Lifestyle Ratgeber

Beauty

Business

Esoterik

Flirten

Lifestyle

Mode

Wellness

Wohnen

 

Kultur

Leben

Leute

Natur

Shopping

Technik

Urlaub

 

News

Facebook

Instagram

Twitter

Xing

YouTube

Leben in Lienz - Die Sonnenstadt

Leben in LienzWie lebt man in Lienz, quasi der Hauptstadt von Osttirol? Lienz ist anders, besser, optimal. Mein Lienz gehört zwar nicht ganz mir alleine, aber ich bin dort geboren, hatte dort meinen ersten verzweifelten Schrei nach Liebe ausgespuckt, und ich hoffe, sterben werde ich woanders, denn Lienz ist nicht unbedingt eine Stadt zum Sterben, sie ist eher zum Leben geeignet.

Lienz ist gar nicht so schlecht wie man glaubt. Die Stadt ist eine der sonnigsten und wird daher auch Sonnenstadt genannt. Sie liegt inmitten von Osttirol, welches eigentlich ein Ableger von Tirol ist, umgeben von Bergen, den Lienzer Dolomiten, und daher wird die Stadt auch Dolomitenstadt genannt. Mein Favorit ist das Zettersfeld, denn dort kann man im Winter so viel Schnee aufwirbeln, er fällt immer nach unten.

Die Website der Sonnenstadt Lienz

Lions Club Lienz

Der Lions Club Lienz, District 145 ist eine Organisation des Lions Club Österreich und somit des Lions Club international. Der Lienzer Lions Club setzt sich für notleidende, bedürftige Menschen in der näheren Umgebung, in Lienz, in Osttirol allgemein ein, und er sammelt in zahlreichen Aktionen Gelder für Menschen, die unverschuldet oder durch schwierige Lebenssituationen bedingt in Not geraten. Flohmärkte, Sommernachtskonzerte, alle Aktionen brachten dem Club über eine Million Euro ein, welche an notleidende Menschen gespendet wurden. Ich bin der Meinung, der Lions Club muss noch intensiver unterstützt werden, und da ich mich mit meiner Geburtsstadt Lienz eng verbunden fühle, erwähne ich diesen Club hier und hoffe, weitere Leute mögen auch so denken wie ich.

Lienz ist eine Fairtrade Stadt

Lienz wurde offiziell im Oktober 2019 mit dem Label Fairtrade bestückt und dafür ausgezeichnet, dass die Stadt überwiegend Fairtrade Produkte anbietet, welche auch bei offiziellen Veranstaltungen, in Sitzungen der Stadtgemeinde, in Schulen und öffentlichen Gebäuden, in vielen Läden und Shops angeboten werden. Ein Vorreiter des Fairtrades ist der Verein Trikont und die NMS Egger-Lienz Schule, in welcher die Lehrer und Schüler das Fairtrade sogar in den Unterricht einfliessen lassen und Fairtrade Produkte bevorzugen.

Nachhaltigkeit, Bewusstsein, aufmerksames Leben, Produkte und Angebote zu fairen Bedingungen, umweltbewusst, oft regional hergestellt, das ist genau mein Ding, und deshalb schon finde ich Lienz als lebenswert. Regionale Händler werden bevorzugt, regionale Produkte werden gerne komsumiert, da fallen lange, energieaufwendige und schadstoffreiche Lieferwege weg. Meiner Meinung nach muss nicht alles aus China importiert werden, nur damit es billigst über den Ladentisch wandert. Man kann auch kostengünstig bei uns produzieren, wenn man die zahlreichen Kleinbetriebe unterstützt, anstatt sie mit unerfüllbaren EU-Richtlinien zu beglücken, oder besser gesagt zu erdrücken.

Der Hauptplatz in Lienz ist wie ein zweites Wohnzimmer

Sehenswert ist der Hauptplatz von Lienz mit seinen vielen kleinen Cafes, Restaurants und Shops. Sehenswert ist auch das City-Cafe, welches einst mein zweites Wohnzimmer war, in welchem ich die Schule erfolgreich schwänzte und meinen Tagträumen nachging. Als mein damaliger Lebenspartner, frisch aus Deutschland importiert, mit mir im City-Cafe sass und mein sensibles Händchen drückte, bog einer meiner Lieblingslehrer ums Eck und ertappte uns beim Händchenhalten. Er trampelte sofort auf meiner sensiblen Seele herum und fragte, wo ich denn am Vormittag gewesen wäre, als ich die Schulbank hätte drücken müssen, es jedoch aus unerklärlichen Gründen nicht getan hatte. Die Erklärung lieferte ich ihm dann zwei Tage später, ich war schwerkrank, wie immer.

Das City-Cafe mied ich nur, wenn ich mit meiner Mutter Lienz durchquerte. Erstens schmeckte ihr der ausgezeichnete Kaffee nicht, aber der Kaffee, der meiner Mutter zusagt, muss erst erfunden werden. Und zweitens drückte mir meine Mutter permanent bösartige, sich unter jedem Galgenhumor befindliche Wortfetzen direkt auf meine sensible Seele, sodass mir in ihrer Nähe das Atmen schwerfiel. Ich ging also mit ihr konsequent ins VIP, denn dort drin war mir alles egal, selbst mein schlechter Ruf und mein niedriges Prestige, welches mir wie ein schneller Tiger vorauseilte. Einmal überspannte meine Mutter den Bogen und meinte zum Kellner: Bitte schneiden Sie meiner Tochter das Tortenstück klein und begleiten Sie sie zum Klo, sie kann das nicht alleine, sie ist ja so arm, sie kann nicht so wie andere Leute, sie ist ja so arm, so arm. Nun gut, ab diesem Zeitpunkt mied selbst ich das VIP und suchte uns einen urigen Gasthof ausserhalb von Lienz, dort wo man wirklich dinieren kann, ohne dass eine Peinlichkeit zu viel auf den Tisch kommt.

Begrüssenswert ist die Einkaufsmeile von Lienz, wobei ich heute sagen muss, sie hat sich stark verändert, hat sich in alle Himmelsrichtungen hin ausgebreitet, und viele Shops von damals gibt es heute nicht mehr. Dafür haben sich die grossen Kaufhausketten in Lienz eingenistet, wie die Heuschrecken durchgefressen, und sie bewohnen das heutige Stadtbild konsequent mit ihren nicht ganz nachhaltigen Sonderangeboten. Wenn man ein T-Shirt für 3 Euro kaufen kann, verzichtet man oft gerne auf jegliche Nachhaltigkeit, was mir zum Himmel stinkt, obwohl ich einer der grössten Sparfüchse bin.

Einst kaufte ich ein rotes Kleid beim Benetton ein, und als ich es trug, fiel mir auf, meine Atombrüste ragen zu stark heraus. Ich ging damit ins Joy, um meinen Lieblingslehrer zu umgarnen, verfehlte ihn jedoch aufgrund meiner Kurzsichtigkeit, flanierte mit einem fremden, ähnlich blonden Mann und bekam am nächsten Tag den niedrig angehauchten Ruf einer billigen Schnepfe aufs Auge gedrückt. Bitte, als Schlampe wäre ich wenigstens richtig durchs Raster der Elitegesellschaft gefallen, aber als Schnepfe weiss man nie, wie tief man noch fallen kann, wenn der Paternoster-Aufzug den Weg in die heiss brodelnde Hölle des erotischen Daseins pflastert. Modisch gesehen lag ich immer daneben, entweder eingehüllt in einen Kartoffelsack, bestehend aus Jeans und Pullover, oder präsent wie ein vor Sinnlichkeit strotzender Vogel, transparent freigelegt mit einem zu kurzen Rock und einer zu engen Bluse, aber Presswürste haben sowieso die Eigenschaft, nirgends hineinzupassen, ohne dass sie gequetscht aussehen. Und so sah ich in jedem Outfit schräg bis schief gewickelt aus, egal, wo ich einkaufte.

Die Isel fliesst konsequent durch Lienz

Die Isel fliesst querSehenswert ist die Isel, ein kleiner Fluss, der sich durch Lienz schlängelt. Es ist ein linker Nebenfluss der Drau, aber keine linke Socke, denn der Fluss spuckt alles aus, was er geschluckt hat. Das Flussbett ist meistens gut mit Wasser gefüllt, obwohl man in Zeiten der Klimawende feststellen muss, dass das Wasser wie von Zauberhand schwindet. Osttirol braucht ohnehin unbedingt sauberes Wasser, sonst geht die Natur den Bach hinunter.

An der Isel spazierte und schlenderte ich tagein tagaus entlang, denn sie wies mir den Weg zur Schule, welchen ich permanent verfehlte. Mit dem Fahrrad kann man den Fluss so richtig spüren, wenn der Wind zusammen mit dem Wasser durch die Ohren zischt. Und auf den versteckten Parkbänken sitzt man stundenlang gemütlich, wenn man die Schule schwänzt, da wird man kaum bis gar nicht wahrgenommen, und erst recht nicht entdeckt, denn kein Lehrer verirrt sich in die Grünoasen der Iselwege.

Damals, als ich mit erhabener Konsequenz die Schule schwänzte, sass ich mit meinem Diktiergerät auf einer der Bänke, lauschte abwechselnd dem Flusswasser und meinem Diktiergerät, erkannte in beiden Dingen die Stimme Gottes, die mich ermahnend an den Unterricht erinnerte, und als ich mein Diktiergerät ausschaltete, wusste ich, was im Unterricht gesprochen wurde. Ich nahm oft ganze Schulstunden auf, damit ich mich am gesprochenen Wort der Lehrer orientieren konnte, anstatt mühsam in den Schulbüchern zu lesen. Meine Augen waren nämlich schwach wie ausrangierte Autoreifen, und ich hatte Mühe, zu klein gedruckte Buchstaben zu lesen, aber in eine Blindenschule wollte ich auch nicht abgeschoben werden, und so hütete ich über Jahre hinweg mein offenes Geheimnis, ich sah so viel wie Paul der Maulwurf, und der sieht fast nichts.

Kunst und Kultur in Lienz

Sehenswert sind auch die Galerien und Kirchen in Lienz, denn in diesen Gebäuden betet man immer, entweder für mehr Weltfrieden oder dafür, dass man nicht vom Kulturschock überrollt wird. In den elitär ausgestatteten Mauern von Schloss Bruck findet man die Egger-Lienz Ausstellung, welche man gesehen haben muss, wenn man Lienz besucht. Das Museum gehört seit 1940 der Stadt Lienz und beherbergt den jährlich wiederkehrenden Kultursommer.

Und neben den Kunstgalerien beherbergt Lienz viel katholische Religion, denn Osttirol gehört zu Tirol, und Tirol ist heilig. Im Jahr meines Abiturs frequentierte ich aus reinster Verzweiflung über mich selbst regelmässig eine der ältesten Kirchen von Lienz, weil sie so nahe lag. Ich sass in der Stille der Kirchenmauern fest und betete für ein Wunder, denn ich stand auf der ziffernbedingten Abschussliste der Schulnoten, hatte jedoch eisern vor, mein Abitur zu schaffen. Ich bin nicht gläubig, habe sogar die Zeugen Jehovas an der Haustüre im Bademantel bekleidet abgefertigt, sodass sie nie wieder kammen, und ich habe unseren uralten Dorfpfarrer bis aufs Knochengerüst genervt, sodass er das Dorf verliess und sich bis heute dort nicht mehr blicken liess.

Kirchen waren mir religionsbezogen suspekt, aber die Kunst darin interessierte mich, und wenn die hauseigene Orgel nicht durchgefressen war, spielte sie ohrenberauschende Klänge, welche ein simples Klavir nicht annähernd spielen konnte. Ich bewundere heute noch alle Menschen, die tiefen Glaubens sind und Gott gefunden haben, denn mir blieb er bis jetzt verborgen. Vielleicht überkommt mich eines Tages die Erleuchtung und ich werde zum Guru, aber bis jetzt hat mich nicht einmal Scientology aufgenommen.

Die Lienzer sind anders, aber sie sind coole Leute

Bitte, das Lienzer Fussvolk ist gar nicht so schlecht wie sein Ruf ihm vorauseilt. Man findet inmitten von Osttiroler Urgesteinen auch Menschen auf zwei Beinen, die hilfreich fürs Allgemeinwohl sind, helfend zur Seite stehen, sich gegenseitig animieren, einander gut leiden können und gemeinsam friedlich leben. Die Stadt Lienz ist so klein, dass man sich auf der Strasse grüsst, vor allem, wenn man sich gegenseitig kennt.

Es gibt sogar Leute, die ehrenamtlich beschäftigt sind, und es gibt welche, die tun Gutes, sind echte Löwen, gehören dem Lions Club an und achten darauf, dass die Bürger genug zu futtern haben, also verhungern wird man in Lienz nicht. Ich werde wohl in diesem Leben keine Löwin werden, aber im nächsten leben komme ich als gut betuchter Mann auf die Welt, dann brülle ich laut mit den helfenden Löwen mit. An dieser Stelle möchte ich alle Leute dazu animieren, dem Lions-Club Lienz unterstützend zu Seite zu stehen, denn eine kleine Spende tut nicht weh. Ich unterstütze den internationalen Lions-Club, aber der District 145 braucht immer Unterstützung, denn er steht für eine gute Sache und sollte nicht vernachlässigt werden.

Wenn man genau hinschaut, ist Lienz ein erweitertes Dorf, denn man findet sich dort auch blind zurecht. Und wenn ich mich im noblen Klagenfurter Nebel wälze, die frisch wattierte Nebelluft einatme, in den Nebelschwaden verschwinde und förmlich unsichtbar werde, denke ich an meine Zeit zurück, in welcher ich das Lienzer Stadtbild mit meiner seltenen Anwesenheit geprägt hatte.

Das BORG in Lienz ist anders, aber dafür ist es cool

In Lienz besuchte ich das BORG, mit mässigem Erfolg, denn ich war selten anwesend, weil ich mir den Rest der Schulzeit frei nahm. Bitte, wie ich mein Abitur geschafft habe, kann ich mir bis heute nicht erklären, denn ich besass nicht einmal ordentliche Bücher, da sie mir jährlich verloren gingen, so unter dem Motto: Aus den Augen, aus dem Sinn. Und so war mein Abitur eine reine Improvisationsangelegenheit, aber knapp vor der Reifeprüfung passierte etwas Merkwürdiges, ich lernte wie ein wild gewordenes Eichhörnchen, welches auf der Suche nach Nüssen alles frisst, was es findet. Bitte, vielleicht haben auch meine Stossgebete in der Lienzer Kirche geholfen, welche ich flehend zum Himmel hinauf schickte, ohne zu wissen, ob es einen geistigen Himmel gibt, der vom geographischen, physisch dominanten Himmel abweicht.

Meine gesamte Schulzeit über litt ich unter schlechten Lehrern und himmelte die guten an. Ich hätte beide Sorten gerne benotet. Heute gibt es hierfür die obligatorischen Lehrerbewertungen. Aus ferner Erfahrung kann ich heute noch sagen, Professor Ingo Lindsberger ist einer der besten Lehrer. Er war einst mein Lehrer, und er hätte mir einen langweiligen Stadtplan vorlesen können, ich wäre dahingeschmolzen wie heisses Blech auf dem Gibeldach.

Kein Ort der Welt ist so schön wie Lienz

Nach dem Abitur verliess ich die Stadt, denn es zog mich wie magisch in die weite Welt hinaus, und die weite Welt war für mich Spanien, ein Ort der Ruhe, an welchem ich auf meiner Finca lebte, Orangen erntete, die Sonne in meinem Hirn begrüsste und das Meer genoss. Irgendwann brannte mir die spanische Sonne ein Loch ins Hirn, sodass ich glaubte, ich müsste studieren, um glücklich zu sein. Also zog ich los, in einen anderen Winkel der Welt, nach Salzburg, ging dort hin und wieder an die Uni, und da mein buntes Nomadenblut ständig brodelte, wenn ich irgendwo sesshaft geworden war, zog es mich nach Frankfurt, Dresden, Leipzig, Berlin, München, und nach Freising. Bitte, ich bin meinen damaligen Lebenspartnern hinterhergezogen, die ich laufend wechselte. Ich könnte schwören, der Richtige war nicht dabei.

Irgendwann lernte ich meinen aktuellen Lebenspartner mit Dauercharakter kennen, lebe seither in Klagenfurt, da ich auch ihm hinterher gezogen bin, und wenn ich nicht sterbe, feiern wir eines Tages unsere Gnadenverlobung, da bittet man Gott um Gnade, dass der eigene Sargdeckel endlich aufgeht, damit man sich hineinlegen kann. Immerhin sind wir mehr als 17 Jahre miteinander verlobt, mein Banker und ich, und es werden jährlich mehr Tage, an denen mein Ring als formelle Handfessel am falschen Finger feststeckt. Wahrlich, ich bin glücklich.

Nach Lienz werde ich wohl nicht mehr auswandern, denn hierfür müsste sich ein Mann finden, der mich sofort heiratet. Er müsste mich samt all meinen Macken und Fehlern hinnehmen, annehmen, hart nehmen, und zu diesem Behelfe müsste er bei meinem aktuellen Lebenspartner um die Hand meines elitären Körpers anhalten.

Lienz bleibt meine Zwischenheimat, mein Geburtskanal, meine Sonnenstadt, auch wenn sich das Klima dem Ende zuneigt und zunehmend unangenehmer wird. Irgendwann sitze ich im Nebel in Klagenfurt fest und freue mich, nicht bei 40 Grad Hitze zu verdunsten, denn im Nebelloch ist es erfahrungsgemäss saukalt.

Lienz wird immer moderner

Die Sonnenstadt Lienz modernisiert sich am laufenden Band. Die politische Lage wird zusammen mit den Dolomiten klimafreundlich umgebaut, der Wolf könnte bald beseitigt werden, er wird aufgespürt und unschädlich gemacht, solange kein Naturschützer wie ich es einer bin, darüber berichtet, dass der Wolf auch eine sensible Seele besitzt, und die Lienzer üben sich in Solidarität, solange noch sichergestellt ist, dass jeder gut leben kann, wenn er will.

Die Immobilienpreise steigen in undefinierbare Höhen empor, aber in der Höhe des Zettersfeldes lebt man am besten, während man im Penthouse mitten in Lienz seinen elitären Zweitwohnsitz aufschlägt. Im Trend liegen die mobilen Häuser, die auf Campingplätzen stehen, da sieht man dann vor lauter Minihäusern keinen Wohnwagen mehr. Und die Immobilien werden so teuer, dass ich mir überlege, so ein Minihaus in Lienz aufzustellen, weil ich mir einen zweiten Betonklotz nicht ans Bein binden kann, wenn ich pleite bin. Noch kann ich mir das Lachshäppchen leisten, aber wenn ich aufgrund der Klimakrise, welche auch in Lienz bemerkbar ist, überhitze, brauche ich keinen Lachs mehr. Übrigens schmeckt der Kaffee in Lienz jedes Mal süss, wenn ich dort bin, und das liegt nicht am Zucker.

Alkohol und Psychopharmaka gegen die Teuerungswelle

Bundeskanzler Karl nehammer löste in Tirol in der eigenen Partei eine Welle der Empörung aus, als er meinte, wenn wir gegen die Teuerungswelle nicht ankommen, helfen Alkohol und Psychopharmaka. Bitte, ich hätte diese Aussage belächelt, denn nichts anderes wäre ich gewohnt gewesen. Man kann die Aussage sehen wie man will, sie steht im Raum, wurde ausgespuckt, in den sozialen Medien zerkaut, wiedergekaut, wie in einem Kuhmagen verdaut, und wir müssen damit leben. Ich denke, der Bundeskanzler wird im letzten Moment eine typisch österreichische Lösung gegen die Teuerung auf den Tisch legen, und wenn nicht, stecken wir den Kopf in den Sand und spielen Vogel-Strauss. Die Political Correctness läuft zur Hochform auf, wenn es Krisenzeiten hagelt, denn da sägt einer nach dem anderen am Sessel seines Nächsten, um selbst vom Chefsessel geworfen zu werden. Ich finde so manches Vorgehen und so manche Aussage des aktuellen Bundeskanzlers Nehammer nicht korrekt, und auch seine Untätigkeit, die quasi schon an die Grenze einer Lähmung stösst, finde ich nicht ideal, aber ich denke, jeder Politiker würde in Zeiten wie diesen über Kritiker stolpern, die es besser machen, oder die zumindest davon überzeugt sind, es besser zu machen. Fakt ist, wenn wir unter der Teuerungswelle verschwinden, steht uns das Wasser bis zum Hals, dann müssen wir schwimmen lernen, und das werden bestimmt einige verzweifelte Leute in Alkohol üben, wenn die Psychopharmaka den Geist so lahm legen, dass man förmlich untergeht, wenn man nicht oben schwimmt.

Stau in Tirol - Er stinkt gewaltig

Stellen Sie sich vor, Sie stehen im Stau und müssen aufs Klo. Hier hilft nur eine ausdauernde Blase oder ein schnelles Roadbag. Bitte, zahlreiche Leute stehen gerade in Tirol im Stau, während Sie dies hier lesen, und es werden immer mehr. Damit diese Tragödie endet, hat man einen Schulwettbewerb ins Leben gerufen. Schüler der Sekundarklassen in Tirol sollten per Zeichnungen, Malwettbewerben, Comics, Videos, Dokus, mit Texten, Bildern, Fotos, Skulpturen, etc. darstellen, wie man das Stauchaos lösen könnte. Zug, Bus, Car-Sharing, Car to go, E-Bikes, Leihfahrräder, U-Bahn, Strassenbahn, On-Demand Verkehrsmittel, oder auch zu Fuss gehen, das sind coole Lösungen, auf die man bauen kann. Unsere Teenager sind es, die das Klima einmal voll aufs Auge gedrückt bekommen, wenn wir die Klimaerwärmung nicht stoppen. Und so müssen wir den Stau stoppen. Bitte, ich mache mit, ich lasse mich mit einer Sänfte durchs Leben tragen, oder ich werde vom Winde verweht, dann komme ich überall hin. Machen Sie auch mit beim Kampf gegen den Stau, und bitte lassen Sie Ihr Auto zu Hause.

Die Matura 2022 verdient eine Auszeichnung

In Lienz haben zahlreiche Schüler und Schülerinnen des BRG, des BG, des BORG, der HAK, der HBLA, der HTL, und vielen weiteren höherbildenden Schulen das Abitur hinter sich gebracht, wobei viele mit Auszeichnung oder zumindest gutem Erfolg maturiert haben. Ich gratuliere allen Abiturienten und Abiturientinnen an dieser Stelle, und geniessen Sie den Sommer, es könnte der letzte Sommer in unbekümmerter Freiheit sein, denn danach beginnt das Arbeitsleben. Bitte, nicht für die Studierenden, denn für Studenten beginnt meistens nach dem Abitur eine lange Partystrecke, welche den Lebensweg mit viel Bier, Sekt und Champagner pflastert. Als ich zur Uni ging, glaubte man ständig, eine Fata-Morgana an der Universität zu sehen, da ich so selten anwesend war. Aber dafür habe ich keine Party verpasst. Bitte, selbst bei meinem damaligen Abitur war ich eine Katastrophe, weshalb hätte sich das grossartig ändern sollen? Das Abitur im Jahr 2022 war wieder geprägt von Corona Massnahmen, wobei man nicht wusste, ob die Maske nun schützt oder bloss einen nassen Fetzen, ähnlich eines sabbernden Maulkorbs darstellte, denn wenn man vor den Prüfungen Blut und Wasser schwitzt, leidet jeder Mundschutz. Trotzdem haben die Maturanten erstaunlich gut bis sehr gut abgeschnitten, aber die Lienzer Schüler gehören ohnehin meiner Meinung nach zu einer Elite des klugen Verstandes, denn die Schulen in Lienz bewegen sich auf einem hohen Niveau. Das musste ich schon damals, als ich in Lienz zur Schule ging, erkennen, denn als ich meinen Schul- und Studienweg in Salzburg fortsetzte, begriff ich erst, wie leicht es sein kann, in einem anderen Bundesland mit Auszeichnung das Abitur zu schaffen. Hätte ich das vorab geahnt, wäre ich sofort woanders zur Schule gegangen. Egal, für eine Frau wie mich wäre ohnehin eine Waldorfschule besser gewesen, denn dort hätte ich meinen Talenten nachgehen können, schlafen, essen und telefonieren.

Windenergie in den Schigebieten

Wenn der Wind am Gipfel weht, wo eigentlich das Gipfelkreuz steht, dann ist das Kreuz in Gefahr, denken einige Politiker und wehren sich gegen die Winkraft in den osttiroler Schigebieten. Und wenn der Wind nicht weht, sind die Kraftwerke eine reine Augenweide. Die NEOS befürworten die Windkraft in Schigebieten, und ich muss ehrlich gestehen, der Gedanke klingt verlockend, denn damit würden wir einige Probleme lösen, die es ohne die Seilbahn gar nicht geben würde. Die Bergbahnen verfügen bereits über Starkstromnetze, sodass man hier keine neuen Gräben graben müsste, welche die Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit empfindlich stören könnten. Und wenn die Bergbahnen schon so viel Strom fressen, könnten sie ruhig auch ein Windkraftwerk ertragen. Welch eine Augenweide, welch ein Ohrenschmaus. Wussten Sie, dass Windkraftwerke viel Lärm um nichts machen, wenn sie Strom erzeugen? Da weht der Wind wie ein Hauch von Nichts durch die Turbinen, und voila, im Wohnzimmer geht die Lampe an, ach wie fein. Man könnte natürlich auch auf Solarenergie setzen, Photovoltaikanlagen anbringen, die Seilbahnen damit bestücken, und am Gipfelkreuz bringt man die höchste Solaranlage an, direkt über dem Haupt des Präsidenten, damit der Jesus seinen Solarhimmel betrachten kann. Beides, Windenergie und Solarenergie sind für Schigebiete nützlich, wenn nicht die Touristen dort wären, und wenn nicht die Seilbahnindustrie, die Gastwirte und Bergbahnbetreiber etwas dagegen hätten, denn solche Anlagen würden den Tourismus mächtig zusetzen. Ich denke, man könnte sich zu einem Kompromiss durchringen, eine mittelprächtige Anzahl an Energiekraftwerken bauen, nicht zu viele, nicht zu wenige, und alle wären zufrieden mit so einer Lösung, nur das Ego des einzelnen hüpft unter dem Teppich dahin, wenn es gequetscht wird.

Soll uns der Wolf wieder beehren?

Der Wolf ist wieder da, Hurra. Für die grün angehauchten Befürworter des Wolfes ist die Wiedereingliederung seiner Art in ländliche Gebiete, quasi in Wohngebiete eine gute Idee, während die Bevölkerung laut aufschreit, denn so ein Wolf kann mächtigen Schaden anrichten. Kein Huhn ist sicher vor ihm. Und in letzter Zeit plagten die Wölfe ganze Dörfer und osttiroler Gebiete, weil die Wölfe den Menschen zu nahe kamen. Wolf bleibt Wolf, Schaf bleibt Schaf, Mensch bleibt Mensch, und ich bleibe ein unverbesserlicher Umweltschützer, den man eigenhändig erschlagen müsste, damit man die Plage nicht mehr am Hals hat. Ich wohne ja auch in der Stadt, direkt unterm Gibeldach, da kommen selten Wölfe vorbei, es sei denn, ich lade sie ein, aber dann klingeln sie zuvor an der Haustüre. Ich kann die Panik der Bürger verstehen, denn wenn man mit einem Wolf konfrontiert wird, hätte man am liebsten ein Gewehr dabei, welches man beherrschen müsste, damit man nicht versehentlich die Schwiegermutter, nein, das Huhn erschiesst. Waffen aller Art sind für mich ein No-Go, und Wölfe aller Art sind eine Zumutung für Dörfer, in denen sich die Bürger frei bewegen wollen. Man könnte zwar dem Wolf sein Waldrevier zurückgeben, aber man muss ihn nicht einbürgern, quasi neben die Bürger platzieren, denn der Wolf sucht sich ohnehin seinen Weg selber. Er geht einfach dem verführerisch gut duftenden Geruch der Hühner nach.

Kinder schnuppern an der Bauwirtschaft von morgen

Die heutigen Kinder sind die Arbeitgeber und Arbeitnehmer von morgen und übermorgen, denn sie gestalten unsere Zukunft, und diese sollten wir ihnen nicht verbauen. Ein Projekt, welches in Osttirol in den Pflichtschulen regen Anklang fand, ist das Schauprojekt für Kinder, welche sich Baustellen näher anschauen konnten. In vielen Volks- und Grundschulen wurde dieses Projekt bereits durchgeführt, und es stiess auf begeisterte Kinderaugen. Handwerker sind gefragt wie nie, und wenn der Klemptner kommt, hat der Wasserhahn endlich ausgetropft. Leider wird das Handwerk immer mehr in den Hintergrund gedrängt, da wir im Moment eher darauf achten, dass Kinder eine möglichst lange, effektive, gut bezahlte, akademische Laufbahn einschlagen, was natürlich gut ist, aber trotzdem benötigen wir Bauarbeiter und Handwerker. Heute ist es ohnehin schick, eine Lehre nach dem Abitur anzustreben und somit die akademische Laufbahn mit der handwerklichen verschmelzen zu lassen. Wir sollten in Zukunft die Kinder intensiver in die Wahl des zukünftigen Berufes einbeziehen, denn ein Kind sollte frei wählen dürfen, womit es später einmal seine Brötchen verdienen will. Die Matura samt Studienabschluss ist zwar erstrebenswert, aber nicht jedes Kind möchte dies, und nicht jeder Mensch ist fürs wissenschaftliche, theoretische Arbeiten geeignet. Meiner Meinung nach braucht es dringend mehr Sozialarbeiter in den Schulen, welche den Kindern alternative Berufe und Lebensmodelle näherbringen, sie unterstützen und für sie da sind, denn die Lehrkräfte alleine können nicht alle Bereiche der Persönlichkeitsbildung übernehmen.

Das Zettersfeld bekommt nette Chalets

Es könnte bald amtlich werden, dass am Zettersfeld ein nettes, von Superreichen bewohntes Chaletdorf entsteht, denn ein Investor aus Oberdrauburg hat Interesse daran. Bitte, er könnte auch mich unterstützen, dann ziehe ich ins Chalet ein. In Lienz und Umgebung sieht man die nahenden Chalets mit geteilter Meinung, denn eine alt eingesessene Jugendherberge muss dafür geopfert werden, und somit jault der Alpenverein wie ein Wolf laut auf, aber in Kärnten und Osttirol sind Wölfe ohnehin am Vormarsch. Ich finde es nicht gut, wenn man noch mehr Natur den Superreichen überlässt, denn sie schmutzen viel, wenn sie mit ihrem Privatjet am Hausdach des eigenen Chalets parken.

Matrei ist pleite

Nach dem letzten Kassasturz fiel auf, dass die Dorfgemeinde Matrei pleite ist, da der Pleitegeier schneller war als der Sparfuchs. Ich glaube fast, die Matreier müssen jetzt sparen, aber das dorfinterne Rathaus steht noch, selbst wenn man derzeit nicht weiss, wo guter Rat zu holen ist. Manchmal kauft man sich ja den Hausverstand beim Billa, aber es gibt Zeiten, in denen ist jeglicher Hausverstand ausverkauft. Ich denke, so wie sich die Zeitenwende in unsere Gesellschaft eingeschlichen hat, so wird auch Matrei eine Zeitenwende erleben und seine Schulden tilgen, bevor das nette Dorf in den Schuldenturm eingesperrt wird und bei Wasser und Brot verhungern muss. Das saubere Wasser kommt bestimmt aus Dölsach.

Der Caritas-Kaffee schmeckt auch den Lienzern

Caritative Zwecke sind unterstützenswert, damit bin sogar ich einverstanden. Dem Lienzer Publikum schmeckt der Kaffee-to go, und so hatten Schüler aus Lienz herzlichst dazu eingeladen, vor den Shoppingcentern und Einkaufsläden einen schnellen Kaffee zu trinken und eine kleine Spende hierfür abzugeben. Es kam ein hübsches Sümmchen zusammen, welches für caritative Zwecke eingesetzt wird. Bitte, es geht doch, selbst in Krisenzeiten spenden die Leute noch. Leider leben auch in Lienz manche Leute in ärmeren Verhältnissen, was traurig genug ist, und ich musste bemerken, dass kein Dorf vom Pleitegeier verschont bleibt, aber in Umbruchszeiten, in der sogenannten Zeitenwende, lebt man ohnehin am besten nur für den Moment, den man auskosten sollte, denn man weiss nie, was morgen kommt. Matrei ist auch pleite, was der letzte Kassasturz belegte. Als ich das letzte Mal in dem Alpendörfchen zu Gast war, blühte es noch in voller Pracht, selbst die Strassenwege waren hoch genug, um nicht unterzugehen. Ich denke, Matrei braucht einen Koffeinschub. Übrigens hätte ich auch einen Koffeinschub nötig, wenn ich meine, in Falten gelegte Stirn anschaue, die runzelnd vor sich hinlebt.

Die Hochsteinhütte lebt

Während Matrei dem Pleitegeier verfällt und notfalls unter den Hammer kommt, lebt die Hochsteinhütte am Lienzer Hausberg auf. Bitte, für einen waschechten Tiroler, der lediglich einen soliden Deutschkurs absolvieren müsste, ist so ein kleiner Hausberg wie ein peinlicher Kogel, ein flacher Kegel, aber für den Stadtmenschen ist es ein Berg. Für mich ist es tiefstes Hochgebirge, denn ich kenne vorwiegend das Flachland. Und wenn ich aus Holland anreise, komme ich mit dem Fahrrad am Hochstein nicht weit. Die Hochsteinhütte hat übrigens den gesamten Sommer über geöffnet, bis zum Oktober. A Wurscht, an Koas, a Brout, des isch guat. Wussten Sie, dass ich, als ich als ausserordentliche Studierende in Frankfurt meine Kurse belegte, an der Uni fast in die verhängnisvolle Lage gekommen wäre, einen Deutschkurs zu absolvieren? Als ich jedoch Kurse in Dresden belegte, fragte kein Schwein, ob ich der deutschen Sprache mächtig sei, denn in Dresden schiebt man einfach die Kinnlade etwas nach vorne und spricht mitteldeutsches Platt, die sogenannte niederdeutsche Sprache.

Just do it - Hilfe naht auch in Lienz

Wenn jemand Hilfe benötigt, medizinische Notfallhilfe, ist meistens niemand anwesend, der wirklich hilft. Früher rief man ziellos in die Menschenmenge hinein und fragte, ob ein Arzt anwesend sei. Heute sind Ärzte die reinste Mangelware geworden, besonders am Land, und so müssen die Lienzer Bürger und Bürgerinnen Erste Hilfe leisten. Schüler des BRG Lienz übten den Notfall und erlernten die Herzdruckmassage an Hand aktueller Ohrwürmer solider Songs, die im Takt klingen und mitschwingen. Als ich in meinem jugendlichen Leichtsinn meinen Erste Hilfe Kurs machte, drückte man ein Auge zu, sonst hätte ich mein letztes Schwimmabzeichen nicht geschafft. Ich war nämlich blind wie ein Maulwurf und musste die schlagenden Herzen manuell ausfindig machen, aber einen Hilfesuchenden hätte ich im Notfall übersehen, oder ich hätte ihn bestimmt verwechselt, denn ich bin ein Meister der simplen Verwechslungen. Ich finde es gut, wenn Jugendliche einen Erste Hilfe Kurs belegen, dann irrt man nicht ziellos mit seiner Selfie-Kamera am Handy umher und outet sich als Voyeur, der den Schauplatz fotografiert und als Schaulustiger agiert.

Die Grossstädter ziehen nach Lienz

Lienz ist ein Ort der Zuflucht, wenn man in der weiten Welt scheitert, sich unwohl fühlt, oder wenn man einen Neuanfang sucht. Und daher befüllen die Grossstädter die Bergbauernhöfe und sorgen dafür, dass das Hofsterben aufhört zu leben. Man beackert sein eigenes Stück Land, hütet das Vieh und achtet darauf, dass der Fuchs nicht mit der nächsten Henne davonspaziert. Wenn die Flut an Städtern jedoch nicht mehr endet, bekommt Lienz samt umliegender Berge ein Problem, denn die Preise steigen, das Land wird knapper, die Ressourcen werden unter den gut betuchten, zahlenden Städtern aufgeteilt, und die alte Lienzer Oma muss aus ihrem Haus ausziehen, weil es abgerissen, und als Luxusimmobilie wieder neu gebaut wird. Als ich mir neulich die Immobilienpreise ansah, dachte ich, der Immobilienspiegel schaut mir doppelt ins verblüffte Gesicht. Ich könnte schwören, die Wohnungen sind teuer geworden, denn eine kleine Eigentumswohnung mit 100 Quadratmeter kostet in Lienz mehr als eine halbe Million Euro. Bitte, ich bin ein Dorfkind, kein Grossstädter. Und aus diesem Grund bleibe ich zu Hause und hüte das Klagenfurter Nebelloch.

Lienz braucht Wasser

Ein symbolischer Wassergipfel gipfelte in Dölsach, wobei hier die Wasserqualität im Vordergrund stand. Auch am Dorf benötigt man Wasser, selbst wenn Lienz und Umgebung eines der besten Trinkgewässer der Welt besitzt. Besser schmeckt es nur noch im Lesachtal, aber das Tal betritt man im Winter nicht freiwillig. Trotzdem müssen wir uns zunehmend Sorgen um die Trinkwasserqualität machen, denn die Bodenversiegelung schreitet voran, die Grossstädter fluten das Land, die Immobilienhaie verschlucken ganze Landstriche, und die Bauern bewirtschaften ihr Land nicht mehr zuverlässig, weil der Immobilienanleger mehr Geld bezahlt, um das Land mit Betongold zu beackern. Wenn ich mir anschaue, wie Grünflächen verschwinden, so könnte ich mir vorstellen, eines Tages an einer künstlichen Wasserader zu erwachen, vielleicht trinken wir dann unser Wasser als Infusion, nachdem der erste Hilfe Kurier eingetroffen ist. Bitte, Sie kennen das elitäre Klagenfurter Wasser nicht. Es beherbergt eine dicke Kalkschicht, sodass ich mein Wasser aus der Flasche trinke, weil ich teures Mineralwasser konsumiere und mich bei jedem Schluck nach Lienz zurücksehne.

News aus der Dolomitenstadt.at


Shop

Impressum

Datenschutz

Elisabeth Putz

Lifestyle