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Leben in der Sonnenstadt Lienz

Leben in LienzWie lebt man in Lienz, ind der Hauptstadt von Osttirol? Die Stadt ist eine der sonnigsten und wird daher auch Sonnenstadt genannt. Sie liegt inmitten von Osttirol, welches eigentlich ein Ableger von Tirol ist, umgeben von Bergen, den Lienzer Dolomiten, und daher wird die Stadt auch Dolomitenstadt genannt. Ein Highlight ist das Zettersfeld, denn dort kann man im Winter so viel Schnee aufwirbeln, er fällt immer nach unten, wobei man beachten sollte, dass die sauteuren Chalets der Reichen und Superreichen in betrachtlicher Höhe liegen, damit man das Zettersfeld bequem von oben befahren kann. Lienz bietet jedem das passende Flair, ein wenig Shopping, ein bisschen Kultur, ein Weilchen Flanieren, gut Essen und Trinken, entspannt Urlauben, ausgiebig leben, denn zum Sterben ist die Stadt nicht geeignet.

Bitte, das Lienzer Fussvolk ist gar nicht so schlecht wie sein Ruf ihm vorauseilt. Man findet inmitten von Osttiroler Urgesteinen auch Menschen auf zwei Beinen, die hilfreich fürs Allgemeinwohl sind, helfend zur Seite stehen, sich gegenseitig animieren, einander gut leiden können und gemeinsam friedlich leben. Die Stadt Lienz ist so klein, dass man sich auf der Strasse grüsst, vor allem, wenn man sich gegenseitig kennt. Ehrenamtliche Tätigkeiten sind in der Stadt überall präsent, und so wird wohl niemand verhungern, der dort lebt. Wenn man genau hinschaut, ist Lienz ein erweitertes Dorf, denn man findet sich dort auch blind zurecht. Neulich wurde das Blindenleitsystem rund um den Lienzer Hauptbahnhof erneuert, und ich muss sagen, man gleitet dahin wie auf Wolken.

Kein Ort der Welt ist so schön wie Lienz. Das weiss man spätestens dann, wenn man im klagenfurter Nebelloch wohnt und sich das Hirn vom Nebel vernebeln lässt, hoffend darauf, dass sich das Klima ändert, denn dann sitzt man im kalten Nebelloch und verdunstet nicht bei 40 Grad Hitze.

Eckdaten zur Stadt Lienz

Lienz befindet sich zwar in Osttirol, gehört jedoch zum Bundesland Tirol, und somit spielt sich vieles in Innsbruck ab. Lavant, Matrei, Sillian und Nussdorf Debant, sowie Dölsach und Oberlienz gehören laut einer Studie zu den beliebtesten Orten rund um Lienz herum, aber das ist Geschmackssache, da auch Tristach mit seinem See, das Defereggental mit seiner uralten Tradition, und viele weitere verschlafene Orte mit ihrem Charme glänzen.

Lienz liegt 673 Meter über dem Meeresspiegel, gemessen an der Adria, und es gibt noch ausgewogene Jahreszeiten, das heisst, Schnee im Winter. Lienz beherbergt 11 171 Einwohner, was im Jahr 2022 gemessen wurde, aber es ändert sich ständig, Tendenz steigend, und falls ich wieder einmal nach Lienz zurückziehe, gibt es einen Einwohner mehr. Die Stadt steht wirtschaftlich gesehen gut da, ist Arbeitgeber für mehr als 9000 Menschen, Tendenz steigend, wobei Liebherr einer der grössten Arbeitgeber ist, und wer die Kühlschränke von Liebherr kennt, wohnt nie wieder woanders, denn im Kühlschrank brennt noch Licht.

Lienz liegt zwischen dem Drautal, dem Pustertal und dem Iseltal, und geschichtlich betrachtet lebten bereits zur späten Jungsteinzeit und zur Eisenzeit Menschen in der Umgebung, was Funde zu ersten Siedlungen, beispielsweise in Nussdorf Debant belegen. Es kamen die Kelten, und auch die Römer, und schliesslich wurde das heutige Lienz in das römische Reich eingegliedert. Das damalige Noricum mit der grössten Stadt Aguntum, welche heute als Ausgrabungsstätte in Dölsach liegt, ist sehenswert genug, denn dort kann man selbst, quasi eigenhändig nach dem Schatz des Lebens graben, mit und ohne Erfolg.

Lienz gehört als Mitglied dem Verband der kleinen historischen Städte an und verfügt über zahlreiche Sehenswürdigkeiten wie beispielsweise dem Iselsturm, Schloss Liebburg, das Franziskaner Kloster, und natürlich Schloss Bruck, welches ideal für Hochzeiten und Konzerte aller Art ist. Man muss nur gut bei Fuss sein, denn das Gehege ist steil, und nicht jeder besitzt einen Sänftenträger.

Die Stadt Lienz ist Bezirkshauptstadt des Bezirks Lienz und pflegt Städtepartnerschaften mit der US-amerikanischen Stadt Jackson, mit der türkischen Stadt Selzuk, und der Stadt Görz. Erwähnenswert ist am Rande bemerkt der Heldenfriedhof, der an den 1. Weltkrieg erinnert, wo die Lienzer Dolomiten Schauplatz von Kämpfen waren und uns die damaligen Helden daran erinnern sollen, wie wertvoll Frieden ist.

Lienz ist eine Fairtrade Stadt

Lienz wurde offiziell im Oktober 2019 mit dem Label Fairtrade bestückt, da die Stadt überwiegend Fairtrade Produkte anbietet, welche auch bei offiziellen Veranstaltungen, in Sitzungen der Stadtgemeinde, in Schulen und öffentlichen Gebäuden, in vielen Läden und Shops angeboten werden. Ein Vorreiter des Fairtrades ist der Verein Trikont und die NMS Egger-Lienz Schule, in welcher die Lehrer und Schüler das Fairtrade sogar in den Unterricht einfliessen lassen und Fairtrade Produkte bevorzugen. Nachhaltigkeit, Bewusstsein, aufmerksames Leben, Produkte und Angebote zu fairen Bedingungen, umweltbewusst, oft regional hergestellt, das ist lebenswert. Regionale Händler werden bevorzugt, regionale Produkte werden gerne konsumiert, da fallen lange, energieaufwendige und schadstoffreiche Lieferwege weg. Sobald nicht alles billigst aus China importiert wird, kann man die heimischen Betriebe unterstützen, die ebenso günstig produzieren können, wenn sie nicht von unerfüllbaren EU-Richtlinien beglückt, quasi erdrückt werden.

Der Hauptplatz in Lienz ist wie ein zweites Wohnzimmer

Sehenswert ist der Hauptplatz von Lienz mit seinen vielen kleinen Cafes, Restaurants und Shops. Es ist für jeden Geschmack etwas dabei, von Sushi bis zur italienischen Pizza, und im City-Cafe am Hauptplatz schmeckt der Kaffee besonders gut, weil man nebenbei dem Fussvolk beim Flanieren zuschauen kann, ganz nach dem Motto: Sehen und gesehen werden, lästern und begutäugelt werden, man zeigt, was man hat. Das City-Cafe wird immer wieder vom Himmelblau, einem Trendlokal abgelöst, da der Himmel dort so blau ist, dass man nach den Sternen greifen kann.

Wer den viel besuchten und gut frequentierten Hauptplatz meiden will, geht in eines der Seitenstrassen-Cafes, denn dort schmeckt der Kaffee auch gut. Übrigens befindet sich die Liebburg mitten am Hauptplatz. Dort residiert die Stadtverwaltung, das Rathaus von Lienz samt Büroeinheiten und Standesamt. Bitte, ich muss das erwähnen, dort habe ich den Mann meiner Träume geheiratet und gleichzeitig versehentlich ein uraltes Karma verarbeitet. Die Standesbeamtin weiss Bescheid.

Shopping in Lienz

Begrüssenswert ist die Einkaufsmeile von Lienz, die sich hin und wieder stark verändert, quasi in alle Himmelsrichtungen hin ausdehnt. Einstige Shops sind gestorben, darunter eine der begehrtesten Weihnhandlungen, neue Shops sind hinzugekommen, und für jede Geldbörse ist etwas dabei. Man kann sogar Sockenwolle kaufen, was heute nicht mehr alltäglich ist. Neben den Traditionsläden haben sich grosse Kaufhausketten eingenistet, wie die Heuschrecken durchgefressen, und sie bewohnen das heutige Stadtbild konsequent mit ihren nicht ganz nachhaltigen Sonderangeboten. Wenn man ein T-Shirt für 3 Euro kaufen kann, verzichtet man oft gerne auf jegliche Nachhaltigkeit, aber wenn man regional kauft, erntet man im Idealfall höchste Qualität. Wenn man dieses Credo berücksichtigt, wachsen vielleicht eines Tages wieder vermehrt Traditionsläden aus dem Boden, und mit viel Glück wächst dort auch ein Paternoster, den man heute nur noch selten, beispielsweise in Klagenfurt betreten kann, da diese Art von Lift fast ausgestorben ist. Übrigens kann man Lienz auch als traditionelle Modestadt bezeichnen, da man dort noch Tirolerhüte, Strickwaren und Lederhosen samt Dirndlkleid bekommen kann, was heute nicht mehr in jeder Stadt der Fall ist. Ausserdem ist die Stadt stark von italienischer Mode beeinflusst, was man am Italo-Flair bemerkt.

Die Isel - Der Fluss durchquert Lienz

Die Isel fliesst querSehenswert ist die Isel, ein kleiner Fluss, der sich durch Lienz schlängelt. Es ist ein linker Nebenfluss der Drau, hat seinen Quellursprung im Umbaltal auf 2400 Meter Höhe über dem Meeresspiegel, fliesst nach Lienz direkt in die Drau, wird teilweise auch wirtschaftlich genutzt, und der Fluss spendete aufgrund seiner kleinen Berühmtheit sogar in Wien einer Strasse seinen Namen, nämlich die Iselstrasse. Zunehmend wird im Laufe der Zeit damit zu rechnen sein, dass die Isel umweltverträgliche Wasserkraftwerke bekommt, quasi zubetoniert wird, denn wir befinden uns in einer Zeit der Energiewende. Bis es soweit ist, kann man jedoch den Fluss geniessen. Am Flussufer der Isel kann man mit erhabener Konsequenz stundenlang ungestört sitzen, ohne dass man beobachtet wird, denn ausser ein paar Passanten kommen nur die Vögel vorbei, denen man beim Vögeln zuschauen kann, bis man Augen wie platt gedrückte Autoreifen besitzt.

Übrigens wird die Isel hochwasserfest versenkt, verbaut und ausgebaggert, damit sie auch ein Jahrhunderthochwasser übersteht, ohne dass das Wasser den Stadtbewohnern in Lienz bis zum Hals steht. Vom Grandhotel aus kann man die Isel besonders gut von oben sehen, wenn man in einer der Iselblick Suiten residiert und sich auf dem hoteleigenen Sonnenbalkon aalt. Da muss man bloss aufpassen, dass man nicht von Bienen besucht wird, aber das edle Dinner im Hotel entschädigt uns für alles. Ob man den Iselhochwasserverbau mag oder ablehnt, ist reine Geschmackssache, aber Fakt ist, wenn das Hochwasser nicht überschäumt, ist dies gesünder für die Leute.

Kunst und Kultur in Lienz

Lienz ist eine kleine Kulturstadt. In den elitär ausgestatteten Mauern von Schloss Bruck findet man die Egger-Lienz Ausstellung, welche man gesehen haben muss, wenn man Lienz besucht. Das Museum gehört seit 1940 der Stadt Lienz und beherbergt den jährlich wiederkehrenden Kultursommer. Erwähnenswert ist an dieser Stelle das Sommernachtskonzert, welches sozialen Zwecken dient, denn der Erlös kommt dem Lions Club zu Gute.

Direkt in der Lienzer Innenstadt findet man Kunstgalerien und Kirchen, in denen man entweder zu Gott oder zum vorüberziehenden Kulturschock betet, aber Kunst liegt bekanntlich im Auge des Betrachters. Neben den Kunstgalerien beherbergt Lienz viel katholische Religion, denn Osttirol gehört zu Tirol, und Tirol ist heilig. Im Jahr meines Abiturs frequentierte ich aus reinster Verzweiflung über mich selbst regelmässig eine der ältesten Kirchen von Lienz und bat um ein Wunder, und voila, das Wunder traf ein, ich schaffte die Reifeprüfung. In Osttirol muss man fast heilig sein, denn die Religion ist den Tirolern wichtig, auch wenn so manch einer die Zeugen Jehowas im nackten Zustand vor der Haustüre abfertigt, nur Knöpfe in den Klingelbeutel wirft, den Pfarrer küsst, oder im Bademantel die Mutter Gottes anbetet, Religiösität ist reinste Geschmackssache.

Das Lienzer Bussl aus der Flasche

Kultur ist vielseitig, manchmal auch vegan, und so hat sich ein Kultgetränk etabliert, welches der Stadt alle Ehre erweist, das sogenannte Lienzer Bussl. Man muss keinen Lienzer küssen, um ein Lienzer Bussl zu bekommen, man trinkt es einfach aus der Flasche. Verena Steiner, jung und innovativ, hat es mit viel Liebe zum Detail kreiert, und man sieht schon an der Verpackung, dass es lecker ist. Leicht und cremig, mit Hafermilch und Vanille, schmeckt es fast jedem, der auch einen Schluck Alkohol verträgt, denn es ist auch Wodka drin. Man kann das Bussl Freunden und Bekannten schenken, seiner Familie überreichen, dann erspart man sich den feuchten Kuss von Oma und ihren dritten Zähnen. Man kann es pur trinken, zu Kuchen und Kaffee servieren, oder man garniert damit süsse Speisen für den Nachtisch. Es ist ein handgemachtes Lienzer Produkt, und wenn es das Bussl damals schon gegeben hätte, wäre ich ständig im Delirium gewesen.

Bildungsmöglichkeiten in Lienz

Lienz verfügt über zahlreiche Bildungseinrichtungen, die besonders Menschen aus dem ländlichen Raum in der Umgebung anziehen, da bisweilen eine Universität fehlt, aber was noch nicht da ist, kann schnell kommen, wenn die Zeit sich wandelt. Bis jetzt ist Lienz ein Paradies für junge Leute, bis hin zum Abitur, und man kann nach dem Abitur prüfen, welches Studium man am liebsten absolvieren möchte, da hierfür ein eigener Bildungscampus eingerichtet wurde, der unschlüssigen jungen Leuten dabei helfen will, den optimalen Lebensweg in akademischer Angelegenheit einzuschlagen. Und natürlich verfügt Lienz über zahlreiche kreative Lehrstellen und Ausbildungswege, denn jeder Mensch ist individuell wertvoll, der Akademiker, der Gymnasiast, der Handwerker, etc.

Lernhilfe in Osttirol

Ein gelungenes Projekt in Osttirol ist die Lernhilfe Osttirol. Kinder und Jugendliche der Pflicht- und höheren Schulen können hier zu günstigen Preisen Nachhilfe erhalten, Lernschwächen ausbessern, das Lernen an sich samt seiner strukturierten Konzentrationsfähigkeit besser in den Griff bekommen. Das Projekt wird vom Soroptimist Club Lienz unterstützt. Für die Lernhilfe Osttirol benötigen Kinder und Jugendliche aus sozial, finanziell schwachen Haushalten einen Nachweis, dass sie bedürftig sind, und dann kostet die Lernstunde nur noch 2 Euro Selbstbehalt, den Rest übernimmt der Soroptimist Club. Hier werden immer wieder freiwillige Lehrer gesucht, die am Projekt teilnehmen.

Wohltätigkeit in Lienz

In Lienz darf jeder Mensch noch ganz Mensch sein, ob arm oder reich, gross oder klein, skurril oder konservativ geprägt. Die Service-Clubs unterstützen mit ihrem Arrangement arme und bedürftige Bürger aus Osttirol und der Umgebung. Hier sind der Lions Club, der Kiwanis Club, der Soroptimist Club und der Rotary Club. Das rote Kreuz, die Caritas, verschiedenste Pflegedienste für alte und behinderte Menschen, Assistenz, der Sozialmarkt in Lienz, ein spezielles Cafe für Menschen mit wenig Geld, verschiedene Veranstaltungen und Charity Events erwähnenswert, denn all dies sorgt für ein gesundes und vor allem sozial verträgliches Zusammenleben.

Lienz wird immer moderner

Die Sonnenstadt Lienz modernisiert sich am laufenden Band. Die politische Lage wird zusammen mit den Dolomiten klimafreundlich umgebaut, der Wolf könnte bald beseitigt werden, er wird aufgespürt und unschädlich gemacht, solange kein Naturschützer wie ich es einer bin, darüber berichtet, dass der Wolf auch eine sensible Seele besitzt, und die Lienzer üben sich in Solidarität, solange noch sichergestellt ist, dass jeder gut leben kann, wenn er will.

Die Immobilienpreise steigen in undefinierbare Höhen empor, aber in der Höhe des Zettersfeldes lebt man am besten, während man im Penthouse mitten in Lienz seinen elitären Zweitwohnsitz aufschlägt. Im Trend liegen die mobilen Häuser, die auf Campingplätzen stehen, da sieht man dann vor lauter Minihäusern keinen Wohnwagen mehr. Und die Immobilien werden so teuer, dass sich der Normalverbraucher kaum noch die Miete leisten kann, wenn er sich noch kein Eigenheim angeschafft hat. Das liegt daran, dass Tirol eines der teuersten Löcher am Immobilienmarkt darstellt, aber trotzdem will nicht jeder aus Kostengründen nach Wien ziehen, und so muss man an den Mietpreisen feilen, bis sie wieder stimmig sind.

Windenergie in den Lienzer Schigebieten

Wenn der Wind am Gipfel weht, wo eigentlich das Gipfelkreuz steht, dann ist das Kreuz in Gefahr, denken einige Politiker und wehren sich gegen die Winkraft in den osttiroler Schigebieten. Und wenn der Wind nicht weht, sind die Kraftwerke eine reine Augenweide. Die NEOS befürworten die Windkraft in Schigebieten, und ich muss ehrlich gestehen, der Gedanke klingt verlockend, denn damit würden wir einige Probleme lösen, die es ohne die Seilbahn gar nicht geben würde. Die Bergbahnen verfügen bereits über Starkstromnetze, sodass man hier keine neuen Gräben graben müsste, welche die Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit empfindlich stören könnten. Und wenn die Bergbahnen schon so viel Strom fressen, könnten sie ruhig auch ein Windkraftwerk ertragen. Wussten Sie, dass Windkraftwerke viel Lärm um nichts machen, wenn sie Strom erzeugen? Da weht der Wind wie ein Hauch von Nichts durch die Turbinen, und voila, im Wohnzimmer geht die Lampe an. Man könnte natürlich auch auf Solarenergie setzen, Photovoltaikanlagen bauen, die Seilbahnen damit bestücken, und am Gipfelkreuz bringt man die höchste Solaranlage an, direkt über dem Haupt des Präsidenten, damit der Jesus seinen Solarhimmel betrachten kann. Beides, Windenergie und Solarenergie sind für Schigebiete nützlich, wenn nicht die Touristen dort wären, und wenn nicht die Seilbahnindustrie, die Gastwirte und Bergbahnbetreiber etwas dagegen hätten, denn solche Anlagen würden den Tourismus mächtig zusetzen.

Der Wolf in Lienz und Umgebung

Der Wolf ist wieder da, Hurra. Für die grün angehauchten Befürworter des Wolfes ist die Wiedereingliederung seiner Art in ländliche Gebiete, quasi in Wohngebiete eine gute Idee, während die Bevölkerung laut aufschreit, denn so ein Wolf kann mächtigen Schaden anrichten. Kein Huhn ist sicher vor ihm. Und in letzter Zeit plagten die Wölfe ganze Dörfer in osttiroler Gebieten, weil die Wölfe den Menschen zu nahe kamen. Wolf bleibt Wolf, Schaf bleibt Schaf, Mensch bleibt Mensch. Wenn man mit einem Wolf konfrontiert wird, hätte man am liebsten ein Gewehr dabei, welches man beherrschen müsste, damit man nicht versehentlich die Schwiegermutter erschiesst. Man könnte zwar dem Wolf sein Waldrevier zurückgeben, aber man muss ihn nicht einbürgern, quasi neben die Bürger platzieren, denn der Wolf sucht sich ohnehin seinen Weg selber. Er geht einfach dem verführerisch gut duftenden Geruch der Hühner nach.

Das Zettersfeld bekommt nette Chalets

Es könnte bald amtlich werden, dass am Zettersfeld ein nettes, von Superreichen bewohntes Chaletdorf entsteht, denn ein Investor aus Oberdrauburg hat Interesse daran. In Lienz und Umgebung sieht man die nahenden Chalets mit geteilter Meinung, denn eine alt eingesessene Jugendherberge muss dafür geopfert werden, und somit jault der Alpenverein wie ein Wolf laut auf, aber in Kärnten und Osttirol sind Wölfe ohnehin am Vormarsch. Ich finde es nicht gut, wenn man noch mehr Natur den Superreichen überlässt, denn sie schmutzen viel, wenn sie mit ihrem Privatjet am Hausdach des eigenen Chalets parken und zeitgerecht wieder abfliegen, sobald ein Hochwasser naht.

Der Hochstein samt Hochsteinhütte nahe Lienz

Während Matrei dem Pleitegeier verfällt und notfalls unter den Hammer kommt, lebt die Hochsteinhütte am Lienzer Hausberg auf. Bitte, für einen waschechten Tiroler, der lediglich einen soliden Deutschkurs absolvieren müsste, ist so ein kleiner Hausberg wie ein peinlicher Kogel, ein flacher Kegel, aber für den Stadtmenschen ist es ein Berg. Ein Holländer kommt mit seinem Fahrrad nicht weit, wenn er den Hochstein befahren will, und im Winter bangt man jedes Jahr um viel Schnee, denn es ist nie sicher, ob die Schisaison dort stattfindet oder einschläft. Die Hochsteinhütte hat übrigens den gesamten Sommer über geöffnet, bis zum Oktober. A Wurscht, an Koas, a Brout, des isch guat.

Die Grossstädter ziehen nach Lienz

Lienz ist ein Ort der Zuflucht, wenn man in der weiten Welt scheitert, sich unwohl fühlt, oder wenn man einen Neuanfang sucht. Und daher befüllen die Grossstädter die Bergbauernhöfe und sorgen dafür, dass das Hofsterben aufhört zu leben. Man beackert sein eigenes Stück Land, hütet das Vieh und achtet darauf, dass der Fuchs nicht mit der nächsten Henne davonspaziert. Wenn die Flut an Städtern jedoch nicht mehr endet, bekommt Lienz samt umliegender Berge ein Problem, denn die Preise steigen, das Land wird knapper, die Ressourcen werden unter den gut betuchten, zahlenden Städtern aufgeteilt, und die alte Lienzer Oma muss aus ihrem Haus ausziehen, weil es abgerissen, und als Luxusimmobilie wieder neu gebaut wird. Am Rande der Iselbrücke in Richtung Stadt steht ein total verfallenes Haus, aus welchem regelmässig im Winter Rauch empor steigt, aber die Fenster sind so zerschlissen, dass man Heizkosten wie Kohlen versenkt, die Wärme geht nach draussen. Solche Immobilien könnten bald der Vergangenheit angehören, aber wenn die ehemaligen Lienzer als Wiederheimkehrer zurückkommen, könnten solche Häuser mit jungem Leben bestückt werden.

 


Elisabeth Putz

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