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Bodypainting - So bemalen Sie Ihren Körper

Den Körper mit einer Feder bemalenBodypainting ist ein sinnlich angehauchter Körperkult, da hier ein nackter Körper vollständig bemalt und dekoriert wird. Es ist Körperkunst auf hohem Niveau, welche Ausdauer, Kreativität und Standfestigkeit benötigt. Man bemalt die nackte Haut.

Die Models, welche sich zur Bemalung hinstellen, brauchen gute Nerven, jede Menge Standfestigkeit in den Beinen, da sie stundenlang stehen müssen und sich nicht hinsetzen dürfen, damit die Farbe nicht am Körper zerrinnt, und sie müssen gut aussehen, quasi eine edle Figur besitzen, die zum Hinschauen einlädt. Die Ausstellungsobjekte müssen eventuelle Schmerzen aufgrund des langen Stehens ertragen können, sozusagen Meister im Dauerstehen sein. Sie dürfen nicht grossartig schwitzen, und sie sollten wenn möglich nicht kitzelig sein, denn es wird stundenlang am nackten Körper herumgemalt und gepinselt. Wer kitzelig ist, schreit wie ein gegrilltes Huhn am Schaschlikspiess.

Im Grunde kann jeder ein Bodypainting-Model werden, aber vorzugsweise sind es junge Frauen, welche sich hierfür bewerben, denn die ältere Dame schwitzt gerne und hat oft starke Schmerzen in den Beinen. Kult sind übrigens auch männliche Models, vorzugsweise androgyne Models, welche diesen elitären Markt erobern.

Wer Bodypainting als Darsteller betreibt, fühlt sich im nackten Zustand vollständig bekleidet, als ob ihm ein Outfit passend auf den Körper geschneidert wird. Nach einer Weile fühlen sich die meisten Models schwer, als ob eine Bettschwere auf ihnen lastet. Dieses Gefühl wird durch die Euphorie des Events so abgeschwächt, dass man seine Körperschwere nicht mehr bemerkt, sondern nur noch ein euphorisierendes Glücksgefühl im Kopf trägt, wenn man sonst schon nichts am Körper trägt, ausser kiloweise Farbe. Wenn das Model im nackten Zustand schick angezogen wirkt, hat der Bodypainter ganze Arbeit geleistet.

Das Wort Bodypainting kommt begrifflich aus dem Englischen und bedeutet Körperbemalung. Man malt mit Wasserfarben, mit Make-Up und Schminke, mit Kajalstift, Lippenstift, man wendet die Airbrush Technik für grossflächige Bemalungen an, und wer mit Henna malt, erntet lang anhaltende Ergebnisse. . Der Hennastrauch ist aus Nordafrika und dem Nahen Osten bekannt und wird auch für Tattoos eingesetzt.

Es gibt unzählige Techniken, welche zur Bemalung eingesetzt werden. Fett und Cremeschminke hält besonders gut, ist atmungsaktiv, ungiftig und abwaschbar. Man kann sie mit einem Schwamm auftragen. Nassschminke kann man abpudern und fixieren, damit sie lange hält. Mit herkömmlicher Schminke und anderen Farben hält sie wenige Stunden, denn der Körper schwitzt und sondert Salz aus, welches die Kunstwerke verblassen und zerrinnen lässt. Mit spezieller Schminke, die unter dem Schwarzlicht leuchtet, kann man die Körperbemalung auch bei Nacht sehen, das Model leuchtet dann in der Disco. Mit Glitter erzielt man special Effects, und mit Mastix kann man plastische Veränderungen vornehmen, beispielsweise dreidimensionale Objekte auf den Körper zaubern.

Menschen bemalten ihre Körper schon in uralten Zeiten. In der Steinzeit malte man mit Holzkohle, mit Erdfarben, welche man mit Fetten oder Wasser vermischte, oder mit Ocker. Man verwendete Tierhaare als Pinsel, oder man malte gleich mit der Hand. In gewisser Weise hatte dieses Ritual einen erotischen Touch, es galt jedoch auch als Schönheitsideal.

In früheren Zeiten galt die Körperbemalung als Kult, als traditionelles Ritual. Besonders die rote Farbe, die für Kriegsbemalung, aber auch für Gesundheit stand, machte in alten Zeiten das Rennen. Weisse Farbe galt als unschuldig und rein. Blaue Farbe signalisierte Niederlage und Probleme. So kennzeichneten sich die Menschen, die Stämme und signalisierten damit ihre Zugehörigkeit, ihre Rituale und Tradition. Am besten bekannt ist die Körperbemalung von den Indianern, welche ihre Wertschätzung innerhalb eines Indianerstammes damit ausdrückten. Dieser Kult galt aus ethisch, ästhetisch, und er symbolisierte die soziale Stellung eines Menschen innerhalb eines Stammes. Er diente auch als Körperschmuck, als Ausdruck der Trauer, als Kriegsbemalung, zur Tarnung, schützte die nackte Haut vor äusseren Einflüssen, Dämonen und Insekten, galt als magische Kraftquelle und medizinische Behandlung.

Heute ist das Bodypainting zu einem Lifestyle Kult geworden, die reinste Kunst am Körper. Clowns und Zirkusartisten bemalen sich, auf Fussballveranstaltungen und bei Radrennen bemalt man sich gerne, Kinder bemalen sich im Fasching und auf Kinderevents, und in Österreich gründete man die World Bodypainting Assotiation, welche offiziell für die Kunst der Körperbemalung, der sogenannten Body-Art steht.

Heute werden jährlich die besten Bodypainter und ihre Models in sogenannten Bodypainting-Wettbewerben gekürt. Die Szene kennt sich, trifft sich, man tauscht sich aus, lernt gegenseitig voneinander, zeigt, was man kann, unterhält sich gut und hat Spass dabei. Auch für die Zuschauer sind diese Wettbewerbe ein Erlebnis, denn man ist live dabei und kann zusehen, wie aus einem nackten Körper ein vollständig angezogenes, quasi bekleidetes Kunstwerk entsteht.

Der weltweit grösste Wettbewerb ist das World Bodypainting Festival, welches in Österreich stattfindet. Austragungsorte waren bereits Seeboden, Pörtschach, und aktuell ist es Klagenfurt am Wörthersee. Hier treffen sich die Weltmeister der Körperkunst. Einst gewann eine kreative Blume, welche mehr als 10 Kilo Schminke und Accessoires trug. Das Model stöhnte leise unter dem Gewicht und nahm den Preis glücklich entgegen. Ja, auch die Models sind hier Stars, nicht nur die Künstler.


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Elisabeth Putz

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