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Käufliche Liebe - das Geschäft mit der Illusion

ein Herz kaufenDie käufliche Liebe ist heute irgendwie gesellschaftsfähig geworden. Wenn man die Moral dieser Sache vordergründig beleuchtet, so ist es ein Skandal. Wenn man sich jedoch die Schattenseiten dieses edlen Gewerbes ansieht, so ist es gut, dass heute die Frauen mit Lohnsteuerkarte arbeiten, damit sie nicht ausgebeutet werden. Bitte, leider existiert immer noch ein dunkler Bereich der käuflichen Lust, in dem Frauen gegen ihren Willen arbeiten, gefangen sind, ihre Seelen zum Sterben verurteilt sind.

Sind Sie zufällig ein Mann? Sind Sie vielleicht gerade eben verlassen worden, oder Sie sitzen in einer Ehe fest, die auf dem Papier rosarote Wolken verzeichnet, jedoch in der Realität schwarze Gewitterwolken aufziehen lässt. Dann kommen Sie zu mir, bevor Sie im Regen stehen, ich will ja nicht, dass Sie nass werden, ich bin schon nass. Bitte, nehmen Sie diese provozierend offenherzige Aussage jetzt nicht in Ihr Herz auf, denn bei mir ist im Moment gerade nur Tag des offenen Herzens. Ich bin Autorin und beglücke Sie mit der Illusion der käuflichen Liebe, mit der direkten Illusion, denn mich können Sie nur lesen und auf Xing, Facebook oder Twitter konsumieren.

Ist die gekaufte Liebe eine Illusion? Wenn bei mir tausend Euro in meinem tiefen Dekollete stecken würden, könnte ich mich an Sie erinnern, aber bitte, es ist doch genaugenommen eine Frage der Betragshöhe, denn ich besitze einen üppig gewachsenen Busen, da hat mehr Geld Platz. Ist die Autorin nicht immer die Täterin?

Lieber Besucher, wenn Sie über den ärgsten Liebeskummer hinweg sind, konsumieren Sie womöglich käufliche Frauen und Männer für die richtig einsamen Stunden. Man kauft keine Liebe, sondern eine Illusion, aber für manche Menschen ist diese Illusion ein Grund, um ein Freudenhaus zu besuchen. Warum? Weil man darin viel Freude geschenkt bekommt, wenn der Geldbeutel es zulässt. Und was sagt die Ehefrau dazu? Tun Sie mir den Gefallen und kaufen Sie Ihrer Frau ein Goldcollier, damit sie sich geliebt fühlt. Bei der Gelegenheit schicken Sie mir auch eines vorbei, denn mein Hals fühlt sich im Moment so nackt.

Haben Sie schon einmal käufliche Liebe in Anspruch genommen? Wenn man diese Frage öffentlich stellt, verneint sie jeder, denn so etwas hat doch wirklich niemand nötig. Ich frage mich immer, wie die einzelnen Angebote von käuflicher Liebe überleben können, wenn da keiner hin geht und sie niemand nutzt? Lügen uns die Leute etwa ins Gesicht? Nein, wir lügen nicht. Offiziell gehen wir nicht in freudenstrahlende Häuser, kaufen uns keine Liebe ein, aber insgeheim sind wir fast alle schon einmal in die Versuchung gekommen. Lieber Besucher, hier habe ich für Sie einige schmierige Tipps für den käuflichen Sex, der nur die pure Lust befriedigt, die Geldbörse leiden lässt, nicht aber das Herz erobert, denn es ist eine Illusion, zu glauben, dass überall, an jeder Strassenecke Pretty Women steht und ihr Herz für Sie öffnet. Käufliche Frauen öffnen nur die Blusenknöpfe, den Reissverschluss des eng anliegenden Latex-Minirocks und ihren Körper, ein reines Geschäft.

Wie versteckt man das Freudenhaus vor der Ehefrau?

Wenn Sie heute wieder einmal zur reinen Entspannung die nette Lola besuchen, die schon seit einigen Wochen Ihre neue Geliebte ist, dann dürfen Sie Ihrer Ehefrau bitte nichts davon erzählen. Manche Männer besuchen mit Begeisterung freudige Häuser und müssen dann leider mit ihrer Ehefrau telefonieren, weil die gerade im ungünstigsten Moment anruft. "Hallo mein Schatzi. Ich bin noch im Büro, aber ich komme gleich. Soll ich Dir noch eine Milch und ein paar Eier mitbringen, wenn ich am Supermarkt vorbeigehe?"

Wenn man solche Telefongespräche zwischen Schatzi und dem Ehemann mitverfolgt, bekommen die Eier eine vollkommen andere Bedeutung. Schatzi heisst übrigens Schaf und Ziege, denn man hat ja gerne zwei Frauen im Bett liegen, links das treue Schaf und rechts die meckernde Ziege, die ständig mit ihrer Zunge am Grashalm leckt. Bitte, wie haben Sie jetzt schon wieder dieses Wortspiel verstanden? Es gibt auch dicke, lange Grashalme.

Auf jeden Fall müssen Sie sich beeilen, wenn die Ehefrau in der Leitung hängt. Ja, da kommen Sie dann gleich zweimal, einmal so und einmal nach Hause, wenn Sie sagen, Sie kommen gleich. Wenn die Ehefrau Ihnen nicht glaubt, dass Sie im Büro waren, sagen Sie einfach, Sie wären bei Ihrer Geliebten gewesen. Was glauben Sie, wie Ihre Ehefrau blöd aus den Augenwinkeln schielt, wenn sie das hört. So viel Offenheit glaubt sie Ihnen auf keinen Fall, da klingt ja die Geschichte mit dem Büro noch glaubwürdiger. Die Ausrede für die Ehefrau muss stimmig sein, denn es kann vorkommen, dass Ihr Alibi eines Tages platzt. Frauen haben einen siebten Sinn für Lügen, da sind sie wie die Spürhunde. Ich weiss das, denn ich bin auch so ein weibliches Trüffelschwein.

Löblich wäre es, wenn Ihre Ehefrau auch an Ihrem Grashalm lecken dürfte, denn das zeigt ihr, dass Sie Interesse an ihrem Körper haben und nicht nur Interesse an ihrer Migräne. Frauen wollen begehrt und geliebt werden, dann fühlen sie sich geborgen, ja quasi fast in Sicherheit. Und noch löblicher wäre es, wenn Sie Ihrer Frau treu bleiben. Wenden Sie sich an mich, ich bin die reinste verbale Illusion, ich bin harmlos und provoziere nur Ihr internes Kopfkino.

Wer käufliche Liebe konsumiert, geht fremd, ohne Ausrede, ohne Wiederworte, es ist schlichtweg ein Fremdgehen. Man zerbricht das zierlich wärmende Herz seiner Ehefrau, wenn man ihr davon erzählt. Oft ist es besser, man behält gewisse Dinge für sich, denn die Frau wird sich fragen: Was hat sie, was ich nicht habe? Und dann können Sie nicht antworten: Eine offene Bluse und einen engen kurzen Latexrock, denn für diese niedrigen Beweggründe möchte eine Frau nicht eingetauscht werden.

Wenn die käufliche Liebe auffliegt

Liebe Männer, wenn Ihre Ehefrau eine Ihrer Lügen entlarvt, können Sie vorerst Ihr Hobby nicht mehr ausüben. Da muss viel Gras über die Sache wachsen, und dazu müssen Sie den Nährboden für das Gras düngen und pflegen. Zuerst kommen Sie immer pünktlich nach Hause, wiegen Ihre Frau in Sicherheit und lieben sie mit allen Sinnen bis zur Besinnungslosigkeit. Irgendwann tritt wieder Routine in den Alltag ein, dann können Sie Ihrem Hobby wieder nachgehen. Na dann, bis zum nächsten Supergau.

Ich möchte Sie nicht unnötig in Verlegenheit bringen, aber manchmal kann es vorkommen, dass die Ehefrau die Flucht ergreift, weil sie die Nase voll von Ihnen und Ihren Lügen hat. Bitte, das kommt in den besten Familien vor, dafür müssen Sie sich nicht schämen. Haben Sie sich einmal überlegt, treu zu sein?

Einer meiner gewesenen Lebenspartner leistete sich auch so einen Fettnapf. Er fuhr alleine in unser frisch gekauftes Haus im Süden und zeigte mir seine Urlaubsfotos. Und da ich damals noch Augen wie ein tierisch guter Adler besass, sah ich das animalische Treiben auf einem der Fotos. Auf einem Gartensessel hing eine rote Bluse. Aha, die hatte er versehentlich mit fotografiert. Wo ist die Frau, die in dieser Bluse stecken sollte? Ab diesem Zeitpunkt roch ich die Gefahr und durchsuchte seine Sachen.

Ich bin ein peinlichst genauer Mensch und stelle alle Gegenstände immer im rechten Winkel auf. So bemerkte mein Freund nicht, wie ich seine Sachen durchwühlte und mich nach dem Rechten umsah. Ich fand Briefe von thailändischen Frauen, die ihn gleich nach Thailand einluden. Eine Frau bat gleich um etwas Geld für ihre kranke Mutter. Ja, die thailändischen Frauen sollen bekanntlich so gut im Strohbettchen sein, wenn sie im Strohhüttchen Liebe verkaufen. Und viele Männer nutzen die Gelegenheit, nutzen die Situation aus, ein Teufelskreis.

Ich nahm die Briefe, kopierte sie und fuhr nach Hause, denn in meinen eigenen vier Wänden konnte ich meine Wunden besser lecken. Nach einer Woche verpackte ich die Briefe, Fotos und all das Zeug, was ich auf meinem Streifzug fand, packte ein rosarotes Schleifchen um das Päckchen und schickte meinem gewesenen Lebenspartner das Geschenk mit der Post.

Er freute sich immer über meine kleinen Aufmerksamkeiten. Vielleicht diesmal auch, dachte ich und bemerkte, wie sich ein Hauch von Schadenfreude in meinem Bauch breit machte. Mein gewesener Lebenspartner verlor dann leider viel Geld an eine Thailänderin, die ihn schliesslich doch nicht heiratete, weil sie unglücklicherweise ein Mann war. Schade! Man muss sich vorher genau ansehen, wen man heiratet. Übrigens sollte man die Frau auch einmal kennengelernt haben, welcher man Geld bis nach Thailand schickt.

Käufliche Frauen und Männer - wenn der Körper zählt

Bitte, wir wissen instinktiv, dass die käufliche Liebe eine reine Illusion, eine Fatamorgana rund ums wärmende Herz ist. Was übrig bleibt, sind wunderschöne Körper, die sich für Geld verkaufen, denn die Seele des Menschen bleibt zu Hause, sonst zerbricht sie an diesem Geschäftsmodell. Ich war einst nicht gut genug für meinen Partner, jetzt ist er längst mein Ex Partner. Ich bin so ein Kekse-backender Besen, muss immer das letzte Wort haben, krieche zu Hause gerne in der trendigen Jogginghose herum und trage nachts wärmende Baumwollpyjama, auch oft aus Flanell. Welch ein gewöhnungsbedürftiger Anblick, da sucht man schon einmal unbewusst das Weite.

Er suchte sich eine ausländische Frau, zuerst eine Russin, dann eine Thailänderin. An beide Frauen verlor er viel Geld, eine davon war dann doch ein Mann unter ihrem engen Minirock, und mein Ex Partner klopfte wieder an meine Türe. Jetzt war ich plötzlich wieder gut genug für ihn, denn er brauchte Geld, mein Geld. Gott sei Dank bin ich kurz zuvor aufs Hirn gefallen, da ich mir mit einem heissen Backblech meine Stirn verbrannt hatte, als ich Kekse backte, sonst wäre ich wieder zu dem Mann zurückgegangen, denn die Liebe stirbt ja nicht sofort aus, wenn sie sich einmal ins Herz eingenistet hat.

Ja, es gibt sie, die deutschen Männer, die mit uns deutschen Frauen unzufrieden sind und eine rassige Russin suchen. Deshalb gibt es auch Kataloge mit russischen Frauen, denn wo die rege Nachfrage herrscht, gibt es immer einen Markt. Einen Mann lernte ich kennen, der wollte sich so eine russische Frau angeln. Er traf sich auch mit einigen Frauen. Leider passte sein Beruf nicht zu den Vorstellungen der Frauen, denn Hausmeister gibt es auch in Russland genug.

Anwalt oder Arzt hätte er sein müssen, dann wäre die Sache mit dem Heiraten nicht so schleppend voran gegangen. Der Mann lebt jetzt übrigens mit einer deutschen Frau zusammen, die auch kochen und bügeln kann. Liebe Männer, verfallen Sie in keine Illusion, wenn Sie sich in eine Frau aus dem Katalog verlieben. Viele osteuropäische Frauen aus Katalogen lassen sich einkaufen. Ich sage Ihnen eins, Frauen kosten überall Geld, nicht nur in Russland. Die Liebe selbst verlangt kein Geld, denn sie ist ein Gefühl, welches vom Herzen kommt. Kaufen kann man nur die Illusion einer Liebe, welche sich auf einem schönen, elegant geschwungenen Körper abspielt.

Käufliche Frauen

Man findet sie in Zeitungen, auf offener Strasse an bekannten, markanten Stellen, in seriösen und unseriösen Clubs, im Katalog, in einschlägigen Partnervermittlungen, in diversen Kontaktbörsen, in unzähligen Annoncen und Inseraten. Zeitungen besitzen keine Seelen, es sei denn, sie stehen für einen wirklich guten, unentgeltlichen Zweck. Die Seele ist sensibel und versteckt sich hinterm Vorhang, wenn der Körper ohne das Herz verkauft wird.

Das erste Gebot, das Sie sich merken sollten ist: Eine käufliche Frau denkt in erster Linie nicht mit dem Herzen an Sie, sondern mit dem Köpfchen, und den Kopf bewahrt sie in der Geldbörse auf. Bitte, die Pelzmäntel und schicken Kleider kosten Geld, und Sie als Mann profitieren davon, weil Sie sind in der glücklichen Lage, die Frau im Pelzmantel anzuschauen. Und wenn Sie den Pelzmantel auszieht? Sie haben der Frau hoffentlich genug Kleingeld dagelassen, sonst steht sie notgedrungen in Angora Wollunterwäsche vor Ihnen. Zum Glück hat sie noch den teuren Pelzmantel.

Callgirls findet man in jeder angesagten Agentur, wenn man seine wirklich einsamen Stunden körperlich überwinden möchte. Die Seele des Callgirls und auch Ihre Seele bleiben dabei oft auf der Strecke, denn unsere Seele denkt nicht in den Dimensionen eines gut betuchten Geldscheins, unsere Seele denkt in der Dimension der Liebe und Dankbarkeit. Gut, das Callgirl ist notfalls auch dankbar fürs Geld. Und trotzdem frage ich mich, warum dieses Gewerbe derart boomt?

Käufliche Männer

Als ich 16 Jahre alt war, dachte ich in einem Anfall an jugendlichem Leichtsinn daran, mir einen Mann nach Hause zu bestellen, weil ich noch keinen Höhepunkt in meinem Leben hatte, den ich mir nicht selber zugefügt hatte. Sind es nicht die eigenen Höhepunkte, die man sich selbst liebevoll herbeizaubert, die einen auch durchaus glücklich machen können?

Der Callboy, der gekaufte Mann sollte einer der Höhepunkte in meinem Leben werden, und so schaute ich mich zu diesem Zweck in der Zeitung um. Damals waren Inserate noch voll hipp. Als ich die Preisvorstellungen der Männer kennenlernte, dachte ich mir, ich gehe doch vorerst noch einmal mit mir alleine in die Badewanne unter den Duschstrahl, Halleluja.

Ich war damals ein pubertierendes, suchendes, sinnsuchendes Mädchen, quasi ein heranreifendes hässliches Entlein, und bis ich zum ausgereiften Schwan wurde, lernte ich wahrhaftig einen Mann aus der Zeitung kennen, einen Mann aus dem österreichischen Rennbahn-Express. Er suchte händeringend eine nette Freundin, ich antwortete auf sein Inserat, und wir erzählten der ganzen Welt, dass wir uns in einer Bar kennengelernt haben. Meine Mutter sucht heute noch die Bar, in der ich damals als 16 Jährige keinen Zutritt haben hätte dürfen. Nicht immer kostet ein Mann für eine Frau Geld, nur manchmal.

Bitte, wir hätten da auch noch den etwas älter wirkenden, gut gepflegten Mann, den rüstigen Rentner, der als Sugar Dady den Frauen in Form von Geldgeschenken schöne Augen macht. Und wir hätten die reifere Frau, die sich einen jungen finanziell zu unterstützenden Liebhaber nimmt, wenn die Geschäfte gut laufen. Der Champagner schmeckt zu zweit einfach besser. Lieber Mann, wenn Sie an Ihrer Frau solche oder ähnliche Anzeichen bemerken, ist der Weg auch für Sie geebnet, um die käufliche Liebe geniessen zu dürfen. Ich lege Ihnen schon einmal den roten Teppich aus. Aber Achtung, die Seele könnte unter diesem körperbetonten Treiben ersticken. Das gute Gewissen ist im Urlaub, auf Weltreise.

Meine Erfahrungen - versehentlich verkauft?

Ich suchte einst im Internet einen Reisepartner und inserierte überall, ohne grossartig nachzuschauen, wo überall ich meine Suchannonce hinein steckte. Ich nannte mich Prinzessin-die-Erste. Damals studierte ich in Salzburg, war unbeschwerte Tochter von Beruf und wollte nach Griechenland. Es meldete sich ein potentieller Reisepartner, der plötzlich vor meiner Türe stand, zwei Flugtickets für Kreta in der Hand hielt und mich fragte: Wo ist denn Prinzessin-die Erste, ich wollte ihn überraschen. Oje, da ist etwas schief gelaufen, dachte ich, denn der Mann vor meiner Türe sprach von einem Er, und ich war eindeutig eine Sie.

Wir sahen uns fragend an, er zeigte mir die Annonce aus dem Internet, ich begriff, dass ich versehentlich in einem Forum für Schwule inseriert hatte, und wir mussten lachen. Kreta wurde zur reinsten Herausforderung für mich, denn ich verliebte mich in meinen Reisepartner, direkt unerreichbar, denn er hatte nur Augen für den Strand, das Meer, den Uso und den attraktiven Kellner.

Bitte, als ich dann nach München zog, wurde ich langsam blind wie Paul der Maulwurf. Ich fuhr mit dem Taxi zu einem Künstler Kunden und übersah, dass der Taxifahrer mich auf halber Strecke vor einem vollkommen unbekannten Haus ablieferte. Ich fragte mich durch, bis mir der Postbote sagte, dass ich hier falsch sei. Wahrlich, die Post kennt jede Adresse.

Ich stellte mich mitten auf die Landsberger Strasse und rief ein neues Taxi. Es kamen einige Autos vorbei, fragten mich, ob ich einsteigen wollte, und ich fragte: Sind Sie zufällig mein Taxi? Ja, wenn Sie wollen, kam die Antwort zurück. Plötzlich fragte mich jemand von hinten kommend, ob ich eine blinde Frau gesehen hätte? Ich meinte: Ja, das bin ich, ich habe ein Taxi bestellt, aber da fahren irgendwie laufend Taxis vorbei.

Der Taxifahrer lachte und sagte: Sie stehen hier in einer Strasse, in der Sie lieber nicht stehen sollten, am Strassenstrich. Ich sah an mir hinunter. Es war ein heisser Sommertag, ich hatte meinen edel wirkenden, biederen Blazer ausgezogen und in die Tasche gesteckt. Ich trug hohe Schuhe, ein enges Top, einen zu kurz geratenen engen Mini und eine Seidenstrumpfhose mit Muster. Ich zog mein Sakko wieder an, und der Taxifahrer meinte: Jawohl, so hätte Sie niemand angesprochen.

Lieber Besucher, nicht jede aufreizend gekleidete Frau verkauft gleich ihren ganzen Körper. Mode ist individuell, wandelbar und schick bis elegant, trendig bis ausziehend, aber immer anziehend. Man sollte übrigens auch an seinen Vorurteilen arbeiten, wenn man Frauen und Männer in Schubladen steckt. Und kleine Autorinnen sind nur in geschriebener, verbaler, wörtlich genommener, gedruckter, auf Papier gepresster Form käuflich.

Der neueste Schrei - ein Puppenbordell

Gross in Mode, direkt aus Asien importiert, sind die sogenannten Freudenhäuser mit echten Sexpuppen als Dienstleister. Hier verkehrt man nicht mit echten Menschen, sondern mit echten Puppen. Da bekommt das Wort Puppe eine ganz eigene Geschmacksrichtung. Die Puppen fühlen sich an wie echte Menschen, sind menschengross, besitzen sogar Hautwärme und Körpertemperatur, sind in vielen Varianten, Posen und optischen Prägungen erhältlich, und sie leisten ihre Dienste pausenlos, ohne zu jammern. Auch männliche Sexpuppen arbeiten dort, und ich frage mich, ob die wohl alle ordentlich angemeldet sind, eine Lohnsteuerkarte besitzen und gut abgesichert sind, denn Schwarzarbeit in diesem Milieu ist besonders verpöhnt. Da in Asien die Menschen eher klein und zierlich gebaut sind, sehen auch die Puppen zierlich aus, aber die zierlichen Körper sind ohnehin für viele Leute ein wahrer Hingucker, eine besondere Augenweide. Der Besuch in so einem Puppenbordell kostet doch etwas mehr Geld, da die Puppen sorgfältig gewartet, gereinigt und gepflegt werden müssen. Der Drink an der Bar ist allerdings mit so einer Sexpuppe gewöhnungsbedürftig, denn die wenigsten Puppen können sprechen und einer gepflegten Unterhaltung folgen. Und so ist dieses Freudenhaus eher für Menschen geeignet, die den Fetisch lieben.

IKM Schreiber - das Geschäft mit Kontaktportalen

LiebesenteNeulich stiess mein entsetzter Blick auf ein Phänomen, dessen Existenz ich bis jetzt nicht für möglich gehalten habe, auf das Phänomen der IKM Schreiber. Bitte, das klingt vorerst wie ein Business, wie ein ganz normales Geschäft. Wenn man jedoch tiefer in diesen Bereich hineinschaut, erblickt man Abgründe, dessen Tiefe bis in die Seele eines Menschen vordringt. Ich war wahrlich erschüttert.

Was ist ein IKM Schreiber? IKM steht für Internet Kontakt Markt, also ein Schreiber, der die Onlinebörsen im Flirtbereich ankurbelt, das Geschehen dort ein wenig beeinflusst und dafür sorgt, dass die Kommunikation angeregt läuft. Man nennt diese Leute auch Controller, Kommentator, Moderator und ähnlich, aber im Grunde steht dies alles nur für ein Geschäftsmodell, welches den Rubel in Singlebörsen rollen lässt.

Und schon kommt die Kritik über den Ladentisch gerollt, genauso schnell, wie der rollende Rubel, denn so ein IKM Schreiber macht nichts anderes, als sich in verschiedenste Profile hineinzudenken, mit denen er dann gezielt die Singles und Flirtwilligen unterhält. Der Kontaktsuchende glaubt allerdings, er schreibt mit einer Frau, einem Mann, mit jemandem, der es ehrlich mit ihm meint, der greifbar ist, den er auch richtig kennenlernen und treffen kann. Wenn ich als Single so verarscht werden würde, bräuchte ich mich online nicht mehr nach einem neuen Partner umzusehen.

Was macht ein IKM Schreiber?

Stellen Sie sich vor, Sie sind auf Jobsuche und bewerben sich als IKM Schreiber. Jawohl, die erste Singlebörse will sie schon haben und zeigt Ihnen, wie das Modell funktioniert. Sie denken sich nichts dabei und beginnen mit Ihrer Arbeit. Bitte, ethisch moralische Gedanken dürfen Sie bei diesem Job nicht aufbringen, sonst bringen Sie es nicht übers Herz, andere Leute hinters Licht zu führen, denn Sie kommunizieren, chatten mit den Flirthungrigen auf eine sehr intime Weise. Am besten, Sie schalten Ihr Gewissen aus.

Sie bekommen mehrere Profile ans Herz, naja, eher an die Nieren gelegt, welche Ihnen bald schwer im Magen liegen könnten. Die Profile sind sinnlich bis lustvoll, sexy angehaucht, die 90-60-90 Figur mit den richtigen Rundungen an den richtigen Körperstellen sind im Profil natürlich inbegriffen. So ein attraktiver Adonis-Körper, so eine zierliche Feen-Frau, jawohl, das regt alle Sinne an, das recgt zum Chatten an. Und dann legen Sie los.

Sie antworten, sobald jemand zu chatten beginnt, denn so ein Kontaktchat möchte angeregt laufen, möglichst ohne Unterbrechung. Jetzt sollten Sie schnell und kreativ sein, denn Sie müssen oftmals innerhalb von 60 Sekunden antworten, sonst verdienen Sie nichts dabei.

Auf der anderen Seite der Internetleitung sitzt jemand, der möchte Sie kennenlernen, denn dazu ist er ja da, oder? Er weiss nicht, dass ein bezahlter IKM Schreiber hinter dem hübschen, ansprechenden, direkt zum Anknabbern verführerischen Profil steckt. Der Kontaktsuchende am anderen Ende der Internetleitung zahlt natürlich pro Nachricht einen gewissen Betrag, und Sie ziehen den Chat in die Länge. Sie gehen tief in die Bedürfnisse Ihres Chatpartners ein, verstehen seine Wünsche und regen seine Lust, ach seine Geldbörse an. Wahrlich, das Geschäft mit der Liebe kann auch online grausam sein, aber das Spiel mit der Illusion funktioniert immer, denn nichts ist so täuschbar, enttäuschend, wie die Vorstellung, die sich in einem Menschen aufbaut.

Was verdient man als IKM Schreiber?

Na, sind Sie jetzt auf den schlechten Geschmack gekommen, oder flammt noch ein Funke an Moral in Ihnen auf? Wenn Sie noch Zweifel haben, sage ich Ihnen, was so ein IKM Schreiber verdient, damit ich Sie auf Ihr zukünftiges Einkommen vorbereiten kann.

Das Geschäftsmodell mit der online Liebe funktioniert folgendermassen: Der Kunde meldet sich in einer kostenpflichtigen Kontaktbörse an, denn er will Singles, Kontakte kennenlernen, chatten, flirten, jemanden kennenlernen, liebhaben, sich verlieben, richtig lieben, heiraten, sich ganz hingeben. Er gibt zuerst sein Bestes hin, sein Geld, denn man sagt ja, du sollst zuerst geben, damit dir gegeben wird.

Und dann kommen Sie ins Spiel. Sie verdienen pro Antwort im Chat 10 Cent, in einigen Portalen vielleicht ein paar Cent mehr, aber für weniger schreibt wahrscheinlich niemand. Wenn Sie Ihren Hungerlohn, Verzeihung, Ihren Stundenlohn hochrechnen, bekommen Sie in einer Stunde ungefähr zwischen 3 und 6 Euro, wenn Sie fleissig sind. Bitte, da könnte man sich doch glatt einen halben Kaffee in Paris leisten. Und wer bezahlt den Flug nach Paris?

Jetzt kommt ein gemeiner Schlag von der Seite auf Sie zu, denn wenn Sie einen permanent fliessenden Stundenlohn auf höchstem IKM Schreibniveau hochrechnen, haben Sie die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Man ermüdet nämlich nach einiger Zeit, die Kreativität fliesst nicht immer gleichmässig schnell durch die Finger auf die Tastatur, und so verdient man weniger als 3 bis 6 Euro pro Stunde, weil man die Pausen und Auszeiten mit einrechnen muss. Gut, ein viertel Kaffee in Paris ist da noch locker drin. Habe ich Ihnen jetzt den Beruf des IKM Schreibers schmackhaft gemacht? Bitte, das könnte doch glatt zur Berufung werden.

Wer verdient eigentlich wirklich Geld mit diesem kontaktfreudigen Geschäftsmodell des interaktiven, kostenpflichtigen Flirts? Es sind die Betreiber der kostenpflichtigen Kontaktportale, denn die verdienen ein Vielfaches mit den Einnahmen, den Abos und Zusatzdiensten, solange der Kunde zahlungswillig ist. Jetzt verstehe ich erst, warum sich so viele Flirtchats und Chatgeflüster im Nichts auflösen, warum man so wenige Leute aus dem Internet wirklich real kennenlernt.

Wie erkennt man einen IKM Schreiber?

Sehen Sie sich die AGBs des Kontaktportals an, wenn es kostenpflichtig ist. Die Hinweise auf einen moderierten Chat sind beispielsweise Anhaltspunkte dafür, dass womöglich IKM Schreiber eingesetzt werden könnten. Man findet auch manchmal Hinweise, dass es sich um Controller handelt. Hier sollten Sie dann vorsichtig sein, denn nicht jedes Profil ist mit dem Menschen hinterlegt, der mit Ihnen dann flirtet.

Ich war noch nie als IKM Schreiber tätig, aber ich glaube, ich befand mich einmal versehentlich auf der anderen Seite der Internetleitung, ohne zu ahnen, mit wem ich da chattete. Und das kam so, kam mir direkt spanisch vor, obwohl ich eigentlich Spanisch verstehe.

Ich war auf der Suche nach offenen Menschen, die dem normalen Wahnsinn des Spiessertums entkommen wollten. Ich suchte online nach einem Partner, der mit mir meine experimentierfreudigen Wünsche und Abgründe in der Liebe teilt, denn ich bin keine einfache Frau, besonders nicht an der Bettkante, höchstens am Teppich. Ich bezahlte für ein Kontaktportal, bezahlte auch pro Nachricht und lernte Alexander kennen, ein Name, der jeden Höhepunkt in den rosaroten Wolken verschmelzen liess, ein Name wie gemacht für mich. Wir chatteten, flirteten, und dann trafen wir uns nicht. Alexander war verschwunden. Allerdings entdeckte ich seinen eigenwillig schmalzigen Schreibstil in Peter wieder. War es ein und die selbe Person?

Nun, um einiges Geld erleichtert, meldete ich mich in kostenlosen Flirtbörsen an. Hier wartete man allerdings länger auf einen geeigneten Flirtpartner, aber den traf ich dann auch. Schön war es, kommentarlos schön. Bitte, ich schäme mich nicht, auf der anderen, betrogenen Seite des Flirtchats gewesen zu sein, denn Alexander und ich hatten den geschütztesten Liebesakt, den man nur haben konnte, da holte man sich nichts, rein gar nichts, nur gute Gedanken zum Einschlafen.

Wenn man jemanden online kennenlernen möchte, sollte man vorab nicht so viel Geld investieren, und schon gar kein Geld für einen Chat, denn es tummeln sich so viele seriöse Kontaktportale und Singlebörsen im Internet, dass man auf die unseriösen leicht verzichten kann. Ein kostenpflichtiges Abo in einer Singlebörse abzuschliessen, das finde ich noch in Ordnung, aber pro Nachricht zu bezahlen, das grenzt an meine moralisch ethischen Vorstellungen, denn man sollte nicht mit den Gefühlen der Mitmenschen spielen.

Die käufliche Liebe im Mittelalter

König und Dame im LiebesspielLieber Besucher, Sie ahnen es, das älteste Gewerbe der Welt boomte bereits im Mittelalter, denn auch damals hatten die Frauen einen gewissen Reiz, auch wenn man diesen erst beim näheren Hinsehen erblickte. Sie werden es kaum glauben, aber die Kirche, die katholische Kirche duldete es, wenn ein Priester, ein Pfarrer sich schöne Stunden der körperlichen Liebe gönnte und dafür bezahlte. Die Kirche war der Meinung, es sei gut, damit nicht etwas Gröberes passierte. Kirchliche Würdenträger waren im Mittelalter bei käuflichen Frauen gerne gesehen, wahrlich ich kann es mir heute noch vorstellen, wie es damals wohl gewesen sein könnte.

Die käuflichen Frauen im Mittelalter arbeiteten hart für ihr Geld, denn es blieb meistens nicht viel übrig davon. Heute kann sich eine Frau dieses umstrittenen Gewerbes durchaus ein wenig Luxus leisten, wenn sie sich entscheidet, dass ihr Körper dies zulässt. Ich müsste ja zuerst mit meinem Körper sprechen, aber ich denke, er lehnt dies dankend ab. Ich glaube, ich bleibe lieber bei dem Handwerk welches ich ansatzweise verstehe, ich bleibe Autorin und schreibe lieber über die Lust, als dass ich die Lust am Geld auf meinem Luxusbody verteile.

Im Mittelalter war ich ein Mann, denn als Frau hätte ich diese lusttötende, lustbringende, betörende Zeit nicht ohne Seelenbruch überlebt. Als Mann war ich wirklich gut. Mein Lebenspartner behauptet heute noch, ich habe den längsten, den längsten Königspudel von allen Männern zwischen meinen Beinen. Da fällt mir ein, neulich kniff sich wirklich ein Hund dorthin, wo ich Hunde nicht leiden kann, der zwängte sich zwischen meine Beine und bellte.

Mein Lebenspartner muss mich wahrscheinlich aus dem Mittelalter her kennen, eine verkümmerte Art an nicht verarbeitetem Karma, denn nur so kann ich es mir erklären, dass er unter all meiner optisch gestylten Weiblichkeit meine versteckte Männlichkeit sieht. Wahrlich, manchmal kann ich ein echter Holzmichel sein und mit meinem Holzkopf überall anecken. Mein Testosteronspiegel ist auch schon gestiegen.

Frauenhäuser im Mittelalter

Heute gelten Frauenhäuser als absolutes Tabu für Männer, denn die Frau ist darin die amtierende Königin. Im Mittelalter war so ein Frauenhaus das heutige Freudenhaus, in dem der Mann saubere und gepflegte Freude konsumieren konnte. Der Frauenwirt sorgte dafür, dass die Damen seines edlen Hauses wohl fleissig arbeiteten. Heute nennt man so einen Frauenwirt etwas anders beim Namen, aber seine Tätigkeitsbereiche sind gleich geblieben.

Die Kleidung der Wanderhure

Sexy Kleidung kennt man heute. Früher trugen die käuflichen Frauen eine Art Kostümierung, denn jede Stadt winkte mit ihrer eigenen lustspendenden Tracht. So zogen Frauen dieses Gewerbes zwar drunter etwas Reizvolles an, drüber trugen Sie jedoch eher Kleider, die an den Karneval erinnern. Beispielsweise trug Frau in Nortlingen gelbe Bänder um die Oberarme, damit jeder Mann gleich wusste, dass hier viel Liebe drin steckte. Ach ja, die Füsse der Frauen mussten wahrlich gut verstaut werden, und so trug man damals Füsslinge aus Baumwolle. Stellen Sie sich vor, Sie liegen mit einer Frau im Bett, notfalls auch am Teppich, in Ausnahmefällen auch am Schreibtisch zwischen den Akten, und sie trägt Wollsocken. Ich muss gleich noch meine Mutter anrufen und fragen, ob meine gestrickten Socken schon fertig sind.

Sie fragen sich bestimmt, woher ich das weiss? Ich war im Mittelalter Frauenwirt und sorgte dafür, dass meine eigene Geldkasse ordentlich gefüllt wurde, denn im Mittelalter war ich als Mann auf der Welt, da man es als Frau zu dieser Zeit kaum aushielt. Vielleicht habe ich mir ja auch nur eine Dokumentation auf SAT1 angesehen und mein Wissen dort konsumiert.

Die Kupplerin im Mittelalter

Kaum zu glauben, aber es gab auch weibliche Frauenwirte, sogenannte Kupplerinnen. Wenn ich mir vorstelle, ich würde in Hamburg mitten in St. Pauli ein Freudenhaus eröffnen, dann bräuchte ich gleich mehrere Frauenwirte aus dem Mittelalter, die so einer modernen Kupplerin wie mir in der heutigen Zeit Schutz bieten würden. Voila, und schon wäre ich wieder eine käufliche Frau. Ich ahnte es, ich bleibe weiterhin Autorin, es ist einfach zu gefährlich auf der Strasse. Erst neulich übersah ich ein Auto.

Käufliche Frauen auf Hochzeiten

Bitte, im Mittelalter fanden es die Bräute angebracht, sich käufliche Damen als Glücksbringer zur eigenen Hochzeit einzuladen, damit der Bräutigam wusste, dass diese Zeiten für ihn jetzt zu Ende gehen.

Wenn ich mir heute vorstelle, zu meiner Hochzeit eine edle käufliche Dame einzuladen, bekomme ich in all meiner freizügigen Offenheit die eifersüchtige Panik, denn mein Mann ist brav und für Frauen aller Art ein Tabu. Ich bin ja keine Frau, ich bin sein Liebelein.

Verhütung für käufliche Frauen im Mittelalter

Die Pille gab es noch nicht, denn dieses chemische Zuckerl verhindert erst seit dem 20. Jahrhundert eventuelle Schwangerschaften beinahe zuverlässig. Früher braute man sich seinen eigenen Verhütungsshake aus Kräutern und Pflanzen zusammen, welcher nicht ganz ungefährlich war. Manche Frauen trugen Amulette oder hüpften nach dem Liebesspiel auf einem Bein umher. Bienenwachs war auch ein Verhütungsmittel. Es wurde dort plaziert, wo heute ein Tampon oder, wenn es denn irgendwie glücklich macht, französische Liebeskugeln verstaut werden.

Die Hygiene der käuflichen Frauen im Mittelalter

Möchten Sie zufällig ein frisches Stück Seife oder ein Duschgel? Früher gab es das nicht, aber die Frauen hatten Glück, denn die Schafe lieferten Baumwolle. Mit der in Wasser getränkten Baumwolle reinigte man sich förmlich von aussen und von innen, denn saubere Frauen duften einfach besser.

Die käufliche Frau im Mittelalter musste wandern

Die Wanderhuren zogen von Stadt zu Stadt. Den Vornamen behielten sie, aber den Nachnamen ersetzten sie durch den Namen ihrer Heimatstadt. Man wollte ja seiner Familie keine Schande bereiten. Übrigens mussten sich die Frauen in einer neuen Stadt zuerst das teure Outfit hart erarbeiten, denn so eine Tracht kostete aus heutiger Sicht ca. 2000 Euro, auch wenn damals die Kreuzer oder Taler flossen. Wenn die Frau schön brav und fleissig war, wurde ihr Verdienst in Form einer Kerbe ins Holz geschnitzt, und am Ende der Woche wurde der Verdienst aus dem Kerbholz ausgezahlt. Ich war übrigens ein unangenehmer Frauenwirt, so wie es sich fürs Mittelalter gehörte.

Überlieferungen der käuflichen Liebe im Mittelalter

Alte Dokumente aus dem Mittelalter zeigen uns heute, wie es damals mit der käuflichen Liebe war. Man hatte diesen Zustand damals lieber unter den Teppich gekehrt, aber aus Nördlingen existieren Akten, die belegen, wie Frauen damals ausgebeutet wurden, wie aber einige von ihnen gut in diesem Gewerbe lebten.

Das Schicksal einer Wanderhure, die einer Intrige zum Opfer gefallen war, wurde in einer Gerichtsakte festgehalten. Die Frauen wurden von ihrem Heimatort vertrieben, mussten als Wanderhuren arbeiten, um zu überleben, denn man hatte als schwache Frau kaum Überlebenschancen, wenn man erst einmal verbannt wurde.

 


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