Beauty Ratgeber

Home

Beauty

Esoterik

Flirten

Lifestyle

Wellness

 

Kleidung

Körper

Kosmetik

Schönheit

Styling

 

Wie schminkt man sich richtig?

SchminkenSchminken ist ein Ausdruck des Schönseins, der äusseren Attraktivität und der inneren Kreativität, da man mit dem Make-Up zeigt, wie die innere Persönlichkeit nach aussen hin wirken soll.

Schminken bedeutet, seine Makel zu kaschieren, einen vollkommen anderen Typ aus sich zu machen, oder sein Gesicht, das Dekollete, seine Haare, Fingernägel und Fussnägel, die Arme und Beine, gegebenenfalls den gesamten Körper farblich in Szene zu setzen, zu bemalen, auf das Outfit abzustimmen, und man macht sich dadurch optisch grösser und schlanker.

Wichtig ist, dass man die Schminke nicht auf den ersten Blick sieht, denn der natürliche Look liegt zunehmend im Trend. Das Make-Up sollte qualitativ hochwertig sein, da man es auf die Haut gibt und diese schnell altern kann, wenn man billige Schminke ohne Pflegestoffe verwendet.

Man sollte entweder die Augen oder die Lippen etwas stärker betonen, und man muss darauf achten, dass die Proportionen im Gesicht stimmig sind. So kann man mit Rouge ein spitzes Kinn oder zu dicke Wangen, eine zu hohe Stirn oder eine zu lange Nase kaschieren. Mit Concieler schminkt man Augenringe und kleine Augenfältchen weg, kaschiert Unebenheiten, Rötungen und dunkle Flecken im Gesicht, und mit Camouflage schminkt man ganze Pickel weg.

Wenn man seinen Kussmund gut zur Geltung bringen möchte, sollte man nicht so viel Rouge auftragen, nur die Lippen betonen. Wenn man seine verführerischen Smokey-Eyes zur Schau stellen will, sollte man die Augen grösser schminken, mit viel hellem Kajalstift und dunkler Maskera arbeiten. Und wenn man sich dezent für den Tag schminken möchte, sollte man seine eigenen Gesichtsfarben unterstreichen und nur die kleinen Makel überschminken. Man sollte mit Farben nicht übertreiben, sondern nur die natürliche Schönheit im Gesicht unterstreichen, wenn man alltagstauglich aus dem Haus geht.

Ein Make-Up auf Wasserbasis ist hautfreundlicher als eines auf Fettbasis, und eine Grundierung, welche die Haut pflegt, ist besonders wichtig, denn wenn man die Schminke auf die pure Haut gibt, altert man schneller. Am wichtigsten ist jedoch das Abschminken am Abend, sonst altert man besonders schnell. Schminke kann nämlich die Haut austrocknen, die Hautporen verstopfen, zu einem unreinen Hautbild führen und Allergien auslösen. Besonders die empfindliche Haut reagiert auf zahlreiche Produkte reizbar.

Die Kunst des Schminkens liegt darin, möglichst ungeschminkt aber makellos auszusehen. Das verleiht Kompetenz im Berufsleben und wirkt sympathisch. Zu viel Make-Up sieht künstlich aus, wirkt tagsüber overdressed und verleiht uns ein maskenhaftes Gesicht, welches dem Alterungsprozess geweiht ist.

So schminken Sie sich perfekt

LippenstiftZuerst müssen Sie sich die Frage stellen, welcher Gesichtstyp Sie sind. Der heisse Goldtyp braucht warme Sommerfarben. Der kühle Silbertyp hingegen benötigt kalte Winterfarben. Warme Farben sind gelb, dunkles Rot, helles Braun, Gold,dunkles Orange, dunkles Olive. Kühle Farben sind Rosa, helles Blau, helles Grün, Grünblau, Türkis, Violett, Silber, Grau, pink. Den Gesichtstyp stellt man fest, indem man eine Gold- und eine Silberfolie an die Wangen hält und schaut, welche Folie besser wirkt.

Übrigens können Sie Ihr Gesicht auch saisonbedingt in den aktuellen Trendfarben schminken, aber Vorsicht, die bunte Clownmaske ist out, die verschreckt jedes zerbrechliche Spiegelglas.. Das schrille Make-Up sollte man eher abends auftragen, wenn man in der Disco schimmern möchte oder auf einer Party glänzen muss. Tagestauglich sind die wenigsten schrill schimmernden Farben. Auch ein pinker Lippenstift kann tagsüber bereits zu viel sein, wenn das Outfit nicht zum Make-Up passt. Jedoch zu einem pinken Kostüm mit weisser Bluse passt ein dezent aufgetragener pinker Lippenstift, solange er nicht optisch aufdringlich ins Auge sticht.

Am besten ist die goldene Mitte, ein wenig Lippgloss, ein wenig Lidschatten, dezente Mascara, und ein bisschen Puder, damit man nicht glänzt wie eine Speckschwarte. Alltagstauglich wirkt das dezente Make-Up, bei welchem man nur Augen und Lippen ein wenig mit Make-Up betont, was einerseits Zeit spart und andererseits natürlich wirkt. Manche Frauen betonen jeweils nur die Augen oder nur die Lippen, was jedoch bei genauerer Betrachtung nicht unbedingt symmetrisch wirkt. Besser ist es, beides zu betonen, aber die Betonung nicht zu übertreiben. Zu viel Lippenstift bleibt am Hemdkragen des Lovers kleben und hinterlässt unschöne Spuren.

Wenn Sie Ihr Gesicht modellieren möchten, benötigen Sie Rouge, welches optimal aufgetragen werden muss, um den richtigen Effekt zu erzielen. Der helle Hauttyp sollte vorsichtig mit dem Rougepinsel umgehen, nicht zu viel auftragen, keine satten oder dunklen Farben verwenden und keine scharfen, sichtbaren Konturen erzeugen, sonst sieht das Gesicht sofort bemalt aus. Leichte Töne wie zartes Rose oder dezentes Apricot sehen auf heller Haut gut aus. Der dunkle Hauttyp darf kräftige Faben verwenden, sogar pink, und noch immer sieht er nicht überschminkt aus.

Bei einem ovalen Gesicht setzt man einfach das Rouge an der höchsten Stelle der Wangenknochen an und fährt leicht schräg mit dem Pinsel nach unten, da man hier nichts kaschieren muss. Beim eckigen Gesicht muss man die Ecken kaschieren und verteilt das Rouge am besten bis zu den Ohren hinauf, sodass das Gesicht oval wirkt. Ein spitzes Kinn kaschiert man, indem man den Rougepinsel in der unteren Kinnmitte ansetzt, damit die dunklere Farbe in der Mitte sitzt und das Kinn optisch runder wirkt. Eine zu dicke Nase macht man schmäler, indem man seitlich an der Nase mit dunklerem Rouge arbeitet. Helle Farben vergrössern den optischen Look, dunklere Farben verkleinern das optische Gesichtsbild, sodass man schlanker wirkt. Auf jeden Fall wirkt man mit Rouge sommerlich frisch..

Wer kein Rouge mag, kann Bananenpuder verwenden. Mit Bananenpuder kann man kleine Makel wegzaubern, die Haut schön abdecken, Pickel kaschieren, der Haut einen gesunden Touch verleihen, das Make-Up fixieren, Augenfalten und Augenringe kaschieren, Konturen nachmalen, und es ist besonders gut für helle Haut geeignet. Das Puder hat nichts mit Bananen zu tun, es sieht nur farblich so gelb aus. Man kann damit sogar Stirnfalten lindern und rosige Wangen zaubern. Bei Visagisten ist das Puder begehrt, es kann aber auch für den privaten Gebrauch hilfreich sein, wenn man ein wenig übt, um mit dem Puder gut umzugehen.

Wer ein zerklüftetes, unebenes Gesicht hat, könnte es mit kräftiger Theaterschminke ebnen. Mit Camouflage schminkt man grössere Ekzeme, Narben, starke Akne, Feuermale und Muttermale weg, und man ebnet den Gesichtsteint so sehr, dass man wie eine aalglatte Keramikfigur aussieht, richtig makellos. Camouflage existiert in verschiedenen Farben, sodass man zwei Farbtöne übereinanderlegen kann, um perfekte Ergebnisse zu erzielen. Die Farben grün und rot sehen übereinander wie der natürliche Gesichtsteint aus.

Manche Frauen lieben den Kajalstift. Mit Konturenstiften sollten Sie geschickt und vor allem sparsam umgehen, wenn Sie kein Schminkprofi sind, denn zu harte Konturen lassen Ihr Gesicht wie eine Comic-Figur aussehen. Wenn Sie die Konturen, besonders um die Lippen und die Augen herum etwas weicher zeichnen, vielleicht ganz dezent verwischen, so dass es aussieht, als ob die Kontur mit der Haut verschmilzt, dann sehen Sie natürlicher aus.

Das Make-Up für den Abend darf kräftig ausfallen, mit dunklen, satten Farben, so lange man damit nicht overschminkt aussieht. Vor der Kamera und auf Fotos sollte man auch etwas schärfer geschminkt sein, sonst wirkt das Gesicht schnell alt und faltig. Besonders im hellen Scheinwerferlicht braucht man fast schon eine Maske, nicht nur einen dezenten Lidstrich.

Wer abends als Diva auftreten will, braucht Smokey Eyes, kräftig geschminkte Augen mit viel Lidschatten, dunklem Eyeliner und schwarzer Mascara. Wer bereits dunkle, längere Wimpern besitzt, kann sie mit schwarzer Wimperntusche extra betonen und sie optisch noch ein wenig verlängern. Solche Smokey Eyes wirken auf manche Männer durchaus anziehend.

Die verführerischen Lippen bekommt man mit einem kräftigen Lippenstift hin. Zuerst zeichnet man die Lippenkonturen nach, dann füllt man die Lippen mit Farbe aus, wobei ein Pinsel gute Ergebnisse bringt. Dann mattiert man die Lippen mit Puder, trägt die Lippenfarbe erneut auf, damit sie kräftiger wirkt, und je nach Lust und Laune gibt man etwas Lippgloss darüber, oder man entscheidet sich für samtige Lippen in Velour-Optik, welche mit dunkelrotem Lippenstift am besten zur Geltung kommen.

Was ist Schminke?

make-UpMake-Up oder auch Schminke genannt, ist allgemein gesehen ein kosmetisches Mittel, welches dazu dient, sein Aussehen zu verbessern, zu kaschieren oder aufzupeppen. Es ist dekorative Kosmetik, die aufgepinselt, aufgestrichen und aufgemalt wird. Als Make-Up bezeichnet man nicht nur die Grundierung, welche auf den jeweiligen Hautteint abgestimmt ist, sondern die gesamte Schminke.

Schminke ist so alt, wie die Menschheit denken gelernt hat, denn bereits in der Antike, ja sogar in der Steinzeit verwendete man eine Art Natur Make-Up, um Rituale zu vollziehen oder sich dem schamanischen Glauben hinzugeben. Dies zeigen Höhlenmalereien. Selbst die Venus von Willendorf, eine damalige Schönheit, trug Schminke, um ihrem üppigen Aussehen noch mehr Ausdruck zu verleihen.

Heute greift man zu einer unendlich grossen Palette aus Farben und Schminkutensilien, verfolgt jeden Trend und verbraucht seine Schminke kaum noch, weil die Trends so schnelllebig sind, dass das Töpfchen nicht rechtzeitig leer wird. Übrigens ist geprüftes Make-Up ungefährlich. Und leider werden hierfür immer noch Teste an Tieren durchgeführt, damit wir uns gesund schminken können.

Neben der herkömmlichen Schminke existiert medizinische Schminke, mit welcher man Besenreisser und Hautirritationen abdeckt, beispielsweise nach Operationen. Heute lässt sich aber vieles bereits weglasern.

Make-Up testet man im Gesicht. Wer sein Make-Up am Handrücken testet, der könnte die falsche Farbe erwischen, denn unsere Hände besitzen meist einen leicht anderen Farbton als unser Gesicht. Das Gesicht ist rötlich, etwas blasser und nicht gleichmässig gebräunt, während unser Handrücken viel brauner ist. Das Make-Up, welches auf den Händen gut aussieht, könnte im Gesicht wie angemalt wirken.

Zu viel Make-Up auf der Haut kann uns schaden. Die Hautporen werden verstopft, die Haut kann nicht mehr atmen, das Hautbild verschlechtert sich, Pickel entstehen, und es bildet sich ein Fettfilm, der sich mit trockenen Hautstellen abwechselt. Man bekommt einen regelrechten Hautausschlag, den man Wundrose nennt.

Auch falsche Produkte, minderwertige Schminke und eine Grundierung, die man nicht gut verträgt, kann zu Wundrose führen. Wenn man hier die Haut mit noch mehr Make-Up überschminkt, wird das Problem immer grösser, sodass sich echte Hautprobleme daraus entwickeln. Am besten ist es, man lässt für einige Wochen die Schminke ganz weg, pflegt seine Haut mit einer dezenten Hautcreme, möglichst naturbelassen und parfumfrei, und danach verwendet man so wenig Make-Up wie möglich.

In besonders schweren Fällen muss man zum Arzt gehen und sein Hautbild mit antibiotischen Cremes regenerieren. Anschliessend benötigt die Haut einige Zeit, um wieder frisch zu werden. Man kann zur Regenerierung nach einer Antibiotika-Kur auch probiotische Hautcreme verwenden.

Eiswürfel helfen, das Make-Up zu festigen. Im Sommer neigt die Haut dazu, grossporig zu werden, weil wir schwitzen, Mineralsalze ausscheiden und abwechselnd bei Klimaanlage und praller Sonneneinstrahlung unser Gesicht enormen Temperaturschwankungen aussetzen. Wer vor dem Schminken seine Haut mit Eiswürfeln einseift, erntet ein lang anhaltendes Ergebnis, da die Schminke dann länger auf der Haut haften bleibt. Die Poren werden durch das Eis geschlossen, und das Make-Up bildet eine ebene Fläche auf der Haut. Eiswürfel sind auch gut geeignet, um Augenbrauen schmerzfrei zu zupfen.

Welches Make-Up passt zu Ihnen?

AbdeckstiftDer sensible Hauttyp benötigt antibakterielles Make-Up. Wenn man unter Allergien leidet, sollte man möglichst auf Make-Up verzichten. Wenn es unbedingt sein muss, sollte man jedoch antibakterielles Make-Up verwenden. Besonders die empfindliche Haut, die zu fettigen Hautunreinheiten oder Pickeln neigt, braucht Schminke, die entzündungshemmend wirkt, beispielsweise mit Zink.

Für die Veganer und Vegetarier existiert Gott sei Dank Schminke auf rein pflanzlicher Basis, ohne jegliche Tierversuche. Viele Veganer möchten auf die dekorative oder kaschierte Schönheit nicht verzichten, besonders wenn sie Makel wegschminken möchten. Produkte aus Blumen, Pflanzen, Früchten, Kräutern und allem, was die Flora so hergibt, sind zweifels ohne frei vom Tier.

Make-Up auf Wasserbasis ist gesünder, schont die Hautporen und ebnet den Teint besser. Make-Up auf Fettbasis kann die Poren verstopfen, zu Hautunreinheiten, Pickel und Hautausschlag führen, es kann zu Rötungen und Hautirritationen führen, einfach schade für die sensible Gesichtshaut.

Besonders im Fasching schminken wir uns, kleistern uns zu wie Clowns. Die gängigen Make-Up Produkte für den Karneval sind leider auf Fettbasis, sodass man vorsichtig sein muss.

Je nach Jahreszeit, Frühling, Sommer, Herbst, Winter, benötigen wir ein Make Up, welches zu unserer Kleidung und zu unserem Gesichtsteint passt. Im Frühling sind fast schon transparent wirkende Farben angesagt, Pastelltöne, die zum frischen Outfit passen. Im Sommer können es durchaus warme Farbtöne sein, die den gebräunten Teint unterstützen und die satten Sommerfarben zum Leuchten bringen. Im Herbst sind Brauntöne zu empfehlen, denn sie unterstützen den herbstlichen Look, der zu den fallenden bunten Blättern passt. Im Winter kann man auch eiskalte Blautöne, weiss und Silber verwenden, das passt zur Schneelandschaft. Bitte passen Sie jedoch bei der nach Jahreszeit und nach Trend gehenden Schminke auf, dass sie zu Ihnen passt. Zu brünetten Typen passen pinke und braune Töne, zu blonden Typen passen rote und blaue Töne.

Für bequeme Leute existiert Schminke, die man leicht entfernen kann. Mit einem Peel-over- Make-Up oder einer Peel off foundation lässt sich das Make-Up am Abend leicht entfernen, denn man zieht es einfach von der Haut ab. Es gibt sogar Peel off Produkte, mit denen man reine Haut bekommt und Pickel bekämpfen kann. Man fühlt sich allerdings wie in einer zweiten Haut, nicht unbedingt natürlich, und die Schminke ist auch nicht unbedingt erträglich. Die Haut fühlt sich wie mit einer dicken Gesichtsmaske an, wie mit einem Filmstreifen abgedeckt, und bei vereinzelten Peel of foundation Produkten kann es sogar vermehrt zu Hautunreinheiten kommen, wenn zu wenig Sauerstoff aufs Gesicht kommt. Es kann auch sein, dass der produzierte Hauttalg nicht nach aussen entweichen kann und die Haut fettig wird, und manchmal sieht man auch zerbröselt aus, weil das Make-Up stark bröseln kann. Allergiker und sensible Hauttypen sollten die Finger davon lassen.

Permanent-Make-Up erspart das tägliche Schminken

Unter dem Begriff Permanent Make-Up, oder auch Pigmentierung oder Konturen Make-Up genannt, versteht man ein dauerhaft aufgetragenes Make-Up, welches direkt unter die Haut geht. Es ist eine Art Tätowierung, hält jedoch nicht ein ganzes Leben lang, sondern muss alle paar Jahre erneuert werden.

Man kann damit seine Augenbrauen auffüllen, wenn hier eventuelle lichte Stellen sein sollten, oder Härchen fehlen. Man kann sich einen permanenten Lidstrich machen, welcher den Eyeliner ersetzt, die Wimpern am Wimpernkranz optisch verdichten lassen, oder einen Lippen-Konturenstrich aufmalen lassen. Man kann sich die Lippen farblich auffüllen lassen, oder man entscheidet sich für einen Schönheitsfleck.

Mit Permanent Make-Up fallen der lästige Blick in den Spiegel und das ständige Nachschminken weg. Man braucht nicht mehr zu fürchten, dass die Schminke verläuft, selbst wenn man heult, sich im Wasser, beim Sport oder in hektischen Situationen befindet. Man spart Zeit und Nerven. Ausserdem kann man sich dennoch schminken, wenn man sich für ein dezentes Permanent-Make-Up entscheidet.

Wenn Sie empfindliche Haut besitzen oder allergisch reagieren, lassen Sie bitte die Finger von einer Pigmentierung, denn Sie könnten nachher schlimm aussehen. Entzündungen, Infektionen, Hautreizungen, Hautausschlag, Narben, Lippenherpes, Farbdisharmonie, Verbrennungen, bis hin zu körperlichen Beschwerden, welche nicht direkt im Gesicht, sondern als Folge von allergischen Reaktionen entstehen, können auftreten. Dies sollte man vorab bedenken, denn es handelt sich hierbei um einen Eingriff in den Körper.

Das Permanent Make-Up ist dem Sonnenlicht ausgesetzt und verblasst je nach Hauttyp und Beschaffenheit nach 3 bis 5 Jahren. Je mehr UV-Licht auf die Haut gelangt, desto kürzer erlebt man die Farbfreude. Wir brauchen das Sonnenlicht aber für die Vitamin D Aufnahme, damit wir gesund bleiben, und deshalb sollte man trotz permanenter Schminke das Sonnenlicht gemässigt geniessen.

Das ertastbare Schminken für Blinde und Sehbehinderte

AugenbrauenbürsteBlinde Menschen können sich durchaus professionell und korrekt schminken, wenn sie einige Regeln beachten. Man nennt dies das ertastbare Schminken, da es mehr Gefühl benötigt und keinen Spiegel. Natürlich gibt es hierbei Grenzen, denn exakte Konturen können nicht nachgezeichnet werden, es sei denn, man besitzt noch einen gewissen Sehrest und trägt nicht unbedingt zwei Glasaugen, die zur vollständigen Blindheit beitragen. Auch kann etwas daneben gehen, sobald man mit den Fingern übers geschminkte Gesicht fährt, aber mit viel Übung passiert dies immer seltener. Zu viele Farben und Kombinationen, ein zu üppiges Make-Up und zu viele Feinheiten kann man sich nicht erlauben, denn dem ertastbaren Schminken sind doch Grenzen gesetzt, aber für ein Tages-Make-Up reicht es immer. In der Regel benötigt man hierzu 5 bis 10 Minuten. Kajalstift, feine Pinsel und flüssigen Eyeliner sollte man lieber nicht verwenden, wenn man sein Gesicht mit den Händen ertastet.

Zuerst sollte sich eine Blinde, ein Blinder von einem Visagisten oder einer Kosmetikerin beraten lassen, verschiedene Farben riechen und ertasten, vieles ausprobieren und die Perfektion üben. Der Visagist Rene Koch gibt hierzu nützliche Tipps. Blinde Menschen sollten sich für ein gewisses Make-Up und einen Schminkstil entscheiden, welchen sie dann intensivieren, damit spart man täglich viel Zeit, wenn die Routine eingetreten ist. Und natürlich braucht man ein ruhiges Händchen, denn man trägt die meisten Produkte mit den Fingern auf. Die Produkte sollten eher dickflüssig oder von stabiler Konsistenz sein, damit das Make-Up nicht sofort verläuft, denn Blinde können oftmals nicht nachjustieren, ohne den Look zu verschmieren.

Für den Lidschatten sollte man hautähnliche Farben verwenden, dann sieht der Lidschatten nicht auf den ersten Blick wie unkorrekt auflackiert aus, wenn man die Augenlidpartie nicht exakt auspinselt. Für den Lippenstift sollte man eher dezente Lippenfarben wählen, die der eigenen Lippenfarbe nahe kommen, damit man nicht auf den ersten Blick einen knalligen Lippenstift sieht, der nicht ganz exakt aufgetragen ist, falls man danebn pinselt. Und die kaschierenden Elemente wie einen Concieler oder Rouge für Nase, Wangen und Kinn sollte man zügig auftragen, hautähnliche Farben verwenden und möglichst nicht nachjustieren, sonst verwischt man die Farbe im Gesicht.

Die Wimperntusche trägt man vorsichtig auf, indem man die Bürste mit der Mascara ruhig vorm Auge hält und die oberen Wimpern darüber hinwegzieht. Die untere Wimpernpartie lässt man am besten aus, denn hier kleckert man gerne daneben. Lippenstift trägt man von innen nach aussen auf, und den Lidschatten trägt man mit den Fingern auf. Zu lange Fingernägel sind hier störend, da sie die Farbe unkontrolliert verteilen können. Übrigens trägt man für eventuelle Augenringe einen Concieler auf, den man mit den Fingern unter den Augen verteilt.

Blinde Menschen können ihr eigenes Make-Up zwar nicht sehen, da sie sich oftmals gänzlich nur noch im imaginären Spiegelbild wahrnehmen, aber sie können von anderen Leuten gesehen werden, und jeder will gut aussehen. Manche Blinde lassen sich schminken, von ihrem Assistenten oder von Freunden, aber es ist immer besser, man schafft etwas alleine, um die Freiheit der Unabhängigkeit zu geniessen.

Die Autorin Elisabeth Putz ist blind, trägt zwei Glasaugen und verzichtet im Alltag aufs Schminken. Aber selbst sie als treuer Fan des ungeschminkten Looks experimentiert gerne mit Make-Up und hat sich hierfür eine Schminkpuppe gekauft, auf welcher sie übt, damit ihre eigene Haut nicht durchs Üben zu sehr leidet.

Was muss man bei Kinderschminke beachten?

Kinder nehmen alles in den Mund, probieren vieles aus und schminken sich lustig bis kreativ. Kinderschminke sollte hochwertig sein, wobei hier Naturschminke am besten geeignet ist. Kinder haben sensible Haut, und ihr Immunsystem ist noch nicht ganz ausgereift. So kann es zu Kontaktekzemen kommen, welche zwar nichts mit einer allergischen Reaktion zu tun haben, die Haut aber dennoch reizen. Die Haut juckt und ist gerötet, es entstehen Pusteln und schmerzende, wässrige Stellen, wenn das Kind unter einem Kontaktekzem leidet.

Das Make-Up sollte nur kurz getragen werden, nicht über mehrere Stunden hinweg, und vorab sollte die Schminke in der Armbeuge des Kindes getestet werden, um sicherzustellen, dass sie verträglich ist. Besonders zu Fasching und bei Kinderpartys sind die Kinder vermehrt minderwertiger Schminke ausgesetzt, weil sie spielerisch ans Make-Up herangehen, sich gegenseitig schminken und nicht wissen, womit sie sich bemalen. Hier haben die Eltern eine erhöhte Vorsorgepflicht und müssen darauf achten, dass das Schminkzeug rein pflanzlich und qualitativ hochwertig ist, und dass es keine belastenden Inhaltsstoffe wie beispielsweise Nanopartikel, Nanoplastik oder Mineralöle enthält.

Wie schminkt man sich richtig ab?

AbschminkcremeDas Abschminken ist Pflicht, sonst altert die Haut vorzeitig. Mit Wasser und einem Waschlappen erzielt man keine guten Ergebnisse. Man benötigt ein spezielles Abschminkgel für die Augen und eine Abschminklotion für die Gesichtshaut. Spezielle Reinigungsprodukte dringen tief in die Poren ein und entfernen das Make-Up restlos. Diese Produkte sind besonders für wasserfestes Make-Up wichtig, denn hier hilft Wasser überhaupt nicht.

Die Abschminkprodukte enthalten schonende, sanfte Substanzen, welche gut reinigen, die Haut jedoch nicht reizen. Mit Wattepads und Abschminktüchern rundet man sein abendliches Abschminkprogramm ab und kann sich sicher sein, dass die Haut nachts atmen kann und sich grösstenteils regeneriert.

Der fettige Hauttyp benötigt eine Lotion, der trockene Hauttyp eine Reinigungsmilch, und nach dem Abschminken muss die Haut ohnehin gepflegt werden. Gründlich sauber wird das Hautbild mit einem Gesichtstonikum, einem sanften Gesichtswasser. Danach braucht man eine pflegende Gesichtscreme mit viel Feuchtigkeit und wenig Fett.

Vergessen Sie Ihr Dekollete nicht, sonst wird es eines Tages zum Weggucker. Übrigens schminkt man sich immer von innen nach aussen hin ab, damit sich die kleinen Fältchen nicht zu grossen Runzeln entwickeln. Stark geschminkte Menschen entwickeln schneller Falten im Gesicht und wirken irgendwann steinalt. Tests haben jedoch gezeigt, dass das Abschminken die Faltenbildung merklich reduziert. Man darf sich nicht zu müde fühlen, und selbst wenn es mitten in der Nacht ist, das Abschminken ist wichtig.

Wenn es schnell gehen muss, verwendet man ein spezielles Abschminktuch, welches bereits mit reinigenden Substanzen bestückt ist, die Haut pflegt, säubert und rückfettend wirkt. So ein Tuch kann der müdeste Mensch verwenden. Legen Sie das Tuch zum Dreieck, dann gelangen Sie in jede Ecke Ihres Gesichts. Reinigen Sie die Wimpern, die Augenpartie, die Augenlider und die Lippen, Stirn und Wangen und besonders das Kinn intensiv, sonst bilden sich leicht unangenehme Pickel.

Man kann übrigens mit dem Abschminktuch seine elektrisch aufgeladenen Haare bändigen, indem man einfach mit dem Tuch über die statisch aufgeladenen Haare fährt. Die Haare sind nachher glänzend glatt, fliegen nicht mehr durch die Luft, sind jedoch auch nicht fettig. Man kann mit so einem Tuch auch sein überschüssiges Make-Up im Gesicht reduzieren, wenn man zu tief in den Farbtopf gegriffen hat. Lippenstift, Rouge und Lidschatten lassen sich mit einem eingerollten Abschminktuch gut entfernen. Und man kann damit Selbstbräunerflecken entfernen. Man braucht es bloss auf die Hautstellen zu legen, welche wieder weiss werden sollen, ein wenig massieren, und schon verabschiedet sich der Selbstbräuner.

Welcher Schminktyp sind Sie?

SchönheitsspiegelJe nach Charaktertyp und Persönlichkeit unterscheiden wir mehrere Schminktypen, beispielsweise den Naturtyp, den Schminkfan, den ungeschminkten Look oder den kreativen Typ. Man schminkt sich entweder gar nicht, dezent, aufregend, oder man versucht, Unebenheiten und Makel aus dem Gesicht zu zaubern. Der ungeschminkte Typ wirkt oft jünger als er ist, man schätzt ihn im Business oft nicht als überaus kompetent ein, aber man mag ihn im Alltag sehr, denn er sticht nicht aus der Masse heraus. Der Schminkfan wird oft als überheblich und zu üppig wahrgenommen, weil er es mit dem Make-Up ständig übertreibt.

Der Schminkmuffel hasst Make-Up, geht ungeschminkt aus dem Haus, trägt gerne legere Kleidung, liebt Sportmode und setzt sich lieber eine Mütze auf, als dass er sich stylen lässt.

Der Schminkprofi liebt dekorative Kosmetik aller Art, schminkt sich perfekt, denn Professionalität und Makellosigkeit sind ihm wichtig. Er geht selten bis nie ungeschminkt aus dem Haus, da er sich sonst unwohl fühlt. Er liebt extravagante oder elegant wirkende Kleidung, will etwas darstellen, und er erscheint in voller Pracht, wenn er einen Raum betritt. Im Geschäftsleben wird er als kompetent eingestuft, im Privatleben wird er bewundert, und in einer Beziehung tut er sich schwer, denn er benötigt mehrere Stunden, um bettfertig zu sein. Profis sind ZDF-Typen, Zahlen, Fakten, Daten. Sie sind detailverliebt und achten darauf, dass alles stimmt. Sie sind bezaubernd anzusehen, aber viele Männer himmeln so eine Frau nur wie Minnesänger aus der Ferne an, weil sie sich nicht trauen, die Frau anzusprechen.

Der kreative Schminktyp greift tief in den Farbtopf hinein, kümmert sich nicht um modische Trends, sucht sich grelle, satte Farben aus und ist glücklich, wenn sein Gesicht zugekleistert ist. Er besitzt mehr als einen Schminkkoffer und hat es schwer, seine Schminke restlos aufzubrauchen. Der kreative Typ wird manchmal belächelt, weil er so farbenfroh ist. Fälschlicherweise stuft man ihn im Geschäftsleben eher als nicht so kompetent oder führungsfähig ein, weil man ihn eher als netten, aufmunternden Kollegen, als Clown und nicht als Chef ansieht. Der Schein trügt jedoch, denn Kreativität bedeutet auch, dass man zäh und einfallsreich ist, mit schwierigen Situationen gut umgehen kann, und dass man intelligent ist.

Der Alltagsschminktyp ist am häufigsten anzutreffen. Er besitzt ein mittleres Sortiment an Schminke, nicht zu wenig, aber auch nicht zu viel, er achtet auf umweltfreundliche, vielleicht sogar vegane Kosmetik und ist gewillt, sein Make-Up restlos zu verbrauchen. Er schminkt sich grösstenteils unauffällig, sodass er nicht aus der Masse heraussticht. Man liebt ihn allgemein, denn der Durchschnitt wird von vielen Leuten gemocht. Das normale Schminkverhalten bringt uns gut durchs Leben, dezent bei Tag, ein wenig üppiger am Abend, ungeschminkt im Bett, und stets gewillt, die Haut zu pflegen, damit wir nicht vorzeitig altern.

Welcher Schminkspiegel passt zu Ihnen?

SchminkspiegelEin Schminkspiegel ist ein spezieller Spiegel, nicht zu klein und nicht zu gross. Er enthält meist ein Vergrösserungsspiegelglas, welches jede einzelne Falte im Gesicht sichtbar zur Schau stellt, und er zeigt jede Hautpore auf, damit man sie besser kaschieren kann. Wenn man sich im vergrössertem Spiegel betrachtet, wünscht man sich, es wäre nebelig trüb, dann würden die Gesichtskonturen sanfter aussehen und der Teint glatter.

Wer grelles Licht verwendet, welches in vielen Spiegeln integriert ist, könnte einen kleinen Schock erleiden und sich nicht wiedererkennen. Unser Gesicht sieht im Spiegel intensiver aus als in Natur, vor allem, wenn man einen beleuchteten Schminkspiegel wählt, der die Leuchtkörper hinten integriert hat und frontal aufs Gesicht leuchtet.

Alternativ kann man sich im Autospiegel oder sogar in den Autoscheiben spiegeln. Manche Leute schminken sich im Schaufenster eines Ladens, oder in den dicken Brillengläsern der besten Freundin. Es gibt Sakkos mit integrierten Schminkspiegeln, Schildkappen und Handtaschen mit beleuchteten Innenspiegeln. Und es gibt Leute, die kleben sich eine Spiegelfolie in die Handinnenfläche, um immer wieder nachzusehen, ob der Lidstrich gut sitzt. Man kann sich notfalls in einer aalglatten Wasseroberfläche eines Sees, in einer Pfütze, am spiegelglatten Fliessenboden, im Fliessenspiegel der Küche, im Wand- und im Badezimmerspiegel schminken, und manche Leute spiegeln sich im Eis oder im ausgeschaltetem Tablet. Einen gängigen Schminkspiegel für unterwegs bekommt man in fast jedem Puderdöschen mitgeliefert. In der Not hilft er, selbst wenn er ständig mit Farbe belegt ist und wie ein gebrauchtes Wischtuch staubt.

Es gibt Leute, die schminken sich mit Hilfe eines Löffels. Wenn man die Frontseite des Löffels verwendet, sieht man sein Spiegelbild exakt richtig, wenn man jedoch die Rückseite des Löffels verwendet, sieht man sein Spiegelbild verkehrt herum. Dies hat mit der Lichtbrechung zu tun, denn bei einer gewissen Krümmung, welche die Lichtstrahlen einfängt, wird das Spiegelbild so gekrümmt, dass es verkehrt herum reflektiert wird.

Es gibt Menschen, die decken sämtliche Spiegel ab, weil sie sich nicht sehen wollen. Hier spielen Traumata, ein geringes Selbstwertgefühl, der vollständige Rückzug oder eine Erkrankung eine Rolle. Menschen mit tiefen Verbrennungen und Narben im Gesicht neigen oft zu solch drastischen Massnahmen, solange sie nicht plastisch chirurgisch behandelt wurden. Man kann lernen, sich innerlich als so attraktiv wahrzunehmen, dass man äusserlich sein Spiegelbild akzeptiert.

Manchmal brauchen wir gar keinen Spiegel aus Spiegelglas. Treffen Sie sich mit Ihren Freunden, und Sie werden an deren Gesichtsausdruck erkennen, in welchem äusseren Zustand Sie sich befinden. Oder sie fragen Ihre Kinder, weil Kinder überaus eifrig darin sind, ehrlich zu sein. Unser Umfeld sagt uns indirekt, ob wir Make-Up benötigen, Falten kaschieren und Pickel abdecken müssen.

Wir sind naturgemäss Voyeure, wollen sehen und gesehen werden, sehen uns selber gerne und vergleichen uns mit anderen Leuten. Wir lieben die Kontrolle, die Perfektion, und wir betrachten uns sowohl mit dem inneren, als auch mit dem äusseren Auge. Hier sieht man, wie wichtig ein Schönheitsspiegel ist.

Wie wirkt man ungeschminkt?

ungeschminktes GesichtEs gibt Frauen, die gehen ohne Make-Up nicht einmal aufs Klo, und nachts legen sie sich voll geschminkt ins Bett, damit niemand sieht, wie sie ohne Schminke aussehen. Hier würde ein Permanent-Make-Up viel Zeit sparen. Nun ist es aber so, dass Frauen nicht nur die Schminke, sondern auch das Ritual rund herum lieben, sich mit dem Make-Up gerne beschäftigen und Freude empfinden, wenn sie es auftragen dürfen. Eine Frau sieht ihr Make-Up als Utensil für ihre künstlerische Arbeit an. Das Gesicht dient als Unterlage, auf welcher das Kunstwerk vollbracht wird. Da kann der natürliche Look nicht mithalten.

Frauen fühlen sich oft nackt ohne Schminke. Sogar für den Gang zum Becker muss eine getönte Tagescreme, ein dezentes Augen-Make-Up und etwas Lippenstift aufgetragen werden, sonst traut man sich nicht aus dem Haus.

Frauen werden in der Regel als reif, kompetent, sachlich orientiert, strukturiert und geschäftstüchtig eingestuft, wenn sie sich schminken. Hingegen werden ungeschminkte Frauen als kindlich, mädchenhaft, eher unkompetent, untauglich fürs Business, naiv und beschützenswert eingestuft. Da erfüllt das Hausfrauenimage seinen Zweck. Man fragt sich jedoch, warum das kluge Gehirn mit Spachtelmasse gleichgesetzt wird? Vielleicht liegt es daran, weil beides mit dem Kopf in Zusammenhang steht. Selbst wenn die geschminkten Frauen die ungeschminkten beurteilen, kommen sie zu dem Entschluss, dass der ungeschminkte Look zu jung, zu unerfahren, zu lebensfremd wirkt.

Im Grunde ist unser Gesicht von Natur aus mit Farbe versehen. Unsere Augen blitzen in blau, braun, grün, schwarz oder in einer exotischen Farbe, dazu passen unsere Wimpern und die Augenbrauen perfekt, und unsere Lippen gehören wie selbstverständlich in diese Farbpalette hinein. Unser Teint entspricht genau unserem Typ, und so würde das ungeschminkte Gesamtbild eine in sich stimmig wirkende Gestalt annehmen. Da wir jedoch die Natur gerne korrigieren und immer etwas verbesserungswürdig finden, schminken wir uns und sehen dies als Kompetenzwettbewerb an. Im Grunde scheitern wir, wenn wir versuchen, die pralle Fülle der Natur im Reagenzglas zu züchten und sie auf eine ohnehin bereits vorhandene Vollkommenheit aufzupinseln, aber wir nörgeln gerne, und so denken wir, dass wir Unebenheiten und Makel überschminken müssen.

Der ungeschminkte Look hat Vorteile. Man spart Geld und Zeit, und man muss sich nicht laufend tagsüber nachschminken. Da bleibt mehr Platz im Leben für alles Mögliche, und in der Handtasche bleibt mehr Platz für das Wesentliche, Tampons und Kondome beispielsweise. Ungeschminkt lebt man gesünder, altert langsamer, behält sein intaktes Hautbild und betreibt Anti-Aging auf unkomplizierte Weise. Das Make-Up kann nicht einmal in den emotionalsten Momenten verwischen, da keines vorhanden ist.

Der ungeschminkte Look hat auch Nachteile. Neben der Kompetenzfrage wirkt man auch alt, wenn man eventuelle Falten nicht abdeckt und seine Wechseljahre bereits hinter sich gebracht hat. Unebenheiten, Pickel, eventuelle Narben und Hautirritationen sind sofort sichtbar und könnten störend wirken. Man benötigt eine gehobene Portion Selbstbewusstsein, wenn man ungeschminkt aus dem Haus geht und inmitten der brutal aufgeschminkten Persönlichkeiten sofort auffällt. Und man wirkt oft müde, wenn man seinen Teint nicht aufhübscht und seine Schlupflider verdeckt.

Neueste Umfragen haben ergeben, dass geschminkte Frauen im Berufsleben bessere Chancen haben als ungeschminkte. In einigen Berufen muss man sich sogar schminken, beispielsweise im Medienbereich vor der Kamera, als Model, als Stuardess, als Messehostess, im Gastgewerbe, oder in repräsentativen Jobs wie beispielsweise am Empfang, an der Rezeption. Und so hat der geschminkte Look überwiegend seine Berechtigung und kann nicht direkt mit dem ungeschminkten Look konkurrieren.


Impressum

Datenschutz

Elisabeth Putz

Beauty