Esoterik Ratgeber

Beauty

Business

Esoterik

Flirten

Lifestyle

Mode

Wellness

Wohnen

Wie leben die Christen?

Christen sind gläubig, manche mehr, manche weniger, manche nur auf dem Papier, manche nur zu Weihnachten und zu Ostern, aber die Christen leben nach bestimmten Lehren, die es erlauben, Nächstenliebe und Menschlichkeit auszuleben. Das Jundament der Christen sind die 10 Gebote, welche im Grunde ausreichen, ein solides Leben in positiver Form zu führen, wenn man gute Gedanken hegt und nicht nach dem Schlechten lechzt. Diese 10 Gebote könnten jedoch ausgeweitet werden, da auch Eltern ihre Kinder lieben und ehren sollten, damit hier keine Einbahnstrasse entsteht. Die Christen leben nach dem Motto des gegenseitigen Helfens und sehen das Karma nicht als schicksalshafte Gegebenheit an, sondern sie unterstützen die Armen und Bedürftigen.

Wie leben Kreationisten?

Die Kreationisten glauben an die Evolutionstheorie, wie Gott sie schuf, nämlich an die 7 Tage, in denen Gott die Erde, die Tiere, Himmel und Land, Wasser und Feuer, und zuletzt den Menschen erschaffen hat. Und älter als 6000 Jahre ist niemand, der heute noch lebt, und genau aus diesem Grund sagen die fanatischen Kreationisten, kann niemand wissen, ob eine andere Theorie zur Entwicklung der Erde wahrer ist als die des Kreationismus. Die Gläubigen halten an ihrem Weltbild fest, leben die meiste Zeit in ihrer eigenen Welt, und in den USA gibt es sogar einen Kreationistenpark, quasi die Arche Noah, in welchem die Bibelgeschichte auf und ab erzählt wird. Niemand darf wiedersprechen, denn das Wort Gottes ist Pflicht. Niemand darf von diesem Weg abkommen, an etwas anderes glauben, oder gar ein weltlich orientiertes Leben einschlagen. Die Kreationisten sind sehr fanatisch in ihren Ansichten, sie sind jedoch auch glücklich in ihrem Glauben, leben ein minimalistisches, einfach gestricktes Leben und scheuen die breite Öffentlichkeit.

Das Christentum ist allgemein gesehen eines der ältesten Religionszugehörigkeiten und erfreut sich heute noch einer grossen Beliebtheit. Zwar haben die Christen nicht immer zu jeder Zeit alles richtig gemacht, aber Fehler sind menschlich, und so kam es hin und wieder zu Skandalen in der Kirche. Christen glauben im Allgemeinen an die 10 Gebote, leben danach und streben ein friedliches Leben an, und so zeichnet der Frieden diese Religion aus. Christ zu sein bedeutet, zu lieben, zu helfen, miteinander glücklich zu leben, und es bedeutet, Probleme gemeinsam zu lösen, damit Skandale in Zukunft vermieden werden.

Die fundamentalen Christen

Unter den Christen gibt es eine spezielle Glaubensgemeinschaft, die jeglichen Konsum und trendigen Lifestyle ablehnen. Sie nennen sich fundamentale Christen, leben ein natürliches, möglichst naturbezogenes und einfaches Leben, lehnen Einflüsse der Aussenwelt ab und schicken ihre Kinder nicht in eine öffentliche Schule, damit sie nicht verdorben werden. Die Sexualität wird ausschliesslich in der Ehe ausgelebt, nur zum Zweck der Fortbildung, da alles andere Sünde ist. Ich persönlich könnte mir zwar nicht vorstellen, so ein sexuell inaktives Leben zu führen, da ich die Sinnlichkeit in vollen Zügen auskoste und mit meinem Partner auch ohne Kinder ein erfülltes Liebesleben führe, aber die Geschmäcker und Charaktäre sind verschieden, und so kann ich mir gut vorstellen, dass ein fundamentaler Christ dieses brave Leben in vollen Zügen geniesst und sich nichts anderes wünscht als zu beten und zu arbeiten.

Das Leben dieser fundamentalen Christen ist interessant, auch wenn ich es niemals für mich umsetzen könnte, da ich Freude am Konsum, an der Wirtschaft und an der Aussenwelt habe. Die streng gläubigen Christen, die sogenannten Kreatonisten glauben daran, dass Gott alleine die Welt in sechs Tagen erschaffen hat, dass die Symbolik der Bibel wahrheitsgetreu die Realität darstellt, sie unterrichten ihre Kinder privat und glauben nicht an die moderne Wissenschaft. Am 7. Tage ruhte der Herr, und so ruhen auch diese Christen am Sonntag eisern, loben und preisen den Hern, gehen in die Kirche und beten zu Gott. Das Leben hat durchaus seine Vorteile, denn so einem gläubigen Menschen kann man vollends vertrauen, ihm Krredite gewähren und darauf bauen, dass er das Geld auf jeden Fall zurückzahlen wird.

Freunde und einen Lebenspartner lernen sie in der Kirche und in der Gemeinschaft kennen, da sie Kontakte zur Aussenwelt eher meiden. Ich finde, es ist ein intensives Glaubenserlebnis, und wer sich darin wohlfühlt, der kann sich durchaus entscheiden, diesen Glauben auszuleben, selbst wenn er zuvor ein anderes Glaubensbild lebte. Allerdings wenden in unserer heutigen, schnelllebigen Zeit immer mehr fundamentale Christen dieser strengen Religion den Rücken zu und finden ihr Lebensglück in der weltlich angehauchten Gesellschaft. Mädchen schminken sich vermehrt, Jungs fühlen sich zu Mädchen, zu Technik und zu Geld hingezogen, kaufen ein Handy und telefonieren heimlich mit den Mädchen. Der Glaube bekommt zunehmend ein Imageproblem, aber die Amish People, die sogenannten Amishen, welche in den USA leben, werden hoffentlich nie aussterben.

Die Hostie - Der Leib Christi als religiöses Symbol

Für fundamentale Christen ist die Hostie, der sogenannte Leib Christi unverzichtbar, denn sie glauben fest an die Geschichte dahinter. Eine Hostie ist allgemein gesehen eine Oblade, welche man essen kann. Sie ist essbares Papier, zugeschnitten in runde Kreise, mit religiösen Motiven drauf. Die Christen sehen in einer Hostie den Leib Christi, der für uns am Kreuz gestorben und am dritten Tag wieder auferstanden ist. Der Ungläubige sieht darin ein essbares Teilchen, welches durchaus gut schmeckt und in einer gewissen Menge sogar den Hunger stillt.

Die geweihte Hostie ist etwas Religiöses, was man bitte nicht durch den Kakao ziehen sollte. Heilige Dinge sind für die Gläubigen heilig, so wie für jeden Menschen sein eigenes Bett heilig ist. Man glaubt, preist den Herrn, betet zu ihm und nimmt seinen Leib als Symbol für den Frieden auf Erden, als Symbol für Kraft, Energie und Einigkeit. Und so sind tausende Kirchgänger jeden Sonntag glücklich, wenn sie die Eucherestiefeier mitfeiern dürfen und die Kommunion empfangen dürfen. Sie gehen gestärkt aus der Kirche heraus, fühlen sich gut nach dem Hochamt, und dies ist ein wunderbarer Effekt, den man aufrecht erhalten muss. Der Ungläubige sucht sein Glück in weltlichen Dingen, der Gläubige hat es in sich selbst gefunden, weil er den Leib Christi in Form einer Hostie zu sich genommen hat.

Die katholische Kirche vollzieht die Heilige Wandlung mit Brot und Wein. Hierzu werden Hostien, sogenannte Oblaten verteilt. Diese bestehen zu einem Grossteil aus Weizenmehl, welches für Allergiker nicht geeignet ist. Weiterhin möchte die katholische Kirche jedoch auf den Weizen nicht verzichten. Vorstellen könnte man sich jedoch eine Hostie mit weniger Weizenanteil, mit weniger Glutein. Diese Oblaten sind laut neuestem Stand besser verträglich. Auch möchte die Kirche die Herstellung der Hostien in den gängigen Betrieben belassen und keine aussenstehenden Betriebe damit beauftragen, da dieses Handwerk eine lange Tradition hat.

Wie wirkt die Wandermuttergottes?

Kennen Sie die Wandermuttergottes? Sie ist eine Statue, kirchlich geweiht, wandert von Haus zu Haus und soll den Menschen, die sie zu sich nach Hause bestellen, Frieden bringen und Wunder bewirken. Die Wandermuttergottes beruht auf dem römisch katholischen Glauben und leitet ihr Brauchtum aus der Weihnachtsgeschichte der Herbergssuche her. Die rastlose Maria, die Marienverehrung und das lange Wandern sind Symbole dieser uralten Tradition.

Aus zahlreichen Legenden geht hervor, dass die Wandermuttergottes Wunder bewirkte. Ich besorgte mir sofort eine Statue aus unserer Kirche, liess mich vom Pfarrer kurz in die Geschichte einweihen und probierte diese Glaubensintensität aus. Das erste Wunder, worum ich betete, trat ein, die Liebe meines Lebens erschien endlich auf meiner Lebensbildfläche. Das zweite Wunder, worum ich bat, liess jahrelang auf sich warten, das Geld, welches ich mir wünschte. Es kam, als ich nicht mehr daran glaubte.

Die Wandermuttergottes soll nicht nur darauf beschränkt werden, Wunder zu wirken, sondern auch als symbolische Friedensbringerin, als heilende Kraft für Körper, Geist und Seele, als Symbol der katholischen Kirche angesehen werden. Heute trägt man die Marienstatue von Haus zu Haus, um symbolisch zu signalisieren, dass Maria ein Zuhause gefunden hat.

Die ruhlose, rastlose Maria aus uralten Überlieferungen hatte einige Hürden zu bewältigen, ehe sie die Mutter von Jesus wurde und auf Herbergssuche ging. Heute lebt man die Tradition weiterhin aus, um an die damalige Zeit der Überlieferungen von Wundern und Heilung zu gedenken. In vielen Kirchen ist die Wandermuttergottes bereits zur Symbolfigur für die Vorbereitung auf die Erstkommunion und die Firmung geworden. Man sitzt zusammen, betet die Heiligenstatue an und lernt, wie sich die damalige Herbergssuche zugetragen hat. In vielen Haushalten, in denen die Wandermuttergottes zu Gast ist, betet man den Rosenkranz als Gebet für mühsame Stunden, Heilung und Erlösung.

Die Farbe Blau für Maria, die Mutter Gottes

Blau war lange Zeit die Farbe der Macht, verkörperte die Mächtigen und war im kirchlichen Bereich, für Päpste und Bischöfe, für Kirchenschmuck, etc. verboten. Die Herstellung und Gewinnung der Farbe Blau war aufwendig, überteuert und schwierig zu meistern. Das Ultramarinblau wurde früher aus dem Edelstein Lapislazuli gewonne, welcher sich jedoch im Laufe der Zeit verändert, sodass man heute noch grüne Mäntel an den uralten, gut konservierten Marienstatuen entdecken kann, weil sich der Blauton verflüchtigt oder verändert hat.

Oft wurde die Farbe Azurit verwendet, welche sich ebenfalls verändert, und so galt in der Kirche die Farbe als nicht erlaubt, weil sie zu viel Macht hatte. Maria stieg als erste nicht überirdische Persönlichkeit in den Himmel empor, wurde als Heilige anerkannt und durfte einen blauen Umhang tragen, welcher ihre Macht symbolisierte. Und bis heute ist die Farbe Blau in der Kirche nicht sonderlich präsent, aber Kirchen entwickeln sich geschichtlich und epochal ohnehin nicht grossartig weiter, sie erneuern sich kaum, sonst würden heute die Priester endlich heiraten dürfen.

Als ich mein Marienbild, welches ich mit meiner Geburt mitgeliefert bekam, wieder aus dem Schrank holte, wollte ich wissen, ob meine Mutter wohl wirklich meine leibliche Mutter ist, denn wir haben wirklich nichts gemeinsam, ausser unsere Streitkultur, wenn wir uns vor allen Nachbarn duellieren. Ich schälte also das Marienbild aus seinem Rahmen und schaute nach, ob es einen doppelten Boden oder eine versteckte Inschrift, ein nicht sichtbares Dokument gab, welches die Ursprünge meiner komplizierten Geburt nachvollziehbar zeigte, aber ich fand nichts. Ausser Spesen ist nichts gewesen, nur der Rahmen war kaputt. Also suchte ich nach einem neuen Rahmen. Ich nenne meine Mutter Gottes immer Mizzi, weil sie dann flüssiger mit mir spricht. Ich bestellte ihr zuerst einen neutralen weissen Rahmen, dann einen pinken, dann einen blauen, welchen ich jedoch schnell wieder reklamierte, und dann bekam sie einen orangen Rahmen, der ihr bis heute ausgezeichnet steht. Und so hängt bis auf Weiteres in meinem Büro ein Marienbild mit einem knallig herausstechenden orangen Rahmen, aus Lack und elitärem Kunststoff. Die Rarbe Orange kommt den Farben Gelb und Rot sehr nahe, sie steht für Erfolg, Aktivität, einen regen Lebensfluss, Liebe, Reichtum und tausend Verliebtheiten. In diesem Rahmen kann meine Mizzi Wunder wirken, und ich könnte schwören, wenn ich sie um etwas wirklich Dringendes bitte, erfüllt sie mir den Wunsch, wenn auch nicht immer auf die Weise, wie ich es mir vorstelle. Na, vielleicht bewahrt sie mich vor Schlimmerem, wenn nicht alles in Erfüllung geht, denn meine Wünsche sind nicht unbedingt mit eventuellen Konsequenzen verknüpft, da ich immer wieder zwischen Himmel und Erde hin und her gleite, himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt.

Als ich mich versehentlich in meinen Augenarzt verliebte, bat ich darum, es möge doch ein Wunder geschehen, sodass ich ihn für mich gewinnen könnte. Bitte, an Konsequenzen und mögliche Auswirkungen dachte ich nicht. Und meine Bitte wurde auch nicht erhört. Zwei Jahre später bekriegten wir uns vor Gericht, mein Augenarzt und ich, weil wir uns wie zwei Kriegsschiffe rammten. Ich verklagte nämlich das Wiener AKH, und ab diesem Zeitpunkt wusste ich, meine Mizzi hatte mich vor Schlimmerem bewahrt. Bitte, ich habe den Prozess mit Pauken und Trompeten verloren, mein Augenarzt sass am Thron, eben am längeren Hebel, aber ich bin ja auch keine Heilige, und so strebe ich auch nicht den direkten Weg ins Himmelreich an.

Ich möchte damit nur sagen, selbst wenn man sich eine Wandermuttergottes ins Haus holt, müssen nicht alle Bitten in Wunder, und alle Wunder in die Realität umgewandelt werden, da wir alles erhalten, was uns gut tut, aber nicht alles bekommen, was wir uns punktuell in den Kopf gesetzt haben. Herzenswünsche, die durchzogen sind von Güte werden allerdings immer erfüllt.

Maria Himmelfahrt - ein seeliger Feiertag

Am 15. August feiern wir Maria Himmelfahrt, oder auch Mariä Aufnahme in den Himmel, Vollendung Mariens oder Himmelgang Mariens genannt. In vielen Ländern ist dies ein gesetzlicher Feiertag, und die Italiener feiern Feria Agosta, was die absolute Hochsaison des italienischen Tourismus einleitet. Ich liebe diesen Tag schon deshalb, weil ich an diesem Tag mein Frühstück geniessen kann, nicht arbeite, in der Sonne liege und vor mich hinschmore. Gläubige Christen feiern diesen Tag mit einer Heiligen Messe, einem Hochamt mit anschliessender Prozession, wobei die Marienstatue behutsam von 4 bis 6 Trägern getragen wird. Die eindrucksvollsten Prozessionen findet man in Bayern vor.Der Marienfesttag wird seit dem 5. Jahrhundert gefeiert und bedeutet, dass die leibliche Maria in den Himmel aufgenommen wurde. Kritiker bemangeln die unbefleckte Empfängnis Marias, aber die Christen verehren sie als Mutter Gottes und legen viel Hoffnung in die Wunder Marias hinein, beten sie an und pilgern zu den Heiligen Marienplätzen wie Fattima oder Lourdes.

Wie lebt der Papst?

Ich habe mich auf den Weg gemacht, um ein wenig Wissen über den Papst zusammenzutragen. Das längste Konklave dauerte drei Jahre, aber immerhin, auch damals wurde ein Papst gewählt. Übrigens wurde die Zeremonie mit dem Rauch bereits in uralten Zeiten praktiziert. Damals nahm man Pech für den schwarzen Rauch und Stroh für den weissen Rauch. Heute nimmt man Chemikalien, um schwarz und weiss zu unterscheiden. Schwarzer Rauch bedeutet, noch kein Papst gefunden, weisser Rauch heisst, der Papst ist fertig gebacken. Ein Papst wird von den Kardinälen gewählt, wobei er eine Zweidrittel-Mehrheit erreichen muss. Aus einem Bericht habe ich entnommen, dass Opus Dei einen grossen Einfluss auf die Papstwahl von Benedikt 16. genommen hatte, aber bitte, genauere Details weiss ich nicht, denn ich habe bloss den Bericht mitverfolgt, das geheime Tagebuch eines Kardinals, welcher sich Notizen zur damaligen Papstwahl gemacht hatte.

Der Papst ist Leiter der katholischen Kirche, sozusagen der oberste Manager. Dennoch verdient er kein eigenes Geld, lebt aber trotzdem wie ein König mit Kammerdiener und gutem Essen. Für die Verpflegung des Papstes, für seine Ausgaben jeglicher Art, für seine Auslandsreisen und Spesen kommt die Kirche auf. Mit Franziskus haben wir ja dann einen pflegeleichten, geldeinsparenden Papst gewonnen.

Übrigens gibt es im Vatikan die begehrten roten Papstschuhe nur bis zur Grösse 46, und wenn ein Papst grössere Füsse besitzt, wird er schon hineinwachsen, oder man einigt sich auf grössere Papstschuhe.

Der Papst trägt kein Designer Outfit, jedoch wird sein Papstkostüm von einer namhaften Schneiderei gefertigt. Damals trug Papst Benedikt noch seinen schwarzen Pullover unter seinem Papst-Outfit, als er die Menschenmasse vor der sixtinischen Kirche begrüsste.

Ich setze jedes Mal so viel Hoffnung in einen neuen Papst. Ich lasse mich von internen Berichten über Intrigen im Vatikan wenig beeindrucken, obgleich mir bewusst ist, dass es sie gibt. Ich glaube an das Gute im Menschen. Die Kirche wurde von Menschen errichtet, der Glaube an Gott lässt uns in den schlimmsten Momenten unseres Lebens überleben, also kann die Kirche nur überwiegend gut sein. Natürlich agieren Menschen im Vatikan, so wie überall auf der Welt, und Menschen sind unberechenbar. Die Seele des Menschen strebt allerdings nach Frieden, und ich wünsche mir den Weltfrieden, eine Religionsfreiheit, eine Glaubensfreiheit, eine Gleichheit aller Menschen. Ich bin blind, übersehe einen Grossteil des Weltgeschehens, aber ich sehe jeden einzelnen Menschen als Seele.

Wussten Sie eigentlich, dass einst eine Frau als Päpstin agierte? Man fand dies erst heraus, als sie ein Kind bekam. Die Päpstin wird von der katholischen Kirche mehr oder weniger geheim gehalten. Na bitte, wieso kann man nicht einfach mit dem Fortschritt im Gleichschritt gehen und Frauen genauso für diese Ämter einsetzen, wenn doch die damalige Päpstin schon hervorragende Arbeit geleistet hatte.

Ich wünsche mir von der katholischen Kirche ein paar kleine Reformen. Ich wünsche mir Kondomfreiheit, denn jeder Mensch hat Bedürfnisse. Ausserdem lauert AIDS, besonders in Afrika, wo viele Menschen nicht genug aufgeklärt sind. Ich wünsche mir, dass geschiedene Leute den Segen der Kirche bekommen, denn für eine Scheidung kann der einzelne Mensch nichts, wenn ihm das Leben andere Wege aufzeigt. Ich wünsche mir, dass Frauen in der Kirche Ämter wie Priester und Kardinäle bekleiden dürfen, denn eine Frau ist genauso viel wert wie ein Mann. Ich wünsche mir die Aufhebung des Zölibats, denn dann erhoffe ich mir, dass nicht mehr allzu grosser Missbrauch begangen wird.

Homosexuelle Menschen sollten den Segen der Kirche erhalten dürfen, denn ein Mensch kann nichts für seine natürliche Neigung, er leidet jedoch hart unter dem Druck von aussen. Menschen sollten nicht aufgrund von uralten Regeln leiden dürfen. Menschen sind Seelen mit guten Kernen. Und wenn ich demnächst einen Apfel esse, dann schlucke ich den Kern mit.

Wie lebt der Bischof?

Wenn wir uns die katholische Kirche anschauen, so finden wir Bischöfe vor, die bescheiden leben und an materiellem Reichtum keine Freude haben. Es gab Ausnahmen, wie beispielsweise den Bischof von Limburg. Im Grunde lehrt uns Gott, im Glück und in Zufriedenheit zu leben, die Fülle zu geniessen und das Leben mit all seiner Schönheit wahrzunehmen. So könnte man den materiellen Reichtum genauso zur Kirche zählen wie den geistigen.

Ein Bischof ist ein Episkopos, ein Hüter und Beschützer. Jetzt kommen wir der materiellen Sache schon gewaltig näher, denn der Bischof muss ja quasi sein Revier behüten und schützen, und so schützen vereinzelte Bischöfe auch den Materialismus, der ihnen zum Beaufsichtigen überlassen wurde. Ein Bischof ist ein Verwalter. Jetzt sind wir echt nahe dran am Geschehen, er verwaltet das Materielle bloss, damit es nicht die Banken fressen. Jawohl, somit hätte ich die Antwort auf das exzentrisch ausschweifende Leben des Bischofs von Limburg gefunden.

Übrigens musste er neulich zum Papst nach Rom reisen, ihm in einer heiklen Audienz seinen sensibel durch die Medien gezogenen Lebensstil beichten, und er ist bis jetzt von dieser Reise nie wieder nach Limburg zurückgekehrt. Da die Kirche sich sehr langsam wandelt, kann man noch von neulich sprechen, selbst wenn Monate und Jahre dazwischenliegen.

Wussten Sie, dass der Bischof zuerst ein Diakon, dann ein Priester und danach erst seinesgleichen sein kann? Im Notfall können übrigens auch einem Laien die Weihungen zum Diakon und zum Priester zu Teil werden, aber bitte der Reihe nach, denn Ordnung muss sein. Der Bischof hat wenigstens noch Aufstiegsmöglichkeiten, er kann zum Papst empor steigen, wenn ein alter Papst stirbt. Gut, der Bischof von Limburg ist auf andere Art und Weise zum Papst empor gestiegen, als Audienz-Suchender, aber ich bin mir sicher, er hat an Erleuchtung und Erkenntnis gewonnen.

Bischöfe verwalten ja ganze Landareale, manche besser, manche weniger gut. So kann man an den Reichtümern eines Bischofssitzes erkennen, wie gut ein Bischof wirtschaftet. Das Erzbistum zu Köln ist so nebenbei erwähnt ein reiches Bistum, da kann man sich den einen oder anderen goldenen Schnitzer schon erlauben, so lange die Presse nicht aufbegehrt. Sollte nicht ein Gebot heissen: Du sollst nicht begehren deines Nächsten Gut? Was sagen die Steuerzahler dazu? Ich habe mir schon vorsichtshalber Gedanken darüber gemacht, wie es wohl wäre, wenn sich die Kirche ohne staatliches Zutun selbst verwalten würde, aus den Spenden und Einnahmen ihrer Schäfchen? Wäre dies nicht ein erster Ansatz zur Bekehrung vom Materialismus hin zum non materiellen Glauben? Aber eine Badewanne würde ich jedem Bischof gönnen.

 


Elisabeth Putz

Impressum

Datenschutz

Esoterik