Im Supermarkt kann man Geld sparen oder Unsummen an Geld ausgeben, je nachdem, wie, wann und wo man einkauft. Mit hungrigem Magen kauft man mehr ein, denn dann kauft das Hungergefhl und nicht der gesunde Menschenverstand ein, , morgens kauft man am meisten, abends am wenigsten, und in kleinen Superm„rkten in der Stadt kauft man weniger ein als im grossen Supermarkt mit ausgiebigen Parkm”glichkeiten. Wer Stammkunde in seinem Lieblingssupermarkt ist, kauft durch Bonussysteme, Rabattmarken und Kundenkarten oft billiger ein als der anonyme Kunde. Und wer mit Kind einkauft, kommt selten an der Quengelzone im Kassenbereich vorbei, denn Kinder wollen immer Sssigkeiten naschen.
Wer am Vormittag einkaufen geht, begegnet zahlreichen Rentnern, die gemtlich shoppen aber an der Kasse quengeln. Zwischen 13:00 und 15:00 Uhr nachmittags ist am wenigsten los, und abends ist das Sortiment oft fast leergefegt, besonders die t„glichen Grundnahrungsmittel wie Brot, Milch, K„se, Obst und Gemse. Wer wirklich sparen will, kauft nur das N”tigste, einmal pro Woche, und wer t„glich einkauft, der gibt durchschnittlich am meisten Geld fr Lebensmittel aus, weil er viele Dinge zu frh entsorgt. Aktuell boomen die Superm„rkte wieder, weil Restaurants sauteuer geworden sind, wir vermehrt selber kochen und uns freuen, wenn wir wissen, was im Essen drinsteckt, wenn es uns lecker schmeckt. Leider boomen dadurch auch die Mllberge, weil wir mehr wegwerfen, als wir essen k”nnen. Bitte, der Turbokapitalismus freut sich, w„hrend die Umwelt darunter erstickt. Wer viel Geld sparen will, kauft Grosspackungen, die man lange haltbar konservieren kann, er kauft keine Single-Produkte, und man kann seine Eink„ufe auch mit Nachbarn, Familienmitgliedern und Verwandten teilen, damit alle Reste verwertet werden.
Ein Supermarkt ist ein Lebensmittelladen, in welchem man ein breit gef„chertes Sortiment an Produkten bekommt. Neben Lebensmitteln werden auch andere Waren wie Spielzeug, Kleidung, Technik und Diverses angeboten, Kosmetik und Hygieneartikel, Haushaltswaren, etc. Der Supermarkt unterscheidet sich vom Discounter im Preis, im Warenangebot und in der Warenanordnung. Superm„rkte mit einem Vollsortiment besitzen bis zu 40 000 oder mehr Artikel, hingegen ein Discounter besitzt nur etwas mehr als 1000 Produkte im Warenangebot, und zunehmend nehmen die Biosuperm„rkte einen grossen Platz im Marktgeschehen an, denn wir lieben Bio und ™ko.
Heute bieten viele Superm„rkte spezielle Services an, wie beispielsweise Paketaufgabe, Reisebuchungen, Handytarife, und sogar Immobilienkauf, sodass der Kunde alles aus einer Hand bekommt. Auch bieten Superm„rkte eigene Produktlinien zum kleinen Preis an, die neben den Premium Produkten stehen. So kann der Kunde fast auf den Discounter verzichten.
Das Wort Supermarkt stamt aus dem Latain Supermercatus, aus dem Englischen Supermarket, und aus der ehemaligen DDR Kaufhalle. Es ist eine Form des Einzelhandels mit grossen Verkaufsfl„chen, sodass man lange Wege zurcklegen muss, um an der Kasse anzukommen. Es ist ein Modell der Selbstbedienung, ein sogenannter Verbrauchermarkt, und manche Leute nutzen die Tiefkhlabteilung im Sommer sogar als Ort der Abkhlung.
Es lauern im Supermarkt berall kleine, unbewusste Fallen, die zum Geldausgeben einladen. Die Waren sind nach einem ausgeklgelten System angeordnet, damit der Kunde emotional angeregt wird, mehr zu kaufen als am Einkaufszettel steht.
Ein moderner Supermarkt besitzt Eigenmarken, an denen die Supermarktkette am meisten verdient, die jedoch fr den Kunden erschwinglich sind und ihn zum Kauf anregen. So besitzen viele Superm„rkte eigene Bioprodukte und Sparprodukte, die eine gezielte Kundschaft anzieht, denn Gesundheit und Sparsinn stehen ganz oben in unserer Lebensliste.
Im Supermarkt stolpert man meistens zuerst ber die Obst- und Gemseabteilung, die farblich einladend gestaltet ist und mit intensiven Gerchen frischer Frchte lockt. Genauso sieht es in der Wurstecke, in der K„setheke und im Fischeck aus. Man sieht die Ware intensiver als sie in Wirklichkeit ist, der K„se ist gelb, das Fleisch ist rot, der Lachs ist zart rosa, das Gemse leuchtet in den saisonalen Farben. Die Farben sind meist intensiv knstlich erzeugt, durch gezieltes Kunstlicht, damit der Kunde glaubt, er sei im Paradies. Und die guten Gerche kommen meist aus der Dose oder aus der Klimaanlage, denn die Nase ist bei jedem Einkauf mit dabei.
Frher konnte man sich im Tante-Emma Laden die Lebensmittel nicht selbst aussuchen, der Verk„ufer reichte sie ber den Ladentisch, der mit vielen Laden bestckt war, wovon der Laden heute noch seinen symbolischen Namen hat. Im heutigen Supermarkt greift man die Ware selber an. Besonders bei Obst und Gemse kann dies bedenklich sein, wenn man s„mtliche eventuell ungewaschene H„nde vorfindet, die das Warenangebot durchforsten. Handschuhe sind in der Obst- und Gemseabteilung Pflicht. Heute wiegt man seine Ware auch gr”sstenteils selber ab. Fair ist es, wenn man hierbei korrekt wiegt und nicht mogelt, indem man danach noch ein Stck hinzugibt, denn so steigen die Preise, weil die Verluste des Diebstahls damit ausgeglichen werden.
Der heutige Supermarkt ist ein Lebensmitteleinzelhandel, der Lebensmittel, Genussmittel, Drogerieartikel und sonstige Waren anbietet, wobei die Ware, die nicht zum Essen angedacht ist, nicht ber 25% der Verkaufsfl„che einnehmen darf. Heute ersetzen die Selbstbedienungskassen oft die normalen Kassen, wobei man hier einen ganz sch”n grossen Stau erzeugen kann, wenn man die Ware ungeschickt und sehr langsam scannt. Im Supermarkt ist der Kassenbereich im Gegensatz zum Discounter noch grosszgig bemessen, sodass man seine Lebensmittel in Ruhe einpacken kann. Im Discounter wird man quasi nach dem Bezahlen aus dem Laden gefegt, weil der n„chste Kunde sofort nachrckt.
Viele Superm„rkte bieten Tagesangebote an, vergeben Kundenkarten, mit denen man spezielle Produkte gnstiger einkaufen kann, oder man kann Rabattmarken und Bonuspunkte sammeln. So entsteht eine gewisse Kundenbindung, denn der Kunde kauft dort ein, wo er sich wohlfhlt. Manchmal hat man jedoch Pech, wenn gerade ein Aktionsangebot winkt, denn dieses Produkt ist so begehrt, dass es viele Leute gleichzeitig kaufen, und dann steht man oft vor leeren Regalen, weil das Produkt ausverkauft ist. Bitte, da „rgert man sich grn und blau, wenn man extra fr die Milch woanders hinfahren muss, nur weil sie im Angebot war und das Milchregal geleert wurde.
Die meisten grossen Superm„rkte oder Kaufhallen sind Teil einer Handelskette und verfgen ber ein gutes Filialnetz. Manche Handelsketten sind auch Franchisebetriebe und werden von Einzelpersonen und Familienunternehmen gefhrt, was oft besser ist, da man hier noch sehr menschlich betreut wird. Kritisch wird der Supermarkt nur gesehen, wenn es um die teilweise minderwertige Industrieware, die Gesundheit, die teilweise unpers”nliche Kundenbetreuung, die Personalpolitik, die Preispolitik und die Umwelt geht. Man f„hrt mit dem Auto hin und verschmutzt die Umwelt. Die Personalkosten sind hoch, und die Verk„uferin verdient trotzdem nicht genug. Die Ware ist industriell gefertigt und enth„lt oft Zusatzstoffe und Hilfsstoffe, was in einigen F„llen der Gesundheit nicht unbedingt dient. Gott sei Dank entstehen zunehmend Biosuperm„rkte, die fr mehr Umweltschutz, fr mehr Gesundheit und fr Bioprodukte stehen.
Wenn wir durch den Supermarkt gehen oder durch ein Einkaufscenter schlendern, bemerken wir oft nicht, wie wir unbewusst beeinflusst werden. Unser Unterbewusstsein bemerkt dies aber schon und fhlt sich auch andauernd angesprochen. Unbewusst nehmen wir Dinge und Gerche wahr, die uns nicht direkt auffallen.
Der unbewusste Schn„ppchenf„nger begegnet uns bereits beim Eingang eines Supermarktes. Hier steht manchmal ein grosses Schild mit Sonderangeboten und Niedrigpreisen. Wir greifen zu, denn wir haben in diesem Moment vergessen, dass zwei Tage vorher diese Ware verteuert wurde, um sie jetzt als Sonderangebot anzupreisen. Jawohl, wir greifen gerne zu und denken dabei ans Sparen.
Ein Supermarkt ist prima aufgebaut. In der Obstecke riecht es nach Erdbeeren und Orangen, in der Brotecke riecht es nach frischem Geb„ck, in der Wurstecke riecht es nach herrlichem Bratenaufstrich und in der K„seecke duftet es nach frischem K„se. Wir greifen immer und berall zu, denn die Dfte machen uns hungrig. Der kluge Supermarkt weiss, wie er die Kunden zum Kauf animiert.
Es sind alles Dfte aus der Dose, sogenannte Aromastoffe, die durch das Luftfiltersystem bewusst hereinstr”men, um den Kunden zum Kauf anzukurbeln. Als ich das letzte Mal an der Brotecke stand, bekam ich solch ein Hungergefhl, dass ich an der Kasse nur noch die leere Brottte bezahlte, da ich das Br”tchen bereits gegessen hatte.
Die Waren im Supermarkt sind so aufgebaut, dass der Kunde gegen den Uhrzeigersinn durch den Laden spaziert. Dadurch kauft er mehr ein, als er wollte. Ich kenne einen Supermarkt, der h„lt sich nicht daran, der ist mittlerweile fast pleite, denn die Leute kaufen nicht so viel dort ein. Im klugen Supermarkt stehen an der Kasse die kleinen Sssigkeiten, denn die sogenannte Quengelzone l„dt ein zum Kleinigkeiten einkaufen.
An der Kasse muss man meist warten und sieht dabei die leckere Schokolade, die sich so unversch„mt vor der Nase im Regal rekelt. Da muss man zugreifen. Wenn man aus dem Supermarkt wieder heraus kommt, hat man viele Kleinigkeiten eingekauft, die man nicht braucht, ist aber rundherum glcklich damit.
Kennen Sie das? Sie gehen in einen Supermarkt und begegnen zuerst der Obstabteilung und dem Gemseeck. Sie greifen zu. Und was halten Sie pl”tzlich in der Hand? Eine Banane, die schon schwarze Flecken hat, eine Tomate, die bereits ihren Saft verliert, oder einen Apfel mit angeschlagenen Stellen. Das Obst kostet genau so viel wie ein frisches Obst. Aber niemand will es haben. Also wartet das angeschlagene Obst und Gemse geduldig in den Superm„rkten, bis ein eiliger Konsument des Weges rennt und ohne Hinzusehen einfach zugreift.
Wenn Sie wieder einmal Obst und Gemse im Supermarkt kaufen, achten Sie bei verpackten Waren darauf, was da alles drin ist. Meist sind die Sachen in durchsichtige Folie gewickelt. Hier k”nnen Sie einen Blick darauf werfen, ob die Erdbeeren noch zu geniessen sind.
Am besten ist es, wenn man einzelnes und noch unverpacktes Obst und Gemse kauft, aber immer wieder lauern die verpackten Angebote und schlupfen aus allen Winkeln der Obst- und Gemseabteilung heraus. Auch ich greife oft nach verpackten Obstwaren, aber wenn es m”glich ist, betrachte ich die Verpackung von allen Seiten und Richtungen. Besonders jetzt im Herbst, wo wieder Marroni im Supermarkt erh„ltlich sind, sollte man an den Edelkastanien dezent riechen.
Wenn Sie etwas erdig und schimmlig duften, dann sind sie minderwertig. Ausserdem sollte eine Edelkastanie nicht zu leicht in der Hand liegen, denn dann war vielleicht schon der Wurm drin und hat die Marroni konsumiert. Der Wurm bezahlt ja nichts fr so eine Marroni, aber Sie bezahlen das Wurmloch gleich mit. Also, Augen auf beim Obstkauf und Gemse konsumieren im Supermarkt.
Wer im Supermarkt Geld sparen will, der legt sich eine gezielte Einkaufsliste, einen kleinen Einkaufszettel zu, wobei die moderne Variante eine Shopping-App am Smartphone darstellt, welche sogar mit dem Khlschrankinhalt verbunden ist. Eine Einkaufsliste schliesst die l„stigen, emotional bedingten Impulsk„ufe aus, denn man muss nicht nachdenken, was man alles braucht, w„hrend man in die prall gefllten Ladenregale blickt und sieht, was man alles brauchen k”nnte, wenn man nur wollte. Mit Hilfe der Liste arbeitet man seine Eink„ufe wie mit Scheuklappen vor den Augen ab, man spart Zeit, und man kauft nichts Unn”tiges, vergisst aber auch nichts N”tiges. Zu Hause angekommen, liegt dann der Putenstreifensalat brav in der Einkaufstte, anstatt nur das Dressing alleine. Mit einer ordentlichen Einkaufsliste bleibt man nicht im Schokoladenregal kleben, oder in der Bioabteilung, in welcher die teure Heumilch wie eine Kuh stramm steht. Ohne Einkaufsliste f„llt man auch gerne auf die bunten Aktionsangebote herein, die man selten braucht, aber gerne nimmt, notfalls ausschliesslich fr die Tonne.
Was geh”rt alles auf so eine Einkaufsliste? Die Grundnahrungsmittel des t„glichen Lebens, Obst und Gemse, Joghurt, Milch und K„se, Wurst, Brot, Nudel, Fisch und Fleisch, ein ssses Leckerli, damit die Seele auch etwas zu essen hat, und dann ben”tigen wir hin und wieder Genussmittel wie Kaffee, Kakao und Tee, und ab und dann Gewrze und Haushaltswaren, haltbare Lebensmittel nach Lust und Laune, die man jedoch nicht bei jedem Einkauf braucht, sonst landen sie im Mlleimer. Hier ist die elektronische Einkaufsliste klar im Vorteil, denn man erneuert sie automatisch, und sie passt sich jedem neuen Einkauf an. Žltere Leute bevorzugen aber dennoch die handgeschriebene Liste, da sie Apps und Smartphones in der Regel scheuen und deren Umgang nicht gewohnt sind. Und so eine manuell erstellte Liste verstaut man am besten in der Geldb”rse, denn die tr„gt man hoffentlich immer bei sich, wenn man einen Supermarkt betritt.
Der moderne Kunde verwendet die obligatorische Shopping-App am Smartphone. Heute kauft man ohnehin mit dem Handy ein, managed seine Eink„ufe digital und steht sogar im Supermarkt mit seinem Khlschrank zu Hause in Kontakt. Die Shopping App zeigt uns Billigangebote, man kann mit ihr Preise vergleichen, auf Angebotssuche gehen, Waren miteinander vergleichen, Bioprodukte ausfindig machen, nachhaltige Produkte finden, die Waren scannen und schauen, welche Inhaltsstoffe sich darin befinden, ob Zusatzstoffe enthalten sind, oder in welchem Anbaugebiet die Ware produziert wurde. Mit der Shopping App kann man auch online einkaufen. Hier sollte man jedoch aufpassen, Fake-Shops meiden, auf eine sichere https Verbindung bauen, seine Daten schtzen, und man sollte nicht unbedingt im Park oder sonstwo shoppen, denn dort sind die Handy-Daten nicht umfangreich geschtzt. Die Zukunft des elektronischen Einkaufszettels wird wohl eine Smart-Watch sein, welche das gesamte Leben regelt.
Superm„rkte bieten Einkaufsw„gen in vielen Varianten an, von klein bis riesengross. Geld spart man, wenn man mit einem kleinen Einkaufskorb shoppt, denn dann kauft man nicht so viel Unsinn ein, da der Korb bald voll ist und schwer wird. In den USA existieren M„rkte, die Einkaufsw„gen beherbergen, in denen man tausend und mehr Produkte stapeln kann, denn die Amerikaner sind Coupon-Liebhaber und horten viele Waren zu Hause. Bei uns boomen die Kleinw„gen, aber ein Kindersitz ist meistens vorhanden, damit das Kleinkind nicht versehentlich die Ssswarenabteilung leer frisst. šbrigens erkennt man den Shoppingtyp am Einkaufswagen, der Single kauft Tiefkhlpizza, die Mutter kauft Familienpackungen, und der Rentner kauft altmodische Produkte und scheut Trendwaren.
Zunehmend bieten Superm„rkte eine neue Dienstleistung an, das Geld beheben per EC-Karte am Geldautomaten. Da es sich um eine Dienstleistung handelt, die auch an vielen Geldautomaten von Banken Geld kostet, wird dies im Supermarkt auch bald Geld kosten, aber man hat zumindest die M”glichkeit, flexibel an sein Geld zu kommen. Wenn man erst einmal zwischen Milch, Wurst und Butter an der Kasse steht, nimmt man gleich sein Bargeld mit und muss dafr nicht extra die n„chste Bank oder einen unbequemen Aussenbankautomaten ansteuern, weil die Outdoor-Automaten nie so sicher sind wie die Indoor-Automaten. Superm„rkte dr„ngen ja auf viele Dienstleistungsm„rkte, bieten Handyvertr„ge, Stromvertr„ge und Postbef”rderung, Reisen und mittlerweile fast alle Alltagsdinge an, da bietet sich das Bankgesch„ft geradezu an. Irgendwann schiebt sich dann der moderne Kunde die Schokolade in den Mund, das Bargeld in die Geldb”rse und den Schuldschein in den A....
Wenn M„nner mit ihren Kindern in den Supermarkt gehen, ist das Chaos vorprogrammiert. Besonders der chaotische Typ hat Probleme, sein Kind im Griff zu behalten. Die Kinder essen Schokolade oder ”ffnen ein Joghurt, w„hrend der Vater die Lebensmittel sucht und nicht weiss, wo das Zeug zu finden ist. Der schnelle Typ, der sogenannte Rennfahrer, nimmt sich einen Einkaufswagen, setzt sein Kind hinein und rast durch den Supermarkt. Er kauft strikt nach einer Liste ein, verschwindet sofort wieder aus dem Laden und ist froh, wenn er nichts vergessen hat. So schnell kann das Kind gar nicht davonlaufen, wie rasant es durch den Laden getrieben wird. Der kluge Mann setzt sein Kind auch in den Wagen, schaut sich behutsam und ruhig nach den Lebensmitteln um, geht ruhig zur Kasse und schenkt seinem Kind in der Quengelzone Sssigkeiten, damit er seinen Frieden hat. Frauen sind organisierter als M„nner, und so haben Mtter ihre Kinder im Supermarkt besser im Griff als V„ter.
Superm„rkte, vor allem, wenn sie ber ein Vollsortiment verfgen, sind die bequemste Anlaufstelle, die man zum šberleben ben”tigt. Man kann alles darin shoppen, die Nachtw„sche, das Make-Up, die Haushaltsger„te, die Gartenutensilien, s„mtliche Geschenke fr zwischendurch, Wein und Champagner, Putzutensilien, Spielsachen, und bis auf wenige, auf den eigenen Leib zugeschnittene Produkte, bekommt man alles, sogar Technik und Gesundheitsprodukte, also ersetzt ein Supermarkt heute die Apotheke, den Drogeriemarkt, den Baumarkt, B„cker und Metzger, und genau hier k”nnte man manche M„rkte kritisieren, denn der gut sortierte Einzelhandel muss auf Spezialwaren und einen ausgezeichneten Service bauen, um mit einem Supermarkt mithalten zu k”nnen, da auch Klamotten und sogar Designerware in vielen M„rkten vorhanden sind. Da hat der gute Schuhladen fast ausgedient. Es gibt Leute, die kaufen Unterw„sche, Strmpfe, Kondome, ganze Wohnungseinrichtungen im Supermarkt, w„hrend der Fachandel pleite geht. Cest la vie, aber sozialwirtschaftlich ist dies nicht.
Der Supermarkt gl„nzt mit seinem reichhaltigen, breit gef„cherten, gut sortierten Sortiment, w„hrend der Discounter mit permanent niedrigen Preisen winkt. So gesehen sind beide Arten, sowohl der Supermarkt, als auch der Discounter ein guter Griff, wenn es um die allt„glichen Lebensmittel geht. Nur wer es so richtig frisch, nicht aufgebacken oder aufgetaut, dafr jedoch vom hochwertigen Gourmet bevorzugt, der muss im Fachhandel shoppen, denn dort sind Wein, Garnelen, Lachs, Kaviar, Schinken und Lieblingsbrot extravagant bis elegant veredelt, und dies k”nnen Superm„rkte und Discounter nicht zum Niedrigstpreis leisten. Wer im Supermarkt Premium-Ware kauft, ist zwar nahe dran an den Gourmet-Lebensmitteln, aber diese H„ppchen stammen meist aus industriell gefertigtem Sortiment, nicht unbedingt aus handgefertigter Produktion. Wer es billig und dennoch frisch liebt, der geht am besten morgens in den Discounter, da trmen sich noch gengend Lebensmittel, die im Laufe des Tages vergriffen sind. Und wer abends zum Einkaufen geht, ist im Supermarkt gut aufgehoben, denn dort sind Lebensmittel nicht so schnell vergriffen.
Die g„ngigen Discounter sind Hofer in ™sterreich, Aldi in Deutschland, gefolgt von Lidl, Penny, und einigen Discountern, die jedoch bald von der Bildfl„che verschwinden werden, weil der Discountmarkt hart umk„mpft ist und sich st„ndig wandelt. Superm„rkte sind in ™sterreich Billa, Spar, Adeg, und in Deutschland Edeka, Rewe und einige regional agierende Superm„rkte, die sich jedoch zunehmend zu gr”sseren Konzernen zusammenschliessen, da der Lebensmittelmarkt wirklich hart umk„mpft ist. W„hrend der Pandemie waren Lebensmittel quasi wie šberlebensmittel, da waren die Discounter fast berall leergefegt und man musste das restliche Klopapier teuer im Supermarkt kaufen. W„hrend der Inflation boomten die Discounter wieder, weil sich der Normalverbraucher aufgrund der steigenden Preise die Lebensmittel nur noch billigst leisten konnte, und in Normalzeiten boomen beide, denn der Supermarkt lockt mit Erlebnis-Shopping, w„hrend der Discounter mit tollen Angeboten gl„nzt.
Im Discounter sind viele Lebensmittel genauso geniessbar wie im Supermarkt, nur eben dauerhaft billiger, beispielsweise der Mozzarella, der genauso lecker wie das Markenprodukt schmeckt. Wenn allerdings die Superm„rkte mit ihren Eigenmarken auf den Markt dr„ngen, die Bio, Nachhaltigkeit, Qualit„t und einen guten Preis bieten, weiss man nicht, wie lange der Dioscounter berlebt. Im Discounter sind K„se, Milch, Butter, Joghurt und Salate, die Wurstwaren und Fischwaren billig und lecker zugleich, aber auch sofort vergriffen, denn das Milchregal steuern alle an. Im Supermarkt werden t„glich Angebote angepriesen, die ansonsten sauteuer sind, aber wenn die Rabatte winken, greift jeder zu. Ausserdem kann man die meisten Tiefkhlwaren im Discounter kaufen, denn die Waren laufen gr”sstenteils ber die selben F”rderb„nder in den selben Produktionshallen, nur mit unterschiedlichen Preisen. Bei Obst und Gemse punktet der Discounter in Sachen Frische, und der Supermarkt beim breiten Sortiment, denn die Naschbeeren, Melonen, Erdbeeren, Kiwi und Zwergbananen bekommt man nicht berall in allen Varianten. Ausserdem haben die meisten Discounter einen Whltisch mit Produkten des t„glichen Lebens, mit Geschenken und Accessoires, und die Superm„rkte locken das Publikum mit Kleidung und Produkten aller Art an, wobei der Discounter auch frische Blumen anbietet. Die Whltische im Discounter sind begehrt wie nie, da tummeln sich die Kunden wie am Fliessband, w„hrend sie mit der Billigware dahinfliessen. Und im Supermarkt kann man dafr auch ausgefallenere Waren kaufen, wie beispielsweise Sportger„te, Swimmingpools, Gartenm”bel, Haushaltswaren oder Schminksets, was den neugierigen Kunden wie eine Motte anzieht.
Das Ablaufdatum von Lebensmitteln spielt sowohl im Discounter, als auch im Supermarkt eine wesentliche Rolle. Der Discounter beherbergt ein kleines Sortiment, aber das Ablaufdatum ist selten ein Problem. Der Supermarkt besitzt riesen Mengen und grosse Sortimente. Da kann es vorkommen, dass die Schokolade bereits pelzig wird, wenn sie nahe dem Ablaufdatum gekauft wird und nur noch mit der Kneifzange angefasst werden kann. Ein mindestens genauso grosses Problem stellen die Eigenmarken dar, wobei heute die ersten Discounter dazu bergehen, selbst mit Eigenmarken auf Billigstpreisebene zu werben und nebenher ein kleines Markensortiment fhren. Die Billigprodukte und Eigenmarken mssen nicht immer schlechter sein. Manche Billigprodukte werden von Markenfirmen produziert, und der Konsument merkt es kaum. Spinat schmeckt besser vom Markenhersteller, die g„ngigen Eiaufstriche sind generell besser von der jeweiligen Eigenmarke. Wenn der Konsument darauf achtet, welche Inhaltsstoffe ein Produkt enth„lt, kann er sicher sein, gesund und billig zugleich zu konsumieren, denn viele Billigprodukte im Discounter sind sehr naturbelassen.
Superm„rkte locken den Kunden mit Coupons an, welche man in Prospekten, Zeitschriften und Couponheften findet, hortet und einl”st. Hier entsteht ein wenig Vorabarbeit, denn man muss suchen, um fndig zu werden. Der Discounter bietet ein bersichtliches, gnstiges Basissortiment auf kleiner Fl„che. Hier spart man Zeit, da man weiss, alles ist jederzeit billig, w„hrend man im Supermarkt grosse Wege zurcklegen muss, um an seine Couponware zu gelangen. Trotzdem kann man im Supermarkt gnstig shoppen, wenn man sich bckt, denn die Billigprodukte stapeln sich in den unteren Regalen, w„hrend der hochwertige Preis in Augenh”he liegt und uns direkt zuzwinkert. Bitte, der Mensch ist faul und besorgt sich mit wenig Aufwand alles, was er sofort greifen kann, sowohl die t„gliche Nahrung, als auch den n”tigen Liebeshunger im Bett, und da wir nicht von Lichtnahrung alleine leben k”nnen, mssen wir einkaufen gehen, um uns selbst und unsere Liebsten mit Nahrung zu versorgen, damit auch der Hunger im Bett gestillt wird.
Der Flash-Supermarkt ist eine Art Online-Supermarkt, der sowohl im Preis-Leistungsverh„ltnis mit den g„ngigen Superm„rkten mithalten kann, jedoch auch schnell agiert, blitzschnell liefert und zudem bequem fr den Endverbraucher, fr den Kunden ist. Man bestellt seine Waren online, und dann wartet man, bis sie direkt an die eigene Haustre geliefert werden. Den Lieferort, die Lieferadresse gibt man zuvor online an, und man kann als Stammkunde auch seinen eigenen Account verwalten, was immer mehr Flash-Superm„rkte anbieten.
Natrlich gibt es bei den verschiedenen Anbietern Abweichungen bei den Preisen und auch bei der Schnelligkeit der Lieferung. Beispielsweise ist Berlin sehr gross, und man kann nicht erwarten, dass nach Absenden der Bestellung die Ware innerhalb von 10 Minuten oder wenigstens 15 Minuten geliefert wird, wenn die Streckendauer vom Anbieter bis zur eigenen Haustre bei normalen Verkehrsbedingungen schon l„nger dauert. Hier muss man etwas Geduld haben. Aber auch wenn man bei einem normalen Lieferdienst sein Abendessen bestellt, braucht man Geduld, und daran haben sich die Leute immerhin schon gew”hnt.
Wenn man die Preise der Flash-Superm„rkte mit den Stand-Superm„rkten vergleicht, so sind die Waren preislich zwar nahe beieinander, aber einige Waren sind doch etwas teurer, und einige Dinge sind sogar billiger. Es kommt individuell immer auf den jeweiligen Supermarkt und den jeweiligen Flash-Anbieter an, wenn man die Preise vergleicht. Die Grundnahrungsmittel sind ungef„hr „hnlich teuer oder „hnlich gnstig, die Gourmet-Waren variieren, und jeder Supermarkt bietet ja neben den g„ngigen Produkten seine Eigenmarken an, welche man nicht unbedingt preislich miteinander vergleichen kann. Wenn man die Bequemlichkeit der Lieferung bercksichtigt, so sind die Flash-Superm„rkte sehr bequem. Man sitzt zu Hause oder in der Arbeit am PC, am Smartphone, und man bestellt bequem online. Manche Leute legen sich eine Einkaufsliste an, welche sie regelm„ssig abarbeiten, und einige Leute verwenden hierzu eine Shopping-App, welche automatisch mit dem Khlschrank in Verbindung steht und mit wenigen Anwendungen dazu gebracht wird, eigenst„ndig zu prfen, ob man wieder neue Lebensmittel ben”tigt. Diese Apps sind leider bei uns noch selten, aber in China sieht man sie schon ”fters. Wer jedoch gerne selber durch den Supermarkt schlendert, sich seine Produkte, das Frischobst, das Gemse, Wurst und K„se genau anschaut, das Ablaufdatum prft, Obst und Gemse, Backwaren und Br”tchen auf eventuelle Druckstellen oder Griffstellen berprft, fr den ist so ein Flash-Supermarkt ein Horror, denn er muss darauf vertrauen, dass die Ware gut erhalten zu ihm kommt.
Viele Leute scheuen diese Online-Superm„rkte nach wie vor wie der Teufel das Weihwasser, da sie den Zustand, ihre Lebensmittel online zu bestellen, irritierend finden. Sie gehen lieber gemtlich zum Einkaufen, haben ihren Weidenkorb dabei, fhren ihre eigenen Dosen und Gef„sse mit, kaufen alles lose, ohne Plastik, in kleinen Mengen, Bio oder ™ko, und sie lieben den kleinen Plausch an der Wursttheke, der K„setheke, an der Supermarktkasse. Sie kaufen gerne im kleinen Bioladen, im Supermarkt um die Ecke oder direkt am Markt ein, und sie freuen sich, wenn sie vom Verk„ufer erkannt und pers”nlich angesprochen werden.
Der Normalverbraucher wird jedoch immer bequemer, digitaler und fauler. Natrlich ist dies nicht gesund, denn wenn man seinen Einkauf nicht mehr mit seinen eigenen Fssen erledigt, bewegt man irgendwann die eigene kleine Zehe nicht mehr. Andererseits sind die Flash-Superm„rkte fr alte Leute, Menschen mit Behinderung, gestresste Manager und Leute mit Zeitmangel ideal, denn auch sie wollen schnell, gnstig und zeitgerecht konsumieren drfen, und Produkte wie Wasserflaschen sind schwer zu tragen.
Der Markt bietet vor allem Frischware, Bioware, Produkte direkt vom Bauern in h”chster Bioqualit„t. Man kann natrlich auch im herk”mmlichen Supermarkt frische Waren kaufen, aber bei Obst und Gemse, bei frischen Kr„utern, Fleisch vom Bauern, frisch vom geschlachteten Schwein, Fisch vom kleinen Fischer in der Umgebung, fangfrisch und gut riechend, und bei Getreide, Kartoffeln, Honig und Bauernhofprodukten wie beispielsweise Eier, da kommt man am Markt auf seine Kosten. Die Produkte sind zwar auf vielen M„rkten etwas teurer als im Supermarkt, dafr weiss man, woher sie kommen. Man kauft richtig regional, denn die Betriebe befinden sich meist in unmittelbarer Umgebung. Man vertraut den Marktm„nnern und Marktfrauen, da man sie kennt, und man kann sich t„glich gut unterhalten, w„hrend man seine Ware vom Markt holt. Im Supermarkt ist alles ein wenig anonymer, und die Waren sind oftmals in Plastik verpackt, sodass man nicht direkt erkennt, wie alt der Salatkopf bereits ist.
Es gibt Gratis-Superm„rkte mit speziellen Modellen, in denen man kostenlos einkaufen kann. Das ist fast besser als Geld im Schlaf zu verdienen. Der erste Free-Supermarkt steht in D„nemark, in Kopenhagen, und somit haben die D„nen nicht nur ein K”nigshaus, sondern auch ein kostenloses Kaufhaus, aber die D„nen lieben es ja auch zu hyggen.
In Anbetracht der steigenden Armut in der Bev”lkerung, die man zwar nicht sieht, sondern nur erahnen kann, ist so ein gratis Supermarkt eine tolle Idee, denn so muss niemand mehr hungern oder sich billig ern„hren. Die Leute, die diesen kostenlosen Supermarkt bereits ausprobiert haben, berichten nur Gutes darber. Die Lebensmittel sind geniessbar, sie sind von guter Qualit„t, und die Auswahl steigt stetig an. Mittlerweile kann man sich ganze Mens zusammenstellen, nicht nur Kleinigkeiten konsumieren.
Da der Schenker an Armut verstarb, kann auch der Free-Supermarkt nicht g„nzlich vom Schenken alleine berleben. Und so funktioniert auch der gratis Supermarkt nicht nur durch das Herschenken der Lebensmittel alleine, sondern durch gegenseitiges Geben und Nehmen. Im Internet kann man sich registrieren, dann bekommt man den Zugang zu den kostenlosen Lebensmitteln. Vorab muss man jedoch eine geringe monatliche Gebhr bezahlen, damit man berhaupt an die gratis Lebensmittel kommt. Man ben”tigt fr dieses Kaufmodell einen Facebook Account oder andere soziale Netzwerke im Internet, denn wenn man eine Ware gratis mitnimmt, verpflichtet man sich, dieses Produkt positiv im Internet zu bewerben. Die Hersteller von den Produkten profitieren durch direkte Konsumentenempfehlungen, durch das direkte Empfehlungsmarketing. Sie bauen ihre Reichweite damit aus, machen Imagewerbung und profitieren indirekt durch den Konsumenten.
Der Free-Supermarkt ist besonders fr die transparenten Leute geeignet, die den Datenschutz scheuen. Nicht jeder m”chte ”ffentlich posten, was er wann gegessen hat, wie es ihm geschmeckt hat und welche Produkte er gerne einkauft. Nicht jeder will transparent sein, aber fr die anonymen Konsumenten existieren zahlreiche andere Supermarkt Modelle.
Stellen Sie sich vor, es gibt einen Supermarkt, in dem k”nnen Sie zu enorm gnstigen Preisen einkaufen und sparen sich die H„lfte der Lebensmittelkosten beim Einkaufen. Trotzdem stimmt die Qualit„t. Stellen Sie sich vor, Sie investieren einmal einen kleinen Mitgliedsbeitrag, und k”nnen am billigen Supermarktmodell mitmachen und Geldsparen. Und stellen Sie sich dann noch vor, Sie geh”ren auch von Zeit zu Zeit zum Supermarktpersonal dazu und profitieren von billigen Lebensmitteln. Willkommen in der Steinzeit, im Kommunismus der modernen Zukunft.
In den USA steht bereits so ein Supermarktmodell und lockt seine Kunden mit billigen Produkten an. Die Kunden sind gleichzeitig Inhaber des Supermarktes und profitieren vom Gesch„ftsmodell. Das funktioniert in etwa so: Der Kunde zahlt einmalig 100 Dollar ein und ist mit diesem Beitrag Mitglied und somit ein Inhaber des Supermarktes. Er verpflichtet sich, mindestens zwei Stunden in der Woche im Supermarkt zu arbeiten. Dafr bekommt er die Waren zu einem enorm gnstigen Preis.
Wenn ich jetzt dem Verein beitreten wrde, und ich an der Kasse mit meinen zwei linken H„nden sitzen wrde, oder mit den linken H„nden Wurst schneide, dann wrde ich das alles mit links machen. Ich br„uchte zus„tzlich zwei rechte H„nde, um eine vollkommene Arbeitskraft zu sein. Nun haben aber viele Leute zwei linke H„nde in der handwerklichen Arbeitswelt. Wer schneidet dann die Wurst?
Die Lebensmittel in diesem Supermarkt mssen auch einmal eingekauft werden, bevor sie zum Spottpreis unter den Mitgliedern verteilt werden k”nnen. Nun gibt es aber viele gute und hochwertige Lebensmittel nicht zum kleinen Preis. Andererseits f„llt das Personal weg, denn das besteht ja aus Ihnen und mir mit den linken H„nden, und wir bekommen fr unsere Faularbeit nichts bezahlt. Also spart man Personalkosten.
Das Modell funktioniert so lange, wie es gengend Idealisten gibt, die den Supermarkt aufrecht erhalten. Wenn die Leute nachl„ssig werden, nicht zur Arbeit erscheinen, weil ein anderer Job geldm„ssig lukrativer ist, bleibt der Laden beinahe geschlossen. Das Supermarktmodell funktioniert gut in Krisenzeiten, in denen Lebensmittel und Lebenserhaltungskosten teuer sind, in einer Wirtschaftskrise, in der die Menschen eher tauschen als bezahlen m”chten.
Wenn die Wirtschaft wieder bergauf geht, ist das Modell bei den Fischen im Wasser, denn dann m”chte keiner mehr seine zwei linken H„nde fr Null Lohn vergeuden. Aber eine gute Gesch„ftsidee ist dieser Supermarkt in der Not immer.
Wann reisst eigentlich ein Geduldsfaden? Wenn man an einer stark frequentierten Supermarktkasse steht, alle anderen Kassen aus unerkl„rlichen Grnden geschlossen sind, steht man sich die Beine in den Bauch. Ja, sp„testens dann reisst der l„ngste, toleranteste Geduldsfaden. Ich schiele ja andauernd zu den kleinen, dezent dosierten Schokoriegeln im Kassenbereich. Ich bin ein treuer Kunde in der Quengelzone. Neulich habe ich in der Metro, meinem gr”ssten Lieblingssupermarkt, eine 100 Stck Packung voll mit Schokoriegeln gesehen. Ich rechnete den Preis auf einen einzigen Riegel herunter und entdeckte, dass der Riegel an der Supermarktkasse bedeutend teurer war. Bitte, da riss mir schon der n„chste dnn geknpfte Geduldsfaden. Aber wer kauft schon Unmengen an Schokoriegeln in der Metro ein, wenn er sie nur alleine braucht, quasi ein schokoladenbezogener Single Haushalt ist? Mein Partner bevorzugt ja die Gummib„ren, er ist ja auch ein B„r, ein Goldb„r.
Bitte, neulich stand ich wieder einmal im Supermarkt an der Kasse, es war knapp vor Ladenschluss, und mir war, als ob sich s„mtliches Klientel aus dem Laden gerade an der Kasse traf. Alle wollen raus, alle wollen bezahlen, gleichzeitig, dachte ich. Ich h”rte die Durchsage: In Krze wird eine zweite Kasse fr Sie besetzt. Ich fragte, wo die Kassierin sei und bekam die Antwort: Am Klo.
Aha, na dann, wenn das Klo besetzt ist, ist die Kasse frei, wie beschissen aber auch. Und dann passierte es, ein Kunde reklammierte den gerade get„tigten Einkauf und reduzierte sein gekauftes Hab und Gut auf zwei Drittel. Bitte, die restlichen Biogurken und das dreilagige Klopapier h„tte er auch noch mitnehmen k”nnen, dachte ich. Er lief durch den Laden und kam mit vierlagigem Klopapier und anderen Gurken zurck. Und jetzt stellen Sie sich vor, Sie stehen an der einzig ge”ffneten Kasse, die zweite sitzt am Klo, und so ein schwieriger Kunde erledigt seine Extrawnsche. Mein Verst„ndnis dafr sank gegen Null.
Als ich dann endlich an der Reihe war, hatte ich vergessen, mein Obst zu wiegen und zu bepreisen, der Zettel fehlte. Bitte, jetzt war alles anders, es ging schliesslich um mich. Ich lief zurck, rammte zwei Kunden, rammte anschliessend die Verk„uferin, die gerade vom Klo kam, sie nahm mir das Obst ab, bitte, es waren ohnehin nur Pfirsiche, sie wollte Schlimmeres vermeiden und bepreiste meine vergessene Ware, und ich hatte nur einen einzigen Gedanken: Hat sie sich die H„nde gewaschen?
Lieber Besucher, wenn schon der Lebensmittel Einkauf im Supermarkt zeitraubend und schwierig ist, so ist er nichts gegen die Zust„nde, die man sich an der Supermarktkasse in den Bauch steht. Ist nicht das schlimmste am Einkauf die Kasse? Heute kann man nicht einmal mehr behaupten, der Bus f„hrt gleich weg, denn die Kunden, die einem noch an der Kasse vorlassen, werden immer weniger. Jeder will den Bus, notfalls den Zug erreichen, besonders die Rentner, denn die haben am wenigsten Zeit. Bitte, dies ist mir aufgefallen, als ich einen Rentner schussartig von hinten kommen sah, er mich berholte und meinte: Junges M„dchen, du hast Zeit, ich habs eilig. Bitte, ich war damals eine ausgereifte Frau von 30 Jahren. Ich kann auch nichts dafr, dass meine Denkerstirn st„ndig ausser Gefecht gesetzt war und keine anst„ndigen Altersfalten warf.
Kennen Sie die Kleingeld Kramer, die an der Kasse im Supermarkt ihr gesamtes Budget an Mnzen ausschtten und die Warteschlannge lahmlegen? Frher war ich so ein Kleingeldsucher, heute zahle ich mit Karte, denn auf meiner Karte sieht man das Kleingeld nicht so drastisch.
Warum kramen Leute an der Kasse im Supermarkt nach Kleingeld? Es ist der Drang, die Mnzen loszuwerden, der Drang, Ordnung in die Geldb”rse zu bringen. Wie kommt aber der Kleingeld Kramer bei den Wartenden in der Kassenschlange an? Ich ahnte es, nicht gut. Ich ahnte aber noch etwas: Wenn der l„stige Kleingeldsucher endlich seinen hart verdienten Einkauf get„tigt und bezahlt hat, verl„sst er die Kasse und macht Platz fr den n„chsten Kleingeld Kramer.
Wie tolerant sind die Wartenden an der Supermarktkasse? Ein Experiment hat gezeigt, die Toleranz f„llt unterschiedlich aus. W„hrend die einen Leute ihre Kinder beruhigen, holen die anderen ein kleines Leckerli aus der Quengelzone, denn beim Warten stossen die Augen auf lauter nette Sssigkeiten, die im Kassenbereich lauern. Manche Leute regten sich bereits auf, als sie nur den blossen Ansatz eines Geldb”rsenst”berns bemerkten. Bei alten Frauen war man eher nachsichtig, bei jungen M„nnern hingegen hatte man kein Erbarmen und l„sterte los. Fazit: Kleingeld Kramer sind l„stig aber wichtig, denn sie kurbeln den Konsum an der Supermarktkasse an.
Wer in den Supermarkt geht, der kennt das Problem. Man stellt sich an der Kasse an und m”chte bezahlen. Aber manchmal dauert es eine kleine Ewigkeit, bis die nette Dame an der Kasse, oder der freundliche Kassier unser Geld haben m”chte. Man steht in einer langen Warteschlange, und die Leute vor uns m”chten alle das Gleiche, ihr Geld loswerden und die Ware mit nach Hause nehmen.
In Deutschland steht man bis zu einer Viertelstunde an der Kasse an, bevor man an der Reihe ist. In ™sterreich stehen die Leute aber nur bis zu sieben Minuten an der Kasse. Woher kommt dieser Unterschied. Nun, in ™sterreich leben nicht so viele Menschen, deshalb k”nnen sich auch nicht so viele Leute gleichzeitig an den Kassen in den Gesch„ften tummeln.
In ™sterreich sind die Konsumgter, besonders die Lebensmittel derzeit um 20% teurer als in Deutschland. Wen freut es bei diesen Preisen noch, einkaufen zu gehen? Also haben die wenigen Leute viel Platz an den Kassen im Supermarkt. Und wenn Sie schnell nach ™sterreich einkaufen fahren und nicht gerade an der Grenze wohnen, schaffen Sie die guten Zeiten nie, denn dann k”nnen Sie sich gleich lange in Deutschland an einer Kasse anstellen.
šbrigens sind in vielen L„ndern immer zu wenige Kassen besetzt, da auch ein Supermarkt ein wirtschaftliches Unternehmen ist und sparen muss. Gell, kaum zu glauben. Die Kassen im Supermarkt sind wunderbare Quengelzonen, berhaupt wenn man ein bis mehrere Kinder mit sich schleppt. Da liegen die verfhrerischen Lollis und Schokoladen in den Regalen. Die Schokolade schreit f”rmlich danach - Nimm mich, sonst nimmt mich ein anderer!
Besonders schlimm ist die Warteschlange an der Kasse, wenn man auf die Toilette muss. Haben Sie schon einmal im Stau gestanden, und Sie mussten aufs Klo? Da wird jede Minute zur Stunde und jede Stunde zur reinen Herausforderung. Ein kleiner Tipp, um das Anstellen an berfllten Kassen zu berstehen: Gehen Sie vor dem Einkaufen auf die Toilette und sorgen Sie dafr, dass die eventuell mitgenommenen Kinder es auch tun.
Das erspart unangenehme Gefhle an der Supermarktkasse. Essen Sie vorher etwas, und gehen Sie mit leeren Magen nie in einen berfllten Supermarkt, denn sonst wirkt die Schokolade an der Kasse noch anziehender und einladender zum Mitnehmen. Nutzen Sie die Kasse im Supermarkt vielleicht fr einen kleinen Smalltalk mit Ihrem Vordermann. Besonders Singles finden hier manchmal einen neuen Flirt. Nehmen Sie eventuell fr Ihre Kinder noch einen Erwachsenen mit, der inzwischen auf die Kinder aufpasst, w„hrend Sie sich in Geduld und Warten an der Kasse ben.
Im Grunde hat man seinen Einkauf ja get„tigt, wenn man an der Supermarktkasse ankommt. Deshalb sollte man froh sein, dass man alles im Einkaufswagen hat und bald wieder zu Hause ist. Vielleicht nutzen Sie die Gelegenheit fr gute Gedanken und positive Ideen, wenn Sie wieder einmal in der Warteschlange im Supermarkt stehen. Das verschafft Ihnen ungeahnten Reichtum im Gehirn.
Wenn ich an einer berfllten Kasse stehe und einen attraktiven Mann kennenlerne, dann sind mir die Quengelzone, die lange Warteschlange und die Kleingeld-Kramer egal, dann flirte ich auf Teufel komm raus, denn in meinem innersten Naturell komme ich gegen meine natrlichen Instinkte nicht an. Da unterscheide ich mich nicht grossartig von einem Tier. Wenn an der Kasse ein attraktiver Kassier sitzt, stelle ich mich natrlich dort an, wo ich von ihm bedient werde, auch wenn ich dabei in der l„ngsten Schlange stehe und mir die Beine in den Unterleib hinein wachsen. Manchmal zweifle ich an meinem genialen Verstand.
Der kleine Flirt an der Supermarktkasse verkrzt die Lebenszeit des elengslangen Wartens, denn subjektiv nimmt man dann Minuten als Sekunden wahr. Man schaut sich tief in die Augen, wobei die weiblich dominierende Oberweite die Ersatzaugen darstellt, und man kommt locker flockig ins Gespr„ch. Vielleicht winkt dann doch die eine oder andere Telefonnummer, die zu einem weiteren Date einl„dt. Dann steht man gemeinsam an der berfllten Bar in einem Lokal und erinnert sich wie in einem Dejavu an die Warteschlange an der Supermarktkasse.