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Polyamorie - Mehrere Beziehungen gleichzeitig führen

Polyamorie ist der freie, freiheitsliebende Zustand, mehrere Personen gleichzeitig zu lieben, mit ihnen zur selben Zeit die selben intensiven Beziehungen einzugehen und diese stilvoll auszuleben. Die Personen wissen voneinander, akzeptieren diese Art der Liebe und sind im Allgemeinen bereit, diese so freizügig auszuleben.

Polyamorie und Eifersucht

Das grösste Problem hierbei stellt die Eifersucht dar. Wenn der Partner jemand anderen genauso liebt, fühlt man sich zweitrangig. Psychologisch gesehen kann man an der Polyamorösität zugrunde gehen, oder man wächst in seiner Persönlichkeit weit über seine Begrenzungen hinaus. Oft wird aber auch eine psychische Störung wie das Borderline Syndrom damit in Verbindung gebracht.

Polyamorie und Liebe

Wer polyamorös ist, liebt alle seine Partner gleich intensiv, und zwar in Herzensangelegenheiten, in seelischen Dingen und in sexueller Hinsicht. Bitte, diese Menschen können bis zu fünf und mehr Partner lieben und diese Beziehungen real ausleben. Wenn der Zustand von allen Paaren bejat wird, kann er durchaus wertvoll sein, da man immer wieder die nötige Abwechslung im Leben hat. Wer rastlos, ruhelos, experimentierfreudig, freiheitsliebend und sexuell überdurchschnittlich aktiv ist, für den sind polyamoröse Beziehungen das reinste Paradies. Für den Normalverbraucher, der seinen Partner liebt und ihn nicht teilen will, sind solche Beziehungen die reinste Qual. Und für die spiessige Gesellschaft sind sie ein Dorn im Auge, weil die meisten Leute nicht verstehen, warum man so ausartet und sein Ego in den Mittelpunkt stellt. Wenn wir jedoch toleranter leben wollen, den Weltfrieden als etwas Sinnvolles ansehen, dann werden wir wohl oder übel auch die Polyamorie akzeptieren müssen, da sie für immer mehr Menschen interessant ist und ausgelebt wird.

Polyamoröse Promis, Stars und Sternchen

Inzwischen gibt es auch Prominente, die ihre polyamoröse Seite zeigen und aktiv mehrere Beziehungen öffentlich ausleben. Hier stellt sich jedoch oft die Frage, in wie weit es sich um richtige Polyamorie handelt, oder ob hier nicht auch zu einem gewissen Teil die Medienwirksamkeit, die Öffentlichkeit, die pure Präsenz wichtig sind. Prominente müssen laufend auf sich aufmerksam machen, damit sie nicht in Vergessenheit geraten. Besonders die kleinen Sternchen am Promihimmel sind auf die skandalösen Aufmerksamkeiten angewiesen, wenn sie nicht als billige Tellerwäscher enden wollen. Und so gibt es durchaus Promis, die scheuen nichts und niemanden, küssen und knutschen mehrere Partner, machen ihre sexuelle Neigung zur Öffentlichkeitsangelegenheit, leben in Parallelbeziehungen und werden immer unglücklicher, weil sie im tiefsten Inneren ihrer Seele monogam sind und sich nach einem treuen Partner sehnen. Anders sieht es mit der kreativen Leidenschaft derjenigen Promis aus, die wirklich polyamorös sind. Sie leben ihre Beziehungen nicht unbedingt in den Medien aus, sondern geniessen ihr Intimleben stilvoll in zweisamer Mehrsamkeit, oder auch in mehrsamer Zweisamkeit.

Erfahrungen mit der Polyamorie

Als ich jung und knackig war, verliebte ich mich in zwei Partner gleichzeitig, in einen Managementtrainer aus München und in einen Anwalt aus Salzburg. Ich konnte nicht anders, mein gefühlsintensiver Drang nach Liebe kannte keine Grenzen, und so ging ich mit beiden Partnern eine Beziehung ein, zuerst, ohne dass die beiden etwas voneinander wussten. Ich liebte sie beide mit Haut und Haaren, fleischlich, seelisch, geistig und mental. Und wenn ich den beiden nichts voneinander erzählt hätte, wäre diese Liebe noch lange gutgegangen. Da jedoch nicht jeder Mensch diese Art von Dreiecksbeziehung mag, verlor ich beide Partner.

Als ich nach den zwei intensiven Beziehungen, die meine innerste Lust an die Oberfläche meines knackigen Körpers brachte, in einem Cafe sass und nachdachte, setzte sich ein Mann zu mir, der wahrscheinlich meine Gedanken gelesen hatte. Er fragte, ob ich gerade Liebeskummer hätte. Mitten ins Gespräch vertieft, kamen wir nach einigen Plauderstunden auf die Idee, uns noch einmal zu treffen. Wir bemerkten, dass wir uns sehr mochten, und wir machten auch kein Geheimnis draus, dass wir mehrere Partner gleichzeitig lieben konnten. Keine Sorge, der Mann war attraktiv, klug, belesen, sachlich kompakt, einfach meine Wellenlänge. Ein halbes Jahr über liebten wir uns so tief und leidenschaftlich, dass ich vergass, neben ihn noch weitere Partner zu lieben.

Plötzlich war sie da, meine Eifersucht, gerade in dem Moment, als meine leidenschaftliche Liebe mir mitteilte, er hätte eine zweite Frau kennengelernt, die er mir gerne vorstellen will. Ich war eifersüchtig, meine Seele rotierte, mein Ego lief im Kreis, und meine Gefühle prallten wie Kugeln in meinem Hirn aufeinander. Ich erkannte, dass ich nicht unbedingt polyamorös bin, sondern einfach nur noch nicht den richtigen Partner fürs Leben gefunden hatte. Die zweite Frau an seiner Seite war zwar liebevoll, und sie war mir auch freundschaftlich sehr sympathisch, aber meine Seele litt so sehr unter der Dreiecksbeziehung, dass ich mich entschied, mich zu trennen. Mein Liebesglück fand ich dann noch mehrere Male, aber nicht mehr gleichzeitig, sondern hintereinander.

Heute bin ich in die Jahre gekommen, treu und monogam, ohne dass mir dabei etwas fehlt, aber ich habe erkannt, dass man die intensive Fleischeslust auch zu zweit ausleben kann, ohne dass man sexuell ausgehungert ist. Bitte, so manch einer wird bei diesem Gedanken zum Veganer.

Monogame Menschen leiden unter einer polygamen Beziehung, fühlen sich im Stich gelassen, wenn der Partner nicht jeden Abend brav nach Hause kommt und am Sofa sitzt. Polygame Menschen leben ihr Inneres in mehreren gleichzeitigen Beziehungen voll aus, sind glücklich, wenn nicht jeden Abend der selbe Partner am Sofa sitzt, und sie kennen vor allem dieses schmierig feuchte Gefühl der Eifersucht, welches wie ein brodelnder Kochtopf im Kopf tobt, nicht. Eifersucht ist eine Sucht, die entsteht, wenn man etwas oder jemanden festhalten will und glaubt, etwas zu verlieren, was im Grunde nicht weniger wird. Polygame Menschen kennen keine Verlustängste, sie kennen nur die Angst, zu wenig im Leben ausgelebt zu haben.


 


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Autorin Elisabeth Putz

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