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Wie bekommt man mehr Zinsen?

Zinsen vermehren sich im IdealfallJeder will sie haben, die wachsenden Zinsen, welche das Geld am Sparkonto vermehren. Und niemand will sie zahlen, die Soll-Zinsen, die negativen Zinsen, die jetzt anrollen, weil wir in Krisenzeiten leben und die Zinspolitik so geerdet ist, dass man Schulden machen darf, ohne draufzuzahlen, und dass der brave Sparer draufzahlt.

Man bekommt kaum noch Zinsen für sein erspartes Geld, aber die Kredite sind so billig, dass man sich ruhig ein wenig Betongold in Form einer Anlageimmobilie oder eines Eigenheims leisten kann, denn das Geld wird zunehmend weniger wert, vor allem, wenn es ungenutzt auf dem Bankkonto liegt. Und so tendieren wir dazu, in eine falsche Richtung zu laufen, wenn Schulden belohnt werden und das Sparen bestraft wird. Diese Finanzblase wird eines Tages platzen, spätestens dann, wenn der Leitzins wieder angehoben wird und die Kredite teuer werden. Dann rennen wir in ein Desaster, weil dann viele Leute ihr Betongold wieder verlieren und kaum bis gar kein Geld mehr haben.

Heute ist es oft besser, sich Sachgüter anzuschaffen, die eine Wertsteigerung beinhalten, wie beispielsweise Edelmetalle oder Rohstoffe, Gold und Designertaschen, denn sogar die Designerware kann als Anlage genutzt werden. Manche Leute kaufen Kunst ein, andere geben das Geld aus und leben, reisen, feiern intensiv. Viele Staaten denken über neue Luxussteuern, über die Besteuerung der Grosskonzerne und der Superreichen nach, und spätestens dann ist alles so teuer, dass sich der Normalverbraucher nur noch das Nötigste leisten kann. Wann dieser Zeitpunkt eintritt, ist schwer zu sagen, da man heute immer noch viel Geld in die Wirtschaft pumpt und damit für eine hohe Inflation sorgt. Dieses System ist verdammt dazu, sich eines Tages selbst aufzufressen, weil es einfach instabil ist. Der Grund, warum die Zinsen so niedrig sind, ist die auseinandertriftende Schere zwischen arm und reich. Die Armen werden obdachlos, die Reichen werden superreich, und der Staat muss immer tiefer in die Tasche greifen, um sein Sozialsystem aufrecht zu erhalten. Es drohen Staatenpleiten, und die Corona-Krise wirkt enorm nach und frisst den Staaten ein Loch ins Budget. Nur China ist im Aufwind und kauft sämtliche Weltgüter billig ein. Billig deshalb, weil China viel dafür bezahlt, während die Güter in der Restwelt so teuer werden, dass man sie sich nicht mehr leisten kann. Es ist auch eine Verknappung der Güter eingetreten, welche den Teuerungsprozess vorantreibt, und so wird auch das Betongold eines Tages unerschwinglich für den Normalverbraucher, wenn das Eigenheim nicht mehr abbezahlt oder weitergebaut werden kann. Für superreiche Anleger und Investment-Gurus wird es aber immer eine passende Immobilie geben, das ist Fakt.

 womöglich sind die Kapitalgüter auf der Bank eines Tages nichts mehr wert. Wer trägt die Schuld daran? Die Zinsen, das verflixte Zinssystem, der unverschämte Zinseszins und die damit einhergehende Inflation. Natürlich ist eine gewisse Inflation eine reale Botschaft der Wirtschaft an uns, denn Preise verändern sich im Laufe des Lebens, aber versteckte Inflation, zu rasch fortschreitende Inflation und eine Geldentwertung, die über Nacht auf unsere Köpfe hernieder prasselt, dies sind Dinge, die ein schwaches Herz an die Grenzen des Herzinfarktes treiben. Übrigens hatte mein Opa im Jahre 1923 und mein Vater im Jahre 1948 so einen kleinen Herzinfarkt. Beide hatten ihn jedoch überlebt, als damals die Geldentwertung übers Land zog und die braven Sparer über den nackten Tisch zog. Wissen Sie eigentlich, wie hart so ein nackter Tisch sein kann, wenn man über ihn drübergezogen wird?

Wenn die Geldentwertung rasch voranschreitet, retten sich die grossen Geldgeier durch den Zugewinn an Land, Immobilien, Gold und materiellen Reserven in Form von Sachgütern. Die kleinen, brav in der Ecke sitzenden, ihr Erspartes hütenden Sparer gehen leer aus, denn sie entdecken die Geldentwertung erst, wenn es bereits zu spät ist.

Manche politischen Bewegungen sind der Meinung, man sollte die Staatsverschuldung durch eine hohe Inflation senken. Dies wäre jedoch fatal, denn der kleine Sparer, der noch stolz auf seine Spardose ist, hätte das Nachsehen, und die Superreichen würde es kaum kümmern, da ihre Güter ohnehin der teuersten Luxusklasse entspringen. Noch mehr Armut wäre das Resultat, welches wir ernten würden, denn wenn die Wirtschaftsmärkte erst einmal laufen und alles superteuer wird, ist dieses Rad nicht mehr zu stoppen, und rückgängig kann man es ohnehin nicht machen, denn die Preise sind noch nie gesunken, höchstens gleichgeblieben. Selbst wenn die Nachfrage stagniert, bleibt der Preis oft hoch.

Wer profitiert von einem instabilen Zinssystem? Es sind die grossen Aktionäre, der Staat selber, falls er sich über die Inflation entschulden möchte, es sind die Land- Gold- und Immobilienbesitzer, wenn der Staat nicht auch noch auf die Sachgüter zugreift. Die Schuldner sind auch Gewinner, denn die Schulden werden mit einer Inflation quasi weggeblasen. Ich ahnte es schon lange, auf Pump lebt es sich einfach prima.

Der Staat hatte sich im letzten Jahrhundert bereits zweimal seiner Schulden und Geldsorgen entledigt. Das erste Mal nach dem ersten Weltkrieg, als 1923 der Apfel und das Ei im Supermarkt in astronomisch unerschwingliche Höhen stiegen. Das zweite Mal, als 1948 die Reichsmark in die D-Mark getauscht wurde, zu einem unfairen Tauschhandel. Beide Male existierten dahinter versteckte Inflationen, denn das Geld wurde für die Rüstungsindustrie zum offenen Fenster hinausgeworfen. Übrigens kann ein offenes Fenster schnell zu einer winterlichen Erkältung führen, speziell, wenn man versucht, Krieg gegen Russland zu führen. Gibt es das Wort der Inflation denn auch als Mehrzahl? Inflationen?

Wenn man sich die heutige Wirtschaft, die instabile Finanzlage mit all ihren künstlich an der Börse erzeugten Krisen anschaut, so könnte man durchaus von mehreren, schleichenden Inflationen sprechen. Es gewinnen einige wenige, grosse Aktionäre und Börsengurus, und sie gewinnen auf Kosten der sparintensiven Bürger. Jetzt möchte ich jedoch dazu sagen, dass ich die Finger von Lehmann Brother Aktien liess, denn ich verstand das System dahinter nicht. So uncool, so dumm war ich. Als ich begriff, dass die coolen Sparer und noch cooleren Banker dieses System auch nicht verstanden, fühlte ich mich irgendwie ein wenig klüger, denn wenigstens in diesen Fettnapf bin ich nicht hineingetreten.

Das Zinssystem - ein Übel oder ein Muss?

Banken vergeben Kredite, damit man sich grössere Anschaffungen leisten kann, die man sich eigentlich kaum leisten kann. Banken verlangen für dieses geliehene Geld Zinsen. Diese Zinsen werden wiederum verzinst, sodass sich das Ganze im Laufe der Zeit potenziert. Im Grunde ist dies ja ein gutes Geschäft, beide profitieren davon, aber nur so lange, wie der Schuldner sein Geld rasch zurückzahlen kann und die Bank die Zinsen stabil hält. Jetzt sah die Realität jedoch folgend aus: Die Banken verliehen Geld an Leute, die kaum bis gar nicht auf ihre Bonität geprüft wurden. Die Leute lebten in Villen, welche eigentlich der Bank gehörten, weil sie die Schulden kaum tilgen konnten. Die Blase platzte. Banken verliehen untereinander Geld und wurden immer skeptischer, weil eine Bank nach der anderen Pleite ging. Dazu kamen die Spekulationen an der Börse. Wenn man auf den Bankrott einer ganzen Bank, einzelner Immobilien, ganzer Staaten wettet, wenn Ratingagenturen ihr hartes Urteil bilden , aber vollkommen versagen, wenn es ums Ganze geht, dann verdienen einige Aktionäre viel, während die reale Wirtschaft leer ausgeht, da kein Geld mehr für Konsumgüter da ist.

Ich habe mich immer schon gewundert, wie das Geheimnis, dass sich ein arbeitsloses, herumliegendes Geld auf der Bank vermehrt, funktionieren kann. Es sind die Zinsen, die das Geld kaputt machen, denn irgendwann platzt jede Blase, wenn man andauernd Luft hinein pumpt. Wenn mein Geld faul in der Sonne liegt und sich urlaubsbedingt auf der Bank befindet, profitiere ich von Zinsen. Coole Leute dachten sich, sie geben ihr Geld gleich zu der Bank, die ihnen die höchsten Zinsen bietet. Es begann ein Wettkampf um die Kunden. Ich wunderte mich immer schon darüber, woher die Banken das Geld für die hohe Verzinsung der Spareinlagen, der Festgeldkonten und Co nahmen. So uncool wie ich war, suchte ich mir nicht diese ausländische Bank aus, welche mir hohe Zinsen versprach, sondern meine kleine Sparkasse um die Ecke, denn dort kannte ich den netten Banker, der wiederum mich kannte und wusste, dass er gefährlich leben würde, wenn er mir unsichere Geschäfte unter die Nase halten würde. Immerhin, ich habe aus lauter Uncoolness mein Geld nicht verloren.

Das Zinseszins System funktioniert ja nur dort, wo es eingesetzt wird, und so kann es nur dort wüten und Verwüstung hinterlassen. Aus religiösen Gründen sind in einigen Staaten diese Zinseszins Methoden nicht erlaubt. Dort hält man sich an den Goldreserven fest, denn eigentlich sollte unser Geldsystem auf den Goldreserven aufgebaut sein. Die USA hingegen druckt unbekümmert neues Geld, wenn die Staatsverschuldung unaufhaltsam näherrückt. Und so werden in den USA manchmal die Staatsbediensteten in Zwangsurlaub geschickt, weil ihre Löhne und Gehälter nicht bezahlt werden können. Bitte, wenn ich Urlaub habe, mir jedoch kein pink-türkises Kostüm kaufen kann, da ich kein Geld dafür habe, wird der ganze Urlaub zum unbespassten Zwang, quasi ein Zwangsurlaub. Sind wir nicht alle mehr oder weniger vom wirtschaftlichen Treiben der USA abhängig?

Wenn die EZB die Zinsen senkt

Die Europäische Zentralbank, der Punkt auf dem langen i, der Hebel aller Zinsen, nimmt Zinssenkungen vor, wenn die Banken nahe dem Abgrund stehen und mit den Köpfen in eine tiefe Bodenlosigkeit blicken. Warum macht sie das? Wahrlich, sie verfolgt ein ehrenwertes Ziel, die Rettung der Banken. Was nimmt sie dafür in Kauf? Wahrlich, auch ein ehrenwertes Ziel, eine drohende Deflation, eine drohend näherrückende Instabilität der Wirtschaft.

Es werden sogar Stimmen laut, die behaupten, wenn die EZB die Zinsen zu stark senkt, verlieren wir viel zu viel Geld, welches die Wirtschaft dringend nötig hätte. Es ist riskant, eine Zinssenkung auf richtig niedrigem Niveau lange Zeit aufrecht zu erhalten. Was antwortet die EZB darauf? Irgendwo her muss die Entschuldung der wirtschaftsschwachen Länder doch kommen. Und was antworte ich als Neutron, als Träger einer grausam zugespitzten Zunge darauf: Irgendwo her müssen doch die Gelder für die Managergehälter, für die Golden Handshakes, für die Aktiengeschäfte und Verluste an der Börse kommen. Ich wusste es, ich bin frech. Womöglich wird mir meine Frechheit eines Tages zum Verhängnis, an dem Tag, an dem mein Geld auf der Bank trotz Zinsen schrumpft.

Wie kann mein Geld auf der Bank trotz Zinsen schrumpfen? Na, ich könnte es ausgeben. Da ich im Moment Kostüme und Hosenanzüge in beinahe allen Farben besitze, habe ich keinen Grund, Geld auszugeben. Wenn ich allerdings einem gelben Kostüm, edel verarbeitet, schick und feminin, begegne, komme ich dem Ziel der Geldvernichtung schon näher. Lieber Besucher, falls Sie ein gelbes, edel aussehendes Kostüm mit richtig weiblichem Minirock sehen, Sie kennen ja meine Postanschrift, ich erwarte Ihr Paket.

Ich könnte das Geld auf meinem Bankkonto verringern, wenn ich weniger Zinsen als Null bekommen würde. Wenn die EZB ihre Zinssenkung gegen Null ausbreiten würde, hätten wir im äussersten Notfall auf den Banken Minuszinsen. Wir müssten für die artgerechte Lagerung unserer Einlagen bezahlen. Bitte, dann hat sich die Sache mit dem gelben Kostüm erledigt, denn dann habe ich das Geld nicht mehr dafür. Bitte schicken Sie mir zeitnah mein gelbes Kostüm zu, denn es geht auch um Ihr Geld.

Ich mag es kaum glauben, aber es gibt immer noch Menschen, die behaupten ernsthaft, was die EZB macht, geht sie nichts an, denn es betrifft sie nicht. Gut, wenn diese Leute ihr hart erwirtschaftetes Geld unter der hauseigenen Matratze lagern, geht sie das EZB Tatü Tata wirklich kaum etwas an, denn dann müssen sie lediglich gegen die schleichende Inflation kämpfen, die uns alle am Kragen packt. Ich sehe schon, es führt kein Weg am gelben Kostüm vorbei.

Was sagen die Kritiker zur Zinssenkung der EZB? Die Sache mit der riskanten Angelegenheit hätten wir bereits erwähnt, so riskant, dass man es nur in einem richtig gelben Kostüm ertragen kann. Eine weitere Sache wäre die schnellere Entschuldung der wirtschaftsschwachen Länder wie Spanien, Portugal, Griechenland und Co. Ich ahnte es, man findet überall Vorteile, wenn man gezielt danach sucht. Aber wie ergeht es den wirtschaftlich stabilen Ländern in dieser Zeit? Sie leiden, denn das Geld auf deren Bankkonten schwindet in unsichtbare Töpfe, die Kaufkraft schwindet, die Konsumlust auch, denn wenn das Geld auf der Bank bloss durch sein pures Umherlümmeln, durch sein ruhiges Herumliegen weniger wird, hat selbst das Geld keine Lust mehr, sich zu bewegen, ausgegeben zu werden.

Die starke Zinssenkung der EZB wird zu Lasten der normalen Bürger, der braven Sparer durchgeführt. Sie geht auf Kosten der Sparer einen Weg, der auf lange Sicht nicht gesund ist. Ich finde, es ist besser, die Ursache einer Krankheit zu erkennen, als die Krankheit immer wieder neu mit Medikamenten zu behandeln. Ein Diabetiker wird auch keinen effektiven Erfolg verzeichnen können, wenn er brav sein Insulin spritzt und nachher drei Topfengulatschen, halt, ich meinte natürlich drei Quarktaschen verzehrt.

 Wenn die Sparer leiden, leidet die Wirtschaft mit ihnen mit, denn die beiden leben in einer Art Symbiose miteinander. Eine Zecke kann ohne ihren Wirt auch nicht existieren, und der Wirt geht eines Tages kaputt, wenn die Zecke in der Nahrungskette fehlt. Denkt sich die Natur eigentlich etwas bei all ihrem Tun und Handeln? Kennen Sie die Aale?


Elisabeth Putz

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