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Wie gefährlich ist Fanatismus?
Wer fanatisch an die Bibel glaubt und sagt, sie sei von Gott erschaffen worden, übersieht, dass Gott eine neutrale Energie ist, nicht urteilt, alle Menschen liebt und sie so leben lässt, wie sie eben sind. Man erkennt diese Gläubigen schon an ihrer Bibelfestigkeit, gepaart mit einem Glaubensbild, welches aus dem Mittelalter stammt, wo Päpste die Kirche so zurechtgebogen haben, wie sie ihnen gefiel. Jede Schrift, selbst die 10 Gebote sind von Menschenhand gefertigt worden, wobei die 10 Gebote einiges an Gutem beinhalten. Leichter lebt man in der Regel, wenn man tolerant ist, sich nicht über Andersdenkende aufregt, einen moderaten Glauben verfolgt, der niemanden ausgrenzt. Fanatismus engt ein, lebt nach strengen Regeln und lässt die Seele verkümmern, weil man mit aller Härte durchgreift, und das macht uns dann hart, intolerant und einsam. Glaubenstechnisch bin ich kein Fanatiker. Kirchen sind und waren mir religionsbezogen immer schon suspekt, aber die Kunst darin interessiert mich, und wenn die hauseigene Orgel ihre Klänge zum Besten gibt, bin ich dabei. In Freising ging ich einmal mit dem Sohn meiner Vermieterin zum Orgel spielen in den Dom, und ich muss sagen, es war besser als jede Oper. Ich bewundere heute noch alle Menschen, die tiefen Glaubens sind und Gott gefunden haben, denn mir blieb er bis jetzt verborgen. Vielleicht überkommt mich eines Tages die Erleuchtung und ich werde zum Guru, aber bis jetzt hat mich nicht einmal Scientology aufgenommen.
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