Lebensstile gibt es wie Sand am Meer, und deshalb kommt es darauf an, wie wohl man sich im eigenen Leben fhlt. Wichtig ist zudem, dass man seine individuelle Lebensweise so schnell und so frh wie m”glich findet, sonst irrt man im Altersheim noch umher und sucht sich selbst.
Der pers”nliche Lebensstil ist das Minimum an Individualit„t, das man sich g”nnt, wenn man sich traut, nicht jedem dahergelaufenen Trend hinterher zu laufen, bis einem die Zunge bis unter die Grtelschnalle h„ngt. Es ist aber auch der Stil, den man sich vorab von anderen abgekupfert hat, weil man In sein m”chte. Es ist die Lebensweise, mit der man sein Leben in einer Gesellschaft verbringt, die uns leitet, manchmal verleitet und wieder auf den richtigen Weg bringt.
Der pers”nliche Lebensstil ist wie ein Spiel, das Spiel des Lebens, und jeder Spieler erlebt real bis virtuell, sentimental bis rational mit, wie sich sein Leben im Laufe des Spiels „ndert. Die verschiedenen Lebensstile boomen, wenn wir uns die zahlreichen Lifestyleprodukte ansehen, die zukunftsorientiert mit hippen Trends winken. Und der Lebensstil schwingt mit der Pers”nlichkeit im Takt, wenn wir uns die zahlreichen Energiequellen ansehen, welche die Seele positiv berhren.
Bitte, man muss nicht gleich den radikalen Lifestyle der Klimaaktivisten verfolgen, sonst wird man notfalls von der Polizei verfolgt und verh”rt, aber man kann durchaus achtsam bis gesund leben, wenn man m”chte, auch wenn der Arzt dann arbeitslos wird.
Es gibt Leute, die leben im Baumhaus, andere leben im schicken Stadthaus, weitere leben in China im Untergrund und schauen durch virtuelle Fenster in eine unrealistische Natur hinaus, weil ber ihren K”pfen andere Leute in Minih„usern leben, und der hartgesottene Umweltfanatiker lebt so minimalistisch, dass er nur die Kernseife zum šberleben braucht.
Wie leben Sie, lieber Besucher? Schlrfen Sie das Leben schon wie eine Auster aus, oder sitzen Sie noch vor der halb ge”ffneten Muschel und h”ren das Meer aus der Ferne rauschen? Leben wir nicht alle mehr oder weniger nach dem Motto: Was wir in der Werbung sehen, in den Medien verfolgen, das mssen wir unbedingt ausprobieren? Und aus diesem Grundprinzip heraus entscheiden wir aus der Vielfalt an Angeboten, welche Dinge wir in unseren Alltag aufnehmen und welche wir wieder loslassen.
Der eigene Lebensstil ist gepr„gt von Lebensqualit„t, und diese ist praktisch gesehen fr jeden Menschen etwas Individuelles, und theoretisch gesehen k”nnen wir sagen, dass gewisse Trends im Leben den Ton angeben, und das nennen wir dann Life-Balance, selbst wenn wir davon abweichen.
Das Leben hat mehrere Seiten, und das ist gut so, denn man isst ja nicht jeden Tag das gleiche Wiener Schnitzel, sonst sieht man eines Tages aus, wie das Schnitzel aus der Pfanne. Und so drfen Sie, lieber Besucher, auch Ihren ganz eigenen Lebensstil ausleben, selbst wenn Sie als Mangafigur oder als Ausserirdischer auf Erden leben. Wussten Sie, dass der Hype um die Ausserirdischen in den USA derart gross ist, dass ganze Parties drum herum gefeiert werden? Manche Leute erz„hlten, sie h„tten sich sogar mit Aliens verbunden und w„ren mit ihnen k”rperlich verschmolzen. Ob das so gesund ist, weiss niemand so genau.
Die meisten Leute leben einen mehr oder weniger gesunden Lebensstil aus, da die Gesundheit eine grosse Rolle in den Medien, und somit auch in den K”pfen der Menschen spielt. Man ern„hrt sich zunehmend vegan bis vegetarisch, je nachdem, was der Magen aush„lt, man liebt die Natur und beginnt sie zu schtzen, man treibt Sport, weil Fitness fit macht, man geht zum Arzt, m”glichst frhzeitig, l„sst sich durchchecken und geht im schlimmsten Fall mit Bluthochdruck, Herz-Kreislauf Beschwerden und einem viel zu hohen Blutzuckerspiegel wieder nach Hause, um endlich gesund zu leben, und man denkt sich im Alter, ach h„tte ich doch gesnder gelebt, das Bein muss amputiert werden.
Das gesunde Leben ist erstrebenswert, aber der pers”nliche Lebensstil ist ein Lebensgefhl, welches emotional, seelisch und psychisch, aber auch sachlich-kompakt mit den jeweiligen Lebenszielen mitschwingt, welche man ”ffentlich und privat auslebt. Der Manager wird wohl eher ungesund leben, aber Gott sei Dank besitzt er seine Nahrungserg„nzungsmittel, damit er gengend Vitamine tankt. Die Hausfrau und Mutter lebt zwangsweise ungesund, da sie viele Frauen in sich beherbergt, fr alle und jeden auf Knopfdruck funktionieren muss und immer zur Stelle ist, wenn es brennt. Der rstige Rentner lebt hingegen gesund, weil er Zeit hat, sich zu bewegen und gut zu ern„hren. Ich k”nnte schw”ren, den guten Lifestyle lebt man erst im Alter aus.
Der gesunde Lifestyle, auch Healthy Lifestyle genannt, ist gepr„gt von Healthy Habits, den sogenannten gesunden Gewohnheiten. Ern„hrung und Fitness, Entspannung und Wellness, Di„ten und ein gesunder Kochstil spielen eine wesentliche Rolle, und Singles, Anti-Ager, Bodybuilder, Beauties, aber auch die gebildete Oberschicht liebt diesen lebensstil, selbst wenn er Geld kostet und nicht unbedingt nachhaltig ist. Die Nachhaltigkeit des gesunden Lebens finden wir erst, wenn wir unsere gesunden Gewohnheiten so ausrichten, dass sie uns ntzlich sind.
Wenn aus einer gesunden Lebensweise ein vitaler Lebensstil wird, bernehmen wir die aktuellen Trends aus unserer Umgebung, setzen sie im Alltag um und gew”hnen uns ans gesunde Leben.
Wie sieht ein gesunder Lebensstil aus? Ist er auch fr den Jetsetter und den Trendsetter geeignet? Nachhaltig leben, auf seinen K”rper h”ren, seine Seele schtzen, die Umwelt nicht beleidigend behandeln, die Natur zu sch„tzen lernen. All das bedeutet Gesundheit. Man kann aber auch einen Lifestyle ausleben, der nur oberfl„chlich gesehen gesund erscheint, uns jedoch krank macht. Wer t„glich gestresst das Haus verl„sst, zu Mittag stehend diniert, seinen Terminkalender vor lauter Terminen nicht mehr sieht, abends mehrere Vitamintabletten zu sich nimmt und danach am Sofa einschl„ft, lebt garantiert ungesund, auch wenn er sich zu den Typen z„hlt, die ihr Leben mit Nahrungserg„nzung aufpeppen. Wer jedoch im eigenen Garten sein Gemse anpflanzt, sein Sauerkraut selber fermentiert, t„glich Sport treibt oder wenigstens Spazieren geht, lebt gesund, selbst wenn er niemals zu Vitamintabletten greift.
Der gesunde Lifestyle ist reine Ansichtssache. Wir werden zu Veganern, bis die Pflanzen auf den Feldern versagen und wir uns wieder nach Tieren sehnen. Wir lassen alles an uns so lange reparieren, bis es sch”n genug ist und wir trotzdem altern. Wir lassen uns im Alter pflegen, bis wir nur noch seelenlose Hllen sind. Aber im Grunde verfolgen wir einen durchaus gesunden Lebensstil, auch wenn der Smoothie aus dem Khlschrank lacht und nur zarte 300 Kalorien in Form von Fruchtzucker beinhaltet. Die moderne Medizin hat bereits eine Antwort auf Diabetes gefunden, eine solide Impfung. Da hat der Zucker quasi kaum noch eine reale Chance.
Ein gesunder Lebensstil wird vom Medical Lifestyle begleitet, welcher die Prevention, die Eigenverantwortung, das medizinische Angebot im Alter und die Anti-Aging Medizin beherbergt. Wir lieben es, jung und fit zu bleiben, k”rperlich, seelisch, geistig und ganzheitlich, und wir bauen darauf, dass uns knstliche Hormone formen, stylen und gesund machen, weil wir mit Hautalterung und Falten im Gesicht nicht klarkommen. Die Medizin hat heute auf ast alles eine Antwort, weil wir in die Gene und Zellen eingreifen, Designer-Babys zchten und den Menschen konservieren k”nnen, solange es die Ethik zul„sst. Der Kranke ist entzckt ber diese Fortschritte, weil es fr ihn Gesundheit bedeutet. Der Gesunde hingegen schttelt oft den Kopf, wenn er sich vorstellt, seinen K”rper eines Tages mit Androiden messen zu mssen, die alles besser k”nnen. Fakt ist, wir nehmen bereits heute jedes medizinische Angebot wahr, kalkulieren die Risiken und Nebenwirkungen, Komplikationen und Langzeitauswirkungen ein, weil wir den inneren Druck verspren, besser sein zu mssen als andere Leute. Und so boomt der Medical Lifestyle, der perfekte Wesen aus uns macht. Da zwickt nichts mehr am Adonisk”rper, wenn man seinen Luxusbody zur Schau stellt. Auch hier lebt man in gewisser Weise einen gesunden Lifestyle, den die Medizin untersttzt.
Wer den gesunden Fitness Lifestyle auslebt, g”nnt sich zu seinen gesunden Gewohnheiten eine Portion Sport, regelm„ssige Trainings, viel Bewegung, und er liebt Gymnastik genauso wie Trendsportarten. Wenn man sein E-Bike aus der Garage holt und damit seine bequemen Runden dreht, sitzt man gemtlich im Sattel, atmet die Frischluft der umliegenden Natur ein und kommt ausgeruht zu Hause an, solange der Motor des E-Bikes arbeitet. Kaum ein Mensch f„hrt heute noch mit einem altmodischen Fahrrad selber, alle lassen wir uns fahren und sehen darin einen gesunden Lebensstil. Bitte, Hauptsache man sitzt nicht im stinkenden Auto und verstopft die Strassen. Ich fahre bis auf Weiteres mit dem Traktor aufs Feld, am Rcksitz, denn von dort aus ist die seitliche Aussicht am sch”nsten.
Der Fitness Lifestyle umfasst Morgensport und Abendsport, je nachdem, welcher Typ man ist. Fitnessbungen runden den Tag ab oder kurbeln den Morgen an. Man geht zum Tennis, zum Golfen, zum Pferderennen, setzt sich bei Turnieren in die erste Reihe und klatscht, wenn sich etwas dem Sieg n„hert. Bereits das Klatschen in die H„nde k”nnte man als Fitness Lifestyle bezeichnen, da man pers”nlich anwesend ist, denn das Rennpferd gewinnt, welches man nicht selbst reitet. Und wenn der Adrenalinspiegel stark ansteigt, weil man bei Sportwetten mitmacht, ist der gesamte K”rper brutal auftrainiert, weil der Herzschlag wie wild pocht. Der einsame Wanderer liegt wahrscheinlich nicht im Trend. Er legt sich abends zur Ruhe und verw”hnt seinen K”rper mit Schlaf, weil die Wanderung anstrengend, und die Wanderschuhe ausgetreten sind. šbrigens liegen das Nordic Walking, das Extrembergsteigen, das Jetski-Fahren, und Gruppenwanderungen im Trend, denn die coolen Spazierg„nge haben sich durchgesetzt.
Lifestyle Ern„hrung liegt im Trend. Sie verspricht Gesundheit, Schlankheit, Fitheit, und wenn man sie genauer betrachtet, so strahlt sie auch eine gewisse Entspanntheit aus, weil man sie im Stehen, im Gehen, unterwegs und zu Hause, schnell zwischendurch, mit den blossen Fingern dinieren kann. Nahrungserg„nzung, Vitamine, Mineralsalze, all dies gibt es heute als Snack, als Schokoriegel, als dnne Brezel, oder notfalls als Baguette. Sogar MC Donalds bietet Salate, Garnelen, K„sestangen und asiatisches Fingerfood an. Und wer sich sch”n ern„hren will, der greift zu Beauty-Food, angereichert mit Vitaminen. Da schmeckt das Gummib„rchen mit veganer Gelatine wie ein Vollkornbrot, wenn man die Augen schliesst und zu tr„umen beginnt. Ich k”nnte schw”ren, die meisten Lifestyle Nahrungsmittel sind nicht unbedingt gesund, aber die kleinen Sushi-R”llchen mit Garnelen und Lachs gefllt, bet”ren meinen Magen derart, dass ich sie regelm„ssig konsumiere und hinterher meinen Fitness Lifestyle auslebe, damit sich die R”llchen nicht als Bauchrolle um mich legen. Bitte, ich bin verheiratet, da kommt es schon einmal vor, dass man seinen K”rper h„ngen l„sst wie den Beutel eines K„ngurus.
Wir leben zunehmend in einer Welt der Singles, da sich die Leute nach ambulanten Beziehungen, Freundschaft Plus, Casual Sex mit anschliessendem Kaffee trinken, einem Hin und Weg Partner, und der Freiheit des ungezwungenen, ungebundenen Singlelebens sehnen. Man diniert zu zweit, schl„ft zu zweit, aber das Bett teilt man mit niemanden die ganze Nacht ber. Und so haben sich gesunde Single-Angebote etabliert, welche jung und fit, vital und sch”n machen. Das Fitnessstudio ist so ein Angebot. Man treibt gemeinsam Sport, lacht sich einen sportlichen Luxusk”rper an, hat Spass zusammen, verbringt sch”ne Stunden miteinander und geht anschliessend doch alleine nach Hause. Vieles ist heute auf den Single ausgerichtet, und ich frage mich, ob die Familie bald aussterben wird?
Singles leben brigens durchaus gesund, da sie mehr Zeit zum Kochen, fr Fitness und fr den pers”nlichen K”rperkult haben. Familien mit Kindern leben auch gesund, da eine Mutter darauf achtet, dass ihr Kind in einer gesunden Umgebung aufw„chst und sich gut ern„hrt. Žltere Leute, gestresste Manager und Menschen, die sich nicht so wichtig nehmen, leben eher ungesund, weil sie zu wenig auf ihren K”rper achten. Auch k”nnen technische Spielereien, das Smartphone, der Tablet und zu viel Bequemlichkeit dazu fhren, dass wir einen ungesunden Lebensstil einschlagen. Hier sollte man achtsam sein und die Handybenutzung einschr„nken, den Tablet nicht mit ins Bett nehmen und Technik meiden, die uns zur Bequemlichkeit animiert.
Ein aktueller Lebensstil ist die Klimaresistenz. Man lebt heute, scheut das Morgen, denn man ist der festen šberzeugung, die Welt steht nur noch fr kurze Zeit am selben Fleck. Die Generation Z klebt sich auf Strassen und Autobahnen fest, beschmiert Kunst und Kultur, denn sie ist verzweifelt und will auf das Klimaproblem radikal aufmerksam machen.
Und dann sind pl”tzlich die Klimaleugner unterwegs, fahren mit ihrem noblen SUV im Suff rasend schnell ber die Autobahn, kmmern sich nicht ums liebe Wetter, und wenn es regnet, sitzen sie geschtzt im Auto und machen den Scheibenwischer an. Nachhaltig werden wir erst leben, wenn jeder von uns einmal eine Klimakatastrophe durchlitten und berlebt hat, denn dann wissen wir, wie es sich anfhlt, ohne Strom und Wasser dahinzukauern. Hoffentlich mauern wir uns dann nicht in Beton ein, so wie es die radikalen Klimaaktivisten, auch liebevoll Klimaterroristen genannt, bereits auf den Autobahnen tun, denn wenn dann ein Auto kommt, sind die Autoreifen kaputt. Beton kann ziemlich hartn„ckig sein.
Klimaaktivisten sind spontan, meist blutjung, werden fremdfinanziert und leben so, als g„be es kein Morgen mehr, wenn sie sich einbetoniert auf die Strasse setzen. Der Party Hopper lebt noch spontaner, geniesst die Gegenwart, lebt im Jetzt, im aktuellen Heute, und er ist wirklich nicht daran interessiert, Strassen zu besetzen.
Der spontane Lebensstil ist gepr„gt von einer unendlich lockeren Leichtigkeit, welche wie eine Seifenblase in der Luft schwebt, und solange die Seifenblase nicht platzt, geniesst der Party Hopper sein Leben. Er tanzt auf mehreren Hochzeiten, beglckt die hinterbliebene Witwe am Grab ihres Mannes, l„sst sich durchfttern und bevorzugt Beziehungen ohne Bindung. Er ist ein Geniesser, auch wenn man ihn b”swillig Schmarotzer nennt.
Das Ego braucht eine brillante Oberfl„che, um leben zu drfen, eine materielle Spielwiese, ein Haus aus Prestige und Macht, viel Geld zum Angeben und šbertreiben, denn der Lachs und der frische Hummer wachsen nicht von alleine im Khlschrank. Das Ego braucht einen schnellen Sportwagen, damit sein kleiner Freund in der Hosengegend verl„ngert wird.
Das Ego ben”tigt eine Luxusvilla, damit die Ehefrau der Geliebten beim Sch„ferstndchen nicht ber den Weg l„uft, denn Luxusvillen sind gross genug, um sich bei Bedarf nicht zu begegnen. Und das Ego braucht einen Privatjet, um zu flchten, falls die Ehefrau die Scheidung einreicht und finanzielle Forderungen stellt.
Lieber Besucher, Sie sehen, unser Ego ist maskulin, m„nnlich dominant, aber ich schw”re, auch Frauen k”nnen einen kleinen Egoisten in sich beherbergen. Und wenn die Dame ihr Ego auspackt, braucht sie Schuhe, meterlange Schr„nke fr ihre Klamotten, Diamanten und Brillanten, die uneingeschr„nkte Macht ber den Mann und seine Kreditkarte, ein schickes Haus, hbsche, kluge, brave Kinder, einen Pelzmantel und einen genauso bepelzten Hund, um mit ihm Gassi zu gehen, die Gassen zu markieren, und allen Leuten zu zeigen, was sie hat und wer sie ist. Frauen leben ihr Ego meist in Form der obligatorischen Stutenbissigkeit aus, und dazu ben”tigen sie andere, weniger betuchte Frauen, die sie Freundinnen nennen, damit eine Stute der anderen zeigen kann, wer hier der Boss ist. M„nner brauchen bloss einen Kumpel, mit dem sie schweigend ins Gespr„ch vertieft, ein Bier trinken drfen.
Im Leben spielen Dauerfrieden, Gesundheit, Nachhaltigkeit, Genuss und Umweltfreundlichkeit eine grosse Rolle. Die Leute von heute streben nach Anerkennung, medialer Pr„senz und Eigenst„ndigkeit, aber Geld regiert nach wie vor die Welt. Deshalb ist es wichtig, dass man hin und wieder den Geldbeutel zu Hause l„sst und sich ausschliesslich mental verw”hnt. Das Leben besteht brigens auch aus einem ausgewogenen Verh„ltnis von Nehmen und Geben, wobei Geben oft besser ist als Nehmen, da man es hundertfach zurckbekommt.
Ich habe mir einmal sinnfrei,vollkommen unqualifiziert ausgerechnet, wieviel Geld die Reichen und Superreichen fr die arme Bev”lkerung ausgeben msste, damit jeder gleich viel hat. Und ich bin zu dem Ergebnis gekommen, dass das gesamte Geld gleichm„ssig ber den Planeten verteilt werden msste, damit jeder gleich viel hat. Gleichzeitig bin ich aus meinem Tagtraum aufgewacht und habe bemerkt, es ist eine Milchm„dchenrechnung, denn die Reichen geben besonders gerne, wenn das Kameralicht der Medien auf sie gerichtet ist, aber sie verzichten ungern auf den Privatjet, die Villa und den Zweitwohnsitz. Deshalb mssen wir wahrscheinlich noch eine Weile warten, bis die Gerechtigkeit eintrudelt, aber es wird diesbezglich nicht mein letzter Tagtraum gewesen sein.
Der Frugalist liebt sein Geld, gibt es jedoch nicht aus, sondern hortet es wie seinen Augapfel. Aus den USA schwimmt dieser minimalistische Lifestyle zu uns herber und er zeigt uns, was Sparen bedeutet. Die Frugalisten sparen eisern, g”nnen sich keinen Urlaub, keine kostspieligen Freizeitaktivit„ten, handeln wirtschaftlich rentabel, gehen in kein Restaurant, bernachten in keinem Hotel, dinieren das, was sie selbst anbauen, und sie leben an der fortschrittlichen Technik vorbei.
Der Frugalist erntet sein Geld im Job, aber er legt bis zu 80% seines monatlichen Einkommens auf die Seite, um frh in Rente zu gehen, auf alle Hindernisse im Leben reagieren zu k”nnen, und wenn er als ausgewachsener Prepper fungiert, achtet er darauf, dass er sogar fr einen eventuellen Blackout gerstet ist. Die konsumorientierte Wirtschaft kann mit Frugalisten nichts anfangen, aber die fundamentalen Christen lieben diesen Lifestyle.
Manche Leute leben im Wald, auf der Strasse, im Campingwagen, oder auf weniger als 30 Quadratmeter in einem fast leeren Appartment. Der Minimalismus boomt. Hier lebt man nicht unbedingt sein Ego, sondern eher sein Seelenheil aus. Der einfache, spartanische, nahezu minimalistische Lebensstil ist eine Oase des Glcks fr unsere Seele. Manche Seelen werden vom Ego derart unterdrckt, dass sie sich hinterm Vorhang verstecken mssen, weil sie ”ffentlich nicht atmen drfen.
Lieber Besucher, vielleicht braucht Ihre Seele Entschleunigung, dann fahren Sie heute einfach einmal mit der Bahn zur Arbeit, denn die entschleunigt ja ”fters mit Versp„tungen und Wartezeiten. Lieben Sie sich selbst und andere, dann atmet die Seele auf. Versuchen Sie auch Ihren Chef zu lieben, aber bertreiben Sie es nicht, indem Sie ihm Kekse backen. Lassen Sie sich lieber von ihm Pralinen schenken.
Tun Sie Ihrer Seele etwas Gutes und h”ren Sie auf, sich zu „rgern, zu fluchen und zu schimpfen. Menschen fluchen gerne, und in ™sterreich sind es erstaunlicherweise die Wiener, die gekonnt, aber sehr charmant fluchen. Da ist der Mensch, ber den man sich „rgert, ein Nudelkopf, ein Fetzensch„del und ein Volldampfer zugleich. Die Wiener sagen, du Trottel du, und sie meinen eigentlich, ich mag dich eh ganz gerne. Mann muss sich zwar nicht alles gefallen lassen, aber zu viel Žrgern macht uns auch nicht sch”ner.
Wenn die Seele ihren Lebensstil nicht emotional gepr„gt ausleben darf, stirbt sie. Wussten Sie, dass die Seele nach dem Tod so frei ist, dass sie fliegen kann, auch wenn der K”rper im Grab nur noch weniger als 2 Quadratmeter Platz ben”tigt? Die Seele trauert nicht um den K”rper, wenn er im Sarg ruht und auf sein Lebensende wartet, sie fliegt als bunter Schmetterling getarnt weiter und sucht sich ein neues Zuhause.
Unser Lebensstil wird zunehmend multikulturell und bunt, global und international, sodass wir uns immer neu erfinden k”nnen, denn Toleranz ist das wichtigste Gut, welches fr den Frieden sorgt und Kriege vermeidet. Ich bin ein fanatischer Kriegsgegner und wrde so manches tun, um Kriege aller Art aus der Welt zu schaffen. Ich bin ein fanatischer Friedensanh„nger und wrde notfalls wie ein Hippie in einer offenherzigen Komune leben, bevor ich als Kriegsdiener ende. Und ich bin ein fanatischer Befrworter der sozialen Gerechtigkeit, der Gleichheit aller Menschen, damit wir ber das Thema Arm und Reich nicht mehr diskutieren mssen. Wenn ich erst einmal Gott bin, leite ich den Weltfrieden ein.
Weltfrieden verspricht auch eine Form der Lebensweise, welche digital, technisch fortschreitend, bequem und umweltfreundlich ist. Der Digital Creative und der digitale Nomade leben ihn bereits vollends aus, und sie ben sich in Fortschrittlichkeit, futuristischen Ideen und zukunftsorientierten, innovativen L”sungen.
Digital Creatives und digitale Nomaden arbeiten gerne im Team, stecken jedoch nicht in starren Mustern fest. Sie sind flexibel, einfallsreich, spontan, lebenstechnisch wie Knstler unterwegs, und sie hassen es, eingeengt zu werden. Sie erfinden die Welt von morgen, und sie tr„umen nicht nur vom Weltfrieden, sie leben ihn auch.
Der moderne Nomade lebt verspielt in den Tag hinein, da er wie ein Erfinder agiert und glaubt, alles ist wandelbar. Astrologisch betrachtet sind es die Sternzeichen Wassermann, Zwillinge und Waage, die sich der Zukunft stellen, aber auch der Young Globalist stellt sich tapfer einer friedlichen Zukunft, denn er ist weltoffen, tolerant, flexibel, reisefreudig, kulturell offen, und er kann sich jede Lebensform vorstellen, Hauptsache er ist unterwegs und seine Fsse tragen ihn ber den Globus. Der Young Globalist kann weltweit arbeiten, da sein Job nur gut sein muss, nicht unbedingt viel Geld abwerfen muss, jedoch viel Freiraum und Freizeit beinhalten sollte. Und wenn der Young Globalist alt wird, k”nte er zum Sugar Daddy mutieren, sich eine sch”ne Frau, jung und dynamisch zulegen, sein Geld sprechen lassen und die Welt um den kleinen Finger wickeln.
Der geborene Lebensknstler weiss, wie er gut durchs Leben schreitet, ohne sich grossartig anzustrengen. Er geniesst den Moment und kostet alles aus, was sich ihm bietet. Der geborene Lebensknstler fliegt durchs Leben, wie eine Motte, die sich dort einnistet, wo es gemtlich ist. Er macht einen lebenslangen Abenteuerurlaub, steigt auf den h”chsten Berg der Welt, segelt im seichten Wasser oder g”nnt sich gleich eine Yacht fr die Weltumsegelung, l„sst sich in China eine Kopie der eigenen Pers”nlichkeit anfertigen, legt sich in den USA unters Skalpell und l„sst sich rundum erneuern, weil Sch”nheit im Trend liegt, surft in Australien mit den h”chsten Wellen um die Wette, baut in Afrika Obstb„ume an, die weltweit die sssesten Frchte tragen, und er geht auf eine Safari und hofft, der L”we m”ge ihn nicht sofort fressen, sondern nur ein bisschen mit ihm spielen. Lieber Besucher, wenn auch Sie ein Lebensknstler sind, kosten Sie Ihren Alltag aus, denn die meiste Zeit sitzen die Lebensknstler auf der Strasse, musizieren, spielen Theater oder betteln, denn die Realit„t ist so hart, dass selbst ein šberlebensknstler sein Brot verdienen muss.
Man muss kein Lebensknstler sein, um zu wissen, wie L”wen ticken. Der L”we frisst alles, was seine Alleinherrschaft gef„hrdet, und der Mensch frisst den L”wen, wenn er ihm zu nahe kommt. Wenn wir unsere Umwelt zumllen, rcksichtslos mit der Ellenbogentechnik durch den Alltag schreiten, fhlen wir uns wie Gott und bemerken nicht, wie wir die Welt zerst”ren, wenn wir Gott spielen.
Sind manche Leute Tiere? Immerhin, den animalischen Lifestyle erkennt man daran, dass vor manchen Haustren der Mll vor sich hinvegetiert, weil die Leute zu faul sind, ihn zu entsorgen. Hier erkennt man strukturelle Žhnlichkeiten mit tierischen Mitbewohnern, weil der Hund sein H„ufchen auch gerne am Gartenzaun fremder Leute hinterlegt und glaubt, damit wrde das Revier automatisch ihm geh”ren. Trotzdem kommt es vor, dass die Tiere die saubereren Menschen sind. Die Katze leckt sich bis zur Besinnungslosigkeit sauber, der Hamster hortet seine Nahrung in den Backen, und der Hund zieht Schuhe an, wenn die Strasse zu schmutzig ist.
Tiere sind zu guten Freunden geworden. Wir mssen nur aufpassen, dass wir unseren Hund nicht mit den falschen Klamotten beleidigen, sonst schmeckt ihm die Wurst nicht mehr. Hunde m”chten eigentlich keine Kinder sein. Sie lassen die pure Knuddeleinheit nur zu, weil da die Wurst winkt, und da wo die Wurst zu Hause ist, sitzt der Hund brav vor dem Khlschrank und htet sich davor, die Hand zu beissen, die diese Khlschranktre ”ffnet. Wenn man dem Hund Wurstschuhe anziehen wrde, w„re er st„ndig mit dem Lecken seiner Fsse besch„ftigt.
Manche Leute wechseln ihren Lebensstil wie die schmutzigen Unterhosen, andere verharren in einem soliden Leben und hoffen, die Zeit m”ge stehenbleiben. Wenn kreative, junge, spontane Nomaden zu Familienv„tern und Mttern, quasi zu zeugenden und geb„renden Personen werden, leben sie zunehmend spiessig bis konservativ, sachlich kompakt, vorausdenkend und sparsam, denn die Erben liegen in der Wiege und wachsen heran. Wenn der Lebensknstler nichts mehr zu futtern hat, der Party Hopper altert, der Idealist scheitert, dann werden diese kreativen Lebensgeister zu soliden Brgern, welche die Gehsteigkanten abends nach oben klappen und zu Hause nach dem Rechten sehen. Und wenn der Egoist keine Freunde mehr hat, weil er es mit dem Nehmen bertrieben hat, beginnt er, seine Seele zu fttern und gibt mehr als er nimmt.
Unser Leben ist st„ndig in Bewegung, es rotiert, wandelt sich und wird erwachsen. Es wird anfangs von unseren Eltern gepr„gt, die uns den Schnuller geben, wenn wir schreien, uns wickeln, wenn wir stinken, und uns zusehen, wie wir die ersten Schritte machen.
Im Laufe des Lebens „ndern wir jedoch unseren Lifestyle ein bis mehrere Male, denn wir entwickeln uns weiter. Nur wenige Menschen finden ihren pers”nlichen Lifestyle sofort, im jungen Alter, bleiben dann dabei bis sie hoch betagt in den Sarg fallen oder im Alter bemerken, sie haben etwas verpasst. Dann gehen sie an die Uni, holen ihr Doktorat nach, oder sie werden zum Aussteiger und kehren der Konsumwelt ihre Rckseite zu. Je nachdem, wie man vorher gelebt hat, kann man sich um 180 Grad drehen.
Wenn man derart intensiv lebt, dass man bei sommerlichen H”chsttemperaturen zur liebeshungrigen Hochform aufl„uft und sich einen Liebhaber nach dem anderen holt, eine Geliebte nach der anderen ins Hotelzimmer schleppt, dann k”nnte ein windiger Herrbst das wilde Treiben beenden, wenn man feststellt, dass die vielen Verliebtheiten nur in leidenschaftlichen Liebeskummer mnden, sobald man verlassen dasteht. Wenn man nicht gewillt ist, hinter die Fassade eines sch”nen Sixbags zu schauen, lernt man Leute kennen, die nur fr ihr brutal auftrainiertes Sixbag leben. Hier lohnt es sich, seinen Lebensstil zu berprfen und notfalls zu „ndern, denn ein Vollzeitpartner, der nicht nur ambulant, sondern ganzlebig station„r pr„sent ist, hat auch seine Reize.
Wenn man altert, kann man ohnehin nur noch zunehmend mit Gehirnzellen punkten, bis einem die Alzheimer-Krankheit heimsucht, denn der K”rper neigt sich zunehmend dem Anziehungselement der Schwerkraft zu, sodass man seine Brste bei den Kniekehlen antrifft. Daran ist kein Sixbag mehr interessiert.Eines Tages wird man alt und bemerkt wom”glich, dass ein solider Langzeitpartner an der linken Bettseite mehr wert ist als 1000 prickelnde Verliebtheiten, die nur das Image des gierigen Egos aufpeppen.
Man bleibt ja im Leben nicht stehen. Man baut seine Wohnung aus, sein Business auf, erweitert seine finanzielle Sicherheit, expandiert und investiert, erntet die Frchte seines Tun und Handelns, und man erweitert seine Lebensansprche, denn mit zunehmendem Alter will das Ego an Lebensqualit„t gewinnen, und die Seele beansprucht Ruhe und Gelassenheit. Wer seinen Lebensstil zum Positiven hin „ndert, lebt gemtlicher, aber wer den wilden Nordwind spren will, muss alles ausprobieren, was das Ego n„hrt, sonst weht der Wind aus der falschen Richtung.
Jeder Mensch lebt anders, und so sollte man ber keinen noch so ausschweifenden, extrovertierten, experimentierfreudigen Lebensstil l„stern, urteilen, denn sonst verurteilt man damit auch den individuell lebenden Menschen. Man weiss nie, in welche Lebensphasen und Krisen man selber ger„t, denn das Leben ist wie ein šberraschungsei, an welchem man so lange lecken muss, bis die Schokoladenseite schmilzt und die šberraschungen preisgegeben werden. Fakt ist, jeder Lebensstil ist lebenswert, solange man nicht an ihm zu Grunde geht.