters h„tten wir das Kaufhaus Gerngross in Wien mit uralter Tradition und edlem Ambiente, Bloomingdales in New York, Galeria Kaufhof in Deutschland und das traditionelle Kaufhaus Galeries Lafayette in Paris.

Grob gesehen ist ein Kaufhaus eine Weiterentwicklung des Fachgesch„fts, mit einem tiefen und breiten Warensortiment in allen Preisklassen und Qualit„tsstufen. Kaufh„user der neuen Generation bieten neben Lebensmitteln, Kleidung, Haushaltsartikeln und Accessoires auch Dienstleistungen wie Reisen und Mobilfunktechnik, Postversand und diverse Vertr„ge fr Gter des t„glichen Lebens an.

Ein Kaufhaus muss eine Mindestfl„che von 1000 Quadratmeter aufweisen, um als solches zu gelten, alles was kleiner ist, nennt man Boutique, Fachgesch„ft oder einfach nur Laden. Kaufh„user nennt man auch umgangssprachlich Warenh„user, obwohl man sie im Handelsgewerbe von Warenh„usern unterscheidet, da sie keine Lebensmittelabteilung fhren. Die traditionellen Kaufh„user fhren in erster Linie Mode, Bekleidung und Accessoires, was uns Frauen am meisten interessiert.

Wie hat sich das Kaufhaus entwickelt?

Im Mittelalter gab es bereits Kaufh„user, die ein gewisses Warensortiment anboten, aber privatwirtschaftlich wurden die Kaufh„user erst im 17. Jahrhundert in Japan und schliesslich in London gefhrt. Man konnte Kleidung kaufen, ohne dass man einen Schneider beauftragte. Man kaufte quasi die erste Kleidung von der Stange und konnte sich daher mehr leisten als nur einige wenige Designerteile vom hauseigenen Schneider.

Die Damenwelt war entzckt und erregt zugleich, denn das pure Anprobieren eines Seidenhandschuhs verlieh der Frau Erregung pur, da es nur m„nnliche Verk„ufer gab. Den damaligen M„nnern gefiel das neue Hobby ihrer Frauen weniger, und so wurden die ersten Verk„uferinnen eingestellt, was fr die Frau bedeutete, dass sie unabh„ngig war und ihr eigenes Geld verdiente, wenn sie als Verk„uferin arbeitete. Dies bedeutete die pure Befreiung fr die Frau. Kaufh„user trugen sozusagen ein Stck zur Freiheit, zur Emanzipation der Frau bei.

Durch die Kaufh„user wurden die ersten regul„ren Konfektionsgr”ssen ins Leben gerufen. Die Frauen achteten pl”tzlich auf eine schlanke Figur, um in die tollen Kleider hineinzupassen, denn man liess sich ja nichts mehr auf den Leib schneidern. Ein abwechslungsreiches Winter- und Sommersortiment entwickelte sich, denn man wollte pl”tzlich immer etwas Neues, Modernes tragen. Und immer mehr Leute konnten sich die Waren in den Kaufh„usern leisten, nicht nur die Oberschicht, auch die Mittelschicht der Bev”lkerung.

Mit dem gnstigen Sortiment von C&A konnten sich sogar die normalen Brger moderne Kleidung leisten, und bald boomte dieses Kaufhaus wie kein anderes. Eine durchorganisierte Familientradition brachte C&A dorthin, wo es heute noch steht, weit oben in der Liste der traditionellen Modekaufh„user, obwohl die Konkurrenz immer st„rker geworden ist und mittlerweile Kaufhausketten aus aller Welt den Markt fluten.

Kaufh„user waren, als sie wie Pilze aus dem Boden schossen, eine ernstzunehmende Konkurrenz fr kleine Fachh„ndler, denn sie fhrten ein breites und tiefes Warensortiment, mit welchem der kleine Fachhandel kaum mithalten konnte. Manche Frauen verbrachten ganze Tage im Kaufhaus, speisten, tranken, amsierten und unterhielten sich, probierten Kleider an, gaben Geld aus und wurden zu einem Wirtschaftsfaktor.

Dem Fachhandel gelang es nicht, die Kaufh„user zu verbieten, und so mussten einige kleine H„ndler Gewinneinbuáen hinnehmen und sich auf mehr Service und spezielle Angebote konzentrieren. Bis heute leistet der Fachhandel jedoch grossartige Arbeit, sodass die traditionellen Kaufh„user mit ihrem breiten Warenangebot langsam wieder aussterben und durch grosse Einkaufscenter ersetzt werden.

Heute ersetzen grosse Einkaufscenter das traditionelle Kaufhaus

Die grossen Shoppingcenter boomen, sie wachsen wie Pilze aus dem betonierten N„hrboden der St„dte. In Klagenfurt entstand einst ein Einkaufscenter mitten in der Stadt. Mittlerweile ist die Stadt fast leer, aber die Cityarcaden sind dafr so voll, dass man kaum Platz im Nudelrestaurant bekommt. Nudel machen dick, aber mich machen sie glcklich.

Die grossen Shoppingcenter sorgen dafr, dass die Innenstadt leer wird, aber dafr boomt in den Centern das pure Leben. Bitte, im Winter ist es warm drin, im Sommer dafr khl, es weht ein frischer Parfumduft durch die klimatisierte Luft, und die Gesch„fte sind auf mehreren Etagen direkt nebeneinander, notfalls auch bereinander. Rolltreppen fahren ist nicht mein Ding, ich nehme den Lift. Und ich finde immer etwas in meinen Lieblingsl„den, notfalls auch einen Smoothie, der mich st„rkt.

Der Trend der grossen Einkaufscenter ist erschreckend, da man sich nicht mehr in der Innenstadt unter freiem Himmel bewegt, nicht mehr die Gastronomie in der Stadt besucht, sondern nur noch bei vollklimatisiertem Raumflair auf und ab l„uft, die Frischluft durch die Klimaanlage einatmet und das Einkaufscenter als Sporthalle ansieht. Immerhin legt man einige Kilometer zurck, wenn man sich einen ausgiebigen Shoppingbummel g”nnt.

Shoppen im Einkaufscenter

Sehr zu empfehlen, richtig entspannend ist so ein bequemer Shoppingbummel in einem Einkaufscenter, besonders morgens, wenn kaum Leute vorhanden sind. Zwar tragen die grossen Shoppingcenter einiges dazu bei, dass die Innenst„dte aussterben, aber im Einkaufszentrum ist es ganzj„hrig warm, voll klimatisiert, und die Wege sind kurz, da berall Lifte und Rolltreppen lauern, die uns zum Mitfahren verfhren. Gesnder ist ein Shoppingbummel in der Innenstadt unter freiem Himmel, aber unsere Gesellschaft wird immer bequemer.

Im Einkaufscenter hat man die praktische Wahl von hundert und mehr Gesch„ften auf mehreren Etagen. Das Auto parkt am Dach, man ben”tigt keinen Regenschirm, im Winter ist es beheizt und im Sommer frisch gekhlt, solange die Belftung stimmt. Bitte, das ist ein neuer Trend, denn man will heute alles auf einem Haufen erleben, man will nicht lange gehen, und man m”chte alle Gesch„fte zum Vergleichen in der N„he haben.

Man kauft sich ein ganzes Outfit, dazu die passenden Schuhe und ein Halstuch, welches als Anti-Aging Mittel fr den Hals dient, und sofort ist man zufrieden, ohne dass man bermdet aussieht. Entspannend ist auch der Cappucchino danach, der obligatorische Kaffee mit Schaum, bitte mit echtem Milchschaum und auf keinen Fall mit Sahne. Wahrlich, ein Shoppingbummel ist nicht nur der sture, monoton durchgefhrte Einkauf alleine, sondern das Einkaufserlebnis frs Ego, das Schaufenstererlebnis fr die Seele und das Essen fr den hungrigen Magen. Im Shoppingcenter findet man die gesamte Gastronomie samt Nudel und Pizza, weil der Handel mitdenkt und den Hunger jeglicher Art stillt.

Ladendiebe im Kaufhaus

Kaufh„user besch„ftigen Detektive, da sie immer ”fters von Dieben heimgesucht werden. Der neueste Kaufhausdieb sass im Rollstuhl, obwohl er nicht behindert war und laufen konnte wie ein Wiesel. Die neueste Methode, mit der Leute Waren mitnehmen ist die, dass sie behaupten, den Kassenbon weggeworfen oder im Laden liegengelassen zu haben. Dafr suchen sie sich extra berfllte L„den aus. Diebstahl sch„digt die gesamte Konsumwelt, da die Waren teurer werden, damit die verlorengegangenen Einnahmen wieder ausgeglichen werden. Angestellte k”nnten gekndigt werden, wenn der Umsatz nicht mehr stimmt, und deshalb mssen Kaufhausdiebe mit allen Mitteln bek„mpft werden.

Als ich Schuhe kaufte, verrechnete mir die Frau im Schuhladen nur zwei Paar, das restliche  Paar vergass sie zu verrechnen. Ich verliess den Laden, schaute auf den Kassabon und bemerkte, dass ich zu wenig bezahlt hatte. Ich wollte in den Laden zurck, aber das Sicherheitspersonal meinte, es sei bereits Ladenschluss und ich drfte nicht mehr hinein. Das Personal glaubte n„mlich, ich wrde mit diesem Trick noch mehr Schuhe kaufen wollen. Am n„chsten Tag ging ich wieder in den Laden, legte die Rechnung vor, die Verk„uferin lachte und meinte: Ich schenke Ihnen die Schuhe. Ich trug die Schuhe selten, da jedes Mal dieser fahle Beigeschmack auf meinen Fssen klebte, dass sie nicht bezahlt wurden.

In fast allen Kaufh„usern sind neben den Detektiven auch šberwachungskameras angebracht, um Kaufhausdiebe abzuschrecken. Wenn man einkaufen geht, sollte man sich in Schale werfen, richtig aufbrezeln, ein schickes Kleid anziehen, seine Haare stylen und ein tolles Make-Up auftragen, denn die šberwachungskamera filmt alles. Wenn wieder einmal ein gesamtes Tagesmaterial an šberwachungsfilmen angeschaut werden muss, weil Unstimmigkeiten eingetreten sind, schauen sich die Leute lauter langweilige Kaufhausszenen an, und mitten drin sieht man eine gut gestylte Frau, die sich in Schale geworfen hat. Das weckt sogar Tote auf, wenn man vor dem Filmmaterial fast einschl„ft.

Wie wichtig ist der Kassabon?

In den Kaufh„usern existieren mehrere Etagen, in denen sich jeweils mehrere Kassen befinden. Man kauft, zahlt und schlendert weiter. Damit man beweisen kann, dass man die Ware nicht ohne Bezahlung mitgenommen hat, braucht man einen gltigen Kassabon. Bitte werfen Sie diesen nicht gleich weg, sondern bewahren Sie ihn am besten in der Geldb”rse auf. Heute finden wir zwar modernste Signalsysteme vor, die durch schrille T”ne signalisieren, dass eine Ware noch nicht bezahlt wurde, aber nicht immer sind sie zu 100% zuverl„ssig und ersetzen den Kassabon. Er dient brigens auch dazu, um Ware wieder zurckzugeben, wenn diese doch nur ein Fehlkauf war.

Wie schnappt man dreisste, l„stige Ladendiebe? Heute existieren hierfr modernste Technologien, wie beispielsweise hoch aufl”sende Kameras, die jeden noch so kleinsten Winkel eines Kaufhauses beobachten. Aus Datenschutzgrnden mssen die Videos aber in einem eng bemessenen Zeitraum wieder gel”scht werden. Ladendiebstahl ist verboten, strafbar, unfair und kostet Geld. Der Ladendieb kann des Hauses verwiesen werden, eine Anzeige aufs Auge gedrckt bekommen, oder er kommt mit einem blauen Auge davon, wenn er nicht erwischt wird. Ladendetektive kosten jedoch Geld, und so lohnt sich ein Diebstahl leider heute oft immer noch, aber fr den guten Ruf und die weisse Weste ist er hinderlich. šbrigens ist in grossen Kaufh„usern und Shoppingcentern der Kassabon beraus wichtig, denn damit kann man beweisen, dass man die Ware bezahlt hat.

Flexible Ladenschlusszeiten fr Kaufh„user

Wir sehnen uns vermehrt nach flexiblen Ladenschlusszeiten. Stellen Sie sich vor, Sie kaufen sich um Mitternacht neue Schuhe. Sie stehen um Mitternacht an der Kasse, bezahlen Ihre High-Heels und schlendern damit nach Hause, weil sie mde ins Bett fallen. Stellen Sie sich vor, die Verk„uferin steht die ganze Nacht an der Kasse, bedient im Laden und tr„gt ihre mden Fsse fast schon in der Hand, weil es so flexible Ladenzeiten gibt, dass Kaufh„user rund um die Uhr ge”ffnet haben.

Zunehmend werden die Gesetze gelockert, der 12 Stunden Arbeitstag wird eingefhrt, šberstunden fallen weg, aber der Kunde darf rund um die Uhr shoppen. Verk„ufer und Kunden werden wohl keine besten Freunde werden, wenn sie sich st„ndig gegenseitig den Schlaf, bzw. den Lebensstil rauben. Flexible, ausgedehnte Ladenschlusszeiten fordern auch mehr Personal, aber hierfr sind wiederum nur wenige Kaufh„user offen genug, denn Personal kostet Geld. Und so profitiert der Eine, w„hrend der Andere schuftet.

Wir befinden uns zunehmend im Dilemma zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern, zwischen Wirtschaftstreibenden und Gewerkschaften. Gott sei Dank gibt es die Gewerkschaften, sonst h„tten wir bis heute nicht einmal einen ordentlichen Mindestlohn, und auch keine Lohnerh”hungen oder Inflationsausgleichszahlungen. Fakt ist, wenn die Arbeitszeiten gelockert werden, man sich seine Woche flexibel einteilen kann, ist dies fr die Theorie eine wunderbare Sache, dann arbeitet man von Montag bis Donnerstag mehr und hat ein langes Wochenende. In der Praxis sieht es dann so aus, dass die Leute von Montag bis Sonntag t„glich mehr als 10 Stunden arbeiten, ihre Ausgleichszeiten aus Mangel an Personal nie in Anspruch nehmen und diese verfallen lassen. Man kann n„mlich einen Arbeitsvertrag auch sehr flexibel gestalten. Und in der Praxis k”nnte die Verk„uferin schnell ihren Arbeitsplatz verlieren, wenn sie sich flexibel ihre Auszeiten nimmt.

Wenn zuknftig keine Ladenschlusszeiten mehr n”tig sind, die L„den sozusagen 24 Stunden, rund um die Uhr ge”ffnet sind, mssen die Gewerkschaften umdenken und h„rter werden. Der Arbeitnehmer ist kein Roboter, er braucht Ruhezonen und Ruhezeiten. Frher hielt man noch sein obligatorisches Mittagsschl„fchen. Heute steht man sich die Beine in den Bauch und schl„ft fnf Minuten am Klo. Das Personal ist jedoch schtzenswert, denn wenn niemand mehr im Supermarkt steht, kann der Kunde nichts mehr kaufen.

Die Corona-Krise hat uns gezeigt, dass man zwar flexibel sein muss, dass man aber auch Zeiten erlebt, in denen nicht jede Ware sofort erh„ltnlich ist. Krankheit, Ausf„lle, Karant„nezeiten, alles sorgt in Pandemie-Phasen dafr, dass man den Menschen achten muss und nicht nur die Wirtschaft ankurbeln darf. Es muss eine gesunde Balance zwischen Kaufhauspersonal und Kunde, zwischen Laden”ffnungszeiten und Ruhephasen geben. Wer kauft schon gerne nachts ein, wenn er keine Nachteule ist?

Natrlich sieht in den USA das ™ffnungsmodell anders aus, denn die Amerikaner pflegen einen flexiblen Lebensstil, der tagsber und nachts kein Ende findet. Bei uns in Europa, vorwiegend in Deutschland und ™sterreich leben wir jedoch fast ausschliesslich am Tag, und wir schlafen in der Nacht. Und so stellt sich mir die Frage, ob jeder kleinste Laden rund um die Uhr ge”ffnet sein muss?

Flexible, lang ausgedehnte Ladenschlusszeiten sind bequem fr den Kunden, jedoch kosten sie Geld, Personal und Nerven, denn der Ladenbetreiber muss diese ausgedehnten Ladenschlusszeiten auch bezahlen, vorfinanzieren. 0-24, 7 Tage die Woche, ganzj„hrig ge”ffnet, nicht einmal ein Inventurtag darf enthalten sein, so m”gen es die Shoppingkunden. Einen geregelten 8 Stunden Tag, Urlaub, geregelte Arbeitszeiten, am Wochenende frei, so m”gen es die Angestellten. Hier triften zwei Welten auseinander, und so muss man sich fr einen Mittelweg, einen Kompromiss entscheiden, wobei der kleine H„ndler keine flexiblen Ladenschlusszeiten finanzieren kann, der gut betuchte Handel, die sogenannten Kaufhausketten aber sehrwohl in der Lage sind, die ™ffnungszeiten in die L„nge zu ziehen. Wirtschaftskrisen, Produktengp„sse, Inflation und Pandemien haben uns jedoch gezeigt, dass die L„den auch wieder fl„chendeckend frher schliessen k”nnen.

Das Online-Kaufhaus ™sterreich wird geschlossen

Als die Corona-Welle ber unseren K”pfen hinweg schwappte und uns f”rmlich mitriss, kauften alle bei Amazon ein. Die ganze Welt hat dies verstanden, nur die ™sterreicher nicht. Und deshalb baute man in ™sterreich ein eigenes Kaufhaus auf und erhoffte sich dadurch, so viele Kunden zu mobilisieren, wie sie Amazon sein Eigen nennen darf. Man baute fleissig am Kaufhaus ™sterreich, machte sich zuerst schlau ber die Programmierung, lernte von den Profis, und als man dachte, jetzt hat man genug gelernt, vervollst„ndigte man das elit„re Werk. Heraus kam ein unbersichtliches Konstrukt, welches sowohl fr Shops, als auch fr Besucher nicht gerade attraktiv aussah, und da es so unattraktiv war, konnte man damit kein Publikum anlocken, welches ann„hernd an Amazon herankam. Hintergrund des Kaufhaus ™sterreich war es, regionale Shops zu untersttzen, damit nicht jeder bei Amazon kauft, aber der Mensch ist ein Herdentier und folgt den grossen Massen, ohne zu fragen, zu welchem Futtertrog er von der Leitkuh gefhrt wird. Und so landen bis heute alle Leute irgendwann bei Amazon, denn dort gibt es fast alles. Wenn es einen gebrauchten Sarg fr mich gibt, komme ich auch dorthin.

Auf jeden Fall ist aus dem Kaufhaus ™sterreich nach und nach eine teure Liste, „hnlich eines Webkataloges geworden, und pl”tzlich wurde es eingestampft. Die Kosten wuchsen den Leuten ber den Kopf. B”se Zungen behaupten, die Entscheidung der Regierung, das Kaufhaus ™sterreich zu schliessen, h„tte etwas mit den bevorstehenden Wahlen zu tun, aber wir wollen ja nicht vorschnell urteilen. Hauptsache der Steuerzahler muss keine weiteren Kosten mehr in Kauf nehmen, denn das gescheiterte Projekt hat den Steuerzahler fast 1 Million Euro gekostet. Immerhin, es gibt sogar Shops und Konsumenten, denen fehlt dieses Kaufhaus, da sie wie durch ein Wunder davon profitierten. Bitte, Idealisten gibt es berall.

 


Elisabeth Putz

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