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Polterabend - der aufregende Junggesellenabschied

Bräutigam am PolterabendIn einer Beziehung, welche in eine Ehe mündet, braucht man den obligatorischen Polterabend, denn so ein lang anhaltender Schockzustand einer Ehe kann ganz schön arbeitsintensiv werden. Ich habe meinen Polterabend noch vor mir. Jetzt habe ich neulich erkannt, dass ich ein Problem nicht verheimlichen kann, ich besitze ausschliesslich männliche Freunde, wobei jene Männer, welche mir die Freundschaft kündigten, weil es so etwas zwischen Mann und Frau nicht gibt, bereits subtrahiert wurden. Mit wem bitte soll ich meinen Polterabend feiern? Nun, ich könnte mit meinen wenigen Freundinnen feiern, übersichtlich im kleinen Rahmen, denn meine Freundinnen kann man an einer Hand abzählen, wobei der kleine Finger arbeitslos wäre.

Wenn ich meinen Polterabend feiere, ziehe ich mit meinen vier Freundinnen los und bestelle mir einen leckeren Mann, der aus der Torte steigt, denn ich liebe grosse Torten. Mein Lebenspartner zieht mit seinem Harem los und bestellt sich ebenfalls einen Tortenmann, denn die vielen Frauen an seiner Seite möchten auch auf ihre Kosten kommen.

Vielleicht bestelle ich mir auch eine Limousine mit einem Callboy drin, einer Flasche Champagner inklusive, dann muss ich den Callboy nicht nüchtern geniessen, weil mein schlechtes Gewissen im nüchternen Zustand wie ein mahnender Prediger spricht und mir signalisiert: Das tut man nicht, auch nicht beim eigenen Polterabend. Vielleicht bestelle ich mir auch nur ein Schnitzel, damit ich nicht vom Fleisch falle, wenn ich vor dem Traualtar kalte Füsse bekomme.

Oft ist der Polterabend schuld, wenn Hochzeiten abgesagt werden und Ehen nicht zu Stande kommen. Wenn mein Lebenspartner mit einer knackigen Frau in einer saftigen Torte feiern würde, hätte er bestimmt einen würdigen Abgang seines Single Daseins, seines Junggesellenlebens, aber er wäre nachher wieder als knackiger Single am Markt erhältlich, weil ich ihn nicht mehr heiraten würde. Schuld ist natürlich die Frau in der Torte, obwohl sie am wenigsten dafür kann, sie wurde ja nur gebucht.

Eine Hochzeit ist wunderbar, aber kurz zuvor gibt es noch den Polterabend und die Junggesellenverabschiedung. So ein Polterabend kann ziemlich süss und freizügig vor sich gehen. Am besten feiern die Männer unter sich und die Frauen getrennt von den Männern. Dann müssen die Frauen nicht gleich heulen, wenn sie ihren zukünftigen Mann in den Armen einer anderen Frau sehen und dann beide im Bett erwischen.

Was braucht man für den Polterabend?

Was gehört alles zu einem Polterabend dazu? Geschirr, welches man nicht mehr braucht und dem man nicht unbedingt hinterher heulen muss. Das Geschirr geht immer zu Bruch, denn man wirft es ja zu Boden, da Scherben in der Ehe eine glückliche Ehe bescheren.

Man braucht ausserdem eine Torte, die innen hohl ist wie ein hohler Kopf, denn die Frau, die viel gekostet hat, hüpft doch aus der Torte heraus. Das ist natürlich nicht die eigene Frau. Ja, die hat auch viel gekostet, die wird aber auch noch weiterhin viel kosten, wenn man sie nach dem gelungenen Polterabend wirklich noch heiratet und sich nicht in die Frau aus der Torte verliebt hat.

Ausserdem gehören zu einem gelungenen Junggesellenabschied jede Menge Getränke dazu, und die guten Freunde, die den werdenden Ehemann zum Trinken einladen. Zum Schluss braucht man noch jemanden, der die Rechnung bezahlt und einen, der den Bräutigam am nächsten Tag wieder gesund pflegt.

Man benötigt einige Ausreden, damit man seinen Partner am nächsten Tag besänftigen kann, denn die Wahrheit vertragen wir oftmans nicht. Bitte, Sie sollten mit ihrem Partner nicht unbedingt über Ihren eigenen Polterabend sprechen, denn das könnte Gift für die Ehe sein, die Hochzeit sogar in Gefahr bringen. Frauen sind besonders sensibel, wenn sie die nächtlichen Ausrutscher ihres Mannes verbal präsentiert bekommen. Die lassen einem dann glatt am Traualtar stehen und suchen sich ein eigenes Abenteuer, nur um mithalten zu können. Was der Mann kann, das kann ich schon lange.

Wie feiert man den Polterabend?

Ich war beim Polterabend einer meiner Bekannten eingeladen, ein Grieche. Bitte, der machte gleich den wichtigsten fatalen Fehler, den man machen kann, er feierte mit seiner Frau zusammen. Bis heute weiss ich nicht, ob seine Frau die Teller aus Wut oder aus Freude auf den Boden knallte. Ihr Mann stand nämlich viel beschäftigt mit zwei fremden Frauen am Eingang des Lokals, eine Hand am Busen, eine Hand am Po. Beide Frauen waren glücklich, und die dritte Frau war damit beschäftigt, Teller zu Bruch gehen zu lassen.

Man sollte seinen Junggesellenabschied mit Freunden, aber niemals mit der werdenden Ehefrau feiern. Man riskiert dabei die Hochzeit. Bitte, der Grieche heiratete trotzdem, denn seine Frau tat das, was er wollte, Ja sagen. Heute sind die beiden glücklich, sehr glücklich geschieden.

In England feiern die Frauen ihren Polterabend derart ausgelassen, Honeymoon nennen die das, ein pures Besäufnis. Normalerweise würde ich für Honeymoon ja die Flitterwochen heranziehen, aber wahrscheinlich ist der Polterabend für die englische Frau so eine Art Ersatz für glückliche Flitterwochen. Manche Mädchen besaufen sich bis zur Besinnungslosigkeit, das Gegenteil von dem, was man als gepflegte Engländer kennt.

In Hamburg St. Pauli lässt sich der Polterabend auch hervorragend abfeiern. Man bekommt einen Bauchbeutel umgebunden, in dem befinden sich Kleinigkeiten, Kondome und Co, und man sucht sich so lange neue Partner für einen kurzen One Night Stand, bis der Bauchbeutel leer ist. Man trinkt mächtig einen über den Durst und denkt nicht an Morgen. Bitte, ich staunte nicht schlecht, als ich begriff, dass dies nicht nur Männer, sondern auch Frauen praktizieren. Heisst so ein Bauchbeutel nicht auch Bauchladen?

Voll im Trend liegt auch das Fremdküssen und Fremdgrabschen am Polterabend. Man sammelt auf offener Strasse Küsse von fremden Menschen und bekommt dafür Punkte von seinen Freunden. Ich glaube, das würde ich nicht aushalten, meine Lippen wären nachher reif für die Reha Anstalt. Ein neuer Trend ist das Einsammeln von Telefonnummern. Da muss man sich schon mächtig ins Zeug legen, einen richtig intimen Zungenkuss austeilen, bis aufs Blut flirten, damit das Blut in Wallung kommt, denn eine Telefonnummer bekommt man nicht einfach so am Serviertablett präsentiert.

Wie immer man seinen Polterabend auch feiert, man muss es mögen. Ausser man hat Freunde, die man beglücken muss, dann ist man arm dran, wenn man die Wunschliste der gut gemeinten Freundschaftsdienste erfüllen darf. Da sind Flaschendrehen und Spielzeug für Erwachsene noch das Harmloseste. Manche Leute feiern im kleinen Rahmen, friedlich und bescheiden, betrinken sich nicht, arten in keine sexuell zweideutigen Ausrutscher aus, freuen sich auf ihre Hochzeit und sind am nächsten Tag noch ansprechbar.

Ein krasses Beispiel habe ich einst in einem Bericht gelesen. Ein Junggeselle feierte seinen Polterabend, trank sich ins Delierium und wachte am nächsten Tag in einem fremden Bett mit einer noch fremderen Frau auf. Er wollte sich schon verabschieden, da bemerkte er, dass er mit Handschellen an die Frau gebunden war. Die beiden holten die Feuerwehr, denn sie waren zudem noch ans Bett gefesselt, aber Gott sei Dank, das Handy war anwesend. Die zukünftige Ehefrau kam ins Zimmer, da sie einen Hinweis erhalten hatte, wo sich ihr Mann aufhielt.

Wahrlich, die Situation war eindeutig. Schatzi, es ist nicht so, wie es aussieht. Ich liebe nur dich. Komm, lass uns heiraten, die Feuerwehr kommt gleich. Der Mann fand einfach nicht die passenden Worte für seine nächtliche Aktion. Ich glaube, die Hochzeitsgäste ersparten sich dann die Anreise.

Die begehrtesten Junggesellen der Welt

Liebe Frauen, eventuell liebe Männer, wenn Sie einen der begehrtesten Junggesellen der Welt ehelichen möchten, müssen Sie sich beeilen, denn hinter ihnen sind viele Leute her, Heiratswütige im besten Alter. Man will ja eine gute Partie machen, sich finanziell geborgen fühlen, sich in bester Gesellschaft aufgehoben fühlen, man will schlicht und einfach einen Junggesellen heiraten, einen aus gutem Haus, mit viel Geld und noch mehr lukrativem Prestige. Junggesellen aus Adelshäusern sind beispielsweise sehr begehrt, da nur wenige am Heiratsmarkt existent sind. Heute geht der Trend dahin, dass Adel gut bürgerlich heiratet, so bräuchte die Frau nicht unbedingt aus adeligen Kreisen stammen, gute Tischmanieren und das Know How der Knigge helfen auch weiter. Ich bin nach wie vor auf der Suche nach meinem attraktiven Ölscheich aus meinem Traum, ein wahrlich grosszügiger Junggeselle.

 


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Elisabeth Putz

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