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Was muss man bei einem Gutachten beachten?Ein Gutachten ist allgemein gesehen eine sachliche Begutachtung, über welche man dann in schriftlicher oder selten auch in mündlicher Form eine begutachtende Stellungnahme abgibt. Deshalb nennt man es auch Stellungnahme, Begutachtung, Aussage. Das Privatgutachten wird von einer Partei in Auftrag gegeben und geht in den meisten Fällen so barmherzig mit dem Auftraggeber um, dass die andere Partei förmlich leer ausgeht. Man nennt dieses Gutachten auch Parteigutachten. Das gerichtliche Gutachten ist weniger parteiisch, es ist auch weniger privat, ausser der gerichtlich beeidigte Gutachter leistet sich den Luxus, ein falsches Gutachten auszustellen, in der Hoffnung, die Literaturhinweise würden wie kleine Fussnoten im Sand verschwinden. Der vom Gericht bestellte Gutachter haftet in vollen Zügen, auch strafrechtlich, und er muss auf alle Fragen konfrontierend genau antworten. Bitte, ich habe mich einmal auf den Weg gemacht, um nachzuschauen, wofür der private Gutachter haftet? Die Haftung ist begrenzt, denn er haftet nur gegenüber dem Auftraggeber. Bitte, da muss man sich schon mächtig ins Zeug legen, um diesen parteilichen privaten Gutachter strafrechtlich zu belangen. Das GefälligkeitsgutachtenEin Gefälligkeitsgutachten ist oft schwammig und lückenhaft geschrieben. Es geht nicht auf gezielte Fragen der Gegenseite ein. Es wird oft schnell im Vorübergehen verfasst, hat nur wenige, unzureichende Literaturangaben, wobei diese Literaturinhalte nicht mit dem Geschriebenen des Gefälligkeitsgutachtens übereinstimmen. Ein falsches Gutachten zu erstellen, braucht Mut, denn man haftet privat wie auch gerichtlich dafür. Es kann den guten Ruf kosten, aber mit schlechtem Ruf lebt es sich ungeniert besser. Das medizinische GutachtenBitte, ein Gutachten an sich ist schon eine heikle Angelegenheit, aber das medizinische Gutachten toppt diese Angelegenheit in all ihrer Heikelheit. Der medizinische Gutachter sollte aus einem geeigneten Fachbereich kommen, nicht aus einem fremden Fachbereich sein, und er sollte in einem gewissen Ausmass neutral reagieren und agieren. Ein Allgemeinmediziner ist für ein Gutachten aus der Augenheilkunde nicht geeignet. Das medizinische Gutachten hat zahlreiche Spielräume in alle Himmelsrichtungen, denn ein grober Behandlungsfehler ist schwer bis gar nicht nachzuweisen. Deshalb kann der Arzt wie auf einer Spielwiese seiner Kreativität freien Lauf lassen, denn sowohl der Patient als auch der Richter sind medizinische Laien und müssen dem Gutachter glauben. Lieber Besucher, lassen Sie sich nicht entmutigen, selbst der best aussehendste, an Attraktivität nicht zu übertreffende Arzt kann mit gezielten Fragen zur Wahrheit animiert werden. Was muss man bei einem Gutachten beachten?Wenn das Gutachten fertiggestellt ist, liest man es sich durch. Bitte erschrecken Sie nicht, wenn kein Schaden erkannt wurde, dies sind nur die ersten Worte, welche ein Gutachten schmücken könnten. Sie müssen in die Tiefe des Gutachtens eindringen, um zu erkennen, ob wirklich kein Schaden und kein Fehlverhalten eingetreten sind, oder ob es sich um ein Gefälligkeitsgutachten handelt. Lesen Sie sich die Literaturhinweise durch, besorgen Sie sich die angegebene Fachliteratur und vergleichen Sie die Tatsachen in den Büchern mit den Tatsachen des Gutachtens. Es kam schon vor, dass der Gutachter genau das Gegenteil geschrieben hatte, als in der Literatur angeführt war. Fussnoten sind Fussstapfen und sollten nicht als Fussabtreter gesehen werden, denn auch der Laie kann lesen. Schauen Sie nach, ob im Gutachten sämtliche Fragen beantwortet wurden, denn man kann um den heissen Brei herumschreiben, ohne mit dem Löffel jemals vom Brei gekostet zu haben. Schauen Sie sich im Falle eines medizinischen Gutachtens an, ob der Gutachter sich an die Tatsachen der Patientenunterlagen, der Sachunterlagen gehalten hat. Es kam bereits vor, dass sich Ärzte die Patientenakte ersparten und diese in keinem Satz des Gutachtens berücksichtigten.
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